newseasonhw2015 Hier klicken Jetzt Mitglied werden lagercrantz Cloud Drive Photos Professionelle Fotografie2 Learn More praktisch UrlaubundReise Shop Kindle Shop Kindle Sparpaket Autorip SummerSale

Kundenrezensionen

686
4,4 von 5 Sternen
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

187 von 209 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. November 2012
Ken Folletts "Winter der Welt" beginnt im Jahr 1933 in Deutschland. Man erlebt hautnah mit, wie die Nazis an die Macht kommen und diese rücksichtlos einsetzen, indem sie Medien und politisch anders Gesinnte ausschalten. Auch in England wird die Angst vor dem Kommunismus geschürt und der Faschismus findet Zulauf.
Ähnlich wie schon in "Sturz der Titanen" erzählt Follett anhand von jeweils einer Familie in Deutschland, England, USA und Russland die historisch bekannten Entwicklungen in diesen Ländern. Seine Stärke ist neben einer fundierten Recherche aber vor allem die Zeichnung seiner komplexen Figuren und die daraus resultierenden Konflikte in der Handlung. Dafür ist natürlich die Zeit vor und während des zweiten Weltkriegs bestens geeignet.

Follett war sichtlich bemüht nicht zu einseitig zu schreiben, man ist als Leser sprachlos über die Gräueltaten der Nazis, aber es finden sich auch Deutsche die im Untergrund ihr Leben riskieren, indem sie gegen Hitlerdeutschland arbeiten. Die Gesellschaft in Amerika und England vor dem Krieg wird ebenso kritisch betrachtet, wie Stalins Russland und Amerikas Atombomben auf Japan.

Fazit:
Sehr aufwühlende Geschichtsstunde mit fiktiven Figuren - aber als Leser ist einem schnell klar, dass es genau solche Einzelschicksale wie die Hauptfiguren in "Winter der Welt" in großer Anzahl tatsächlich gegeben hat. Man sollte sich daher gut vorher überlegen, ob und wann man sich mit diesen über 1000 Seiten auseinandersetzen will, die eine der dunkelsten Epochen der Menschheitsgeschichte behandeln, denn die Geschichte beschäftigt einem über das Lesen hinaus.
Sehr vereinzelt hatte ich das Gefühl, dass der, sich selbst vom Autor auferlegte, hohe Anspruch über die Historie aller vier Länder und Familien im Detail zu schreiben, eine zu weitläufige Handlung ergibt, doch dann baute Follett zumeist wieder rechtzeitig die Berührungspunkte zwischen den jeweiligen Familien und Figuren ein.
Es kommen auch noch einige Begebenheiten aus "Sturz der Titanen" zur Sprache, man genießt dann diese Szenen doppelt, wenn man dieses Vorgängerbuch gelesen hat.
Wie erhofft - ein großer Historienroman.
[...]
11 KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
54 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. März 2013
Nach dem äußerst spannenden ersten Band "Sturz der Titanen" war für mich klar, dass ich auch die Fortsetzung "Winter der Welt" lesen musste.

Insgesamt wurde ich nicht enttäuscht: Erneut lässt Follett die Handlung sehr geschickt und spannungsfördernd zwischen den verschiedenen Schauplätzen in den USA, England, Deutschland und Russland hin und her springen, chronologisch aufgereiht über die Jahre 1933-1948.

Einzelne Rezensenten haben kritisch angemerkt, dass dabei verschiedene historische Ereignisse insbesondere in Deutschland nicht ausreichend berücksichtigt worden wären. Ich persönlich denke, dieses Buch soll in erster Linie unterhalten und nicht als historisches Lehrbuch dienen. Der für die Handlung unmittelbar relevante historische Rahmen wurde jedenfalls gut recherchiert (wofür Follett mehrere Mitarbeiter beschäftigte). Auch ist anzumerken, dass sich der Autor erneut um eine relativ ausgewogene Darstellung der Ereignisse bemüht hat- vor dem komplexen geschichtlichen Hintergrund sicher keine leichte Aufgabe.

Etwas weniger gut gefiel mir, wie sich die Charaktere aus dem ersten Band und die der nachfolgenden Generation zu Beginn des Buches parallel entwickeln. Das macht die Handlung über die ersten 100 Seiten etwas unübersichtlich- man läuft Gefahr, einzelne Protagonisten miteinander zu verwechseln. Die Einführungphase erschien mir, anders als beim ersten Band, dadurch etwas schwierig und nicht ganz so spannend. Nach einiger Zeit fiebert man dann aber auch mit der jungen Generation mit.

Fazit: "Sturz der Titanen" war nach meiner Meinung zwar das geringfügig stärkere Buch. Wem dieses gefallen hat, der kann sich trotz der kleinen Abstriche zu Beginn des Buches aber ruhig auch an die Fortsetzung "Winter der Welt" wagen.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
179 von 204 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. September 2012
Vorab:
Ich habe den ersten Teil der "Jahundert-Saga" verschlungen. Dementsprechend gespannt war ich auf Nummer 2.
Ich persönlich war vor bis vor 2 Jahren Geschichts LK'ler und muss sagen, dass ich immer wieder fasziniert von der geschichtlichen Genauigkeit in Follets Romanen war. So habe ich immer wieder einige Fakten, Daten und Orte in Erfahrung bringen können, welche im Unterricht nie zur Sprache kamen.
Durch die eingestreuten, und nicht geschichtsgetreuen Charaktere, schafft Follet beim Leser eine gewisse Grundspannung und den Drang das Buch weiterzulesen.
Auch beim "Winter der Welt" handelt es sich um ein typisches Buch von Ken Follet. Ich glaube man kann den Autor entweder mögen oder hassen. Seine geschichtlichen Romane informieren, sind gut recherchiert - auf der anderen Seite kann man dem Autor einen gewissen Hang zur Theatralik und zum Sexismus nicht abschreiben. Mich persönlich fesseln seine Werke derart, dass ich nicht sonderlich auf letzteren Punkt achte. Dementsprechend gehöre ich wohl zur Fraktion: Mögen.

Zum Buch:
Das Buch fasst wie zu erwarten die Handlungen der Charaktere aus dem ersten Band auf (an dieser Stelle sei jedem zu empfehlen, sich zuerst den ersten Band "Sturz der Titanen" zu Gemüte zu führen).
Leider erst ein paar Jahre nach Ende des ersten Bandes. So wird im Jahr 1933 begonnen, in dem Hitler bereits Reichskanzler, und damit die Weimarer Republik, mehr oder weniger, gescheitert ist.
Meiner Meinung nach ist gerade die Zeit nach Ende des Ersten Weltkrieges, bis hin zur Weimarer Republik, sowie deren Existenz eine Geschichtlich äußerst Spannende Zeit (insbesondere Deutschland betreffend).
Wie man im Weiteren Verlauf recht deutlich bemerkt ist Follet einfach mehr an der Entstehung, sowie dem Verlauf des 2. Weltkrieges interessiert, welchen er wieder erstaunlich detailreich - und mit einigen Fasaden, die ich durch den Abiturstoff nicht kannte - schildert.
Auch führt er seine Charaktere (und deren Nachkommen) aus dem ersten Band weiter durch die über 1000 Seiten, was von Anfang bis Ende die Spannung aufrecht erhält, und einen dann am Ende in ungeduldiges Warten auf den dritten Band versetzt.

Fazit: Wieder ein typischer Follet Roman. Kann man mögen oder nicht. Ich mochte schon den ersten Teil, dementsprechend habe ich auch den zweiten verschlungen. Wieder einmal sehr gut recherchiert. Und wieder einmal (getragen durch die Charaktere) äußerst spannend. Das einzige Manko besteht für mich im späten Einsatzdatum des Romans, welches eine geschichtlich betrachtet entscheidende, sowie spannende Zeit außen vor lässt.
77 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
24 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
VINE-PRODUKTTESTERam 17. Oktober 2012
Nachdem mich Sturz der Titanen schwer begeistert hatte, habe ich natürlich auch den zweiten Teil von Ken Follets Jahrhundert Trilogie "Winter der Welt" gelesen. Um ehrlich zu sein, bin ich mir nicht sicher, was ich wirklich von dem Buch halten soll. Während ich im ersten Teil eine Menge über den ersten Weltkrieg und vor allem über die politischen Konstellationen, die ihn überhaupt erst möglich gemacht haben lernen konnte, ist Winter der Welt eher ein Liebesroman vor der historischen Kulisse des zweiten Weltkriegs. Politische Hintergründe werden nicht beleuchtet, es wird lediglich auf einige der bedeutensten Schlachten des Krieges eingegangen und auch hier wird die Neugier des historisch interessierten Lesers nicht wirklich durch Hintergrundinformationen befriedigt. Nun mag man mir vorwerfen, dass das auch nicht das Ziel eines Romans sein soll, sondern dass dieser lediglich unterhalten soll. Wenn der Autor aber mit dem Ziel antritt einen Roman über das 20. Jahrhundert zu schreiben, dann erwarte ich mehr als einen letztlich kitschigen Liebesreigen während der Zeit des 3. Reichs.

Zudem bleiben die meisten Charaktere relativ blass. Dies liegt wahrscheinlich an der großen Anzahl der handelnden Personen, jedoch hätte auf einige vollständig überfüssige Handlungsstränge verzichtet werden können und dadurch andere Charaktere deutlicher herausarbeiten können. Beispiel hier ist der Charakter von Erik, des typischen Nazi-Mitläufers, dessen Beweggründe und Motivationen kaum erkennbar sind.

FAZIT: Als Liebesroman vor historischem Hintergrund recht gelungen. Als (wirklicher) historischer Roman leider nichts besonderes.
11 KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Juli 2015
Kann mich meinen Vorgängern hier nur anschliessen, es wurde schon alles zu dieser Fortsetzung gesagt. Wer es liest, stellt fest, dass der Titel bezeichnend und klug gewählt ist. Was mich dennoch enorm beim lesen irritierte war die Tatsache, das aus Mauds und Walters Kindern Heike und Erich im zweiten Band plötzlich Carla und Erik geworden waren. Solche Fehler sind schade und müssen nicht sein. Trotzdem fünf Sterne. Was mich allerdings an manchen vorherigen Rezensionen stört: Darf man sich von diesem Buch nicht einfach nur unterhalten lassen? Man bekommt ja regelrecht ein schlechltes Gewissen, wenn man manche Kommentare liest. Es handelt sich doch hier wohl um Belletristik, will man eine detaillierte Abhandlung geschichtlicher Abläufe, sollte man dann nicht lieber zum Sachbuch greifen? Ich lasse mich jedenfalls gern von Herrn Follett unterhalten...
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. Februar 2015
Vorweg...Mit dem ersten Band , kann das Buch um Längen nicht mithalten.
Meiner Meinung ist beim 2. Teil einfach die Luft raus.
Es ist einfach nur ein Abklatsch des ersten Buches und das langweilt.
Hinzukommt, die schrecklichen Charaktere.
Während im ersten Buch schöne facettenreiche Charaktere geformt wurden, so wirken die Personen im 2. Buch nur statisch.
Die Geschichte des Buches gefiel mir so weit ganz gut. Kritik aber auch hier: die ganze Erzählung bleibt absolut oberflächlich und überladen. Es fehlt absolut an Tiefgründigkeit. Vielleicht hätte man auf den Handlungsstrang mit woddy dewar verzichten sollen. Dieser ist absolut misslungen.

Der K.O. für das Buch ist aber das Ende. Absolute Katastrophe!
45 bis 49 wird jeweils vielleicht 10 Seiten gewidmet. Alle Fragen, die über 1000 Seiten aufgeworfen werden jeweils in 2 Zeilen gelöst.

Alles in allem habe ich den Eindruck, dass diese Buch lieblos, schnell schnell geschrieben wurde.
Man sollte unbedingt Sturz der Titanen lesen und es dabei belassen.

Daher: absolut oberflächliche Geschichte.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. März 2013
Im Grunde interessiert mich die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts nicht - zu grau, zu "schlimm", zu trostlos empfinde ich sie. Auch wenn sie natürlich die Menschheit einschneidend geprägt hat.
Trotz meines grundsätzlichen Desinteresses schaffte es dieses Buch (genau wie der erste Teil), mich von Anfang bis Ende zu fesseln. Allerdings ähnelt der zweite Teil dem ersten von seiner grundsätzlichen Anlage doch sehr: Zunächst die Vorwehen eines Krieges, dann der Krieg selbst und dessen Ausklang. Dabei Hauptfiguren aus der gehobenen Bevölkerungsschicht, die sich allen Widrigkeiten zum Trotz ständig nach oben arbeiten und sich an verschiedenen Örtlichkeiten "zufällig" treffen...
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. April 2014
Auf den ersten Blick war ich irritiert über die "zufällige" Zusammenstellung von Protagonisten aus Deutschland, England, Amerika und Russland. Aber bei näherer Betrachtung erkennt man, dass Follet zeigen will, wie wir eigentlich alle verwandt sind - ein großartiges Argument gegen jeden Rassismus..
Der geschichtliche Hintergrund ist, soweit ich sehe, gut recherchiert und die Handlung ist dramatisch, ergreifend und anrührend.
Jüngere Leser werden viel aus der Zeit lernen, die ihre Gr0ßeltern zum Teil erlebt haben und vieles, was heute geschieht, wird durch diesen Roman verständlicher.
Ein fesselnder Schmöker, der manche Nachtruhe kosten kann.
Wer sich in diese Zeit weiter einlesen möchte, dem empfehle ich Tanja Kinkels "Unter dem Zwillingsstern", der mir noch besser gefallen hat.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. Dezember 2012
Der Autor lässt kein Klischee aus, welches ihm über die Hitler-Ära bekannt ist. Als historisch und politisch Interessiertem sind die Handlungsstränge und sich daraus ergebenden Entwicklungen dadurch meist beim ersten Erwähnen voraussehbar und ermüdend simpel. Anders als in seinen früheren Romanen lässt seine Erzählweise vordergründig spüren, dass er sich viel (zu viel ?) Geschichtswissen angeeignet hat und dies nun konzentriert in eine Handlung presst.

Eine wirklich literarische Aufarbeitung - gar der Aufbau eines Spannungsbogens - findet jedoch nicht statt. Die Personen des Buches hangeln sich lediglich als Stichwortgeber von einem Ereignisse jener Zeit zur nächsten. Sie leben für den Leser nicht wirklich und kommen ihm nicht nahe.

Ich quäle mich im wahrsten Sinn des Wortes von Kapitel zu Kapitel und habe oftmals den Wunsch, einfach weiterzublättern, um den pauschalisierenden und oftmals auch langweiligen Inhalt nicht länger ertragen zu müssen. Lese aber dann doch weiter, immer noch in der Hoffnung, ich finde irgendwann Folletts alte Klasse.

Was über seine englische Heimat - vor allem in den Mittelalter-Open - wunderbar gelang, ist Follett hier nach meinem Empfinden völlig missglückt.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Da hier schon so viel zum Inhalt des Buches geschrieben wurde, hier einige ergänzende Anmerkungen zur Hörbuchfassung:

Die 12 CDs befinden sich in 2 aufklappbaren, ansprechend gestalteten, Pappschubern (1-6 und 7-12). Die Gesamtspielzeit beträgt 869 Minuten. Es handelt sich um eine "bearbeitete Fassung", also nicht um eine ungekürzte Lesung.

Die Aussage zahlreicher Vorrezensenten, "Winter der Welt" komme nicht ganz an den Vorgänger "Sturz der Titanen" heran, kann ich nur bestätigen. Die Familien kennt man ja bereits, nun ist eben die nächste Generation an der Reihe. Durch die Vielzahl der Akteure werden die Handlungsstränge zunehmend unübersichtlich und - so mein persönliches Empfinden - als Folge davon irgendwie auch beliebig und austauschbar. Ich konnte mich weniger auf all die Personen einlassen und nicht wirklich in die Geschichte "eintauchen".

Die Handlung insgesamt ist meiner Meinung nach einfach überfrachtet mit all den historischen Vorkommnissen (Machtergreifung, Atombombe, Pearl Harbour, spanischer Bürgerkrieg usw.). Irgendwann wirkt es nur noch gezwungen, dass viele der mitwirkenden Personen so nahe an den Schaltstellen der Macht sitzen und gerade dabei sind, "Geschichte zu schreiben". Weniger (dick aufgetragen) wäre hier denke ich mehr und vor allem glaubwürdiger bzw. nachvollziehbarer gewesen.

Johannes Steck, den manche vielleicht von den "Zwerge"- oder Simon Beckett-Hörbüchern her kennen, liest/spricht wie gewohnt sehr angenehm und mit viel Einfühlungsvermögen und Engagement. Er hat großen Anteil daran, dass "Winter der Welt" trotz der obigen Einschränkungen letztlich doch noch ein unterhaltsames und kurzweiliges Hörbuch geworden ist, das ich trotz seines beachtlichen Umfangs daher vergleichsweise schnell "durch" hatte.

Im Langzeitgedächtnis werden mir die vielen Details aus den 14 1/2 Stunden Lesung dennoch nicht bleiben - und Ken Follett sollte sich im anstehenden 3. Teil der "Jahrhundert-Saga" nach meinem Empfinden etwas mehr um den Leser/Hörer bemühen und nicht nur wieder vergleichbare bzw. sich ähnelnde Handlungsstränge ein paar Jahrzehnte in die Zukunft und den entsprechenden historischen Kontext transportieren.

Fazit: Durchaus unterhaltsam, aber nicht wirklich gelungen. Nur mit Einschränkungen zu empfehlen.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
     
 
Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen