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Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen424
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Meiner Meinug nach ein ganz klares "JA". Ich bin Konsolenspielsammler, und habe jedes Game meiner sehr umfangreichen Sammlung zumindest einmal angespielt, aber bei diesem Spiel blieb schon zu Beginn, teilweise die Luft weg. Allein das Intro, welches einen in das Game einführt, läßt einen schon ansatzweise erahnen, was auf einen in Zukunft zukommen wird.

* Sollte der Abspielbutton (Dreieck)des von dem mir eingestelltem Videotrailers nicht zu sehen sein, und stattdessen nur ein schwarzes Bild dargestellt werden, kann es helfen auf die Headline (Überschrift) der Rezension zu drücken! Gelegentlich kann es aber auch an Browser-Kompatibilitätsproblemen, wie an einem fehlendem Flashplayer liegen, das daß Video nicht wiedergegeben wird. Der Video-Trailer sollte nur als Ergänzung zu meiner schriftlichen Rezension gesehen werden, da er über viele Bewertungskriterien natürlich nicht Auskunft geben kann!

Was hier in Sachen Storyline, Personenidentifikation, Emotionen, Grafik, Bedienbarkeit, spielerisches Vorgehen und Sound (insbesondere bei 5.1) von den Uncharted Machern abgeliefert wurde ist für mich persönlich das beste Game (bis jetzt) aller Zeiten, zumindest was das Horror-Genre angeht.

Bin in meinen Rezensionen meist objektiv kritisch eingestellt, aber selbst die Suche nach Fehlern bescherte mir keinen Erfolg. Einige grafische Mängel, die man bei der PS3 Version noch hätte erwähnen können, fallen hier weg. Kein Tearing, wie auch keine Einbrüche in der Framerate bei zuviel Action auf dem Bildschirm.

Ein Horror Action-Adventure mit Stealthanleihen, welches in einem hervorragendem Endzeitszenario spielt, in dem Hoffnung vergebens ist. Alter Ego ist Vater einer verstorbenen Tochter, der im Laufe der Geschichte ein Mädchen kennenlernt, welches seiner Tochter ähnelt. Da Sie in dieser hoffnugslosen Welt aufgewachsen ist, und im Gegensatz zu ihm, die Welt, wie sie vor der Katastrophe (Prolog des Games) war nicht kennt, entwickelt sich ein ungleiches, aber bezauberndes Duo.

Die Möglichkeit jeden der beiden Charaktere geschichtsabhängig, aus der Schulterperspektive, auch einmal alleine spielen zu dürfen, bereichern den ganzen Gamecocktail zusätzlich.

Allein die Dialoge zeigen schon die gelungene und hervorragend vielschichtige Charakterzeichnung der Dramaturgen. Die ganzen Nebensächlichkeiten, die bei den meisten Spielen keine oder eine geringe Rolle spielen, wie Körperhaltung und das Verhalten der KI (Künstliche Intelligenz) der Partnerin, machen The Last Of Us zu einem Ausnahmetitel. Allein dem zuschauen der beiden Charaktere, wenn man einmal den Controller aus der Hand legt, bereitet Vergnügen. Auch die KI der Zombies, oder menschlichen Gegner die die Welt bevölkern, suchen ihresgleichen und machen es einem nicht zu einfach. Die Locations an denen es einen verschlägt, glänzen mit Realismus und manchmal mit einer geradezu surrealen Atmosphäre.

Trotz des düsteren Szenarios ist das Spiel sehr farbig ausgefallen, was der Atmosphäre aber keinen Abruch tut. Lichtreflexe, Wasserspiegelungen, Schattenwurf und Textur, sowie die großartig in Szene gesetzten Zwischenenszenen mit deren hervorragend dargestellten Gesichtsanimationen lassen die PS4, und die Spieleentwickler im besonderem noch einmal glänzen, da auch schon die PS3-Version ein Prachtstück von einem Game war.

Auch die deutsche Synchronisation braucht man nicht fürchten, sie ist der englischen zumindest ebenbürtig. Gebe jedoch zu, das dieses reine Geschmackssache ist. Für die Next-Gen Konsolen Generation ist dieses Game, für dieses Spielegenre nahezu perfekt gelungen. Ob es die verschiedenen Vorgehensweisen sind, wie ich meine Gegner ausschalte, direkt, schleichend oder durch Stealthkill, oder ob ich es vorziehe mich unerkannt vorbeizuschleichen, lassen die Vielseitigkeit erahnen. Ein einfaches Scillsystem, bei welchem man Punkte für Fähigkeiten vergibt, jenachdem ob man lieber schleicht oder direktes Vorgehen bevorzugt, runden das Ganze ab.

Die Menüführung ist einfach und macht es Einsteigern und Spieleneulingen leicht. Gefundene Gegenstände können zu wirksamen Waffen (Molotowcocktail, Splittergranate usw.), oder zu hilfreichen Medipacks kombiniert werden. Steine und Flaschen die des öfteren auf dem Weg liegen, eignen sich z.B. hervorragend dazu, bestimmte Gegnertypen in die Irre zu führen und zu irritieren. Auch die Steuerung gelingt problemlos intuitiv, und läßt nie Hektik aufkommen um z.B. die richtige Deckung zu finden.

Könnte hier eine seitenlange Rezension schreiben, will aber nicht zuviel vorwegnehmen. Deshalb beschränke ich mich auf vorangegangene Beurteilung und emfehle kaufen und geniessen!

Naughty Dogs, die mit der Uncharted-Serie schon grafisch, aber leider spielerisch nur einseitige Maßstäbe gesetzt haben, haben sich mit diesem Spiel selbst übertroffen. Ich hoffe auf einen 2-ten Teil, der diesen nicht unbedingt toppen muß. Es reicht schon vollkommen aus, dieses spielerisch, technisch, grafisch und vom Storyboard hervorragende Game, mit dieser Qualität einfach weiter zu führen

Liebe Spielemacher von Naughty Dog, bitte verändert nicht zuviel bei einem folgenden Teil, und versucht bitte nicht auf den Zug der Egoshooterisierung von ehemals guten Games, wie Resident Evil es mit Teil 5 und 6 getan hat, aufzuspringen. Innovationen im kleinen mag ich befürworten, aber bitte verweigert euch der Causalisierungswelle, die anscheinend die ganze Spieleindustrie erfasst hat. Es gibt auch noch Gamer die über 30 sind, und denen dieses dumpfe, hirnlose Rumgeballer schon lange nicht mehr reicht.

Bleibt eigenständig, erstellt neue Exclusivtitel die manchmal auch nicht dem Mainstream entsprechen würden, und laßt euch nicht von den hyperkommerziellen Spieleherstellern-/Publishern wie z.B. EA , Bethesda usw. nicht schlucken, da es sonst nur noch shooterlastigen Einheitsbrei gibt.

P.S.

Freue mich über jedes Feedback, und jeden der sich die Zeit genommen hat, diese doch recht ausführliche Rezension zu lesen. Wenn ich damit keinen Erkenntnisgewinn bei Ihnen erzielen konnte, hoffe ich Sie doch zumindest gut unterhalten zu haben.

Ansonsten GOOD GAMING !!!
77 Kommentare148 von 161 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Dass das Mitte 2013 erschienene PS3-Action-Adventure „The Last of Us“ eines der besten Spiele – nicht wenige sagen auch: DAS beste Spiel – der alten Konsolen-Generation war, möchte ich hier einleitend nur ganz kurz noch einmal erwähnen. Denn erstens ist dieser Feststellung eigentlich nichts weiter hinzuzufügen (und alle Infos können bei Interesse in den vielen zu Recht lobenden Rezensionen zum Spiel nachgelesen werden) und zweitens möchte ich mich bei meiner Beurteilung der nun neu veröffentlichten „Remastered“-Fassung für PS4 gern stichpunktartig vor allem auf die technischen Unterschiede und Verbesserungen konzentrieren – zumal der Spielablauf auf PS4 im Vergleich zum PS3-Originalspiel inhaltlich unverändert blieb:

Verbesserungen/ Änderungen:
--------------------------------------
- kostenlose Bonus-Inhalte (siehe unten „zusätzliche Inhalte“) enthalten
- Spiel läuft nun in 1080p-Auflösung (statt 720p auf PS3)
- flüssige 60 Bilder pro Sekunde (statt 30 auf der PS3) lassen nicht nur das Spiel insgesamt besser aussehen, sondern ermöglichen auch ein genaueres Zielen bei Schusswechseln
- detailliertere Charakter-Modelle machen die Figuren noch lebensechter
- verbesserte Lichteffekte sorgen für noch mehr Atmosphäre
- detailliertere, schärfere Texturen
- verbesserte Weitsicht, durch welche die Außenareale noch eindruckvoller wirken
- Zielen und Schießen kann jetzt auch auf die Trigger R2 und L2 gelegt werden (oder wie in der PS3-Fassung auf den Tasten R1 und L1 belassen werden)
- Gesundheitsstatus jetzt (auch) am „Lightbar“ des DualShock-4-Controller ablesbar (durch verschiedene Farben)
- Controller-Touchpad kann nun zum Öffnen von Joels Rucksack benutzt werden
- Foto-Modus zum Festhalten von Screenshots ist jetzt neu dabei – inklusive Einsatz verschiedener Filter, Veränderung von Kameraposition, Bild-Fokus und -Ausschnitt usw.
- interessante Audio-Kommentare zu Zwischensequenzen sind jetzt verfügbar
- alle für die PS3-Version gekauften Download-Inhalte stehen auch in der PS4-Fassung zur Verfügung
- Spielerfortschritte aus dem Mehrspieler-Modus der PS3-Version werden NICHT in den Multiplayer der PS4-Fassung übernommen

Zusätzliche Inhalte:
--------------------------
- Single-Player-Erweiterung „Left Behind“
- alle Schwierigkeitsgrade inklusive ultra-hartem „Grounded Mode“
- Multiplayer-Map-Pack „Abandoned Territories“
- Multiplayer Map-Pack „Reclaimed Territories“

Fazit:
---------
Für alle, die „The Last of Us“ auf PS3 verpasst haben, ist die „Remastered“-Version für PS4 ohne Frage ein Pflichtkauf. Wer die PS3-Fassung allerdings bereits gespielt hat und vielleicht auch den Bonus-Content schon kennt, für den ist die Kaufentscheidung (theoretisch) schon etwas kniffliger. In diesem Fall stellt sich letztlich die Frage, ob die grafischen Verbesserungen (allein) eine Zweitanschaffung rechtfertigen. Meine persönliche Einschätzung: Egal, ob man das Spiel von der PS3 schon kennt oder nicht, der Kauf der PS4-Version dieses Meisterwerks lohnt sich für jeden!

([...] Vielen Dank!)
1616 Kommentare501 von 557 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. Januar 2015
Nörgeln wir potenzielle Kritikpunkte gleich zu Beginn weg:
JA, das Spiel ist völlig linear mit festgelegten Pfaden
JA, die KI agiert mitunter dermaßen unlogisch, dass sie einem Politikergehirn entsprungen scheint
JA, das Spiel ist langweilig, wenn man bloß herumballern möchte (Tipp für die „ey, da is schon zehn Sekunden lang nix explodiert, voll laaaangweilig“-Generation: Holt euch das „Moorhuhn“! Das sollte auch euren Intellekt befriedigen)

Warum beginnt man eine Fünf-Sterne-Rezension mit potenziellen Kritikpunkten? Ganz einfach: Weil ich nichts, absolut nichts an dem Game auszusetzen habe und reine Lobhudeleien öde klingen. Oder sollte ich eine Rezension mit: „Das ist das beste Spiel, das ich je gezockt habe!“ beginnen? Noch dazu, wenn es ehrlich gemeint ist, im Gegensatz zu: „Schatz, ich habe noch nie köstlichere Dosen-Ravioli gegessen“?

Na gut, es gibt doch eine Kleinigkeit, die mich an diesem Game gestört hat: Die Gewissheit, dass nichts Besseres nachkommen kann. „The Last of Us“ ist das ultimative Adventure /Survival/Zombie/Action-Game für versnobte Dauernörgler wie mich. Oder besser gesagt: Ehemalige Dauernörgler, denn „The Last of Us“ hat mich schlichtweg sprachlos zurückgelassen, und das ist bei einer Quasselstrippe (oder heißt das Quasselstripper?) wie mir erstens eine Wohltat an der Menschheit und zweitens ein grandioses Kunststück, etwa so, als würde David Copperfield die Freiheitsstatue gleichzeitig mit dem Mond, der Sonne, den Sternen und Justin Bieber verschwinden lassen.

Lassen Sie (Ha! Als würde irgendjemand diese Rezension lesen!) mich ausführen, warum „The Last of Us“ dermaßen überragend ist. Ich bin kein leidenschaftlicher Gamer und zocke im Durchschnitt vielleicht ein oder zwei Games im Jahr, durchwegs Adventures und Strategiespiele (Anno, Age Of Empires, Mensch_*In ärgere dich nicht, Wahlzettel, etc.). Mich interessieren weder technische Details wie fps (was heißt das eigentlich? Flüche per Sekunde? Ich schaffe bis zu fünf – führt mich nicht in Versuchung!), noch verführerische Cover mit leichtbekleideten Damen des hornyzontalen Gewerbes. Es ist mir auch egal, ob ein Spiel den Buxtehude-Award für pädagogisch wertvolle Inhalte (innere Werte sind wichtiger als Schönheit, Reiche sind böse, Arme sind edel, lasst uns alle lieb haben, schleimsülzrhabarber) gewonnen oder eine Auszeichnung für die beste Zellophanverpackung erhalten hat.

Entscheidend ist für mich, ob mich ein Spiel von Beginn weg in den Bann zieht oder ich schon beim Intro Lust bekomme, die Teller im Geschirrspüler nach Größe und Verschmutzungsgrad zu sortieren. „The Last of Us“ hat mich von der ersten Sekunde weg gepackt und nicht mehr losgelassen. Bereits das Intro ist dramatisch und knallt einem ohne Vorwarnung eine dermaßen unerwartete Wendung vor den Latz, dass man für die nächsten Abend nichts planen sollte. Ich hätte sogar meine eigene Hochzeit sausen lassen (das ist natürlich ein Witz! Auf Frauen wirke ich so attraktiv wie Pest, Cholera und Heintjes Best-Of-Album zusammen). Die nächsten Arbeitstage waren hart, da ich unausgeschlafen am Arbeitsplatz erschien. Ich machte eine imaginäre Erkältung dafür verantwortlich – ich konnte ja schlecht sagen, dass ich noch ein paar Zombies die Birne zermatschen musste. Übrigens wurde ich vom vorgetäuschten Husten heiser, aber das nur nebenher, um etwaige Kopisten meiner genialen Ausredekunst vorzuwarnen.

Ja, ich war Abend für Abend Joel, und das, obwohl er kein junger, superattraktiver Alleskönner ist, der mit einem lässigen Spruch auf der Lippe einen Bösewicht nach dem anderen erledigt (das gibt es nur im Film oder in Wahlwerbungen). Joel ist kein Mann der großen Worte, eher praktisch veranlagt (was im Falle einer zombifizierten Post-Apokalypse vermutlich der bessere Weg ist, als Probleme bei einer Schale Grüntee ausdiskutieren zu wollen – tut mir echt nicht leid, liebe 68er-Sozialromantiker), rau (das ‚h‘ wurde zuletzt bei der Rechtschreibreform gesichtet) und vor allem zynisch. Seine Partnerin (im Arbeits-, nicht im RomCom-Sinne) Tess ist vom selben Schlag und mir sofort ans dunkle Herz gewachsen. Ich mag Frauen die schießen, ehe sie einem einen Korb geben. Und dann ist da natürlich Ellie, die zwar erst 14 Jahre alt ist, aber gelernt hat, in dieser Welt zu überleben. Keine einfache Aufgabe, da die Infizierten fast noch das geringere Übel sind. Schlimmer sind die anderen Überlebenden. Die Infizierten sind berechenbar – doch welchem Nicht-Infizierten kann man trauen? Sollte man überhaupt jemandem trauen?

Was „The Last of Us“ einzigartig macht, ist vor allem die Story. Natürlich gibt es genretypische Elemente, also Kämpfe. Aber sie stellen mehr das schmückende Beiwerk einer überwältigend emotionalen Geschichte, unterteilt in vier an die Jahreszeiten ausgerichtete Akte, dar. Die Kämpfe gegen Infizierte oder andere Überlebende (hierzu gleich mehr) stehen nicht im Mittelpunkt, sondern sind notwendig, um die Geschichte voranzutreiben. Eine Geschichte, die um Äonen spannender und mitreißender als in den meisten Filmen erzählt wird. Man muss dem Entwickler „Naughty Dog“ ein Riesenkompliment aussprechen: Ganz augen- und ohrenscheinlich haben sich eine Menge Leute unglaublich viel Mühe gegeben, ein Meisterwerk auszufeilen, anstatt einen „Hau die Zombies“-Klopper ohne großes Gedöns auf den Markt zu werfen.

Um auf meine Überschrift zurückzukommen: „Emotional aufgeladen“ ist das Spiel dank der grandiosen Geschichte, die keine hingeschluderte Alibi-Attrappe für sinnfreies Gekloppe ist. Ganz, sehr, sehr ganz im Gegenteil! Ich bin leidenschaftlicher Filmegucker, wie auch Leser, und möge mein schlimmster Alptraum, nämlich ein Wahlsieg der Grünen, Wirklichkeit werden, wenn ich lüge: Ich habe selten eine dermaßen präzise ausgefeilte, emotional aufwühlende, packende, mitreißende Geschichte gesehen bzw. gelesen! Ich möchte nicht näher darauf eingehen, da ansonsten die Gefahr des Spoilerns zu groß wäre, deshalb nur so viel: Im Laufe der vielen Spielstunden warten allerlei Überraschungen und unerwartete Wendungen. Zwei- oder dreimal ertappte ich mich dabei, wie ich geradezu erschrocken vor dem Fernseher saß und mir völlig geplättet dachte: „Wow! Das gibt's nicht! Das ist ja ungefähr so, als würde James Bond vom Bösewicht erschossen werden und nicht mehr aufstehen.“ Kurz danach dachte ich mir übrigens: „Wie kann man sich eigentlich selbst bei etwas ertappen?“

Ernsthaft: Man sollte bei „The Last of Us“ nichts essen, weil einem mitunter die Kinnlade offensteht vor Überraschung. Möglich ist das natürlich nur auf Grund der gelungenen Charakterisierungen. Während einem etwa bei den „Resident Evil“-Filmen völlig egal ist, wer wann ins Abspann-Aus gebissen wird, wachsen einem die Charaktere in „The Last of Us“ sofort ans Herz, selbst die Nebenfiguren (keine Angst: „Funny“ sidekicks, die nur nerven, gibt es keine!), egal ob halbwegs freundlich oder feindlich gesinnt. Und mehr noch: Joel und Ellie durchlaufen jeweils charakterliche Entwicklungen, die ich natürlich nicht spoilern möchte. Sie „reifen“ auf nachvollziehbare Weisen, was gerade bei einem Teenager wie Ellie selbstverständlich scheint. Und das ist wieder einer dieser Punkte, wo die Details für ein überragendes Spielerlebnis sorgen. Man kann sehr schön mitverfolgen, wie Ellie Joel gegenüber anfangs zurückhaltend und fast ein wenig schüchtern agiert, sowohl in Wortwahl, als auch in ihrer Körpersprache, und wie er ihr immer vertrauter wird. Dabei wählt das Spiel nicht die einfache Route über Soap-Opera-Dialoge, sondern transportiert diese Vertrautheit subtil und mittels kleiner Worte, Gesten oder Blicke.

Apropos Details: „The Last of Us“ ist das Spiel der Details, gewissermaßen die Antithese zum Transformerismus des BUMMKAWUMMKRACH. Ich habe das Spiel mittlerweile mehrere Male durchgezockt (Stimmt, ich habe keine Freundin! Wie haben Sie das bloß erraten?) und bin dabei immer wieder auf kleine Details gestoßen, die ich zuvor übersehen hatte. Hier nur eines davon: An einer Stelle sammelt Ellie eine Spielzeugfigur auf – allerdings erst dann, wenn Joel nicht hinguckt. Läuft man einfach nur auf dem schnellsten Weg durch das Game, verabsäumt man zahlreiche solcher liebevoll gestalteter Kleinigkeiten, die das Spiel in keiner Weise beeinflussen, dafür aber die dichte Atmosphäre zusätzlich unterstreichen.

Ach ja, die Atmosphäre … wenn Sie Horror- und Science-Fiction-Filme lieben, werden Sie von der Grafik überrascht werden. Zwar gibt es düstere Settings in spärlich ausgeleuchteten (Strom ist Mangelware – die Energiewende war wohl doch nicht so erfolgreich) Kellergewölben oder U-Bahn-Schächten, aber ein Großteil des Games findet am hellichten Tage statt, was oftmals eine bizarre Landschaft zeichnet: Verrostete Wagen verstopfen die Straßen, deren Asphalt aufgerissen ist, Häuser sind eingestürzt, ganze Stadtteile liegen unter Wasser, abendliche Straßenbeleuchtung ist so was von frühem 21. Jahrhundert … und doch: Inmitten des Grauens und des Verfalls sprießt die Natur und erzeugt ein schaurig-schönes Bild. Langsam, aber sicher nimmt sich die Natur zurück, was ihr der Mensch entrissen hat. Überhaupt lädt die Grafik zum Verweilen und Staunen ein. Wenn man in der Figur des Joel die abendliche Dämmerung genießt und die letzten Sonnenstrahlen die verfallende Stadt wie ein Gemälde ausleuchtet, kann man schon mal eine Minute damit zubringen, einfach nur die Landschaft zu genießen, obwohl man natürlich weiß, dass fast alle ehemaligen Bewohner der Stadt tot wie die liberale Idee in Deutschland sind oder in einem Zustand herumlaufen, der an Teilnehmer an Volksmusik-Festivals erinnert.

Ähnlich bizarr wie die Grafik selbst präsentiert sich die Avantgarde der Antagonisten. Sehr schön umgesetzt ist die Idee verschiedener Infektionsstadien. Frisch Infizierte sind noch eher apathisch, länger infizierte agieren wie jene Zombies, die man aus Filmen wie „Resident Evil“ oder „28 Days Later“ kennt. Langsamer, aber furchteinflößender sind die „Clicker“ – Infizierte, deren Kopf vom Pilzbefall völlig überwuchert ist und die sich wie Fledermäuse am Echo ausgestoßener Klick-Laute orientieren. Diese Klick-Laute machen es zwar einfach, sie akustisch zu orten, andererseits ergibt das eine verdammt gruselige Geräuschkulisse (Tipp: Unbedingt mit hochwertigen Kopfhörern spielen und Ersatzunterwäsche bereithalten!). Das „Endstadium“ der Infektion sind die Bloater, bei denen nichts mehr an Menschen erinnert und vor denen man sich hüten sollte, da sie einem zwar nicht den Allerwertesten, dafür mit Vorliebe die Kauleiste aufreißen. Gut, streng genommen – ich bin Österreicher, weshalb ich mich dafür entschuldige, der deutschen Gründlichkeit und dem Hand zur Präzision nicht immer nachzukommen – stellen die Bloater nicht das Endstadium dar. Dieses ist an feuchten, dunklen Wänden zu bewundern, ganz nach Pilzmanier. Ekelhaft und schaurig, aber auch faszinierend. Vielleicht liegt's auch nur an mir. Ich werde meinen Therapeuten fragen, sobald er sich von unserer letzten Sitzung auch gesundheitlich wieder erholt hat.

