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66 von 71 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
VINE-PRODUKTTESTERam 15. Februar 2009
Vielen Dank an meine Geschichtslehrer: Dieser ironische Vorsatz soll eigentlich nur sagen, dass sie auf ganzer Linie versagt haben. Ich habe mich mit Ach und Krach durch den Geschichts- und PW-Unterricht gequält. Nun fange ich an, mich 20 Jahre nach meinem Abi etwas intensiver für Geschichte zu interessieren und siehe da, Geschichte kann Spaß machen!
Christopher Clarke entführt uns in und führt uns durch die Geschichte Preußens. Teilweise chronologisch, teilweise nach Themen sortiert. Er zeigt uns, wie es der "Große Kurfürst" geschafft hat, Preußen zu einem Tonangeber im deutschen Reich zu machen, wie seine Nachfolger zwischen Pakten mit anderen Staaten hin- und herlavierend Preußen "größer" machten und er erläutert interessant den Weg Preußens durch die Revolutionsjahre 1848 bis kurz nach dem Krieg. Dabei stilisiert er Preußen nicht zu einem Mythos, zu einem Land in dem Milch und Honig flossen und alles eitel Sonnenschein war. Er verdammt Preußen auch nicht, wie es heutzutage auch noch manchmal der Fall ist. Er beschreibt Preußen mit all seinen Höhen und Tiefen, als ein ganz normales Land im Herzen Europas. Spannend und lehrreich von Anfang an.
Wer die gleichen Erfahrungen mit seinem Geschichtsunterricht gemacht hat, wie ich und dennoch meint, das kann es nicht gewesen sein, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt... Absolut empfehlenswert.
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105 von 115 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Sir Winston Churchill bezeichnete Preußen einst als "die Wurzel allen Übels" und so verwundert es kaum, dass die Churchills Überzeugung zu Grunde liegende Sichtweise von Preußen als Hort des Nationalsozialismus aufgegriffen wurde und in der der Auflösung des Freistaats durch den Alliierten Kontrollrat am 25. Februar 1947 mündete. Nun bricht der 1960 in Sydney geborene Professor für Neuere Europäische Geschichte am St. Catharines' College in Cambridge mit diesem Diktum und zwingt durch sein eindrucksvolles Standard-Werk zu einer Revision des Preußenbildes, denn "Die Wahrheit ist, dass Preußen ein europäischer Staat war, lange bevor es ein deutscher wurde. Deutschland war nicht die Erfüllung Preußens, sondern sein Verderben"

Für Christopher Clark beginnt der Aufstieg Preußens jedoch nicht erst 1701 mit der Krönung Friedrich III. zu König Friedrich I. in Preußen, sondern bereits um 1600, als die Kurfürsten der Markgrafschaft Brandenburg gerade begannen ihre Position im Heiligen Römischen Reich zu festigen. 1613 etwa, konvertierte Kurfürst Johann Sigismund zum Calvinismus und wurde somit zu einem calvinistischen Herrscher über ein lutherisches Land, was zu einigen Differenzen mit dem Landadel führen sollte. Noch waren die brandenburgischen Hohenzollern lediglich Herrscher Brandenburgs, bis sie 1618 das Herzogtum Preußen erbten, welches außerhalb des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation ursprünglich eine Region zwischen Hinterpommern und dem Kurland bezeichnete.

In den Wirren des Dreißigjährigen Krieges wurden die Länder der Hohenzollern vermehrt verwüstet und der Kurfürst wechselte mehr als einmal die Bündnisse, wobei Georg Wilhelm zuletzt in das eher sichere Preußen flüchten musste, wo er 1640 verstarb. Sein Nachfolger, Friedrich Wilhelm erbte ein zerrüttetes Land, das vom Dreißigjährigen Krieg gezeichnet war, ein schweres Trauma zu bewältigen hatte, doch der junge Monarch schritt energisch zur Tat und begann nicht nur das Heer zu vergrößern, sondern auch zu modernisieren und durch bessere Ausbildung, wie Manöver zu einer schlagkräftigen Truppe zu machen. Als Folge des Dreißigjährigen Krieges erkannten die brandenburgischen Folgen, wie wichtig eine Festigung ihrer Souveränität im Reich ist und dass sich das bleibende Gefühl der Verwundbarkeit nur durch ein starkes Heer effektiv bekämpfen lässt. Um dieses zu erhalten brauchte man allerdings Gelder, die unter anderem durch häufige Wechsel der Bündnispartner lukriert wurden.

