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am 30. September 2012
Ich bin ja immer wieder verwundert, wie einige Filme sehen und bewerten, und auch "The Grey - Unter Wölfen" kommt meiner Meinung nach mit gerademal 3 Sternen im Schnitt hier deutlich zu schlecht weg. Wieso manche hier gar mit einer 1-Sternebewertung aufwarten, erschließt sich mir überhaupt nicht, ist für mich zudem völlig unverständlich und entspricht in keinstem, dem was ich gesehen hab.
Und das war ein absolut stimmungsvoller und sehr spannender Ausflug in die Wildnis von Alaska, dazu ein rau in Szene gesetztes, geradliniges Survival-Drama mit Horror-Touch und dezenter philosophischer Note. Darüberhinaus einen Liam Neeson in der Hauptrolle, der mich als tougher Action-Held, aber auch als echter Charakterdarsteller, wieder mal komplett überzeugt hat und keineswegs, wie ich es hier auch schon las, enttäuscht.
Kurz den Inhalt wiedergegeben, geht es in "The Grey", um den Biologen John Ottway (Liam Neeson), der nach dem Tod seiner Frau psychisch schwer gebrochen ist und den eigentlich nur sein Job als Jäger im Dienste einer Ölraffiniere in der eisigen Einöde Alaskas noch am Leben hält. Als er dann zusammen mit einer Gruppe von Kollegen mitten in die Schnee-Hölle von Alaska abstürzt, beginnt sein Kampf ums nackte Überleben mit eigentlich keinerlei Aussicht auf Rettung, wo sie dann auch noch ohne Proviant und bei klirrender Kälte einem hungrigen Wolfsrudel ausgesetzt sind.
Klar kann bei der Inszinierung jetzt auch Kritik üben, da wäre ich der letzte, der das nicht akzeptiert, und natürlich gibt es, wie in fast jedem Film, auch hier einige Logiklöcher und auch die CGI-Wölfe fand dich nicht immer sauber getrickst, aber im großen und ganzen erlebt man in diesem Film einen Kampf Mensch gegen Natur im eisigen Nichts von Alaska, der dieses Feeling hervorragend ins warme Wohnzimmer transportiert. Dieses Gefühl hatte auf jeden Fall ich, die auswegslose Situation der Protagonisten sowie die bittere Kälte, verursachten zumindest bei mir immer wieder beklemmende Gefühle, die wieder und wieder prägnanten und blutigen Attacken der Wölfe dann dazu passend den lupenreinen Nervenkitzel. Dabei fand ich die Kameraführung, die ich hier auch schon schwach und als Handykamera las, im Gegenteil stark, wobei sie auch, meiner Meinung nach, bewußt unruhig und wirbelnd einen Zustand der Orientierungslosigkeit auslösen soll, um das Szenario auch auf mich als Zuschauer zu übertragen, was bei mir zumindest wunderbar funktioniert hat.
Ebenso beeindruckend fand ich dann auch zu beobachten, wie echte Männer sukzessive vom Alphatier zum Betamännchen zusammenschrumpfen und nur noch zum Spielball der Natur degradiert werden. Ab dann herrschte bei mir wirklich nur noch Ehrfurcht, die sich aus der Ambivalenz der Natur speiste, in der Schönheit und Schrecken Hand in Hand gehen, denn die atemberaubenden fotographierten Landschaften werden hier zur eindrucksvollen Kulisse des Sterbens.
Zu der Charakterisierung der Wölfe will ich jetzt noch ein Wort verlieren, da man ihre Darstellung als unerbittliche Jäger, wie ich finde, gar nicht so überwerten sollte, denn mit den eigentlichen Verhaltensweisen von Wölfen in der Natur, hat der Film eigentlich wenig am Hut (im übrigen porträtiert ja auch "Der weiße Hai" nicht die wahre Natur von Haien), es geht dann doch hauptsächlich darum, eine stets präsente, förmlich greifbare und dennoch immer auch dämonisch unnahbare Bedrohung aufzubauen, die die Gruppendynamik und den Story-Fortgang mächtig anheizt.
Das fand ich dann auch wirklich gut gelungen, der Adrenalinpegel stieg bei mir ab dem furchterregenden Flugzeugabsturz immer weiter und beständig an.
Und auch Liam Neeson als unkaputtbare Überlebensmaschine war für mich, wie schon so oft in vielen seiner großartigen Rollen (Schindlers Liste, 96 Hours etc.) eine Offenbarung und entwickelt sich im Laufe des Films wunderbar vom depressiven Zeitgenossen zum furchtlosen Anführer und sein Überlebenskampf entwickelt sich mehr und mehr zur großen Entscheidungsfrage, ob der emotionalen Genesung bei Überleben dieser Hölle.
Bei der Umsetzung auf Blu-ray, die eigentlich recht ordentlich ausgefallen ist, will ich vorallem die hervorragende Soundkulisse hervorheben, die die bedrohliche Stimmung akkustisch absolut erfahrbar macht und eine sehr starke Signalortung bietet. Das Bild kann da zwar nicht ganz mithalten, bringt aber eigentlich dennoch die raue Qualität des Inhalts technisch und ästhetisch sehr stringend rüber, und das hauptsächlich mit kalten Farben und ständig präsentem Korn.
Bei den Extras, das geb ich zu, hätte ich mir dagegen eine etwas liebevollere Gestaltung gewünscht, allerdings trübt es meinen sehr guten Gesamteindruck der Scheibe nicht sonderlich.
Schlußendlich empfehl ich auf jeden Fall jedem selber sich ein Bild von "The Grey" zu machen und sich auch erst gar nicht von den hier sehr schwachen Bewertungen beeinflussen zu lassen. Denn wenn man sich auf diesen spannenden Survival-Trip ins ewige Eis von Alaska einläßt und ohne Vorurteile an den Film herangeht, wird man auch auf keinen Fall enttäuscht.
Und eines ist nach Ansehen auch gewiß: Man wird auf jeden Fall froh gewesen sein, daheim im warmen Wohnzimmer gesessen zu haben !
55 Kommentare85 von 99 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 14. Oktober 2012
Wirklich mitreissen konnte mich der Film nicht wirklich, dabei finde ich die Idee, die dahinter steckt gut.

