Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine Kugel durch die Jahrhunderte, 23. Februar 2005
Izaak möchte eine Geschichte schreiben, nicht direkt einen Roman, einfach eine Geschichte, mit der man lesend nicht so rasch zu Ende kommt, eine Geschichte, die Bücher füllt, so dick wie die von Thomas Wolfe oder von Marcel Proust, eine Geschichte, in der man eine Woche Tag und Nacht schmökern kann. Es ist seine fixe Idee, dass eine solche Geschichte unbedingt nötig sei und er dazu ausersehen, sie zu schreiben.Doch leider hat der Journalist Izaak nicht die leiseste Ahnung, von was diese Geschichte handeln solle. Er hat nur diesen Wunsch. Da hört er eines Tage, als er im Planetarium einem Programm über den Halleyschen Kometen zuschaut, eine Stimme hinter sich, die Stimme einer Frau. Die fragt ihn, ob es seiner Meinung nach Leben auf anderen Planeten gibt. Und später gibt ihm diese Frau eine Kugel aus Metall, die einen leisen, fernen Klang von sich gibt, als er sie in die Hand nimmt. Die Kugel inspiriert ihn. Und zu Hause angekommen, setzt er sich hin und schreibt das Märchen vom Prinzen Amatu, der eben jene Kugel von seinem Hofmagier erschaffen lässt, um sie seiner Braut zur Hochzeit zu schenken. Jener Prinz reist nach Samarkand, wo seine Braut lebt und gerät in einen Sandsturm. Nur einer seiner Begleiter überlebt, und bringt die Kugel ... So beginnt eine Reise durch die Jahrhunderte und die Kugel wandert von Hand zu Hand, von einem Musikanten zu einem Bibliothekar in Alexandria, von einem Ritter über die schöne Hatumata zu der Sklavin Esa, von ihrem Sohn, dem Großmeister der Templer auf Mallorca nach Krakau, landet bei einem gewissen Francois Villon, während Isaaks Vater Mendel in New York einen alten Juden, Pate einer Mafia Familie kennen und schätzen lernt. Die Kugel rollt in die Anderwelt und nach Schottland, nach Dresden und Oregon, New Orleans und Peking und zwischendurch tut sie Isaak immer wieder gute Dienste in New York. Sie verwebt zahlreiche Geschichten wie in Tausend und einer Nacht miteinander, ein farbenprächtiger, phantasievoller Teppich entsteht und zieht den Leser in seinen Bann. Wer die endlose Geschichte, die Märchen aus Tausend und einer Nacht liebt, wird von diesem Buch entzückt sein. Endlich mal wieder ein Buch voller Phantasie und Zauber, ganz anders als der übliche Mainstream.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Traumklänge - ein traumhaftes Lesevergnügen, 5. März 2006
Das Buch sticht einem schon durch den wirklich wunderschön gestalteten Umschlag ins Auge. Besonders hervorzuheben ist auch die wirklich äußerst liebevolle Aufmachung im Zweifarbendruck. Jedes Kapitel hat ein eigenes Titelblatt mit einer kleinen Illustration und – was ich persönlich besonders hinreißend finde – einer kleinen Einleitung, die kurz den Inhalt des darauffolgenden Kapitels zusammenfasst. Allein diese kleinen Äußerlichkeiten haben mich schon voll und ganz für das Buch eingenommen.Im Buch selbst „begleiten“ wir die Kugel auf ihrer Reise durch die Zeit. Dabei entführt einen der Autor in lange zurückliegende Zeiten und ferne Welten und flicht dabei auch immer wieder geschickt reale Personen oder Ereignisse mit in die Handlung ein. Sind die Geschichten anfangs eher märchenhaft, werden sie um so greifbarer, je näher die Geschichte in die Gegenwart gelangt und schließlich endet das Buch mit einem sehr realen Paukenschlag. Als Rahmenhandlung dient hier die Geschichte von Izaak, der so gerne einen Roman schreiben möchte und von Eliza, die er einem Museum kennen lernt. Eliza ist im Besitz der Kugel und leiht diese an Izaak aus, der durch die Kugel endlich die Inspiration für seinen Roman findet. Und so beginnt die Geschichte, ihren Lauf zu nehmen. Nicht jeder Person, die in den Besitz der Kugel gelangt, ist das Glück hold. Als kleine Intermezzi sozusagen erlebt man auch mit, wie es währenddessen in der Gegenwart Izaak und Eliza ergeht. Interessant und aufschlussreich auch die Anmerkungen des Autors im Anhang an den Roman, in dem dieser dem Leser noch kurz aufzeigt, wodurch er zu den einzelnen Kapiteln inspiriert wurde. Das Buch ist ein wunderschönes Märchenbuch für Erwachsene, die sich gerne in andere Welten entführen lassen und das Träumen noch nicht verlernt haben. Es ist anders als andere Bücher, die ich kenne. Es ist kein typischer Roman, aber auch keine Sammlung von Kurzgeschichten. Durch die „Übergabe“ der Kugel sind die Geschichten und die Schicksale ihrer Besitzer miteinander verwoben. Es ist aber auch kein Fantasy, dazu sind die meisten Geschichten zu „bodenständig“. Ich war absolut hingerissen und habe bei jedem gelesenen Kapitel bedauert, daß es mich dem Ende wieder ein Stück näher bringt. Dennoch wollte ich natürlich die ganze Geschichte der Kugel kennen lernen. Es ist eines dieser Bücher, bei denen man fieberhaft weiterblättern und weiter lesen muß, bei dem man das Ende herbeisehnt, weil es die Auflösung bringt und es gleichzeitig fürchtet, weil es auch das Ende des Buches bedeutet. Ein ganz, ganz wunderbares Buch. Eines, das man eigentlich zweimal kaufen müsste: Einmal zum Verschenken und ein zweites Mal für sich selbst. Das Buch würde auf der Schulnotenskala von mir eine Eins mit Stern bekommen. Die Eins, weil es so schön geschrieben ist und das Sternchen für die traumhafte Ausstattung.
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9 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Traumklänge???, 12. Januar 2005
Von Ein Kunde
Wer denkt, er habe hier ein Buch vor sich, das einen in eine Traumwelt der Musik oder ähnliches entführt, liegt damit weitestgehend falsch. Dem Autor scheint es weniger um eine phantasievolle Geschichte als um seine sexuellen Phantasien zu gehen... In jedem Kapitel werden diese - durchaus auf vielfältige Art und Weise - aufs Neue en detail beschrieben. Der Untertitel "das längste Märchen, das es je gab" führt einen ebenfalls auf die falsche Fährte, denn jedes Kapitel ist eigentlich eine völlig neue Geschichte. Kaum hat man sich an eine Hauptperson gewöhnt, so stirbt sie auch schon wieder auf grausame Art und eine neue kommt ins Spiel. Wenn man sich bis zum Schluss durchgekämpft hat, so fragt man sich vielleicht, wie das Ende in den Gesamtzusammenhang der Geschichte passt - immerhin hat der 11. September wenig mit einer kleinen Klangkugel zu tun.
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