Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
DAS Lehrbuch schlechthin!, 10. November 2001
Von Ein Kunde
Der Rauber/Kopsch ist schon rein äußerlich recht imposant anmutend, und wenn man einmal in der Universitätsbibliothek oder im Buchladen einen der Bände durchblättert, wird einem gleich klar, weshalb er von vielen als die "Bibel der Anatomen" oder auch als "Mercedes unter den Lehrbüchern der Anatomie" bezeichnet wird. Ich bin der festen Überzeugung, dass es besonders später im Studium kaum ein Lehrbuch gibt, das StudentInnen derart viel Wissen vermitteln kann. Der Text ist gut und reichlich, die Abbildungen hervorragend. Jeder Student, der nicht über Tabellen, sondern sich die Anatomie lieber über den Text reinzieht, ist hier goldrichtig. Und eines muss man auch hervorheben: Bis zu einem gewissen Grade kann der Rauber/Kopsch auch mit reinen Anatomieatlanten wie dem "Sobotta" oder dem guten, alten "Pernkopf" konkurrieren. Das bedeutet, dass man sich eventuell den Atlas sparen kann. Erst bei wirklich anspruchsvollen Leistungstestaten in höheren Semestern wird es ratsam sein, sich einen "Sobotta" zumindest auszuleihen. Alles in Allem ist der Rauber/Kopsch sicherlich ein Buch, das man nicht mehr wieder aus der Hand gibt, sofern man nicht das Studium wechselt.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
HERAUSRAGEND!, 21. Oktober 2004
Ein Meisterwerk zu beschreiben ist keine leichte Aufgabe, doch am deutlichsten wird die HERAUSRAGENDE Stellung desselbigen beim Vergleich mit den anderen Büchern seines Faches. Mittlerweile gibt es für Studenten der Medizin eine große Anzahl an (guten) Anatomielehrbüchern: Der Professoren liebste Kinder (und dass sicherlich nicht ganz zu unrecht), die Sie gerne in den Einführungsveranstaltungen, bei direktem Nachragen und bei Vorlesungsbeginn in Anatomie anführen sind beispielsweise die beiden Bände von Benninghoff, des weiteren beliebt ist auch der sogenannte Waldeyer. Auch die vier Bände von Rauber Kopsch sind auf der Empfehlungsliste manchen Professors anzutreffen und gelegentlich werden sie gerade für Referate und besonders für anstrebende Chirurgen, Orthopäden, etc. angeraten, doch aufgrund ihres Umfanges und dem damit einhergehenden nicht unerheblichen Preis, eher zurückhaltend. Die folgenden Lehrbuchwerke sind im Vergleich zu den obengenannten nicht bei allen Professoren gleichermaßen beliebt und auch vom Umfang her bei weitem nicht derart erschöpfend wie die oben erwähnten, verdienen aber auch kurz aufgrund ihrer kompakten Darstellung die viele Studenten in stressigen Prüfungsphasen besonders schätzen (unter ihren bei Studenten üblichen Bezeichnungen) erwähnt zu werden, als da wären: der Lippert, der Schiebler, der Moll, die Compactlehrbuchreihe aus dem Schattauer Verlag und die guten alten Taschenatlanten aus dem Thieme Verlag. Gewiss die Liste ist nicht erschöpfend, aber doch deckt sie die Wichtigsten Werke im Lehrbuchbereich ab. Bei den Anatomieatlanten für das Studium sieht es zwar übersichtlicher bezüglich der Anzahl an geeigneten Werken aus, doch auch hier gibt es viele Diskussionen und verschiedene Meinungen, welcher den nun der geeignete wäre. Der bei Studenten und Medizinern kurz als Sobotta bekannte Anatomieatlas wird fast uneingeschränkt von allen Professoren, Privatdozenten, ehemaligen Studenten und Ärzten empfohlen. Man lobt seine außergewöhnliche Genauigkeit, die sehr gute Bildqualität und die umfassende Darstellung. Gelegentlich hört man in manchem Gespräch, bzw. ist in einigen Rezensionen zu lesen, langweile diese strenge und einigen zu blasse Darstellungsweise. Für Studenten die auf eine ausgeprägte farbliche Gestaltung wert legen und die nicht über jede anatomische Feinheit bescheid wissen wollen, aber dennoch ausreichend vorbereitet in die Prüfung gehen wollen, bietet sich der Atlas von Netter aus dem Thieme Verlag an. Seine Didaktik wird häufig gelobt und zweifelsohne, wenn es um die Vermittlung der wichtigsten Strukturen geht, ist dies bei Ihm auch gewährleistet. Seit kurzer Zeit gibt es nun auch noch zwei neue sehr interessante Kandidaten zur Auswahl. Zum einen den dreibändigen Prometheus, der aus dem selben Hause stammt, wie der Rauber Kopsch selbst und dessen Strukturierung und Abbildungsqualität wirklich hervorzuheben ist. Dies verwundert nicht, denn die Autoren des Prometheus haben schon bei anderen Werken der Anatomie Ihr didaktisches Geschick bewiesen. Die Konkurrenz vom Springer Verlag setzt hingegen, ebenfalls unter namhafter Autorenschaft von B. Tillmann (welcher als Herausgeber auch bei der Neuauflage des Rauber Kopsch eine tragende Rolle spielte) auf einen einbändigen, sehr übersichtlich gestalteten und studentenfreundlichen Atlas mit einem speziellen Muskeltrainer als Beiheft.Was ist nun im Vergleich zu den aufgeführten Werken, das Besondere am Lehrbuch und Atlas von Rauber Kopsch? Nun, dieser bringt es fertig und vereint ein ausführliches Lehrbuch der Anatomie mit einem äquivalent dazu ungewöhnlich gut bebilderten Atlas. Wo die anderen Lehrbücher nur kurz darauf hinweisen, dass es Varietäten in der menschlichen Anatomie gibt, z.B. tut dies Lippert unter allgemeine Anatomie bei den Grundbegriffen, wo er auf eine spiegelbildliche Lage aller Brust- und Bauchorgane als ein Beispiel für eine extreme Varietät hinweist und auch die anderen Lehrwerke tun dies im besten falle exemplarisch, bzw. ist dies eher die Ausnahme. Natürlich ist anzunehmen, dass der gemeine Medizinstudent und spätere Arzt all diese Bücher liest und lernt in dem Bewusstsein, dass es eine nahezu unzählige, wenn auch meist nur leicht von der norm abweichende körperliche Formenvielfalt unter den zukünftigen Patienten gibt, doch leichter wird Ihm dies durch die eher verbindliche Darstellung des Körpers in den anderen Werken nicht gemacht. Allein die Angabe derart vieler Formvarianten (Halswirbel, Kniescheibe, etc.), wie in einer anderen Rezension bereits erwähnt, lohnt den Blick in dieses Nachschlagewerk. Ferner ist der einführende allgemeine Teil am Anfang des Buches mit kurzen Beschreibungen des Wirbeltierbauplans, der Biomechanik und vielem mehr eine zusätzliche Freude für jeden, der sich umfangreiches Wissen in Anatomie aneignen möchte! Der Rauber Kopsch ist ein Buch, welches man auch in 50 Jahren noch gerne aufschlägt! Kurz um: EIN HERAUSRAGENDES WERK!
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Gefährliche Textfülle, 28. März 2005
Ich ärgere mich noch 12 Jahre nach dem Kauf über diese Fehlentscheidung und warne ausdrücklich jeden Medizinstudenten vor einer Fehlentscheidung. Hierfür gibt es folgende Gründe: Die bisher überwiegend lobenden, teilweise begeisterten Einschätzungen sind durchweg richtig: der Rauber-Kopsch erreicht eine einzigartige Kombination aus unglaublich detailierter Darstellung des Fachgebietes und künstterisch ansprechenden ästhetisch beglückenden Bildern. Kürzlich habe ich ein Exemplar aus den 40iger Jahren des 20sten Jahrhunderst gesehen, die Abbildungen waren damals zwar schwarzweiss, sonst überwiegend identisch. Die enorme Textfülle, oft gepaart mit anschpruchstvollen Schachtelsätzen (ich habe nie nachgeschlagen, wie viele Formvarienten aufgezählt werden) bietet jedoch das große Risiko, sich in der Fülle zu verzetteln. Man darf nicht vergessen, Medizinstudenten sind Anfänger, sie können noch nicht so gut die Speu vom Weizen trennen und lesen deshalb auch viel unwichtige Details. Für versierte Fachkollegen, Orthopäden oder Traumatologien etwa ist die Variantennennung einfach super, der Studienanfänger ist jedoch mit einem Buch das einfach beginnt und gut das Wichtige selektiert besser bedient. So sind die Schilderungen in der "Funktionllen Anatomie" von Rohen viel verständlicher und haben mich oft in der letzten Minute über ein Testat gebracht... Ganz zu schweigen von den Bildern Frank Netters, die ganz ohne Text auskommen und sich gewissermaßen selbst erklären. Man sehe sich einmal die Übersichtsgraphiken zu den Hirnnerfen an Trigeminus und Facialis, da ist man in einem Bild über alles informiert. Der Rauber braucht dafür ganze Bleiwüsten von unständlichen Textschilderungen, und man hat am Ende doch wieder vergessen, was am Anfang stand... Und das gilt auch nur für die halbwegs gelungenen 1. und 4. Bände, der 2. Band ist mit unheimlich viel Histologie aufgeblasen, die man doch besser aus einem Histologielehrbuch erarbeitet. Und der 3. Band ist völlig verunglückt und enthält Dinge, die ich so nie wieder gelesen habe... Selbst wenn man sich einbildet, das tun viele Mediziner, man wäre bereit, 36 Stunden am Tag zu lesen, sollte man sich vor dem Kauf 10 Mal die Frage stellen: "Muss es sein?" und nicht vergessen, dass es noch drei weitere große Grundfächer in der Vorklinik gibt, und die habe auch ihre Folianten zu bieten. Und wer glaubt, er könne nicht nur den Rauber-Kopsch sondern auch noch den Schmidt/Thews (das muss dann ja wohl sein) und vielleicht auch noch den Streyer in 2 Jahren lesen und verstehen, der sollte nicht Arzt sondern Gott werden...
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