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Nora: (Ein Puppenheim)
 
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Nora: (Ein Puppenheim) (Taschenbuch)

von Henrik Ibsen (Autor)
4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 96 Seiten
  • Verlag: Reclam, Ditzingen (1986)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3150012570
  • ISBN-13: 978-3150012574
  • Größe und/oder Gewicht: 14,8 x 9,6 x 0,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 96.415 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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    Nr. 6 in  Bücher > Belletristik > Dramen > Norwegen

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Ibsens Stück erzählt die Geschichte der allmählichen Loslösung der treusorgenden Ehefrau Nora von ihrem gutbürgerlichen Leben und ihrem konventionellen Ehemann. Ein wahrer Hörspielklassiker mit Loni von Friedl, Horst Tappert, Rosemarie Fendel und Hans Korte. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD .

Klappentext

HELMER. Ach, du denkst und redest wie ein unverständiges Kind.
NORA. Als dein Schreck vorüber war, da war's in deinen Augen, als sei gar nichts geschehen. Ich war wieder wie vorher deine kleine Singlerche, deine Puppe, die du in Zukunft doppelt behutsam auf Händen tragen wolltest, weil sie so zart und zerbrechlich ist. (Erhebt sich.) Torvald - in diesem Augenblick wurde mir klar, daß ich hier acht Jahre lang mit einem fremden Mann zusammengelebt, daß ich ihm drei Kinder geboren - oh, der Gedanke ist mir unerträglich!

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen "Vor allem bin ich ein Mensch", 23. Dezember 2006
Von M. Thomas "M. Thomas" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Henrik Ibsens Drama "Nora - Ein Puppenheim" aus dem Jahre 1878 ist ein gesellschaftskritisches Theaterstück, das auch heutzutage noch häufig auf deutschen Bühnen aufgeführt wird.

Zu Beginn der Inszenierung wird dem Zuschauer das scheinbar sorglose Glück der Familie Helmer vor Augen geführt. Thorvald Helmer hat vor acht Jahren Nora zum Traualtar geführt. Nora, Mutter von 3 kleinen Kindern, genießt das unbeschwerte, sorgenfreie Leben an der Seite ihres erfolgreichen Mannes. Dieser hat nach mühevollem Berufsstart als Advokat soeben die eine Stelle eines Bankdirektors übernommen.

Doch über dem sonnigen Himmel sind Gewitterwolken aufgezogen. Um das Leben ihres Mannes zu retten, hat Nora vor Jahren einen Kredit aufgenommen. Da sie ihren kranken Vater nicht belasten wollte, fälschte sie dessen Unterschrift als Bürgen. Ihr Gatte weiß von alledem nichts. Nora empfindet das Vorgehen nicht als Unrecht. Doch ihr Gläubiger, der übelbeleumundete Krogstad, erpresst sie als er erfährt, dass Helmer sein neuer Vorgesetzter wird und ihn entlassen will. Nora offenbart sich in dieser Zwangslage immer noch nicht ihrem Mann. Statt dessen vertraut sie sich ihrer Jugendfreundin Christine Linde an. Frau Linde entdeckt in Krogstad ihre alte Liebe und obwohl Krogstad bereit ist, auf eine Anzeige zu verzichten, besteht Christine auf die Offenbarung.

Das Stück endet mit einem Paukenschlag. Nachdem Helmer den Sachverhalt erfährt, ist er aufgebracht. Er beschimpft Nora wütend und droht, ihr die Kinder wegzunehmen. Einzig um seine Karriere und seinen Leumund macht er sich Sorgen. Nachdem die Drohung Krogstads abgewendet ist, verwandelt er sich wieder in den rührenden, besorgten Ehemann. Zu spät, denn Nora hat nun erkannt, dass ihr bisheriges Leben eine Maskerade war. Sie trennt sich noch in der Nacht von Haus und Herd, lässt die Kinder zurück und einen Mann der für sie nur noch ein Fremder ist. Sie wird ihren einem eigenen Weg suchen: "Ich muss selbst über die Dinge nachdenken und mir darüber klarzuwerden suchen".

Die beiden Hauptakteure des Dramas sind sehr verschiedene Charaktere. Nora, deren Liebe und Sorge ihrem Mann und ihrer Familie gilt. Um das Leben ihres Mannes zu retten, zögert sie keine Sekunde und ist bereit, jedes Opfer zu bringen.
Jahrelang hat sie darauf gewartet, dass der "wunderbare" Augenblick kommen möge, und ihr Mann seine Liebe beweisen kann. Dann ist dieser Moment gekommen und ihr Mann enttäuscht sie bitter. Statt der vertrauten Kosenamen wie "Lerche, Eichhörnchen, kleines Ding, Leckermäulchen" hört Nora nun Wort wie "Heuchlerin, Lügnerin, Verbrecherin". Aber hatte Thorvald ihr nicht versprochen: "Wenn es darauf ankommt, glaub mir, habe ich Mut und Kraft. Du wirst sehen, ich bin Manns genug, alles auf mich zu nehmen." Alles nur Fassade, denkt sie sich. Alles nur Worte, dahergesagt ohne wirkliche Bedeutung und Gefühl. "Es war heute abend, als das Wunderbare nicht kam; da sah ich, dass du nicht der Mann warst, für den ich dich hielt". Nora findet die Kraft das wohlbehütete Puppenheim zu verlassen und ihren eigenen Weg zu suchen: "Vor allem bin ich ein Mensch, glaube ich, ebenso wie du - oder wenigstens will ich versuchen, einer zu werden."

Noras größter Fehler war, aus Stolz ihrem Mann kein wirkliches Vertrauen entgegenbringen zu können. Und obwohl sie sich so sehr nach dem wunderbaren Augenblick sehnte, schreckt sie in Wahrheit doch davor zurück. Vielleicht ahnte sie, dass dieser Mann der Probe nicht standhalten wird.

Thorvald Helmer ist das Paradebeispiel des pflichtbewussten, kühl abwägenden und sparsamen Advokaten. Sein Motto, "Keine Schulden! Niemals Geld leihen!", passt nun so gar nicht zu der Einstellung seiner lebenslustigen Frau. Er hält Nora für eine Verschwenderin. Dass sie in Wahrheit genügsam ist und das Geld zur Abzahlung des Kredites verwendet, fällt ihm gar nicht auf. Er betrachtet seine Frau als Singlerche, an der man sich erfreut, aber zu der man aber keine Gefühle wie Liebe oder Achtung aufbringt. Eine Ehefrau hat für ihren Mann hübsch zu sein, die Kinder zu erziehen und das Haus in Ordnung zu halten. Seine Welt basiert auf den Tugenden Ehre und Pflicht. Vergehen müssen bestraft werden: "Mancher kann sich moralisch wieder aufrichten, wenn er seine Vergehen offen bekennt und seine Strafe abbüßt". Den Schein in der Öffentlichkeit zu wahren, ist ihm wichtiger als seine Ehe zu retten.

Thorvald Helmer scheitert letztendlich am fehlenden Mut. Sich selbst und andren Fehler einzugestehen, lässt er nicht zu. Er bemüht sich, den Konventionen, welche die Gesellschaft an das Männerbild stellt, gerecht zu werden und scheitert an einer mutigen, selbstbewussten Frau. Beide Ehepartner kennen sich nicht wirklich. Beide haben Scheinwelten aufgebaut und sind in ein Wunschbild verliebt. Nora verkörpert die weibliche Intuition, die in der kalt berechnenden Männerwelt falsch verstanden und ausgenutzt wird.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Nora sehr schön!, 26. März 2009
Ein sehr schönes Gesellschaftsdrama mit feinst ausgeklügelten Charakteren, beschreibt die Wandlung einer Frau vom Püppchen zur selbstbewussten Frau, die sich nichts mehr von ihrem Mann bieten lässt. Sehr lesenswert und spannend, auch hat man es sehr zügig gelesen da es wirklich nicht lange ist.
Wer Ibsen mag, nur zu empfehlen!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Plüschzeit, 11. Juli 2007
Rezension übernommen von: Nora. CD (Audio CD)
1890  Gründerzeit  Plüschzeit: Mit diesen Worten wird man blitzschnell in die Kulissen eben jener Zeit hinein versetzt. Natürlich tun auch die Sprecher das ihre dazu. Nora wird gesprochen von Loni von Friedl und an ihrer Seite sind u.a. Hans Korte, Rosemarie Fendel und Horst Tappert mit Erfolg darum bemüht, die Hörer mit in Noras zerbrechende Welt hinein zu ziehen. Aus heutigem emanzipierten Blickwinkel wirken die Charaktere  insbesondere Nora, die Namensgeberin dieses Schauspiels  eher unsympathisch. Nora spielt für ihren Mann acht Jahre lang das Singvögelchen und tut alles um ihr plüschiges Heim aufrecht zu erhalten. Doch am Ende nimmt die Handlung eine Wende, die alle Sympathien auf das Singvögelchen zieht. Nora bricht aus ihrer Rolle als Figur in ihrem Puppenheim aus, womit dieses Hörspiel ein offenes aber zufrieden stellendes Ende hat, dem das Stück seine dauerhafte Aktualität verdankt.
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5.0 von 5 Sternen mustergültiges Drama
"Nora" ist ein mustergültiges Drama. Es zeigt in mehrerer Hinsicht, was ein Schauspiel leisten kann:
1. Die Szenerie ist zeitlos. Lesen Sie weiter...
Vor 24 Monaten von helmut seeger veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Liebenswert
Ein tolles Stück! Leicht zu lesen, unterhaltsam, nachdenklich, kritisch, heiter, bedrückend... von allem ein bisschen
Veröffentlicht am 9. Januar 2008 von Juli

5.0 von 5 Sternen "Es gibt niemand, der weiß, was ein Weib vermag!" Henrik Ibsen
..."oder ein Puppenheim" ist der Untertitel dieses Theaterstückes des norwegishen Dramatikers Hendrik Ibsen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. September 2007 von Buchstabenfresserchen

5.0 von 5 Sternen interessantes Schauspiel
Im Oktober 1878 beginnt Ibsen mit seiner Arbeit an dem Schauspiel „Ein Puppenheim", dessen erster deutscher Übersetzer ihm den Titel „Nora" gab. Lesen Sie weiter...
Am 10. Januar 2000 veröffentlicht

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