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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Kenne den Schimmelreiter noch von der Schulzeit und es war nicht erbauend. Jeder durfte/musste mal vorlesen und regelmäßig als Strafarbeit ein paar Seiten abschreiben. Da ich so fleißig war, keineswegs brav habe ich glaub den Schimmelreiter gefühlte 200.000 mal abgeschrieben. Eigentlich hätte ich ihn aus wendig rauf-und runter beten können. Die Schillers Glocke sowieso und andere schöne Dinge auch noch!

Schlimm, solch edle Werke einem unschuldigen (?) Kinde als Strafe angedeihen zu lassen. Wenn es eine Gerechtigkeit gibt, dann landete mein ehemaliger Deutschlehrer, dieses AR...mbandührchen in einer ganz speziellen Hölle. Dort muss er die nächsten 1000 Jahre das Buch von D. B. (hier ist nicht die Deutsche Bahn gemeint) rauf und runter lesen!

Hab mich wirklich erst viele Jahre später an dieses wunderbare Buch wieder heran gewagt. Das erste mal als ich es aufgeklappt in der Hand gehalten habe, dass war schon etwas besonderes. Hat gebrannt wie Feuer in der Handfläche. So muss sich Dracula fühlen, wenn er das Essen auf einem Silbertablett servieren darf.

Uhuuuuuuuuuund jahaaaaa, es kam sehr gut. Konnte mir das alles bildlich vorstellen. Nicht wie ich eine Person von früher würge, sondern das Dasein des Deichgrafen. Perfekt und gefühlvoll beschrieben, das komplette Umfeld, einfach alles. Die Natur, die Umstände, die Beweggründe, sehr eindrucksvoll und bewegend.

Fast war ich geneigt mir sehnsüchtig zu wünschen dort gelebt zu haben genau in dieser Zeit. Das schaffen nur wenige in ihren Werken, Sehnsucht zu schüren und den Leser zum Träumen zu bringen.

Es ist ein Werk, dass seinesgleichen suchen kann. Lesenswert, immer wieder.

Es ist kein Lesen, sondern eine Zeitreise. Wer fähig ist zu begreifen und zu genießen, der sitzt nicht in der ersten Reihe, sondern mitten im Geschehen und leidet mit!

Am Ende bleibt die Gewissheit und die Freude (besser spät als nie), dieses Werk gelesen zu haben.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Hauke Haien ist Sohn eines Landvermessers und zunächst Knecht unter dem Deichgraf Tede Volkerts, dessen Tochter Elke Hauke zutiefst verehrt. Nachdem Volkerts gestorben ist, übernimmt Hauke die Stelle des Deichgrafen und heiratet Elke, mit der er eine geistig behinderte Tochter bekommt. Das tosende Wasser und die Stürme machen Hauke jedoch zu schaffen. Er baut einen neuen Deich, der viel stabiler sein soll. In einer sehr gefährlichen Nacht mit bahnbrechenden hohen Wellen und nie zuvor gesehenen gewaltsamen Stürmen muss sich Hauke gemeinsam mit seinem Schimmel diesem "Monstrum" stellen und zusehen wie Frau und Tochter unter Lebensgefahr dem Unwetter hilflos ausgesetzt sind. Seit diesem Tag ist die Legende des Schimmelreiters, den man im Nebel am Deich mit seinem Pferde ab und zu "sehen" kann in aller Munde...

Genauso wie Theodor Fontane, Adalbert Stifter oder Gottfried Keller, zählt Storm zu den renommiertesten Vertretern des deutschsprachigen Realismus. Mit seiner Novelle "Der Schimmelreiter" hat er definitiv ein Mahnmal für diese Literaturepoche gesetzt. Die Novelle an sich ist gar nicht schwer zu lesen und erinnert aufgrund der geheimnisumwobenen und legendären Darstellung des Schimmelreiters etwas an das Gedicht "Der Erlkönig" von Goethe, in dem der Vater ebenfalls "so spät durch Nacht und Wind reitet", wie die Figur Hauke mit seiner Tochter. Die Novelle hat etwas Düsteres und etwas Mystisches an sich aufgrund dieser vielen Erwähnungen der nächtlichen, stürmischen und gefährlichen Ausritte zu Pferde entlang des Deichs. Mit der Beschreibung des Berufs des Deichgrafen hat Storm auch ein markantes Ziel gesetzt, denn in keinem anderen Buch wurde jemals dieser Beruf so detailliert und liebevoll umschrieben als in "Der Schimmelreiter". Es ist zweifellos empfehlenswerte, deutsche, gut verständliche Literatur, die einen prägen und nicht kalt lassen wird, denn die Frage zwischen Aberglaube und Rationalität und Tradition und Fortschritt wird hier bestenfalls angestrebt und regt den Leser auch zu einem eigenen Urteil an für die Frage ob er nun letztendlich an die Legende glauben wird oder nicht.

