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Kundenrezensionen

41
4,6 von 5 Sternen
Escape from the Shadow Garden
Format: Audio CDÄndern
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. März 2014
Ich gebe ehrlich zu, dass ich von den letzten Scheiben seit Brand New Morning nicht immer bis zum letzten Song begeistert war. Trotzdem hatten alle Aufnahmen eine hervorragende Qualität, einmal im Songwriting und in der Produktion. Und ich bin auch der Meinung, dass man Steigerungen von Album zu Album sehr deutlich wahrnehmen konnte. Nur der eine oder andere Song gefielen mir nunmal nicht aber das ist ja bekanntlich Geschmackssache.

Dieses neue Album bringt natürlich keine bahnbrechenden Neuheiten oder Stilwechsel, einige bezeichnen das hier (durchaus verständlicherweise) als langweilig. Ich persönlich habe das aber auch nicht erwartet. Ich finde es sogar außerordentlich angenehm, dass zB Tony Clarkin sich die solide Grundhärte, die er seit Brand New Morning konsequent an den Tag gelegt hat und den Stil seines Gitarrenspiels und Songwritings bewahrt hat. Klar, der große Solist ist er nicht. Wenn man aber seine harten Riffs gern mag, so wie ich, wird auch an diesem Album seine wahre Freude haben, denn die sind reichhaltig vorhanden. Auffällig ist, dass es nun auch mal in recht zügigem Tempo zu Werke geht und auch Tempi-/Riffwechsel innerhalb der Songs vorhanden sind.

Bob Catley ist und bleibt ein Ausnahmesänger der Rockszene, auch mit fast 67 Lenzen. Klar, seine Stimme ist gealtert, sie ist rauer geworden und die absoluten Höhen erreicht er auch nicht mehr ganz. Aber sie ist es in der Art, dass er sich in dieser eine Frische erhalten hat, von der andere Sänger in seinem Alter nur träumen können. Wenn man mal heute einen Ian Anderson oder Ian Gillan (bitte nicht missverstehen - beide sind für mich immer noch große musikalische Idole) live hört, versteht, was ich meine. Seine Gesangslinien auf den Songs sind aus meiner Sicht klangvoll und angenehm stimmig. Ich liebe seinen Gesang und das wird so bleiben.

Die anderen drei musikalischen Mitstreiter runden das absolut positive Bild dieses aktuellen Werkes ab. Sie bilden die perfekte Untermalung, bzw. druck- und kraftvolle rhytmische Unterstützung.

Bei den Songs ist alles dabei, was das Herz eines Magnum-Fans erfreuen lässt: Harte Rocker, poetische, bombastische und epische Nuancen und natürlich auch die leisen und balladesken Töne. Und wer Magnum gern mag oder im Laufe der Jahrzehnte lieben gelernt hat, wird auch dieses neue Album lieben. Es ist für mich persönlich genau nach meinem Geschmack. Ich kann verstehen, dass nicht alle Hörer das gut finden. Und wer jetzt nach den letzten Alben große Veränderungen im musikalischen Schaffen der in Ehren gealterten Musiker erwartet, sollte definitiv die Finger davon lassen. Ich denke auch nicht, dass sich das in diesem Endstadium (seufz!) ihrer Karriere nochmal ändern wird. Magnum bleibt Magnum und das ist gut so.

Nachtrag:
Noch etwas zur Aufmachung dieser Limited Edition. Die DVD beinhaltet einige Live-Songs, bei denen man deutlich erkennen kann welch eine Livequalität diese Band auch heute noch hat und dass insbesondere Bob Catleys Stimme keinerlei Nachbearbeitung auf dem Computer bedarf. Das Cover ist aus meiner Sicht recht geschmackvoll gestaltet und mit einem informativen Booklet ausgestattet. Aus meiner Sicht stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis.
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. März 2014
Die Lobeshymnen auf Magnum-Songwriter Tony Clarkin wollten in den letzten Jahren gar nicht mehr verstummen. Seit dem Comeback seiner Band im Jahre 2002 hat der gewichtige Gitarrist fast ausnahmslos herausragende Kompositionen abgeliefert. Nur "Into the Valley of the Moonking" (2009) lässt die ganz großen Momente hier und da etwas vermissen. Besonders das letzte Album "On the 13th Day" (2012) aber stellt einen Höhepunkt in der Geschichte der Melodic Rocker dar. Sensationell einprägsame Refrains und knochentrockene Hard-Rock-Riffs ergeben die beste Platte der Bandgeschichte. Schwer, das zu toppen.