So absurd es auch klingen mag: „The Last of Us“ ringt einem so manches Schmunzeln ab. Meist ist Ellies freches Mundwerk der Grund dafür. An dieser Stelle muss man die deutsche Synchronisation vor den virtuellen Vorhang bitten: Ich finde die deutsche Fassung sogar besser als die vielgerühmte englischsprachige. Vor allem Ellies Synchronstimme passt perfekt zur dargestellten Figur. Man verstehe mich nicht falsch: Ashley Johnson verkörpert (buchstäblich – das Spiel wurde mittels Motion Capture erstellt) Ellie einfach großartig. Bloß mit ihrer Stimme wurde ich nicht warm, da ich sie zu „erwachsen“ finde. Das muss nicht viel heißen: Ich fand Tom Greens „Freddy got fingered“ lustig.

Die Krönung des rundum gelungenen Spiels ist der Schluss. Nein, hier wird nicht gespoilert! Deshalb nur so viel: Das Ende lässt einen nachdenklich zurück und zwingt dazu, unbequeme Fragen zu stellen. Falls es noch eines Beweises bedurfte, in „The Last of Us“ ein Meisterwerk zu sehen, hier ist er: Ein Computerspiel fesselt noch lange nach dem Abspann die Gedanken des Spielers. Ein Computerspiel!

Ausdrücklich hervorheben muss ich noch den Soundtrack, der sich jeweils der Stimmung (in adrenalingeschwängerten Situationen hektisch, dann wieder verspielt-melancholisch) perfekt anpasst. Gustavo Santaolalla heißt der Virtuose, und ich kann den Kauf (lassen wir die Moralkeule eingepackt: Bitte KAUFEN, nicht irgendwo downloaden! Erstens hat es sich der Künstler verdient und zweitens entsteht solche Kunst nur dann, wenn es genügend Leute gibt, die sie honorieren. Verschont mich mit euren Ausreden! Wer sich eine Konsole um mehrere hundert Euro und Spiele zu jeweils rund 50 oder 60 Euro leistet, kann auch einen Zehner für den Soundtrack hinblättern. Uff, Häuptling Gene-Simmons-Zunge haben gesprochen) des Soundtracks nur wärmstens empfehlen.

Habe ich noch was vergessen? Ich könnte Seite über Seite von diesem Spiel schwärmen, das für mich das absolut perfekte Spielerlebnis darstellte. Ein klein wenig hoffe ich auf einen zweiten Teil, auch wenn dieser wohl unmöglich an den grandiosen ersten Teil heranreichen wird können. Eine Verfilmung ist angeblich in Planung. Achtung: Sollte Paul W. S. Anderson die Regie übernehmen, was dann wohl zwangsläufig bedeuten würde, dass Milla Jovovich die 14-jährige Ellie verkörperte, wird etwas ganz, ganz Schreckliches passieren. Ich werde mir keine Kinokarte dafür kaufen.

Eigentlich wollte ich nur sagen, dass „The Last of Us“ mein absolutes Lieblingsspiel ist und ich es jedem nur empfehlen kann. Aber ich habe gelesen, dass bei Amazon nur noch Rezensionen von der Länge eines „Doors“-Songtextes zugelassen werden. Stimmt das wirklich? Wir werden es herausfinden!

PS: Dies ist kein „verifizierter Kauf“, da ich das Spiel möglichst rasch zocken wollte und es deshalb im stationären Handel erworben habe. Tut mir leid, Amazon! Ich hoffe, ihr könnt mir noch einmal vergeben!

PS II: Haben Sie wirklich nichts Besseres zu tun, als eine Viertelstunde Ihres Lebens mit dem Lesen einer blödsinnigen Rezension zu verschwenden? Ich bedaure Sie!
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am 22. November 2015
Als "The Last of Us" im Juni 2013, quasi als Abschiedsgeschenk von Naughty Dog für die Playstation 3, auf den Markt kam war schnell klar, um was für ein Kaliber es sich bei diesem Action-Adventure-Videospiel handelt.

"TLoU" brachte nicht nur die Prozessoren der PS3, ebenso den Spieler zum "glühen". Die Grafik des Survival-Horror-Games in einer Endzeitwelt begeisterte durch seine Brillianz, als auch durch seine Vielfältigkeit der Szenerien in den einzelnen Leveln.

Die beiden Protagonisten, Joel und Ellie, befinden sich in einer Welt, in der Menschen durch einen Pilz zu Monstern mutieren. Die Zivilisation ist zusammengebrochen, es herrscht Anarchie. Ellie gilt es, da sie in ihrem Blut Antikörper gegen diese Mutation trägt, von Joel an einen bestimmten Ort zu bringen um dort aus Ellie's Blut ein Serum zu gewinnen.

Der Spieler kontrolliert zumeist Joel in seinen Aktionen, zeitweise aber auch Ellie, was in gewissen Leveln für den Spieler überraschend und reizvoll erscheint. Bei der Reise durch die großzügig gestalteten Level gilt es Gegenstände zu sammeln und Waffen zu bauen, mit Gegnern zu kämpfen und diese auszuschalten, zu schleichen, Aufgaben zu lösen, Allianzen zu schließen, Verantwortung zu übernehmen und zu überleben.

Die Spielzeit beträgt ungefähr zwischen 10 bis 15 Stunden und ist von Anfang an fesselnd. Der Spieler wird geneigt sein "TLoU" mehrmals zu spielen und wird dabei immer wieder neue und unbekannte Situationen erleben.

"TLoU" ist ein "Must-have" für den Action-Adventure-Spieler.
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TOP 1000 REZENSENTam 6. Oktober 2015
Diese Rezension richtet sich an Leute, die das Spiel in der PS3 Version besitzen. Nach längerer Recherche im Netz kann ich nur sagen, dass es nicht wirklich viel bringt, wenn man sich die PS4 Version auch noch dazu kauft. Am Spiel selbst hat sich nichts wesentlichen geändert, nur die Optik wurde ein wenig verbessert. Gut ist, dass das zuvor auf der PS3 kostenpflichtige Addon "Left Behind", auf das man nicht verzichten will, wenn einem Last of Us gefällt, in der Remastered Version mit dabei ist.

Es gibt mittlerweile sehr viele Vergleichsvideos im Netz, damit kann jeder für sich selbst entscheiden, ob der optische Unterschied so groß ist, dass sich eine nochmalige Anschaffung lohnt. Billig ist das Spiel in der PS4 Version nicht gerade.

Gameplay und Leveldesign sind auf der PS4 unverändert, neue Missionen oder andere/größere Umgebung sind nicht vorhanden. Ein Fotomodus wurde hinzugefügt. Die 1080p statt 720p merke ich bei den Vergleichsvideos im Netz kaum. Neues Anti Aliasing und Lichteffekte sind ebenfalls kaum bemerkbar. 60fps statt 30fps bedeutet minimal flüssigere Bewegung der Figuren, manche bemängeln dass auf der PS4 daurch die Cutszenen zu schnell laufen.

Der Unterschied bei den GTA 5 Versionen für PS3 und PS4 war sehr viel größer, dort wurden zB sehr viele neue Details, andere Texturen, Pflanzen, Tiere und eine Ego-Perspektive hinzugefügt.

Mein Tip: Vorher mehrere Vergleichsvideos ansehen und erst dann entscheiden, wenn man das Spiel schon für die PS3 besitzt.
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Eines vorweg: Ich habe die PS3-Variante mangels einer PS3 nie gespielt. Ich bin erst mit dem PS4-Port dazu gekommen. Ich kann also keinerlei Vergleiche zu den beiden Versionen aufführen. Aber andere Rezis beleuchten die Unterschiede teils sehr detailliert. Auch habe ich, weil oft der Vergleich ran gezogen wird, die Uncharted-Reihe nie gespielt. Auch werde ich nicht auf den Mehrspieler-Modus eingehen, denn diesen habe ich bislang nie angerührt.