Erst als sich Friedrich III. zu König Friedrich I. krönte, wurde eine Entwicklung in Gang gesetzt, die zur Bildung eines stärkeren Einheitsgefühls der nun königlichen Lande führte und Preußen im Laufe des 18. Jahrhunderts zum Namen des neuen Königreichs werden ließ. Die Krönung, so Clark, passte jedoch in ihre Zeit, als viele europäische Herrscher eine Standeserhöhung anstrebten und diese im Falle Preußens eben doch zu einer besseren Integration des vormaligen Herzogtums führte.

Was an Clarks Werk besonders hervorzuheben ist, er nutzt eine klare und deutliche Sprache, deren Formulierungen für Laien genauso verständlich sind, wie für Historiker. Dabei erzählt er die Geschichte von Preußens Aufstieg lebendig und regelrecht spannend, indem er neben der Ereignisgeschichte auch immer wieder Biographien bedeutender Persönlichkeiten, sowie Berichten und ferner eben Geschichten miteinander verwebt. Dabei bleibt der Autor dem Anspruch des Werkes jedoch treu und hält sich an eine umfassende Darstellung der Geschichte, ohne abzudriften. Dabei würde man sich jedoch immer wieder wünschen, er hätte doch bei diesem oder jenen Thema etwas mehr aufgearbeitet und doch vergisst man darüber leicht, dass genau dies den Umfang des Buches gesprengt hätte. Tragisch ist das gerade beim Thema Religion in Preußen, worüber Clark als Autor von "The Politics of Conversion: Missionary Protestantism and the Jews in Prussia" ein sehr spezifisches Fachwissen besitzen dürfte, dem er in sein opus magnum leider nur geringfügig Rechnung tragen darf.

Fortschritte und Rückschläge zeichnen die Geschichte Preußens und Christopher Clark scheut sich nicht, die Geschichte Preußens frei von allen Mythen, als eine politische Erfolgsgeschichte darzustellen. Die preußische Sicherheitspolitik verlangte ein starkes Heer, das Heer eine Finanzierung durch Bündnisse und die außenpolitischen Interessen eine Abgrenzung von der bedingungslosen Kaisertreue. Somit waren Preußens größte Innovationen und Errungenschaften einer Kosten-Nutzen-Rechnung unterworfen, etwa die Aufnahme Vertriebener Hugenotten, welche als leistungsfähige Arbeiter und Handwerker ihren Beitrag zur wirtschaftlichen Prosperität Preußens leisteten. Als Australier ist Clark denkbar in der Lage sich objektiv-distanziert mit Preußen zu befassen und eigentlich war auch "Preußen: Aufstieg und Niedergang 1600 - 1947" ursprünglich für britische Leserschaft gedacht, wobei von dieser anderen Perspektive aber interessante Impulse ausgehen.

An die Ära des Deutschen Reichs nähert sich Clark unter dem Aspekt an, dass Preußen in dieser Zeit innerhalb des Reichs(Seite 637) "mit 65 Prozent der Gesamtfläche und einem Bevölkerungsanteil von 62 Prozent de facto eine Hegemonialstellung" genoss. Von da an, befand sich Preußen in Auflösung und hatte sich trotz allem den gesamtdeutschen Interessen unterzuordnen, auch wenn der preußische Ministerpräsident gleichzeitig als Reichskanzler agierte und der König Kaiser war.

Mit einem über 100 Seiten starken Anhang aus Anmerkungen, Index, Quellen-, Literatur- und Abbildungsverzeichnissen, sowie einigen sehr sehenswerten Kartenmaterial ist Christopher Clarks "Preußen: Aufstieg und Niedergang" ein wahren Wälzer, bleiben doch mehr als 700 Seiten an Text, die das Werk schlicht zu "dem" aktuellen Standard- und Referenzwerk machen, eine lohnenswerte Anschaffung für historisch Interessierte ist es schon aufgrund des unkomplizierten Stils und der fundierten wie erst recht umfassend ausgearbeiteten Geschichte allemal.