Logisch, dass es der Nachfolger "Escape from the Shadow Garden" (2014) nicht leicht haben wird. Und wie erwartet reicht die Qualität der 11 neuen Songs nicht ganz heran an das Überniveau des Vorgängers. In gewisser Weise stagnieren Magnum, liefern dabei aber immer noch gute Arbeit ab.

Die Gitarren sind wie gewohnt angenehm wuchtig, die Snare von Harry James nicht mehr so hölzern und steif wie zuletzt, sondern etwas raumfüllender, doch insgesamt wird diesmal mehr Wert auf große Hymnen denn auf harte Kopfnicker gelegt. Alles klingt eine Spur weicher und verträumter, leider aber an manchen Stellen auch wie bereits zigmal (besser) gehört. Zudem ist Al Barrow's Bass vormals grummelnder Bass kaum auszumachen, was den Songs viel Kernigkeit entreißt.

Nur der dramatische Opener "Live 'til you die" verweist noch auf die dezente Metal-Attitüde von "On the 13th Day". Edle Keyboardparts, energische Streicher, Stakkato-Schlagzeug, ein sattes Riff und Sänger Bob Catley mit dem nötigen Punch - klasse Einstieg mit ordentlich Power und fesselndem Arrangement. Magnum wie man sie kennt in den letzten Jahren.

Selbiges lässt sich auch bei "Unwritten Sacrifice" beobachten. Generell fällt auf, dass dieses Mal das Keyboard von Mark Stanway deutlicher im Mittelpunkt steht als auf den vergangenen Veröffentlichungen. Erneut einer dieser unwiderstehlichen Refrains, die man schon nach dem ersten Hören nicht mehr aus dem Kopf bekommt. Immer noch unfassbar, dass ein derart begnadeter Songschreiber wie Tony Clarkin nie die ihm zustehende Aufmerksamkeit der breiten Öffentlichkeit erlangt hat. Meines Erachtens befindet er sich in einer Reihe mit den ganz großen Rock-Komponisten des 20. und 21. Jahrhunderts. Und das auch noch mit Mitte 60.

Mit "Falling for the big Plan" stellt er das abermals unter Beweis. Sicher, der Chorus ist fast die Eins-zu-Eins Kopie des Songs "On the 13th Day", trotzdem begeistert die Nummer von Anfang an. Dynamischer Melodic Rock wie man ihn sonst nirgends derart leidenschaftlich zu hören bekommt.

Bis hierhin geht alles in Ordnung. Das Niveau des Vorgängers wird weitgehend gehalten, doch dann der erste Durchhänger. "Crying in the Rain" ist in den Strofen hübsch aufgemacht, die Hook hätte jedoch gerne etwas einfallsreicher gestaltet werden dürfen. Der Aha-Affekt will sich nicht einstellen. Nettes Liedchen, mehr nicht.

Das straighte "Too many Clowns" bietet da schon mehr. Kerniges AC/DC-Riff und ein räudiger Bob Catley - kennt man so von Magnum eigentlich nicht. Findet sich als Musikvideo auch auf der beiliegenden DVD der Limited Edition wieder. Sicher das härteste Stück der LP, als Referenzsong jedoch nicht direkt geeignet.

Konsequenterweise folgt anschließend die erste Ballade. "Midnight Angel" präsentiert einmal mehr die einzigartigen Storyteller-Qualitäten von Catley. 80er Flair durch und durch, auch wenn der Mittsechziger mittlerweile nicht mehr ganz so voluminös klingt wie einst, sondern eher kratzig und heiser. Dass er nach wie vor einen gigantischen Wiedererkennungswert besitzt, versteht sich dennoch von selbst. Anschmiegsamer Melodiereigen, allerdings fehlt mir auch hier die wirklich überragende Hook. Alles in allem etwas zu solide.

Auch "The Art of Compromise" kann dem Vergleich mit den zeitlosen Bandklassikern nicht standhalten, besitzt aber nichts desto trotz gewaltigen Charme. Satter Gefühlsrock, in dem man sich regelrecht verlieren kann.

"Don't fall asleep" entführt dann erneut in die 80er. Erstaunlicherweise wirkt das Material auf "Escape from the Shadow Garden" oftmals in den Strophen am Intensivsten. In diesem Fall geht allerdings auch der Chorus in Ordnung. Sehr altmodisch aufgemacht und deswegen perfekt, um in Erinnerungen zu schwelgen. Gerne auch vorm lodernden Kaminfeuer in einer kalten, einsamen Nacht. Genau das wünscht man sich ja von dieser Band, insofern alles richtig gemacht.

"Wisdom's had its day" will eine wuchtige Hymne sein, packt mich aber nicht so recht. Zu bieder und vorhersehbar. Ein Ausfall ist sicher was anderes. Zum fortdauernden Drücken der Repeat-Taste verleitet das Stück trotzdem nicht.

Dafür das straighte "Burning River" umso mehr. Der dritte echte Hard Rock Song der LP und insgesamt ihr überzeugendster. Treibend, energetisch und mit enthusiastischem Solo (leider eines der wenigen wirklich hervorstechenden, eigentlich eine Spezialität von Clarkin). Ein Überbleibsel der härteren Tage. Jetzt schon einer meiner Magnum-Lieblingssongs überhaupt. Müsste ich einen Titel dieses Albums auswählen, der für mich besonders herausragt, es wäre dieser. Ich hätte mir mehr davon gewünscht. Das restliche Material ist nicht wirklich schlecht, so richtig mitreissen will es aber an vielen Stellen nicht. Echt schade.

Immerhin ist "Valley of Tears" ein würdiger Abschluss. Auch hier sind es vor allem die Strophen, die begeistern. Je öfter man die Nummer hört, desto mehr gewinnt aber auch der Refrain. Ein weiteres Beispiel für die perfekte Mélange aus Melancholie und überbordender Lebensfreude, die diese Band seit jeher auszeichnet. Beides intensive Gefühle, die oftmals gar nicht so weit auseinander liegen.

Die Limited Edition beinhaltet eine Bonus-DVD mit vier Live-Songs von der letzten Tour. Schnitt- und Bildtechnisch kaum zu ertragen, es wechseln sich schwarz-weiß und Farbaufnahmen, sowie die verschiedensten Bildformate ab. Kann man mögen, muss man aber nicht. Die Performance ist jedoch wie immer großartig. Die Jungs sind jedes Mal aufs Neue ihr Geld Wert.

