summersale2015 Hier klicken Jetzt Mitglied werden Liebeserklärung Cloud Drive Photos WHDsFly Learn More ssvpatio Fire HD 6 Shop Kindle Sparpaket SummerSale

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

27 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. März 2015
Ich habe die Kamera nun seit über einem Jahr und bin immer noch so begeistert wie am ersten Tag!

Angefangen hatte ich mit vor einigen Jahren nach einer analogen Canon-SLR (EOS50) mit einer Canon EOS 10D und später eine 30D. Zur damaligen Zeit wirklich tolle Bildqualität mit 6 bzw. 8 Megapixeln. Nach einem Ausflug zu Olympus (damals die ersten mit brauchbaren Live-View) landete ich schließlich bei Sony. Das SLT-Prinzip mit dem teildurchlässigen Spiegel und den damit neuen Möglichkeiten und Funktionen war genial und der Konkurrenz weit voraus.

Trotzdem nutzte ich weiterhin für unterwegs auch sogenannte Premiumkompakte, da mir die SLR (bzw. SLT) mit Objektiven unterwegs bei Wanderungen oder sonstigen Aktivitäten zu schwer und unpraktisch war. Hatte ich die SLR dabei, nervte das rumgeschleppe und hatte ich die Kompakte dabei, war ich mit deren Einschränkungen unzufrieden und ärgert mich, dass die SLR zuhause blieb.

Daraus entstand dann das Interesse an den Systemkameras und der Entschluss, die SLR mit allen Objektiven zu verkaufen. Ziel war es künftig ohne große Kompromisse nur noch eine (tragbare) Kamera zu nutzen. Ich kaufte mir dann eine Sony Nex 6 mit Kit-Objektiv und ein paar Festbrennweiten. Jedoch musste ich feststellen, dass Sony lieber gefühlt alle 6 Monate eine neue Kamera auf den Markt bringt, anstatt anständige Objektive zu entwickeln (das Zeiss 16-70 war zu dem Zeitpunkt noch nicht erhältlich). Auch fand ich die fummelige und menülastige Bedienung nervig. Mir fehlte das Gefühl eine richtige Kamera in der Hand zu halten. Für Unterwegs war die Kamera o.k. aber als vollwertiger Ersatz für jemanden, der das Fotografieren als Hobby betreibt, einfach wieder ein neuer Kompromiss.

Die X-Kameras von Fuji hatten mir schon immer sehr gefallen, jedoch störte mich, dass die X-Pro als auch XE-1/2 keinen Handgriff haben und schieden daher für mich (ich habe große Hände) aus. Dann kam die Überlegung mit einer Sony A7 in das Vollformat einzusteigen. Die Kamera lag toll in der Hand (besser als die XT-1) und der elektronische Sucher war zu dem Zeitpunkt mit der Beste. Da es aber kaum Objektive gab, diese auch noch (Zeiss) richtig teuer, groß und schwer waren, war dies auch keine Alternative.

Dann stolperte ich im Internet über die ersten Produktbilder der XT-1. Ich fand die Kamera von Anfang an bildschön und ich war einer der ersten, der diese Kamera ohne jegliche Testergebnisse gekauft hatte. Ich kannte aber zumindest die sehr positiven Test- und Erfahrungsberichte der anderen X-Modelle mit X-Trans-Sensor.

Ich habe den Kauf bis heute nicht bereut. Im Gegenteil: die Kamera ist für mich und meine Bedürfnisse das bisher beste Gesamtkonzept und nach dem letzten großen Update noch besser. Ich brauche jetzt bei hellem Sonnenlicht dank dem per Firmware nachgereichten, zusätzlichen elektronischen Verschluß mit 1/32.000! keinen ND-Filter mehr und auch die sonstigen neuen Funktionen wären für z.B. Canon vermutlich ein Grund gewesen, diese auf mindestens zwei Nachfolgemodelle (Mark II und III) ;-) zu verteilen.

Ungeachtet der großen Unterschiede bei Objektiven ist die Bildqualität der Kameras mittlerweile bei allen Herstellern auf einem hohen Niveau und die Unterschiede (bei gleicher Sensorgröße) eher gering oder Geschmackssache. Besonders positiv ist mir bei der XT-1 aber die Farbwiedergabe und der hervorragende automatische Weißabgleich aufgefallen. Bei meinen Sony-Modellen (egal ob SLT 55, 57 oder Nex 6) war der Weißabgleich oft zu kühl und die Bilder blaustichig. Daher musste oft manuell nachgebessert werden. Dies ist bei der XT-1 absolut nicht notwendig und deshalb sind meist die Jpeg-Bilder völlig ausreichend. RAW nutze ich eigentlich nur noch für spezielle Aufgaben oder bei extremen Lichtsituationen.

Was die Fuji-XT 1 meines Erachtens aber von der Konkurrenz unterscheidet ist das Bedienkonzept. Auch wenn viele (zu Recht) den einzigen echten Makel nämlich das hintere Steuerkreuz bemängeln, kann ich damit gut leben. Ich brauche es nämlich kaum. Sämtliche relevante und häufig zu verstellende Funktionen sind bei dieser Kamera nämlich über satte Drehräder, Direkttasten oder das Q-Menü zu erreichen. Die sonstige Haptik, Optik und Verarbeitung dieser Kamera vermitteln das Gefühl eine sehr hochwertige Kamera und kein Elektrogerät in der Hand zu halten. Das steigert den Spaß und den Umgang damit ungemein. Nicht zu vergessen der hervorragende Sucher (noch besser als Sony A7), der auch für mich als Brillenträger sehr gut einsehbar ist. Das ganze X-System ist in sich schlüssig, da es bereits jetzt genügend Objektivauswahl gibt und diese durchweg hochwertig und optisch überdurchschnittlich sind. Allerdings kosten diese auch richtig Geld und liegen auf ähnlichem Niveau wie die Zeiss-Gläser. Die Folgekosten sollten daher mit einkalkuliert werden.

Da ich eine Kamera der ersten Produktion habe, war diese von dem Lichtleck betroffen. Dies fiel mir erst auf, nachdem ich Langzeitbelichtungen gemacht hatte und bei geöffneter Seitenklappe den Fernauslöser nutzte. Es zeigten sich lilafarbene Reflextionen auf dem Sensor/Fotos. Aber auch hier hat mich Fuji positiv überrascht. Die Kamera wurde innerhalb von nur 10 Tagen auf Garantie repariert und ich erhielt für die Dauer der Reparatur eine kostenlose Ersatzkamera! Von diesem Problem waren aber nur die ersten Modelle betroffen und dies wurde rasch in der Produktion danach abgestellt. Ich kann daher auch vom Fuji-Service nur positiv berichten.

Auch nach dem Kauf begeistert mich der Service und die Produktpflege, weil eben nicht nur das aktuelle Topmodell, sondern auch noch für "ältere" Modelle (z.B. XE-1) immer noch neue Funktionen mit neuer Firmware nachgeliefert werden. Zudem sind die X-Kameras sehr wertstabil. Die XT-1 kostet immer noch genauso viel, wie am Anfang.

Seitdem ich die XT-1 nutze, kann ich abschließend sagen, dass ich den Wechsel zu diesem System nicht bereut habe und es genauso wieder machen würde. Ich habe endlich eine Kamera, die sowohl unterwegs als (fast) immerdabei-Kamera taugt, aber eben auch auf dem Stativ und ernsthafter Fotografie ebenso Spaß macht. Auch wenn die Kamera keine Action-Cam ist, kann man durchaus auch Sport fotografieren. Die Serienbildgeschwindigkeit als auch der AF waren für mich selbst bei Motocross ausreichend schnell und treffsicher. Wer jedoch in der Halle auf lichtstarke Teleobjektive größer 200mm angewiesen ist oder Wildlife machen möchte, für den ist eine SLR sicher besser geeignet. Für Urlaub, Landschaft, Familie, Portraits etc. kann ich die XT-1 jedoch uneingeschränkt empfehlen.

Zum Schluß noch ein Tipp:
wer ebenfalls große Hände hat und einen stärker ausgeprägten Griff vermisst, sollte sich unbedingt den MHG-XT L ansehen. Die Kamera wird nur unwesentlich größer und schwerer, gewinnt aber ungemein an Griffigkeit. Der Griff sieht in Echt auch besser als auf den Produktbildern aus und zerstört m.E. nicht die Optik der Kamera. Habe mich geärgert, dass ich mir den Griff - trotz des saftigen Preises - nicht schon früher gekauft habe!
66 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
46 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. Dezember 2014
Da sich viele der Rezensionen hier noch auf die alte Firmware beziehen, ist es sicher sinnvoll darauf hinzuweisen, dass sich durch das Update vom Dezember einiges getan hat.

Hier alle Änderungen im Überblick:

1. Schneller elektronischer Verschluss mit ultrakurzen Belichtungszeiten bis zu 1/32.000 Sekunde.
Darüber hinaus kann durch den elektronischen Verschluss das Auslösegeräusch sogar komplett eliminiert werden.

2. Neuer Filmsimulationsmodus „Classic Chrome“
Mit „Classic Chrome“ wird eine weitere Filmsimulation hinzugefügt, die den Fotos einen einzigartigen Glanz und ästhetische Tiefe verleiht.

3. Natural Live View
Ein Vorteil des elektronischen Suchers ist, dass der Fotograf das Bild genau so sehen kann, wie es von der Kamera aufgenommen wird. Filmsimulationen und andere Kreativeffekte lassen sich direkt bei der Aufnahme begutachten. Aber gelegentlich will der Fotograf ein Motiv auch wie durch einen optischen Sucher betrachten. Oder er will Details sehen, die durch ein kontrastreiches Sucherbild ausgeblendet werden. Für solche Fälle gibt es die neue „Natural Live View“ Sucher-Funktion. Beim „Natural Live View“ wird im Echtzeit-Sucher ein Bild angezeigt, das der Sichtweise mit bloßem Auge sehr nah kommt.

4. EVF/LCD Farbkontrolle
„EVF Farbe“ und „LCD Farbe” im Setup-Menü ermöglichen die Justierung des Farbtons im elektronischen Sucher und auf dem LCD.

5. Direkte Auswahl des Autofokus-Bereichs
Das Update vereinfacht das Scharfstellen durch den Sucher. Der Fotograf hat die Möglichkeit, den Fokus-Bereich über die 4-Wege-Auswahltasten zu bewegen und über die Menü-Taste wieder zu zentrieren, ohne dabei die Funktions-Taste (Fn) drücken zu müssen.

6. AE-L/AF-L Tasten entsperren
Die Funktionsweise der AE-L- und AF-L Tasten kann mit dem Update je nach Bedarf angepasst werden.

7. Auswahl des AF-Bereichs bei manuellem Fokus
Bei manueller Scharfstellung lässt sich mit dem Update – bei aktiviertem Sofort-Autofokus – die Größe des Fokusbereichs über die AF-L-Taste verändern.

8. Direktauswahl des Makro-Modus
Im Autofokus-Modus ermöglicht das Update, die Makro-Funktion ein- und auszuschalten, ohne dafür ins Menü wechseln zu müssen.

9. Benutzerdefiniertes Q-Menü
Um das Q-Menü, das schnellen Zugriff auf häufig genutzte Funktionen bietet, noch effizienter zu gestalten, können mit dem Update einzelne Menü-Punkte sowie die Menü-Aufteilung der 4x4 Palette individuell angepasst werden.

