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Kundenrezensionen

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am 13. November 2012
Ken Folletts "Winter der Welt" beginnt im Jahr 1933 in Deutschland. Man erlebt hautnah mit, wie die Nazis an die Macht kommen und diese rücksichtlos einsetzen, indem sie Medien und politisch anders Gesinnte ausschalten. Auch in England wird die Angst vor dem Kommunismus geschürt und der Faschismus findet Zulauf.
Ähnlich wie schon in "Sturz der Titanen" erzählt Follett anhand von jeweils einer Familie in Deutschland, England, USA und Russland die historisch bekannten Entwicklungen in diesen Ländern. Seine Stärke ist neben einer fundierten Recherche aber vor allem die Zeichnung seiner komplexen Figuren und die daraus resultierenden Konflikte in der Handlung. Dafür ist natürlich die Zeit vor und während des zweiten Weltkriegs bestens geeignet.

Follett war sichtlich bemüht nicht zu einseitig zu schreiben, man ist als Leser sprachlos über die Gräueltaten der Nazis, aber es finden sich auch Deutsche die im Untergrund ihr Leben riskieren, indem sie gegen Hitlerdeutschland arbeiten. Die Gesellschaft in Amerika und England vor dem Krieg wird ebenso kritisch betrachtet, wie Stalins Russland und Amerikas Atombomben auf Japan.

Fazit:
Sehr aufwühlende Geschichtsstunde mit fiktiven Figuren - aber als Leser ist einem schnell klar, dass es genau solche Einzelschicksale wie die Hauptfiguren in "Winter der Welt" in großer Anzahl tatsächlich gegeben hat. Man sollte sich daher gut vorher überlegen, ob und wann man sich mit diesen über 1000 Seiten auseinandersetzen will, die eine der dunkelsten Epochen der Menschheitsgeschichte behandeln, denn die Geschichte beschäftigt einem über das Lesen hinaus.
Sehr vereinzelt hatte ich das Gefühl, dass der, sich selbst vom Autor auferlegte, hohe Anspruch über die Historie aller vier Länder und Familien im Detail zu schreiben, eine zu weitläufige Handlung ergibt, doch dann baute Follett zumeist wieder rechtzeitig die Berührungspunkte zwischen den jeweiligen Familien und Figuren ein.
Es kommen auch noch einige Begebenheiten aus "Sturz der Titanen" zur Sprache, man genießt dann diese Szenen doppelt, wenn man dieses Vorgängerbuch gelesen hat.
Wie erhofft - ein großer Historienroman.
[...]
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am 25. März 2013
Nach dem äußerst spannenden ersten Band "Sturz der Titanen" war für mich klar, dass ich auch die Fortsetzung "Winter der Welt" lesen musste.

Insgesamt wurde ich nicht enttäuscht: Erneut lässt Follett die Handlung sehr geschickt und spannungsfördernd zwischen den verschiedenen Schauplätzen in den USA, England, Deutschland und Russland hin und her springen, chronologisch aufgereiht über die Jahre 1933-1948.

Einzelne Rezensenten haben kritisch angemerkt, dass dabei verschiedene historische Ereignisse insbesondere in Deutschland nicht ausreichend berücksichtigt worden wären. Ich persönlich denke, dieses Buch soll in erster Linie unterhalten und nicht als historisches Lehrbuch dienen. Der für die Handlung unmittelbar relevante historische Rahmen wurde jedenfalls gut recherchiert (wofür Follett mehrere Mitarbeiter beschäftigte). Auch ist anzumerken, dass sich der Autor erneut um eine relativ ausgewogene Darstellung der Ereignisse bemüht hat- vor dem komplexen geschichtlichen Hintergrund sicher keine leichte Aufgabe.

Etwas weniger gut gefiel mir, wie sich die Charaktere aus dem ersten Band und die der nachfolgenden Generation zu Beginn des Buches parallel entwickeln. Das macht die Handlung über die ersten 100 Seiten etwas unübersichtlich- man läuft Gefahr, einzelne Protagonisten miteinander zu verwechseln. Die Einführungphase erschien mir, anders als beim ersten Band, dadurch etwas schwierig und nicht ganz so spannend. Nach einiger Zeit fiebert man dann aber auch mit der jungen Generation mit.