~Bücher-Liebhaberin~
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23 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. August 2007
Schade, dass man die Perlen der deutschen Literatur in der Schule durchleiden muss. Dank meiner überaus "kompetenten" Deutschlehrerin ist mir deutsche Literatur bis heute (und man darf mal anmerken, dass auch Herr Reich nicht unbedingt dazu beiträgt, zum Lesen in diesem Bereich zu ermutigen) ein Gebiet, dass mir immer ein mulmiges Gefühl vermittelt. Verstehst Du eh nicht. Wer hat denn nun was zu wem in welcher Szene gesagt?

So mit 20, 21, nachdem der Schulschock etwas nachgelassen hatte, fiel mir also der Schimmelreiter in die Hände. Als Nachwehe des Bildungsanspruchs (zumindest das hatte man mir vermittelt) habe ich also das kleine Reclamheftchen gekauft (macht sich ja auch gut im Bücherregal) und machte also den Fehler ;-) die ersten zwei Seiten zu lesen.

Ich war gefesselt. Ganz primitiv: Da ist Wetter und jemand flüchtet sich in die Geborgenheit eines Gasthauses und ein alter Mann erzählt eine alte Geschichte. Spätestens da stellt sich die erste Gänsehaut ein. Und plötzlich hört man den Nordseewind heulen, zittert mit Hauke und Elke, und weiß viel früher als alle, dass Hauke es richten wird. Das Leben ist oft grausam zu diesen Zeiten, doch es gibt Hoffnung.

Ehrlich gesagt, nachdem ich hier gelesen habe, dass Ihr das im Unterricht wahrscheinlich zerflückt habt, war ich froh, dass ich mit dem Schimmelreiter allein fertig werden durfte.

Bis heute einer meiner alsoluten Favourites, sammel inzwischen alle alten Ausgaben, weil ich ihn einfach unendlich liebe.

Heute spricht man ja oft von Kopfkino. Ich sag nur: Plötzlich bist Du vom Sturm durchgepustet, fühlst die Wärme im Deichgrafenzimmer, Du hast die Lösung gefunden, und Du weisst genau, wie der Schimmel drüben auf der Insel aussieht...

Gebt den Klassikern `ne Chance!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. Februar 2014
Eine wunderschoene Novelle, die ich noch aus meiner Grundschulzeit kannte, aber nicht wirklich verstand - jetzt sehe ich die weissen Wellen des Meeres wie Schimmel reitenende Deichwaerter und das Opfer von etwas lebendigem als Anspielung auf den Geisterglauben in christlichem Kleid; der ambitionierte Deichwaerter mit seiner wissenschaftlich fundierten Innovation, so getrieben, vergass das einfache Volk und verlor damit auch einen Teil seiner selbst!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. Februar 2014
Theodor Storm beschreibt norddeutsche Küstengeschichte mit sehr viel Tiefgang und Dramatik. Nicht unbedingt zu empfehlen, wenn man gerade mit dicken Traurigkeiten zu tun hat.
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20 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. April 2008
Schade, dass man die Perlen der deutschen Literatur in der Schule durchleiden muss. Dank meiner überaus "kompetenten" Deutschlehrerin ist deutsche Literatur bis heute ein Gebiet, dass mir immer ein mulmiges Gefühl vermittelt. Verstehst Du eh nicht. Wer hat denn nun was zu wem in welcher Szene gesagt?

So mit 20, 21, nachdem der Schulschock etwas nachgelassen hatte, fiel mir also der Schimmelreiter in die Hände. Als Nachwehe des Bildungsanspruchs (zumindest das hatte man mir vermittelt, man hat ja Abitur!) habe ich also das kleine Reclamheftchen gekauft (macht sich ja auch gut im Bücherregal) und machte also den Fehler ;-) die ersten zwei Seiten zu lesen.