Die Vorgeschichte, bis es zum Absturz kommt, fing für mich schon ein bisschen langweilig an. Eine Horde von Männern, teils Testosteron gesteuert, teils aggressiv. Mittendrin ein des Lebens überdrüssiger Mann. Doch dann geht es auf, hoch hinaus mit dem Flugzeug. Für mich persönlich haben den dann folgenden Absturz ziemlich viele Männer überlebt. Das war das erste mal, wo ich dachte .. naja .. unglaubwürdig.

Und dann geht er los. Der lange Kampf gegen die Kälte, gegen den Hunger, gegen die Wölfe. Einen wirklichen Zusammenhalt unter den Männern gab es nicht. Eher die Rangelei darum, wer führt, wer hört auf wen. Allerdings fand ich das ziemlich glaubwürdig. So würde es wohl ablaufen. Sonderlich interessant dagegen war es nicht.

Große Teile des Films spielen sich im Dunkeln ab. Nicht immer kann man leicht erkennen, wen man gerade vor sich hat. Denn neben der Dunkelheit sind die Männer so gut wie möglich verhüllt wegen der Kälte. So fiel es auch nicht einfach, sich auf einen Charakter zu konzentrieren. Aber das war wahrscheinlich auch gar nicht gewollt.

Was mir nicht so gut gefiel, war die Darstellung der Wölfe in der Dunkelheit. Ich gebe jetzt zu, ich habe noch nie großen Wolfsrudeln in freier Natur gelauscht. Möglich, dass sie wirklich realistisch klangen .. ich fand jedoch dass viele Töne nach allem klangen, nur nicht nach Wolf. Da half auch das charakteristische Heulen nichts mehr. Auch leuchteten die Augen der Wölfe im Dunkeln, so dass man eher das Gefühl hatte, da versucht sich jemand an einem Horrorfilm.

Was mich zum Titel "Unter" Wölfen bringt, durch den ich eher etwas anderes erwartet hätte. Zu Tode gejagt von Wölfen oder so die Richtung, hätte es wohl eher nahegebracht.

Sehr gut gefielen mir die Aufnahmen der Natur und der Wölfe, wenn sie mal nicht gerade wie Horror-Figuren rübergebracht wurden.

Obwohl ich den Film eigentlich viel zu sehr in die Länge gezogen fand, habe ich ihn dennoch bis zum Schluss angeschaut - nein, keine Angst ich verrate nichts! Ich muss allerdings sagen, dass sich das für mich nicht wirklich gelohnt hat, denn ich fand das Ende nicht gut, allerdings passte es wirklich gut zum ganzen Film.

