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Kundenrezensionen

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TOP 500 REZENSENTam 16. Juni 2014
Die Rahmenhandlung des Buches ist die Geschichte einer kleinen Stadt. Die beiden Autoren schildern bildhaft eine Stadt mit arbeitssamen, strebsamen und sparsamen Menschen.
-> Zu Beginn wird erzählt, wie die einzelnen Familien ihrem Gewerbe nachgehen, die verschiedensten Produkte herstellen und den Handel via Naturaltausch betreiben.
-> Es wird einfühlsam dargestellt, dass der Naturaltausch zeitaufwendig und mühsam ist, schließlich entsteht - spontan durch die Interaktionen der Menschen - das indirekte Tauschmittel "Geld" in Form von "Gold", da "Gold" als Gut zur Herstellung von Schmuck (dieser ist allseits begehrt) ein wertbeständiges Gut ist, welches leicht als indirektes Tauschmittel eingesetzt werden kann.
-> Der Einsatz von "Geld" erbringt für die Menschen der kleinen Stadt enorme Zeitvorteile. Diese Zeitersparnis setzen sie zielstrebig in die weitere Differenzierung der Arbeitsteilung ein. Die Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen wächst stetig an und die Güter werden beständig preiswerter, so dass der Wohlstand in der kleinen Stadt individuell und kollektiv stetig anwächst.
-> Die Lagervorrichtungen der Juweliere, die als Handwerker direkt mit "Gold" als "Rohstoff", als "Werkstoff" für ihre Produkte arbeiten, werden als Depot für die sichere Aufbewahrung des "Geldes" der Bewohner der kleinen Stadt genutzt. Gegen Vorlage des Depotscheins erhält ein Bewohner sein eingelagertes Haus zurück.
-> Mit der Zeit wird der Depotschein an sich immer öfters als "Geldersatz" zum Tauschen genutzt, da solche Depotscheine leichter zu transportieren als das "Gold" - die Banknote ist entdeckt und die Juweliere werden zu Banken.
-> Handel und Wandel blühen in der kleinen Stadt - bis zu dem Zeitpunkt, als die Juweliere unehrlich werden. Denn diese haben gemerkt, dass nicht ständig das ganze "Gold" im Depot eingefordert wird, sondern nur ein Teil. Und so beginnen die Juweliere ein Mehrfaches an Depotscheinen (= Banknoten) in Umlauf zubringen, als wie "Gold" im Depot vorhanden ist. Die "Geldmenge" wurde ausgeweitet, ohne dass entsprechend die "reale Goldmenge" erhöht worden ist.
-> Die Folgen bleiben nicht aus. Die erhöhte (ungedeckte) "Geldmenge" steht einem mehr oder weniger unverminderten Warenangebot gegenüber und dies führt im Zeitablauf zu Preissteigerungen. Die Juweliere (Banker) bereichern sich auf Kosten der übrigen Stadtbevölkerung.
-> Werden die Menschen der kleinen Stadt nun misstrauisch, so werden immer mehr versuchen ihre Banknoten bei den Juwelieren (Bankern) einzulösen und selber auf Vorrat zu halten. Kann dann einer der Banker, der vielleicht sehr stark gezockt hat, den Einlöseverpflichtungen nicht nachkommen, dann setzt ein Wettlauf ein: Alle wollen ihre Depots auflösen und die Banknoten einlösen. Doch nicht alle Banknoten können (da viele nicht gedeckt sind) eingelöst werden. Folge: Die Banker gehen in die Pleite und eine Reihe der Stadtbewohner erhält kein "Gold", sondern bleibt auf wertlosem Papier sitzen.
-> Die kleine Stadt liegt in einem Staat, der von einem König beherrscht wird. Dieser hat die Vorgänge rund die Banknoten beobachtet und für sich vorteilhafte Schlüsse daraus gezogen. Er kann die Banken für seine Zwecke, für die Finanzierung seines Haushaltes nutzen, z. B. indem die Banken ihm für seine Schuldscheine ungedeckte Banknoten ausstellen; der König legalisiert durch Dekret die Veruntreuung und den Vertrauensbruch der Banker. Der König hingegen spielt nun mit den ungedeckten Banknoten den "sozialen König", der seinen Untertanen viele Wohltaten "schenkt", aber auch anderseits seine eigenen Partikularinteressen befriedigt.
-> Wohltaten, die von den Untertanen bezahlt werden, sobald wieder ein Wettlauf um das "Gold" im Depot einsetzt und es klar wird, dass soviel "Gold" nicht vorrätig ist.
-> Der König (=Regierung) wird, damit so etwas nicht dauernd passiert, tätig werden; mit verschiedenen Maßnahmen, z. B. privaten Goldbesitz verbieten, die Einlöseverpflichtungen aufheben oder die Goldbindung der Banknoten gänzlich aufheben, um die Banknoten zu alleinigem, gesetzlich gültigen "Geld" zu erklären.
