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Kundenrezensionen

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am 15. Juni 2004
Wenn es ein Buch gab, welches man gern in der Schule gelesen hat, wird bei vielen ehemaligen Schülern der DDR sicherlich dieses Buch genannt. Die DEFA hat das Buch mit diesem Film eindrucksvoll schauspielerisch umgesetzt.
Die Handlung zeigt eine wahrscheinlich oft erlebte Jugend während der Naziherrschaft. Von Alltagssituationen in Schule bis zur Einberufung wird ein fast noch verklärter Blick gewährt, während die Kriegsbilder schnell den Wandel der Personen zu Mitläufern und Schuldigen zeigen. Die einzelnen Handelnden werden je nach deren Charakter schneller oder eben gar nicht ihre Mitläuferschaft und Mitschuld erkennen. Während Werner Holt zu seinem Vorbild Gilbert Wolzow aufschaut, bewahrt er sich dennoch die Freundschaft zum eher intellektuellen Gegenpol Gomolka ... und nicht zu vergessen seiner Gundel.
Der Film erzählt in Rückblicken diese Geschichte der Entwicklung des Werner Holt. Den Werdegang seines Erkennens: "Das darf nicht sein, daß sowas siegt" (DAS Zitat zum Buch im Deutschunterricht).
Die Ausstattung könnte noch einen Tick besser sein; aber bei nicht nachträglich aufbereiteten Director-Cuts ist das leider so üblich. Die Menüwahl innerhalb der Kapitelübersicht ist verwirrend und irritierend - tut aber dem Film keinen Abbruch !
Noch eine kleine Anmerkung: Die Szenen der Kleinstadt gegen Kriegsende wurden auf dem Luckauer Markt gedreht.
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am 19. Februar 2007
Zu diesem DEFA Meisterwerk des ostdeutschen Kinos der sechziger Jahre wurde bereits vieles geschrieben. Ich vergebe 3 Sterne, davon sind 5 für den Film und 1 für die DVD dividiert durch 2, macht 3. Warum? Der Film hat einen Romanbestseller als Vorlage und setzt diesen hervorragend in Bild und Ton um. Dabei agieren die Schauspieler stets glaubwürdig. Ganz besonders haben mir die Leistungen von Manfred Karge (Gilbert Wolzow) und Klaus-Peter Thiele (Werner Holt) gefallen. Für mich ist dieser Film der eindringlichste Antikriegsfilm, der es bis heute auf die Leinwand geschafft hat. Zuletzt habe ich den Film vor 27 Jahren gesehen, das Buch war in der DDR sowieso Pflichtlektüre. Meiner Meinung nach sollten Roman und Film wieder Pflichtstoff in deutschen Schulen sein.

Zur DVD: Für das Alter des Films finde ich die Bild- und Tonqualität ganz ok. Ich sehe mir die Filme immer auf einer 2m Leinwand an, und ich kann mich eigentlich nicht beschweren. Warum jetzt aber nur 1 Punkt? Weil ich auf einen ganz miesen Bug hereingefallen bin. Da ich den Film nicht in einem Stück sehen konnte, habe ich mich beim 2. Mal einfach über die Kapitelauswahl eingeklinkt. Wer dies aber tut, merkt hoffentlich, das ihm 24 min Film entgehen, und zwar von 1h35min bis 1h59min - Das sind die Szenen mit Gundel/ Werner in Deutschland bis zu dem erschlagenen Deutschen und dem Partisanenkampf in der Tschechei/ Slowakei. Das kann ja wohl nicht sein. Jemand, der den Film nicht kennt, dem fällt das nicht auf, und deswegen ist das eigentlich weniger als 0 Punkte wert - Schweinerei. Über Kapitelauswahl hat der Film eine Gesamtlänge von ca. 133 min, wenn man den Film über das Hauptmenü in einem Stück sieht, sind es ca. 158 min. Also Vorsicht.

Der Fairness halber aber nochmals, der Film verdient es, gekauft und geschaut zu werden. Vielleicht gibt's ja mal eine neue DVD Ausgabe von Icestorm.
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am 19. Mai 2001
"Die Abenteuer des Werner Holt" Als Zeitzeuge, Jahrgang 1926, kann ich mich voll mit der Handlung des Filmes identifizieren.Es gibt wohl keinen Film, der bis ins kleinste Detail verständlich macht und auch Verständnis zeigt, wie junge Menschen zu begeistern waren. Allen Schauspielern kann nur uneingeschränktes Lob dafür ausgesprochen werden, für ihre in jeder Hinsicht überzeugende Darstellung der handelnden Personen.Wer diese Zeit selbst miterlebt hat, konnte sich fast wie in einer Liv-Übertragung vorkommen, so geradezu überwältigend echt war jede Szene dargestellt. Seien es Lehrer, Schüler, Ausbilder,Kameraden, Zivilisten und Statisten, jeder ging in seiner Rolle auf, vielleicht, weil viele selbst noch Zeitzeugen waren. Man könnte diesen Film ob seiner Identität mit der damaligen Wirklichkeit fast den Status eines Dokumentarfilmes verleihen. Erstaunlich ist immer wieder, daß ein solcher Film in der DDR unter der sowjetischen Besatzung überhaupt gedreht und vor allem gezeigt werden konnte, zeigt er doch ohne politischen Holzhammer ein gewisses Verständnis für die damalige Jugend und zeigt sie so, wie sie einst zwangsläufig war. Es sollte nicht unerwähnt bleiben, daß ich als DDR-Bürger 1992 einen Videorecorder erwarb, mir diesen Fim überspielte und ihn seitdem bestimmt 20 mal immer wieder emotional berührt angesehen habe. Wenn es 6 Sterne gäbe, hätte der Film sie verdient
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am 26. April 2007
Ich bin Ostdeutscher. Das sage ich, damit Folgendes nicht in der Schublade "DDR-Nostalgie" bewertet wird.

Uns wurde der Film dutzendemale Montags um 15.00Uhr um die "Ohren gehauen"; Ich durfte einen Schulaufsatz zu diesem Thema schreiben, dabei die Romanvorlage interpretieren und bewerten. Am Ende Note Eins. Und warum?.

Weil die Verfilmung gerade leise und still die Identitätsfindung eines Menschen(Holt) zum Thema hatte. Laut und polternd nur der Krieg als dramaturgische Plattform, ungeschlacht lediglich der militant-bürgerliche Gilbert Wolzow. Regisseur Kunert gelingt diese eigentümlich sensible Umsetzung des Noll-Romans vorbei an den üblichen ideologischen Klischees der damaligen DDR-Zensur. Vielleicht war das die Größe, die den Film ausmachte. Wer den Film mag, sollte den Roman lesen dazu den zweiten Teil, der letztlich wegen seiner fehlenden "politischen Aussage" durch die Genossen Funktionäre filmisch nicht umgesetzt wurde. Erst dann begreift man die gesamte Tragweite von Noll`s Anliegen.
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am 14. Januar 2011
Der Film schildert den Werdegang einer Freundschaft zweier junger Männer im letzten Weltkrieg. Da ist einmal Gilbert Wolzow - jemand, der sich während der NS-Diktatur weniger zum fanatischen Nazi-, als zum passionierten Frontsoldaten entwickelt. Als Offizierssohn hat er Kadavergehorsam früh kennengelernt. Dennoch muckt er gegen Höhergestellte auf, die, wenn sie mit Extremsituationen überfordert sind, aus seiner Sicht ihren Anspruch auf Führung verwirkt haben. In den letzten Kriegstagen stellt er den ranghöchsten SS-Offizier bei einem Fluchtversuch, setzt ihn eigenmächtig ab und plant anschließend die Restscheunen und Bauernhäuser eines angebombten Weilers zur Festung zu machen: seine noch verbliebene Einheit und die auf Kornböden verschanzten Zivilisten stellen die Panzerabwehr. Vor dem Hintergrund des anstehenden Massakers entscheidet sich sein Freund Werner Holt endgültig gegen ihn. Anfangs war er eingenommen von Wolzows bezwingender Begeisterung für den Krieg. Nun läßt er im Geiste Stationen seines Soldatenlebens Revue passieren. Die Zweifel am System für das er kämpft, die bereits während der Grundausbildung in ihm sprossen und mit jedem Kriegstag weiter rankten, werden endlich zur Gewissheit. Er trotzt Wolzows dominantem Wesen, -ergreift die Gegeninitiative aus Enttäuschung-, ja Verzweiflung: auf einmal sieht er seinen Freund als Verkörperung jenes verbrecherischen Regimes, unter dem auch er einst stolz mitmarschierte.
Manfred Karges Darstellung des Gilbert Wolzow ist eine der besten schauspielerischen Leistungen, die ich je sah, dicht gefolgt von Klaus Peter Thiele in der Rolle des titelgebenden Helden. Ihr Spiel ist so dicht an der Wirklichkeit, daß einem klamm wird.
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am 3. April 2005
Nicht nur für DEFA-Liebhaber ist dieser Film oben auf der Liste. Hier erlebt man einen ostdeutschen Kriegsfilm, der ohne die heute üblichen übertriebenen Special-Effects einem die Realität nahebringt. Im Literaturunterricht mußten wir damals das Buch von Dieter Noll lesen, aber der Film bringt einem eben die Bilder in den Kopf, die das Grauen eines Krieges genauso wie den ehemaligen Nationalstolz der Deutschen in Szene setzt. Gewürzt wird das ganze dann noch durch den absichtlich eingesetzten historischen Beigeschmack, den jeder Schwarzweißfilm mit sich bringt.
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am 3. Juni 2010
Die Abenteuer des Werner Holt sind ein spannendes Filmerlebnis-Action ohne Plattheiten. Ein Einblick in eines der düsteren Kapitel unserer deutschen Geschichte, das zu DDR-Zeiten oft nur in Schwarz-Weiß Kategorien dargestellt wurde. Dieser Film ist in Schwarz-Weiß gedreht, aber die Figuren sind vielschichtig, sind differenziert. Werner Holt ist nicht der strahlende Held, der alles von vornherein weiß, der sofort alles durchschaut, der alles richtig macht. Nein, er ist ein Suchender, der sich nicht mit einfachen Antworten zufrieden gibt. Vielleicht ist genau das, was diesen Film auch heute so interessant, so aktuell macht.

