Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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43 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Escalation of the Rippers, 11. Juli 2009
Das Erstaunlichste an diesem Erstlingswerk sind die geradezu hysterischen Lobeshymnen, die es in die Bestsellerlisten hievten und jeder Kritiker und Rezensent schreibt aufgeregt, dieser Roman sei nichts für schwache Nerven", ganz so als befänden wir uns noch im Jahr 1960 und gierten nach einer Eintrittskarte für Hitchcocks Psycho". Manche von McFadyens Elemente erinnern an Stephen King oder Thomas Harris (Das Schweigen der Lämmer), was nicht als Kritik gemeint ist, schliesslich ist es keine Schande, sich von den Meistern seines Genres inspirieren zu lassen. Aber wo King und Harris mit raffinierten psychologischen Effekten Spannung und Intensität erzeugen, macht sich bei McFadyen nur Oberflächlichkeit breit.
Vor Monaten jagte FBI Agentin Smoky Barrett einen geisteskranken Serienmörder. Eines Nachts brach dieser in ihr Haus ein und ermordete vor ihren Augen ihren Ehemann und ihre Tochter, danach folterte und vergewaltigte er Smoky bis es ihr gelang, den Irren zu töten. Danach ist ihre Welt zusammengebrochen. Sie ist verhaltensgestört, deprimiert und denkt an Selbstmord. Doch plötzlich wird sie in die Realität zurückgeholt, als ihre beste Freundin grausam ermordet aufgefunden wird. Der Killer nennt sich Jack Jr. und glaubt, er sei der direkte Nachfahre von Jack the Ripper und wie dieser foltert und mordet er Frauen, hauptsächlich Prostituierte. Genau wie Jack the Ripper glaubt er, niemals gefasst zu werden und droht weitere Morde an.
Die Beschreibungen der Abscheulichkeiten die Jack Jr. an seinen Opfern begeht, könnten bei einem talentierteren Autor tatsächlich unter die Haut gehen, bei McFadyen hingegen ist jeder Mord so masslos übertrieben, so detailliert übererklärt und wirkt bald so redundant, dass er eher ermüdet als schockiert. Ganze Passagen werden endlos wiederholt und bald ertappt man sich, dass man ganze Seiten einfach überspringt. In diesem Buch gibt es von allem zu viel, ausser Einsicht in die menschliche Natur und glaubwürdige polizeiliche Ermittlungsarbeit. Das FBI Team besteht aus Stereotypen von central casting: der Computer-Nerd, der gefühllose menschliche Roboter, der ungeschlachte Schwarze und die unantastbare Schönheit mit dem traurigen Geheimnis. Aber (Überraschung!) bald stellt sich heraus, dass sie alle wirkliche Superhelden eines Superteams sind, das an keiner Aufgabe zerbricht. Trotz der erwähnten Schwächen kann ich das Buch für einen verregneten Sonntag empfehlen.
Das einzige, das mir an diesem Buch Angst macht, ist eine Fortsetzung.
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37 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Verstörend, brutal, grausam, nicht aus der Hand zu legen, 8. Juli 2008
Ich fühle mich hin- und hergerissen - es ist lange her, dass ich einen Thriller gelesen habe, den ich nicht zur Seite lesen mochte, weil er mich so in seine Welt gesogen hat. Der Roman ist toll erzählt, verschont niemanden und - was ich besonders mochte - die Ermittlerarbeit verläuft sehr linear und wird nicht hektisch von einer unerwarteten Wendung in die nächste geworfen.
Die Figuren selbst sind natürlich maßlos übertrieben - nicht nur Smoky Barretts eigenes, unfassbar grausames Schicksal übersteigt jegliche Vorstellungskraft, nein, auch jeder Teamkollege von ihr ist vom Schicksal mit eigenen Problemen und tragischen Prüfungen gebeutelt, die leider schon ins Klischeehafte übergehen. Vielleicht war dies aber notwendig, damit der Leser ein wenig Distanz zum Geschehen aufbauen kann, denn sich vorzustellen, einem selbst widerfahre derart Übles, ließe wohl kaum noch jemanden ruhig schlafen.
