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am 11. April 2016
"Ich pfeife auf meinen Auftrag. Ich töte nur Profis. Die Kleine wusste nicht mal wo vorne und hinten ist bei einem Gewehr. Berichten Sie ihm was Sie wollen. Ich werde mich bei ihm bedanken, wenn er mich feuert. Wer auch immer sie war, sie hat bestimmt den Hauch des Todes gespürt..."

KGB-Agent Georgi Koskov will überlaufen. Dazu soll er mithilfe einer Pipeline (aus der Tschechoslowakei) in den Westen (Österreich) geschmuggelt werden. Geheimagent James Bond alias 007 soll ihm dabei helfen und den Scharfschützen des KGB (der sich als Frau entpuppt) ausschalten.

Koskov: "Was ist denn das? Kaviar... Bei uns ist das Bauernfraß. Aber mit Champagner geht es. - Ich habe hier streng geheime Anweisungen von Pushkin: Smiert Spionom." - Bond [zum Verteidigungsminister]: "Tod den Spionen, Herr Minister." - Koskov: "Ja. Das ist ein Vernichtungsprogramm mit einer Liste britischer und amerikanischer Agenten. Wenn das realisiert wird, werden die anderen sich rächen. Mord folgt auf Mord. Sowjetische und westliche Agenten werden sich gegenseitig vernichten. Das könnte zu einem nuklearen Krieg führen. Es gibt nur eine Möglichkeit: Man setzt, wie heißt es, Pushkin außer Gefecht."

Der berühmteste Geheimagent der Welt hat diesmal nur ein Ziel: Er soll keinen Geringeren als den KGB-General Leonid Pushkin ausschalten. Doch Bond ist sich seiner Sache nicht sicher...

M: "Ich rufe 008 aus Hongkong zurück. Er kann es tun. Er kennt Pushkin nicht. Er folgt Befehlen, nicht seinem Instinkt. Nehmen Sie sich zwei Wochen Urlaub." - "Nein, Sir. Wenn es wirklich sein muss, werde ich es tun!"

Der Hauch des Todes (Originaltitel: The Living Daylights) ist der FÜNFZEHNTE Film der James-Bond-Reihe, die auf der Grundlage von Ian Flemings Romanen entstand (Der Hauch des Todes ist eine von vier KURZGESCHICHTEN, die in Octopussy, dem 14. Teil der Cross Cult-Reihe, veröffentlicht wurden. Außerdem noch in der Ausgabe enthalten: Octopussy, Der Besitz einer Dame und 007 in New York.). Fleming (1908-1964) war im 2. Weltkrieg beim Marine-Nachrichtendienst und Verbindungsoffizier zum US-Marinegeheimdienst.

Erstmals mit dem 41-jährigen Waliser Timothy Dalton (Prinz Barin in Flash Gordon, Hot Fuzz, Penny Dreadful) als 007,
der Britin Maryam d'Abo (Vater Niederländer, Mutter Georgierin) als Kara Milovy ("Ich muss mein Cello holen." - "Auf keinen Fall!"),
dem Niederländer Jeroen Krabbé (Gnadenlos, The Punisher 1989, Auf der Flucht) als Georgi Koskov,
dem Waliser John Rhys-Davies (Gimli in Der Herr der Ringe) als Pushkin,
dem US-Amerikaner Joe Don Baker (Die Rache der glorreichen Sieben, Fletch der Troublemaker, Kap der Angst) als Whitaker (hier noch Waffenhändler, in Goldeneye bzw. Der Morgen stirbt nie spielt Baker dann den CIA-Agenten Jack Wade)
und dem Berliner Andreas Wisniewski (Stirb langsam) als Killer Necros.
Außerdem Art Malik (True Lies, Borgia) als Mudschahed Kamran Shah,
John Terry (Von Mäusen und Menschen, 24: Season 2 und Dr. Christian Shepard in Lost) als Felix Leiter,
Robert Brown (zum dritten Mal) als M, Geoffrey Keen (zum sechsten Mal) als Verteidigungsminister, Desmond Llewelyn (insgesamt siebzehn Auftritte) als Q und zum ersten Mal Caroline Bliss als Miss Moneypenny (durfte noch in Lizenz zum Töten ran).
Regie führte im Jahr 1987 (mit einem Budget von 40 Mio. $) wieder John Glen (DER Bond-Regisseur der 80er Jahre: drehte noch In tödlicher Mission 1981, Octopussy 1983, Im Angesicht des Todes 1985 und Lizenz zum Töten 1989).

131 Minuten Katz-und-Maus-Spiel in Gibraltar, Bratislava, Wien, Tanger und der Wüste Afghanistans - mit klassischer Musik, Opium und Diamanten. Weniger lustig, dafür bedeutend näher am Original (der Figur von Fleming). Für mich trotzdem "nur" ordentlich (eher 08/15 als 007 - Das bezieht sich aber auf den FILM, nicht auf Timothy Dalton, der macht seine Sache wirklich GUT) und Note 3

Der Titelsong "The Living Daylights" wird von der norwegischen Pop-Band a-ha gesungen (Nr. 1-Hit in Deutschland 1984 mit "Take on me").

Eigentlich sollte der Ire Pierce Brosnan den neuen Bond spielen (hatte bereits zugesagt), aber NBC (der Sender von Remington Steele) wollte ihn nun nicht mehr gehen lassen. Produzent Broccoli wollte dagegen Timothy Dalton schon 1969 für Im Geheimdienst Ihrer Majestät, doch Dalton fand sich damals selbst zu jung (war erst 23). Wenn man so möchte - Ende gut, alles gut.

Q: "Passen Sie auf, 007." - "Ein Schlüsselfinder. Ich bin gespannt." - "Sie aktivieren ihn, indem Sie diesen Knopf drücken. So. Sehen Sie? Gut. Setzen Sie die auf. [wirft ihm ABC-Schutzmaske zu] So und jetzt pfeifen Sie die ersten Takte von 'Rule, Britannia!'... Betäubungsgas! Effektive Reichweite: knapp zwei Meter. Setzt jeden normalen Menschen für ca. 30 Sekunden außer Gefecht." - "Man findet nur so wenig normale Menschen in unserem Beruf. Wenn ich ein Zimmer in die Luft jagen will, muss ich dann 'God save the Queen' pfeifen?" - "Um es genau zu sagen, wir haben in dem Finder hochexplosiven Sprengstoff eingearbeitet. Stark genug um Tresortüren zu sprengen. Es funktioniert magnetisch. Das aktivierende Signal ist personifiziert." - "Was ist mein Code?" - "Es wird Ihnen liegen: Der Playboy-Pfiff." - "Sie meinen..." - "STOPP!"

EXTRAS:
Audiokommentar von Regisseur John Glen und Mitgliedern der Besetzung und der Crew,
Aus dem Geheimarchiv des MI6 (Zwei entfallene Szenen 2:41, Herzlichen Glückwunsch 007: 25 Jahre James Bond 48:31, Vier Featurettes zum 25-jährigen Bond-Jubiläum 6:22, Pressekonferenz in Wien: Timothy Dalton ist der neue James Bond 4:35, Timothy Dalton über seinen Beruf als Schauspieler 7:13, Timothy Dalton und Maryam d'Abo über die Bond-Reihe 5:46, Verfolgungsjagd auf dem Eis: Nicht verwendetes Material 8:03),
Missions-Dossier (Die Entstehung von Der Hauch des Todes 33:40, Ian Fleming: Der Schöpfer von 007 43:06, Musikvideo: The Living Daylights von a-ha 4:32, Die Entstehung des Musikvideos für The Living Daylights 3:55, Exotische Drehorte 4:02),
Propagandaministerium (Kinoarchiv 4:23),
Bilder-Datenbank (aufschlussreiche Fotogalerie)

James Bond will return... in Lizenz zum Töten.

[Anmerkung: Auf den Bildern unten sehen Sie die Blu-ray, die Dvd und die Ausgabe mit den vier Kurzgeschichten.]
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55 Kommentare| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. November 2012
...mit diesem Film, der später nur noch von seinem direkten Nachfolger übertroffen werden konnte.

Der große Sir Roger Moore hat abgedankt. Wie kann man ihn ersetzen? Überhaupt nicht!
Und zum Glück hat man das auch gar nicht erst versucht. Man hat Bond modernisiert, die Reihe der neuen Zeit angepasst. Ohne jedoch - wie in den neuesten Filmen mit Daniel Craig - die alten Tugenden über Bord zu werfen. Erneuerung, aber nicht Negierung der Figur des smarten Geheimagenten, den wir über Jahrzehnte so sehr lieben gelernt haben.
Erweiterung, statt völliges Zeitgeist gemäßes Umkrempeln.
Und das Konzept ging auf!
Heraus kam der beste Bondfilm bis dato.
Ein Bond aus eben jener Zeit, als Bondfilme noch Maßstäbe setzten, die von anderen Produktionen - mal gut, mal weniger gut - adaptiert wurden. Im Gegensatz zu den jüngsten Machwerken dieser Reihe. Diese sind zwar ebenfalls darum bemüht, 007 in die Gegenwart zu holen. Doch versucht man es heute lieber damit panisch andere erfolgreiche Reihen zu kopieren und Bond aufzupfropfen, anstatt sich der alten Tugenden zu erinnern, und selbst nach neuen Wegen zu suchen.
Dieser Bond jedoch war noch ein TrendSETTER - kein Trend-Hinterherhechler!

DER HAUCH DES TODES hat alles was einen echten Bond ausmacht: Charm, Action, eine Agentenstory, die mit so mancher Überraschung und Wendung aufwartet, mit Maryam d’Abo ein Bondgirl vom Feinsten, deren Persönlichkeit sich neben der von James Bond nicht zu verstecken braucht (ein Konzept, dass sich durch beide Dalton-Filme zieht), einen Hauch von klassischem Abenteuerfilm, und natürlich großartige Schauplätze,
Atmosphärische Dichte trägt den Film, ebenso wie packende Spannung, und einer deutlich härteren Gangart, gegenüber seinen Vorgängern.
Bei alldem kommt aber auch der Humor nicht zu kurz - ohne jedoch ins Alberne abzugleiten. Das Gleichgewicht zwischen Spannung und Witz wird stets gewahrt. Stichwort: Abfahrt mit Chello.

Die Schauspielerriege wurde sorgsam zusammengestellt und erfüllt alle Erwartungen. So unterschiedlich die jeweiligen Rollen angelegt waren, so bravurös wurden jene von den entsprechenden Akteuren ausgefüllt. Jeroen Krabbe als angeblich übergelaufener General, der jedoch ganz andere Pläne im Sinn hat, ebenso, wie Joe Don Baker als größenwahnsinniger, millitärverliebter Waffenhändler.
Über John Rhys-Davies als General Pushkin braucht wohl kein Wort geschrieben zu werden, spielte er doch mit exakt der Überzeugungskraft, die man von einem Schauspieler seines Kalibers zu recht erwarten darf.

Die üblichen notwendigen Bondzutaten, Miss Moneypenny, geschüttelte Martinis,sowie die geliebten Gedgets von Q (Desmond Llewelyn) wurden gekonnt in die Handlung eingeflochten, und sorgen stets für das entsprechende Bond-Feeling.

Am überzeugensten aber ist der Hauptdarsteller Timothy Dalton. Der bislang Einzige, der bei Übernahme der Rolle bereits ein ausgereifter Schauspieler von Weltklasseformat war, was diesem in jeder Szene - selbst in kleinsten Nuancen - anzumerken ist, und deutlich aus der Riege der Bonds hervorhebt.
Aber, ich möchte nicht missverstanden werden: Bond himself - das war, ist, und wird für immer Sir Sean Connery bleiben.
Doch musste dieser sich erst im Laufe der Jahre zu einem Schauspieler von eben jenem Weltklasseformat entwickeln. Hat er doch seine mit Abstand beste Bonddarstellung erst als gereifter Bond in SAG NIEMALS NIE abgeliefert.
Dalton aber war bereits bei Amtsantritt ein fertiger Charakterdarsteller von großartigem Format.
Ein Glück für diesen Film, dass der ursprünglich - damals bereits - vorgesehene Brosnan absagen musste. Doch das ist natürlich rein subjektiv. Andere mögen da eine andere Ansicht haben - und diese sei ihnen auch gegönnt.

Zwar war ich persönlich nie ein A-ha Fan, sie haben jedoch einen ganz passablen Titelsong abgeliefert. Zwar keiner, der auch nur annähernd das Zeug hätte, zu den Klassikern der Reihe Tuchfühlung aufzunehmen, jedoch passt er ganz gut.

Fazit:
Ein Bond, den man sich unbedingt zulegen sollte. Spannende Fernsehabende mit großartigem Flair garantiert.

Meine persönliche Nummer 2 unter den Bondfilmen.
44 Kommentare| 20 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. April 2013
Timothy Dalton ist für mich der beste James Bond-Darsteller überhaupt,da er Bond als absoluten Profi darstellt,
der im richtigen Moment auf seinen Instinkt vertraut als stur Anweisungen zu befolgen.
Der Hauch des Todes bietet eine schöne Agentengeschichte und tolle Action(Pretitle),bei der mir die Autoverfolgungsjagd mit Bond's
Aston Martin V8,eines der praktischsten Bondautos,am erwähnenswertesten erscheint,da diese vor tollen Einfällen nur so strotzt und
eine der besten Actionsequenzen der gesamten Bondreihe ist.Allgemein ist die Action,wie schon öfters geschrieben wurde,
explosiver und recht innovativ.
Es gibt mehrere Bösewichter,die aber alle gut besetzt sind.Das Bondgirl ist mir ein wenig zu naiv angelegt,wofür aber die gute
und hübsche Darstellerin nichts kann.
Der Grundton ist ein wenig ernster als bei den Moore-Bonds,was mir im Zusammenhang mit Dalton's Darstellung als James Bond sehr gut
gefallen hat.Was heute vielleicht manche kritisieren,dass Bond mit afghanischen Freiheitskämpfern reitet.Ich akzeptiere den Film
so wie er ist,denn er ist in Würde gealtert und man kann nichts daran ändern,dass der Zahn der Zeit an den alten Bondfilmen nagt.
John Barry komponiert hier seinen letzten James Bond-Soundtrack,welcher einer der besten der gesamten Reihe ist und die richtige
Agentenatmosphäre aufkommen lässt.
Fazit:Toller Bond und meine persönliche Nr.3 unter den Bondfilmen.
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Wir schreiben das Jahr 1987: Roger Moore hat nach 7 erfolgreichen Bond-Abenteuern seine "Lizenz zum Töten" an den Nagel gehängt und gleichzeitig - während seiner 13jährigen Ära (!) - aus Bond eine Figur gemacht, die wohl ihm selbst näher kam als Ian Flemings Roman-Original.
Nicht selten bewegte sich Mr. Moore auf dünnem Eis, kratzte er an der Grenze des Erträglichen was seine ironische, oftmals (über)witzige Verkörperung Bonds anbelangt.
Nichtsdestotrotz hat er ein Vakuum hinterlassen als er - bereits 60jährig - in den 007-Ruhestand trat. Im Grunde genommen konnte - wer auch immer es sein mochte - Moores Nachfolger nichts anderes als enttäuschen...
An dieser Stelle muss man sagen, dass Timothy Dalton - obwohl er neben George Lazenby der umstrittenste Bond-Darsteller bis dahin war - ein überraschend gefälliges Debüt geglückt ist.
Härte war angesagt! Vielleicht kann man hier durchaus Parallelen zu Daniel Craig ziehen, der heutzutage ebenfalls (wieder) einen härteren und kälteren Bond auf der Leinwand repräsentiert. Vermutlich war der Bruch Moore-Dalton aber verhältnismäßig sanft, im Gegensatz zum radikalen Ärawechsel Brosnan-Craig. (Anm.: Zwischen Dalton und Pierce Brosnan sehe ich persönlich gar keine Bruchstelle. Trotz 6jähriger Unterbrechung hat Brosnan meiner Meinung nach ziemlich genau dort weitergemacht, wo Dalton aufgehört hat...) Denn obwohl Dalton oftmals etwas unterkühlt wirkt und imagemäßig eher einem durchschnittlichen Actionhelden nahekommt als einem Bond-Sir mit allen Facetten, hat er es auf erstaunliche Weise irgendwie geschafft, Bond ein neues Gesicht zu verleihen ohne die (auch damals bereits vorhandene) Tradition der 007-Reihe völlig zu missachten.
Zugute kam Herrn Dalton bestimmt die gute Story von "Der Hauch des Todes": Zunächst soll Bond einen Überläufer vom KGB schützen, ehe sich herausstellt, dass dieser nur ein Spiel spielt, um Ost und West gegeneinander auszuspielen und Verwirrung zu stiften, damit er ungestört mit einem Waffenschmuggler seinen höchstprofitablen Geschäften nachgehen kann. Natürlich wäre alles halb so interessant, gäbe es da nicht eine KGB-Agentin, die 007 gleich zu Beginn des Streifens absichtlich mit seinem Scharfschützengewehr verfehlt und - so wie zunächst auch Bond - nicht ahnt, welches intrigenhafte Spiel hier vonstatten geht... (Sie ist überdies die Geliebte des vermeintlichen Überläufers.)
Was diesen Bond meiner Meinung nach allerdings tatsächlich zu einem der besten seiner Sorte macht, sind die hervorragend gewählten Drehschauplätze! Mal ist man hinter dem Eisernen Vorhang (CSSR), mal in London, mal im verträumten Wien, dann plötzlich im Mittleren Osten und zwischendurch auch in Afrika. Die Mischung ist schlichtweg perfekt!
Und während sich Bond in der (ehemaligen) CSSR durch und über Schnee und Eis schlägt, so kämpft er sich in Asien durch brennend heißen Wüstensand.
Auch die Bösewichte können allesamt überzeugen. Das Bond-Girl ist eher nur mittelmaß, aber - so finde ich - keineswegs so schlecht, wie sie oft gemacht wird! Sie spielt für Bond-Girl-Verhältnisse eine recht ausgedehnte Rolle und meistert diese sehr passabel.

