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Kundenrezensionen

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am 2. Mai 2014
Ursprünglich wollte Brian Eno mit Karl Hyde einen Weg finden, Elemente der Musik des Minimalisten Steve Reich mit der des Afrojazz-Magus Fela Kuti kurzzuschliessen. Es gibt in dieser Hinsicht allerdings nur eine lange Passage auf Someday World, in der zweiten Hälfte der Komposition When I Built This World, wo entfesselte Energien und rhythmische Vertracktheiten eins werden. Eno sorgt hier für Foundation, Voice, Lyric, Bass, Drums, Piano, Brass, Tapestry Synths, Voice Slices, Dissonant Glass Guitars, und Karl Hyde für Rhythm and Melody Guitars, Tapestry Voice Slices, Piano, Synth Brass, Talking Drum, und das gute alte Tambourine.

Von wegen also Reduktion, Leere, schöne ambiente Weiten. Das ganze Projekt wurde zu einem raffinierten Songalbum, bei dem weitaus mehr Quellen als die oben genannten angezapft werden. Das Wort "überbordend", das sich fast nur noch im Feuilleton findet, wenn von grenzenloser Phantasie die Rede ist - hier darf es gerne aus der Schublade der etwas altbackenen Wörter gekramt werden. Die Gesangsstimmen der beiden harmonieren aufs Feinste und sorgen dafür, dass ein weites Feld von Gefühlslagen ausgelotet wird. Diese neue Werk geht mit all seinen Pop-Turbulenzen und extravaganten Klang-Alltäglchkeiten weit über ein paar Afrojazz-Anklänge hinaus und dockt phasenweise an den Ungestümheiten von Enos erstem Songalbum Here Come The Warm Jets an. Auch an Enos drei Produktionen mit den Talking Heads. Kurze Rückblende, kleiner Zeitsprung...

Es gibt Platten, die bieten Seelennahrung auf Lebenszeit und gehen tiefer als ein paar Stunden Psychoanalyse oder ein Südseekurs im Tiefseetauchen. So eine Platte war bei mir, vor vielen Jahren, Taking Tiger Mountain (By Strategy), das zweite der vier Song-Alben von Brian Eno aus den Siebzigern. Es bedeutete mir weitaus mehr als die beiden ersten Roxy Music-Alben. Es war meine erste Begegnung mit Eno, dem Sänger (und er wurde eine meiner Lieblingsstimmen!) - ich schätzte mich glücklich, kurz danach seine anderen Songklassiker von damals zu erstehen: Here Come The Warm Jets, Another Green World, und Before And After Science. Daneben erschienen all die zeitlosen Ambient-Werke.

Dann begann das grosse Warten. Mit den Jahren trat Eno, der Sänger, nämlich immer weniger in Erscheinung. Schliesslich gab es, nach einer halben Ewigkeit, das beeindruckende Duo mit John Cale, Wrong Way Up, und dann, sein meisterliches, gern unterschätztes Soloalbum Another Day On Earth. Die dazugehörigen Jahreszahlen sind 1990 und 2005. Ich mochte eben nicht nur seinen Gesangsstil, sondern auch seinen einfallsreichen Umgang mit Songstrukturen. Da wurde kein Muster ad infinitum ausgereizt.

Und jetzt also die Zusammenarbeit mit Karl Hyde - einmal mehr ein Füllhorn an Melodien, Klangtexturen, raffinierte Gegenläufigkeiten von Text und Melodie, Songs über verpasste Chancen, Lebensbilanzen, Glückstaumeleien, Kindheitserfahrungen, Traumbilder, Tagbücher, alles fragmentiert in den beeindruckenden Texten, die Hyde und Eno teilweise zusammen verfasst haben. Eno kann auch ein Expressionist sein, erzählte mir Laurie Anderson mal in einem Interview, anlässlich der von Eno produzierten CD Bright Red (1994).

Diesen Expressionisten kann man auf etlichen Songs des neuen Albums hören, eine rohe, ungezähmte Energie ist am Werk, die manchmal am Rande des Überdrehtseins entlang taumelt (Daddys Car), um dann wieder das Harte (Text) und das Sanfte (Sound) wie einem Ohrwurm aus alter Zeit zu versöhnen (To Us All), in diesem letzten Song, einer Erinnerung an unsere endlos gezählten Tage. Ein vielschichtiges unerschöpfliches Album abseits ausgetretener Pfade, und die Rückkehr des "singers with the silver voice". (Mein Interview mit den beiden Musikern findet sich, in englischer Sprache, auf manafonistas.de)
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am 21. Mai 2014
Diesmal gibt es von Meister Brian Eno wieder ein rhytmisches Album. Und weil Brian Eno einfach ein Meister ist, erwartet die Welt soetwas wie ein "Jahrhundert"-Album. Und wenn es das nicht ist, hagelt es Kritik.

Leute, kommt mal wieder runter. Objektiv betrachtet ist "Someday World" ein Superalbum.
Das merke ich ganz simpel an einer Tatsache: Die Songs brennen sich ins Hirn, und ich krieg die Ohrwürmer derzeit kaum raus. Und es sind nicht ein paar einzelne Titel, sondern durchweg alle Songs...

Ich gebe einem anderen Rezensenten hier Recht: Kauft Euch die Special-Edition. Die 4 zusätzlichen Songs lohnen sich, und sind nicht irgendwelche leicht abgewandelte Versionen der anderen Songs, sondern es sind neue und auch qualitativ gute Songs.
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TOP 1000 REZENSENTam 11. Mai 2014
Habe mir diese Platte gekauft aufgrund der derzeit überall zu lesenden überragenden Rezensionen.

Und nach dem etwa sechsten Mal hören muss ich sagen: Eine sehr gute Pop-Platte. Aber kein Jahrzehnt- oder gar Jahrhundert-Album, wie vielfach vermutet. Auch keine Neuerfindung der Musik.

Einige wirklich gute Songs (mein Favorit: Who Rings the Bell), aber auch viele Songs, die näher an der Mitte der Normalverteilung sind. Schlecht ist das alles nicht, keine Frage. Dass Eno und Hyde Mist abliefern, das hat auch keiner vermutet. Das würde wahrscheinlich nicht mal gelingen, wenn die sich das vornehmen würden.

Aber ich kann nicht versprechen, dass ich diese CD auch in einem Jahr noch einlegen werde.

Sollten die nächsten Wochen Anderes zeigen, dann korrigiere ich mich!
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am 24. Mai 2014
... ein Name, der verpflichtet. So außergewöhnlich ist auch seine Musik seit nun über 30 Jahren. Roxy Music gab er auf deren ersten zwei Alben eine unverwechselbare Note. Und bevor mit Bryan Ferry in den Mainstream abrutschte, produzierte er lieber selbst zwei wunderbare Songalben mit Here Come the Warm Jets (1973) und Taking Tiger Mountain (By Strategy) (1974). Immer wieder musizierte er mit außergewöhnlichen (schon wieder dieses Wort;-o) Musikern unterschiedlichster Stilrichtungen, wie Cluster, Harmonia (man lausche auf Someday World den Stücken Witness/When I Built This World und staune, was er aus dieser Zeit noch mitgenommen hat), David Byrne, John Cale, Robert Fripp und Jah Wobble, durchweg Künstler, die über den Horizont der gewöhnlichen Musik hinwegschauen.
Und nun die Zusammenarbeit mit Karl Hyde! Ich bin wahrlich kein Techno-Fan, aber seine Band Underworld nimmt für mich in dieser Szene eine Ausnahmestellung ein. So ist keine Überraschung, daß mit Someday World wieder ein Meilenstein in der Diskographie des Brian Eno entstanden ist.
When I Built This World: Bauen Sie weiter an Ihrer so eigenen Welt, lieber Brian Peter George St. John le Baptiste de la Salle Eno.
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Der "Ambient Gott" und der "Underworld" Sänger zimmern auf diesem ersten gemeinsamen Album "architektonische Wunderwerke der Gebrauchsmusik" ( "Die Welt") und arbeiten nach dem Motto " Innen kompliziert und außen Sommerhits" ("Die Welt").
Brian Enos neues Steckenpferd heißt "Reickuit". Damit beschreibt der Ambient Meister für seine Verhältnisse eher unoriginell die Musik, die er mit Underworlds "Karl Hyde" auf diesem gemeinsamne Album spielt: eine Mischung aus "Steve Reich" und "Fela Kuti".
"Repetiver, minimalistischer Afro Jazz" oder so ähnlich. So hört man gleich zu Beginn von "Satellite" eine repetive Figur aus vage afrobeathaften, synthetisch-blechernen Bläsern. Er habe, sagt Eno, schon seit langem mit diesen Texturen der frühen Neuzigern herumgespielt .
Die Begegnung mit Hyde habe sie zu Songs katalysiert. Deshalb muss man sich nicht wundern, wenn einem manche Sounds und polyrhythmische Muster bekannt vorkommen. Andereseits fallen einem nach und nach doch schicke Jazz-Disco-Momente wie "Daddy`s Car" auf. Hübsche kleine Ideen wie die Juju-Gitarre in " A Man Wakes Up" oder eigenartige springende Klaviersprengler zu einem tinnituös Pizzicato in "Strip it Down". Der entscheidnende Trick ist hier wie stets bei Eno, das auch die nervösen Strukturen am Ende eine freundliche, gleichmütige Ruhe ausstrahlen. Nur einmal hört man am Ende, in "When I Build This World" eine böse grantelnden Jazz-funk, zu dem ein reuiger Gott via Autohupe das Chaos seiner Schöpfung beklagt. Aber das wird mit "To Us All" zurückgenommen und man wird mit warmen, versöhnliche Harmonien und einem "sphärischen Milchstrassenchor" angenehm friedlich aus dem Album geleitet.
Es gibt zum Album eine DOCD mit Bonustracks, die beim Kauf zu berücksichtigen wäre.
Kurze Zeit später kam aus diesen kreativen Sessions, der beiden Masterminds ein weiters Album " High Life", heraus, das dort anknüpft wo dieses aufhört und wenn einem dieses Album zu sagt, wird es der Nachfolger wohl auch tun.
Für mich als langjährigem "Brian Eno" Fan waren die Alben zwar ein Pflichtkauf, aber so richtig nachhaltig konnte ich mich bis jetzt nicht dafür begeistern.
(Q: "Rolling Stone" Mai 2014 Markus Schneider)
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am 17. Mai 2014
Klar, die Musik ist Geschmackssache. Aber "Someday World" finde ich für Enos Verhältnisse relativ belanglos. Eventuell könnte ich mich zu einem "belanglos schön" hinreißen lassen. Kleines Ärgernis: Die CD Nr. 1 enthält nur 45 Min. Musik. Dafür erscheint sie mir etwas überteuert. Desgleichen für die 2-CD-Variante: auf dem zweiten Tonträger sind gerade mal eine viertel Stunde Musik. Beide hätten bequem auf eine gepaßt. Dafür ist das Booklet schön aufgemacht.
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am 5. Januar 2015
Als alter Eno Fan gehört es fast schon zum Standard sich auch dieses Album zuzulegen. --- Sicherlich könnte ich jetzt auch so richtig schon meine Kommentare inklusive Überflüssiges über dieses Album ergießen. --- Doch da ich leider nicht der geborene Kritiker und Schreiber bin, lass ich es lieber. --- Es bleibt mir nur eines zu texten: Das beste Album ist dies sicherlich nicht. --- Das Top-Album ist meiner Meinung nach immer noch Nerv Net aus dem Jahre 1992. --- Aber wie das nun mal so ist: Die Geschmäcker sind halt recht unterschiedlich und das ist auch gut so.
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am 2. Mai 2014
Er hat ja schon einige Jahre und Alben und Genres und Produktionen auf dem Buckel: Brian Eno. Angefangen hatte er 1971 als der Paradiesvogel bei Roxy Music mit einem Ego, das der andere Roxy-Brian nicht durchgehen lassen konnte. So stieg Brian E. aus und traf in den darauf folgenden Jahrzehnten auf Künstler wie Robert Fripp, David Bowie, U2, David Byrne, Coldplay, Paul Simon oder Ultravox wie weiland Hans im Glück, nur mit dem Unterschied, dass Eno glücklicher wurde und dazu auch noch Geld und (Platten-)Gold gewann.

Nun hat er mit Karl Hyde ein Album gemacht, "weil ich zu viele Songanfänge hatte und etwas suchte, mit dem ich sie zuende führen konnte". Den Freur ("Doot, Doot")- und Underworld ("Born Slippy")-Sänger und Gitarristen als "etwas" zu bezeichnen scheint für manchen Musikfan überheblich zu sein, aber so ist Brian Eno nunmal - sowohl als anerkannter Musiktheoretiker als auch als Musikproduzent - und wenn er die Arbeit miit Karl Hyde einem erneuten Angebot von Coldplay, deren aktuelles Album zu produzieren, vorzieht, kann Mr. Hide sich kaum beschweren, zumal der Altmeister meinte "His voice remenbers me" ... an wen? Chris Martin wird's wohl wissen. Und David Byrne auch.

Zum Album: "Someday World" ist für Eno-Fans schlichtweg grandios und für alle anderen eine Messlatte für Musik, wie sie 2014 klingen kann. Dabei mussten sich die beiden Protagonisten noch nicht einmal verbiegen oder neue Pfade der Musik erfinden sondern sie fusionierten hier einfach einige ihrer Spezialitäten zusammen. Wie das geht? Eno und Hyde führten dies auf ihrer offiziellen Pressekonferenz zur Albumpräsentation vor und ... sagten erst einmal gar nichts. Dafür nahm sich Hyde seine Gitarre und Eno setzte sich an sein Evolution-Keyboard + Laptop + Effektgeräte und beide jammten los.

Und so ist auch das Album geworden. Ein bunter Genre- und Style-Mix, immer elektronisch, teils minimalistisch, teils experimentell, gelegentlich laut und schrill, immer interessant anzuhören. So abwechslungsreich kann Musik heutzutage sein. und auch, wenn Brian Eno niemals ein besonders guter Sänger werden wird: hier hört man wieder einmal einige seiner eher seltenen Gesangseinlagen, die an "By this River" erinnern oder an andere Perlen aus seinem Gesamtwerk.

Kleiner Tipp am Ende: Dieses Album lieben zu wollen, macht ohne die 2. CD der "Special Edition" keinen SInn, denn "Big Band Song" und "Titan Bekh" gehören für mich zu den Highlights der Produktion von Fred Gibson.

Rainer Sauer ("Sounds vom Synthesizer")
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am 4. Juli 2014
Nicht weniger. Über Eno braucht man nichts mehr sagen, und Karl Hyde begeitert mich seit über 30Jahren mit seinen Arbeiten bei Freur und Underworld. Ein Album, wie ich es seit Jahren nicht mehr gehört habe im derzeitigen Einerlei der Musikindustrie.
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