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Der gelbe Bleistift: Reisegeschichten aus Asien
 
 

Der gelbe Bleistift: Reisegeschichten aus Asien (Taschenbuch)

von Christian Kracht (Autor)
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (44 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 192 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. April 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423129638
  • ISBN-13: 978-3423129633
  • Größe und/oder Gewicht: 19,3 x 12,1 x 1,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (44 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 47.901 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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    Nr. 5 in  Bücher > Belletristik > Romane & Erzählungen > Junge Literatur (deutschspr.) > Kracht, Christian
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Die deutsche Welt am Sonntag. Erst schläft noch alles, dann wird Klassik aufgelegt und es gibt Brötchen mit Ei. Dazu Zeitung: die Welt am Sonntag. Was steht da? Christian Kracht aus Tokio. Die Rubrik im Reise-Teil der Zeitung heißt "Der gelbe Bleistift". Über den Autoren muss man wissen: Kracht lebt seit einigen Jahren in Bangkok und hat vor zwei Jahren mit Eckhart Nickel Ferien für immer geschrieben, das ihn als Traveller der feinen Unterschiede ausgewiesen hat. Nun also erscheint ein Solo-Buch mit Reiseberichten.

20 Stücke sind es ingesamt, gesammelte Erlebnisse aus den Jahren 1992-99. Es sind sehr viel weniger Reiseberichte als atmosphärische Schilderungen, viel weniger Berichte über das Fremde im Ausland als über das Erstaunen, das Vertraute im Ausland anzutreffen: Marken, Menschen, Mentalitäten. Hier geht es um das, was westliche Ausländer in Asien suchen: Business, Drogen, Mädchen, Natur und Exotik. Kracht ist einer, der das Gebot des Subjektiven als Reporter gerne und großzügig befolgt. Ein Moralist ist er, aber die mahnende Pose bleibt immer hinter der Kunstfertigkeit zurück. Und das ist gut so. Dafür, muss man annehmen, liebt er die Freiheit zu sehr, auch die Freiheit, keinen Standpunkt einnehmen zu müssen. Wenn er den "Anarchie-Supermarkt" Goa auseinander nimmt, dann ist das keine Schelte der Sehnsucht nach Anarchie, sondern des Ausverkaufs dieser Sehnsucht. Kracht, der gescheitelte Anarchist: Wenn es mir hier nicht gefällt, dann haue ich wieder ab. Wenn meine Geschichte gerade spannend wird, dann breche ich sie hier einfach ab. Eine extrem elitäre Position, die Kracht in diesem feinen, leisen, bisweilen vergnüglich skurrilen Buch einnimmt -- aber auch eine extrem zeitgemäße. --Nikolaus Stemmer -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.



Kurzbeschreibung

Phnom Penh, Peshawar, Vientiane, Tokio, Rangun. Christian Kracht er-zählt Geschichten aus dem neuen Asien. Wer seine Bücher kennt, weiß, daß Kracht sich der Rastlosigkeit verschrieben hat. Seine Deutschland-Durchquerung, der Roman ›Faserland‹, und sein Welt-Brevier ›Ferien für immer‹ (mit Eckhart Nickel, dtv 12881) handeln letztlich vom permanenten Aufbruch.

Wie es einem an einem fremden Ort ergeht, darum geht es dies-mal. Der ausgewiesene Asien-Kenner und ehemalige Indien-Korrespondent des ›Spiegel‹ zeigt dem Leser ein Asien, wie er es bislang noch nicht schauen durfte. Lakonisch beobachtend, nie zynisch, flaniert er durch den Kontinent und knüpft hierbei an die große angloamerikanische Tradition der Reiseschriftstellerei an.


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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Walk on!, 1. Juni 2000
Von Ein Kunde
Diese Rezension stammt von: Der gelbe Bleistift. (Broschiert)
‚Max' ist eine der schlechtesten Zeitschriften Deutschlands. Das ist bekannt. Daß es der sogenannte ‚Max' schafft, noch schlechter als der ‚Stern' zu sein, mit dem er neuerdings häufig verglichen wird, ist neu - beinahe. ‚Max' schafft es trotzdem, auch diese Hürde mit traumwandlerischer Sicherheit zu nehmen, wie immer wieder in verblüffender Weise deutlich wird. Ein Beispiel dafür ist die Besprechung von Christian Krachts jüngstem Buch ‚Der gelbe Bleistift', die in dem Satz ‚Das Buch wird Ihnen gefallen, wenn Sie früher Karl-May-Fan waren', verbunden mit der schlechtmöglichsten Punktebewertung, mündet. Danke, lieber Rezensent, danke, ‚fl'. Du bist vermutlich Francoise-Sagan-Fan, aren' t you? Kracht, spiritus rector der sogenannten Pop-Literatur und von deren Protagonisten - sei es Benjamin von Stuckrad-Barre, Elke Naters oder, mit Einschränkungen, Florian Illies - als gottgleicher Übervater anerkannt und respektiert, erzählt in den in diesem Band versammelten Geschichten von diversen Reisen (in vornehmlich asiatische Länder) und vermischt dabei Realität und Fiktion derart gekonnt, daß die ‚condition humaine' auf trefflichste Weise dargestellt wird. Kracht, der begabteste Schriftsteller seiner Generation (welche auch immer, sei es Golf, X, 89 oder wieauchimmer), dessen Stilbewußtsein stetig aufs neue überrascht und der auch (unverschuldet) eher peinliche Ausrutscher wie ‚Bonjour Tristesse' gekonnt überbrückt, zeigt sich im ‚Gelben Bleistift' als Nachfolger großer Reiseschriftsteller und Dandies, als Erbe Evelyn Waughs und Noel Cowards, der in einem Satz Länder treffender charakterisiert als andere in mehrbändigen Lexikareihen. Wer Reisen liebt, Asien schätzt und auf literarischen Anspruch nicht verzichten kann, kommt nicht umhin, dieses Buch zu würdigen. ('It is good to collect things, but it is better to go on walks.' - Anatole France) (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Die Welt ist schön - aber wo?, 28. April 2001
Von Ein Kunde
Diese Rezension stammt von: Der gelbe Bleistift. (Broschiert)
Das Buch besteht aus Kurzgeschichten, die Kracht während seiner Tätigkeit als WELT am Sonntag Reporter in unregelmäßigen Abständen geschrieben hat. Sie stehen in keinem unmittelbaren Zusammenhang, eine Verkettung von Personen und Geschehnissen ist aber zu erkennen. Der Autor beschreibt nicht den Ort selbst, wie man es von Reiseberichten gewohnt ist. Er macht seine Erlebnisse mit den Menschen vor Ort, schildert skurile Begebenheiten oder beschreibt einfach nur eine Bar oder ein Haus. Zugegeben, die Art und Weise der Dokumentation ist neu, aber dadurch sehr interessant. Locker-lässig geht der Erzähler durch die Orte, haßt einige seiner Gesprächspartner, findet den einen sehr angenehm, den anderen lästig. Er beschwert sich über schlechten Service, lobt auch mal das eine oder andere Hotel. Einige Reisen unternimmt er nicht allein, Begleiterin, Mutter und Freund begleiten ihn ab und an. Auffällig ist der extreme Alkohol- und Zigarettenkonsum, das scheint dem Autor als Genuß sehr wichtig zu sein. Insgesamt erhält das Bild Asiens, wie man es von Pauschalurlauben und Fernsehreiseberichten nicht kennt. Kracht weckt die Lust auf das neue, das andere und unbekannte Asien. Auch ein Vergleich zum gestandenen, sehr geordneten und deshalb wohl langweiligem Europa stellt er an. Besonders gelungen ist der Bericht über Goa. Hier gelingt ihm eine Kritik an Aussteigern und Asozialen, an Rauchern und Randalen; dabei geht jedoch nicht der Blick auf die wirklichen Hippies verloren, die in mit ihrem neuen Lebensgefühl für Veränderungen nicht nur dort, sondern auch in Europa und Amerika geschaffen haben. Einfach nur, weil alle so frei sein wollten wie jene. Daß es nur wenig bedarf, um vom Hippie zum verachtenswerten Objekt gemäß Kracht zu gelangen, könnt ihr in der höchst amüsanten Schilderung nachlesen. Wo es einem besser gefällt, das gilt es herauszufinden. Kracht hat seine Entscheidung getroffen, er lebt seit Jahren in Bangkok. Das Buch eröffnet auf jeden Fall eine ganz neue Welt und ist unbedingt zu empfehlen. Hier die Schauplätze der Bericht im Überblick: Baku, Phnom Penh, Laos, Bangkok, Burma, Peshawar, Hong Kong, Goa, Singapur, Vietnam, Ko Samui, Bangalore, Bali, Sri Lanka, Japan und Indonesische Molukken
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Zynik, Ironie, das Leben kann so schön sein..., 25. April 2001
Diese Rezension stammt von: Der gelbe Bleistift. (Broschiert)
"Der gelbe Bleistift" ist wundervoll. Kracht beschreibt fremde Länder und Kulturen irgendwie oberflächig und trotzdem weiss man, wie man sich dort fühlt. Kracht`s Protagonist erzählt geschickt'drumherum und konfrontiert den Leser hin und wieder mit Alltäglichkeiten, was das Ganze sehr bildhaft macht. Das Buch ist gespickt mit einer leichten, ironischen Arroganz, die dem Leser ein permanentes Lächeln beschert. Lesenswert für jeden, der über die Welt lachen muss, aber trotzdem interessiert die Dinge betrachtet.
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Am 21. März 2002 veröffentlicht

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