10. Neue Bildrate bei Videoaufnahmen
Neben den bereits bestehenden Bildraten 60 Bilder/s und 30 Bilder/s werden mit dem Update auch 50 Bilder/s, 25 Bilder/s und 24 Bilder/s zur Verfügung stehen.

11. Manuelle Einstellungen bei Videos
Bislang war es möglich, die Blende vor und die Belichtungskorrektur während der Aufnahme anzupassen. Mit dem Update können vorab auch die ISO-Empfindlichkeit und beim Filmen zusätzlich die Blende und Verschlusszeit eingestellt werden.

12. Phasendetektion beim Sofort-AF
Im Sofort-AF-Modus, der bei manueller Scharfstellung über die AF-L-Taste aktiviert wird, macht das Update die extrem schnelle Fokussierung per Phasendetektion verfügbar. Damit wird eine schnellere Scharfstellung geboten als zuvor nur mit Kontrast-Autofokus.

13. Spotmessung auf AF-Messfeld
Die Spotmessung ist an den jeweils aktiven Autofokus-Punkt gekoppelt. Die Belichtungsmessung findet also nicht mehr nur in der Bildmitte statt, sondern auf dem Punkt der Scharfstellung.

14. Erweiterte Verschlusszeit bei Programm-Shift
Über Programm-Shift lassen sich aktuell keine Verschlusszeiten länger als 1/4 Sekunde anwählen. Mit dem Update ist eine Belichtungsdauer von bis zu 4 Sekunden möglich.

15. Folgende Funktionen können den Funktionstasten zugewiesen werden:
„Blitzkompensation“, „Auslösertyp“, „Vorschau Bildeffekt“, „Belichtungs-/Weißabgleich Vorschau im manuellen Modus“, „Sperre“

16. Instax Printer Print
Fotos können direkt von der Kamera auf den FUJIFILM instax SHARE Smartphone Printer gesendet und als Sofortbild ausgedruckt werden.

17. Sperrfunktion
Die Funktion von Tasten oder Einstellrädern kann gesperrt werden.

18. Drei individuelle Weißabgleich-Einstellungen
Drei individuelle Weißabgleich-Einstellungen sind möglich.

19. Erweiterte EVF/LCD Anzeige im manuellen Modus
Zur Auswahl steht neben der Belichtungsvorschau auch eine Weißabgleich-/ Farbtemperatur-Vorschau. Ein Schnellzugriff über die Fn-Taste ist für diese Funktion möglich.

20. AF+MF
Die “AF+MF”-Funktion ermöglicht nahtloses manuelles Fokussieren. Wenn der Auslöser halb-durchgedrückt wird, um das Motiv automatisch zu fokussieren, kann die Feinjustierung über den manuellen Fokusring erfolgen.

21. PC Tethered Shooting
Die neue HS-V5 Software (optionales Zubehör) ermöglicht es Fotografen, die Kamera mit dem PC zu verbinden und von dort zu steuern. Aufnahmen werden automatisch von der Kamera direkt auf den PC überspielt.

Ansonsten kann ich hier nur alle guten Rezensionen bestätigen. Geniale Bildqualität und dank schellem AF und Fokus-Priorität (einstellbar) absolut schnappschusstauglich.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
74 von 78 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. Dezember 2014
Vorbemerkungen - Als langjähriger DSLR-Nutzer stießen mir in letzter Zeit bei den aktuellen hochauflösenden DLSR zwei qualitätsmindernde Grundprobleme der Spiegelreflextechnologie unangenehm auf: 1) der Spiegelschlag und 2) der Fokusabgleich. Mirrorless-Systeme eliminieren beides gleichzeitig und mit der Einführung großer, hochauflösender und auch für Brillenträger gut einsehbarer elektronischer Sucher wurde die Sache für mich hoch interessant. Sony hat kein mich reizendes (und dazu noch exorbitant teures) Objektivsortiment, Micro 4/3 und Nikon1 haben mir zuviele Einschränkungen bei Freistellmöglichkeiten und Schummerlicht, Samsungs Produktportfolio ist unzureichend - blieb also Fujifilm übrig, deren X-Kameras mich schon seit der Einführung der X-Pro1 interessieren und mit deren S5-Pro DSLR ich gute Erfahrungen machte.

Mit der X-T1 kam die erste mich wirklich anfixende Fuji auf den Markt und ein neugieriger Blick durch den Sucher eines Demomodells im Fotoladen brachte ein echtes Aha-Erlebnis für mich Gleitsichtbrillenträger - groß und übersichlich wie Nikon D3 etc, keine störende Pixeligkeit und dabei WYSIWYG. Mir aber zunächst zu teuer. Im August bestellte ich dann bei Amazon Warehouse Deals eine X-T1 mit 18-55 Zoomoptik zum Ausprobieren und war mir nach zwei Tagen schon klar darüber, daß dies mein zukünftiges Kamerasystem sein würde. Einfach weil alles präzise funktionierte, keine Probleme mehr mit Spiegelschlag bei z.B. 1/20s und absolut exakt treffender AF. Logisch, Fokussierung geht ja stets mittels des Bildsensors und eliminiert alle DSLR-typischen Abgleichfehler (OK es mag auch bei Mirrorless Ausnahmen geben in Form fehljustierter Objektive). Nichtsdestotrotz fielen mir natürlich zahlreiche Fuji-typischen Konzeptmacken schnell ins Auge bzw in die Hände, beispielhaft:
- keine dem Nikon iTTL entsprechende Blitztechnologie und insbesondere nur vollmanuelle Möglichkeiten für entfesseltes Blitzen mittels Funktrigger
- nur lausige 1/180s Synchronzeit und blöderweise auch keine schnelleren Zeiten durch das brandaktuelle Electronic-Shutter-Update
- Vierwegetasten zu tief versenkt und haptisch lausig
- Zeitenwählrad verriegelt und für meinen Arbeitsstil auf der falschen Seite des Suchers
- Zoomobjektive fast lautlos fokussierend, Festbrennweiten leider mit vernehmlich rappelnden Mikromotoren ausgestattet
- viel zu leicht unbeabsichtigt zu öffnendes seitliches Kartenfach
- griffsichere Ergonomie wird für große Hände erst durch Zusatz-Handgriffe erreicht; die Olympus OM-D E-M1 zeigt das viel besser gelöst
- AF-C Funktion gänzlich anders als von Nikon gewohnt und bisher für mich ein ungelöstes Rätsel
- mitgelieferter RAW Konverter ist ein unbrauchbarer Witz
- vollelektronische Fujufilm Objektive, weder Blende noch Fokus können ohne Kamera gestellt bzw geprüft werden
- sehr inkonsistente Objektivbauweisen (XF23 und XF14 fallen völlig aus dem Rahmen mit der bescheuerten manuellen Auskuppel-Fokussierung)

umgesetzte Lösungen:
- Das "Problem" der Vierwegetasten habe ich mutig durch Auftragen von Pattex Heißkleber gelöst um den Preis daß dabei leichte Verformungen an den Kunststoffdrückern entstanden sind welche aber keinerlei Funktionseinschränkung nach sich zogen, im Gegenteil, eine tolle weiche Haptik brachten. Etwa so wie die Gummierung der Kamera. Empfehle ich aber lieber nicht zur Nachahmung, ist kniffelig und riskant, vielleicht lieber Sugru nehmen?
- Haltegriff: der Fuji MHG-XT ist ganz OK aber recht teuer, der mit Hochformatprofil ausgestattete chinesische iShoot Aluhandgriff tut es auch prima (habe beide)
- ich blitze ohnehin zumeist mit manuell gesteuerten Studio- oder Mobilblitzen aber Automatik wäre manchmal sehr hilfreich und dann muß die Nikon her
- AF-S und manuelle Fokussierung mit Hilfe des Focus Assist klappt sehr gut, natürlich nur für quasi-statische Motive
- kamerainterne RAW-Verarbeitung toppt jede externe RAW Software (vllcht mit Ausnahme von Iridient - ich habe aber keinen MAC)
- statt XF14 ein Samyang 2,0/12mm (super Objektiv!), statt XF23 vielleicht eine X100T

Vorteile des Fujifilm X Systems:
- hochgeöffnete Hochleistungs-Festbrennweiten sowie kompakte Zooms mit kaum schlechterer optischer Leistung
- ausgezeichnete Balance zwischen Sensoreigenschaften und Objektivleistungen, tolle Konturiertheit selbst bei ISO 6400
- durchweg alle X-Objektive zeigen angenehmes Bokeh bei zugleich guter Kernschärfe und völlig einheitlicher Farbwiedergabe (hallo Nikon- geht doch!)
- hervorragender automatischer Weißabgleich, ausgezeichnete Jpeg-Engine, anpassbare Filmsimulationen
- RAW-Bearbeitung in der Kamera liefert hervorragende Ergebnisse bei minimalem Zeitaufwand
- die Jpegs gewinnen massiv an Qualität wenn man Noise Reduction auf -2 stellt, dann kommen nicht nur in den Schatten viel besser Strukturen zum Vorschein und insgesamt wirken die Bilder "natürlicher" bei nur wenig mehr (und visuell angenehmer) Körnigkeit
- hervorragende In-Camera Schwarz/Weiss Umsetzungen möglich, fast wie zu Filmzeiten
- Palette der verfügbaren Objektive schon recht gut gefächert
- elektronischer Verschluß ist geräuschlos, in Verbindung mit XF Zooms oder manuellen Optiken wird die X-T1 praktisch lautlos
- ziemlich konsequentes "Kaizen"

Das Update auf Firmware V.3 hat nette Verbesserungen gebracht aber leider nicht die erhoffte und technisch bis zu einer gewissen Verschlußzeit sicherlich problemlos realisierbaren kurzen Blitzsynchronzeit. Die "olle" Nikon D50 konnte mit ihrem CCD-Sensor elektronische 1/500 Synchronzeit schon vor Jahren, ein moderner CMOS-Sensor sollte mMn gleiches können.
Hoffentlich kommt Fujifilm bald wenigstens mit einem HSS-Blitzgerät in den Markt denn, so gut wie deren "intelligentes" Miniblitzgerät zur X-T1 auch aufhellt, es ist für vieles zu schwach und nicht Off-Camera einsetzbar.

Über den AF habe ich noch kein Wort verloren - weil ich dazu noch keine klare Meinung habe. Fakt ist, für quasi-statische Motive lassen sich sowohl im AF-S als auch im M-Modus der optimale Fokuspunkt leicht finden. Auch bei Schummerlicht bislang keine Probleme. Bei dynamischen Szenen hat mir der kontinuierliche AF dagegen bisher nur Kopfzerbrechen bereitet weil er ganz anders arbeitet als ich es von Nikon gewohnt bin, derartige Motive sind aber ohnehin "nicht mein Ding" und bislang stört es mich nicht sehr. Leider hat die öfters hochgelobte Gesichtserkennung und hier insbesondere die Verfolgung eines einmal erkannten Gesichts meist nicht gehalten was ich mir davon versprochen habe. Es braucht nicht viel Körperdrehung und ein Gesicht wird nicht mehr erkannt bzw verfolgt, damit werden z.B. Tanzszenen zum Glücksspiel und die Chance auf einen kompletten Verlust der Fokusebene ist mindestens so hoch wie bei einer Nikon D7000. Auch müssen Gesichter im Bild relativ groß erscheinen, Einzel- oder Paarporträts sind zumeist kein Problem, aber bei 20köpfigen Gruppen wirds sinnfrei.
Die prinzipiell sinnvolle Kopplung der Belichtungssteuerung an Gesichtserkennung schlägt leider unvorhersehbare Kapriolen wenn entweder ein zuvor erkanntes Gesicht nicht mehr erkannt wird oder, schlimmer noch, im Bildfeld ein nicht vorhandenes Gesicht detektiert wird und Belichtung und Weißabgleich (der wird auf Hauttöne angepasst) plötzlich völlig danebenliegen. Ich kann deshalb nur dazu raten, die Funktion Gesichtserkennung auch nur dann zu aktivieren, wenn Personenporträts anstehen und ansonsten lieber normal fokussieren.

Gerade bei Schummerlicht (z.B. Weihnachtsbaumlichter und Kerzen als einzige Lichtquellen im Raum) offenbart der elektronische Sucher der X-T1 massive Vorteile gegenüber DSLR; selbst bei 1,8er Nikkoren zeigt der Sucher z.B. einer D610 deutlich zu wenig Details für eine punktscharfe Fokussierung, ganz zu Schweigen von der fehlenden Lupenfunktion namens Focus Assist. Unter solchen Lichtbedingungen liefert die Belichtungssteuerung der Fuji eine wesentlich realitätsbezogenere Performance als Nikon; man sieht nicht nur schon im Sucher, wie das Foto wird, man braucht der Automatik auch kaum unter die Arme zu greifen, um ein sehr ausgewogen belichtetes Foto zu erhalten. Ein gleichartigen Ergebnis liefert meine DSLR erst nach mindestens zwei Probeschüssen und entsprechenden Korrektureinstellungen bei Zeit/ISO/Weißabgleich.

Betreffend Fertigungsqualität möchte ich noch anmerken, daß eine zweite, im lokalen Fachhandel mit Cashback und 18-135 Zoom gekaufte X-T1 eine deutlich und untadelig sicherer schließende Kartenfachklappe aufweist und deren Vierwegetasten auch griffiger bzw. mit besser spürbarem Klickverhalten ausgestattet sind. Möglicherweise hat Fujifilm insgeheim nachgebessert oder es gibt tatsächlich solche und solche Kameras. Würde mich alles nicht wundern, rigorose Endkontrolle ist heuer ein ungeliebter Kostenfaktor und der Endkunde kann ja schließlich reklamieren :-(

Gegenüber DSLR mir APS-C Sensor hat die X-T1, so wie jedes Mirrorless-System, absolut die Nase vorn wenn es um Bildfrequenz und Serienausbeute geht. Versuchen Sie einmal, mit einer DSLR bei voller Serienbildfrequenz mehr als 50% kritisch scharfe Bilder eines statischen Motivs hinzubekommen. Da müssen schon Licht, Blende und Verschlußzeit passen. Mit
spiegellosen Systemen ist selbiges erheblich leichter zu schaffen und seit der Einführung des elektronischen, vollkommen erschütterungsfreien Verschlusses gelingen mit der Fuji X-T1 sogar mit Optiken ohne Bildstabilisator kritisch scharfe Aufnahmen bei absurd langen Belichtungszeiten - ruhige Hand vorausgesetzt.

Da die X-T1 solide Leistung liefert sowie das verfügbare bzw in der Roadmap angekündigte Objektivprogramm für meine Zwecke keine Lücken lässt - 5 Sterne

---
Nachtrag 01/2015: Ich bin ausserordentlich zufrieden und regelrecht begeistert von der naturnahen Farbwiedergabe, welche im STD-Modus (Provia-Simulation) erzielbar ist wenn ich den automatischen Weißabgleich auf R+1 und B-2 Richtung Orange verschiebe. Das behebt mMn die Fuji-typische, an Fujichrome Diafilme erinnernde, kühle blaulastige Farbwiedergabe speziell der Grüntöne in einem Maße, daß bei mir der Wunsch nach Bildnachbearbeitung kaum noch aufkommt. Mittlerweile genügen mir die Filmsimulationen STD und B&W/Y und liefern mit dieser AWB-Verschiebung absolut überzeugende Jpeg-Dateien ab. RAW-Bearbeitung adé - und wenn dann in der Kamera. Spaßeshalber habe ich mal meinen kalibrierten TFT-Monitor unter abendlichem Halogenlampenlicht abfotografiert und sehe weder im Graukeil noch bei den Buntfarben nennenswerte Abweichungen zwischen dem Monitorbild und der Kameradisplay-Wiedergabe. Tolle Übereinstimmung, mit Nikon so noch nie erreicht. Fujis automatischer Weißabgleich ist anscheinend das Maß der Dinge - wenn er etwas Richtung Orange gezähmt wird.
Im direkten Vergleich mit einer Samsung NX300 und 18-55 OIS Objektiv konnte ich feststellen, daß die NX300 bei Autofokus unter Schummerlicht schneller und dabei ebenso zielsicher trifft wie die X-T1 (insofern hege ich keine Zweifel daß die brandneue NX1 über einen spitzenmäßigen AF verfügt welcher Fuji deutlich hinter sich lässt), deren Bilddaten aber von Entrauschungsartefakten bei höheren ISO ab 1600 (XT1-ISO-6400 sieht definitiv "schöner" aus als NX300-ISO-3200) sowie einer grundsätzlich zu kalt und gleichzeitig satt wirkenden Farbwiedergabe geprägt sind. Globale Korrekturen der Farbwiedergabe gestalten sich bei NX300 nicht so überzeugend wie bei Fuji, gemessen am enormen Preisunterscheid zwischen X-T1 und NX300 ziehe ich dennoch meinen Hut vor der Leistung der NX300!

Meine Standardeinstellungen für STD und B/W mit Gelbfilter lauten:
automatischer Weißabgleich mit R+1 und B-2
Dateispeicherung RAW+F, DR Auto, H-1, S+0, Colour+0, NR-2
Mit Zeitautomatik, ISO-Automatik und Belichtungskorrekturrad lässt sich, außer bei Blitzeinsatz, herrlich entspannt fotografieren!
---
Nachtrag 03/2015: Wer nachlesen möchte wie wenig Mehrleistung zumindest die Lexar 2000x UHS-II-Karte bringt sei auf meine Rezension verwiesen. Ich glaube nicht daß die UHS-II-Karten von SanDisk oder Toshiba besser abschneiden würden. Wer entsprechende Erfahrungen hat möge diese gerne in den Kommentaren mitteilen.
---
88 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. Februar 2015
Bevor die Leser dieser Rezension gleich Protestbeiträge verfassen, möchte ich noch die folgende, allgemeine Anmerkung machen: Es handelt sich um einen persönlichen Vergleich zweier bei mir im Einsatz befindlichen Systeme und erhebt damit auch nicht den Anspruch auf wissenschaftliche Aspekte". Ich vermute aber, dass der eine oder andere Punkt doch nicht ganz uninteressant ist.

Warum also das Fuji X-System ? Ganz klare Antwort ist die Größe und Gewicht der Ausrüstung. Auf vielen meiner Reisen habe ich wenig Gepäck und meistens auch keine Zeit Objektive zu wechseln. Die klimatischen (Tropen) und auch die lokalen Verhältnisse erlauben keine zeitaufwendige Auswahl des Equipments. Nichts desto trotz benötige ich eine schnell einsatzbereite Kamera, der eine oder andere Schnappschuss wird auch schon mal aus dem Auto heraus gemacht (Bildstabilisator) und die Lichtverhältnisse sind auch sehr wechselhaft (Schatten !).

Habe ich eine Canon - Kamera (1DX oder 1D Mark IV) mitgenommen, nutze ich das 28 - 300, habe ich zwei Kameras im Einsatz, nutze ich das EF 16-35/2.8 L und das 70-200 2.8 L IS II. In jederlei Hinsicht tolle, aber eben schwere und voluminöse Kombinationen. Nicht unerwähnt möchte ich lassen, dass bei zwei Kameras immer eine am SunSniper Gurt und eine in einem thinktank - Holster transportiert wird. Ich denke, man hat einen guten Eindruck wie bepackt" ich unterwegs bin. Bezüglich der Qualität der Bilder und der Technik habe ich keinen Grund zur Klage !

Um diese Gepäckbelastung deutlich zu reduzieren, bin ich auf das spiegellose Fuji X - System gestoßen, wobei ich aus der Gewohnheit heraus immer auch einen Sucher in der Kamera brauche und nicht gerne über ein Display arbeite.

Begonnen habe ich mit der XT-1 und dem Objektiv XF 18-135 F3.5-5.6 (Kleinbildäquivalent: 27-203mm), mittlerweile habe ich auch die X-Pro 1 (Der aktuelle Preis für das Gehäuse macht die Kamera einfach attraktiv.) und die Objektive XF 10-24 F4 (Kleinbildäquivalent: 15-36mm) und auch das XF 50-140 mm F2.8 (Kleinbildäquivalent: 75 - 210mm). Diese Ausstattung ist also von den Zoom - Brennweiten durchaus vergleichbar mit der Canon - Ausrüstung, wobei ich mir ein lichtstärkeres Weitwinkel-Zoom wünschen würde.

Nun aber zu den konkreten Erfahrungen:

Positiv:

* Größe und Gewicht der Ausrüstung: Selbst bei einer Mitnahme von zwei Kameras hat man eine deutliche Reduzierung von Gewicht und Volumen. (Die XT-1 wird mit einem SunSniper Gurt getragen, die X-Pro 1 in einer SubUrbanDisguise 5 - Tasche von tinktank, in der auch die Ersatz-Akkus Platz haben.)
* Auch wenn beide Kameras (XT-1 und X-Pro 1) nur mit einem zusätzlichen Handgriff bzw. dem zusätzlichen Batteriegriff wirklich gut in der Hand liegen, ist das Handling in beiden Fällen trotz erheblich kleinerer Bodies ohne Einschränkungen optimal.
* Die Menüführung ist einfach und verständlich, über die Q-Taste lassen sich die wesentlichen Funktionen schnell anwählen und darüber hinaus kann man bei beiden Kameras einige Tasten individuell belegen.
* Das manuelle Eingreifen in den Automatikbetrieb zum individuellen Einstellen der Blende, Verschlusszeit, ISO oder Auf-/Abblenden geht schnell und unkompliziert. Meine eigene Wahrnehmung ist, dass es sogar leichter als bei Canon geht. Gerade dies motiviert, die Einstellungen immer öfter auch individuell vorzunehmen.
* Der elektronische Sucher gibt einem einen guten, ersten Eindruck vom fotografierten Bild, Veränderungen der Einstellungen können quasi in Echtzeit im Sucher mitverfolgt werden.
* Die Qualität der Bilder ist toll und ich habe praktisch keinen Unterschied zu Canon fest-stellen können.
* Bei geringem Licht lassen sich bis zu ISO 1.600 brauchbare Bilder machen, die die Lichtverhältnisse schön und realistisch einfangen.
* Die automatische Einstellung von Belichtungs- und ISO - Reihen geht kinderleicht und ist aus meiner Sicht im Verhältnis zu Canon einfacher gelöst.
* Bei der XT-1 wird ein kleiner Aufsteckblitz mitgeliefert, der in jede Hosentasche/kleine Fototasche passt und bei schwierigen Lichtverhältnissen (Schatten !) das Bild gut belichtet.
* Mit beiden Kameras ist ein unauffälliges Arbeiten möglich. Dies erklärt sich nicht nur aus der Größe der Ausrüstung, ich habe auch nicht diese auffällig hellen L - Objektive von Canon (Wer hat bloß diese Farbe erfunden ? Selbst Nikon kann dies besser.), die einem immer gleich auch die nicht immer erwünschte Aufmerksamkeit bescheren.
* Zwischen Einschalten und Betriebsbereitschaft vergehen nur wenige Sekunden.
* Der Preis für beide Fuji - Kameras ist im Vergleich zu den beiden Canon - Geräten deutlich attraktiver, denn man bekommt im Verhältnis fast die gleiche Leistung für ein Viertel des Preises. Bei der X-Pro 1 ist das aktuelle Preisniveau aus meiner Sicht ein Schnäppchen für eine tolle Kamera. Es ist natürlich Geschmackssache, ob man die XT-1 lieber in Silber hat und dafür aktuell EUR 200,-- mehr bezahlen möchte, doch nach dem Firmware - Update im Dezember 2014 gibt es technisch keine Unterschiede mehr.

Negativ:

* Der elektronische Sucher ist bei starkem Einfall von Sonnenlicht nahezu unbrauchbar und man muss dann schon die zweite Hand zum Abdecken hinzunehmen. Dies kostet Zeit und manchmal auch die Spontanität eines guten Bildes.
* Die Akkulaufzeiten bzw. auch die Qualität der Akkus kann mit denen von Canon nicht mithalten. 2 - 3 Ersatz - Akkus werden bei einem ganztägigen Einsatz benötigt.
* Bei der XT-1 ist das Wechseln des Akkus in der Kamera bei aufgeschraubtem Batteriegriff nur möglich, wenn man auch den Griff abschraubt. Auch sollte man die Verschraubung des Batteriegriffes regelmäßig überprüfen.
* Trotz Log - Taste öffnet sich der Batteriegriff bei der XT-1, wenn diese frei am SunSniper Gurt getragen wird. Der Akku kann zwar nicht herausfallen, aber dies genügt nicht dem Anspruch an eine professionelle Kamera. Bei Canon sind die Verschlüsse um Lichtjahre besser gesichert.
* Das Wählrad für das Auf- und Abblenden ist bei beiden Kameras nicht arretiert (Warum eigentlich nicht ?) und verstellt sich leicht. Zieht man die Kamera aus der Tasche, sollte man die Einstellung immer sofort kontrollieren bzw. wieder korrigieren. Dies ist bei Canon auch besser gelöst.
* Eine ähnliche Problematik ist die Einstellung der Blende am Objektiv. Auch bei diesem Ring besteht die Gefahr einer Verstellung wenn die Kamera am SunSniper Gurt hängt.
* Der AutoFokus arbeitet unter normalen Lichtverhältnissen gut und schnell, fokussiert aber bei schlechteren Lichtverhältnissen schon sehr (X-Pro 1) bzw. etwas (XT-1) langsam.
* Das Anwählen einzelner AutoFokus - Felder geht bei Canon schlichtweg schneller.
* Die 4 Steuerungstasten bei der XT-1 lassen sich nicht immer einfach und schnell drücken bzw. sind für meine offensichtlich zu dicken Finger etwas zu klein. Die Tasten sind sehr tief versenkt und haben eine schlechte Haptik. Das Canon - Drehrad" ist einfach handlicher.
* Die Serienbildfunktion ist spürbar langsamer als bei Canon. (Ich brauche diese Funktion allerdings eher selten bzw. macht es für einen ambitionierten Amateur einen Unterschied ob es denn 6 oder 8 oder 12 Bilder pro Sekunde sind ?)
* Der Weißabgleich für Neonlicht ist für meine Wahrnehmung schlichtweg nicht gelungen bzw. funktioniert im Automatikmodus besser.
* Die Abdeckungen gegen Feuchtigkeit sind subjektiv betrachtet nicht ganz so vertrauens-erweckend wie bei Canon.
* Beide Kameras können nur eine Speicherkarte aufnehmen.

Fazit:

Auch wenn in vielen Foren schon vom Abgesang auf die Spiegelreflex - Kameras die Rede ist, benutze ich wann immer es geht noch meine Canon - Ausrüstung. Aber die beiden kleinen" Fuji - Kameras haben es mir angetan und sie sind sehr geschätzte Begleiter auf meinen Reisen. Wenn sich Sucher und kleine Details bei der Verarbeitung noch verbessern, dann könnte ich den Wechsel vielleicht doch komplett vollziehen. Ich gebe volle Punktzahl, weil die Kameras ihren Zweck erfüllen und auch preislich unter den Canon Kameras liegen, aber ich gebe zu bedenken, dass vielen kleinen Dingen die Qualitätsanmutung einer Canon - Kamera fehlt.
66 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
175 von 191 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. März 2014
Zu Beginn muss ich gleich zwei Dinge loswerden/erwähnen. Erstens - meine Rezensionen beziehen sich selten auf technische Details. Das liegt anderen besser und dazu gibt es genug Angaben im Netz/vom Hersteller. Mir geht es mehr um das "Produktgefühl". Man kauft so manches ja nicht nur aus rein technischen und sachlichen Gründen. Zweitens - es ist eine Frechheit der Fuji X-T1 eine Bewertung von EINEM Stern zu geben! Das musste ich doch wirklich noch mal erwähnt haben und ich hoffe, dass sich von solchen Rezensionen kein interessierter Käufer abhalten lässt.

In den letzten 11 Jahren durfte ich 15 Kameras mein eigen nennen. Angefangen bei einer 3MP-Tchibokamera und diversen anderen Kompaktkameras, bis zur Canon 5d Mark 2 bzw. 3. Ich bilde mir also ein, dass ich eine gewisse Erfahrung habe. Nachdem ich einige Jahre die Vorteile einer Canon 5d Mark 2/3 genossen habe, wurde mir irgendwann klar, dass es als Amateur keinen "Sinn" macht ständig eine riesige und schwere Ausrüstung mitzuschleppen. Wenn das gesamte Handgepäck im Urlaub schon für Kameratechnik flöten geht, dann macht man sich schon Gedanken. Als Zweitkamera musste es dann irgendwann die Fuji x100 sein. Kurz darauf kam die Fuji X-Pro1 ins Spiel und relativ schnell war dann klar, dass das der Weg für die Zukunft war. Kurzerhand wurde die gesamte Canonausrüstung verkauft.

Damit kommen wir auch schon zu den Vorteilen des gesamten Fuji-X-Systems. Größe/Gewicht auf ein Minimum reduziert und Qualität wie man sie nur von einer guten DSLR mit guten Objektiven kennt.

Lange war ich mit der X-Pro1 absolut zufrieden und eigentlich gab es keinen wirklichen Grund zu wechseln. Das dachte ich, bis ich die X-T1 beim Fachhändler meines Vertrauens ausprobieren durfte. In die Hand genommen, ans Auge geführt und sofort gewusst - ich bin zu Hause! Die Fujikameras sind einfach sehr viel mehr wie einfach nur technische Daten. Ich hatte Kameras von fast allen gängigen Herstellern (Canon, Sony, Nikon, Panasonic, Fuji) und keine Kameras machen so eine Lust aufs Fotografieren wie die Fujimodelle. Die x100 hatte damals einige sehr störende Nachteile, aber dennoch habe ich mit ihr etliche Bilder gemacht. Auch die X-Pro1 war am Anfang lahm ohne Ende und hier und da noch nicht ausgereift, aber das vergisst man einfach, wenn man Momente eingefangen hat, bei denen man sonst nicht die große DSLR ausgepackt hätte und eine Kompaktkamera einfach nicht mitkommen würde.

Bevor aber jetzt wieder jeder denkt "Kann der auch was Sinnvolles erzählen und/oder wird der von Fuji bezahlt"...

Zwei Gründe sprachen dann aber dennoch sofort für einen Wechsel zur X-T1. Als ich die X-Pro1 kaufte, da war ich noch kein Brillenträger. Als ich es dann wurde, da merkte ich sehr schnell, dass der Sucher einfach nicht für Brillenträger geeignet ist. Einfach zu klein und um das komplette Bild zu sehen. Das ist bei der X-T1 sehr viel besser gelöst. Zudem kann man das Sucherbild im Sucher in zwei Größen anzeigen lassen. Selbst die kleinere Abbildung ist mehr als ausreichend und als Brillenträger sieht man wirklich das komplette Bild. Der zweite Grund ist der Autofokus. Durch diverse Firmwareupdates wurde der in der X-Pro1 zwar auch deutlich besser, aber die X-T1 ist noch mal spürbar schneller und sicherer. Das waren beides Dinge, die mich bei der X-Pro1 einfach störten und die jetzt behoben sind.

Wichtige Verbesserungen zur X-Pro1 für mich waren insgesamt
- Sucher
- Autofokus
- Gehäuse/Verarbeitung: Geschützt gegen Staub und Spritzwasser; bessere Haptik, da besserer Handgriff/Handmulde; absolut solide Verarbeitung
- Wifi
- Display: Endlich ein Klappdisplay! Auch wenn immer noch einige meinen, dass ein Klappdisplay "unprofessionell" und unnötig sei, ich finde es mehr als nützlich.
- Video: Ist schon deutlich besser geworden, aber mit den Videospitzenreitern kann bis jetzt keine Fujikamera mithalten. Kann man also als Vor- und Nachteil sehen. Immerhin gibt es jetzt einen direkten Videoknopf und man muss nicht mehr erst durchs Menü.
- Handgriff: Darf ich noch nicht mein eigen nennen, aber ist schon so gut wie gekauft. Da ich recht viele Portraits fotografiere ist das für mich mehr oder weniger ein Muss. Mit über 200 Euro ist dieser allerdings ziemlich teuer!
- Blitz: Ja auch hier scheiden sich die Geister. Canon verzichtet bei ihren Vollformat-Kameras ja gerne auf den internen Blitz. Soll wohl wieder professioneller wirken, macht aber einfach keinen Sinn. Fuji verbaut keinen Blitz im X-T1-Gehäuse, liefert aber einen kleinen Aufsteckblitz mit. Finde ich super, denn der ist wirklich sehr klein, braucht keine Batterien und steht auf der Kamera so hoch, dass er auch bei größeren Objektiven hoffentlich keinen Schatten wirft. Mehr wie ein Aufhellblitz ist er natürlich nicht, aber man braucht ihn äufter als man denkt.
- ISO: Die Rauscharmut war ja schon immer ein Vorteil der Fuji-X-Serie, aber mit der X-T1 hat man dies noch einen Tick verbessert. Besonders ab ISO 3200.
- Preis: Ja ich weiß auch, dass 1600 Euro für eine Kamera mit einem 18-55mm viel Geld ist, aber das Preis-Leistungs-Verhältnis ist einfach super. Wenn einem Video nicht so wichtig ist, dann bekommt man einfach kaum sonst wo so viel für so "wenig" Geld.
- Kartenslot: Nicht mehr unten, sondern an der Seite. Der Handgriff muss also nicht gelöst werden, wenn man die Karte entnehmen will.
- FN-Tasten: Viele freibelegbare Tasten. Ich habe sofort die fordere FN-Taste mit "Fokuspunktwahl" belegt! Einfach super!
- Zeitraffer: Noch nicht ausprobiert, aber das wird sich bald ändern. Viele Beispiel"videos" sind einfach klasse!

Aber man muss ja ehrlich sein und daher ergeben sich auch ein paar nicht so perfekte Lösungen
- ISO-Einstellrad: Um dieses zu drehen muss ein Knopf in der Mitte des Rades gedrückt werden und zwar ständig. Das finde ich teilweise sehr umständlich, wenn man gerade durch den Sucher schaut. Bei dem Zeitwahlrad muss man nur einmalig drücken, um das Rad aus dem A-Modus zu lösen. Warum also nicht auch beim ISO-Rad?
- 4-Wege Knöpfe Rückseite: Als Mann habe ich relativ große Hände und tue mich teilweise schwer diese 4 Knöpfe zu bedienen.
- USB-Kabel: Es wird KEIN USB-Kabel mehr mitgeliefert! Was soll das Fuji!? Aber nicht so schlimm wie Sony, die gerne mal das Ladegerät weglassen!
- USB-2.0: In der heutigen Zeit wäre 3.0 schön gewesen.

Wem ist die Fuji X-T1 also zu empfehlen
- Amateur/Hobbyfotografen: Ein gewisses Vorwissen sollte vorhanden sein. Blende, Verschlusszeit, ISO sollten keine Fremdwörter sein. Viele Amateure wollen ungern ständig RAW-Daten bearbeiten. Diese werden mit der X-T1 absolut glücklich werden. Die verschiedenen Film-Simulationen ergeben für alle Situationen grandiose Jpeg-Ergebnisse. Besonders kann ich die Kamera Personen empfehlen, die gerne S/W-Aufnahmen machen. Die S/W-Simulation (mit wählbaren Farbfiltern) ist super. Lichter und Schatten können nach Belieben verändert/angepasst werden. Wer braucht da noch eine Leica-Monochrom. ;-)
- Semi-Profis bis Profis: Sicherlich wird ein Sportfotograf so schnell keine X-T1 kaufen, aber ansonsten ist die Qualität einfach auf höchstem Niveau. Das kommende 56mm f1.2 wird dabei sicherlich eine Menge Portraitsfotografen glücklich machen. Auch Studioblitze können verwendet werden und so manch ein Profifotograf ist ja schon umgestiegen.
- Straßenfotografen!!: Oh was ein Traum! Die X-T1 ist nicht so leise wie eine X100s, aber immer noch so unscheinbar, dass sich kaum einer "bedrängt" fühlen wird. Wer schon einmal mit einer Vollformatkamera durch die Straßen gelaufen ist, der wird merken, dass wirklich jeder zweite gafft. Gerade, wenn man noch ein riesiges Objektiv drauf hat. Das, was die Leica-Kameras immer ausgemacht hat, das hat Fuji perfekt für sich genutzt. Man fühlt sich einfach nicht "bedroht" von dieser Kamera.
- Frauen: Bevor ich jetzt als Machoschwein beschimpft werde, es ist absolut positiv gemeint. Ich kenne viele Frauen, die eine DSLR nicht mögen, weil sie zu groß und auffällig ist. Auch die freundliche Verkäuferin im Fotofachgeschäft war absolut begeistert von der X-T1.

Nicht zu empfehlen ist die Fuji X-T1
- Anfängern: Wie erwähnt, auch die Automatikfunktion und die Film-Simulationen ergeben sehr gute Ergebnisse, aber auf "Automatik" sollte man die X-T1 nun wirklich nicht auf Dauer nutzen. Damit würde man eine Menge Möglichkeiten vergeben. Gerade bei den tollen Objektiven.
- Sportfotografen: Wer beruflich eine Canon 1DX oder eine Nikon D4 gewohnt ist, der wird mit der X-T1 nicht glücklich. Das gilt allerdings auch für 99% aller Kameras. Ein Sportfotograf braucht einfach die schnellste Kamera mit dem besten Autofokus und das sind nun einmal die zwei genannten Kameras.

Ich hoffe, ich konnte dem ein oder anderen mit meiner Rezension weiterhelfen. Für Fragen und Kommentaren stehe ich gerne Rede und Antwort.

Noch ein kleiner Tipp. Wer die englische Sprache gut beherrscht, der sollte bei Youtube mal "X-Photographer's talk show - Bert Stephani" eingeben und das erste Video anschauen. Eine halbstündige Präsentation eines Profifotografen über das Fuji X-System und der bringt alles sehr gut aufn Punkt. Wirklich empfehlenswert!
1010 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
94 von 103 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Ich denke, ich bin bei Digitalkameras inzwischen angekommen: Bei Fujifilm. Das Bedienkonzept, von einigen mir unverständlichen Kritiken hier bemängelt, ist genial. Keine überflüssigen "Bells and whistles", keine entbehrlichen Motivprogramme, sondern ein Zeitenrad und eine Blendenvorwahl mit je einem "A" für Automatik. Ich verwende meistens Zeitautomatik für Landschafts- und Portraitaufnahmen. Das alles hatte schon die X100 als Konzept (hatte ich kurz), es kam dann identisch mit der X-Pro 1 (die kam für die X100) und es blieb bei der X-T1 (mein Neuzugang).

Das Bedienkonzept. Es ist alles logisch aufgebaut, so gut wie alle Knöpfe sitzen da, wo sie sitzen sollen. Ich habe kürzlich meine Contax RX herausgeholt und bis auf das Gewicht hatte ich das Gefühl, dass die Fuji-Ingenieure bei diesem leider vom Markt verschwundenen Hersteller viel gelernt (abgekupfert) haben. Auch die Hasselblad X-Pan stand Pate bei der Entwicklung (ist ja eine Fuji-Entwicklung) und die war ebenfalls eine herausragende Kamera.

Die Fuji-Entwickler hören auf das Feedback ihrer Nutzer. War es bei der X100 und auch bei der X-Pro 1 noch oft vorgekommen, dass sich das Rad für die Belichtungskorrektur versehentlich in der Kameratasche verstellen konnte, ist es nun bei der X-T1 viel straffer eingestellt. Dinge, die sinnvoll sind, werden von Kameramodell zu Kameramodell weitergeführt, sodass man sich sofort auskennt, wenn man von Analog auf Digital umsteigt oder von früheren Fuji-X-Modellen auf die X-T1. War der Autofokus der X-Pro 1 noch etwas behäbig, ist er nun bei der X-T1 pfeilschnell.

Ok, die Kamera ist vielleicht nichts für den Gelegenheitsknipser, der sich mit Dingen wie Blendeneinstellung oder Belichtungskorrektur nicht herumschlagen möchte. Obwohl auch der bei der Bildqualität auf seine Kosten käme. Selbst in der "Idioteneinstellung" (beide Automatiken auf "A" und Bildqualität auf JPEG-Fine) würde die Kamera in 99 Prozent der Motive nahezu perfekt belichten und einwandfreie Bilder abliefern.

Überhaupt die Bildqualität: In Verbindung mit den wirklich traumhaften Objektiven, die inzwischen in einer erstaunlichen Vielfalt von Fuji auf den Markt gebracht wurden, liefert der Sensor der X-T1 Bilder von herausragender Schärfe und Farbtreue. Ich hatte zuvor eine Canon 5D mit ausschließlich Zooms der L-Reihe von 17-200mm sowie Festbrennweiten verwendet, bevor ich zu Fuji wechselte. Die Bildqualität der X-T1 (wie auch ihrer Vorgänger) ist der von Vollformatkameras ebenbürtig (wenn auch keine Häuser mit den Bildern bespannt werden können, weil die Auflösung der Kamera auf sinnvolle 16 Megapixel limitiert ist). Für den normalen Gebrauch, dh. Fotos bis A2-Größe lässt der Sensor in Verbindung mit den Objektiven auch kritische Fotografen nichts vermissen. Was mich an den Bildern begeistert ist die Neutralität und gleichzeitige Lebendigkeit der Farben. Vor meiner digitalen Zeit fotografierte ich mit Contax-Kameras und Zeiss-Objektiven und endlich finde ich diese Farben wieder: Neutral und doch mit einer Tiefenstaffelung, die mich immer noch ins Staunen bringt, auch wenn ich schon fast zwei Jahre mit dem Fuji-System unterwegs bin.

An der X-T1 begeistert mich, dass ich diese Bilder von Reisen und Sessions zurückbringe, ohne mich zu Tode schleppen zu müssen, wie es zuvor bei meinem Vollformat-System der Fall war. Dem weine ich keine Träne nach. Eine Tagesausrüstung (X-T1 mit 18-55 und 55-200 samt Filtern) passt in die kleinste Fototasche (zB. bei mir eine Tamrac Velocity 5). Wenn ich mit Infrarot-Filtern unterwegs bin, verzichte ich auf die Zooms, dann passt immer noch alles in diese Tasche (15/23/60mm samt X-T1 und Filtern und Ersatzbatterien).

Gibt es auch etwas, was ich bemängele? Ja, es gibt eine unlogische Sache. Ein bisschen unlogisch jedenfalls: Wenn an der Kamera der Ruhemodus eingestellt ist (Kamera geht nicht in den Tiefschlaf, sondern ist betriebsbereit, sobald der Auslöser leicht berührt wird), ist das Blitzen deaktiviert. Das ist blöd weil der kleine mitgelieferte Blitz so schnell zu Hand ist und in Verbindung mit der phänomenalen Lichtempfindlichkeit der Sensoren als Aufhellblitz so praktisch ist. Stelle ich aber den Ruhemodus aus, um blitzen zu können, schaltet die Kamera nach der voreingestellten Zeit komplett ab und man muss sie aus- und einschalten, um wieder fotografieren zu können. Das war schon an der X-Pro 1 nervig und das wurde beibehalten. Aber damit kann man gut leben. Zumal ich an der X-T1 so gut wie nie einen Blitz brauche. Selbst ISO 3200 ist noch knackscharf ohne große Artefakte, voreingestellt ist bei mir, dass die X-T1 zwischen 200 und 1600 ISO wählen darf, was sie für richtig hält, um die Mindestbelichtungszeit von 1/60sec nicht zu unterschreiten. An den Bildern sieht man so gut wie keinen Unterschied.
Was noch gewöhnungsbedürftig ist: Die Batteriestandzeit ist nicht besonders lang. Deutlich kürzer als bei der Canon 5D, etwas kürzer als bei der X-Pro 1. Ich könnte es nicht in Bildern ausdrücken, aber wenn ich an einem Tag ungefähr 200-300 Bilder heimbringe (davon 10-15 Schwenkpanoramen), dann wird es mit einem Batteriesatz mehr als eng. Ich habe inzwischen zwei weitere Akkus von Fuji (die nachgebauten haben mich alle nicht wirklich überzeugt) und damit ist alles prima. Der Hybridsucher der X-Pro 1 zog schon weniger Strom, wenn man das Display nicht benutzte und statt dessen ausschließlich durch den Durchsichtsucher blickte. Das gibt es bei der X-T1 nicht mehr, da man auf die beiden herausragenden Monitore im Sucher und im Rückdisplay (das jetzt nach oben und unten verschwenkbar ist, was ich sehr begrüße) angewiesen ist. Aber leicht zu verschmerzen, hat man immer einen Reserveakku dabei.

Alles in allem die wirklich beste Digitalkamera, die ich je hatte: Leicht, schnell, lebendige, neutrale Farben, überzeugendes und logisches Bedienkonzept. Ich würde sie jederzeit wieder kaufen.
1919 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Dezember 2014
Ich würde sagen ich bin ein ambitionierter Hobby-Fotograf und hatte bis dato 8 Jahre eine CANON 30D mit guten Objektiven+Blitz die mir immer sehr gute Dienste geleistet hat. Warum dann der Wechsel und was war wichtig?
1. Ich wollte eine zeitgemäße top Bildqualität (Low Light und Auflösung)
2. Ich wollte eine gute Objektivauswahl
3. Ich wollte etwas transportables (Gewicht und Volumen)
Ich habe lange gerungen mit einer Vollformat Kamera um best-off Bildqualität zu haben. Dann las ich diverse Größen und Gewichtsvergleiche von Nikon/Canon FF Ausrüstungen mit spiegellosen Systemen und dachte: "Nee ich habe keinen Bock mehr auf die Schlepperei - ich will was kompaktes mit TOP Bildqualität wo ich auch Lust habe es einzupacken und Überall mitzunehmen um es zu nutzen - also spiegellos!". Was gibts da? Sony? --> (leider, leider von der Objektivauswahl zu mau - ein Adapter für Drittanbieter Linsen - nee echt nicht - kauf doch nicht was kompaktes um zusätzlich wieder was ran zu schrauben! Leider!). Olympus OMD? --> (echt interessant, top Body, top Objektive, aber Schwächen bei LOW-Light und irgendwie der Gedanke ein noch kleinerer Sensor? Nee!). Also Fuji! WOW teuer! AABER: Punkte 1-3 sind erfüllt! Also habe ich Body+18-135mm+10-24mm+23mm+56mm+EF-42 gekauft und die Lens Road-Map verspricht noch einiges! Was habe ich bekommen?
Body PRO: Super Materialien, wertig, wie eine D-SLR! Ich lerne fotografieren! Ich nutze gerne die Automatiken, aber es macht einfach Spaß die manuellen Einstellmöglichkeiten zu nutzen! Suchtpotential! Der elektronische Sucher! Bildqualität ist voll überzeugend. Ein Traum ISO 3200 Aufnahmen zu entwickeln! Der Weißabgleich ist einfach überwältigend. Ich habe immer RAW fotografiert, jetzt nutze ich die JPEG der Kamera bei Tageslicht und den meisten Aufnahmen. RAW nur noch für Fotos meiner Galierien. Bei dem Thema RAW kann ich nur sagen ich bin mit dem Output von LR voll zufrieden. Habe Photo Ninja zum Vergleich probiert und kann keinen Grund finden warum ich auf die umfangreichere Ausstattung von LR verzichten sollte.
Body NEUTRAL: Erwartungsgemäß alles etwas kleiner, die Bedienräder mit Sicherung etwas fummelig, aber für die Größe super gelöst. Das 4-Wege Kreuz echt nicht optimal, aber nicht so schlecht wie oft beschrieben. Beim verstellen des ISO Rades dreht sich tatsächlich der Schalter darunter mit - nicht toll aber wenn es einem bewusst ist dann geht's. Aufgrund der Kompaktheit sind die Bedienelemente nur zu bedienen indem das Auge vom Sucher weggenommen und die Einstellung gesucht wird. Bin ja zum Glück kein Sport Fotograf.
Body CON: Ihr braucht echt zusätzliche Akkus! Die Klappe zur Speicherkarte wird bestimmt nicht ewig halten! Das Geld muss man schon in die Hand nehmen WOLLEN!

Fazit: Achtung! Systemkamera aber kein Spielzeug und ein optisch schöner Apparat zur Steigerung des bewussten fotografierens! Nichts für sorglos Knipser, Schnellschützen und brauch was in der Hand Typen. Dafür gibt es besseres und günstigeres. Dafür Top Bildqualität für Hobbyfotografen, Enthusiasten, auf das wesentliche Fokussierte ohne Angst vor voll oder tlw. manueller Bedienung. Super Fujinon Objektive alles aus Metall und spitzen Leistungen in der Abbildung und Offenblende. Das 56mm mit f1,2 ist unbeschreiblich scharf. Mit dem 23mm f1,4 ein kompakter immerdabei Traum. Für mich das aktuell beste und ambitionierteste spiegellose System-Paket aus Elektronik (Body) und Optik (Linsen) mit Schwächen im Detail und durch die geringe Größe ergonomischen Einschränkungen. Aber Fuji pusht dieses System was mich zuversichtlich macht hier richtig in die Zukunft investiert zu haben. Ein Stern Abzug wegen dem hohen Stromverbrauch, der Qualität von Akku und Speicherkarten Klappe und bitte bei der X-T2 einen etwas größeren Grip siehe Sony alpha 7 mk2 oder Olympus OMD-der täte der Kompaktheit kaum weh.
11 KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
33 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. Oktober 2014
aber mit Mängeln in der Ergonomie.
Ich habe mir vor kurzer Zeit ebenfalls die X-T1 zugelegt und bin noch in der Findungsphase. Mein bisheriger Eindruck: Vieles ist wirklich gut gemacht und deutlich verbessert ggü. der X-E2 (die ich ebenfalls besaß) - auch wenn man mal die unterschiedlichen Konzepte der beiden Kameras außen vor lässt.
Die Bildqualität muss ich nicht beurteilen, hier sind mittlerweile alle Kamera auf diesem Preisniveau so gut dass es eigentlich keine schlechte Alternative gibt. Fuji reiht sich dort ein, von mir gibt es hier keine Kritik: Die Bilder sind scharf und haben einen hohen Dynamikumfang der mir bei der Bearbeitung mit Lightroom viel Spielraum in den Lichtern und Schatten lässt. Was mir gut gefällt ist dass die Bilder auch direkt aus der Kamera als Jpeg bereits sehr stimmig sind. Die verschiedenen Filmsimulationsmodi helfen den eigenen Geschmack noch besser zutreffen. Alles in allem sehr gut!.
Der Autofokus ist m.E. bzgl. Präzision sehr gut, bzgl. der Geschwindigkeit in Ordnung. In verschiedenen Situationen (Single shot modus) ist er gefühlt etwas langsamer als mit meiner Nikon D800 und meiner Olympus OMD, aber auf jeden Fall schnell genug. Die Verfolgung bewegter Objekte habe ich nicht intensiv getestet - zur Sicherung scharfer Bilder stelle ich in diesem Modus (bei allen meinen Kameras) regelmäßig Schärfepriorität anstelle von Auslösepriorität ein. In dieser Einstellung scheint nach ersten Versuchen auch die Fuji gut zu arbeiten.
Die häufige Kritik über die nötigen Tastendrück zur Entriegelung der Drehräder ist sicher gerechtfertig, hat in der Praxis für mich aber keine Bedeutung weil ich die betroffenen Räder (ISO und Belichtungszeit) schlichtweg selten verändere (ich arbeite meist mit Blendenvorwahl). Insofern kein Kritikpunkt für mich. Das vordere Drehrad ist für mich etwas zu weit zur Kameramitte gelegen sodass ich es mit der Kamera am Auge meist nicht auf Anhieb ertaste, damit kann ich aber leben.
Was für mich eine Katastrophe ist sind die vier kreisförmigen Tasten auf der Rückseite verbunden mit der Tasache dass ich die Verschiebung des Autofokusfeldes erst über einen Tastendruck aktivieren muss. Eine blinde Benutzung dieser vier Segmenttasten ist faktisch nicht möglich. Die Tasten sind zu stark versenkt, zugleich sehr klein und haben einen sehr bescheidenen Druckpunkt. Zum verschieben des Autofokusfeldes muss ich praktisch immer die Kamera vom Auge nehmen und muss die Tasten manchmal mit dem Fingernagel bedienen, weil ich sie mit der Fingerkuppe nur schlecht ertaste (nein, ich habe keine 'Wurstfinger')... Da ich diese Tasten in der Praxis sehr häufig benötige macht dieser Punkt ein zügigis Arbeiten so schwierig, dass ich derzeit nicht sicher bin ob die Kamera für mich die richtige Wahl ist. Für mich ist Ergonomie in einer Zeit in der alle Kameras auf sehr hohem technischem Niveau spielen ein sehr wichtiger Punkt. Durch das Bedienbarkeitsproblem steht für mich die Fuji der OM D gegenüber hinten an... auch wenn sie im Rauschverhalten in höheren ISO-Bereichen (>800) ggü. der Oly leichte Vorteile haben mag.
In der Summe iherer technischen Eigenschaften - auch im Vergleich zur Olympus OMD - bewerte ich 4 Sterne, dazu einen Stern Abzug wegen der für mich doch stark beeinträchtigenden Bedienbarkeit der Segmenttasten, die ich in der Praxis sehr häufig benötige.
22 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Oktober 2014
Zur Kamera:
Die X-T1 überzeugte mich in den letzten Wochen so sehr, dass ich jetzt meine DSLR Ausstattung verkaufe!

Positiv:
+ Verarbeitung
+ Haptik (ganz ohne Zusatzgriff)
+ Gewicht
+ Handling
+ Sucher
+ Display
+ Auslöser (die Druckpunkte sind deutlich spürbar)
+ Autofokus, AF-S und AF-C (allerdings erst nach dem einmaligen ändern von Stromsparfunktionen in den Kameramenüs)
+ WLAN und App
++ Bildqualität (RAW + JPG)

Neutral:
o Batterieladung ist nicht überwältigend, aber für diese Kameraklasse normal. Einen zweiten Akku nehme ich immer mit.

Negativ:
- Das Rad für den Drivemode, welches sich direkt unter dem ISO Rad befindet, sitzt etwas locker für meinen Geschmack. Bei ISO Änderung verstelle ich oft ungewollt den Drivemode.

Zum Objektiv:
Für ein Objektiv mit 7,5 fach Zoom ist sowohl die Abbildungsleistung, als auch die Bildstabilisierung extrem gut!

Warnungen zum Schuss:
Die Kamera macht richtig Spaß - und süchtig. Ausserdem: Achtung Folgekosten! Ich MUSSTE neue Kamerataschen kaufen, da die alten Taschen zu groß waren. ;-)
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
107 von 124 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Februar 2014
AUSGANGSLAGE
*****
Ich bin ambitionierter Amateurfotograf, habe eine Nikon D800 SLR-Digitalkamera und eine Canon G11. Die D800 bietet eine hervorragende Bedienung, Bild- und Verarbeitungsqualität, ist jedoch groß und schwer, weshalb ich sie oft nicht mitnehme. Die G11 ist relativ kompakt, die Aufnahmeeinstellungen sind jedoch umständlicher einzustellen, die Fokus- und Auslösegeschwindigkeit eher langsam und der Sucher ist derart ungenau, dass er effektiv nicht nutzbar ist.

Als Ersatz für meine G11 suchte ich lange nach einer Kamera, die ich auf Reisen, bei Wanderungen und bei der Street-Fotografie dabei haben kann, die qualitativ sehr hochwertig ist, eine gute (teil-)manuelle Bedienung bietet und möglichst ein Wechselbajonett hat. Mit der X-T1 habe ich die für mich passende Kamera gefunden.

[UPDATES:
1) Vergleich der X-T1 mit Nikon D800 (2.3.2014)
2) WLAN-Funktionalität (4.3.2014)
3) Spaß-Faktor (5.3.2014)
4) ausführlicherer Vergleich X-T1/D800 unter "Bildqualität" (6.3.2014)]

VERARBEITUNG
*****
Auf den ersten Blick wirkt die X-T1 wie eine Spiegelreflexkamera. Dies liegt nicht nur an der Gehäuseform und dem rechtsseitigen Handgriff, sondern auch daran, dass der elektronische Sucher nicht links, wie noch bei der Fujifilm X-E2 und der Fujifilm X100S platziert ist, sondern gehäusemittig angebracht ist.

Sofort fällt die hervorragende Verarbeitungsqualität des Gehäuses auf. Der hochwertig gummierte Handgriff ist ergonomisch geformt und herausgearbeitet. Er fasst sich schön an und wirkt keinesfalls billig. Auch nach längerer Bedienung am Stück mit feuchten Fingern ist die Gummibeschichtung nicht klebrig. Das Gehäuse ist spritzwassergeschützt und liegt damit mit professionellen DSLRs gleichauf. Allerdings gibt es zu Zeit noch kein Objektiv, das spritzwassergeschützt ist.

Das Gehäuse der X-T1 wiegt gut 400 Gramm und damit weniger als halb so viel, wie die Nikon D800. Die Kamera liegt trotz ihrer gegenüber einer professionellen DSLR deutlich kleineren Größe hervorragend in der Hand und lässt sich auch über längere Zeiträume bequem nutzen. Allerdings fällt auf, dass die Kamera bei Nutzung des 18-55mm Kit-Objektivs frontlastig ist. Das ist für mich an der Grenze des noch gut Handhabbaren und Tolerablen, da ich keinen Kameragurt nutze und die X-T1 ständig in der Hand trage. Wer einen Kameragurt nutzt, für den wird dies eher unwichtig sein.

KNÖPFE UND RÄDER
*****
Fotografen, die schnelle Einstellmöglichkeiten über Einstellräder und Knöpfe gegenüber einer Menüeinstellung bevorzugen, werden mit der X-T1 glücklich werden.
Das Gehäuse bietet auf der Oberseite 5 Einstellräder in 3 Gruppen. Alle sind leicht ablesbar und intuitiv positioniert. Links befindet sich das Einstellrad für die ISO-Empfindlichkeit und darunter nur seitlich ablesbar die Einstellungsmöglichkeiten für die unterschiedlichen Auslösemodi, wie Einzelbild, Serienbild und Belichtungsreihe. Rechts befinden die Einstellräder für die Belichtungszeit mit dem darunter angebrachten Rad für die Belichtungsmessung. Rechts außen befindet sich die in Belichtungskorrektur. Ebenfalls oben angebracht ist eine Videoaufnahmetaste sowie eine programmierbare Taste.
Das ISO-Einstellrad sowie das Zeitwahlrad sind über Druck-Sperrknöpfe gegen versehentliches Verstellen geschützt. Das Zeitwahlrad rastet in der Automatik-Stellung-Stellung ein, kann aber sonst frei bewegt werden. Das macht Sinn. Demgegenüber rastet das ISO-Rad bei jedem Schritt ein. Der Grund hierfür erschließt sich mir nicht. So muss ich bei jeder ISO-Einstellung umständlich die Feststelltaste lösen, was die Bedienung (und aus meiner Sicht unnötig) verkompliziert.

BEDIENKONZEPT DER EINSTELLRÄDER
*****
Das Bedienkonzept der Einstellräder ist ein hervorragender Kompromiss zischen manueller und automatische Bedienung. Jedes Einstellrad kann entweder manuell auf den gewünschten Wert eingestellt werden. Wer dies nicht will, kann das entsprechende Rad auf 'A' einstellen und damit den Automatik-Modus aktivieren. Die ISO-Automatik lässt sich über das Menü noch weiter einstellen. Dort können eine Standardempfindlichkeit sowie eine ISO-Obergrenze festgelegt werden. Außerdem kann man bestimmen, ab welcher minimalen Verschlusszeit die nächsthöhere ISO-Stufe gewählt wird. So ist man nicht einer gefühlt willkürlichen ISO-Automatik ausgeliefert.

Die Zeitvorwahl des Einstellrades reicht von 1/4000 Sekunde bis zu 1/1 Sekunde. Es gibt darüber hinaus auch einen BULB-Modus. Die Belichtungszeit lässt sich über das Einstellrad jeweils nur um den Faktor 2 einstellen (z.B. von 1/30 auf 1/60 Sekunde). Eine genauere Einstellung kann über das Einstellrad für den Zeigefinger an der Vorderseite getätigt werden. Das ist zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig. Man hat den Dreh dann aber schnell raus.

Die ISO-Empfindlichkeit über das Einstellrad kann nativ von ISO-200 bis 6400 geregelt werden. Zusätzlich gibt es eine LOW- und zwei HIGH-Einstellungen. Letztere können über das Menü auf ISO 12.800, 25.600 oder 51.200 programmiert werden können.
Die Belichtungskorrektur lässt sich in 1/3 EV-Werten von +3 bis -3 einstellen.
Vorn am Gehäuse befindet sich ein Wahlschalter, mit dem man den Fokusmodus auf Einzelautofokus, auf kontinuierlich oder auf manuell einstellen kann.

Insgesamt gibt es 6 programmierbare Tasten. Vier davon sind im Auswahlkreuz, eine Taste ist auf der Oberseite und eine weitere Taste auf der Gehäusevorderseite. Letztere nutze ich für eine Blendenvorschau.
Auf der Gehäuserückseite befinden sich insbesondere Tasten für AE-L (Belichtungsspeicher), AF-L (Fokusspeicher) und ein Schnellmenüzugriff.

ELEKTRONISCHER SUCHER (EVF)
*****
Ein echtes Highlight der X-T1 ist ihr elektronischer Sucher. Dieser ist wirklich eine Wucht und hat mich absolut positiv überrascht, denn er kommt dem Sucher einer echten Vollformatkamera unglaublich nahe. Zunächst einmal ist dieser Sucher wirklich riesig! Der Sucher der X-T1 ist gefühlt noch größer als der Sucher meiner Nikon D800. Der elektronische Sucher ist mit 2,4 Millionen Punkten extrem hochauflösend und hat ein klares Bild - einzelne Pixel sind kaum zu erkennen. Der Sucher ist wirklich ausgesprochen hell. Außerdem gibt es eine praktisch kaum mehr wahrnehmbare Verzögerung, wenn man die Kamera schwenkt. Dies gilt auch in Low-Light-Situationen.

Ein echter Vorteil eines elektronischen Suchers gegenüber dem Sucher einer DSLR ist, dass man bereits im Sucher erkennt, wie das Bild im Ergebnis belichtet wird. Man sieht also sofort, ob die dunklen Bereiche schwarz sind oder ob das Bild insgesamt über- oder unterbelichtet ist. Im Sucher werden zahlreiche wichtige Daten eingeblendet. Neben ISO-Empfindlichkeit, Belichtungszeit und Blende werden auch eine Wasserwaage, ein Entfernungsmesser und ein Histogramm angezeigt. Schön ist dabei auch, dass sich die eingeblendeten Daten je nach Kameraausrichtung (Hoch-/Querformat) mitdrehen und so immer ablesbar sind.

Der große elektronische Sucher hat einen weiteren Vorteil. Wer manuell fokussiert, kann neben den Sucher einen vergrößerten Bildausschnitt anzeigen lassen, um besser scharf zu stellen.

BILDSCHIRM
*****
Die X-T1 bietet auch einen Bildschirm, der um 90 Grad nach oben und 45 Grad nach unten klappbar ist. Für Makroaufnahmen und spezielle Winkel ist dies ein Segen. Über eine Taste an der Seite des elektronischen Suchers kann eingestellt werden, ob der Bildschirm, der elektronische Sucher oder ein Sensor aktiviert wird, der automatisch vom Bildschirm auf den Sucher umstellt, wenn man sich mit dem Auge dem Sucher nähert. Die Umschaltung funktioniert gut und mit nur geringer Umschaltverzögerung.

AUTOFOKUS
*****
Die Autofokusgeschwindigkeit und Genauigkeit der X-T1 ist gut. Der zum Einsatz kommende Phasendetektor-Autofokus ist für den täglichen Einsatz absolut tauglich und es gibt eine nur geringe Auslöseverzögerung. Sie ist um Welten schneller, als beispielsweise meine Canon G11. Gerade im Bereich Street-Fotografie kann ich sie uneingeschränkt empfehlen. Sie reicht auch aus, um spielende und tobende Kinder aus mittlerer Entfernung zu fotografieren. Bei sehr schnell bewegten Objektiven kommt die X-T1 jedoch an ihre Grenzen. Hier zeigt sich dann auch deutlich der Unterschied zu meiner Nikon D800, deren Autofokusgeschwindigkeit (natürlich in Abhängigkeit vom eingesetzten Objektiv) eine gefühlte Lichtgeschwindigkeit aufweist. Für wen ein Hochgeschwindigkeits-Autofokus ein K.O.-Kriterium darstellt, der sollte zu einer professionellen DSLR greifen. Für mich ist die X-T1 auch bei hohen Alltagsansprüchen absolut zufriedenstellend.

Mir ist beim kontinuierlichen Autofokus aufgefallen, dass dieser sehr unruhig wirkt und ständig vor und zurück fährt, auch wenn ich die gleiche Stelle anvisiere. Ob dieses unruhige Fokusverhalten wirklich ein Problem darstellt, vermag ich noch nicht zu beurteilen. Bisher waren die Fotos trotzdem meist scharf. Und in den übrigen Fällen könnte die Unschärfe auch am Benutzerverhalten gelegen haben. Ich werde dies weiter beobachten. Allerdings nutze ich meist den Single-Autofokus.

Die X-T1 bietet 49 wählbare Autofokus-Messfelder, die in 7 Reihen und 7 Spalten über den gesamten Bildbereich verteilt sind. Die Größe des Messfeldes kann mit dem Daumeneinstellrad variiert werden. Man kann also auch Objekte am Bildrand scharf stellen.

MANUELLER FOKUS
*****
Die X-T1 bietet auch gute Hilfsmittel für das manuelle Fokussieren. Ein Fokusassistent vergrößert den Bildausschnitt und stellt die Bildschärfe optisch überzeichnet dar. Wahlweise lässt sich auch ein digitales Schnittbild einblenden. Beides ist eher bei unbewegten Objekten nutzbar und für mich eher eine Spielerei, denn ich fotografiere außerhalb der Makro-Fotografie ausschließlich per Autofokus.

BILDQUALITÄT (INKL. VERGLEICH MIT D800)
*****
Die X-T1 enthält den gleichen APSC-Sensor, wie die X-E2 und bietet 16 Megapixel. Das Rauschverhalten ist wirklich sehr gut. Wer mag kann die ISO-Empfindlichkeit bedenkenlos bis ISO 3.200 hochregeln. Auch Fotos bei ISO 6.400 sind noch nutzbar, weisen aber merkliches Rauschen auf.

[UPDATE 6.3.2014]

Vergleicht man die X-T1 mit der D800, finde es schwierig, bei der Bildqualität eine für die X-T1 faire Wertung abzugeben, denn die Bildqualität wird nicht nur vom Sensor beeinflusst, sondern vor allem auch von den genutzten Objektiven. Mit der D800 Nutze ich nur Objektive, die eine durchgängige Blende von f/2.8 aufweisen (bzw. bei Festbrennweiten f/1.4). Demgegenüber hat das Kit-Objektiv der X-T1 nur f/2.8-4.0, was ein Hinweis darauf ist, dass auch die Abbildungsqualität weniger hochwertig ist. Außerdem macht es den Vergleich nicht unbedingt leichter, dass die D800 mehr als die doppelte Pixelanzahl hat.

Beim Direktvergleich in Sachen BILDQUALITÄT unter Berücksichtigung der eingesetzten Objektive sehe ich die D800 in meiner (!) Konfiguration deutlich vorn. Dies mag aber, wie gesagt, wesentlich durch die von mir genutzten Optiken beeinflusst sein. Das Spiel mit einer bewusst geringen Schärfentiefe (Vollformat) ist bei der X-T1 jedenfalls beim Kit-Objektiv nur begrenzt möglich.

Betrachtet man allein die SENSORQUALITÄT, finde ich an der X-T1 nichts auszusetzen. Was das Rauschverhalten bei hohen ISO-Werten angeht, meine ich, dass die Unterschiede zwischen den Kameras in der Praxis zu vernachlässigen sind. Die X-T1 ist, was den Sensor anbetrifft, wirklich hervorragend! Einzig relevanter Unterschied ist die Pixelanzahl. Ob einem die 16 Megapixel der X-T1 im Vergleich zu 36 Megapixel der D800 reichen, muss jeder selbst entscheiden. Für mich reichen 16 Megapixel in praktisch jeder Situation völlig aus.

[UPDATE 6.3.2014 - ENDE]

SERIENBILDGESCHWINDIGKEIT
*****
Die X-T1 fotografiert im Serienbildmodus mit 8 Bildern pro Sekunde. Das tatsächlich verhältnismäßig (sehr) schnell und für den Alltagsgebrauch mehr als ausreichend. Mit dieser Geschwindigkeit lassen sich auch Fotos von schnell bewegten Motiven in Einzelbildern einfangen. Ich habe 21 Serienfotos im RAW-Format machen können, bis die Kamera kurz gestockt hat. Dabei habe ich eine SanDisk Extreme SDHC 32GB Class 10 benutzt.

WLAN [Update: 4.3.2014]
*****
Die X-T1 bietet serienmäßig eine WLAN-Funktion, die per Knopfdruck ein oder ausgeschaltet werden kann. Die Kamera kann dann mit einem Android- oder iOS-Gerät verbunden werden.

Die kostenlose Camera Remote App unterstützt folgende Funktionen: Fernsteuerung der Kamera per iPad, Datenübertragung, Kameraspeicher durchsuchen und Geotagging.

Nachdem man den entsprechenden Punkt gewählt hat, verbindet man das Tablet/Smartphone mit der X-T1. Beim iPad muss man dazu unter Einstellungen -> WLAN und dort als Netzwerk den Kameranamen auswählen (Fujifilm-X-T1...). Mit einem OK auf der Kamera bestätigt man die Verbindung.

Mit der "Fernbedienung" bekommt man ein fast verzögerungsfreies live-Bild auf das Tablet übertragen. In der App kann man dann zahlreiche Einstellungen vornehmen: Belichtungskorrektur, Blende, ISO und Belichtungszeit sind nur einige von vielen Optionen, die per Funk festgelegt werden können. Sehr praktisch ist, dass man per Druck auf den Touch-Bildschirm des Tablets den Autofokus auf den berührten Punkt aktivieren kann. Das funktioniert auch aus dem Nebenzimmer noch bequem. Die Fotos werden zunächst auf der Kamera gespeichert. Mit der App kann man sie dann aber auch selektiv auf das Tablet übertragen.

Will man Videos aufnehmen, schaltet man in den Film-Modus. Seltsamserweise funktioniert auf dem iPad die Autofokus-Funktion im Video-Modus nicht. Fujifilm wird diesen Fehler sicher in einer künftigen Version beheben.

Die Geotagging-Funktion funktionierte im Test aus unerfindlichen Gründen nicht auf dem iPad 3 mit Mobilfunkmodul (in dem auch das GPS-Modul integriert ist). Das ist seltsam, denn eigentlich sollte diese Funktion nur im iPAD WLAN (also ohne Mobilfunkmodul) deaktiviert sein. Auf meinem Samsung Galaxy S3 (Android) war zwar die Geotagging-Funktion in der App aktiviert. Allerdings mochte sich die mit der X-T1 überhaupt nicht verbinden. Trotz bestehender WLAN-Verbindung zur Kamera erkannte die App die X-T1 nicht.
[Update 4.3.2014 - Ende]

TIMELAPSE
*****
Im Menü findet sich der Punkt 'Intervallaufnahme'. Dort kann ein Aufnahmeintervall und eine maximale Anzahl an Aufnahmen eingestellt werde. Anschließend kann man auch noch festlegen, wann die Intervallaufnahme starten soll. So lassen sich mit Bordmitteln die Aufnahmen für Timelapse-Videos erstellen.

BATTERIELAUFZEIT
*****
Die Fujifilm X-T1 machte im Test mit einer Batterieladung gut 300 Fotos. Das ist vergleichsweise wenig. Meine Nikon D800 macht locker doppelt so viele Fotos. Daher macht es gerade auf ausgedehnten Fotostreifzügen Sinn, 2 Ersatzakkus für die X-T1 dabei zu haben (z.B. Bundlestar Akku für X-T1).

PASSENDE TASCHE
***
Falls jemand eine passende Tasche zur X-T1 sucht, kann ich die Thinktank Retrospective 7 wärmstens empfehlen. Von der Größe, der Funktionalität und vom Aussehen her passt sie sehr gut. Wer nur eine kleine Ausrüstung hat, dem wird vielleicht auch die etwas kleinere Thinktank Retrospective 5 genügen.

[UPDATE 5.3.2014:]
SPAß-FAKTOR
*****
Nach all den mehr oder weniger technischen Eckdaten will ich auf die subjektive Komponente zu sprechen kommen.
Die Nutzung der Fujifilm X-T1 macht einfach Spaß. Das fängt bei der wertigen Verarbeitung des Gehäuses an und schließt die physischen ISO-/Blenden-/Zeitwahlräder ein. Damit kann man die X-T1 wunderbar vollmanuell bedienen. Klar, eine manuelle Bedienung kann auch meine Nikon D800 über die Rändelräder. Das Bildergebnis wäre in etwa das gleiche. Doch das sich einstellende Erfolgserlebnis, die X-T1 über die beschrifteten Einstellräder manuell zu bedienen, ist ungleich größer, als wenn man nur unbeschriftete Einstellräder bei einer DSLR dreht. Für mich hat das auch etwas mit dem Gefühl zu tun, die Kamera wie "früher" zu bedienen. Immer häufiger nutze ich tatsächlich die manuelle Belichtungssteuerung. Damit dauert die Bildeinstellung zwar länger, jedoch mache ich mir auch mehr Gedanken über meinen Bildaufbau. Ich mache weniger Fotos, dafür aber bewusster. Und von den Fotos, die ich mache, sortiere ich weniger aus, als mit meiner DSLR.

Neben dieser Retro-Komponente sind die vielen clever durchdachten Details der X-T1 eine wahre Freude. Das betrifft auch den riesigen Sucher mit seiner Vielzahl an hilfreichen Informationen, die sich mit der Kameraausrichtung drehen, um nur ein Beispiel zu nennen. Für mich ist die X-T1 nicht nur vollgepackt mit Features und Gimmicks, sondern diese Funktionen sind sinnvoll implementiert. Fujifilm gibt sich nicht damit zufrieden, (möglicherweise unsausgereifte) Funktionen einfach nur zur Verfügung zu stellen, sondern macht sich viele Gedanken, wie diese Funktionen implementiert sein müssen, um mir als Fotograf das Leben tatsächlich vereinfachen können. Und das merkt man jedes Mal, wenn man die Kamera nutzt. Um es kurz zu sagen: mir hat schon lange keine Kamera mehr so viel Freude bereitet, wie die X-T1!
[Update 5.3.2014 - Ende]

FAZIT
*****
Die X-T1 ist für mich eine ideale Ergänzung zu meiner Spiegelreflexkamera. Sie ist leichter, bietet aber eine hohe Verarbeitungs- und Bildqualität. Sie ist hervorragend zu bedienen und sehr transportabel. Das Bedienkonzept ist sehr gut durchdacht, es ist eine Freude, den elektronischen Sucher zu benutzen. Meine DSLR wird künftig wohl häufiger zuhause bleiben. Tatsächlich lässt sich kaum Negatives über die X-T1 berichten. Allein die geringe Batterielaufzeit stört etwas.

******************************
IN KÜRZE:
******************************

POSITIV
*****
+ hervorragende Bildqualität
+ sehr gutes Rauschverhalten in dunkler Umgebung
+ hervorragende Gehäuseverarbeitung
+ wertige Haptik
+ hervorragender elektronischer Sucher
+ neigbarer Bildschirm
+ gut durchdachte Bedienung
+ integriertes WLAN

NEGATIV
*****
- WLAN-App (iOS & Android) noch fehlerhaft.
- geringe Batterielaufzeit
- mit Kit-Objektiv etwas frontlastig

***** ***** ***** ***** ***** ***** ***** ***** *****

[NACHTRAG 02.03.2014:]

DIREKTVERGLEICH X-T1 & NIKON D800
*****
Kann die X-T1 alles, das was eine semiprofessionelle DSLR kann? In manchen Dingen kann die Fujifilm X-T1 weniger, in manchen Bereichen mehr, als es eine DSLR kann. Hier ein grober Kurzvergleich aus meiner Sicht mit der Nikon D800. (Wenn hier bei der X-T1 etwas negativ oder neutral gekennzeichnet ist, bezieht sich dies allein (!) auf den Vergleich mit der D800.)

(+/++) positiv/sehr positiv
(o) etwa gleichauf
(-/--) negativ/sehr negativ

X-T1:
++ hervorragender Sucher mit vielen Informationen
++ Serienbildgeschwindigkeit
+ leicht
+ kompakt
o Bedienkonzept
o gut verarbeitet
o Bildqualität
o allgemeine Geschwindigkeit (mit Ausnahme Autofokus)
o großer, heller Sucher
o/- bisher noch nicht sehr viele Objektive (z.B. kein f/2.8 Normalzoom, das erst für Winter 2014 geplant ist)
- Autofokusgeschwindigkeit

DSLR Nikon D800 (nur Wesentliches):
++ Autofokusgeschwindigkeit
+ große Objektivauswahl
-- sehr schwer (insbesondere mit f/2.8-Objektiven)
- Serienbildgeschwindigkeit

Die X-T1 kommt einer DSLR in vielen Punkten sehr nahe. Die Bedienbarkeit ist hervorragend, die X-T1 ist relativ schnell und gut verarbeitet. Auch der elektronische Sucher ist von hoher Qualität und zeigt hier sogar mehr nützliche Informationen, als es DSLRs tun.
DSLRs, wie z.B. die Nikon D800, sind gerade bei der Fokussierung noch sehr viel schneller und bieten (derzeit) noch eine größere Objektivauswahl.
1414 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden

Fragen? Erhalten Sie schnelle Antworten von Rezensenten

Bitte stellen Sie sicher, dass Sie eine korrekte Frage eingegeben haben. Sie können Ihre Frage bearbeiten oder sie trotzdem veröffentlichen.
Geben Sie eine Frage ein.
Alle 11 beantworteten Fragen anzeigen


Gesponserte Links

  (Was ist das?)
  -  
Die Fujifilm X-T1 Systemkamera finden Sie in unserem Onlineshop!
  -  
Klein und schnell. VGA bis 18 MP. Top CMOS Sensoren (IMX174 usw.)
  -  
Frame Grabbers, CMOS Cameras Image Processing Software