Fazit:
Klar formuliert, umfassend und höchst fundiert ist Christopher Clarks ein Standardwerk gelungen, das Laien wie auch Historiker begeistern kann.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Oktober 2014
Nachdem ich die "Schlafwandler" von C.C. gelesen hatte, besuchte ich die Burg Hohenzollern. Im dortigen Burgladen sah ich das Buch über die Preussen. Wenn dieses Buch auch nur annähernd so geschrieben sein sollte, wie die Schlafwandler, dachte ich und kaufte es mir. Nach vier Wochen hatte ich es gelesen.
Wie einer der anderen Beurteilenden musste ich leider feststellen, dass meine Schulbildung erhebliche Lücken bezüglich Geschichte aufwies, die ich ganz offensichtlich auch nicht ganz durch spätere eigene Anstrengungen geschlossen hatte. Unser Schulsystem der 60ziger Jahre hat hier leider völlig versagt. Ob es wohl heute anders ist?
Ein Buch von Clark zu lesen, bedeutet sich auf ihn einzulassen, auf seinen schreibstil einzulassen und auf die vielen Details. Doch wer einmal die ersten 50 Seiten gelesen hat wird nicht mehr davon loskommen. Auch wenn ich schon immer wusste, dass Geschichte spannend ist, so wird einem bei Clark klar, dass Geschichte immer einen Anfang und eine Zukunft hat. Ich meine damit, dass nichts ohne Wirkung bleibt. Nur so können wir unsere aktuelle Situation in Europa besser beurteilen, nur so haben wir eine Chance Fehler nicht zu wiederholen, nur so können wir die Wirkung unseres Tuns besser einschätzen.
Alles in allem lernte ich, obwohl es mir natürlich vorher klar war, dass wir die Politik kontrollieren müssen und nicht die Politik uns. Wir müssen lernen die Wurzeln von Ursachen und deren Wirkung zu erkennen und uns jedesmal fragen, WARUM, WER hat einen Vorteil davon, WAS bezweckt man damit. Nur wenn wir das beherzigen, können wir uns vor Manipulation durch die Obrigkeit oder durch Medien schützen.
Die Preussischen Könige waren Menschen wie wir und natürlich mit Stärken und Schwächen wie wir. Insbesondere Friedrich der Grosse hatte erkannt, dass Politik (und militärischer Einsatz) ein Mittel zum Zweck ist, manchmal für das Volk, manchmal gegen das Volk, aber immer um seine Ziele zu erreichen. Clark hebt diese Eigenschaften der verschiedenen Preussenkönige wie unter einem Brennglas hervor ohne sie zu bewerten, aber immer mit dem Hinweis auf die Jetztzeit, selbst wenn er es explizit nicht ausspricht.
Ich empfehle jedem Leser oder Leserin das eine, wie das andere Buch zu lesen. Geschichte war nie spannender, nie lehrreicher und nie verständlicher beschrieben worden. Für mich, deren Vorfahren aus verschiedenen Teilen des damaligen deutschsprachigen Europas stammen, ist dies eine wertvolle Erweiterung meines Blickes auf die Welt meiner Ahnen und preußischer bzw. deutscher Geschichte.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. Dezember 2014
Das Buch ist eine ausgezeichnete Geschichte Preußens, nicht zuletzt, weil es eine ganze Reihe von häufig anzutreffenden Vorurteilen berichtigt, weil es uns eine feingliedrige wirtschaftliche, verwaltungstechnische und gesellschaftliche Analyse bietet, weil es wichtige preußische Herrscher gut beleuchtet, weil es in seiner Bewunderung und seiner Kritik ausgewogen ist, weil es aufschlussreiche Anekdoten enthält und weil ganze Abschnitte Aspekten gewidmet sind, die auch Lesern mit guten Kenntnissen der preußischen Geschichte neu sein dürften.

Insbesondere war für mich die ausführliche Beschreibung des plötzlich aufflammenden Patriotismus aller Stände während des Siebenjährigen Krieges beeindruckend, und wie sich dieser Enthusiasmus an der bescheidenen aber heroischen Persönlichkeit Friedrichs des Großen entzündete (bzw. an "Friedrich dem Einzigen", wie ihn damals viele seiner Untertanen nannten). Clark zeigt sein Talent ganz besonders bei der Beschreibung des Systems von Autokratie und geistiger Freiheit, wie wir es im Preußen Friedrichs des Großen und seines Nachfolgers Friedrich Wilhems II. erkennen können, diese "Janusköpfigkeit" des preußischen Staates, und wie uns heute als Widersprüchlichkeiten erscheinende Aspekte damals gar nicht als solche angesehen wurden. Er lobt auch König Friedrich Wilhelm III. stärker als meistens üblich für die vielen Reformen seiner Minister nach der Katastrophe von Jena und Auerstedt; manche von diesen hatte der Monarch schon bei seiner Thronbesteigung 1797 angeregt, sie aber wegen des Widerstandes in der Verwaltung und in der Armee nicht durchsetzen können.