Wir sollten unsere Positionen immer hinterfragen, sollten einen kritischen Geist unseren Kindern vermitteln. Ich denke, dieser Film gehört neben eine Verfilmung von "Im Westen nichts Neues".

Hochachtungsvoll Ruhigbleiben
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am 19. Oktober 2002
Dieser Film zeigt uns in hervorragender Art und Weise, wie sich ein Jugendlicher von einem Fanatiker für den damaligen Wahn zu einem erbitterten Gegner dieser Zeit verwandelt. Hier werden vorallem auch die gegensätzlichen Erziehung der Jugendlichen in unterschiedlichen Elternhäusern zu damaliger Zeit aufgedeckt. Wer eben dazu gehören wollte, musste einfach mitziehen, ob er wollte oder nicht. Und wie dann die unmittelbaren Erlebnisse einen Menschen verändern können.
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am 18. Februar 2005
Ein Film der ungeschminkte Realitaet verkpoerpert und nicht im sozialistischem Sinne instrumentalisiert. Ein Muss fuer viele die denken DDR Geschichtsunterricht war reine Bestrahlung!
Reiht sich natuerlich in die Klassiker der DEFA Filmgeschichte mit ein.
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Frühjahr 1945 irgendwo im Osten Deutschlands. Die Rote Armee rückt nahe und der Ausgang des Krieges ist entschieden. Nur Gilbert Wolzow (Manfred Karge) hält an den Durchhalteparolen fest und will die ihm Unterstellten bis zum letzten Blutstropfen kämpfen lassen. Der Funker Werner Holt (Klaus-Peter Thiele) erinnert sich unterdessen an den Beginn seiner Freundschaft mit Wolzow in der Schulzeit. Holt hatte die Schuld für einen Streich, der Wolzow den Schulverweis gebracht hätte, auf sich genommen. Wolzows Vater ist Oberst - und noch bevor Holt und Wolzow sich gemeinsam zum Militär melden, kommt die Mitteilung über seinen Tod an der Front. Nach der strammen miliärischen Ausbildung werden beide bei der Flak eingesetzt. Wolzow wird dabei immer mehr zum gnadenlosen Fanatiker ...

Joachim Kunert (*1929) drehte seinen erfolgreichsten Film 1964 nach dem 1960 erschienenen ersten Teil (Roman einer Jugend) des gleichnamigen Romans von Dieter Noll (1927-2008). Eine Verfilmung des 1963 veröffentlichten zweiten Teils (Roman einer Heimkehr) war nie geplant. Der Film über die ungleiche Freundschaft des intelligenten Werner Holt mit dem durch die Erziehung in einer Offiziersfamilie vom Kampf besessenen Gilbert Wolzow bietet viel Konfliktpotential, da sich beiden Protagonisten konträr entwickeln. "Zwei alte Krieger wie uns, die trennt nur der Tod" verkündet Wolzow mehrfach. In ihrer Umgebung befinden sich mit Rechtsanwaltssohn Sepp Gomulka (Arno Wyzniewski), dem empfindsamen Pianisten Peter Wiese (Peter Reusse) und Wolzows Handlanger Christian Vetter (Günter Junghans) weitere nahezu archetypische Figuren.

Anlässlich des 70. Jahrestages des Kriegsendes veröffentlicht ICESTORM den digitalisierten Film in einer Remastered-Edition, die hinsichtlich von Bild- und Tonqualität gegenüber der 2002 erschienenen Erstauflage eine erhebliche Verbesserung darstellt. Das nahezu fehlerfreie schwarz-weiß-Bild ist scharf und kontrastreich. Optional sind englische Untertitel verfügbar. Als Extra ist ein Gespräch mit Peter Reusse von 2014 (8 min) über seine Erinnerungen an den Film enthalten. Ein Wendecover ohne FSK-Logo ist vorhanden.

Eine für zeitgeschichtlich orientierte Sammlungen sehr empfehlenswerte Veröffentlichung!
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