Irgendwie ist es verwunderlich, dass der große Ära-Wechsel nach "Gott" Moore so unspektakulär und reibungslos vonstatten gegangen ist - zumindest aus heutiger Sicht (und das spricht eindeutig für Timothy Dalton!). Da ich 1987 noch zu klein war, habe ich etwaige Diskussionen o. Ä. rund um die Moore-Nachfolge nicht mitbekommen.
Für mich jedenfalls steht fest, dass Dalton hier gezeigt und bewiesen hat, wie man 007 härter machen kann, ohne den Ruf bzw. die Tradition der Bond-Reihe hammerschlagartig zu zertrümmern.

Ja, "Der Hauch des Todes" ist explosiver, schneller und auch etwas spritziger als seine Vorgänger, aber durch M, Q, Moneypenny, Felix sowie ein gutes Drehbuch und letztlich einen überzeugenden Mr. Dalton, bleibt sich die Bond-Reihe hier selbst treu.
Für mich persönlich war "Der Hauch des Todes" lange Zeit einer meiner Favoriten in der Bond-Serie. Zwar hat er mittlerweile (mit ansteigendem Alter meinserseits) etwas gegen Sir Connery und teilweise auch Moore (und Lazenby und sogar Brosnan) eingebüßt, unter die Top-10-Bonds würde ich ihn jedoch auch heute noch reihen.

