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Wohin mit Vater?: Ein Sohn verzweifelt am Pflegesystem
 
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Wohin mit Vater?: Ein Sohn verzweifelt am Pflegesystem [Restexemplar] (Gebundene Ausgabe)

von Anonymus (Autor)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 190 Seiten
  • Verlag: Fischer (S.), Frankfurt; Auflage: 2., Aufl. (23. Februar 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3100617061
  • ISBN-13: 978-3100617064
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 12,8 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 19.161 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Es gibt Augenblicke, die auf einen Schlag alles ändern. Als plötzlich die Mutter starb, die den schwerkranken Vater jahrelang gepflegt hatte, war das so eine Situation: der Vater, ein Pflegefall, der Sohn und die Tochter nicht in der Lage, ihn aufzunehmen. Wohin mit Vater? ist die ergreifende Geschichte einer Familie, die plötzlich mit einem Pflegefall konfrontiert ist und nicht weiterweiß. Ein Fall wie viele in Deutschland. Ein Fall, der in einer alternden Gesellschaft immer alltäglicher wird. "Die Ausnahme Pflegefall wird zur Regel", heißt es in dem Buch. Die Konsequenz ist eine fatale Ungewissheit: "Wie sollen die Alten leben, wenn sie krank, gebrechlich, behindert werden?" Wer pflegt sie, wenn die Jungen eine eigene Familie gegründet haben oder weit entfernt vom Wohnort ihrer Eltern wohnen? Das "sind Fragen, die an die Existenz gehen ... Fragen, die sich mit jedem Jahr mehr Menschen stellen müssen. Sie gehen alle an. Und fast alle sind nicht vorbereitet, wissen keine Antwort darauf. Was tun, wenn die Eltern Pflegefälle werden - das ist die neue soziale Frage."

Der das schreibt, zeichnet mit Anonymus. Der Sohn, die Schwester, sie bleiben anonym. Aus gutem Grund. Denn die Lösung, die sie für die Frage "Wohin mit Vater?" fanden, ist illegal: Schwarzarbeit, illegale Beschäftigung von Ausländern und was da noch alles an Gesetzeswidrigkeiten zusammenkommen mag. Doch es gab keinen Ausweg, alles andere war gescheitert, gescheitert vor allem an der humanen Weigerung der Kinder, den Vater menschenunwürdigen Pflegeheimen zu überlassen. Das erste Heim: eine nach Urin stinkende Menschenverwahranstalt; das zweite kaum besser, nur deutlich teurer; die ambulante Pflege unbezahlbar. Letzten Endes blieb nur eine Telefonnummer. Landesvorwahl 0048, Polen. Ein Vermittlungsnetzwerk für Pflegekräfte, die zur häuslichen Pflege nach Deutschland kommen, weil sie in ihrem Heimatland keine Perspektive mehr sehen.

Für Anonymus und seine Schwester, nicht zuletzt auch für ihren Vater, war es ein Glücksfall. Denn es kam Teresa, eine Krankenschwester, die neben ihrer professionellen Pflegeausbildung etwas mitbrachte, woran es den deutschen Einrichtungen, die Sohn und Tochter besichtigt hatten, komplett mangelte: menschliche Zuwendung. Es ist rührend zu lesen, wie die resolute Polin nicht nur das Pflegeproblem löste, sondern auch dem Vater seinen Lebensmut zurückgab. Darüber hinaus bietet das Buch hilfreiche Orientierung im Dschungel des deutschen Pflegesystems.

-- Winfried Kretschmer



Kurzbeschreibung

Dieser Tag wird kommen. Für beinahe jede und jeden. Der Tag, an dem die alten Eltern nicht mehr können, krank werden, Pflegefälle sind. Alle Töchter und Söhne wissen, dass es irgendwann so weit sein wird, aber kaum jemand bereitet sich darauf vor. Und mit dem Tag X kommen Hilflosigkeit, Ohnmacht, Selbstvorwürfe: Was tun mit dem Vater, was tun mit der Mutter?

Ein Pflegeheim will man den Eltern ersparen, häusliche Pflege ist unbezahlbar - aber den Beruf und das eigene Leben aufgeben, um die Pflege selbst zu übernehmen?