Fazit: "Sturz der Titanen" war nach meiner Meinung zwar das geringfügig stärkere Buch. Wem dieses gefallen hat, der kann sich trotz der kleinen Abstriche zu Beginn des Buches aber ruhig auch an die Fortsetzung "Winter der Welt" wagen.
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am 22. September 2012
Vorab:
Ich habe den ersten Teil der "Jahundert-Saga" verschlungen. Dementsprechend gespannt war ich auf Nummer 2.
Ich persönlich war vor bis vor 2 Jahren Geschichts LK'ler und muss sagen, dass ich immer wieder fasziniert von der geschichtlichen Genauigkeit in Follets Romanen war. So habe ich immer wieder einige Fakten, Daten und Orte in Erfahrung bringen können, welche im Unterricht nie zur Sprache kamen.
Durch die eingestreuten, und nicht geschichtsgetreuen Charaktere, schafft Follet beim Leser eine gewisse Grundspannung und den Drang das Buch weiterzulesen.
Auch beim "Winter der Welt" handelt es sich um ein typisches Buch von Ken Follet. Ich glaube man kann den Autor entweder mögen oder hassen. Seine geschichtlichen Romane informieren, sind gut recherchiert - auf der anderen Seite kann man dem Autor einen gewissen Hang zur Theatralik und zum Sexismus nicht abschreiben. Mich persönlich fesseln seine Werke derart, dass ich nicht sonderlich auf letzteren Punkt achte. Dementsprechend gehöre ich wohl zur Fraktion: Mögen.

Zum Buch:
Das Buch fasst wie zu erwarten die Handlungen der Charaktere aus dem ersten Band auf (an dieser Stelle sei jedem zu empfehlen, sich zuerst den ersten Band "Sturz der Titanen" zu Gemüte zu führen).
Leider erst ein paar Jahre nach Ende des ersten Bandes. So wird im Jahr 1933 begonnen, in dem Hitler bereits Reichskanzler, und damit die Weimarer Republik, mehr oder weniger, gescheitert ist.
Meiner Meinung nach ist gerade die Zeit nach Ende des Ersten Weltkrieges, bis hin zur Weimarer Republik, sowie deren Existenz eine Geschichtlich äußerst Spannende Zeit (insbesondere Deutschland betreffend).
Wie man im Weiteren Verlauf recht deutlich bemerkt ist Follet einfach mehr an der Entstehung, sowie dem Verlauf des 2. Weltkrieges interessiert, welchen er wieder erstaunlich detailreich - und mit einigen Fasaden, die ich durch den Abiturstoff nicht kannte - schildert.
Auch führt er seine Charaktere (und deren Nachkommen) aus dem ersten Band weiter durch die über 1000 Seiten, was von Anfang bis Ende die Spannung aufrecht erhält, und einen dann am Ende in ungeduldiges Warten auf den dritten Band versetzt.

Fazit: Wieder ein typischer Follet Roman. Kann man mögen oder nicht. Ich mochte schon den ersten Teil, dementsprechend habe ich auch den zweiten verschlungen. Wieder einmal sehr gut recherchiert. Und wieder einmal (getragen durch die Charaktere) äußerst spannend. Das einzige Manko besteht für mich im späten Einsatzdatum des Romans, welches eine geschichtlich betrachtet entscheidende, sowie spannende Zeit außen vor lässt.
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VINE-PRODUKTTESTERam 17. Oktober 2012
Nachdem mich Sturz der Titanen schwer begeistert hatte, habe ich natürlich auch den zweiten Teil von Ken Follets Jahrhundert Trilogie "Winter der Welt" gelesen. Um ehrlich zu sein, bin ich mir nicht sicher, was ich wirklich von dem Buch halten soll. Während ich im ersten Teil eine Menge über den ersten Weltkrieg und vor allem über die politischen Konstellationen, die ihn überhaupt erst möglich gemacht haben lernen konnte, ist Winter der Welt eher ein Liebesroman vor der historischen Kulisse des zweiten Weltkriegs. Politische Hintergründe werden nicht beleuchtet, es wird lediglich auf einige der bedeutensten Schlachten des Krieges eingegangen und auch hier wird die Neugier des historisch interessierten Lesers nicht wirklich durch Hintergrundinformationen befriedigt. Nun mag man mir vorwerfen, dass das auch nicht das Ziel eines Romans sein soll, sondern dass dieser lediglich unterhalten soll. Wenn der Autor aber mit dem Ziel antritt einen Roman über das 20. Jahrhundert zu schreiben, dann erwarte ich mehr als einen letztlich kitschigen Liebesreigen während der Zeit des 3. Reichs.

Zudem bleiben die meisten Charaktere relativ blass. Dies liegt wahrscheinlich an der großen Anzahl der handelnden Personen, jedoch hätte auf einige vollständig überfüssige Handlungsstränge verzichtet werden können und dadurch andere Charaktere deutlicher herausarbeiten können. Beispiel hier ist der Charakter von Erik, des typischen Nazi-Mitläufers, dessen Beweggründe und Motivationen kaum erkennbar sind.

FAZIT: Als Liebesroman vor historischem Hintergrund recht gelungen. Als (wirklicher) historischer Roman leider nichts besonderes.
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am 17. Februar 2015
Vorweg...Mit dem ersten Band , kann das Buch um Längen nicht mithalten.
Meiner Meinung ist beim 2. Teil einfach die Luft raus.
Es ist einfach nur ein Abklatsch des ersten Buches und das langweilt.
Hinzukommt, die schrecklichen Charaktere.
Während im ersten Buch schöne facettenreiche Charaktere geformt wurden, so wirken die Personen im 2. Buch nur statisch.
Die Geschichte des Buches gefiel mir so weit ganz gut. Kritik aber auch hier: die ganze Erzählung bleibt absolut oberflächlich und überladen. Es fehlt absolut an Tiefgründigkeit. Vielleicht hätte man auf den Handlungsstrang mit woddy dewar verzichten sollen. Dieser ist absolut misslungen.

Der K.O. für das Buch ist aber das Ende. Absolute Katastrophe!
45 bis 49 wird jeweils vielleicht 10 Seiten gewidmet. Alle Fragen, die über 1000 Seiten aufgeworfen werden jeweils in 2 Zeilen gelöst.

Alles in allem habe ich den Eindruck, dass diese Buch lieblos, schnell schnell geschrieben wurde.
Man sollte unbedingt Sturz der Titanen lesen und es dabei belassen.

Daher: absolut oberflächliche Geschichte.
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am 14. September 2014
Es ist überall zu lesen, wie umfangreich ge- und beschrieben wird in diesem Buch. Für meinen Geschmack sind zu große Plausibilätslücken drin, das Schicksal von Personen, welche am Anfang eine große Rolle zu spielen scheinen, wird mittendrin abgebrochen. Am Ende des Buches hat man das Gefühl, es musste hopp la hopp gehen, Hauptsache fertig werden. Gerade das Ende macht das Buch echt kaputt. Leider!
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am 11. April 2014
Auf den ersten Blick war ich irritiert über die "zufällige" Zusammenstellung von Protagonisten aus Deutschland, England, Amerika und Russland. Aber bei näherer Betrachtung erkennt man, dass Follet zeigen will, wie wir eigentlich alle verwandt sind - ein großartiges Argument gegen jeden Rassismus..
Der geschichtliche Hintergrund ist, soweit ich sehe, gut recherchiert und die Handlung ist dramatisch, ergreifend und anrührend.
Jüngere Leser werden viel aus der Zeit lernen, die ihre Gr0ßeltern zum Teil erlebt haben und vieles, was heute geschieht, wird durch diesen Roman verständlicher.
Ein fesselnder Schmöker, der manche Nachtruhe kosten kann.
Wer sich in diese Zeit weiter einlesen möchte, dem empfehle ich Tanja Kinkels "Unter dem Zwillingsstern", der mir noch besser gefallen hat.
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am 27. Dezember 2012
Der Autor lässt kein Klischee aus, welches ihm über die Hitler-Ära bekannt ist. Als historisch und politisch Interessiertem sind die Handlungsstränge und sich daraus ergebenden Entwicklungen dadurch meist beim ersten Erwähnen voraussehbar und ermüdend simpel. Anders als in seinen früheren Romanen lässt seine Erzählweise vordergründig spüren, dass er sich viel (zu viel ?) Geschichtswissen angeeignet hat und dies nun konzentriert in eine Handlung presst.

Eine wirklich literarische Aufarbeitung - gar der Aufbau eines Spannungsbogens - findet jedoch nicht statt. Die Personen des Buches hangeln sich lediglich als Stichwortgeber von einem Ereignisse jener Zeit zur nächsten. Sie leben für den Leser nicht wirklich und kommen ihm nicht nahe.

Ich quäle mich im wahrsten Sinn des Wortes von Kapitel zu Kapitel und habe oftmals den Wunsch, einfach weiterzublättern, um den pauschalisierenden und oftmals auch langweiligen Inhalt nicht länger ertragen zu müssen. Lese aber dann doch weiter, immer noch in der Hoffnung, ich finde irgendwann Folletts alte Klasse.

