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am 7. Oktober 2015
Achtung !! Ich besitze den Film als TV Movie Edition 21/15, bis auf den oberen Rand des Covers identisches Titelbild, deutsch ohne Untertitel, als Extra nur die TV Movie-Kritik:
Oscar-Gewinner Matthew McConaughey und Reese Witherspoon, kein Ausweg, ich habe einen Thriller erwartet und wurde angenehm überrascht.
MMC überzeugt in der Rolle des Mud, der einen brutalen Liebhaber seiner Dauer-oder Immerwiederfreundin Juniper (Reese Witherspoon, wunderschön, in dem Film wenig gefordert) erschossen hat und auf der Flucht vor der Polizei, aber auch dem rachelüsternen Bruder des Opfers ist.

Ellis (Tye Sheridan) und Neckbone (Jacob Lofland) haben mit ihrem kleinen Flachbodenboot in der Mississippi-Mündung eine Insel entdeckt, auf der in einer Astgabel ein durch eine Sturmflut dahingespülte Motorjacht festsitzt, ein traumhafter Abenteuerspielplatz. Neben einigen Männermagazinen finden sie in einem Schapp auch frischere Lebensmittel, und bei der Rückkehr zu ihrem Boot angelt am Strand Mud, dessen einziger Besitz eine Pistole und sein weißes Baumwollhemd ist (und, auf diesen Makel wurde auch schon mehrmals hingewiesen, Zigaretten en masse).
Neckbone ist misstrauisch, will weg von dem "Penner", aber Ellis ist neugierig und auch fasziniert von dem Typen, und so entwickelt sich eine Freundschaft, die ein großes Thema des Filmes ist, und der Hauptdarsteller des Filmes ist für mich - ELLIS.
Die Jungen bechließen, Mud zu helfen.Er braucht Nahrungsmittel,vor allem aber einen Motor und viele Ersatzteile, einen Trailer und Rollen und stabiles Tau, um das Boot aus dem Baum zu hieven und seetüchtig an den Strand zu bringen. Und Ellis fungiert auch als Boote zu Juniper, die sich seit Kurzem ebenfalls im Ort aufhält, in dem die Jungs, Ellis mit seinen Eltern in einem Hausboot leben, Neckbone (Vollweise) bei seinem Onkel.
Ellis als Hauptdarsteller, dies ergibt sich nicht nur aus der Tatsache, dass er die treibende Kraft ist, sondern daraus, dass sein Umfeld mit Famile, die auseinanderzubtechen droht, dargestellt wird. Er leidet, dass seine Mutter weg will, weil ihr Lebenstraum an der Seite des Ehemanns nicht in Erfüllung gehen kann, das Boot seiner Mutter, die es geerbt hat, wird abgerissen werden. Der 14jährige erlebt seine erste Liebe zu einem 2-3 Jahre älteren Mädchen, für die er einen sie belästigenden 18jährigen niedergeschlagen hat und die in nach einem Date mit einem unschuldigen Küsschen als "noch ein Kind" abserviert.
Auch sein Bild von Mud als heroischem Verteidiger seiner Juniper gerät durch dessen Ziehvater, einen Ex-Scharfschützen, den er um Hilfe bitten soll, ins Wanken. Und auch Juniper, die von einem Mann. der Mud verfolgt, bedrängt wird, worauf sich Ellis bei ihrer Verteidigung ein Veilchen abholt, ist nicht nur schön, sondern auch hintertrieben, er erwischt sie beim Turteln in einer schummerigen Bar.
Zutiefst enttäuscht, ausgenutzt, desillusioniert kündigt Ellis Mud auf der Insel die Freundschaft - und stürzt in einen kleinen Tümpel mit Giftschlangen.
Happy End?
Mud verabschiedet sich mit Blicken von Juniper, und auf dem elterlichen Hausboot kommt es zu einem blutigen Showdown, der einzigen Action-Szene des Filmes, Mud verschwindet angeschossen im Fluss.

Der ganze Film ist aus der Perspektive von Ellis gedreht, er treibt die Handlung voran, seine häusliche Situation mit drohendem Verlust des Elternhauses (Hausbootes), die gescheiterte Ehe seiner Eltern, , die gleichberechtigte Männerfreundschaft mit Mud, die zweifache Desillusionierung bezüglich der Beziehung Mud/Juniper und Ellis/ erste Liebe, Solidarität, Hilfsbereitschatt unter Gefahr für das eigene Leben, alles was in dem Film passiert, hat am Ende aus einem 14jährigen Abenteurer einen jungen Mann gemacht.

Bei der Suche nach anspruchsvollen Filmen und überzeugendem Schauspiel sollte man Regisseur Jeff Nichols (auch Drehbuch) und den Jungschauspieler Tye Sheridan unbedingt auf dem Schirm haben, an der Qualität des Filmes ändern Muds unerschöpfbarer Zigarettenvorrat und ein überflüssiger Teil des Endes nichts.

Eine dicke Empfehlung, Hollywood kann mehr als die üblichen Blockbuster mit Hurra-Patriotismus und massentauglichem Happy-End.

Doc Halliday
22 Kommentare3 von 3 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
In einer Zeit in der immer mehr Action, Härte und Tempo in das Medium Film Einzug hält ist es sehr wohltuend, wenn man zumindest ab und zu auch einmal mit einem ruhigen-und bedächtig erzählten Drama konfrontiert wird. Wenn dieses dann auch noch durch eine erstklassige Geschichte und herausragende Darsteller besetzt ist, dann handelt es sich zumeist um einen wahren Leckerbissen an dem man durchgehend seine wahre Freude hat. "Mud - Kein Ausweg" von Regisseur Jeff Nichols zählt ganz eindeutig zu dieser Gruppe und zeigt dem Zuschauer dabei ein Szenario, in dem ein flüchtiger Mörder und zwei halbwüchsige Jungen im Mittelpunkt des spannenden Geschehens stehen. Nichols legt sehr viel Wert auf eine ausführliche Beleuchtung seiner drei Hauptfiguren wobei man allerdings fairerweise anmerken sollte, das der Film bis in die kleinsten Nebenrollen absolut perfekt besetzt ist. Dennoch sind es die drei Hauptfiguren die einem ganz besonders ins Auge stechen, denn von diesen bekommt man so wunderbar intensive Charakter-Beleuchtungen geliefert, das man sich jederzeit mit ihnen identifizieren kann. Matthew McConaughey in der Hauptrolle des Mud ist schon eine echte Schau und liefert wie eigentlich immer eine absolut glänzende Performance ab. Der eigentliche Star der Story ist jedoch viel eher der junge Tye Sheridan als Ellis, weswegen man sich auch nicht allzu sehr darüber wundern sollte, das seine Person die größten Spielanteile für sich verbuchen kann. Zwar ist mit Jacob Lofland als Neckbone auch noch eine weitere nicht unwichtige Figur im Fokus der Ereignisse, die jedoch im Gegensatz zu den beiden anderen eher fast schon ein Schattendasein fristet. Das ist jetzt überhaupt nicht böse gemeint, denn Lofland ist ein durchaus wichtiger Bestandteil des Ganzen, kommt bei der Omnipräsenz seines heranwachsenden Freundes aber eher selten zum Zug, so das auch die Aufmerksamkeit des Betrachters hauptsächlich auf den jungen Ellis fixiert ist, der hier absolut herausragt.

Wie dem aber auch sei, dieses Werk ist eine nahezu brillante Umsetzung einer ruhigen, aber dennoch äußerst intensiv daher kommenden Geschichte. Dabei kommt nicht selten der Eindruck auf, das hier eine gelungene Mischung aus Werken wie "Stand by Me - Das Geheimnis eines Sommers" oder auch "Tom Sawyer und Huckleberry Finn" vorliegt, denn etliche Anlehnungen sind nur sehr schwer zu übersehen. So offenbart sich dann also auch nicht nur die Geschichte von Mud, der aus Liebe zu einer Frau einen Menschen getötet hat, in großen Teilen werden auch die äußerst schwierigen Lebensumstände der beiden Jungen immer wieder in den Mittelpunkt gerückt, so das die gesamte Chose auch phasenweise ein echtes Jugend-Drama erkennen lässt. Vollkommen logisch erscheint durch diesen Umstand auch der Aspekt, das die alltäglichen Probleme des Heranwachsens zentral thematisiert werden und dabei viel mehr als nur einen Neben-Erzählstrang darstellen. Nichols hat es absolut perfekt verstanden, die eigentliche Thematik mit dieser Komponente zu kombinieren und das daraus entstandene Gesamtpaket kann man ohne jegliche Übertreibung als hervorragend bezeichnen. Ein ganz zentrales Element der Erzählung ist das Thema Courage und für die Dinge einzutreten, an die man aus dem tiefsten Inneren glaubt. Bei diesem Punkt zeigt sich die darstellerische Brillanz des Jung-Darstellers Tye Sheridan, der sich von der Überzeugungskraft von Mud anstecken lässt und ziemlich schnell Vertrauen zu ihm fasst. So setzt er auch alle ihm zur Verfügung stehenden Mittel ein um dem charismatischen Sunny-Boy zu helfen und geht dabei aber auch in seinem eigenen Leben mit der nötigen Konsequenz an die Dinge heran die ihm wichtig erscheinen. McConaughey's Charakter hingegen wird phasenweise etwas schwammig gehalten, denn trotz seiner vor Überzeugung strotzenden Ansichten spürt man als Zuschauer eine gewisse Distanz, die sich zum Ende hin auch in bestimmter Art und Weise als nicht vollkommen unbegründet herausstellen soll. Auch von diversen Nebenfiguren wird seine Person immer wieder als Lügner hingestellt, wobei man selbst diesen Wesenszug lange Zeit nicht als Gegebenheit erkennen will.

Als Gegenpol zu dem enthusiastischen Ellis agiert dann wiederum Neckbone äußerst gut, der gerade zu Beginn doch eher Vorsicht walten lassen will, sich aber ständig von seinem besten Freund breit schlagen lässt, wirklich alles Erdenkliche zu tun, um Mud und seine große Liebe wieder zusammen zu bringen. Dabei wird ganz klar ersichtlich , das zwischen den beiden Jungen ein gewisses Abhängigkeits-Verhältnis besteht und während Neckbone fast ehrfurchtsvoll zu Ellis hinaufschaut, nutzt dieser anscheinend unbewusst die Anhimmelung seines Freundes aus, der streckenweise schon etwas ferngelenkt erscheint. Und so kristallisieren sich mit der Zeit immer mehr die eigentlichen Aspekte der Geschichte heraus, denn im Endeffekt dreht sich alles um Punkte wie Vertrauen, Loyalität, Hilfsbereitschaft, Freundschaft, Courage und Liebe. Bei diesen ganzen elementaren Punkten ist es sicherlich eine große Kunst, all diese Themen gleichmäßig in ein Szenario einzubauen und das ist Nichols absolut grandios gelungen. Vor allem die ungewöhnliche Freundschaft die zwischen den beiden Jungen und einem entflohenen Mörder entsteht, wurde von Anfang bis zum Ende mehr als nur gelungen ins Bild gesetzt. Im Letzten Drittel des Filmes spitzt sich dann die Lage immer mehr zu und phasenweise lässt dieses eindrucksvolle-und emotionale Drama dabei sogar leichte Züge eines Thrillers erkennen. Frust, Enttäuschung, aber auch atemlose Spannung geben sich nun zu erkennen und man spürt immer mehr, wie tief man eigentlich in die Abläufe eingetaucht ist. Der Zuschauer leidet mit den Charakteren mit und gibt sich gleichzeitig der Hoffnung hin, das doch sämtliche Geschehnisse am Ende gut für alle Beteiligten ausgehen. Selbst für Mud hegt man dabei trotz des Wissens um seine Tat eine Menge an Sympathie, was ganz bestimmt auch an der grandiosen Leistung von Matthew McConaughey liegt, der diese Rolle unglaublich authentisch interpretiert.

Bei einer Laufzeit von gut zwei Stunden könnte man bei einem ruhigen Drama nun eventuell den Gedanken aufkommen lassen, das die Story so einige Längen enthält, doch mit dieser Vermutung würde man lediglich einem Trugschluss erliegen. "Mud - Kein Ausweg" benötigt nämlich jede einzelne Einstellung, damit sich die volle Kraft dieses Filmes auch auf den Betrachter übertragen kann. Bei der enthaltenen Qualität des Szenarios vermisst man dabei überhaupt nicht irgendwelche Action-Passagen, die in diesem Werk wohl auch eher deplaciert gewirkt hätten. Lediglich in den letzten Minuten kann man eine kleine Temposteigerung erkennen und es geben sich einige wenige Szenen zu erkennen, die man entfernt als Actiongehalt bezeichnen könnte. Einen kleinen Wermutstropfen beinhaltet der Film dann aber doch, denn mit persönlich hat das gewählte Ende nicht ganz so gut gefallen. Hier mangelt es nämlich ein wenig an der zuvor immer wieder gezeigten Courage und man hat sich für einen eher weich gespülten Showdown entschieden. An dieser Stelle hätte ich mir ein wenig mehr Entschlossenheit-und Konsequenz gewünscht und man hätte ohne jede Beanstandung die absolute Höchstnote ziehen können. Dennoch handelt es sich dabei lediglich um ein kleines Manko, denn ansonsten handelt es sich bei "Mud - Kein Ausweg" definitiv um ganz großes Kino.

Fazit:

Eine brillante Geschichte, ein sehr überzeugender Matthew McConaughey und zwei mehr als nur talentierte Jung-Darsteller sind die größten Markenzeichen eines außergewöhnlich guten Filmes, der bis auf das inkonsequente Ende restlos überzeugen kann. Hier bekommt man echte Qualität geboten bei der man gänzlich auf unnütze Stilmittel wie übertriebene Action verzichten kann und dem Zuschauer dennoch ein unvergessliches Filmerlebnis beschert. Von meiner Seite aus gibt es jedenfalls eine ganz dicke Empfehlung für dieses Werk, das für mich schon jetzt eine der positivsten Überraschungen dieses Jahres darstellt.
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am 29. Juli 2014
... hat Jeff Nichols mit seinem -Mud- da auf die Leinwand gezaubert. Ein Film, bei dem das Gesamtpaket von A - Z stimmt und der mich in der Machart der Story stark an Rob Reiners -Stand by me- erinnerte. Die Bösewichter im Streifen hat Nichols in der Manier von -Beim Sterben ist jeder der Erste- besetzt. Im Zusammenspiel mit grandiosen Landschaftsaufnahmen, der passenden Musik und dem Handlungsstrang vom erwachsen werden des 14jährigen Ellis(Tye Sheridan) ist -Mud- ein echter Volltreffer im Punkt innovatives Independent Kino mit Anspruch. Natürlich sorgen auch Matthew McConaughy(Mud), Sam Shepard(Tom Blankenship) und Reese Witherspoon(Juniper) mit ihrer schauspielerischen Präsenz für große Kinomomente.

Ellis und Neckbone(Jacob Lofland) leben am Fluss. Die beiden Jungs haben auf einer einsamen Flußinsel ein Bootswrack entdeckt, das ein Sturm in die Baumwipfel befördert hat. Doch als Abenteuerspielplatz ist das Boot für die Jungs nicht geeignet, da es bereits "besetzt" ist. Der mysteriöse Fremde Mud hockt dort und wartet angeblich auf seine Freundin Juniper. Mud sagt den Jungs, dass er Ärger hat. Er hat Junipers letzten Freund angeschossen und der ist gestorben. Jetzt jagt dessen Familie Mud. Er bittet die Jungs um Hilfe, doch sie sollen niemandem erzählen, dass Mud auf der Insel ist.
Ellis Eltern stehen kurz vor der Trennung. Ellis hat Angst, sein Leben auf dem Hausboot für immer zu verlieren. Seine Freundschaft zu dem Mädchen May Pearl(Bonnie Sturdivant) läuft es auch nicht gut. So bindet sich Ellis an Mud. Der braucht jetzt Hilfe, da er das Boot aus dem Baum seetüchtig für die Flucht machen will. Mud bittet Ellis Kontakt zum alten Tom aufzunehmen. Der ist Ellis Nachbar und lebt komplett zurückgezogen. Ellis erfährt jetzt Dinge, die er nie für möglich gehalten hat. Als dann noch die Polizei auftaucht und mit einem Großaufgebot nach Mud sucht, wird die Lage für alle Beteiligten brenzlig...

Das hat mir richtig gut gefallen. Wie Nichols den kleinen Ort Dewitt in Arkansas mit all seinen Menschen am Fluss auf die Leinwand gebannt hat, das war für mich großes Kino. -Mud- lebt dabei von einer wunderbaren Geschichte, die brillant vom Anfang zum Ende geführt wird. McConaughy hat für den -Dallas Buyers Club- den Oscar erhalten, in -Mud- kann man schon erkennen, wieso das irgendwann fällig war. Es sind vor allem die kleinen Details in der Story rund um den jungen Ellis, die Nichols so vortrefflich gelungen sind. Da fällt es dann kaum noch auf, dass da ein paar Weltstars wie McConaughey, Witherspoon und Shepard mit im Boot sitzen. In der Summe stimmt bei -Mud-, meiner Ansicht nach, schlichtweg alles. Deshalb gibt es von mir die Empfehlung zum Anschauen. Viel Spaß dabei.
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am 13. August 2015
Ich habe "MUD - kein Ausweg" wegen Matthew McConaughey und dank Amazon Prime angeschaut. Matthew McConaughey mag ich einfach und dank Amazon Prime war der Film kostenlos ...

MUD ist kein reißerischer Blockbuster, sondern ein eher ruhiger, stiller Film, der scheinbar langsam in die Gänge kommt. Es geht um Romantik und um Liebe, um Pubertät, um einen Aussteiger und um zwei Jungs, die gerade der Welt der Erwachsenen entdecken.

Die zwei Jungs spielen ihre Rolle einfach auch überzeugend und sind sehr reizend. Der eine verliebt sich in ein älteres Mädchen und will unbedingt, dass sie seine Freundin wird, der andere bewundert ihn dafür und ist mehr auf der Suche nach Abenteuer.

Abenteuer begegnet den beiden Jungs, als sie MUD treffen. Er "wohnt" alleine in einem Schiffswrack, das er unbedingt wieder gangbar machen will. Er erzählt den Jungs alles Mögliche und fraglich bleibt, ob das alles stimmt oder ob er ihnen nur einen Bären aufbindet. Die Jungs sind auf jeden Fall von dem Aussteiger MUD mehr als fasziniert und helfen ihm, wo sie nur können.

Das triste, ländliche, vorurteilsbehaftete Amerika wird hier gut rübergebracht, ebenso der lockere Umfang mit Waffen, der so US-typisch ist; schlimm dieses Schubladendenken und diese Vorteile der ländlichen, amerikanischen Bevölkerung. Und dann geht es um Liebe, sehr viel Liebe in jeder Form, romantische Liebe, idealistische Liebe, pubertäre Liebe, Eltern-Liebe...

Trotzdem kommt der Film mit sehr wenigen Worten aus und besticht mehr durch seine Landschaftsaufnahmen, Szenen, Menschen, Blicken und lässt viel Spielraum für eigene Gedanken.

Die Rolle des MUD wird mal wieder meisterlich von einem stets guten Matthew McConaughey gespielt. Was er hier braucht, ist schlicht: Sein Hemd, seine Hose, das Schiffswrack und die Knarre... und irgendwie auch die Jungs...
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am 12. Juni 2014
Nach "Shotgun Stories" ist "Mud" der der zweite Film (von insgesamt dreien), den Regisseur und Drehbuchautor Jeff Nichols in Arkansas, dem Bundesstaat, in dem er aufwuchs, gedreht hat. Lediglich für seinen zweiten Film, "Take Shelter", wanderte Nichols gen Ohio ab. Nun aber ist er zurück in DeWitt, Arkansas und hat Matthew McConaughey im Gepäck, der hier glücklicherweise noch vor seinem kräftezehrenden Dreh von "Dallas Buyers Club" stand und somit über seine normale, durchtrainierte Figur verfügt. "Mud" ist ähnlich düster und langsam erzählt wie Nichols' andere Filme und nimmt sich satte 130 Minuten Zeit, seine nicht eben spektakuläre Geschichte zu erzählen. Wobei Nichols das Kunststück gelingt, einen zwar zu langen Film abgeliefert zu haben, aber nicht wirklich zu langweilen. Und wenn man die Chance hat, im Original McConaugheys wunderbarem Südstaaten-Slang lauschen zu können, macht einen das sogar die selbstverliebte Aura, die den eitlen Geck normalerweise umgibt, vergessen.

Ausstattung: Ton in deutsch und englisch in DD 5.1, Untertitel in deutsch. Extras: deutscher und englischer Trailer, 9teilige Trailershow, Interviews mit Matthew McConaughey und Reese Witherspoon, TV-Spots und ein 16minütiges Making-of. Das Bild ist gut, der Ton hingegen muss recht laut gedreht werden, bis man das Südstaatengenuschel adäquat verstehen kann.

Die beiden 14jährigen Freunde Neck (Jacob Lofland in seiner ersten Rolle) und Ellis (Tye Sheridan in seiner zweiten Rolle nach "Tree of Life") leben in DeWitt, Arkansas und verbringen viel Zeit miteinander. Als sie eines Tages einen Ausflug auf dem Mississippi machen, entdecken sie eine verlassene Insel, auf der es angeblich ein Boot in einem Baum geben soll, das bei der letzten Sturmflut dort hinauf gespült wurde. Dem ist auch so, allerdings müssen sie feststellen, dass bereits jemand anderes das Boot für sich beansprucht. Mud (Matthew McConaughey, "The Wolf of Wall Street"), wie der Fremde sich nennt, wartet auf der Insel angeblich auf jemanden, kann aber selbst nicht von dort weg, weil er sich verstecken muss. Die anfangs misstrauischen Jungs freunden sich mit Mud an und helfen ihm, das Boot aus dem Baum zu holen und wieder flott zu machen. Derweil hat Ellis es auch nicht gerade leicht, denn seine Eltern wollen sich trennen und Ellis droht, sein geliebtes Zuhause, ein Hausboot, zu verlieren. Und dann verliebt er sich auch noch in die ein paar Jahre ältere May Pearl. Alles nicht so einfach in DeWitt, Arkansas…

"Mud" ist eine Mischung aus kindlich verklärtem Abenteuerfilm, Coming-of-Age-Drama und sanftem Thriller, der neben McConaugheys einwandfreier Darstellung vom jungen Tye Sheridan dominiert wird, der sich hier talentiert für weitere Rollen empfiehlt. Es geht um Freundschaft, Vertrauen und den Wunsch nach einer heilen Welt, die es jedoch auch in Arkansas längst nicht mehr gibt. Ein Großteil des knapp über 3.000-Seelen-Dorfes lebt an der Armutsgrenze, Fisch- und Muschelfang, die Vielen lange das Überleben gesichert haben, reichen nicht mehr aus, um Familien zu ernähren. Ellis ist am Wasser aufgewachsen und sieht sein bis dahin zwar nicht immer einfaches, aber dennoch größtenteils unbeschwertes Leben am Fluss durch die Trennung der Eltern bedroht. Er flüchtet sich in vermeintliche Abenteuer mit seinem Freund Neck, was sich als nicht ganz ungefährlich erweist, als sie auf den zwielichtigen Mud treffen.

Nach anfänglichem Misstrauen schließen die Jungs jedoch schnell Freundschaft mit dem coolen Mud, der sie bittet, ihm bei seiner Flucht aus Arkansas zu helfen. Wer oder was ihm im Nacken sitzt, erfahren die Jungs erst spät, dennoch sind sie bereit, viel für Mud zu tun. Doch auch Mud kann die Konsequenzen, die sich daraus ergeben, nicht wirklich absehen, was zu einem sehr späten, aber dann doch spannenden Showdown führt.

Bis dahin ist das Erzähltempo von "Mud" recht gemächlich, denn wirklich viel passiert nicht in diesen 130 Minuten. Nichols gibt seinen talentierten Darstellern ausreichend Zeit, ihre Charaktere auszuspielen, wodurch der Zuschauer fundierte Einblicke in das Leben der Protagonisten erhält. Familiendramen, Einsamkeit, unerfüllte Liebe und Angst vor der Zukunft prägen "Mud", was in der epischen Breite, in der Nichols diese Themen auswalzt, nicht unbedingt Not getan hätte. Dennoch, hat man sich erst einmal auf die entschleunigte Erzählweise eingelassen, entfaltet "Mud" durchaus seinen Reiz.

Was vor allem an den Darstellern liegt. McConaughey zeigt erneut, dass er weit mehr kann, als in albernen Romantikkomödien den Adonis oder Sunnyboy zu spielen. Mehr und mehr wandelt sich McConaughey seit ein paar Jahren zum ernstzunehmenden Charaktermimen, der sich nur abseits des Filmsets mit seiner übertrieben zur Schau gestellten Selbstverliebtheit im Weg steht. Allzu viel muss McConaughey hier zwar nicht von seinem Können abrufen, dennoch überzeugt er als nicht immer durchschaubarer Fremder, in dessen Leben offensichtlich Einiges aus dem Ruder gelaufen ist. Und beweist sogar Mut zur optischen Unzulänglichkeit, indem er mit hübsch abgebrochenem Frontzahn durch den Film marschiert. Tye Sheridan spielt den emotional gebeutelten 14jährigen ebenfalls überzeugend, kindliche Unschuld mischt sich mit der Erkenntnis, dass das Erwachsenwerden oft schmerzhaft und nicht immer einfach ist. Das, was Ellis an Erwartungen auf Mud projiziert, muss zwangsläufig in einer Enttäuschung enden, dennoch kann Ellis schlussendlich recht zuversichtlich in die Zukunft blicken. Flankiert werden die beiden Hauptdarsteller von alten Hasen wie Sam Shepard ("Safe House"), Nichols' Stammdarsteller Michael Shannon ("Man of Steel") und Reese Witherspoon ("Das gibt Ärger").