Fazit:
Man kann ihn einmal gucken, ich würde jedoch keine Kaufempfehlung aussprechen. Ich bin froh, dass ich ihn mir nur geliehen hatte, denn ein zweites Mal würde ich ihn wohl nicht schauen.
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am 9. September 2012
Der Film lief leider nicht in allen Städten im Kino, so daß ich mich lange auf den Film gefreut habe, und ihn gestern dann endlich geliehen habe.

Achtung SPOILERGEFAHR:

Ich hatte von dem Beginn des Filmes eigentlich ein gutes Gefühl. Der Film fängt mit Charakterszenen an, die dem Hauptdarsteller (Ottway) etwas Tiefe verleihen sollen, die Stimmung ist abgeklärt, nüchtern und etwas düster. Ottway ist durch den Verlust seiner Frau so lebendsmüde und abgestumpft geworden, daß er (etwas überraschend für den Zuschauer) sogar einen Suizidansatz wagt, jedoch abbricht. Seinen Job als gemieteter Jäger hingegen, macht er jedoch sehr professionell und zuverlässig.
Zu erwarten ist ein Horrorthriller mit Tieren - in diesem Fall ein Rudel Wölfe, daß in der Regel einen Ablauf im Stil von der "Der weiße Hai" oder ähnlichen Filmen hat. Ich kann vorwegnehmen: im wesentlichen ist das auch hier so. Aber man merkt, daß die Filmemacher hier etwas tiefgründiger und subtiler vorgehen wollten. Zum einen mit der Wahl von Liam Neeson als Hauptdarsteller (man hätte ja auch Jason Statham o.ä. nehmen können), zum anderen sind die Angriffszenen der Wölfe oder Szeneneinstellungen von Leichen o.ä. nicht so offensichtlich, d.h. sehr schnelle Schnitte oder nur Bildausschnitte (eine blutige Hand o.ä.) zu sehen. Also wer auf blutige Splatterfilme steht. wird hier nicht auf seine Kosten kommen.

Ich bin eigentlich immer dafür Filme nicht zu "zerreden". Ein Film sollte als "Film" wahrgenommen werden. Da muß nicht alles realitätsgetreu ablaufen. Das klappt vor allem für Filme, die ohnehin dem Bereich der Fiction entspringen (Comicverfilmungen wie "Avengers", "Hulk" oder "Superman" etc). Bei Filmen aber, wie "The Grey", die so authentisch und realitätsnah sein wollen, fallen Diskrepanzen zur Realität eben eher auf, und stören mich dann irgendwie doch.

Zunächst mal das Positive. Der Film IST immer wieder spannend und vor allen einige Szenen (der Flugzeugabsturz, die Überbrückungder Schlucht etc) sind hervorragen und packend inszeniert. Schön ist auch die Darstellung der einzelnen Charaktere dieser typischen "gestrandeten Gruppe", die jetzt zusammenarbeiten müssen.

ABER das positive des Films wird immer wieder etwas durch unlogische Verhaltensweisen, Anknüpfungsfehler oder Nichtnutzen von "Chancen" gestört. Außerdem stört mich die Dramaturgie des Films.
Eine gewisse Vorhersehbarkeit ist bei solchen Filmen in Ordnung und erhöht sogar die Spannung (man weiß ja schon, daß ein Schwimmer beim weißen Hai angegriffen werden wird..bloß nicht wann). Man könnte sich jetzt schon darüber streiten, ob das Verhalten des Wolfsrudels "wölfisch" ist oder nicht - vermutlich nicht. Aber es sind halt besonders aggressive Wölfe. Das ist ok.
Das Erste, was mich wirklich gestört hat, war die (schwere,fast spritzende) Bißwunde am Oberschenkel von Ottway. Die Überraschung für den Zuschauer war sehr gelungen (Hauptdarsteller ist verletzt!) und man denkt "ok, das wird ihn später im Film bestimmt zu schaffen machen... Tut sie aber nicht !- den ganzen Film lang geht, läuft, rennt und sprintet er mit seinem Verband oberhalb des Knies ohne eine merkliche Einschränkung. Das ist wirklich unnötig. Hätte er keine sichtbare Verletzung nach dem Angriff davongetragen (hatte ja mehrere Schichten Jacken übereinander an)- wäre es gut gewesen.

Die Gruppe wandert nach Süden in ein bewaldetes Gebiet und wird kurz vor Erreichen der Baumgrenze von 2(ggf 3) Wölfen angegriffen, die vom offenen Land aus von hinten auf sie zurennen. Falls irgendjemand, der das hier liest, auch nur einen kniehohen Hund hat, und schon mal versucht hat von ihm wegzurennen, wird bestätigen, daß man keine 12 Meter weit kommt. Also hier hätte es ein Opfer geben müssen.
Dann sind sie in dieser (strategisch äußerst ungünstigen) Talmulde im Wald umzingelt von hörbar-gefühlten 15 Wölfen (die nicht gemeinsam angreifen). Keiner kommt auf die Idee auf einen Baum zu klettern (also ich wäre sofort irgendwo hoch). Dann hat jeder von ihnen ein offenbar scharfes Messer, um sich einen Pfahl anzuspitzen und eine merkwürdige Konstruktion mit Munition zu basteln. Das Messer selbst wird aber weder davor noch später ernsthaft als Waffe eingesetzt. Niemand hat das Bedürfnis (weder beim Flugzeug noch später) sich irgendein Schlag-Gegenstand (ähnlich einem Baseballschläger) zu besorgen, um wenigsten irgendeine Waffe zu haben. Das sind störende Gedanken, die ständig beim Schauen des Films auftauchen...

Weiterhin geografische Anknüpfungsfehler. Die Gruppe (oder später Teile von ihr) wandert nach Süden auf diese Bewaldung zu. Gehen weiter und überqueren mittels eines (aus Kleidung!) geknoteten Seils eine mindestens 8-10 Meter breite und geschätzte 50m tiefe Schlucht um den Wölfen zu entkommen (Gedächtnisprotokoll-Zitat: "Die Wölfe oder die Schlucht.."). Und was passiert auf der anderen Seite ?- sie werden schon von den Wölfen erwartet ! Häh? Können die Wölfe fliegen ?

Das hat mich schon irgendwie genervt. So langsam verliert der Film seine im ersten Drittel gesammelten Bonuspunkte zu verlieren. Jetzt stellt sich langsam auch die Frage : wird der Darsteller "erwartungsgemäß" nach langem Ringen mit den Naturgewalten als Belohnung obsiegen ? (man wünscht es sich ja eigentlich). NEIN er tut es nicht. Wie ein blödes Schaf trottet er natürlich genau auf den Wolfsbau zu. Die davor eingefügte pseudotiefgründige Charakterszene in der er alle gesammelten Geldbeutel der Flugzeugopfer und Kameraden sortiert, aufstapelt und sich mittels der vergilbten Portemonaefotos und einem Reim aus Kindertagen Mut und Motivation zuspricht, entschädigt leider nicht für den schnöden Abgang mittels (vorhersehbar negativen) "open ends" des Films.

Fazit: Also der Film konnte leider nicht die Erwartungen erfüllen. Er scheitert irgendwie an dem Versuch anders sein zu wollen. Manchmal reicht einfach ein "weißer Hai" mit klassischem Ablauf. Der Zuseher will eigentlich, daß der Held gewinnt. Nicht, daß er scheitert. Es darf auch ruhig etwas unrealistisch zugehen- aber dann richtig. Das Problem bei dem Film ist, daß er sich nicht ganz entscheiden will. Es wirkt alles wäre der Film in verschiedenen Versionen gedreht worden und man hätte ihn im Schnitt falsch zusammengesetzt- denn irgendwas an der Dramaturgie stört. Der Film mit diesem (negativen) Ende wäre rund gewesen, wenn der(ohnehin psychisch gebrochene) Hauptdarsteller von Anfang an mit dem verletzten Bein Probleme gehabt hätte-oder zumindest im Lauf der Verfolgung bekommen hätte. Er hätte sich dann immer schwerer angeschlagen für die ganze Gruppe aufgerieben bis es einfach nicht mehr ging und hätte dann mit diesem Opfer für die Gruppe einen letzten Sinn im Leben gefunden. Das wäre glaubwürdiger und zufriedenstellender. Vielleicht war es auch so gemeint - konnte aber nicht überzeugend transportiert werden.
Aber so habe wir einen Hauptdarsteller, der gerade eigentlich eben noch einen Selbstmordversuch abgebrochen hat, plötzlich im Angesicht des Todes nach dem Absturz wieder scheinbar zu voller psychischer und physischer Form aufläuft. Sich dann ziemlich unbeeinträchtigt durch die Natur schlägt, um dann irgendwie am Ende doch zu "versagen". Das enttäuscht irgendwie ziemlich.
Schade.
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am 10. November 2012
Es handelt sich hier um einen reinen Survival Film über eine Gruppe Überlebender eines Flugzeugabsturzes, so dass natürlich der Ablauf des Filmes schon etwas vorhersehbar ist. Erstes Highlight des Filmes ist der Absturz selbst, der sehr packend umgestzt wurde. Während die Gruppe Überlebender unter der "Führung" von Liam Neeson danach versucht sich in Sicherheit zu bringen, wird sie von einem Rudel Wölfen verfolgt, die halt einen nach dem anderen erwischen, bis nur noch einer übrig ist. Viel mehr kann man bei einem solchen Szenario eben auch nicht erwarten.

Um was es ja eigentlich bei solchen Filmen geht ist weniger eine innovative Handlung sondern vielmehr um atmosphärich dichte Spannung, die sich bis zum nägelzerkauenden Finale immer weiter aufbaut. Tja, um es vorweg zu nehmen, meine Fingernägel habe ich mir jetzt nicht gerade abgekaut.

Was der Film sicherlich gut macht ist die fast perfekte Umsetzung der Schnee- und Bergkulisse in den Film. Es wird teilweise auch komplett auf die in diesem Genre so beliebte unheilschwangere Hintergrundmusik verzichtet, so dass der pfeiffende Wind und die Umgebungsgeräusche das einzige sind, was man zu hören bekommt. Ich habe mir den Film (laut) mit meinen Kopfhörer angehört und muss sagen, das mir das Stilmittel (teilweise keine Hintergrundmusik) schon ziemlich gut gefallen hat. Es trägt ungemein zur Atmosphäre bei und man fühlt förmlich den eiskalten Wind im Gesicht und die schiere Ausweglosigkeit der Situation für die Überlebenden.

Der Ablauf der Story verläuft dann doch sehr nach Schema F und die Dialoge zaubern einem doch das eine oder andere Stirnrunzelnen ins Gesicht. Und obwohl Wölfe in der Natur ein sehr schlaues Jagdverhalten zeigen, wirken die hier gezeigten computeranimierten (Urzeit)Wölfe doch ein wenig zu intelligent, um noch ansatzweise glaubwürdig zu erscheinen. Wenn Wölfe so schlau wie im Film wären und die Menschen so intelligent wie im Film gezeigt, hätten wir uns als dominante Spezies auf diesem Planeten wohl eher nicht durchgesetzt. Aber zum Glück ist es ja nur ein Film.

Liam Neeson, den man ja durchaus mal als Charakterdarsteller bezeichnen konnte, zeigt hier seine beste schauspielerische Leistung seit seiner Rolle als Jedi Ritter in Star Wars (wer hat da gerade gelacht?) Na ja, er wird wohl auch das Geld brauchen wie wir anderen auch.

Ansonsten ein Survival Film nach dem bewährten 10 Negerlein Schema, der durch die landschaftliche Kulisse durchaus seinen Reiz bietet. Viel mehr sollte man aber nicht erwarten.
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am 15. Mai 2013
1. Das Steelbook ist sehr schön gearbeitet und von sehr guter Qualität

2. Der Film als solcher ist einigermaßen spannend bis gut spannend. Sicher hätte man aus der Story noch ein wenig mehr machen können. Irgendwie stirbt es sich zu schnell und man stumpft ein wenig ab und etwas Langeweile kommt auf. Für einen Abend mit Freunden sicherlich keine falsche Wahl.
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am 31. Mai 2013
Nach einem Flugzeugabsturz finden sich ein paar überlebende bei dem Wrack wieder und versuchen sich in die Zivilisation durchzuschlagen und sind dabei nicht allein.. Wölfe sind ihnen auf der Spur. Nun heißt es vorsichtig und wachsam sein. Ein sehr großes Abenteuer das jedoch, meiner Meinung nach, gegen Ende etwas nachlässt. Deshalb nur 4 Sterne.
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am 2. Januar 2016
Wir kennen diese Überlebenskampffilme, die nach dem ‘Zehn-kleine-Negerlein-Prinzip‘ funktionieren. Erst sind da noch mehrere Leidensgenossen, am Ende nur wenige oder wie hier einer. Einziger Unterschied ist das Ambiente. Mal spielen sie in der Wüste, mal im Dschungel, mal wie hier in einer Eiswüste. Der ganze Film ist auf John (Liam Neeson) zugeschnitten. Er ist der Allrounder, der Allesversteher, der Alleskönner, kurzum der geborene Leader schlechthin. Ein Superstar unter mehr oder weniger lauter No-Names. Er führt die Überlebenden, die sich aus Exknackis, Rumtreibern und allgemeinen Kotzbrocken rekrutieren, gegen ein Rudel Riesenwölfe. Leider sieht man denen an, dass sie aus Pappmaschee sind. Regisseur Carnahan ist eben nicht J.J. Annaud.
Aber er ist bemüht außer den beeindruckenden Naturaufnahmen (Es friert einen nach einiger Zeit des Zuschauens wirklich) sowohl allgemein menschliche Probleme wie Angst, Mut und Männlichkeit in dieser Situation anzusprechen. Auch die Prädestination kommt mal zur Sprache. Durch zwei Retros (Joe toter Frau und seinem Vater) geht es auf der emotionalen Schiene weiter bis zum Schluss, als Joe ein Gedicht seines Vaters (‘Lebe und sterbe heute Nacht‘) zitiert Aug in Auge mit den Riesenwölfen. Was aus ihm genau wurde, kann man sich nur denken, Sehen tut man es nicht.
Gute Optik, Strapazen bis zum Abwinken. Da darf daheim die Heizung nicht ausfallen.
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am 8. September 2012
"The Grey - Unter Wölfen" ist ein gutes und sehenswertes Survival-Thriller-Drama. Die Story selbst gibt nicht viel her, sie wird jedoch spannend und dramaturgisch intensiv präsentiert. Es wird eine düstere und Atmosphäre erzeugt und das Ganze vermag einen, trotz kleinerer Verschnaufpausen, durchaus zu packen. Mit Ausnahme von Liam Neesons Charakter werden diese etwas oberflächlich abgehandelt, wobei der ein oder andere gegen Ende hin doch noch ein klein bisschen Tiefe verliehen bekommt. Liam Neeson spielt seine Rolle recht solide und gewohnt souverän. Die Nebendarsteller haben nicht wirklich Gelegenheit zu glänzen, sie machen ihre Sache aber allesamt ordentlich. Bei den Wolfsangriffen ist die Kamera stets nah dran und auch vor blutigen Szenen schreckt man hier nicht zurück. Die Kameraführung ist allgemein sehr gelungen und visuell hat der Streifen auch einiges zu bieten.

"The Grey - Unter Wölfen" ist ein gut inszenierter Survial-Streifen.

7 von 10
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am 28. Juli 2013
So kann es aussehen, wenn ein Thema ordentlich durchdacht und sauber umgesetzt wird.

Der Film verdient alle Prädikate: Spannung, Aktion, Tiefgang, Atmosphöre usw.

Die eigentliche Filmidee ist sicherlich kein Neuland mehr und das Risiko bei solchen Filmen vollkommen daneben zu greifen (wie bei "The Hunter") ist groß. Dennoch gelang ein Gesamtwerk das für sich stehen kann und sogar das Ende des Films passte perfekt. Obwohl ich wahrlich kein Freund von sowas bin.

Allerdings fehlte der letzte Funken und ein Punkt muss abgezogen werden, weil die Gesamthandlung etwas mehr hätte ausgearbeitet werden können. Trotzdem, solide 4 Sterne und ein guter Film ohne Makel und Peinlichkeit. Die Wölfe wurden sogar grandios in Szene gesetzt und viele Szenen sind rundum perfekt aufgebaut. Eine sehr gute Abendunterhaltung und das gute Gefühl, das man sich diesen Film irgendwann wieder anschauen kann!
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am 26. September 2012
Ein Flugzeugabsturz im tiefsten Alaska. Die meisten Passagiere werden sofort getötet oder sterben sehr bald qualvoll. Eine Handvoll Männer versucht den langen Weg durch tiefsten Schnee und 30 Grad Kälte zurückzulegen um in irgendeiner Form in bewohntes Gebiet zu kommen.Ohne Verpflegung, ohne Schutz vor der Kälte. Rettung von ausserhalb ist nicht zu erwarten. ("Wenn sie statt zweien hunderte Rettungsflugzeuge schicken würden, vielleicht! Doch so werden sie uns niemals finden.")
Grösste unmittelbare Gefahr und damit eine ständige Todesangst und Panik, die sich fühlbar auf den Zuschauer überträgt sind jedoch die unablässig drohenden Angriffe wilder Wölfe, die bei Tag und Nacht aus dem Nichts zuschlagen und denen sich die Gruppe ohne Waffen erwehren muss. Diese Szenen sind blankester perfekter TierHorror und lassen dem Zuschauer entsetzt das Blut in den Adern gefrieren. Viele andere Überlebenskämpfe sorgen ebenfalls für schweissnasse Hände. So die Überquerung einer Schlucht, der Sturz in reissendes Gewässer.
Alles perfekt und hautnah gefilmt, dazu die hinreissende unerbittliche Landschaft. Dies alles ergäbe schon einen sehr guten Abenteuerfilm, doch dieser Film ist viel mehr. Schon bei der Inszenierung des Flugzeugabsturzes zeigt sich die Meisterschaft und Ambitioniertheit dieses Films. Herkömmliche Actionfilme hätten mit der heute zur Verfügung stehenden Technik ein Feuerwerk an Special Effekts abgebrannt, das in der Erinnerung der Zuschauer auch genauso schnell wieder verpufft wäre. Hier bleibt ohne Schnitt nach aussen die Kamera in der Kabine. Auf den Gesichtern. Ein gelegentliches Ruckeln, das noch Anlass zum Scherzen gibt, zunehmende Unsicherheit und Angst, Gedankensplitter zurück in die Arme des geliebten Menschen, dann der Aufprall. Ja dieser Film handelt fürwahr vom Sterben. Unsere eigene Endlichkeit, unsere Ängste werden uns ab jetzt im Gewand eines Actionfilms zwei Stunden, wie ein Spiegel vorgehalten. Archaisch und elegisch werden Grundfragen nach dem Sinn unsererExistenz gestellt. Wie verhalten wir uns im Angesicht des Todes? Wie haben wir gelebt? Was geschieht mit uns?
Viele kleine Szenen, die unter die Haut gehen und die zum menschlich berührendsten gehören, was in der letzten Zeit zu sehen war. Liam Neeson, wie er lange einem Sterbenden die Hand hält, ihn die Unerbittlichkeut des Todes aktzeptieren lässt und ihn quasi in ein Jenseits hinüberbegleitet. Liam Neeson, wie er als letzte Ehrerbietung die Geldbörsen der Gestorbenen den Film über immer wieder ansich nimmt um diese mit den darin enthaltenen Erinnerungsbildern irgendwann an Angehörige zurückzugeben. Im tiefsten Inneren weiß er das das niemals passieren wird, denn die grandiose Landschaft in der sie verloren sind ist ein großes weißes unerbittliches Leichentuch, und die Wölfe schon fast mythisch angehauchte Überboten des Todes.
Darum geht es in dem Film, wie gehen wir mit dieser Unabhänderlichkeit um. Resignieren wir, werden wir wahnsinnig oder stellen wir uns stolz dem letzten (Lebens)-Kampf, der letzen Schlacht, auch wenn wir sie nicht gewinnen können. " Wo bist du Gott. nun zeige dich wenn es dich gibt. Verdiene es Dir, dass ich an dich glaube", so der herzzerreissende Schrei, das letzte Aufbäumen Liam Neesons am Ende des Films. Liam Neesons Leistung trägt den Film, seine Leistung hätte den Oscar verdient. Dieser Bär von einem Mann, mit dem Blick eines verängstigten Kindes, der dennoch sein Schicksal annimmt und kämpft obwohl er bereits, wie am Anfang des Films angedeutet, seinen Lebenswillen, seine grosse Liebe schon lange verloren hat. In diesem zerfurchten Gesicht zeigen sich alle Emotionen für den Zuschauer in schmerzhafter Deutlichkeit. Wenn die letze Einstellung des Films vorbei ist, fühlt mann; dies war ein grosser, ein bewegender und erhebender Film, den man nicht mehr vergessen wird. Für soche Filmerfahrungen ist das Kino erfunden worden.
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