Was über seine englische Heimat - vor allem in den Mittelalter-Open - wunderbar gelang, ist Follett hier nach meinem Empfinden völlig missglückt.
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am 14. Oktober 2012
Ich bin bei der Bewertung dieses Romans schwer am schwanken.
Positiv ist für mich, dass sich Follett die Kritik am ersten Band eindeutig zu Herzen genommen hat und sich im Gegensatz zu "Sturz der Titanen" nicht in den Beschreibungen einzelner Kriegsschauplätze verliert, welche im ersten Teil über weite Strecken beinahe für Langeweile sorgten. Dafür verliert das Buch aber keineswegs an der detailgetreuen Erzählung über den Krieg und lässt seinen Horror wieder deutlich zum Vorschein treten. Zudem scheint er die Kritik umgesetzt zu haben, dass die Charakter in Band I deutlich zu kurz kommen. Hier geht es fast ausschließlich um die Charaktere, und eben nicht, wie in Band I viel zu häufig, um das Kriegegeschehen. Dies hält die Spannung eigentlich fast das ganze Buch aufrecht. In Gegensatz zu Band I hatte ich so gut wie nie eine "Leseschwäche" im Sinne von fehlender Lust. Man wollte immer wissen, wie es mit den Charakteren weitergeht.
Negativ war leider, dass es Follett trotz verstärkter Fokusierung auf die Charaktere wiederum nicht schafft, diesen Tiefe zu verleihen. Mehr über sie zu schreiben lässt sie leider nicht tiefer wirken. So hätte man den Wandel in der Gesinnung mancher Person viel deutlicher zeichnen müssen. Da machte es einfach *schnipp* und sie dachten anders. Kein innerer Kampf, kein Überlegen, es war einfach so. Zudem "leidet" in den Büchern kaum jemand. Keiner scheint auch nur ansatzweise traumatisiert zu sein. Außer mal etwas weinen und das wars dann. Ebenso sterben alle Charaktere in diesem Buch sehr schnell und unspektakulär und werden dann auch aus der Handlung rausgestrichen, d.h. höchstens noch nebenbei erwähnt. Immerhin gibt es in diesem Band "endlich" Todesopfer; die Tatsache, dass im ersten Band niemand starb, hielt ich für eine sehr unrealistische Zeichnung. Außerdem störte mich die eindeutige und vor allem vorhersehbare Zeichnung der Charaktere. Bis auf einen sind alle auf Frieden aus und anti-nationalistisch. Ein Charakter, der "auf falschen Wegen wandelt", hätte der Story bestimmt noch etwas mehr Pepp verliehen, wie etwa Fitz und Bea im ersten Teil. Ansatzweise gibt es diese "Bösen", aber sie gehen total unter. Zudem finde ich die Verwebung der Personen einerseits in amuröse Verbindungen am Anfang (um dramatische Liebesgeschichten im Krieg zu erreichen) sowie in die geschichtlichen politischen Entscheidungen (so ziemlich jeder Charakter spielt irgendeine wichtige politische Rolle in seinem Land und ist bei wichtigen Entscheidungen dabei) etwas zu deutlich. Follett möchte damit Geschichte verdeutlichen, aber manchmal denkt man sich schon so "ja klar, sooo ein Zufall".
Als eigentlich begeisterter Follett-Leser muss ich leider sagen, dass ich nun schon zum dritten mal in Folge enttäuscht bin vom großen Meister. Nach "Tore der Welt" und "Sturz der Titanen" lässt sich für mich ein Nachlassen des Autors leider nicht mehr leugnen. Ich werde den dritten Band natürlich noch lesen, weil man doch wissen will, wie es weitergeht, aber danach... Drei Sterne deshalb, weil er trotz allem eine deutliche Spannung aufbaut und geschichtstreu bleibt, was für mich zwei sehr wichtige Punkte sind.
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am 30. Januar 2014
Als überzeugter Fan von Ken Follett, der bisher alle Romane von ihm gelesen hat, bin ich fürchterlich enttäuscht von diesem Buch. Das war das bisher schwächste Buch von ihm.

Die Protagonisten werden teilweise etwas arg konstruiert in die geschichtlichen Zusammenhänge gezwängt. Das extremste Beispiel ist der Reichstagsbrand, bei dem Lloyd Williams ein äußerst vertrauliches Gespräch Hitlers mithören kann - so ist das einfach unmöglich. Solche Dinge habe ich noch als Freiheiten des Autors akzeptiert.

Was mich aber wirklich abgestoßen hat, dass das Buch völlig dominiert wird von immer wiederkehrenden ausführlichen Sex-Szenen und bis ins Detail formulierten Brutalitäten. Dass die Wirklichkeit damals so war, ist das eine. Es muss aber nicht zum Hauptthema des Buches werden. Darüber flacht der Rest des Buches völlig ab.

Darüber hinaus ist die Handlung - zum ersten Mal bei einem Follett-Roman - abgehackt mit teilweise willkürlichen Ausschnitten. Das wird am krassesten am Ende deutlich, als man von einigen ausgewählten Figuren erfährt, wie es weiter geht, von anderen, die den ganzen Roman über wichtig waren, erfährt man plötzlich nichts mehr.

Wie gesagt, die reine Enttäuschung.
Den zweiten Stern gibt es dann auch nur dafür, dass man trotzdem bis zum Ende weiter liest. Man hofft als Fan natürlich bis zum Schluss, dass das Buch irgendwann doch noch das bisher bekannte Follett-Niveau erreicht. Schade.
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