"Mud" ist ein nicht uninteressanter Film, auf dessen Erzählweise und -tempo man sich allerdings einlassen muss. Wer die kleinen Geschichten mag, die manche Filme erzählen, wer sich für das teilweise beschwerliche Leben der unteren amerikanischen Mittelschicht in den Südstaaten interessiert und wer akzeptieren kann, dass "Mud" weder ein besonders intensives Drama noch ein spannungsreicher Thriller ist, den man zwar auch deutlich kürzer hätte inszenieren können, der aber dennoch für sich einzunehmen weiß, der ist mit "Mud" gut beraten. Gute Darsteller, authentische Locations und unter die Oberfläche gehende Charakterzeichnungen machen "Mud" zu einem filmischen Experiment abseits ausgetretener Mainstreampfade, das durchaus einen Blick wert ist. Somit solide drei von fünf Baumbooten, die man schnell zu Wasser lassen sollte.
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Regisseur und Drehbuchautor Jeff Nichols hat bereits mit seinem vorherigen Film etliche Preise abgeräumt und gilt seither - auch aufgrund seines herausragenden Debuts „Shotgun Stories“ – als vielversprechender Nachwuchsfilmemacher. Sein neuster Film heißt „Mud – Kein Ausweg“ und erneut übernimmt der Amerikaner die Aufgabe des Regisseurs und Drehbuchautors in Personalunion. Das vorliegende Coming-of-Age-Drama zeigt wie auch die beiden vorigen Male eine herausragende schauspielerische Leistung, nicht nur von Matthew McConaughey („Dallas Buyers Club“) oder Reese Witherspoon („Natürlich blond“), sondern vor allem auch von den beiden jüngeren Tye Sheridan („The Tree of Life“) und Jacob Lofland. Gerade Sheridan, als Ellis sticht deutlich aus der Masse heraus und empfiehlt sich für weitere Produktionen.
Grundsätzlich erinnert die Handlung aufgrund des Settings, den beiden Jungen und dem flüchtigen Mörder an Mark Twains „Tom Sawyer und Huckleberry Finn“ sowie Muff Potter, was aber bestenfalls ansatzweise hineinzuinterpretieren ist. Im Grunde ist der Ansatz schon irgendwie ähnlich, erzählt aber eine eigene, weitaus authentischere, realistischere Geschichte, was – wie bereits oben erwähnt – durch die tolle schauspielerische Leistung wunderbar dargestellt und die keinen einzigen Kritikpunkt bietet. Dazu nimmt auch die Spannung immer mehr zu, denn mit der Zeit stellen die Figuren – allen voran Ellis und Mud – eine emotionale Verbindung zum Zuschauer her, so dass man immer mehr daran interessiert ist, wie es mit der Person jetzt weitergeht, was als nächstes passiert und ob die Geschichte ein gutes Ende findet. Dabei geht Nichols auch unter die Oberfläche des Hauptplots und bietet dabei eine wunderbare Charakterdarstellung bzgl. der zwischenmenschlichen Beziehungen der einzelnen Figuren zueinander. Einfach wunderbar, wie dieses Thema filmisch umgesetzt wurde und dabei zu keinem Zeitpunkt gestellt erscheint und den Zuschauer emotional sehr bewegt.

Bild
Das Bild (2,35:1) hinterlässt insgesamt betrachtet einen wirklich guten Eindruck. In Nahaufnahmen sowie in Aufnahmen aus mittlerer Distanz ist die Schärfe tatsächlich sehr gut. In der Totalen bzw. Aufnahmen aus der Ferne machen sich aber doch gelegentlich leichte Unschärfen bemerkbar. Darüber hinaus ist in dunkleren Szenen auch leichter Detailverlust zu erkennen. Die Farben sind recht warm gehalten, bleiben aber stets natürlich bei gut eingestelltem Kontrast. Kompressionsspuren oder weitere Beeinträchtigungen sind aber nicht aufgefallen.

