Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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81 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Chapeau, Loriot!, 19. Januar 2007
Hier finden Sie alles was Viktor von Bülow im Laufe seiner einmaligen Karriere fabriziert und zu Papier gebracht hat: egal ob es sich dabei um subtile Dramen, konkurrenzlos gute Geschichten, hinreißende Festreden, geniale Liebesbriefe, unverwechselbare Kochrezepte, den legendären Opernführer oder etwa um seine Gedichte handelt, sein gesamtes literarisches Schaffen hat Diogenes auf insgesamt 750 eng bedruckten Seiten zusammen gefasst.
Wirklich alle Klassiker sind mit dabei: Familie Panislowskis legendäres Geschenk von Tante Berta aus Massachusetts (ein Klavier, ein Klavier) oder Frau Hoppenstedts Jodeldiplom (mit den frei vorgetragenen Grundmotiven des Erzherzog-Johann-Jodlers: Holleri du dödel di diri diri dudel di, im zweiten Futur bei Sonnenaufgang). Wer liebt sie nicht, die Dichterlesung mit den markanten, einprägsamen und Welt verändernden Worten: Taubtrüber Ginst im Musenhain. Wem läuft nicht das Wasser im Mund zusammen, wenn sich die beiden Urlaubsbekannten einen Kosakenzipfel teilen: Ist diese Hälfte der zwei gleich großen Hälften größer als diese kleine Hälfte? Auch sind Namen wie Klöbner, Müller-Lüdenscheid, Hallmackenreuther oder Lindemann längst kult.
Kaum ein anderer hat den deutschen Humor so stark geprägt wie Loriot, der unter dem französischen Namen seines Wappenvogels (dem Pirol) Medien-Geschichte geschrieben hat. Mit tiefsinnigem Wortwitz und genialer Beobachtungsgabe, die uns allen tagtäglich den Spiegel vorhält (ohne dabei zu beleidigen oder unter die Gürtellinie zu gehen wohlgemerkt), versteht es Loriot nicht nur, sein Publikum zum Lachen zu bringen, sondern regt auch gleichzeitig zum Nachdenken an. Wer hat sich nicht schon an Heilig Abend an Familie Hoppenstedt erinnert oder beim Frühstück darüber gerätselt, ob das Ei wirklich viereinhalb Minuten gekocht hat? Und seien Sie ganz ehrlich: können Sie ohne einen einzigen Schmunzler noch Senf oder Schreibmaschinenpapier kaufen?
Loriot hat deutliche Spuren hinterlassen, denkt man nur einmal an gewisse Redewendungen, die so manchen Zeitgenossen sofort als eingefleischte Loriot-Fans enttarnen: Frau Hoppenstedt (da hab` ich was Eigenes, da hab´ ich mein Jodeldiplom), ein Herr und eine Dame im Restaurant (ins Essen gequatscht / nun lassen Sie doch mal das Kind nach vorn) oder auch nur Liebling, was soll ich anziehen? um nur ein paar wenige zu nennen. Dies alles und noch viel mehr findet man in dieser Anthologie wieder, die eigentlich in jedes gut sortierte Bücherregal gehört.
Selbst meine Kinder (10 und 14 Jahre alt) lachen heute noch herzlich und aus tiefster Seele über Loriots Cartoons, Geschichten und Gedichte sowie seine unvergessenen und unerreichten Sketche. Es ist einfach wunderbar bei Loriots treffsicher gesetzten Pointen und zutiefst menschlicher Ironie herzhaft Lachen zu können! Doch Loriot wäre nicht zu dem geworden, was er heute ist ohne das Medium Fernsehen, denn viele seiner Sketche verbindet der Fan automatisch mit seiner Mimik und Gestik, sowie seinen kongenialen Schauspieler-Kolleginnen und Kollegen wie Evelyn Hamann, Edgar Hoppe oder Heinz Meier. Und was wären die Sketche Auf der Rennbahn oder Das Frühstücksei ohne die zum Markenzeichen gewordenen Figuren mit den Knubbelnasen?
Egal ob Sie schon einige seiner Werke gelesen oder auch einfach nur so zu Hause rum stehen haben, wer Loriot schätzt oder sogar liebt wird früher oder später nicht um diese Sammlung herum kommen, da muss man einfach zugreifen!
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36 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Loriot - unschlagbar!, 30. April 2007
Das Lebenswerk des großartigen Humoristen zu seinem 83. Geburtstag.
Es ist ein unerlässlicher Führer durch die Welt der Satire... unvergleichlich wie Loriot den Alltagsmenschen treffsicher aufs Korn nimmt.
Nichts Geringeres als die Aufheiterung eines ganzen Volkes ist ihm gelungen.
Ohne Loriot wären Harald Schmidt und Helge Schneider humortechnisch undenkbar.
Wir haben es hier mit der kompletten Prosa Loriots zu tun, natürlich inklusive seiner berühmten Sketche, die seinerzeit teils mit Schauspielern (z. Bsp. Der Lottogewinner), teils in Trickfilmanimation (z. Bsp. Herren im Bad) dem Publikum vorgestellt wurden.
Zur leichteren Zuordnung sind nicht nur diese Texte auf mehrere Kapitel verteilt, überschrieben z. Bsp. mit "Der Mitmensch" oder "Szenen einer Ehe". Die einzelnen Titel und auch allgegenwärtige Zitate daraus sind wiederum in zwei getrennten Registern des Anhangs aufgeführt, der natürlich auch die Quellen jeweiliger Erstveröffentlichung nennt.
"Sie haben da was am Mund..." Endlich gibt's Loriot zum Nachlesen! Von der "Nudel" über "Herren im Bad" bis zur "Jodelschule".
Kosakenzipfel - schon mal probiert?
Laut Loriot ist das ein Mokka-Trüffel-Parfait mit einem Zitronencreme-Bällchen.
Im gleichnamigen Sketch zerstreiten sich die Ehepaare Pröhl und Hoppenstedt über das delikate Teil:
Im Nobel-Restaurant gibt es nur noch ein einziges, und die Pröhls versprechen, die Hälfte den Hoppenstedts übrig zu lassen.
Machen sie aber nicht - ein bisschen mehr durfte es schon sein - Unverschämt!
Das Dessert sorgt dafür, dass eine Freundschaft zu Grabe getragen wird: Beim Kosaken-Zipfel versteht Herr Hoppenstedt keinen Spaß.
Typisch Deutsch eben, der Herr Hoppenstedt.
Und man begegnet Herrn Müller-Lüdenscheid wieder und der Nasennudel, dem viel zu hart gekochten Ei, Herrn Lindemann und vielen anderen. "Gran-di-os!"
Monologe und Dichtkunst wechseln einander ab in den Kapiteln über die Themen Mitmensch, Ehe, Sport, Tourismus, Berufsleben, Kultur und Fernsehen, Wissenschaft, Technik und Verkehr, Politik und Kapital sowie das Tier "als solches".
Daneben sind noch ein Vorwort von Joachim Kaiser, ein Nachwort von Christoph Stölzl sowie Geschichten, Festreden, Liebesbriefe, Kochrezepte, zehn Gedichte und der allbekannte Opernführer samt "Karneval der Tiere" nachzulesen.
Dieses Buch hat eigentlich nur einen Makel hat: Es fehlen, abgesehen von der Coverillustration, die Cartoons!
Loriot versteht es wie kein Zweiter, auf die zwischenmenschliche Diskrepanz hinzuweisen und seinen Finger sehr humorvoll in die Wunde der Deutschen Michel-Mentalität zu legen.
Egal, ob sich Loriot der Tücke des Objektes widmet, ob er die Verstiegenheiten, Verschrobenheiten und Fehler der neureichen Möchtegern-Kultivierten und Medien-Yuppies aufs Korn nimmt, oder ob er ganz einfach dem Vergnügen nachgeht, den Alltag ein klein wenig aus der Kurve rutschen zu lassen:
Das Grinsen wird immer breiter, wenn man in diesem Buch blättert.
Fazit:
Wer Loriot kennt, der weiß was ihn hier erwartet und wer ihn nicht kennt, sollte sich diesen Band anschaffen, denn
"Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos"
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Dieses Buch verteibt jeden Trübsinn, 22. Februar 2008
Dies handliche Büchlein liegt immer neben meinem Bett. Es vertreibt wirklich jeden Trübsinn und verschönert schlaflose Stunden.
Ich habe schon manchen Abend laut lachend im Bett gelegen. Noch nie ist es mir passiert, dass mich ein Buch hat Tränen lachen lassen.
Es ist meiner Meinung nach ein schönes Geschenk für einen lieben Menschen und erst recht für sich selbst.
C.Lahmann
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