Ich war gefesselt. Ganz primitiv: Da ist Wetter und jemand flüchtet sich in die Geborgenheit eines Gasthauses und ein alter Mann erzählt eine alte Geschichte. Spätestens da stellt sich die erste Gänsehaut ein. Und plötzlich hört man den Nordseewind heulen, zittert mit Hauke und Elke, und weiß viel früher als alle, dass nur Hauke es richten kann. Das Leben ist oft grausam zu diesen Zeiten, doch es gibt Hoffnung.

Ehrlich gesagt, nachdem ich hier gelesen habe, dass Ihr das im Unterricht wahrscheinlich zerflückt habt, war ich froh, dass ich mit dem Schimmelreiter allein fertig werden durfte.

Bis heute einer meiner alsoluten Favourites, sammel inzwischen alte Ausgaben, weil ich ihn einfach unendlich liebe.

Heute spricht man ja oft von Kopfkino. Ich sag nur: Plötzlich fühlst den Wind, chillst mit im Deichgrafenzimmer, und Du weisst genau, wie der Schimmel drüben auf der Insel aussieht...

King kann Spannung kaum besser aufbauen. Wenn noch ein paar Trolle dabei wären, hätte Jackson einen Oscarfilm draus gemacht. Eminem hat ähnliche Kämpfe zu bestehen. Na, und ne tote, erschlagene Katze ist auch drin...

Veraltet? Neverever!!
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
VINE-PRODUKTTESTERam 26. Dezember 2011
ein wunderbarer Klassiker, der es durch seine schlichte Sprache schafft, die Naturgewalten auf den Punkt einzufangen und Gänsehautstimmung zu erzeugen...ein Stück Literatur, dass wirklich, auch nach mehrmaligem Lesen, immer wieder unter die Haut geht...darüber hinaus liegt auf der literatischen Zeichnung der menschlichen Beziehungen zueinander ein unglaublicher Bezug auf heutige zwischenmenschlichen Eskapaden...kurzum: ein starkes Stück Leseabenteuer...
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. September 1999
Hauke ist ein Junge aus dem Volk, der sich schon früh für den Deichbau interessierte. Der Sohn eines armen Marschbauern, der keine Mutter mehr hat, ist sehr wissbegierig. Später wird er Kleinknecht beim Deichgrafen, er erledigt Rechnungen und gibt Hinweise für den Deichbau. Und er verliebt sich in Elke, die Tochter des Deichgrafen. Ein Feind Haukes ist der Großknecht Ole Peters, der gegen ihn intrigiert. Als der Deichgraf stirbt, heiraten Elke und Hauke. Da er durch die Verbindung nun auch das dafür nötige Vermögen nachweisen kann, wird er zum Deichgrafen gewählt. Hauke ist gegen den Bau eines neuen Deiches. Ole Peters, nun Deichbevollmächtigter, wendet sich gegen Hauke und befiehlt eigenmächtig den Deichdurchstich. Hauke muss mit ansehen, wie der alte Deich bricht und seine, mit Pferd und Wagen herannahende, Frau und Tochter in den Fluten versinken. Aus Verzweiflung springt er hinterher. Der alte Deich bleibt erhalten, über Jahrhunderte, und trägt fortan den Namen „Hauke-Haien-Deich". Die Novelle „Der Schimmelreiter" schildert eine „unerhörte" Begebenheit in übersichtlicher Handlung und sprachlicher Geschliffenheit. Die Geschichte ist eingebunden in die Erzählung eines Dichters, der sein Wissen aus einer alten Zeitschrift hat und von spukhaften Erscheinungen berichtet. Der Schulmeister erzählt daraufhin die Geschichte vom Schimmelreiter, darauf hinweisend, dass sie viel Aberglauben enthält. Für mich ein absoluter Klassiker der Weltliteratur! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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20 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. August 2002
Den Schimmelreiter kennen viele von uns aus der Schulzeit als Buch. Viele kennen auch mehr oder weniger gelungene Verfilmungen des Stoffes. Aber die Lesung durch Gert Westphal ist die beste Form um in dieses Stück Weltliteratur "einzutauchen".
Man r i e c h t das Meer, den Schweiß der Deicharbeiter; man s c h m e c k t die salzige Luft; man f ü h l t den Neid der anderen auf den Deichgrafen oder seine übergroße Einsamkeit; man s i e h t die große schwarze Fläche, in der es keine Unterscheidung zwischen Himmel und Horizontlinie mehr gibt... .
Wenn an sich mit dem Hörbuch in eine stille Ecke setzt, kann man sich auf ein Feuerwerk für die Phantasie gefaßt machen.
Selbst wenn man noch keine Zeile gelesen oder keine Szene gesehen hat, nach den viereinhalb Stunden ist man zu tief in dieser vom Meer geprägten Szenerie, der immer noch aktuellen Milieustudie von der Friesen-Küste, eingedrungen, um sich mit dem gedruckten Buch oder einer - vielleicht schlechten - Verfilmung zufrieden zu geben.
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26 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. April 2005
Drei Bewertungen von Achtklässlerinnen eines Mainzer Gymnasiums:
Laura C.:
„Der Schimmelreiter" von Theodor Storm spielt in Nordfriesland.
Wenn man versucht, zwischen den Zeilen zu lesen, findet man viel über Hauke Haien, einen jungen Deichgraf, der sich mit seinen neuen, besseren Ideen für einen Deich gegen sein Dorf und vor allem gegen Ole Peters durchsetzen muss, heraus. Ole Peters, der sich Deichgraf zu werden erhofft hatte, ist eifersüchtig auf Hauke, an den er die Stelle beim vorigen Deichgrafen verlor. Er macht Hauke im Dorf schlecht und nimmt ihm das Ansehen im Dorf. Haukes Ehefrau Elke, die Tochter des vorigen, verstorbenen Deichgrafen, steht Hauke stets zur Seite. Wenn man das Buch aufmerksam liest, lernt man viel über Selbstvertrauen und Kritik, Egoismus und darüber, was passiert, wenn man nachgibt, obwohl man im Recht ist.
Stephanie Sch.:
„Der Schimmelreiter" ist eine Novelle, die vor mehr als 100 Jahren geschrieben worden ist. Wenn man das hört, denkt man sofort, sie sei schwer zu verstehen und habe eine sehr gehobene Sprache. So ging es mir am Anfang auch, aber als ich mich etwas in das Buch hineingelesen hatte, wurde mir doch klar, dass Theodor Storm die Novelle in einer klaren, eigentlich leicht verständlichen Sprache verfasst hat, die es dem Leser nicht schwer macht, der Handlung zu folgen und sich von ihr fesseln zu lassen. Wenn man dieses Buch liest, hat man den Eindruck, diese Art, wie Storm das Buch verfasst hat, entspräche dem Leben an der Nordsee. Diesen Eindruck gewinnt man schnell, weil Storm in kurzen und klar gegliederten Sätzen geschrieben hat. Theodor Storm stellt das typische Leben an der Nordsee dar, das damals ein ständiger Kampf gegen die Natur und deren Unberechenbarkeit war. Die Tatsache, dass das Leben an der Nordseeküste wenig Raum für Unnötiges ließ, spiegelt sich auch im Gebrauch der Sprache wider, die von Storm schlicht und auch sehr treffend gestaltet worden ist.
Maxi Sch.:
Von allen Büchern, die wir bis jetzt im Deutschunterricht behandelt haben, war „Der Schimmelreiter" bis jetzt eines der interessantesten. Es beschäftigt sich hauptsächlich mit den Problemen, die Hauke Haien als Deichgraf bewältigen muss, von der Missgunst seiner Mitmenschen bis hin zu seinem ehrgeizigen Streben, einen Deich für die Ewigkeit zu bauen.
Theodor Storm fügt durch den Geisterschimmel, den er eim Buch auftauchen lässt, gruselige und zugleich spannende Szenen ein und schafft so einen Ausgleich zwischen einem lehrreichen und einem fesselnden Buch. Jedoch gelingt es ihm nicht, die Spannung von Anfang bis Ende konsequent durchzuhalten und so gibt es einige Stellen, an denen man das Buch lieber zur Seite legen möchte.
Trotz der frühen Entstehung des Buches kann man viele menschliche Aspekte der Handlung, wie Eifersucht, Liebe, Selbstzweifel, Ehrgeiz und Ruhm noch aufs heutige Leben beziehen und das macht das Buch so lesenswert.
Theodor Storm schuf mit dem „Schimmelreiter" eine Novelle, die durch ihre allgemeingültige Darstellung des menschlichen Charakters immer zeitlos bleiben wird.
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