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The Lowland
Format: Kindle EditionÄndern
Preis:6,27 €

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TOP 100 REZENSENTam 30. Oktober 2014
Ein Geständnis vorneweg: "The Lowland" ist das erste Buch von Jhumpa Lahiri, das ich gelesen habe. Deshalb kann ich nicht in den Chor derer einstimmen, die (vor allem auf amazon.com) beklagen, dass es bei weitem nicht die Qualität ihrer früheren Werke erreicht, vor allem nicht des ersten, inzwischen verfilmten Romans "The Namesake".

Die Geschichte führt uns vom Kalkutta der Zeit kurz nach der Unabhängigkeit Indiens bis ins heutige Rhode Island. Zwei Brüder, der ältere, vernünftigere, etwas langweilige Subhash und der jüngere, wilde, charismatische Udayan sind unzertrennlich. Erst mit dem Eintritt ins College beginnen sich ihre Wege zu trennen; Subhash geht schließlich als Student in die USA, Udayan bleibt in Kalkutta und schließt sich einer maoistischen Untergrundbewegung an. (Wer sich in indischer Geschichte nicht so gut auskennt, wird ein wenig über Folgen der Spaltung des Landes 1947 erfahren und eine ganze Menge über die Naxalitenbewegung, die in den 60er Jahren als Bauernaufstand begann und bis heute mit blutigen Terrorakten die Staatsmacht bekämpft, die wiederum mit exzessiver Polizeigewalt dagegen hält.)

Und es ist die Geschichte von Gauri, der hochbegabten, unkonventionellen Philosophiestudentin, die von Udayan und seinen Überzeugungen fasziniert ist. Dass die beiden Freigeister heimlich heiraten, verletzt seine traditionsbewussten Eltern zutiefst, was das Zusammenleben unter einem Dach nicht leichter macht. Und dann steht eines Tages die Polizei vor der Tür...

Der Roman entwickelt sich als schmerzhaft dramatische Familiensaga, die ihre Spannung vor allem aus den Beziehungen zwischen den Akteuren erzeugt: Tradition gegen Moderne, Schuld und ihre Verarbeitung, Menschen, die ihre Rollen in der Gesellschaft nicht akzeptieren, und der unterschiedliche Umgang mit Verantwortung. Jhumpa Lahiri erzählt in lakonischen, beinahe gleichgültig klingenden Sätzen aus wechselnden Perspektiven der Protagonisten. Der Roman ist weitgehend chronologisch aufgebaut, mit gelegentlichen Rückblenden, die manche seltsamen Verhaltensweisen der Akteure erklären. Das gilt vor allem für Gauri, die aber trotzdem ziemlich undurchschaubar bleibt und mit der der Leser sich am wenigsten identifizieren kann.

Stellenweise wirkt der Roman merkwürdig unfertig, und das sogar an Schlüsselmomenten der Geschichte. Man muss ja gar nicht gut finden, was die Protagonisten so treiben, aber nachvollziehen möchte man es schon können, und das fällt einem manchmal sehr schwer (s.u. - Vorsicht SPOILER!*). So kann ich mir durchaus vorstellen, dass "The Namesake" tatsächlich besser ist, und habe es schon mal auf die Liste gesetzt.
_________________________________

*) ***SPOILER*** Das gilt z. B. für die Stelle, wo Bela die Wahrheit über ihren Vater erfährt, das Haus verlässt, endgültig, wie es scheint, und dann ein paar Tage später fröhlich zurückkehrt, als wäre nichts gewesen. Auch Gauris kurzer lesbischer Episode fehlt jeglicher Bezug zur Geschichte, wie überhaupt Gauri als Figur meist fremd bleibt, nicht nur wegen der Kälte gegenüber ihrer Tochter. In Subhash und Bela kann man sich wesentlich besser hineindenken (bis auf die gerade erwähnte Szene). Und es ist positiv zu vermerken, dass Jhumpa Lahiri dem Roman ein rührseliges Ende erspart hat, bei dem sich alle verbliebenen Beteiligten um den Hals fallen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. August 2014
Jhumba Lahiri novel “The Lowland” is the story of two brothers raised in Calcutta. Udayan is the rebellious one seemingly courageous who becomes a part of the then newborn Naxalite movement in contrast to Subhash the older one who acts reasonably and humanely. In contrast to his brother he leaves home and picks a scientific career in Rhode Island (US) in the field of oceanography.
The power of the book is Lahiri's calm and unperturbed glance at the dilemma Subhash is caught in after Udayan's execution in the street by the police in the face of Udayan's family which unfolds in the course of the book. The story is told from varying perspectives leaving out periods which are then reflected in the following episode from a different angle.
Lahiri story is never beside the point yet takes in the circumstances of each period be it American (the anti-Vietnam movement), Indian (the Naxalite movement and its repression) or global (the Net, patchwork families).
Even though the novel is about politics, its moral core is timeless and relevant. It shows the process of its characters being uprooted and alienated from their families, from their own human nature. This process, however, is balanced by changes that develop in the characters later lives. So the novel leaves it open how we can change injustice without acting immorally.

Even though I was tempted to develop the feeling that the story did not move on I came to appreciate that the characters were capable of small changes in their lives after having come to terms with their past.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. Februar 2014
Lahiri schreibt psychologisch dicht, einfühlsam, und wahrt dabei immer eine einfache, fast lakonische, unaufgeregte Sprache, die ich auch im englischen Original leicht lesen konnte. Wichtige Elemente der Geschichte sind plötzliche Beziehungsabbrüche, Einsamkeit und die Nachwirkungen politischer Gewalt. Interessant wirken kurze, unaufdringliche Ausflüge in die Geschichte und in die Wissensgebiete der Buchfiguren, so etwa in Philosophie, Ökologie und die indische Naxalite-Bewegung; erlesenes Essen steht hier weniger im Vordergrund als in anderen Lahiri-Veröffentlichungen.

Damit kenne ich nun die vier bisherigen Lahiri-Bücher; alle sind exzellent, doch dieses hier ist relativ das Schwächste. So klingt Lahiri mitunter schon etwas zu "achtsam", zu elegisch säuselnd, betulich melancholisch; es gibt keine Ausrufezeichen, keinen Humor, keine direkten Dialoge. Und während ihre Stimme sicherlich wie oft beschrieben karg und zurückgenommen klingt, so fehlt ihr doch der bestechende Minimalismus Hemingways oder des mittleren V.S. Naipaul.

Einige Elemente der Konstruktion schwächen den Gesamteindruck:
- Lahiris Geschichte zieht sich über fast 70 Jahre, sie schildert vier Generationen. Die Hauptfiguren treibt es zeitweise auseinander und dann fransen die einzeln fortgesetzten Schicksale zeitweise ins Beliebige, Belanglose.
- Ein Hauptmotiv - Subash heiratet die schwangere Frau seines ermordeten Bruders - ist sehr ungewöhnlich und lebensfremd, prägt mit seinen ungewöhnlichen Konsequenzen aber hunderte Buchseiten (ähnlich befremdlich, um nicht zu sagen abwegig, wie im Roman The Namesake die Tatsache, dass ein indischstämmiger Amerikaner den russischen Nachnamen Gogol als Vornamen erhält und darunter leidet).
- Gegen Ende kommen mehrere verstreute Akteure wieder zusammen - aufgrund unwahrscheinlicher Zufälle.
- Zudem schreibt Lahiri mit zahlreichen langen und kurzen Rückblenden, häufigen Wechseln zwischen USA und Indien und stellt die Erzählperspektive immer wieder um; auch das wirkt zeitweise beliebig, einzelne wichtige Vorgänge verteilt die Autorin in Häppchen über den ganzen Roman.
- Und wer Lahiris frühere Bücher kennt, muss sich in Lowlands nicht umstellen: Es geht wieder um einfachere Leute in Kalkutta und um Westbengalen mit Uni-Karriere in Rhode Island und Boston.
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am 2. Februar 2015
Multikulturell Interessierte haben sicherlich schon einmal vom Naxalite Aufstand in Westbangalen gehört. Wiki schreibt: “The Naxalite Maoist insurgency is an (ongoing) conflict between Maoist groups, known as Naxalites or Naxals, and the Indian government.” Rund um diesen Konflikt, der immerhin erst im 21. Jahrhundert (einigermaßen) befriedet worden ist, nistet Jhumpi Lahiri ihren Roman ein, der zum einen Teil in Kalkutta spielt und zum anderen in den Vereinigten Staaten von Amerika.

Ihr Stil ist so wie ihre Figuren sind, ziemlich schroff oder anders gesagt, von herber Schönheit. Mehrmals habe ich in der Buchhandlung in verschiedenen Lesestadien in die deutsche Übersetzung hineingelesen, um mich meines Einducks zu vergewissern. Diese Übersetzung ist hervorragend und ganz eng am englischen Original! Die Schroffheit des Stils ist keineswegs langweilig, sie wirkt nicht einmal abgehackt. Dennoch, die Sätze sind kurz. Lyrisch. Schmerzhaft. Weil ohne Weichheit. Ohne Weichzeichner.

Von ihrer Personalie enthüllt die Autorin nur, was wichtig für die Geschichte selber ist, anderes bleibt verborgen. Wieder einmal handelt es sich um eine Familiengeschichte, geprägt von der indischen Kultur. Da sind zwei Brüder, die eng miteinander verbunden und gemeinsam aufgewachsen sind und unterschiedlich bemessene mütterliche Liebe erfahren, da sind in ihren Lebensäusserungen zwangsweise beschränkte Frauen, da sind exakte Charaktere, die mit der Historie, mit der sie verwoben sind, kämpfen. Gauri, die weibliche Hauptrolle, ist wie aus Stein gehauen. Da ist ein Kampf um Freiheit, äussere, innere.

Erzählt wird aus der jeweiligen Perspektive der Handelnden. Es gibt wenig Dialoge. Die oft gerade nicht Handelnden haben ein reiches Innenleben, das sie aber kaum enthüllen. Nur der Leser weiss, warum dies oder jenes gesagt wird oder ungesagt bleibt, getan ode ungetan bleibt. Die Handelnden unterstellen sich gegenseitig notgedrungen falsche Intentionen. Die Liebe ist streng in ihrer Aussenwirkung. Ein Nebenthema ist Integration. Obwohl von der Emigration in die Staaten in jeder nur erdenklichen Weise profitierend, werden die Figuren nur mittelbar warm mit ihrer Umgebung. Sie sind in jeder Hinsicht Fremde. Heimatlos.

Was ich besonders bewundere, ist die Kraft, mit der die Autorin ihren Roman und Figuren zu Ende führt, sie duldet keine Abweichungen.

Fazit: The Lowland hat alles, was ein großer Roman braucht, eine große Erzählerin, Historie, Fakten, eine größere Zeitspanne, starke Charaktere, Entwicklung, Atmosphäre, Aktualität und Kraft. Die Lektüre dieses dramatischen Romans hat mich sehr berührt. Wen wunderts? The Lowland stand 2013 sowohl auf der Shortlist des Man Booker Prizes wie auch des National Book Award. Ich empfehle, die Autorin Jhumpa Lahiri kennen zu lernen.

Kategorie: gehobene Literatur // Verlag: Bloomsbury, 2014
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am 18. Oktober 2013
Etwas melancholisch, etwas politisch, etwas persönliches Empfinden der Romanfiguren
Liest sich gut, entwickelt einen gewissen, ruhigen Sog und ist sehr schön und genau beobachtet und beschrieben.
Zu empfehlen für alle an Indien / der Naxalite Bewegung / oder dem Thema Migration Interessierten.
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am 31. Oktober 2013
This is well written and shows well conflicts that arise for anyone who leaves one country and its customs to live in another. Especially good the way one brother took over the other's responsibilities.
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am 18. Juli 2014
Ein wirklich rundum windervolles Buch. Die Autorin schafft es mit einer gefühlten Leichtigkeit den Leser in Ihre Geschichte zu ziehen, in welcher man sich zu Hause und fremd zugleich fühlt.
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am 1. August 2014
Reading Jhumpa Lahiri transports me to her world in an instance. Another fantastic work by my favourite writer! She's just wonderful.
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am 8. Februar 2015
Diese Geschichte spielt in Kalkutta und fängt mit der Kindheit zweier ungleichen Brüder an, die sich sehr nahe stehen. Der jüngere Bruder wird ein Terrorist und merkt erst im Angesicht des Todes, dass er den falschen Weg gewählt hat. Seine schwangere Frau lebt im Haushalt der Schwiegermutter. Wir erfahren viel über die Atmosphäre in diesem Haus und die Beziehungen der Bewohner untereinander.
Der ältere Bruder heiratet die Frau seines toten Bruders und nimmt sie mit nach Amerika. Trotz aller Versuche, gelingt es ihm nicht, ihre Gefühle zu erreichen. Eines Tages verschwindet sie ohne eine Nachricht und verlässt Mann und Tochter. Dadurch bricht bei der Tochter eine Krise aus.
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am 30. Mai 2015
great and really long book. it took me 4 full days of reading. but i kept on wanting to go back to it. but warning, don't read it if you are feeling under the weather. it got me pretty depressed.
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