"Escape from the Shadow Garden" hat, wenn man sich die Rezensionen so durchliest, nicht nur mich beim ersten Hören etwas enttäuscht. Das liegt wohl vor allem daran, dass die Ohren zuletzt übermäßig verwöhnt wurden. Jetzt hat die Truppe eben "nur" ein gutes, aber kein brillantes Album vorgelegt. Komisches Gefühl, an das man sich erst noch gewöhnen muss. Das Cover von Rodney Matthews ist erwartungsgemäß über jeden Zweifel erhaben und Magnum sind nach wie vor eine Institution des Melodic Rock, die sich erwachsen und stilvoll durch das Genre bewegt. Da kann man ihnen einen kleinen Anfall fehlender Unberechenbarkeit locker verzeihen. Es wäre nicht verwunderlich, wenn das nächste Album wieder total umhaut. Clarkin und Catley gehen auf die 70 zu, doch sie haben musikalisch noch nicht alles gesagt. Mindestens eine Platte möchte ich von diesem Duo und seinen erstklassigen Mitstreitern noch hören. Es lohnt sich garantiert.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. Juni 2014
Nicht nur die Fans von MAGNUM dürften mittlerweile bemerkt haben, daß die Briten immer rockiger werden (und düsterer, was manche sogar noch mehr entzückt). Für Sänger Bob Catley ist das darauf zurückzuführen, daß Bandkopf Tony Clarkin seine Band seit einiger Zeit selbst produziert. Das hat krachige Uptempo-Nummern wie "Too Many Clowns" (böse, böse!) und "Burning River" zur Folge, die ein Platin-Produzent wie Keith Olsen gnadenlos glattgebügelt hätte. Obendrein befindet sich Clarkin als Komponist und Texter auf einem kreativen Höhenflug wie wohl noch nie in über 35 Jahren als Autor.
Auch diesmal sind wieder sehr gute bis herausragende Stücke entstanden, die einen sofort mitreißen. Die Höhepunkte bilden freilich wie gehabt die Titel mit der größten Langzeitwirkung. Auf Anhieb hat mich das tragische Epos "Midnight Angel" am meisten gepackt; eine Art modernes "How Far Jerusalem" vom Flair her und trotzdem völlig anders, dunkler, mystischer. Vom Thema ganz zu schweigen... Dazu gesellte sich alsbald "Unwritten Sacrifice", von dessen poetisch-traurigem Text ich eine Gänsehaut bekomme. DAS Highlight!
Allerdings verflacht die Qualität in der Mitte: "The Art Of Compromise", "Don't Fall Asleep" und "Wisdom's Had Its Day" fehlt die Magie. Warum weiß ich nicht, vielleicht haben die Titel bei mir einfach nur zu hohe Erwartungen geweckt. "Die Kunst des Kompromisses" verspricht doch alles, oder nicht? Da kann man nur enttäuscht werden!
Auch wenn "The Valley Of Tears" Bob Catleys Lieblingsstück ist, vermisse ich den letzten Kick, irgendeinen besonderen Kniff. Gerade auf dem Balladensektor haben MAGNUM schon weit Besseres zustandegebracht!
Ein Sonderlob hingegen für das geniale Front- und Backcover von Rodney Matthews. Tony Clarkin wollte unbedingt Fragezeichen eingearbeitet haben. Er hat sie bekommen - und wie!
Wer sich das CD/DVD-Package zulegt, bekommt zusätzlich zu den fast 63 Minuten Hörgenuß noch vier Livesongs (ca. 22 Minuten) und zwei Videos geboten. Auf Letztere hätte ich zugunsten von mehr Livestoff gerne verzichtet.
Ohne den erwähnten Einbruch in der zweiten Hälfte wäre das 17. MAGNUM-Studio-Opus ein Full House, denn die ersten sechs Tracks sind Pomp Rock vom Allerfeinsten. Schade, knapp verpaßt!
Smiling-Shark.com
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. Mai 2014
Es ist schon interessant, wie unterschiedlich die Geschmäcker sind; und wie sich die Geister gerade bei MAGNUM scheiden.
Ich habe mir das Album gekauft, weil mir die Musik von MAGNUM sehr gut gefällt. Ich bin kein Fan, der alles über diese Band sammelt oder weiß, nein, ich mag nur ihre Musik.
Und beim Shadow Garden ist es, wie bei fast allen MAGNUM-Alben: je öfter ich es höre, desto besser gefällt es mir.
Wie auf fast jedem Album gibt es auch hier einzelne Songs, die nicht so richtig zünden, andere wiederum "hauen voll rein". Welche das im einzelnen sind, sollte jeder für sich entscheiden.
Ich habe das Album ohne Hörprobe vorbestellt und gehofft, dass es mir gefällt; hat funktioniert ;o)
Anfangs (die ersten 2 Durchläufe) war das Album "nur" gut, mittlerweile läuft es im Auto in Dauerschleife.
Vier Sterne gibts nur deshalb, weil mir andere MAGNUM-Alben besser gefallen.
Das ist aber nicht abwertend gemeint.
Und jetzt: Viel Spaß beim Hören ;o)
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
...was ja prinzipiell was Gutes ist. Tony Clarkin ist ein begnadeter Songwriter, Bob Catley hat eine unglaubliche Stimme, und mit einer druckvoll- bombastischen Produktion kann eigentlich nichts schief gehen. Wer nichts anderes erwartet als elf gewohnt starke Songs mit den typischen Spannungsbögen, Melodien, Riffs und Fanfaren, wird hier uneingeschränkt glücklich.

Ich ganz persönlich muss jedoch zugeben, dass mich "Escape from the Shadow Garden" diesmal nicht so packt. Über die Gesamtlaufzeit fehlt mir diesmal die rockig- inspirierte Frische, zu sehr bewegen sich die Nummern in ausgetretenen Pfaden, zu sehr ähneln die Arrangements einander: Eine Powerballade folgt auf die nächste, und irgendwann wird selbst für mich der Pathosfaktor zu hoch.

Als Anspieltipps nenne ich die Opener "Live 'til you die" und "Unwritten Sacrifice", in denen ich durchaus Klassikerpotenzial erkennen kann. Ansonsten wird in "Midnight Angel" eine gute Geschichte über eine starke Figur erzählt, und "Too many Clowns" beginnt mit einem überraschend harten Riff. Der Rest verschwimmt im Nachgang zu Mittelmaß - "too much of the same". Tut mir Leid, aber bei aller Liebe ist diesmal die Höchstnote nicht drin, auch wenn ich mir damit Kritik von den eisenharten Fans einhandle.

Drehen wir meine Rezi mal ins Positive um: Wer auf Powerballaden mit gebremsten Strophen und großen Refrains steht, wird hier uneingeschränkt glücklich. So gesehen vergebe ich vier Sterne. Als persönliche Kauftipps nenne ich jedoch eher die Vorgängeralben "13th Day" und "Visitation".
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. März 2014
Ich schliesse mich den positiven Rezensionen uneingeschränkt an. Das Album habe ich gekauft, weil ich den Magnum-Stil hören wollte, den ich kenne und liebe. Diese Erwartungen wurden voll und ganz erfüllt wenn nicht sogar übertroffen. Für mich sind in diesem Album nur Highlights enthalten. Mit Experimenten, Neuerungen oder einem neuen oder härteren Stil, wie teilweise angemerkt, habe ich weder gerechnet noch darauf gehofft. Ich kann dieses Album jedem Magnum-Fan empfehlen (die kaufen es aber sowieso in jedem Fall) aber auch jedem, der tollen Melodic Hard Rock hören und dabei die Welt um sich herum vergessen möchte. Tony Clarkin, auf dessen Konto ja praktisch alle Magnum-Songs gehen, ist in meinen Augen ein Genie und die unvergleichliche Stimme von Bob Catley rundet den Musikgenuss perfekt ab und geht unter die Haut. Besonders liebe ich die Songs Wisdom's Had Its Day, Unwritten Sacrifice, Burning River, Too Many Clowns. Ich hoffe, die Herren bleiben uns sowohl live als auch mit einem Nachfolgealbum weiterhin erhalten. Magnum Forever!
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am 2. Mai 2014
Es gibt hier so viele Rezensionen, denen ich mich uneingeschränkt anschließen mag, aber insgesamt kann ich die oft erwähnte Skepsis nicht teilen. Das Album mag an so viele Magnum Alben nicht heran reichen, auch war "On the 13th Day" sicher nach all den Jahren eine kaum zu toppende Vorlage, aber dennoch ist "Escape from the Shadow Garden" ein phantastisches Album. So ganz für sich allein. "Too Many Clowns" alleine ist ein Song, vor dem ich nieder knien mag. Viele Bands produzieren im "hohen" Alter Platten, die absolut auf Nummer Sicher gehen, langweilig und kaum kaufenswert. Aber das ist mal wieder ein Beweis für Lebensfreude und Kreativität. Als Magnum-Fan ist das Album ein absolutes Muss, als Hard-Rock-Neuling eine echte Empfehlung. Wie im Titel erwähnt, ist es kaum zu glauben, dass eine Band immer und immer wieder solch unglaubliche Arbeit abliefert. Das letzte Konzert in der Köln-Kantine war ein echtes Highlight, auf das E-Werk mit Saga in 2014 freue ich mich wie blöd... Hoffentlich können die Jungs noch eine Weile!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. Oktober 2014
Ich habe einige alte Magnum Scheiben im Regal. Auch das eine oder andere Soloprojekt von Mr. Catley ist mir geläufig. Mit der neuen Scheibe knüpft Magnum wieder an ihren alten Stil an und das hört sich richtig gut an.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. Juni 2014
Beim ersten Anhören war ich erst mal verdutzt... Diese Klänge entsprachen so gar nicht meinen Erwartungen, nachdem der Vorgänger "On The Thirteenth Day" ein astreiner Melodic-Rocker höchster Qualität war, der mich als alten Magnum-Freak von den Socken haute. Nun, was ist das denn?? Kehren Clarkin & Co musikalisch und stilistisch doch glatt zurück zu den frühesten Zeiten in den 70ern und zu "Chase The Dragon" von 1982! Was für ein kühner Schachzug der alten Haudegen!!!

Nach intensiven Hör-Sessions, mal leise mal laut, mal nüchtern mal Whisky im Blut habend, begann sich mir "Escape From The Shadow Garden" in seiner musikalischen Diversität langsam zu öffnen. Dieses Album ist beileibe zu mannigfaltig, um es einem konkreten Stil zuzuordnen. Der bekannt melodiöse Rock, der immer seine märchenhaften Geschichten erzählt ist Grundstruktur auch dieses Albums. Aber sehr viele unterschiedliche Stilelemente, die aus allen Dekaden der Rockmusik stammen, kommen hier ansatzweise oder tiefer ausgeführt zum Einsatz. Unglaublich gut integriert in den Gesamtfluss der Musik. Aber durch seine immense Komplexität wirkt dieses Werk fast schon überladen. Mastermind Tony Clarkin muss es im Rausch geschrieben haben!! Hier brennt sich eine Wahnsinns-Scheibe nach der anderen in Herz und Hirn, in Komplexität und Power als nichts anderes als purer Prog-Rock zu bezeichnen!

Nicht gerade einfache Kost also. Gut, die lieferte MAGNUM nie (mit Ausnahme einiger Alben der späten 80er und frühen 90er Jahre), aber dieses Album erfordert echte Hingabe und kann Kopfschmerzen verursachen. In seiner ultimativen Sound-Fülle und komplexen Struktur ist es einfach schwer fassbar. Ein fettes Machwerk, dem auch die unerreicht phänomenale Stimme Bob Catleys keinen Funken Leichtigkeit verleihen kann, auch in den ruhigeren Songs nicht, die Magnum typisch einer gewissen Dramatik nicht entbehren. Nicht extra zu erwähnen, dass die CD perfekt gemastert ist und super klingt...

Hier sind MAGNUM auf einem ultimativen Prog-Rock Trip! Eine Platte für Wild Boys & Girls mit Zuhör-Talent, ab Titel 6 (von 11) aber durchaus auch für Rock Romantiker/innen, die knorrige Melancholie in Rock schätzen. Dieses Album wirkt wie ein Vulkanausbruch mit anschließendem pyroplastischen Strom und Asche-Regen!!! Seine ersten fünf Songs kann man gar nicht laut genug spielen!

Und hat sich schon mal jemand das Cover dieser CD genauer angesehen?? Ein Meisterwerk des Künstlers Rodney Matthews, der schon den frühesten Werken MAGNUMs die einzigartigen Covers verpasste und für deren unvergleichlichen Auftritt im Plattenregal sorgte. Zu "Escape" hat er wieder mal grandios gezeichnet! Schade nur, dass sein Meisterwerk den meisten Rock-Liebhabern nur auf CD-Größe zuteil wird. Dieses Cover sollte man im Großformat, zumindest auf LP Größe haben! Eindrucksvoller kann ein Plattencover nicht sein!

Mein End-Resumé: ALLES WAHNSINN!!!
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am 9. Januar 2015
Die Herren von Magnum sind zwar nicht mehr die jüngsten, aber von Gemütlichkeit keine Spur. Seit ihrer Wiedervereinigung werfen sie in kurzen Abständen Klassealben auf den Markt, man kann sagen, je oller, desto toller. Auf ihrem bislang letzten Studiowerk ist das Melodische, Märchenhafte schon ziemlich verschwunden, dafür wird heftig drauf los gerockt. Die Songs bleiben vielleicht nicht gleich beim ersten mal hören im Ohr hängen, deswegen befindet sich das Album trotzdem auf hohem Niveau, von Lückenbüßern keine Spur. Anspieltip: Midnight Angel
Hoffentlich gibt es Magnum in dieser Form noch lange.
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