In eindrucksvoller Offenheit erzählt der Autor das Drama einer Familie und berichtet, mit welchen grundlegenden Fragen er sich plötzlich konfrontiert sah. Er schildert packend die Gewissenskonflikte und auch die bürokratischen Schwierigkeiten seiner Situation. Und er schlägt Alarm angesichts der Untätigkeit, mit der Gesellschaft und Politik vor einer der großen sozialen Fragen unserer Zeit stehen.


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58 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Sohn verzweifelt am Pflegesystem, 22. Februar 2007
Von Thorsten Wiedau (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 10 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Das deutsche Pflegesystem ist nicht gerade einfach, insbesondere wenn man darin steckt oder es benutzen möchte. Viel Geld ist da aufzubringen, Formulare auszufüllen und am Ende steht schließlich nicht gerade verlockend das HEIM für den Delinquenten, um es einmal etwas überspitzt auszudrücken. Der Autor ANONYMUS, wer macht seine Misere denn schon gerne öffentlich, beschreibt im Buch WOHIN MIT VATER was ihm widerfahren ist und dabei wird einem wirklich Angst und Bange.

Durch die Verantwortung für den alt gewordenen Vater kommt Anonymus in einen Notstand, nicht nur durch die Pflege, sondern auch bezüglich seines Gewissens, denn er ist weit weg von Zuhause und weis nicht wie er sich, sein Leben und das seines Vaters koordinieren soll.

Selbst zu betreuen, kommt für viele Dank der eigenen Arbeit und der beengten Verhältnisse nicht in Frage. Eine Zugehfrau ist oftmals ein Schock, wie im vorliegen Fall, wo die Dame nicht einmal die Grundkenntnisse der Deutschen Sprache hat. So schildert denn nun Anonymus in seinem Buch WOHIN MIT VATER wie es denn einem Durchschnittsdeutschen ergeht, dessen Eltern pflegebedürftig werden. Eine Katastrophe sonders Gleichen bahnt sich an, nicht nur finanziell, aber Pflege kostet Geld, viel Geld!

Anonymus beschreibt ergreifend und erschütternd, wie er umhergeschubst wurde, wie groß die Bürokratie in Deutschland dabei ist und mit wie viel Unverständnis Seitens der Pflegeträger er konfrontiert wurde - ein Gewissenkonflikt bahnt sich an.

Ein Buch das einem stillen Aufschrei der Gesellschaft gleicht. Wer hier vorüber geht, vergisst, dass er selbst einmal alt werden wird und vielleicht ja auch in die Pflege kommen könnte... und wer wirklich selbst einmal in ein Altersheim geblickt hat, vielleicht sogar in eines dieser Abschiebealtersheime, weit draußen auf dem Land oder in eines der üblen Himmelfahrtaltersheime - der weis nur eines - DA WILL ICH NIE HINKOMMEN und auch mein Vater oder meine Mutter sollen dahin nie abgeschoben werden!

Absolut empfehlenswert!
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34 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Und plötzlich stellt sich die Frage: Wohin mit den Eltern?, 25. März 2007
Von Reinhard Busse "reinhardlbusse" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REVIEWER)    (REAL NAME)   
*Als der Anruf kam, ahnte er nicht, dass von nun an alles anders sein würde. Er wusste nur, dass jetzt Eile geboten war. Er packte den Koffer und rief ein Taxi. Bis zum nächsten Flugzeug hatte er noch genau sechzig Minuten. Am Telefon hatte seine Schwester das Wort "Zusammenbruch" gesagt. Genaueres, nein, wisse sie auch nicht, die Mutter sei plötzlich umgekippt, sie sei sofort ins Elternhaus gefahren, ja, der Arztsei da. Er möge schleunigst kommen, hatte seine Schwester gesagt, und dann hörte er noch, wie sie ins Telefon weinte.
Als er in der Stadt seiner Eltern ankam, war die Mutter tot. Herzinfarkt, sagte der Arzt. Sie war 83 Jahre alt geworden.
Der Vater saß in dem Sessel, in dem er immer saß. Er hatte keine Tränen, er hatte Angst. Die Frau, die in den vergangenen fünf Jahren sein Leben garantiert hatte, war tot. Seit fünf Jahren war er ein sogenannter Pflegefall ...
Er vermochte sich nur noch fortzubewegen, wenn ihn zwei kräftige Hände packten, hielten und stützten. Eine seltene Störung im Gehirn, die den Gleichgewichtssinn beeinträchtigte, diagnostizierte das Krankenhaus. Pflegestufe III, die höchste, diagnostizierte der Medizinische Dienst der Krankenkassen. Rundumbetreuung vonnöten, 24 Stunden am Tag.
Ein Gefesselter war der Vater geworden, immobil und bei allem auf fremde Hilfe angewiesen ...*
~~~~~~~~~~
Und nunmehr urplötzlich: "Jetzt war der Tag gekommen. Er hatte es gewusst. Nur eines wusste der Sohn nicht: Wohin mit Vater?"
*Als Sohn fühlt er sich zerrissen zwischen der Verantwortung für seinen Vater, den er nicht abschieben, und dem eigenen Leben, weit weg von Zuhause, das er nicht aufgeben will.*
~~~~~~~~~~
In wahrlich eindrucksvoller Offenheit erzählt der Autor das Drama einer Familie und berichtet, mit welchen grundlegenden Fragen er sich plötzlich konfrontiert sah. Er schildert packend die Gewissenskonflikte und auch vor allem die bürokratischen Schwierigkeiten seiner Situation.
Und er schlägt Alarm angesichts der Untätigkeit, mit der Gesellschaft und Politik vor einer der großen sozialen Fragen unserer Zeit stehen.
Pflegenotstand in Deutschland - eines der düstersten Kapitel in unserer Gesellschaft!
Ein ungemein beeindruckendes, nachdenklich machendes Buch!!
Bedenke: Schon morgen kannst Du in diese Situation geraten!
Uneingeschränkt empfehlenswert -- meint -- Reinhard Busse

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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Dieses Buch war längst überfällig!, 29. März 2007
Endlich!
Endlich wagt ein Autor, was nicht einmal ein großes Nachrichtenmagazin in seiner Artikelserie über Pflege im Alter wagte: Hinzuschauen! Dass es auch eine realistische und vielleicht die einzig menschliche Möglichkeit ist, Pflegebedürftige zuhause zu betreuen! Aber es ist hierzulande in dieser Form "illegal"! Angeblich , weil ca. 1000 EUR plus kostenfreies Wohnen und Verpflegung dem deutschen Standard nicht entsprechen! (gleichzeitig dürfen wir ungestraft ein-Euro-Jobs verrichten).
Tausende von Betroffenen haben sich für die Pflege ihrer Eltern durch eine Rundum-Betreuung entschieden - wohl wissend, dass sie mit einem Bein in der Illegalität stehen. Die offiziellen Pflegedienste wissen es - und dulden, solange sie am Kuchen weiter partizipieren dürfen. Mancher hat selbst erlebt, was der Autor beschreibt: dass neben der polnischen Pflegerin, die den alternden Menschen zum Aufblühen bringt, weil er in seinen vier Wänden bleiben darf und nicht entwurzelt wird - ein deutscher Pflegedienst für eine halbe Stunde morgendlicher "Pflege" bis zu 700 EUR einnimmt. Wie kommt es, dass wir hier bereit sind, wegzuschauen und wie in "des Kaisers neue Kleider" behaupten, was es nicht geben dürfe, gebe es nicht?
Buch unbedingt weiterempfehlen!
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5.0 von 5 Sternen Auf den Punkt
Einsfühlsam, aufrüttelnd, hilfreich! Anonymus gibt dem "Pflegenotstand im Alter" Gesicht(er): die erst ratlosen, dann verzweifelten Angehörigen; der Vater; die Abzocker in den... Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von Margarete Paudler veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Das deutsche Pflegesystem - ein Armutszeugnis für unsere Gesellschaft
Der Autor schildert eindrücklich eine Situation, wie sie sich tagtäglich in deutschen Haushalten abspielt: die Mutter verstirbt plötzlich und unerwartet und der Vater, ein... Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von _tintin_ veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Ein aufrüttelndes Buch das jeden angeht !!!
Daß der Autor des Buches "Wohin mit Vater? Ein Sohn verzweifelt am Pflegesystem" nicht namentlich in Erscheinung treten möchte ist für jeden Leser dieses sehr berührenden Buches... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Juli 2007 von Sina Gerritsen

4.0 von 5 Sternen Altenpflege in Deutschland
Keine Frage, dieses Buch über die Situation in der Altenpflege in Deutschland hat mich gefesselt.
Sachlich überholt ist jedoch, dass man ausländische Arbeitskräfte für die... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. März 2007 von goelenz

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