Kurzum: Ein sehr zufriedenstellendes Gesamtergebnis, das unbestreitbar mit dem "Bond-Siegel" gekennzeichnet ist!
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am 13. November 2013
Dies ist einer meiner Lieblingsbondfilme, und Timothy Dalton ist neben Pierce Brosnan mein Lieblingsbond, daher kann ich bei diesem Film auch viel leich-
ter über Unstimmigkeiten hinwegsehen.
Die Schauplätze sind bunt und aufregend, sei es Afghanistan, sei es Wien. Ein Bild (fliegender Teppich), das in den Medien grassiert, belegt wunderbar,
dass man die Endfassung des Films gut durchdacht hat und Albernheiten wie diesen Teppich weggelassen hat. James Bond zeigt hier auch mehr Gefühle als in
anderen Filmen. Man versteht seine Gefühlsregungen und nimmt sie ihm ab, was daran liegt, dass Timothy Dalton wohl der beste Schauspieler ist, der je den
Agenten ihrer Majestät dargestellt hat. Natürlich werden andere sagen, dieser Ruf gehört Sean Connery, aber das ist ja wohl Geschmackssache.
Faszinierend finde ich die Verfolgungsjagd, bei der Bond und Kara Karas Cellokasten als Schlitten benutzen, und ungeheuer spannend ist der Kampf zwischen
Bond und dem Killer Necros (sehr böse: Andreas Wisniewski). Als Schauspieler müssen unbedingt noch erwähnt werden: Jeroen Krabbe (General Koskow) und Joe
Don Baker (Brad Mitchell).
Bei 'Der Hauch des Todes' handelt es sich um einen sehr spannenden Agentenfilm mit einem 'Hauch von Romanze'. Sehenswert. Auch der Titelsong 'The Living
Daylights' von A-ha ist absolut hörenswert und war zu Recht ein großer Hit.
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am 9. Januar 2010
Ich schaue zur Zeit nacheinander die 22 Bond-Filme in der aktuellen Ultimate-Box: Für mich ging das Niveau einer spannungsgeladenen Spionage-Handlung seit Goldfinger zugunsten der Action unaufhaltsam bergab. Der geneigte Zuschauer zähle mal die vom Drehbuch her unendlich einfallslosen, weil sich in zig Bond-Filmen wiederholenden Verfolgungsjagden auf Skiern. Drehbuchautoren sollte sich mal mehr einfallen lassen als ständig neue Bösewichter auf hermetisch abgeriegelten Inseln, Schlössern, Felsen und als "Tiefpunkt" im Weltraum (Moonraker), die ihre Widersacher in Pools den "Haustieren" wie Haien, Krokodilen, Piranhas oder anderen Menschenfressern zum Fraß vorwerfen. Und da erscheint ein neuer Bond-Darsteller (Timothy Dalton) , und plötzlich klappt`s auch wieder mit etwas mehr Niveau: realistische Spionage-Story ohne Mätzchen und mit ausgewogener Action. Habe nun noch die letzten 7 Bond-Filme vor mir. Weiß aber schon jetzt: Geheimagent James Bond 007 mit der Lizenz zum Töten steht leider nicht immer für geistreiche Action!
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am 10. Dezember 2006
Für mich ist "Der Hauch des Todes" (The Living Daylights) einer der besten Bond-Filme. So verfügt er über die richtige Mischung aus Action und feiner Ironie, die ja auch immer ein Markenzeichen der guten Bond-Filme war. Auch finde ich, dass Timothy Dalton die Rolle des James Bond durchaus gut ausfüllt. Insgesmat sehe ich diesen Bond-Film jedenfalls immer wieder sehr gerne, und er wird meines Erachtens höchstens noch von "Goldfinger" mit Sean Connery und "Der Spion, der mich liebte" (mit Roger Moore) übertroffen.
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am 27. Oktober 2008
Na endlich, 007 kann auch monogam sein - wenn's auch nur für diesen Film war. James Bond (Timothy Dalton) verliebt sich in "Der Hauch des Todes" in die tschechische Cellistin Kara Milovy (Maryam d'Abo), was deren Stradivari-Cello ein Einschussloch einbringt.

Bösewichter russischer Provenienz gibt's in "The Living Daylights" (Originaltitel) zuhauf, und Bond bläst den meisten von ihnen besagte Lebenslichter aus. Selbst als Schurke noch witzig: Jeroen Krabbè (ein Holländer, der einen Russen spielt, ist an und für sich schon heiter). John Rhys-Davies (Zwerg Gimli aus "Der Herr der Ringe") hat als General Pushkin seinen Auftritt.

Die Drehorte bieten einen wahren Warm-Kalt-Warm-Wechsel. Von Gibraltars Klippen geht's in die verschneite ehemalige Tschechoslowakei und schließlich in die Wüstenei Afghanistans. Dass die afghanischen Szenen in Marokko und die tschechischen in Wien gedreht wurden, tut der Sache keinen Abbruch. Tarnen und täuschen gehört schließlich die Agentenleben ;-)

Was mir an "Der Hauch des Todes" besonders gefällt: Dalton versucht seine Vorgänger in der Bond-Rolle nicht zu kopieren. Machosprüche und Snobismus halten sich in Grenzen. Bond wirkt realitätsnäher und beziehungstauglicher. Maryam d'Abo passt da gut dazu. Kein aufgedonnertes Model, sondern quasi die hübsche junge Frau von nebenan, der man das Cellospiel tatsächlich abnimmt. Man stelle sich etwa Ursula Andress mit einem Cello vor - undenkbar!

Motorfans kommen auf ihre Rechnung: Aston Martin feiert in Form eines Vantage Volante seine Wiederkehr. Auch wenn 007 das noble Gefährt zu Schrott bolzt.

In Summe eine gelungene Leistung von Regiesseur John Glen und ein ebenso gelungenes Debut für Timothy Dalton als Doppelnullagent Ihrer Majestät.
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am 10. Februar 2007
Man muß dem Regisseur John Glen wirklich Respekt aussprechen: Er realisierte sämtliche Bond-Filme der 80er im Alleingang (bis auf das Konkurrenzprojekt "Sag niemals nie"), setzte zunächst einen altersschwachen Roger Moore noch halbwegs würdevoll in Szene, um ab 1986 mit Timothy Dalton einen harten, realitätsnäheren Helden an den Start zu bringen. Hierbei nahm er den Realismus von "For Your Eyes Only" (1981) wieder auf, was leider auch zu einer Verflachung der Bösewichte führte: Das Triumvirat aus dem charmant-hinterhältigen Koskov (Krabbé), dem Waffennarr Withaker (Baker) und dem kühl mordenden Walkman-Hörer Necros (Wisniewski) funktioniert nicht ganz: Zu deutlich merkt man die Abhängigkeitsverhältnisse untereinander, was dazu führt, daß sie nur gemeinsam gegen Bond agieren können - in "Leben und sterben lassen" z.B. gab es mit Kananga, Tee Hee und Baron Samedi jeweils einen tödlichen Charakter für sich, was die Bedrohung für Bond größer machte.
Nun aber Schluß der Kritik: "Der Hauch des Todes" enthält grandiose Actionsequenzen, u.a. die Fahrt auf dem zugefrorenen See, welche absolut ohne die wahnwitzige Reizüberflutung der Brosnan-Filme auskommen. Die Beziehung zwischen Bond und Kara ist herzlich und glaubhaft, auch da bis fast zum Schluß eine kleine Vertrauensfrage zwischen ihnen offen bleibt: Erst sobald alle Zweifel um Koskovs Charakter beseitigt sind, können sie als wirksames Team auftreten.

Fazit: Vielleicht nicht ganz vergleichbar mit früheren Filmen, aber durchaus unterhaltsam und auch anspruchsvoll. Gut gemacht!
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am 3. Februar 2016
Einfach super, wie man es von 007 erwartet: Actionreich und humorvoll (er wirft, mit dem Cellokasten als Schlitten an der österreichischen Grenze ankommend, das Cello über die Schranke, fängt es anschließend, nach Unterquerung der Schranke, wieder auf und ruft dem Grenzbeamten zu: "Wir haben nichts zu verzollen !") Ich mag diese Mischung aus zornigem und humorvollem James Bond. --- "Cara, mein Liebling !" --- "Schickt ihn nach Moskau - als Diplomatenasche !"
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