Ton
Der Ton liegt in Deutsch und Englisch jeweils verlustfrei komprimiert in DTS HD Master Audio 5.1 vor. Direktionale Surroundeffekte sind eher selten, wobei zahlreiche diffuse, nicht klar ortbare Hintergrundgeräusche wie etwa raschelnde Blätter umherfliegende Vögel dennoch für eine gute Räumlichkeit sorgen. Insgesamt ist die Abmischung ohnehin sehr natürlich und authentisch ausgefallen, wobei in diesem Zusammenhang auch die sehr gute Dynamik erwähnt werden sollte. Die Bässe sind zwar zurückhaltend, was aber nicht weiter stört. Die Balance ist sehr ausgewogen und lässt auch die Dialoge stets klar verstehen.

Ausstattung:
Interviews aus Cannes:
- Jeff Nichols Interview
- Reese Witherspoon & Matthew McConaughey
- Tye Sheridan & Jacob Lofland
Making of
5 TV Spots
Originaltrailer
Trailershow

BD exklusiv:
Interviews vom Set:
- Diverse Schauspieler
- Regisseur
- Produzent u.a.
Generisches Interview mit Matthew McConaughey
B-Roll

An Bonusmaterial wurde einiges zusammengetragen, wobei einige Beiträge davon sogar exklusiv nur auf der Blu-ray enthalten sind. So gibt es sehr viele Interviews mit Cast & Crew, die eine Menge an Informationen zum Film beisteuern. Darüber hinaus gibt es noch ein recht ausführliches Making of, ein B-Roll Special, einige Trailer und Spots zum Film sowie eine Trailershow zwecks eigenwerbung. Ein Wendecover ist darüber hinaus ebenfalls vorhanden.

Fazit:
Mit „Mud – Kein Ausweg“ empfiehlt sich Regisseur und Drehbuchautor Jeff Nichols ein weiteres Mal für Hollywood. Die Frage ist nur, ob er das überhaupt will, denn die kommerzialisierte Filmschmiede in Los Angeles dürfte an dramatisch tiefgreifenden Filmen wie diesen wohl nicht viel Interesse haben und dabei mehr Wert auf Big Budget Blockbuster mit rudimentärer Charakterzeichnung legen.
Gerade das sind aber die dicken Pluspunkte die Nichols mit seinem dritten Spielfilm sammelt, da die Geschichte in Verbindung mit der schauspielerischen Leistung durchweg ausgezeichnete Unterhaltung für Genrefans liefert.
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am 17. November 2014
Ein Nischenfilm, der sehr zu empfehlen ist. Sehr intelligent aufgebaute Geschichte um Liebe, Vertrauen und Freundschaft.
Brillanter Matthew Mc Conaughey, der nur durch den jungen Hauptdarsteller namens Alice noch übertroffen wird.

Sehr gut gezeichnete Charaktere, auch die Eltern von Alice mit Ihren ganz eigenen Problemen.

Fazit: Sehr gelungener, nicht zu langer Film, der immer wieder neu auf die Charaktere eingeht und sie schön zeichnet. Packend erzählte Geschichte aus Liebe, Vertrauen und Freundschaft. 5 Sterne.
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am 20. November 2014
Da habe ich mal alle negativen Kritiken ignoriert. Am Ende wurde ich mit einem wunderbaren Film belohnt. Die Darsteller sind allesamt gut bis beinahe sehr gut. Fern ab der ganzen Blockbuster-Soße, dem Hollywood-Bodensatz, findet man hier etwas, dass teils auch zum Nachdenken anregt.
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am 6. Juni 2015
For some, the film may be slow, uninteresting, or lack Action, but the film is really a gem with ist own particular brand of charm, suspense, and logic. To me all the characters were believable and in their own way unraveled the plot to finally expose why everyone of us acts the way it does. Growing up has obviously its own challenges for every child not to mention grown-ups and their search for understanding. All in all, a film worth watching and certainly worth thinking about. One needs to be patient with the film, but one is sure to be rewarded in one's own way.
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am 7. Juni 2015
So muß ein Film sein, der den Zuschauer langsam und ohne spektuläre Effekte mitnehmen möchte, bis zum konsequenten Ende. Der stille Erzählrhythmus gefälllt sehr gut, der Film nimmt sich Zeit, die Atmosphäre der "verlassenen" Südstaaten mit ihren Bewohnern einem näher zu bringen. Das großartige Schauspielerensemble tritt dabei fast zurück. Aus der Sicht von Kindern wirkt die Welt der Erwachsenen faszinierend und letztendlich grausam zugleich. Ein toller Kunstgriff des Regisseurs. Ein überdurchschnittlicher Film, der leider zu wenig Beachtung gefunden hat.
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