Mir ist trotz allem der Hype, welcher von diesem Titel schon damals ausging, nicht entgangen. Ich habe den einen oder anderen Trailer gesehen und hin und wieder kurz in das eine oder andere Let’s Play reingeschaut. Ich war also demnach schon neugierig. Und als ich dann schlussendlich hörte dass ein PS4-Port kommen würde war ich Feuer und Flamme. Als ich es endlich in die Finger bekam gab es kein Halten mehr… Und nachdem unglaublichen Prolog hatte mich „The Last of Us“ richtig gepackt- und so schnell nicht mehr losgelassen.

Story:

Schauplatz sind die USA- 20 Jahre nachdem Ausbruch einer Pilzsporen-Pandemie, welche Menschen in hirnlose Pilzmonster/Zombies verwandelt, steht die Zivilisation am Abgrund. Die Regierung wurde zerschlagen, das Militär herrscht über einzelne Quarantäne-Zonen mit eiserner Faust und „selektiert“ Pilz-Infizierte ohne Gnade aus. Eines dieser „Refugien“ ist ein Stadtteil von Boston, in welcher Brummbär Joel tagtäglich ums Überleben kämpft, getreu dem Motto „Fressen oder gefressen werden“. Nach einer Reihe von Ereignissen werden er und seine Partnerin Tess von der Chefin einer Widerstandsgruppe, genannt Fireflys, damit beauftragt die 14-jährige Ellie aus der Quarantäne-Zone zu schmuggeln. Wieso, weshalb, warum sollte jeder selbst herausfinden. Sagen wir einfach: Was folgt ist eine der spannendsten, emotionalsten und schönsten Geschichten welche ich jemals zu Gesicht bekommen habe- mitsamt Charakteren!

Diese bilden das Herz der Geschichte, welche sich weniger auf das „Zombi“-Setting konzentriert als vielmehr auf die Entwicklung seiner Figuren. Und diese geht sehr tief. Naughty Dog hat es geschafft absolut glaubwürdige Figuren zu schaffen- fern der Gut/Böse/Schwarz/Weiß-Malerei-Norm. Egal ob nun Joel oder Ellie, beide sind unglaublich sympathisch und wachsen mit jedem weiteren Kapitel dem Spieler mehr und mehr ans Herz. Man fiebert zu jeder Sekunde mit ihnen mit, leidet mit ihnen und in seltenen Fällen kann man sich auch mit ihnen freuen. Einfach unfassbar gut- habe ich so in noch keinem Spiel erlebt! Die Story wartet ständig mit grandiosen Wendungen auf und wird nie langweilig. Noch ein Grund mehr weshalb das Spiel so fesselt- man will unbedingt wissen wie es weitergeht. Dramaturgisch bietet das Spiel selbst großen Filmen oder Serien die Stirn, oder übertrifft diese sogar.

Gameplay:

Das Spiel ist, wie angedeutet, in Kapiteln unterteilt. Die gesamte Story spielt sich innerhalb eines Jahres ab, aber das nur so nebenbei. Alle Areale des Spiels sind recht linear gehalten. Open-World ist nicht. Dafür sind die Locations sehr abwechslungsreich (was auch den verschiedenen Jahreszeiten mit zu verdanken ist). Man bereist die Ruinen der modernen Zivilisation, egal ob nun kleine Vororte oder Städte, schlägt sich durch die Kanalisation und oft durch die Wildnis (wobei dies in einem Endzeit-Szenario ein relativer Begriff ist). Die Atmosphäre ist unglaublich intensiv… man taucht hier vollkommen in eine erschreckend realistische, postapokalyptische Welt ab… Überwiegend hat der Spieler dabei die Kontrolle über Joel. Dieser kann sich mit allerhand Waffen und selbstgebastelten Items erwehren. Dabei gilt immer der Grundsatz Munition und Hilfs-Items sparsam und mit Bedacht einzusetzen. Denn diese finden sich (zugegebenermaßen je nach Schwierigkeitsgrad) eher seltener. Vereinzelte Items wie Alkohol-Flaschen, Bandagen, Scheren, Schwarzpulver usw. kann man dazu verwenden Medi-Packs, Bomben oder Messer zu erstellen. Gerade die Klicker (über Jahre hinweg infizierte Menschen, welche vom Pilz fast schon völlig überwuchert sind) lassen sich bei Nahkämpfen eigentlich nur mit den selbsterstellten Messern plätten. Daher ist das sinnvolle Managen der eigenen Utensilien das A und O. Gelegentlich auffindbare Schräubchen und Muttern dienen zum Aufrüsten der eigenen Waffen. So kann man Schrotflinte, Jagdgewehr oder auch Pfeil und Bogen ausbessern. Auch lassen sich die eigenen Skills mit Medikamenten verbessern.

Das Spiel wartet aber auch mit vielen Stealth-Einlagen auf, was bedeutet dass man oftmals Gegner lautlos ausschalten oder gar komplett umgehen muss. Denn egal ob nun Pilz-Zombies oder die fast noch gefährlicheren überlebenden Outlaws (im Spiel als „Hunter“ betitelt)- haben diese einen im Visier gibt es kaum ein Entkommen (zumindest nicht ohne selbst schweren Schaden zu nehmen). Man muss aber auch anmerken das die KI der Gegenspieler (aber auch oft die der Gehilfen) eher dümmlich daherkommt. Der Schwierigkeitsgrad ist einstellbar- auf der PS4-Variante gibt es nochmals einen extra höllischen Modus (mit dem ich nicht einmal das erste Kapitel geschafft habe, wenn ich mich noch recht entsinne…). Oftmals müssen Joel und Ellie im Team agieren. So gibt es kleinere Rätseleinlagen welche nur durch Joel`s und Ellie`s Zusammenarbeit gelöst werden können.
Jedes Kapitel bietet auffindbare Relikte, welche man sammeln kann, wenn man möchte (u.a. Tonbänder, Ellie‘s geliebte Comic-Serie, Firefly-Anhänger, usw.). Die Steuerung würde ich allgemein als gelungen bezeichnen (mehr kann ich dazu nicht sagen).

Grafik:

Diese ist ein absoluter Augenschmaus… Es war schon auf der PS3 das ziemlich „hübscheste“ Game- und auch die PS4-Variante kann man eigentlich mit zu einem der grafisch schönsten Titel zählen. Zumindest habe ich bislang selten ein so wunderschön anzuschauendes Game gesehen. Von den unglaublich lebendig wirkenden Charakteren in all ihr detailreichen Pracht bis hin zu den ebenso detaillierten Umgebungen… Alles wirkt so unfassbar realistisch und glaubwürdig das es einem schier die Sprache verschlägt. Auch stimmungsvolle Lichtspielereien, Partikeleffekte oder die Schatten der Figuren wenn man diese mit seiner Taschenlampe anleuchtet- einfach nur phänomenal! Veredelt wird das Ganze noch mit etwas hübscheren Filmsequenzen… Die Übergänge zwischen Gameplay und Cut-Scenes sind hierbei fließend (wenn auch erkennbar).

Sound:

Der Sound steht dem Rest des Spiels in nichts nach- er ist ein ebenso wichtiges Element wie die herausragende Grafik. Die Soundkulisse ist ungemein stimmungsvoll, die Sprecher liefern einen fantastischen Job ab (ja, selbst die deutsche Übersetzung samt Sprecher ist MEHR als gelungen!). Die Dialoge sind superb. Last but not Least sei noch der geniale Score von Oscar-Preisträger Gustavo Santaolalla erwähnt, welcher durch und durch packend ist und die Szenerie des Spiels perfekt untermalt! Oftmals minimalistisch und rau- aber das passt umso mehr zu der Welt welche uns das Spiel zeigt.

Boni:

Neben Artworks und freischaltbaren Klamotten gibt es tatsächlich die Möglichkeit das DLC-Kapitel „Left Behind“ zu zocken- was ich persönlich total super finde. Vor allem da ich das Ende des Games einfach nicht wahr haben wollte!!! Umso glücklicher war ich das man hier diese kleine aber feine Randepisode, die teilweise vor und teilweise während Joel’s und Ellies’s Reise angesiedelt ist, als Bonus für die PS4-Ausgabe drauf gepackt hat. Dicker Daumen hoch hierfür!

Fazit:

„The Last of Us“ ist das was ich als ein Erlebnis bezeichnen würde. Ein interaktiver Kinofilm- spannender und fesselnder als der meiste Kram den man sonst so sieht. Hinzu kommen Charaktere welche absolut lebensecht und glaubwürdig agieren, sich entwickeln und absolut glaubwürdige Entscheidungen treffen. Spiele wie „The Last of Us“ sind es welche Hollywood das Leben schwer machen (oder auch neuen Stoff zum verschandeln… äh, ich meine zum verfilmen geben). Der Titel gehört zweifellos mit zu den besten Spielen welche ich je gespielt habe. Und das wird denke ich auch so bleiben. Ich hoffe inständig auf einen zweiten Teil. Nicht dass der Titel zwangsläufig einen bräuchte… Aber Hölle! Ich will wissen was nach der Story passiert!!! Das ist, wenn überhaupt, die einzige Schwäche des Spiels: Die Kürze…

Volle Empfehlung für dieses Meisterwerk!
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Naughty Dog`s "The Last of Us" ist ohne Frage eines DER Top-Games der "Playstation 3 Ära". Für mich persönlich gehört es sogar definitiv zu den besten Spielen aller Zeiten, welches man unbedingt einmal gezockt haben sollte. Nun bin ich allerdings nicht unbedingt der größte Fan von aufpolierten Remastered-Versionen. Schon gar nicht von Spielen, die noch nicht einmal 2 Jahre auf dem Buckel haben. In meinen Augen nutzt der Entwickler in erster Linie hier die Spiele-Knappheit der neuen Konsolen prima aus, um doppelt abzukassieren, denn die Käufer der Next-Gen-Konsolen wollen schließlich was zum zocken, und da Abwärtskompatiblität kein Thema ist, macht man es eben auf diesem Weg. Doch, welchem Unternehmen will man es schon verdenken, Geld zu verdienen?! Zudem lautet die Devise auch hier wieder: es wird ja keiner gezwungen das Spiel zu kaufen! Und wenn der Entwickler merkt, das solche aufpolierten Versionen keinen Anklang bei den Spielern finden, verschwindet dieses Konzept schneller als man Remastered sagen kann.

Im Falle von "TLoU" muss ich allerdings gestehen, das es verdammt nochmal verschmerzbar ist, das hier nich einmal 2 Jahre nach erscheinen der Ur-Fassung, eine aufpolierte Version auf den Markt gebracht wurde, denn dieses Spiel ist einfach nur awesome! Besonders interessant ist diese Remastered-Version natürlich für Spieler, die auf der PS3 noch nicht in den Genuss dieses Titels gekommen sind und es nun e n d l i c h auf der PS4 zocken können. Zum anderen ist aber auch für Leute wie mich schön, die sich einfach noch einmal mit Joel und Ellie auf eine spannende Reise begeben möchten, nur dieses mal in 1080p und 60 Bildern pro Sekunde. Alle anderen lassen diesen Titel einfach aus und freuen sich auf die kommenden Blockbuster im Herbst.

Ach ja, vielleicht noch kurz der Hinweis: Ich habe damals bereits die PS3-Version bewertet, und daher diese Rezension fast komplett übernommen, denn das Spiel ist ja im Kern das gleiche, also nicht wundern. Erst am Ende gehe ich dann auf die Unterschiede der PS3/PS4-Version ein. Im Kern geht’s in meiner Rezension aber natürlich ums Spiel, denn nicht jeder kennt "TLoU". In diesem Sinne, wie immer viel Spaß beim lesen meiner Pro/Contra-Bewertung.

--- PRO ---

+ Die Spielwelt, auf welche ich unheimlich gespannt war - da in solch einem Szenario für mich persönlich noch wichtiger als die Infizierten oder Untoten welche sich in ihr bewegen - überzeugte mich auf ganzer Linie...ach was heißt überzeugt, sie begeisterte mich! Der apokalyptische Backround ist sagenhaft gut geworden. Die Welt liegt in Trümmern, ist verrottet, kaputt und wird langsam aber sicher von der Natur zurück erobert. Marode Gebäude die schon fast Ruinen gleichkommen, kalter Beton, altes Mobiliar, Pflanzen die sich ihren Weg durch die Architektur bahnen, Passagen im Grünen mit funkelnder Sonne im Hintergrund, zerstörte Straßenabschnitte und einsturzgefährdete Hochhäuser. Das all das stimmig, stellenweise schockierend und gleichermaßen faszinierend ist, muss wohl nicht betont werden. Man bewegt seine Spielfigur also stets durch abwechslungsreiche, mal mehr und mal weniger offene, aber stets liebevoll designte Areale, die einem immer genug Freiraum lassen. Es gibt immer wieder was zum Staunen, immer wieder Momente die einfach nur mal zum Inne halten einladen, immer wieder Momente wo man merkt, das man förmlich hinein gezogen wird, in diese stimmige Spielwelt und immer wieder Momente in denen man merkt, wie Spät es plötzlich schon geworden ist, wenn man denn mal vom TV los kommt.

+ Beim Gameplay gibt es von meiner Seite ebenfalls nichts zu meckern. Der Hauptprotagonist Joel bewegt sich flüssig, er passt seine Bewegungen den Situationen an (wenn er eine Wand streift, tatscht er diese beispielsweise an), er verfügt über Nahkampfangriffe welche packend in Szene gesetzt sind, er kann Klettern, Sprinten oder auch geduckt Laufen - Ja, der Mann kann sogar selbständig Türen öffnen...is das zu fassen oder was?! Ebenfalls cool: Das Deckungssystem - einfach Ducken und das wars, denn Joel schmiegt sich stets selbstständig an Objekte, was nicht nur unkompliziert ist, sondern auch verdammt cool aussieht. Kurz: Das Gameplay ist ein gesunder Mix aus Schleichen (was man bevorzugt tun sollte), Gegner lautlos ausschalten, Schießereien (welche nicht überhand nehmen sollte, da Munition ein seltenes Gut ist), Klettern, Zeugs sammeln und einigen netten Details, wie etwa das man beim Verarzten mit Med-Kits durchaus einen Moment benötigt und nicht einfach auf Knopfdruck „Bing“ geheilt ist. Und noch ein nettes Feature das ich erwähnen möchte: Joel kann durch Hören, mit seinen Ohren, Gegner respektive Personen lokalisieren, die gerade Lärm in näherer Umgebung machen. Diese werden dann durch die Wände hindurch eingeblendet. Ein hilfreiches Mittel, welches toll ins "Realistische" umgesetzt wurde. Und auch in bester Hitman-Manier Gegner ablenken ist möglich. Findet man beispielsweise einen Ziegelstein oder eine Flasche, kann man diese Werfen und so, genau, Gegner ablenken.

+ "TLoU" macht sogar in Bereichen Spaß, wo andere Games gnadenlos versagen. Es ist nämlich nicht nur Optisch ein Genuss, sondern auch Akustisch richtig gut geworden. Denn die deutsche Synchronisation (die Englische ist allerdings nochmal um einiges besser) ist wirklich gelungen. Jeder Sprecher passt gut zu seinem alter Ego, jeder Sprecher wirkt motiviert und alle harmonieren prächtig mit einander. Um so schöner ist es auch, das die Protagonisten oft einfach so mal mit einander plaudern und nicht bis zu den Cut-Szenen damit warten. Es wird geflüstert, geschrien, es werden Witze gemacht, es wird diskutiert - großartig!