Die heftige Fäkalsprache sollte dem Ganzen wohl auch noch einen authentischen Schliff geben, etwas weniger wäre aber mehr gewesen - und die eine Sexszene hätte sich McFadyen wirklich sparen können, völlig überflüssig.
Die große "Enthüllung" über den Killer war auch nicht wirklich eine Überraschung, aber das störte mich nicht - wie Barrett und ihr Team langsam in das Bewusstsein des Mörders eindringen und dahinter kommen, was ihn zum Morden bewegt, ist unglaublich spannend und packend geschildert.
Definitiv nichts für Zartbesaitete, Folter und Mord werden detailliert beschrieben, die Sprache ist schonungslos, aber wenn man sich auf "Die Blutlinie" einlässt, lässt einen der Roman von Anfang bis Ende auch nicht mehr los.
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45 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"Schlimmer gehts nimmer"...., 20. Januar 2009
... dachte ich oft in diesem Buch, wenn eine sehr schlimme Situation geschildert wurde. Aber ich wurde eines Besseren belehrt, denn es geht auch noch schlimmer als schlimmer.
In diesem Buch lernen wir die FBI-Agentin Smoky Barrett kennen, die ein paar Monate zuvor ihren Mann Matt und ihre kleine Tochter Alexa bei einem Mord verloren hat. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem Smoky erfährt, dass auch ihre Freundin Annie einem brutalen Mord zum Opfer gefallen ist, wollte sie eigentlich noch nicht in ihren Beruf zurückkehren. Doch die Wut und der Hass auf Annies Mörder bringt sie dazu, an der Aufklärung des Mordes mitzuarbeiten.
Noch während Smoky mit ihrem Team dabei ist, den Mörder zu verfolgen, passieren weitere Morde, die alle im Zusammenhang mit ihr zu stehen scheinen. Der Mörder nimmt Kontakt zu ihr auf. Per Mail, per Post, per Telefon, per Video. Es geschehen grausame Dinge, die Mcfadyen wunderbar in Szene gesetzt hat. Sicher sind viele Situationen blutig, aber es gibt auch andere Szenen, die es einfach 'nur' auf die Psyche des Lesers abgesehen haben. Und jedes Mal wenn ich dachte 'NOCH schlimmer kann es ja nicht werden' KAM es noch schlimmer. Mcfadyen weiß es zu verstehen, einen thrilligen Höhepunkt mit einem noch größeren zu toppen.
Ich bin froh, dass eine Freundin das Buch zeitgleich las und ich sie zwischendurch anrufen konnte, um mit ihr darüber zu reden, denn besonders eine Szene in diesem Buch hat mich wirklich 'fertig gemacht' und das, obowhl ich, was Thriller angeht, schon zu der hartgesotteren Sorte von Lesern gehöre.
Von der ersten Seite an zieht der Autor uns in den Bann dieser Blutlinie und der Geschichte des Mörders, der angibt, ein Nachfahre von Jack the Ripper zu sein. Zu keiner Zeit wird die Geschichte holperig oder langatmig. Von Seite zu Seite wird man mehr in diese Geschichte hineingezogen und wie es bei einem anständigen Thriller sein sollte, schlägt man die 476 Seiten um, als wären es gerade mal 200.
Ich weiß nicht, warum ich erst jetzt (2009) auf dieses Buch gestoßen bin, denn es erschien bereits im Jahre 2006. Was mich aber glücklich macht, ist die Tatsache, dass ich direkt weiterlesen kann in den Thrillern von Mcfadyen, denn 'Der Todeskünstler' und 'Das Böse in uns' warten bereits in meinem Bücherregal auf mich.
Ich bin froh über dieses 'Fundstück' und kann es jedem Leser ans Herz legen, der Thriller mag, die zwar blutig, aber auch psychisch sehr mitziehend sind. Ein wundervolles Debüt dieses Autors!
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