Preußen war sicherlich unter Friedrich dem Großen und vor 1871 auch unter Bismarck streitlustig; ein Faden jedoch, der das ganze Buch durchzieht, zeigt auf, dass Brandenburg-Preußen (und späterhin natürlich auch das von Berlin aus gelenkte Deutsche Reich) oft vor einem außenpolitischen Dilemma stand, wenn starke Nachbarn sich bekriegten (Schweden und die Habsburger im Dreißigjährigen Krieg, Frankreich und Rußland zu Zeiten Napoleons, oder die Spannungen zwischen Rußland und Oesterreich-Ungarn hinsichtlich des Balkans zu Bismarcks Zeiten): sollte man neutral bleiben (wie es der Große Kurfürst oder Friedrich Wilhelm III. eigentlich wollten)? Häufig war das zu gefährlich, führte aber zu anderen Problemen: mit welchem Nachbarn sollte man sich zusammentun? Viele preußische Herrscher machten sich Sorgen in Bezug auf die Gefahren, denen sich Preußen ausgesetzt sah, und setzten daher zum Schutz auf eine starke Armee (die dann aber von Friedrich dem Großen in Schlesien oder von Bismarck gegen die Habsburger und gegen Frankreich offensiv eingesetzt wurde). Die Liste der Höhen und Tiefen der preußischen Geschichte zwischen der Niederlage bei Jena 1806 und dem Sieg bei Waterloo zu dem die preußischen Truppen unter Blücher einen entscheidenden Beitrag leisteten) ist ungewöhnlich lang, jedoch dramatisch und packend zu lesen.

Weniger packend, jedoch natürlich sehr wichtig, ist die Betrachtung der Verwaltung Preußens über die Jahrhunderte. Eine ganz wesentliche Korrektur, die Clark vornimmt, betrifft den Mythos, dass Preußen traditionell ein zentralistischer Staat war. Er legt dar, dass die Verwaltung - ganz im Gegenteil - örtliche Unterschiede, Traditionen und Institutionen berücksichtigte. Jede Provinz hatte ihren Landtag, das Königreich selbst jedoch keinen, und Friedrich Wilhelm IV. lehnte bei seiner Thronbesteigung im Jahre 1840 eine solche allgemein-preußische Einrichtung ausdrücklich ab.

Die innenpolitische Geschichte Preußens zwischen 1815 und 1847, die sonst oft zu kurz kommt, wird bei Clark eingehender behandelt. Ich selbst erfuhr hier z.B. mehr über die mir bis dahin nicht so geläufige Religionspolitik Preußens in den 1830er und 1840er Jahren und über die daraus entstehenden Spannungen.

Andererseits war ich über einige Lücken in Bezug auf Bismarck etwas enttäuscht. So wird z.B. nichts gesagt über den doch schicksalhaften Augenblick, als Bismarck in der Bundesversammlung in Frankfurt im Jahre 1851 seine anfängliche Unterstützung für das konservative Oesterreich (wegen Olmütz im Jahre davor) zugunsten einer ständigen Gegnerschaft aufgab, die dann zum preußisch-oesterreichischen Krieg von 1866 führen sollte. Überdies widmet der Autor dem militärischen Aspekt dieses Krieges m.E. zuviel Raum, wie das Buch ganz allgemein in Bezug auf Zeiten und Ereignisse etwas unausgewogen ist.

Die preußische Armee stand zu keiner Zeit unter irgendeiner zivilen Überwachung. Das Phänomen des "preußischen Militarismus" nach 1871 wird beschrieben, jedoch mit einer feinen Nuancierung in Bezug auf Ausmaß, Art und Tiefe. Einige beliebte Verallgemeinerungen werden hinterfragt und es wird herausgestellt, dass es "die deutsche Marine und nicht die preußische Armee war, deren Aufbau im deutschen Volk großen nationalistisch ausgerichteten Beifall auslöste".

Preußen überlebte den Zusammenbruch des Kaiserreiches, wenn es auch Deutschland unter der weimarer Verfassung nicht mehr beherrschte und nach der Abschaffung des Drei-Klassen-Wahlrechts auch nicht mehr von rechten Parteien, sondern von sozialdemokratisch geführten Koalitionen geleitet wurde. Bedeutende Teile des Regierungsapparates trauerten jedoch der guten alten Zeit nach und standen der Republik entweder feindlich gegenüber oder waren ihr nur begrenzt loyal. Angesichts der wachsenden Kraft der NSDAP, verbot die preußische Regierung im Jahre 1930 ihren Beamten die Mitgliedschaft in dieser Partei und in der KPD, jedoch gewannen diese Parteien in der preußischen Wahl von 1932 genug Stimmen, um die Sozialdemokraten aus der Regierung zu drängen.

Zwei Jahre später schafften die Nazis das Bundessystem formell ab; Preußen als Land hörte auf zu existieren und blieb "nur noch ein Name auf der Landkarte, wenn es auch der einzige deutsche Staat war, der dem Reich nicht formell zugschlagen wurde". Der Grund mag gewesen sein, dass den Nazis daran gelegen war, ihre verformte Version des preußischen Geistes und der preußischen Geschichte herauszustellen und sich damit mit ihr zu identifizieren. Preußische Aristokraten waren im Widerstand gegen Hitler und im Attentat vom 20. Juli 1944 sehr stark vertreten, Clark unterstreicht jedoch auch, dass eine große Zahl preußischer Aristokraten der Nazipartei beitrat und dass "die verbreitete Idee, der landbesitzende Adel hätte sich hochnäsig in die Idylle seiner Landgüter zurückgezogen, um dort das Ende des Nazisturms abzuwarten, nicht zutrifft".

Die Glorifizierung des preußischen Geistes durch die Nazis verstärkte im Westen die schon vor dem Ersten Weltkrieg verbreitete Ansicht, der preußische Geist sei seit Friedrich dem Großen, ja schon davor, autoritär, militaristisch und aggressiv gewesen. So schafften die siegreichen Alliierten am 25. Februar 1947 den Staat Preußen einfach ab; seine Gebiete waren onehin durch den eisenen Vorhang getrennt. Auf den letzten Seiten seines Buches fragt sich Clark, ob dem preußischen Staat selbst von seinen früheren Bewohnern vielleicht gar nicht einmal so sehr nachgetrauert wurde, und ob nicht deren Zuneigung eher ihren eigenen Traditionen galt und nicht einem Preußen, dem sie - sei es durch Erbfolge, sei es duch Gewalt - zugeordnet worden waren.

(Englische Rezension übersetzt von Thomas Dunskus.)
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Christopher Clark hat eine hervorragende Zusammenfassung der preussischen Geschichte von 1600 - 1947 geschrieben. Anders als Staaten wie Frankreich oder England, ist Preussen in kurzer Zeit aufgestiegen, bedingt durch überdurchschnittlich begabte Monarchen wie den Grossen Kurfürsten, den Soldatenkönig oder Friedrich den Grossen, respektiv durch das Genie des Staatsmanns Bismarck. Man nutzte allerdings ebenfalls dynastische Opportunitäten, sowie internationale Bündnisse zu Aufstieg und Territoriumserweiterung.

Dies bedingte dass man sich als kleines Fürstentum gegenüber anderen wie z.B. Sachsen oder Bayern absetzen konnte um dem führenden deutsche Staat jener Zeit, der Habsburgermonarchie, Paroli zu bieten. Dieser Dualismus zwischen Österreich und Preussen führte schliesslich zum preussischen Erfolg unter Bismarck. Preussen kann für sich die deutsche Führungsrolle gewinnen.

Dieser schnelle Aufstieg führte jedoch dazu, dass Preussen sich jeweils bedrängt fühlte, und sein Gebilde als fragil ansah, dies sowohl von innen (Bedrängung durch die Stände, Religionsunruhen, nationalistische Opposition, aufstrebendes Bürgertum, Armut welche in Revolten kulminiert), als auch von aussen, wo man sich von mehreren Fronten bedrängt fühlte..

Trotz schwierigen bis fast aussichtslosen Situationen, wie der napoleonischen Besetzung oder der Revolution von 1848, kann Preussen sich immer wieder vom Boden erheben. Der Absturz beginnt jedoch nach dem Abgang von Bismarck. In dessen Fussstapfen vermochte keiner zu treten, was später zum ersten Weltkrieg führte. Weitere politische Instabilität bedingte dann den Machtgewinn des Nationalsozialismus und führte zur bekannten Katastrophe.

Clark geht auf sämtliche Einflüsse dieser Perioden ein. Das Resultat ist ein übersichtliches, flüssig geschriebenes Werk das trotz seines Volumens bis zur letzten Seite interessant ist.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 15. August 2014
Christopher Clarke entführt uns in und führt uns durch die Geschichte Preußens. Teilweise chronologisch, teilweise nach Themen sortiert. Er zeigt uns, wie es der "Große Kurfürst" geschafft hat, Preußen zu einem Tonangeber im deutschen Reich zu machen, wie seine Nachfolger zwischen Pakten mit anderen Staaten hin- und her lavierend Preußen "größer" machten und er erläutert interessant den Weg Preußens durch die Revolutionsjahre 1848 bis kurz nach dem Krieg. Dabei stilisiert er Preußen nicht zu einem Mythos, zu einem Land in dem Milch und Honig flossen und alles eitel Sonnenschein war. Er verdammt Preußen auch nicht, wie es heutzutage auch noch manchmal der Fall ist. Er beschreibt Preußen mit all seinen Höhen und Tiefen, als ein ganz normales Land im Herzen Europas. Der glanzvolle Aufstieg Preußens, Kriege und Hegemonie im Deutschen Bund und die Auflösung 1947 durch die USA. Die Geschichte Preußens ist vielfältig und genau diese Vielfalt beschreibt Clark umfassend.
Clark geht auf sämtliche Einflüsse dieser Perioden ein. Das Resultat ist ein übersichtliches, flüssig geschriebenes Werk, das trotz seines Volumens bis zur letzten Seite interessant ist.
Doch nicht nur in der sachlichen und "methodisch reflektierten" Zugangsweise überzeugt der britische Historiker, auch erzählerisch ist ihm ein "Meisterwerk" gelungen. Mir gefällt besonders der souveräne Wechsel zwischen allgemeinen Thesen und anschaulicher, nuancierter und anekdotenreicher Erzählkunst.
Diese sehr neutrale, sehr informative, sehr gut beschriebene und detailliert geschilderte Buch kommt den großen Geschichtswerken preußischer Historiker wie Treitschke, Ranke und Droysen intellektuell gleich, übertrifft sie aber an Menschlichkeit. Clarks Preußen-Bild ist lebendig und differenziert. Vorurteile über das scheinbar so militaristische Preußen werden immer wieder überzeugend wiederlegt und klargestellt Und vor allem schätzt Clark Preußen als einen Staat ein, der eine "bis heute schätzenswerte zivilisatorische Leistung" darstellt.
Ein Standardwerk und Pflicht für jeden Geschichtsinteressierten, vor allem in Bezug auf deutsche und preußische Geschichte. Spannend und lehrreich von Anfang an.
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. August 2009
Cristopher Clark hat ein fantastisches Buch geschrieben. Er schafft es, die Geschichte Preußens in einem hervorragend lesbarem Stil in seiner Gesamtheit darzustellen.

In seinem Dankwort schreibt er, er konnte sich auf eine der differenziertesten Historiografien stützen. Die schiere Detaillfülle, die er nennt, beweist, dass er davon reichlich gebrauch gemacht hat. Gleichzeit wird nie der Blick für das "große Ganze" aus den Augen verloren. Dadurch gelingt es einerseits, auch komplexere Zusammenhänge (wie z.B. die Heiratspolitik des Hauses Brandenburg um 1600) begreiflich gut darzustellen, andererseits mit Einzelheiten und Anekdoten den Erzählfluss aufzulockern.
Auch lässt Clark zwar keine Schlagworte ("Soldatenkönig" etc) aus, verwebt sie aber so geschickt innerhalb des Textes, dass sie bemerkt werden, ohne sich aufzudrängen.

Inhaltlich wird nahezu jedes Gebiet zumindest angerissen, dass sich zu Thema Preussen denken lässt. Dabei wechseln sich die Kapitel der Darstellung der Geschichte "grosser Männer" immer wieder mit Kapiteln über Religion, Aufklärung, Gesellschaft etc. ab.

Die absolut größte Stärke des Buches ist jedoch, wie der Autor in seinem Vorwort selbst bemerkt, die Perspektive. Clark kann aufgeschlossen an die Sache herangehen, ohne den Zwang, Preußen verteufeln oder auf Teufel komm' 'raus verteidigen zu müssen. Dabei geht nicht jede seiner Meinungen konform mit der herrschenden Lehre bzw. versucht er, differenzierte Aspekte bei Althergebrachtem aufzuzeigen (z.B. bei der Geschlechtergeschichte Preußens und dem Junktertum). Aber gerade letzter Punkt, macht das Buch auch für Preußenkenner interessant, da die oben genannte Denk- und Sichtweise in jedem Fall erfrischend wirkt.

Dieses Buch hat die Chance, zu einem Standardwerk der Gesamtdarstellung der Geschichte Preußens zu werden.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. April 2014
Ich besitze die Pantheon Taschenbuch-Ausgabe und habe mir dieses Buch als ersten Kindle Buch gekauft.
Daher war ich natürlich daran interessiert, wie die Abbildungen und Karten auf meinem Paperwhite dargestellt werden.
In der Einleitung wird "eine Geschichte von Brandenburg - Preußen in 6 Karten" wiedergegeben.
Während man in der Taschenbuch-Ausgabe die Ausbreitung des Staatsgebietes anhand unterschiedlicher Grauschattierungen problemlos nachvollziehen kann, ist dies in der Kindle-Edition absolut unmöglich, da hier die Grauschattierungen nicht dargestellt werden. Damit sind diese Karten in der Kindle-Edition wertlos.
In der Abbildung Brandenburg um 1600 kann man das Staatsgebiet anhand der Umrandung erahnen, während in der Pantheon-Ausgabe zusätzlich eine Grauschattierung sichtbar ist.
Bei diesen genannten Karten sollte die Digital-Ausgabe nachgebessert werden, da die anderen Karten die im Buch verwendeten Grauschattierungen gut wieder geben.

Die sonstigen Karten:
Die Karte "Der Jülich-klevische Erbfolgestreit"
Die Karte "Der Deutsche Bund 1815"
Die Karte zum Deutsch-Dänischen Krieg
und auch die Abbildungen sind OK.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Juli 2012
Ich kann gar nicht genug Worte finden, um dieses umfassende Werk über einen qua Gesetz verstorbenen Staat, würdevoll wiederzugeben.

Das Gute an diesem sehr neutral, sehr informativen, sehr gut beschriebenen und detailliert geschilderten Buch ist, es stammt von einem Briten.

Es muss also erst ein Angelsachse kommen, um uns, Nachfahren dieses Ex-Staates, unsere verstümmelte Geschichte zurechtzurücken.

Ich bin gleich auf den ersten Seiten über seine wortgewaltigen Erläuterungen zur Intention dieses Buches gestolpert, war am überlegen, opportun tun oder meint er's ernst?
Im Laufe der liebevoll erklärten Entstehung Preußens aus der Mark heraus, umfassend
erklärt, wie oft die ganze Geschichte hätte anders laufen können, wenn... ja, wenn da nicht der Willen zum Durchhalten gewesen wäre.
Diesen Willen trägt auch Christopher Clark in sich. Mühevoll zusammengetragen und konsequent neutraler Logik folgend, erklärt er ohne zu verklären und dennoch: ich habe mich im Laufe dieses Buches in "mein Preußen" verliebt. Ich versteh die Sehnsucht meiner Großeltern sehr wohl, verstand sie auch durch Guido Knopps Reportagen schon, aber das hier, das ist Sehnsucht auf einem anderen Level, nicht profan. Ich will kein Geschichtsrevisionist sein, auf keinen Fall.
Viel mehr bin ich für ein neutrales Erbe für Alle. Für die Generation, die es als Heimat verlor, für die, die dort neu anfangen sollten und für uns, jene Nachfahren, für die das Land ursprünglich bestellt wurde.
Ich will keine Ernte einfahren, nein, ich möchte das Brot von dort essen dürfen und ohne Groll mit allen, die das Preußen-Gen in sich tragen, teilen dürfen. Egal, wie es in den Körper kam.
Ja, ich bin Preuße in Europa. Und da gehört ein Preuße hin.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
"Der preußische Sozialminister, Verzeihung, der brandenburgische Sozialminister Alwin Ziel (SPD) schlug gestern vor, das mit der geplanten Fusion von Berlin und Brandenburg entstehende neue Bundesland "Preußen" zu nennen...."
(Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 15. Februar 2002)

Die in Inhalt und Umfang nahezu erschöpfenden, bisherigen Rezensionen sind, ungeachtet des Historikerstreites um Rolle und Bedeutung des Staates Preußen für Deutschland, insbesondere in Bezug auf den Nationalsozialismus, sowie anderer Pro- und Kontra-Argumente, um einige interessante Kuriositäten zu ergänzen.

Das Kerngebiet des künftigen Amalgam "Preußen" befand sich in der "Mittelmark", jenem Teil der späteren Mark Brandenburg, inmitten des Siedlungsgebietes der Wenden, des westslawischen Stammes der Heveller. Nahezu 200 Kilometer Luftlinie östlich davon entfernt, außerhalb des Gebietes des "Heiligen Römischen Reiches" entsteht im 13. Jahrhundert ein Staat von Rittermönchen, den Herren des Deutschen Ordens. Im 15. Jahrhundert gerät dieses, nicht nur aufgrund von Nachwuchsproblemen zu einem Anachronismus gewordene, geschrumpfte Territorium unter polnische Oberherrschaft. Als erbliches Herzogtum erhält es mit Preußen eine Bezeichnung, die auf die ursprüngliche Bevölkerung, die Pr'usai zurückgeht; also jenes baltischen Stammes, der, milde ausgedrückt, von den frommen, wie aggressiven Schwarzkreuzträgern und ihren Siedlern erst christianisiert und schließlich assimiliert wurde.

In der zweiten Hälfte des 16. Jh. wird das Herzogtum von dem mittlerweile zum Kurfürstentum avancierten Brandenburg als eine im Königreich Polen gelegene Exklave erworben. Nachdem sich Kurfürst Friedrich III. mit Rücksicht auf seinen Lehnsherrn, den König von Polen, zunächst zum "König in Preußen" krönen ließ, wenden sich seine Nachfolger nunmehr außenpolitischen Aufgaben zu. Während mit der Eroberung "Westpreußens" und des "Netzedistriktes" eine Landverbindung zum nunmehr Ostpreußen genannten Landesteil geschaffen wird, gerät auch das dort hineinreichende Bistum Ermland in den Besitz der jetzt als "Könige von Preußen" genannten Monarchen. Zwei weitere Teilungen lassen Polen von der Landkarte verschwinden und bescheren dem militaristischen Staatsgebilde die Provinzen "Neu-Ostpreußen" und "Südpreußen" mit der Stadt Warschau. Nach dem ersten Weltkrieg wurde Ostpreußen durch das wieder erstandene Polen erneut zu einer Exklave des mittlerweile führenden deutschen Teilstaates Preußen. Bei der Wahl zur Deutschen Nationalversammlung (19.01.1919) erhielt die SPD (mit Ausnahme des Ermlandes, das mehrheitlich das Zentrum wählte) in Ostpreußen die absolute, bzw. relative Mehrheit.

Während bei der Wahl zum Deutschen Reichstag (6.11.1932) in weiten Teilen der ehemals sozialdemokratisch dominierten Wahlkreise die rechtskonservative "Deutschnationale Volkspartei" (DNVP) die Mehrheit gewinnt, blieb das katholisch geprägte Ermland in der Hand des Zentrums. Vier Jahre später stimmte mit Ausnahme des Ermlandes und einer kleinen sozialdemokratischen Insel das restliche Ostpreußen mehrheitlich für die NS-Partei, die nach dem Angriff auf Polen das "angegliederte Danzig-Westpreußen" in Hitlers "Großdeutsches Reich" zu integrieren versuchte.......

Durch Artikel I des vom alliierten Kontrollrat am 25. Februar 1947 erlassenen Gesetzes zur Auflösung des Staates Preußen, seine Zentralregierung und aller nachgeordneten Behörden, endet die Geschichte eines deutschen Teilstaates, der jedoch nie, die einheitliche Identität z. B. eines Bayern, Würtemberg oder Sachsen besaß.

Mit seinem "Preußen - Aufstieg und Niedergang" ist Christopher Clarks ein wissenschaftlich-objektives Standardwerk gelungen, das trotz der etwas zu kurz gekommenen "Sozialgesetzgebung & Sozialistenpolitik" Bismarcks mit 5 Amazonsternen zu bewerten, und eine Empfehlung für sein gerade (Oktober 2008) erschienenes zweites Werk "Wilhelm II: Die Herrschaft des letzten Deutschen Kaisers", ist.
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