+ Ich komme gar nicht aus dem Schwärmen heraus wie du vielleicht merkst, aber "TLoU" hat durchaus einiges zu bieten, denn auch die Atmosphäre ist schlicht sagenhaft und besonders Fans von Survival- bzw. Untergangsszenarien kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten. Auch wenn der Markt in meinen Augen mittlerweile schon ein wenig übersättigt wirkt und quasi jeder Entwickler irgendwie, irgend ein Zombiegame auf den Markt schmeißt, macht "TLoU" hier und da doch oft einiges anders und fühlt sich, trotz der mittlerweile recht erschöpften Thematik wie ich finde, absolut frisch an. Allein schon der Einstieg ist dermaßen Filmreif, Atmosphärisch und Erzählerisch packend, das ich hier bereits dieses berühmte Kribbeln im Bauch hatte, was sonst nur ein Untergangsfilm hervorrufen kann. Ihr wisst schon, wenn der Horror gerade erst beginnt und die Leute noch gar nicht wissen was um sie herum geschieht...hier ist man mitten drin wenn alles um einen herum zusammen bricht. Klasse, das mal auf die Art und Weise in einem Videogame zu erleben.

+ Die Charakterzeichnung ist fantastisch. Die Hauptakteure Joel und Ellie funktionieren super zusammen, sind sympathisch und glaubwürdig, geben ein interessantes Team ab, entwickeln sich glaubhaft und animierten mich in jedem Fall, stets auf sie aufpassen zu wollen. Kurz: Die beiden geben in meinen Augen eines der wertvollsten, ungleichen Paare der Konsolengeschichte ab, denn was die Macher hier an Dialogen und Zusammenspiel geschaffen haben, ist ganz großes Videospiel-Kino. Die junge Ellie nervt auch zu keinem einzigen Zeitpunkt. Nein, sie ist manchmal sogar taffer als ihr Beschützer - einfach nur toll! Abseits des Hauptcasts glänzt "TLoU" zudem auch noch mit Nebendarstellern, die ebenfalls nicht zu verachten sind und weit über das Niveau eines Statisten hinaus ragen.

+ Die Spielzeit ist Top. Für den ersten Durchgang habe ich über 14 Stunden gebraucht, mit Sachen sammeln, die Welt anschauen, hier und da mal ein wenig staunen, einige Passagen nochmal gespielt, naja das Übliche eben. Auf jeden Fall ist die Spielzeit wirklich beachtlich, bedenkt man, das hier noch Ellie`s "Left Behind"-DLC dabei ist. Rennt man natürlich nur durch, geht`s sicherlich deutlich schneller. Einen Multiplayer packten die Macher für den Langzeitspaß natürlich auch noch ins Spiel. In jedem Fall muss sich Naughty Dog nicht vorwerfen lassen, die Qualität des Singelplayers hätte unter dem Einfluss des MP`s gelitten, denn die Kampagne ist eine Klasse für sich.

+ Das Gegnerdesign ist gelungen und bringt frische Ideen in den infizierten Spieledschungel. Keine Zombies, nein infizierte Menschen, oder was von ihnen noch übrig ist, wollen euch in diesem Trip an die Wäsche. Die Idee mit der Pilz-Infektion ist wirklich stark, denn diese ruft recht ekelhafte, verformte Gestalten auf den Bildschirm, die nicht nur durch ihr Aussehen, sondern auch durch die Geräuschkulisse durchaus Furchterregend sein können. Wenn man sich durch eine dunkle Etage voller gefährlicher Clicker schleichen muss, welche Joel bei direktem Angriff beim ersten Versuch sofort unter die Erde bringen, das hat schon was. Ebenfalls cool: Euch stehen in diesem Überlebenskampf natürlich nicht nur Infizierte gegenüber, sondern auch Menschen, die der Thematik entsprechend, bevorzugt nicht unbedingt freundlich gestimmt und meist zudem, bis an die Zähne bewaffnet sind. Das bringt noch mehr Abwechslung in punkto Gameplay und Gegnervielfalt ins Spiel.

+ Joel ist nicht nur in der Lage seine Gliedmaßen vernünftig zu bewegen, sondern auch Objekte anzufertigen und Waffen zu verbessern. Dafür öffnet man einfach das Inventar (auch hier ein cooles Detail, das sich Joel über den Rucksack beugt und darin herum wühlt) und bekommt alles angezeigt, was man derzeit besitzt und evtl. für gewisse Objekte noch benötigt. Das weckt den Sammeltrieb. Anschließend kann man einige Dinge, wie etwa Messer (aus Klebeband und Schere) oder Med-Kits, sofort herstellen oder es geht an eine Werkbank, wo man schließlich größere Projekte, wie seine Waffen in den üblichen Kategorien wie etwa Magazingröße, Nachladetempo oder Rückstoß, verbessern kann.

+ Darüber hinaus ist es auch möglich, Joel in bestimmen Bereichen hochzuskillen, sofern ihr fleißig die Augen offen haltet (dazu im nächsten Abschnitt mehr). Habt ihr schließlich fleißig gesammelt, könnt ihr anschließend zu einer überschaubaren Anzahl an Attributen wechseln und euer Erspartes investieren, wie etwa besser Hören zu können oder die Gesundheit zu maximieren. All das wurde nur auf das Nötigste beschränkt und endete nicht in tausenden Talentbäumen, was eine gute Entscheidung war, da es so ein nettes Feature ist, welches jedoch nicht zu viel Zeit frisst respektive Bedeutung zu gesprochen bekommt.

+ Sammelbares ist natürlich auch in der Spielwelt von "The Last of Us" platziert worden, und das sogar reichlich. Neben etlichen Notizen und Briefen gibt`s zum Beispiel auch Anhänger die eingesammelt werden wollen. Werkzeuge und Baumittel sind auch unter den Objekten, welche wiederum zum Waffentuning benötigt werden. Um Joel besser und stärker zu machen muss man übrigens auch die Augen offen halten. Denn überall in der Welt sind „Pillen“ versteckt, welche zum aufleveln nötig sind.

+ Die Rücksetzpunkte sind absolut fair gesetzt. Sollte man also doch mal in einem Kampf scheitern, was wohl oder übel sicher öfter als einmal passieren wird, ist das nicht weiter schlimm. Zudem sind die Ladezeiten nach dem Bildschirmtod nicht erwähnenswert – also super flott.

+ Die Soundkulisse ist hervorragend. Auf musikalische Klänge verzichten die Macher bewusst, denn die Kulisse selbst, also etwa der Regen, die Schritte der Figuren, Gespräche, die Laute der Infizierten, hin und wieder harte Bässe die die Spannung ankurbeln - Toll abgemischt!

+ Einen Großteil der Stimmung macht neben der Präsentation, welche zweifelsohne zur Besten der letzten Jahre gehört, aber vor allem die grandiose Story aus, welche viele Facetten bietet und so, niemals langweilig wird. Die Erzählweise reicht von Tiefsinnig über Emotional, bis hin zu Spannungsgeladen. Ja richtig, "TLoU" bietet eine wirklich tolle Geschichte und nicht nur hohle Dialoge und wildes Ballern. Es ist ein gekonnter Mix aus allen wichtigen Zutaten. Trotz der Thematik also, die gerne mal mit einer platten Story am Rande garniert wird, wird hier dennoch größter Wert auf gute Unterhaltung gelegt.

--- NEUTRAL ---

: Die Waffenauswahl ist Genretypisch und bietet wenige Highlights. Das hab ich allerdings auch nicht erwartet. Denn da man hier eine ernste Geschichte in einer kaputten Welt erzählt, passen Schießprügel wie Schotze, Jagdgewehr oder Revolver prima hinein. Ein Bogen darf natürlich auch nicht fehlen.

: Die KI der Gegner reicht von Fordernd bis hin zu, na ja, weniger fordernd eben. Das Schleichen durch feindliche Areale beispielsweise ist meist recht knackig und unglaublich spannend. Ein nicht unerheblicher Grund dafür ist zwar auch die scharfsinnige KI, welche bei Sichtung sofort das Feuer eröffnet oder in den Nahkampf über geht, aber vor allem ist es der Fakt, das man keine Anzeige hat die signalisiert, ob man gesehen wird. Lediglich ein kurzes Geräusch macht klar, das man im Sichtfeld eines Feindes ist. Wurde man also schließlich entdeckt (was bei mir meist an der Tagesordnung war), können die menschlich-virtuellen Gegner beispielsweise schon recht ordentlich zielen. Sind sie also in Alarmbereitschaft, bedarf es durchaus ein wenig Können um sich die Widersacher vom Hals zu schaffen. Noch fordernder sind allerdings die Infizierten, welche bei Alarm meist sofort im Rudel angreifen und stets in den Nahkampf gehen. Das kann dann auch schon mal ganz schön spannend werden und die Übersicht geht auch gern mal flöten. Hier heißt es dann immer durchhalten, in Bewegung bleiben und eine Schlagwaffe + Med-Kits parat haben, sonst geht’s ab zum Neustart. Die Kehrseite der KI-Medaille ist dann wiederum, das die künstliche Intelligenz manchmal total blind ist und Gegner die man etwa 5 Meter weiter weg erwürgt hat, völlig ohne Beachtung bleiben.

: Was schnell auffällt: Eure Begleiter sind in den Schleichpassagen unsichtbar für die Gegner. Seit ihr beispielsweise im Dunkeln auf der Flucht, rennen eure Kameraden dennoch beherzt mit der Taschenlampe herum. Aber das ist sowieso egal, denn selbst wenn sie von einem Lichtkegel des Feindes direkt erfasst werden, juckt das keine virtuelle Seele. All das hat aber natürlich auch seinen Sinn – man ist nicht abhängig vom Können der Partner-KI und ganz allein für den Erfolg oder Misserfolg einer Situation verantwortlich, aber dennoch nicht allein, was eine gute und vor allem frustfreie Lösung ist. Dennoch sieht es immer ein wenig beknackt aus, wenn Ellie zum Beispiel genau vor den Augen eines Gegners entlang huscht, um in Deckung zu gehen und keinen interessiert es. Oder wenn sie mal wieder der Meinung ist laut rumm zu labern, obwohl man ja leise sein soll...aber na ja, das ist meckern auf hohem Niveau.

-- CONTRA ---

Gibt es nichts, Punkt! Klar, man könnte jetzt das berühmte Haar in der Suppe suchen und sicher ist auch, das ich, ob dieser fehlenden Zeilen hier, TLoU nicht für perfekt halte. ABER, ich bin der Meinung das es nichts gibt, was wirklich schlecht ist. Von daher bleibt es hier bei diesen Zeilen.

--- UNTERSCHIEDE PS3/PS4 ---

- Die Optik: Auf der PS3 war das Spiel optisch ein Hochgenuss! Doch, es wurde an vielen Ecken noch einmal ordentlich aufpoliert. Im Allgemeinen fällt sofort auf, das die PS4-Version dank Full HD-Auflösung um einiges schärfer und detailreicher ist. Das Bild erstrahlt in einer vollkommen neuen Brillanz und Schärfe. Zudem wurden die Effekte (Licht, Schatten- Feuer) an vielen Ecken verbessert, was auch für die Charaktermodelle gilt, welche nun noch detaillierter ausschauen. Auch Mimik und Gestik wirken noch realistischer und flüssiger. Dank der 60fps spielt sich die Remastered-Version auch unglaublich flüssig. Alles in allem kann man also sagen, das Naughty Dog hier wie nicht anders zu erwarten war, verdammt saubere Arbeit geleistet hat. Mit in der Remastered-Version ist unter anderem übrigens auch Ellie`s Story-DLC „Left Behind“.

- Multiyplayer Map Packs "Abandoned Territories" & "Reclaimed Territories" mit dabei.

- "Left Behind" DLC ebenfalls mit dabei.

- das Touchpad kann zum öffnen von Joels Rucksack verwendet werden.

- Schießen/Zielen nun auch über R2/L2 möglich.

- Der Fotomodus: Dieser macht es möglich Spielmomente festzuhalten und ja, eben Fotos zu schießen (inkl. versch. Filter und Änderung des Blickwinkels)

FAZIT:
So, ich hoffe du hast bis hier hin durchgehalten :-)
Was bleibt unterm Strich also? Ein spannender Trip in eine faszinierende Spielwelt, mit noch schönerer Optik als auf PS3, starker Performance, umgänglicher Steuerung, netten Spielereien, weltklasse Charakteren, DLC`s, toller Synchronisation und einer packenden Story. Von meiner Seite verdient auch die PS4-Fassung nichts weiter als 5 Sterne! In wie fern das ganze nun die momentanen Kaufpreis von rund 50€ - 60€ rechtfertigt, muss wohl jeder selbst entscheiden.
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am 20. Dezember 2015
Spiele seit über 20 Jahre Videospiele und noch nie hat mich ein Spiel so beeindruckt wie the last of us. Kauft es euch. Zur not gebe ich euch das geld.
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am 13. Dezember 2015
Spiele mehrere Spiele nicht zu Ende oder höre nach kurzer Zeit wieder auf aber das hier habe ich 3-4 Mal durchgespielt. Sehr gute Story. Nicht immer dieses sinnlose rumgeballer. Ich hoffe nicht dass ein 2ter Teil kommt ich glaube der kann nur enttäuschen. Alle die hier nur 1 oder 2 Sterne geben, machen das nur weil sie ein Gegengewicht zur Realität darstellen wollen. Also das Spiel ist mindestens 4 Sterne wert
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am 3. Februar 2016
Also ich habe The Last of Us jetzt durchgespielt (auch den left behind dlc) und dachte ,ich schreibe mal eine Rezension. Also vorweg ich werde nur die Story bewerten da ich den Multiplayer nicht spiele.
1.Die Levels: Gut es wird überall gesagt es handelt sich um eine offene Spielwelt aber ich finde die Level sind hierfür viel zu linear (die wege sind vorgegeben). Es gibt nur einen Weg der auch das level führt und der ist mir wie schon gesagt zu linear. Für mich bedeutet offene Spielwelt: Die Welt von Borderlands oder die Welt eines Fallout 4. War für mich enttäuschend.
2.Die Steuerung ist auch so eine Sache. Bis auf ein bis 2 Tasten ist sie nicht anpassbar. Ich finde es z.B. blöd das ich immer L1 und X gedrückt halten muss um irgendwo drauf zu springen oder zu klettern. War auch nicht so der Hit.
3.Ki: Mal reagiert diese gut mal gar nicht oder schlecht. Ich habe es leider öfter erlebt das Gegner nicht oder erst kurz bevor ich vor ihnen stehe angreifen. Diese sind meistens nicht durch Angriffe tödlich sondern eher durch die Anzahl. Das ist aber kein großer Kritikpunkt da andere Spiele das meistens auch nicht hin bekommen.
4.Positiv ist allerdings das Design der Spielwelt Und der Figuren. Auch die Vertonung ist Top. Hier wurde wirklich viel Arbeit investiert.
5.Das beste ist allerdings die perfekte und gut inzinierte Story. Jeder der das Spiel gespielt hat weiss was ich meine. Hierfür gibt es definitiv die meisten Sterne.
6. Ein ebenfalls großer negativ Punkt ist das WaffenKrafting (hoffentlich richtig geschrieben) und das Sammeln. Weder das Waffenkrafting noch das Sammeln kommen an ein Fallout ran. Dabei habe ich gehofft das es so eine art Fallout sei weil die Postapokalyptische Welt und das duo und dann so ein Mieses Waffenkrafting und man kann so wenig sammeln. Es lässt sich nicht viel durchsuchen (nur was die Entwickler vorgeben). Das sind meistens ein paar Schubladen oder schränke. die meisten Sachen dienen nur zum Upgraden das wars dann. Ebenfalls enttäuschend. Generell sind meiner Meinung nach viel zu wenig Waffen im Spiel. Klar es ist kein Shooter aber 5 Schusswaffen und 5 Schlagwaffen sind ein bisschen wenig abwechslungsreich.
Fazit: The Last of us ist ein Spiel mit super Story und super Setting. Der rest ist eher enttäuschend oder durchschnitt. Warum dann 4 Sterne weil mir der Teamwork mit Ellie und die Story super gefallen haben. Das wars aber auch
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