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Kundenrezensionen

242
3,4 von 5 Sternen
The Grey - Unter Wölfen [Blu-ray]
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83 von 97 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. September 2012
Ich bin ja immer wieder verwundert, wie einige Filme sehen und bewerten, und auch "The Grey - Unter Wölfen" kommt meiner Meinung nach mit gerademal 3 Sternen im Schnitt hier deutlich zu schlecht weg. Wieso manche hier gar mit einer 1-Sternebewertung aufwarten, erschließt sich mir überhaupt nicht, ist für mich zudem völlig unverständlich und entspricht in keinstem, dem was ich gesehen hab.
Und das war ein absolut stimmungsvoller und sehr spannender Ausflug in die Wildnis von Alaska, dazu ein rau in Szene gesetztes, geradliniges Survival-Drama mit Horror-Touch und dezenter philosophischer Note. Darüberhinaus einen Liam Neeson in der Hauptrolle, der mich als tougher Action-Held, aber auch als echter Charakterdarsteller, wieder mal komplett überzeugt hat und keineswegs, wie ich es hier auch schon las, enttäuscht.
Kurz den Inhalt wiedergegeben, geht es in "The Grey", um den Biologen John Ottway (Liam Neeson), der nach dem Tod seiner Frau psychisch schwer gebrochen ist und den eigentlich nur sein Job als Jäger im Dienste einer Ölraffiniere in der eisigen Einöde Alaskas noch am Leben hält. Als er dann zusammen mit einer Gruppe von Kollegen mitten in die Schnee-Hölle von Alaska abstürzt, beginnt sein Kampf ums nackte Überleben mit eigentlich keinerlei Aussicht auf Rettung, wo sie dann auch noch ohne Proviant und bei klirrender Kälte einem hungrigen Wolfsrudel ausgesetzt sind.
Klar kann bei der Inszinierung jetzt auch Kritik üben, da wäre ich der letzte, der das nicht akzeptiert, und natürlich gibt es, wie in fast jedem Film, auch hier einige Logiklöcher und auch die CGI-Wölfe fand dich nicht immer sauber getrickst, aber im großen und ganzen erlebt man in diesem Film einen Kampf Mensch gegen Natur im eisigen Nichts von Alaska, der dieses Feeling hervorragend ins warme Wohnzimmer transportiert. Dieses Gefühl hatte auf jeden Fall ich, die auswegslose Situation der Protagonisten sowie die bittere Kälte, verursachten zumindest bei mir immer wieder beklemmende Gefühle, die wieder und wieder prägnanten und blutigen Attacken der Wölfe dann dazu passend den lupenreinen Nervenkitzel. Dabei fand ich die Kameraführung, die ich hier auch schon schwach und als Handykamera las, im Gegenteil stark, wobei sie auch, meiner Meinung nach, bewußt unruhig und wirbelnd einen Zustand der Orientierungslosigkeit auslösen soll, um das Szenario auch auf mich als Zuschauer zu übertragen, was bei mir zumindest wunderbar funktioniert hat.
Ebenso beeindruckend fand ich dann auch zu beobachten, wie echte Männer sukzessive vom Alphatier zum Betamännchen zusammenschrumpfen und nur noch zum Spielball der Natur degradiert werden. Ab dann herrschte bei mir wirklich nur noch Ehrfurcht, die sich aus der Ambivalenz der Natur speiste, in der Schönheit und Schrecken Hand in Hand gehen, denn die atemberaubenden fotographierten Landschaften werden hier zur eindrucksvollen Kulisse des Sterbens.
Zu der Charakterisierung der Wölfe will ich jetzt noch ein Wort verlieren, da man ihre Darstellung als unerbittliche Jäger, wie ich finde, gar nicht so überwerten sollte, denn mit den eigentlichen Verhaltensweisen von Wölfen in der Natur, hat der Film eigentlich wenig am Hut (im übrigen porträtiert ja auch "Der weiße Hai" nicht die wahre Natur von Haien), es geht dann doch hauptsächlich darum, eine stets präsente, förmlich greifbare und dennoch immer auch dämonisch unnahbare Bedrohung aufzubauen, die die Gruppendynamik und den Story-Fortgang mächtig anheizt.
Das fand ich dann auch wirklich gut gelungen, der Adrenalinpegel stieg bei mir ab dem furchterregenden Flugzeugabsturz immer weiter und beständig an.
Und auch Liam Neeson als unkaputtbare Überlebensmaschine war für mich, wie schon so oft in vielen seiner großartigen Rollen (Schindlers Liste, 96 Hours etc.) eine Offenbarung und entwickelt sich im Laufe des Films wunderbar vom depressiven Zeitgenossen zum furchtlosen Anführer und sein Überlebenskampf entwickelt sich mehr und mehr zur großen Entscheidungsfrage, ob der emotionalen Genesung bei Überleben dieser Hölle.
Bei der Umsetzung auf Blu-ray, die eigentlich recht ordentlich ausgefallen ist, will ich vorallem die hervorragende Soundkulisse hervorheben, die die bedrohliche Stimmung akkustisch absolut erfahrbar macht und eine sehr starke Signalortung bietet. Das Bild kann da zwar nicht ganz mithalten, bringt aber eigentlich dennoch die raue Qualität des Inhalts technisch und ästhetisch sehr stringend rüber, und das hauptsächlich mit kalten Farben und ständig präsentem Korn.
Bei den Extras, das geb ich zu, hätte ich mir dagegen eine etwas liebevollere Gestaltung gewünscht, allerdings trübt es meinen sehr guten Gesamteindruck der Scheibe nicht sonderlich.
Schlußendlich empfehl ich auf jeden Fall jedem selber sich ein Bild von "The Grey" zu machen und sich auch erst gar nicht von den hier sehr schwachen Bewertungen beeinflussen zu lassen. Denn wenn man sich auf diesen spannenden Survival-Trip ins ewige Eis von Alaska einläßt und ohne Vorurteile an den Film herangeht, wird man auch auf keinen Fall enttäuscht.
Und eines ist nach Ansehen auch gewiß: Man wird auf jeden Fall froh gewesen sein, daheim im warmen Wohnzimmer gesessen zu haben !
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. Juli 2015
Ein Flugzeugabsturz mitten über einer menschenleeren Schneeregion in Alaska und Hilfe ist nicht unterwegs. Ein Szenario, zu dem sich dann auch noch ein Rudel aggressiv gesinnter Wölfe begibt und den wenigen Überlebenden in der Manier "10 kleine Ne..lein" nach und nach den Garaus machen will. Liam Neeson (»96 Hours«) als menschlicher Rudelführer.
Viele werden ihre Probleme damit haben, dass die Wölfe hier als urzeitliche Bestien gezeigt werden, welche die menschlichen Ruhestörer nur um des Tötens wegen verfolgen, ohne auf ein paar kräftig zarte irische Hinterbacken als Nahrungsquelle angewiesen zu sein - zu Recht. Das Verhalten der Wölfe ähnelt schon fast den frühen, stupiden Darstellungen von Indianern als "Savages". Das ist auch leider durchgehend ein schwerer Kritikpunkt, den sich »The Grey« zu Recht gefallen lassen muss. Denn die Darstellung der Wölfe ist fast ausschließlich pure Fiktion und hat hoffentlich nicht ähnliche Wirkungen, wie seiner Zeit »Der weiße Hai«. Wobei: Haben wir Idioten die Wölfe nicht schon fast ausgerottet? Für diese Darstellung der Wölfe lässt sich nur schwer argumentieren, da der Film ansonsten offensichtlich auf einen hohen Grad an Realismus setzt - und das hervorragend.
»The Grey« schafft es durch die echten Aufnahmen der wunderschönen Natur im gestochen scharfen anamorphotischen Verfahren die beeindruckende und gleichzeitig unmenschliche Schönheit dieser Gegend einzufangen. Ob die Überlebenden nämlich nun allein von der Natur dahingerafft werden könnten, oder zusätzlich noch von blauen Riesentomaten verfolgt werden, ist FAST nebensächlich. Um diesen Film und dem jungen Regisseur eine Chance zu geben, sollte man nicht die Darstellung der Wölfe verteufeln, sondern sie als Mittel zum Zweck betrachten das Tempo des Films und den Druck auf die Charaktere zu erhöhen. Betrachtet man nämlich den Rest des Films, erhält man einen eindrucksvollen Survival-Streifen, der trotz vieler unbekannter Schauspieler die bewegenden Geschichten überzeugend darzustellen vermag.
Die BluRay selbst besticht mit exzellenten Bildern (der starke Filmkorn ist beabsichtigt), die Gespräche sind leider mal wieder im Vergleich zu den lauten Actiongeräuschen viel zu leise bzw. die Action viel zu laut. Schön, dass man etwas Bonusmaterial zu diesem kleinen Film hinzugeliefert hat, wobei der Informationsgehalt sich doch sehr in Grenzen hält.
Hat man damit Probleme, dass Wölfe in diesem den Realismus anstrebenden Film als Menschentöter dargestellt werden, sollte man tunlichst die Finger von diesem sonst so toll eingefangenen Werk lassen. Versteht man die Wölfe als stilistisches Mittel oder sieht man schlichtweg über die erfundenen Eigenschaften hinweg, lässt sich ein eindrucksvoller Kampf ums Überleben bewundern.

[BLU RAY] Format: 2,4:1 // Laufzeit: 117min (uncut) // Audio: DTS-HD 5.1 Englisch, Deutsch // Untertitel: Englisch, Deutsch // Extras: Mensch gegen Natur, Extreme Bedingungen, Einmal noch in die Schlacht, Deleted Scenes, B-Roll, Trailer, Interview mit Cast und Crew // Wendecover: Ja / Region: B // Sonstiges: BD-Live
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. März 2015
" Ein Job am Ende der Welt. Bezahlter Killer für eine große Ölgesellschaft. Bei der Hälfte der Dinge
die ich getan habe, wusste ich nicht warum, aber ich weiß das ich hier her gehöre.
Hier sind nur Leute wie ich, Ex-Knackis, Flüchtlinge, Rumtreiber, A.........r! Männer die nicht in
menschliche Gesellschaft passen.
Ich bewege mich als wär ich verdammt, stände unter einem Fluch, aber ich habe das Gefühl das es
nur eine Frage der Zeit ist."

John Ottway (Liam Neeson) sitzt vorm Haus, steckt sich die Flinte in den Mund und will endlich seiner
geliebten Frau folgen, die er durch eine tötliche Krankheit verlor. Er war am Ende.
Nur durch ein mächtiges knurren wird er aufgeschreckt und sieht sich einem gewaltigen Eisbären
gegenüber.( Nur im Bonus zu sehn) Der sich schließlich aber von dannen schleicht.

Ottway (Wolfsjäger) und Männer vom Bohrtrupp besteigen das Flugzeug zur Heimreise.
Durch heftige Stürme stürzt ihr Flugzeug in den Weiten Alaskas ab.Es gibt nur sieben Überlebende.
Bald wird ihnen klar, wenn sie bleiben sind sie verloren. Die Schneestürme, die unerträgliche Kälte
und was am schlimmsten scheint, dass sie genau im Jagdrevier von Wölfen gelandet sind.
Sieben Männer, die unterschiedlicher nicht sein können, die sich noch vor Stunden in einer Bar die
Köpfe einschlugen, maschieren los, ins Ungewisse.
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Dieser Absturz ist fast identisch mit dem Absturz der südamerikanischen Rugby-Mannschaft von 1972,
der 1992 verfilmt wurde. Um zu überleben sahen sie sich gezwungen die Überreste der Toten zu essen.
Und erst nach 62 Tagen wurden drei Mann losgeschickt, in der Hoffnung durchzukommen und Hilfe
zu holen. Titel des Films "Überleben".
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Die Schauspieler müssen hier eine Höchstleistung vollbringen, denn sie sind Stunden der Eiseskälte ausgeliefert
und bringen auch so, realistische Darbietungen rüber. Wie man im Bonus auch gut sehn kann.
Und natürlich sind die Wölfe etwas größer als normal, man könnte schon sagen, Prähistorisch.
Aber ich glaube man hat sie nur so gemacht um sie, quasi, als den Tod darzustellen.
Deshalb hätte es auch jedes andere Tier sein können. Aber Wölfe passen in diese Gegend eben am besten.

Jeder dieser Männer, so hart sie auch waren, jeder hatte jemanden zu Hause den er vermisst. Frau, Freundin,
Kinder, Enkel ganz egal, aber jeder hatte Angst sie nie mehr zu sehen. Selbst der mit der größten Klappe, hatte
nur Angst. Angst vor dem Tod.

Aus meiner Sichtweise kann man den Film mit zweierlei Augen ansehn.
Den Überlebenskampf sieben, unterschiedlichster Männer, die sich zusammenraufen müssen um
gemeinsam den Feind zu besiegen.Die Kälte, den Hunger, das Aufgeben, die Sinnlosigkeit, den Tod.
Oder man sieht ihn als unglaublich, spannenden Höllentrip an. Ein packendes Abenteuer in einer Wildnis
die keine Gnade kennt.
Aber wie man ihn auch sieht, meiner Meinung nach dürfte er niemals unter drei Sterne fallen.
Liam Neeson grandios gespielt.

" Einmal noch in die Schlacht, ein letztes gutes Gefecht.
Lebe und stirb heute Nacht, lebe und stirb heute Nacht!"

Sehr empfehlenswert
Bild und Ton waren OK
Bonus:Featurette: Mensch gegen Natur, Extreme Bedingungen, Einmal noch in die Schlacht.
Interviews mit allen Schauspielern, dem Regiesseur und der Produzentin.
B-Roll
Trailer: 96 Hours 2 , Lockout , Dark Tide , The Cabin in the Woods , The Raven.
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78 von 99 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. September 2012
Der Film lief leider nicht in allen Städten im Kino, so daß ich mich lange auf den Film gefreut habe, und ihn gestern dann endlich geliehen habe.

Achtung SPOILERGEFAHR:

Ich hatte von dem Beginn des Filmes eigentlich ein gutes Gefühl. Der Film fängt mit Charakterszenen an, die dem Hauptdarsteller (Ottway) etwas Tiefe verleihen sollen, die Stimmung ist abgeklärt, nüchtern und etwas düster. Ottway ist durch den Verlust seiner Frau so lebendsmüde und abgestumpft geworden, daß er (etwas überraschend für den Zuschauer) sogar einen Suizidansatz wagt, jedoch abbricht. Seinen Job als gemieteter Jäger hingegen, macht er jedoch sehr professionell und zuverlässig.
Zu erwarten ist ein Horrorthriller mit Tieren - in diesem Fall ein Rudel Wölfe, daß in der Regel einen Ablauf im Stil von der "Der weiße Hai" oder ähnlichen Filmen hat. Ich kann vorwegnehmen: im wesentlichen ist das auch hier so. Aber man merkt, daß die Filmemacher hier etwas tiefgründiger und subtiler vorgehen wollten. Zum einen mit der Wahl von Liam Neeson als Hauptdarsteller (man hätte ja auch Jason Statham o.ä. nehmen können), zum anderen sind die Angriffszenen der Wölfe oder Szeneneinstellungen von Leichen o.ä. nicht so offensichtlich, d.h. sehr schnelle Schnitte oder nur Bildausschnitte (eine blutige Hand o.ä.) zu sehen. Also wer auf blutige Splatterfilme steht. wird hier nicht auf seine Kosten kommen.

Ich bin eigentlich immer dafür Filme nicht zu "zerreden". Ein Film sollte als "Film" wahrgenommen werden. Da muß nicht alles realitätsgetreu ablaufen. Das klappt vor allem für Filme, die ohnehin dem Bereich der Fiction entspringen (Comicverfilmungen wie "Avengers", "Hulk" oder "Superman" etc). Bei Filmen aber, wie "The Grey", die so authentisch und realitätsnah sein wollen, fallen Diskrepanzen zur Realität eben eher auf, und stören mich dann irgendwie doch.

Zunächst mal das Positive. Der Film IST immer wieder spannend und vor allen einige Szenen (der Flugzeugabsturz, die Überbrückungder Schlucht etc) sind hervorragen und packend inszeniert. Schön ist auch die Darstellung der einzelnen Charaktere dieser typischen "gestrandeten Gruppe", die jetzt zusammenarbeiten müssen.

ABER das positive des Films wird immer wieder etwas durch unlogische Verhaltensweisen, Anknüpfungsfehler oder Nichtnutzen von "Chancen" gestört. Außerdem stört mich die Dramaturgie des Films.
Eine gewisse Vorhersehbarkeit ist bei solchen Filmen in Ordnung und erhöht sogar die Spannung (man weiß ja schon, daß ein Schwimmer beim weißen Hai angegriffen werden wird..bloß nicht wann). Man könnte sich jetzt schon darüber streiten, ob das Verhalten des Wolfsrudels "wölfisch" ist oder nicht - vermutlich nicht. Aber es sind halt besonders aggressive Wölfe. Das ist ok.
Das Erste, was mich wirklich gestört hat, war die (schwere,fast spritzende) Bißwunde am Oberschenkel von Ottway. Die Überraschung für den Zuschauer war sehr gelungen (Hauptdarsteller ist verletzt!) und man denkt "ok, das wird ihn später im Film bestimmt zu schaffen machen... Tut sie aber nicht !- den ganzen Film lang geht, läuft, rennt und sprintet er mit seinem Verband oberhalb des Knies ohne eine merkliche Einschränkung. Das ist wirklich unnötig. Hätte er keine sichtbare Verletzung nach dem Angriff davongetragen (hatte ja mehrere Schichten Jacken übereinander an)- wäre es gut gewesen.

Die Gruppe wandert nach Süden in ein bewaldetes Gebiet und wird kurz vor Erreichen der Baumgrenze von 2(ggf 3) Wölfen angegriffen, die vom offenen Land aus von hinten auf sie zurennen. Falls irgendjemand, der das hier liest, auch nur einen kniehohen Hund hat, und schon mal versucht hat von ihm wegzurennen, wird bestätigen, daß man keine 12 Meter weit kommt. Also hier hätte es ein Opfer geben müssen.
Dann sind sie in dieser (strategisch äußerst ungünstigen) Talmulde im Wald umzingelt von hörbar-gefühlten 15 Wölfen (die nicht gemeinsam angreifen). Keiner kommt auf die Idee auf einen Baum zu klettern (also ich wäre sofort irgendwo hoch). Dann hat jeder von ihnen ein offenbar scharfes Messer, um sich einen Pfahl anzuspitzen und eine merkwürdige Konstruktion mit Munition zu basteln. Das Messer selbst wird aber weder davor noch später ernsthaft als Waffe eingesetzt. Niemand hat das Bedürfnis (weder beim Flugzeug noch später) sich irgendein Schlag-Gegenstand (ähnlich einem Baseballschläger) zu besorgen, um wenigsten irgendeine Waffe zu haben. Das sind störende Gedanken, die ständig beim Schauen des Films auftauchen...

Weiterhin geografische Anknüpfungsfehler. Die Gruppe (oder später Teile von ihr) wandert nach Süden auf diese Bewaldung zu. Gehen weiter und überqueren mittels eines (aus Kleidung!) geknoteten Seils eine mindestens 8-10 Meter breite und geschätzte 50m tiefe Schlucht um den Wölfen zu entkommen (Gedächtnisprotokoll-Zitat: "Die Wölfe oder die Schlucht.."). Und was passiert auf der anderen Seite ?- sie werden schon von den Wölfen erwartet ! Häh? Können die Wölfe fliegen ?

Das hat mich schon irgendwie genervt. So langsam verliert der Film seine im ersten Drittel gesammelten Bonuspunkte zu verlieren. Jetzt stellt sich langsam auch die Frage : wird der Darsteller "erwartungsgemäß" nach langem Ringen mit den Naturgewalten als Belohnung obsiegen ? (man wünscht es sich ja eigentlich). NEIN er tut es nicht. Wie ein blödes Schaf trottet er natürlich genau auf den Wolfsbau zu. Die davor eingefügte pseudotiefgründige Charakterszene in der er alle gesammelten Geldbeutel der Flugzeugopfer und Kameraden sortiert, aufstapelt und sich mittels der vergilbten Portemonaefotos und einem Reim aus Kindertagen Mut und Motivation zuspricht, entschädigt leider nicht für den schnöden Abgang mittels (vorhersehbar negativen) "open ends" des Films.

Fazit: Also der Film konnte leider nicht die Erwartungen erfüllen. Er scheitert irgendwie an dem Versuch anders sein zu wollen. Manchmal reicht einfach ein "weißer Hai" mit klassischem Ablauf. Der Zuseher will eigentlich, daß der Held gewinnt. Nicht, daß er scheitert. Es darf auch ruhig etwas unrealistisch zugehen- aber dann richtig. Das Problem bei dem Film ist, daß er sich nicht ganz entscheiden will. Es wirkt alles wäre der Film in verschiedenen Versionen gedreht worden und man hätte ihn im Schnitt falsch zusammengesetzt- denn irgendwas an der Dramaturgie stört. Der Film mit diesem (negativen) Ende wäre rund gewesen, wenn der(ohnehin psychisch gebrochene) Hauptdarsteller von Anfang an mit dem verletzten Bein Probleme gehabt hätte-oder zumindest im Lauf der Verfolgung bekommen hätte. Er hätte sich dann immer schwerer angeschlagen für die ganze Gruppe aufgerieben bis es einfach nicht mehr ging und hätte dann mit diesem Opfer für die Gruppe einen letzten Sinn im Leben gefunden. Das wäre glaubwürdiger und zufriedenstellender. Vielleicht war es auch so gemeint - konnte aber nicht überzeugend transportiert werden.
Aber so habe wir einen Hauptdarsteller, der gerade eigentlich eben noch einen Selbstmordversuch abgebrochen hat, plötzlich im Angesicht des Todes nach dem Absturz wieder scheinbar zu voller psychischer und physischer Form aufläuft. Sich dann ziemlich unbeeinträchtigt durch die Natur schlägt, um dann irgendwie am Ende doch zu "versagen". Das enttäuscht irgendwie ziemlich.
Schade.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. Dezember 2014
John Ottway (Liam Neeson) arbeitet als Jäger für einen Ölkonzern in der Wildnis Alaskas. Seine Aufgabe ist es Wölfe zu schießen, die die Arbeiten auf den Ölfeldern gefährden, eine Beschäftigung, die ihm nicht gefällt. Wie das Leben an sich, das ihm fast unerträglich geworden ist – der Grund für seine Flucht in diese Eiswüste. Aber für den letzten, entscheidenden Schritt fehlt ihm der Mut. Als nun der letzte Tag seines Engagements in Alaska gekommen ist, besteigt er, zusammen mit anderen Arbeitern, ein klappriges Flugzeug, das sie zurück in die Zivilisation bringen soll. Doch sie geraten in einen Schneesturm und stürzen inmitten der eisigen Wildnis ab. Nur wenige überleben. Die völlig zertrümmerte und über Quadratmeilen verstreute Maschine bietet kaum Schutz, sie haben nur wenig zu essen und keine Waffen, und mit Rettung ist in absehbarer Zeit nicht zu rechnen. Zudem müssen sie bereits in der ersten Nacht feststellen, dass sie sich im Revier besonders mörderischer Wölfe befinden, die zahlreich und unablässig das Lager umstreifen um immer wieder plötzlich und unerwartet zuzuschlagen. Darum beschließen die Überlebenden das Lager zu verlassen, anstatt auf Rettung zu warten, und sich auf eigene Faust einen Weg zurück in die Zivilisation und damit in das Leben zu suchen. Eine mörderische Odyssee durch die unwirtlichen Weiten Alaskas beginnt...

Die 2011 in die Kinos gekommene Verfilmung der Kurzgeschichte „Ghost Walker“ von Ian MacKenzie Jeffers (The Grey by Jeffers, Ian Mackenzie (2013) Paperback) entstand unter der Regie von Joe Carnahan, der auch für Filme wie „Narc“ und „Das A-Team“ verantwortlich zeichnete. „The Grey“ schlägt eher in die Kerbe des ersteren Films, ist ähnlich unerbittlich hart und düster und legt mehr Augenmerk auf Psychologie und die Botschaft hinter der Handlung als auf vordergründige Action. Produziert wurde der Film von der Firma Scott Free, der Brüder Ridley und Tony Scott. Und im Zusammenhang mit dem Tod des letzteren, der hier als ausführender Produzent fungierte und sich im Jahr nach Erscheinen des Films von einer Brücke in Los Angeles stürzte, erlangt „The Grey“ einen sehr bitteren Beigeschmack. Über einen Zusammenhang möchte ich aber keine Mutmaßungen anstellen.

Die brillanten, kontrastreichen Bilder des Kameramanns Masanobu Takayanagi lassen ein wenig an die Scott-Brüder denken. Wobei die Bildästhetik vor allem durch einen knallhart nüchternen, ungeschönten Blick überzeugt. Und auch die religionskritischen Untertöne passen gut zum Oevre besonders Ridley Scotts. Meisterhaft, geradezu haptisch, wurden scheinbare Nebensächlichkeiten in Szene gesetzt, wie zum Beispiel die unangenehme Enge im durch die arktischen Luftlöcher rumpelnden Flugzeug zu Beginn des Films oder der desolate Absturzort. Fast ist es als wäre man dabei. Grandios originell auch wie brutal die eiskalte Wirklichkeit Ottway immer wieder aus den sehnsüchtigen Träumen an seine Frau reißt.

Bereits in den ersten Minuten wird deutlich, dass es nicht wirklich um Action und Abenteuer geht – wenngleich insbesondere der Flugzeugabsturz äußerst effektvoll inszeniert ist. Und obwohl der Film das Genre des Tier-Horrors deutlich touchiert, täte man ihm Unrecht ihn darauf zu reduzieren. Denn all das ist nur die Form in die dieser filmische Exkurs über den Tod, der in diesem Film allgegenwärtig ist, das Leben, das hier nur in den Erinnerungen und Hoffnungen zu existieren scheint, und deren Bedeutung für uns, gegossen ist. „The Grey“, das sind natürlich die Wölfe, die als graue Schatten in der unergründlichen Weite der weißen Hölle lauern. „The Grey“, das ist aber auch jene Grauzone in der sich Ottway und seine Gefährten, und letztlich wir alle, bewegen, der schmale Grat zwischen Leben und Tod, auf dem wir tagtäglich balancieren auf der Suche nach dem einen, aber ständig bedroht durch das andere, das letztlich immer obsiegen wird.

Die handelnden Figuren sind hervorragend besetzt und gezeichnet. Allen voran überzeugt natürlich Liam Neeson als John Ottway (gesprochen als „Oddway“ übrigens ein vielsagender speaking Name, worauf auch im Film unnötiger Weise hingewiesen wird). Aber auch Frank Grillo, Dermot Mulroney, Dallas Roberts und die anderen verstehen es ihren Charakteren Profil zu verleihen.

Man mag kritisieren, dass die Wölfe nicht wie richtige Wölfe sind – nicht nur weil sie teils aus dem Computer kommen – sondern viel mehr dämonische Überwesen. Man mag auch kritisieren, dass der Film sich, besonders zum Schluss hin, vordergründig betrachtet etwas einförmig und aktionsarm dahinzieht und auch den Plot mit den Wölfen nicht immer konsequent verfolgt. Inhaltlich aber ist „The Grey“ ein außergewöhnlich ambitionierter Film, der nachdenklich macht. Ein existenzialistisches Überlebensdrama der Extraklasse.

Für die eindringliche, teils anrührende, teils spannungstreibende Filmmusik zeichnet Ridley Scotts Hauskomponist, der geborene Münchener Marc Streitenfeld („American Gangster“, „Robin Hood“, „Prometheus“...) verantwortlich ("The Grey" von Marc Streitenfeld).
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am 10. November 2012
Es handelt sich hier um einen reinen Survival Film über eine Gruppe Überlebender eines Flugzeugabsturzes, so dass natürlich der Ablauf des Filmes schon etwas vorhersehbar ist. Erstes Highlight des Filmes ist der Absturz selbst, der sehr packend umgestzt wurde. Während die Gruppe Überlebender unter der "Führung" von Liam Neeson danach versucht sich in Sicherheit zu bringen, wird sie von einem Rudel Wölfen verfolgt, die halt einen nach dem anderen erwischen, bis nur noch einer übrig ist. Viel mehr kann man bei einem solchen Szenario eben auch nicht erwarten.

Um was es ja eigentlich bei solchen Filmen geht ist weniger eine innovative Handlung sondern vielmehr um atmosphärich dichte Spannung, die sich bis zum nägelzerkauenden Finale immer weiter aufbaut. Tja, um es vorweg zu nehmen, meine Fingernägel habe ich mir jetzt nicht gerade abgekaut.

Was der Film sicherlich gut macht ist die fast perfekte Umsetzung der Schnee- und Bergkulisse in den Film. Es wird teilweise auch komplett auf die in diesem Genre so beliebte unheilschwangere Hintergrundmusik verzichtet, so dass der pfeiffende Wind und die Umgebungsgeräusche das einzige sind, was man zu hören bekommt. Ich habe mir den Film (laut) mit meinen Kopfhörer angehört und muss sagen, das mir das Stilmittel (teilweise keine Hintergrundmusik) schon ziemlich gut gefallen hat. Es trägt ungemein zur Atmosphäre bei und man fühlt förmlich den eiskalten Wind im Gesicht und die schiere Ausweglosigkeit der Situation für die Überlebenden.

Der Ablauf der Story verläuft dann doch sehr nach Schema F und die Dialoge zaubern einem doch das eine oder andere Stirnrunzelnen ins Gesicht. Und obwohl Wölfe in der Natur ein sehr schlaues Jagdverhalten zeigen, wirken die hier gezeigten computeranimierten (Urzeit)Wölfe doch ein wenig zu intelligent, um noch ansatzweise glaubwürdig zu erscheinen. Wenn Wölfe so schlau wie im Film wären und die Menschen so intelligent wie im Film gezeigt, hätten wir uns als dominante Spezies auf diesem Planeten wohl eher nicht durchgesetzt. Aber zum Glück ist es ja nur ein Film.

Liam Neeson, den man ja durchaus mal als Charakterdarsteller bezeichnen konnte, zeigt hier seine beste schauspielerische Leistung seit seiner Rolle als Jedi Ritter in Star Wars (wer hat da gerade gelacht?) Na ja, er wird wohl auch das Geld brauchen wie wir anderen auch.

Ansonsten ein Survival Film nach dem bewährten 10 Negerlein Schema, der durch die landschaftliche Kulisse durchaus seinen Reiz bietet. Viel mehr sollte man aber nicht erwarten.
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Handlung:

John Ottway arbeitet in Alaska bei einem Ölunternehmen als Jäger, um die dortigen Bohrarbeiter vor wilden Tieren zu schützen. Bei einem Flug in Richtung Heimat stürzt das Flugzeug, in dem John und andere Arbeiter mitfliegen, ab als es in einem Starken Sturm gerät.
Mitten in der Wildnis wachen einige Überlebende des Flugzeugabsturzes auf und befinden sich schutzlos der Kälte ausgeliefert wieder, ohne Nahrung und Proviant. Die einzige Gefahr sind nicht nur Kälte und Hunger, sondern auch hungrige Wölfe, in dessen Revier sich die überlebenden Männer befinden.
Die Gruppe macht sich zum Süden auf, in der Hoffnung den Wölfen zu entkommen und Zivilisation und Schutz zu finden, doch müssen die unterschiedlichen Männer zusammenarbeiten, wenn sie überleben wollen.

Technisches:

Das Bild sieht gut sehr gut aus, wobei der Großteil der Szenen meist Abends statt finden, bzw im Dunkeln. Die Wölfe sieht man nicht immer voll als Tier, oft sieht man nur einen Teil eines Wolfes in schnellen Schnitten.
Der Ton klang sehr gut, der Schneesturm ist im Film aber meist vertreten und teilweise war der lauter als die Stimmen der Darsteller. Die Dialoge sind passend, die Synchronsprecher überzeugten.
Schauspielerisch konnte man nichts negatives feststellen.
Ab und an gab es für mich unlogische bzw nicht ganz nachvollziehbare Handlungen der Darsteller (z.b nicht genutzte Chancen bei der Suche nach Waffen, das Verhalten der Wölfe).
Blutig ist der Film ab und an, aber man darf kein Actionfeuerwerk erwarten oder eine Gewaltorgie.

Fazit:

Teils unlogischer Film, welcher aber meist recht spannend in Szene gesetzt wird.
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am 15. Mai 2013
1. Das Steelbook ist sehr schön gearbeitet und von sehr guter Qualität

2. Der Film als solcher ist einigermaßen spannend bis gut spannend. Sicher hätte man aus der Story noch ein wenig mehr machen können. Irgendwie stirbt es sich zu schnell und man stumpft ein wenig ab und etwas Langeweile kommt auf. Für einen Abend mit Freunden sicherlich keine falsche Wahl.
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am 31. Mai 2013
Nach einem Flugzeugabsturz finden sich ein paar überlebende bei dem Wrack wieder und versuchen sich in die Zivilisation durchzuschlagen und sind dabei nicht allein.. Wölfe sind ihnen auf der Spur. Nun heißt es vorsichtig und wachsam sein. Ein sehr großes Abenteuer das jedoch, meiner Meinung nach, gegen Ende etwas nachlässt. Deshalb nur 4 Sterne.
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am 10. September 2014
Vorab - dies ist eine subjektive Rezension.

Dennoch - ich sage:
Vergessen Sie oder überlesen Sie all die Mäkeleien über Unlogik und schlecht animierte Wölfe,
deren Verhalten als nicht artgerecht oder übertrieben dargestellt wird.

Nach meiner Ansicht Nebensache.

All das dient in diesem Film ohnehin nur als Projektionsfläche und Kulisse für die Erörterung der ganz großen
Fragen, die klären sollen, was den Menschen zum Menschen macht und wie er mit seiner Endlichkeit umgeht.

Im Grunde ist er gar, dies wird vor allem in der allerletzten Szene klar, ein Film über das Sterben und den Tod an sich.

Die willkürlich durch den Flugzeugabsturz zusammengewürfelte Schicksalsgemeinschaft symbolisiert letztlich unser alltägliches
Miteinander per se; mit all den gegensätzlichen Charakteren, Biographien, Erfahrungen und Geschichten, die ein jeder von uns
mit sich herumträgt. Ein vortrefflich eingefangener Mikrokosmos. Nicht mehr, nicht weniger.
Hierfür spricht, dass alle Protagonisten angenehm ungekünstelt agieren und miteinander reden. Keine Spur
von "raschelnden Drehbuchseiten", die Dialoge wirken erfreulich lebensnah.

Die Wölfe hingegen stehen hier sinnbildlich für das, was uns allen irgendwann bevorsteht. Es gibt kein Entrinnen, kein Entkommen.
Dass sie hier eher als Metapher funktionieren, mag zudem ihr (oft moniertes) unnatürliches Aussehen erklären..

Die relevanten Fragen lauten eher:
Was macht uns aus? Wie stehen wir beispielsweise zum Glauben?
Wer oder was ist uns wichtig im Leben, wen lieben wir, was schenkt uns Kraft?

Und:
Wie treten wir dem unvermeidlichen Ende schlussendlich gegenüber?

Das ist es, was diesen Film so großartig macht. Er funktioniert vor allem auf der zweiten, übergeordneten, der Meta-Ebene.

Ein Indiz unter vielen für die eingangs erwähnte These vom Film über den Tod ist die schwer erträgliche Sterbeszene unmittelbar nach dem Absturz.
Mit quälender Genauigkeit zeigt diese, wie ein Mann akzeptieren muss, dass es für ihn vorbei ist. Loslassen, hinübergleiten -
die ganze Wucht und Unausweichlichkeit dieser Situation wird eindrücklich eingefangen und bewegt nachhaltig.

Die durchweg guten schauspielerischen Leistungen der Beteiligten tragen nicht nur in dieser Sequenz maßgeblich dazu bei; insbesondere Liam Neeson war nie besser als hier, vielleicht mal abgesehen von "Schindlers Liste".

Fazit:
Ein großartiger, ungemein spannender Film, der zum Nachdenken anregt und gleichzeitig visuell und darstellerisch
beeindruckt. Wer sich zudem einlässt auf besagte Meta-Ebene, bleibt emotional aufgewühlt zurück.

Glaubwürdigkeit wird eben nicht immer nur durch das, was sichtbar ist, erzeugt.
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