Fashion Sale Hier klicken Sport & Outdoor reduziertemalbuecher Cloud Drive Photos Alles für die Schule Learn More HI_PROJECT Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
46
4,0 von 5 Sternen
Format: Kindle Edition|Ändern
Preis:8,99 €
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 12. März 2007
Dieser Roman von ROBERT WILSON ist ein absolutes Meisterwerk und stellt meines Erachtens seinen preisgekrönten Roman "TOD IN LISSABON" in den Schatten. 5 Sterne reichen hierfür eigentlich nicht aus.

DIE STORY:

JAVIER FALCÓN ist Chefinspektor der spanischen Polizei in Sevilla. Er gehört zum Morddezernat und hat in seiner Laufbahn in Madrid und Barcelona schon viel erlebt. Doch was er in Sevilla während der "SEMANA SANTA" (der seit HEMMINGWAY bekannten "FIESTA") erlebt, ist kaum zu überbieten. Er muß sich mit einem äußerst grausamen Mordfall befassen, bei dem der Täter offensichtlich sein Opfer - an einen Stuhl gefesselt - dazu gezwungen hat, Dinge - auf Video - anzusehen, die dieses partout nicht sehen wollte, weshalb dem Opfer rigoros die Augenlider abgeschnitten wurden. Das Gesehene muß bei dem Opfer ein derartiges Grauen hervorgerufen haben, dass dieses sich - durch sein Winden auf dem Stuhl - "selbst umgebracht hat". Keine Anhaltspunkte, die auf den Mörder und vor allem sein perfides Motiv schließen lassen. Nachdem weitere Opfer folgen und der Täter mit der Polizei in Kommunikation tritt, verdichtet sich für JAVIER, dass dies alles auch mit seiner Vergangenheit und insbesondere auch mit der Geschichte seines vor zwei Jahren verstorbenen Vaters, der ein berühmter Maler war, zu tun hat. Am Ende sieht JAVIER sich selbst mit seiner "Wahrheit" konfrontiert...

FAZIT:

Brilliant! Wer auf Action und einem klassischen "Who-Done-It" steht, sollte die Finger von diesem Buch lassen! Das Thema des Buches ist die Vater-Sohn-Beziehung und Schuld und Sühne. Wilson ist es gelungen in dem Plot und den Metaphern eines Kriminlaromans eine psychologisch sehr tiefgreifende Geschichte zu erzählen, in der es um Liebe, Schuld und Sühne sowie um die tiefen Abgründe, die sich hinter einer jeden Seele verbergen können, geht. Das Grauen liegt hier nicht im plakativen oder horroresken Äußeren sondern in der persönlichen Schuld, die sich jedes der Mordopfer im Laufe seines Lebens selbst auferlegt hat.

Also: absolut lesenswert - viel Spaß dabei!
0Kommentar| 21 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. Februar 2007
Ja, der Anfang ist etwas mühsam - gerade dann, wenn man kein Spanisch kann: Die Namen, die spanischen Berufsbezeichnungen, all das wird dann ein wenig anstrengend...

Aber es lohnt sich, wenn man sich durch den Einstieg kämpft. Was dann folgt, das ist eine wuchtige Geschichte, die perfekt Vergangenheit mit Gegenwart verknüpft. Die Story ist interessant, das Ende logisch und die Sprache des Autors so wunderbar bildhaft, dass es stellenweise an Hemingway erinnert.

Das Buch hat von allem etwas: Sex&Crime, Geschichte, Psychoanalyse, Spannung. Ein Thriller der etwas anderen Art, aber als solcher absolut lesenswert!
0Kommentar| 19 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Ein kleines - 640 Seiten :-) -, weiteres Meisterwerk des britischen Autors Robert Wilson. Schon für sein Buch "Tod in Lissabon" wurde er völlig zu Recht mit dem 'Deutschen Krimipreis' sowie dem renommierten 'Golden Dagger Award' ausgezeichnet. Weitere Preise würden mich nicht überraschen.
Zum Inhalt:
Chefinspektor Javier Falcón ist ein äußerst kühler und rationaler Mensch. Doch der Anblick des ermordeten Restaurantbesitzers Raúl Jiménez ist selbst für ihn zuviel: Jiménez wurde an einen Stuhl gefesselt und mit allen Mitteln gezwungen, einen Videofilm anzuschauen. Dazu schnitt ihm der Mörder die Augenlider ab. Der Anblick der starren, panischen Augen des Opfers läßt Falcón nicht mehr los, und er ahnt, daß dieser Mordfall sein Leben für immer verändern wird.
Seine Vermutung bestätigt sich: In Jiménez' Wohnung findet Falcón Fotos aus den 50er Jahren, auf denen sein Vater, ein sehr renommierter Maler, abgebildet ist. Was für eine Verbindung bestand zwischen diesen beiden Männern?
Als sich der Chefinspektor daraufhin in die Tagebücher seines verstorbenen Vaters vertieft, lernt er dessen dunkle und grausame Seiten kennen. Das Bild, das sich Falcón von seiner Familie gemacht hat, wird schonungslos zerstört und bringt ihn an den Rand eines Nervenzusammenbruches.
Zugleich erkennt er jedoch, daß ihm gerade die Tagebücher die wichtigsten Indizien liefern, um dem Mörder auf die Spur zu kommen ...
Fazit: Der Autor besticht durch eine deutlich spürbare Freude am Erzählen, am Ausschmücken sowie Ausfeilen des Ambientes, des scheinbar Nebensächlichen, der Ränder der Geschichte.
Und all dieses hebt den vorliegenden Roman weit über die gängige Routine hinaus!
Ein erschreckender Roman, und doch gelingt es dem Autor seine Hauptperson so zu humanisieren, das sie auch glaubwürdig ist.
Es grüßt ein beeindruckter -
Reinhard Busse
0Kommentar| 21 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. September 2006
Endlich mal wieder ein guter Thriller!

Viel zu lange hat das Buch bei mir rumgelegen. Hätte ich es mir doch nur früher gegriffen.

Es ist spannend, wenn auch nicht nervenzerfetzend, aber subtil und neugierig machend. Es ist gut aufgebaut, gut geschrieben, fesselnd, erschreckend und überraschend.

Man erlebt, wie die Welt des Protagonisten langsam zerfällt und er versteht nicht, wieso. Zum Ende lösen sich alle Rätsel auf, alles ist anders als man dachte, und viel schlimmer ist es auch noch.

Ich bin wirklich hart im nehmen bei Thrillern. Manchmal wundere ich mich, wenn wieder über einen Krimi, den ich auch kenne, gesagt wird, er wäre nichts für schwache Nerven und ich mal wieder überlege, was denn das ganz schlimme in dem Buch gewesen sein soll.

Aber bei diesem Buch hab ich schon gleich beim ersten Toten schlucken müssen. Irgendwie fand ich diese subtile Grausamkeit viel schlimmer, als alles, was ich bisher gelesen habe. Überhaupt finde ich die ganze Geschichte ziemlich erschreckend und furchtbar.

Ein wenig gestört haben mich nur die vielen spanischen Worte. Speisen, Getränke, Gebäude werden, warum auch immer, im spanischen Original belassen. Und in Sevilla kann ich jetzt wahrscheinlich ohne Stadtplan spazieren gehen.

Aber das sind nur Marginalien. Ich kann das Buch uneingeschränkt empfehlen!
0Kommentar| 15 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Im Krieg werden Grausamkeiten an anderen Menschen als Heldentat glorifiziert, für die man in Friedenszeiten hart bestraft wird. In Spanien herrschte lange ein Bürgerkrieg. Anschließend wurde das "Menschenmaterial" in Russland verheizt. Dann kam die Diktatur.
Vordergründig geht es im Roman zunächst um den Chefinspektor Javier, der mit einem grausamen Mord in Sevilla konfrontiert wird. Recht bald muss er jedoch feststellen, dass auch seine Familiengeschichte in den Fall verwoben ist. Er stöbert im Atelier seines kürzlich verstorbenen Vaters und entdeckt dessen Tagebücher, die einen zeitlichen Bogen von den 30iger Jahren bis in die 70iger Jahre spannen. Weitere Morde geschehen und für Javier geht es bald nicht mehr nur um die Auflösung des Falles, sondern um die Aufdeckung der Vergangenheit seines Vaters.

Mich hat der Krimi total gefesselt, nachdem ich die erste 100 Seiten-Hürde überwunden hatte. Gegen Ende konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, da sich die Zusammenhänge kunstvoll entwirrt und einen staunenden Leser hinterlassen haben.
Doch Achtung: Manche Schilderung der Grausamkeiten ist nichts für Zartbesaitete.
Doch wer Augen hat zu sehen... der sehe, bzw. lese!
0Kommentar| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 7. Dezember 2015
Durch Zufall entdeckte ich dieses Buch vom Autor Robert Wilson. Obwohl ich stark an Spanien und Andalusien interessiert bin, ist dieses atmosphärische Buch und Start einer vierteiligenKrimireihe an mir vorbeigegangen.

Der Blinde von Sevilla ist ein packender Krimi und dabei hintergründig, die Figuren sind detailliert und interessant beschrieben, insbesondere der ermittelnde Kommissar. Wenn man zusätzlich Interesse an Südspanien hat, erhält man hier ein richtigen Leckerbissen. Der Roman hat mir sehr gut gefallen, nur der Einstieg ist ein wenig schwerfällig.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. Februar 2014
Ich fand das Buch von Anfang an fesselnd. Die verschiedenen Charaktere scheinen in keinem direkten Zusammenhang zu stehen, erst nach und nach erschließt sich dem Leser wie auch dem Kommissar wie das Puzzle der einzelnen Lebensgeschichten zusammenpasst. Die eine oder andere falsche Fährte versandet schnell, und alles konzentriert sich auf das Tagebuch des Vaters Falcóns und auf eine weit zurückliegende Vergangenheit, die auch die Geschichte des ermittelnden Kommissaren ist.

Stil sowie die ausgezeichnete Herausarbeitung der handelnden Persönlichkeiten haben mich fasziniert. Die bildhafte Beschreibung Sevillas sowie Tangers sind großartig, das Plot selbst ziemlich ungewöhnlich und - wenigstens für mich - in der Auflösung überraschend aber nicht unlogisch. Dennoch lässt das Buch mich nicht mit einem Gefühl der Befriedigung zurück. Trotz aller Logik und Beantwortung aller aufgeworfenen Fragen drängt sich der Verdacht auf, dass hier irgendetwas nicht stimmig ist. Für mich erklärt sich gefühlte Unstimmigkeit folgendermaßen: die positiven wie negativen Aspekte in der Lebensgeschichte jedes einzelnen Akteurs und Opfers sind in sich durchaus schlüssig. Als ein gemeinsames Mordmotiv sind sie es jedoch nicht, es sei denn, man erklärt es ausschließlich mit dem Bedürfnis des Täters, die "Bösen" - auch die, die mit ihm persönlich nichts zu tun haben - büßen zu lassen. Und das ist mir denn doch etwas zu platt.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. Juni 2005
Ich habe alle 3 Bücher von Robert Wilson bisher gelesen und war von allen 3en angetan.
Ich will keine Zusammenfassung schreiben, denn das haben schon andere getan, ich möchte nur meine persönlichen Eindrücke wiedergeben.
Diesmal dauerte es etwas länger, bis mich das Buch in seinen Bann zog und ich unbedingt wissen wollte wie es weitergeht. Manchmal vermisst man etwas den roten Faden, es klärt sich aber alles auf, je mehr sich die Fragmente der einzelnen Charaktere zu einem Ganzen zusammensetzen.
Wilson ist einfach ein guter Schriftsteller, der es versteht, die einzelnen Personen sehr plastisch darzustellen, immer verbunden mit etwas geschichlichem Hintergrund. Nach Ende der Lektüre hat man immer das Gefühl, ein besonderes Buch gelesen zu haben, über das man durchaus noch etwas länger nachdenken kann.
Das einzige was mich an ihm nervt, sind die detailgenauen Weg- und Ortsbeschreibungen, denn ich habe nicht vor Taxifahrer in Sevilla zu werden. Und die unübersetzten spanischen Fremdwörter sind auch sehr hilfreich, da man sie teilweise einfach nicht versteht wenn man des Spanischen nicht mächtig ist.
Alles in allem trotzdem sehr zu empfehlen wie auch seine beiden anderen Bücher!
0Kommentar| 8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. April 2006
Donna Leon und Co. werden sich an dieem Kommissar messen lassen müssen. Brunetti ist zwar sehr lebendig und gut beschrieben. Der Held in Wilson's OEuvre allerdings besticht durch seine vielschichtige Person - die auch noch stilistisch gut und sicher beschrieben wird. Mal wieder ein Wilson (der dritte übersetzte...) der sich in die Erinnerung stehlen wird. Hier schreibt einer, der sich auskennt mit den menschlichen Sehnsüchten und den zwangsläufigen Ent-Täuschungen. Dazu noch ein Plot, der sicher bald im Kino zu sehen sein wird. Das ist Krimikunst. Absolut empfehlenswert. Viel Vergnügen! wurde zu Recht im WDR empfohlen!
0Kommentar| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. Dezember 2013
In grandioser Weise werden hier ein typischer Krimi mit der Aufarbeitung einer Vater-Sohn-Beziehung verwoben. Spannend, was die Aufklärung der Mordserie betrifft und gleichzeitig leidet man die Seelenqualen der Hauptfigur quasi mit.
Dies in einer wunderbaren Sprache. Die deutsche Übersetzung ist gleichfalls hervorragend. Dass dabei manche Begriffe im Spanischen bleiben (und man sie zugegebenermaßen nicht sofort versteht), ist sehr gut gemacht.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen