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Der geniale Mister Fletcher
 
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Der geniale Mister Fletcher [Restexemplar] (Gebundene Ausgabe)

von Craig Clevenger (Autor), Susanne Mecklenburg (Übersetzer)
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 314 Seiten
  • Verlag: Aufbau-Verlag; Auflage: 1., Aufl. (2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3351030347
  • ISBN-13: 978-3351030346
  • Originaltitel: The Contortionist's Handbook
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 13,6 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 372.442 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Ein moderner Mister Ripley lügt um sein Leben

Clevengers Psychogramm eines Fälschers ist eine kunstvolle Anleitung zum Verschwinden. Sein verblüffender Roman ist so spannend wie literarisch und erinnert an die magische Welt eines Paul Auster. Ein Mann, in dessen Paß der Name Daniel Fletcher steht, wird in Los Angeles ins Krankenhaus eingeliefert. Der Mann hat eine Überdosis Schmerztabletten im Magen, nachweislich Kokain und Marihuana im Körper – und eine ganz harmlose Geschichte zu erzählen. Doch nichts ist normal an ihm. Er hat einen überzähligen Finger und zahllose Gesichter. Er ist hochkriminell, eiskalt und genial. Doch er ist kein Killer, kein Hedonist, kein Parasit. Er ist ein famoser Fälscher, ein Verrenkungskünstler, der sich jedem Zugriff entziehen kann. Aus einem verborgenen Grund hat er diese Überlebenstaktik perfektioniert. Nun allerdings muß er sich einer psychiatrischen Untersuchung stellen und ewigen Gewahrsam fürchten. Auge in Auge kämpft er gegen einen ebenso genialen Psychiater. Doch er muß freikommen, denn nicht nur sein Leben steht auf dem Spiel. Es ist seine Freundin Keara, die er retten muß.

Craig Clevengers suggestiver Roman hat in den USA für Furore gesorgt. Leonardo DiCaprio hat die Filmrechte gekauft, der Autor von »Fight Club« arbeitet an einem Drehbuch.

»Bei Gott, das ist mit Abstand das beste Buch, das ich in den letzten Jahren gelesen habe.« Chuck Palaniuk, Autor von »Fight Club«



Über den Autor

Craig Clevenger wurde in Dallas, Texas, geboren und wuchs im südlichen Kalifornien auf, wo er Englisch an der California State University, Long Beach, studierte. Er ist ausgiebig gereist und hat in Dublin und London gelebt. Enttäuscht zog er sich aus der High-Tech-Branche zurück, um Schriftsteller zu werden. Er lebt in Santa Barbara, Kalifornien, und arbeitet an seinem zweiten Roman. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiert .

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ripley war gestern - heute ist Fletcher, 8. Juli 2005
Von M. Schulte "mavis-23" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REVIEWER)    (REAL NAME)   
John Vincent hatte schon viele Namen und behält keinen für lange Zeit. Rastlos wechselt der begnadete Fälscher von einer Identität zur nächsten. Wie eine moderne Antwort auf den "talentierten Mr. Ripley" lebt John Vincent unter dem Deckmantel anderer Namen. Als er am Beginn des Romans mit einer Überdosis Tabletten im Magen und Drogen im Blut ins Krankenhaus gebracht wird, heißt er gerade Daniel Fletcher. Und der sitzt nun einem Psychiater gegenüber, der seinen Geisteszustand begutachten soll. Macht Fletcher seine Sache gut und überzeugt den Gutachter davon, psychisch fit zu sein, spaziert er am Ende als freier Mann zur Tür hinaus. Vermasselt er seine Vorstellung, riskiert er, in der psychiatrischen Abteilung weggesperrt zu werden.

Clevenger konzentriert sich in seiner Geschichte gänzlich auf die Hauptfigur. Andere Figuren agieren höchstens am Rand, im Mittelpunkt steht Daniel Fletcher, mit seiner Lebensgeschichte und mit Blick auf sein "Duell" mit dem Psychiater. Mit Fletcher hat Clevenger einen Protagonisten, der so viel Aufmerksamkeit absolut verdient hat. Ein Typ, der bis auf die letzte Seite etwas Rätselhaftes behält, dessen Geschichte zu fesseln weiß, und dessen Lebensart so skurril und faszinierend wirkt, wie der voll ausgebildete zweite Mittelfinger an seiner linken Hand.

So perfekt und detailbesessen wie er seine Fälschungen auch betreiben mag, auch ein Daniel Fletcher hat seine Schwächen. Winzige Fehler und Zugeständnisse an andere machen den Einzelgänger verwundbar. Es folgt eine Kettenreaktion von Ereignissen, die der Autor mit viel Liebe zum Detail darstellt. Fletchers Lügengerüst gerät ins Wanken. Doch Fletcher ist eiskalt berechnend und hochintelligent und so darf der Leser staunend und fasziniert verfolgen, wie Fletcher versucht die Dinge wieder unter Kontrolle zu bekommen. Die Auflösung ist dabei derart gewieft eingefädelt, dass man Clevenger nur zu so viel Erfindungsreichtum beglückwünschen kann.

Man merkt dem Roman zu keinem Zeitpunkt an, dass es sich um ein Debüt handelt. Clevengers Stil ist sehr direkt und offen, teilweise hart und explosiv, wie der Lebenswandel seines Protagonisten. "Der geniale Mister Fletcher" ist dabei ein Lesegenuss, der gleichermaßen faszinierend wie fesselnd ist und das unter anderem auch, weil Clevenger dem Leser praktisch eine Anleitung zum Fälschen einer Identität liefert. Er zählt die Schritte auf, erläutert Fletchers Vorgehensweise und weist auf mögliche Schwachpunkte hin. Zur Nachahmung wohl eher nicht empfohlen, aber auch deswegen so spannend zu lesen, weil da eben noch der Reiz des Verbotenen mitschwingt.

Fazit: absolut lesenswert, hochgradig faszinierend und fesselnd. Ein packendes Psychogramm, gerissen inszeniert und mitreißend geschrieben. Den Namen Craig Clevenger sollte man sich merken.

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Der Junge, der Ripley nicht folgte, 8. Juli 2005
Von F. Martin "Foerster_M" (Pegnitz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Er hat es um keinen Deut besser: Daniel Fletcher (einziges besondere Kennzeichen: ein vollständiger ausgebildeter, überzähliger Finger an seiner linken Hand) lebt in einer kaputten und armen Welt. Wie wir gefühlsmäßig manchmal eben auch. Man könnte mitunter fast weinen vor Plage und Not. Aber man schlägt sich durch. Mehr recht als schlecht. Was auch sonst?

„Der geniale Mister Flechter" etwa kann sich nur als notirischer Schwindler angestrengt durchs Leben winden. Und er ist ein kongenialer Fälscher. Die listige Gaukelei ist für ihn dabei überlebensnotwendig. Er muss regelmäßig seine Identität wechseln. Grund: alle 6 Monate heftige Migräneanfälle und ganz allgemein ein übles Drogenproblem. Und in Folge landet er dann immer gleich im Krankenhaus. Die Ärzte vermuten in seinem großzügigen Konsum von Methocarbamol oder Darvocet plus Bourbon latente Selbstmordabsichten. Der Gummizelle gilt es zu entrinnen. Und so lügt Mister Daniel Fletcher (alais John Dolan Vincent) seinen abgeklärten Gutachtern das Blaue vom Himmel herunter. Nur uns Lesern erzählt er in Rückblenden die wahre Geschichte. Jetzt gerät er immer mehr unter Druck. Aber sorgen wir uns nicht: es ist nicht das erste Mal, dass er um sein Leben lügen muss. Und irgendwann ist mit dem Schwindeln auch mal Schluss. Oder will er tatsächlich mit Haut und Haaren untergehen? Und ewig vor sich selbst fliehen?

Der US-Bestsellerautor Chuck Pahlaniuk („Fight Club") hat sich über Craig Clevengers Debütroman „Der geniale Mister Flechter" euphorisch geäußert: „Bei Gott, das ist mit Abstand das beste Buch, das ich in den letzten Jahren gelesen habe". Leonardo di Caprio soll sich schon die Filmrechte gesichert haben. Und ja natürlich: die Handlung eifert dem berühmten Vorgänger „Der talentierte Mr. Ripley" von Patricia Highsmith nach.

„Der talentierte Mister Flechter" ist ein gekonntes Erstlingswerk. Von Craig Clevenger darf man noch viel erwarten. Natürlich auch Verbesserungen. Noch wirkt seine Sprache mitunter etwas spröde. Und der eigentliche Plot gedeiht doch eher hölzern. Am Ende will Craig Clevenger in jedem Fall zuviel. Der Roman schwankt zwischen Krimi, Liebesdrama und Abenteuerpistole. Und der junge Autor sucht zu offensichtlich die literarische Nähe zu Auster, Pahlaniuk und Highsmith. Trotz allem: das Buch ist lesenswert. Daniel Flechter macht uns sehr neugierig. Wo auch immer er sich gerade aufhält. Und egal mit welchen Namen er sich durch die Welt mogelt. In Flüsterkneipen, Motels und Krankenhäusern: Achten wir ab sofort auf Männer mit 6 linken Fingern!

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Perfekte Verwandlung verhindert Dauerverwahrung, 2. Juni 2005
Von Uli Geißler (Fürth, Bayern Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REVIEWER)   
Es ist schon eine skurrile Geschichte, die uns Craig Clevenger hier auftischt. Allerdings tut er das in einer Detailfreudigkeit, die seine Charaktere und deren Erlebnisse so realistisch erscheinen lassen, dass man schon fast wieder Angst vor der Wirklichkeit derartiger Erfahrungen bekommt.

Eigentlich geht es ja nur um einen Charakter, eine Person, den jungen John Dolan Vincent. Einzige Auffälligkeit an ihm ist ein sechster Finger an seiner linken Hand. Aufgrund immer wieder einmal auftretender, offensichtlich unergründlicher und vermutlich psychosomatischer Kopfschmerzen, die er völlig wahllos mit Drogen und Medikamenten unterschiedlichster Art zu bekämpfen sucht, findet er sich meistens mit einer Überdosis versehen in einem Krankenhaus wieder. So auch dieses Mal, wo er kaum aus seinem Rauschkoma erwacht einem Psychiater gegenüber sitzt.

Vincent wurde allerdings als Daniel Fletcher eingeliefert, so dass der Psycho-Fachmann nicht merkt, dass er einen Wiederholungstäter vor sich hat. Das ist auch das geniale Spiel des Protagonisten, der ständig wechselnde Persönlichkeiten und Charaktere annimmt, um zu verhindern, dass man ihn wegen latenter Suizidgefährdung in eine geschlossene Anstalt steckt. Er wird zum Künstler des Verbergens seiner Identität und sein größtes Persönlichkeitsmerkmal wird die Fähigkeit, unauffällig zu bleiben.

Emotional nahe gehend, weil so intim und persönlich erzählt, erfährt man als Leserin oder Leser die unzählig vielfältigen Überlegungen und nötigen Anpassungen des jungen Mannes, um sein Ziel zu erreichen, eine neue Identität anzunehmen. Es ist schon eine Manie, sich Charaktere auszuwählen, sie in kleinsten Handlungsweisen zu erforschen, ihre Lebensgeschichte kennen zu lernen und diese sich zu merken, gefälschte Papiere in höchster Präzision zu erstellen und mit einer Portion Überzeugungskraft und frecher Forschheit die jeweiligen Gegenüber hinters Licht zu führen.

Man erfährt viel über psychiatrische und psychologische Anamnesepraxis und entdeckt in den Erfahrungen des Charakters, den der Patient jeweils darstellt, durchaus Kabarettistisches. Seine häufigen Sitzungen ähnlicher Art haben ihn zum Antwortenspezialisten für psychologische Befragungen gemacht. Er kennt die Fragen, die Zielrichtung und die Deutung der Antworten. So gelingt es ihm gut, ein perfektes Täuschungskonstrukt zu entwickeln. Er gibt ein Profil von sich ab, welches in der Einschätzung des Arztes, es bestehe keine weitere Selbstmordgefährdung, und damit der Entlassung aus der Klinik endet.

Die Klugheit des Befragten trifft auf die Weisheit und Profession des Befragers und fast jedes Gespräch entwickelt sich zu einem Showdown geistiger Auseinandersetzung. Dieses Mal steht neben der Gefahr, als gefährdeter Suizidaler für lange Zeit hinter gepolsterten Wänden zu verschwinden, die Sorge um Keara, die Frau, die er liebt, an oberster Gedankenposition. Das erschwert Fletchers Denken und Konzentration. Er will sie beschützen, retten und ist somit noch mehr gefordert, die richtigen Antworten im richtigen Augenblick zu geben.

Dieses Überlegen und Bangen beschreibt der Autor zwar einfach, aber doch so dicht, dass man seine Figuren entdecken, kennen lernen will und auf das Ende gespannt ist. Es sind sehr melancholische Erlebnisse und Überlegungen, die Craig Clevenger erfunden hat und die Faszination seines Buches liegt hauptsächlich darin, dass eine einzige Handlungssituation - die der Befragungssitzung beim Psychiater - so facettenreich und interessant erzählt wird und die mit einer gänzlich unerwarteter Wendung seinen Schluss findet. © 5/2005, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.

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Veröffentlicht am 25. Mai 2005 von Uli Geißler

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Veröffentlicht am 15. März 2005 von Jugend-themenguide.de

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