-> Dieses "(Papier)Geld" kann und wird der König beliebig und leichtfüßig vermehren. Wiederum für eigene Partikularinteressen und natürlich, um als "sozialer König" seine Untertanen mit vielen "Wohltaten" zwangszubeglücken.
-> In einem solchen System wird ungehemmt durch natürliche Grenzen - wie die vorhandene Goldmenge - das "(Papier)Geld" immer weniger wert, denn die Papiergeldmenge bläht immer weiter auf. Anstatt langfristig zu planen und zu sparen, werden die Menschen das langfristige Handeln vergessen, ihre Wünsche mittels Kredit befriedigen und viel Zeit aufwenden müssen, um überhaupt Anlagemöglichkeiten zu finden, die den Bestand ihres Vermögens real zu sichern helfen.
-> Aus den arbeitssamen, strebsamen und sparsamen Menschen der kleinen Stadt ist nun durch den "sozialen König" und sein Papiergeld das Gegenteil geworden. Die Menschen haben die Mentalität von Hasardeuren annehmen müssen: Herkömmliches Sparen und Haushalten ist irrational geworden, rational ist es, Schulden zu machen und höhere Risiken einzugehen. Insgesamt sind die Menschen ärmer geworden - bis auf den "sozialen König" und das mit diesem in inniger Umarmung agierende Bankenunwesen.

Fazit: Das Buch ist eine exzellente Einführung in die Geldtheorie der "Wiener Schule der Ökonomie", welches schön darstellt, wie Regierungen, nebst Komplizen sich auf Kosten der Bevölkerung räuberisch bereichern. Deshalb noch einmal: Ein kluger Titel wurde für das Buch gewählt, denn ein Buch mit dem Titel "Einführung in die Geldtheorie ..." würde den ökonomischen Laien, den das Buch ansprechen und informieren will, sicher nicht zum Lesen reizen!
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am 18. Mai 2014
Das Thema "Geldsystem" hat es mittlerweile in den Mainstream geschafft.Doch wie gut kann die Analyse des Zusammenwirkens von Staat und Bankwesen in den staatlichen Medien wirklich sein?
Um diese Frage möglichst klar zu beantworten ist es hilfreich, folgendes zu verstehen: Sie, lieber Leser arbeiten derzeit für ein Geld, welches sich andere billigst selber drucken und zwar deshalb, weil sie dieses gesetzliche(!) Zahlungsmittel annehmen müssen.Mit diesem Buch ist es den Autoren nach meiner Einschätzung hervorragend gelungen, dem Leser komplexe Sachverhalte in einer klaren Sprache verständlich und unterhaltsam zu vermitteln.Lebensnahe Dorf- und Stadtgeschichten helfen, spielend leicht zu verstehen, was Geld ist, wie es entstanden ist, welche Funktionen es erfüllt und was mit unserem Geld geschehen musste, damit es zu einem Werkzeug der Politiker-Klasse wurde, welches den Bürger enteignet und ihn massiv von den Früchten des Fortschrittes abtrennt.Wenn Sie sich auch schon gefragt haben, warum sich das Hamsterrad immer schneller dreht, sich Ihre Lebensqualität aber trotz ständig verbesserter Produktivität in allen Bereichen nicht entsprechend erhöht, empfehle ich Ihnen dieses Buch.Welchen Nutzen der Leser aus dieser Anschaffung ziehen kann und viele andere Fragen haben Andreas Marquart und Prof. Philipp Bagus im Interview beantwortet.Um zu diesem Interview zu gelangen, fügen Sie bitte im youtube-Suchfenster folgendes ein: Andreas Marquart und Philipp Bagus im Interview zu Ihrem neuen Buch
22 Kommentare|100 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. Mai 2014
Ökonomie war auf dem Weg zur Wissenschaft vom menschlichen Handeln zu werden, bis sie zur sozialwissenschaftlichen Physik gemacht wurde. Wie fatal dieser methodologische Irrweg war und ist, wird durch das Buch von Marquart und Bagus belegt. Dabei geht es nicht um einen Gelehrtenstreit im Elfenbeinturm, hier geht es um das grundlegende Verständnis der ökonomischen Realität. Erst durch die Mechanisierung der ökonomischen Theorie und die damit einhergehende Loslösung vom individuellen Handeln zu aggregierten Größen (den aufsummierten Ergebnissen des ökonomischen Handelns) wurden die Voraussetzungen für eine Geld-, Wirtschafts- und Sozialpolitik geschaffen, wie sie in den letzten Jahrzehnten praktiziert wurde. Die fatalen Folgen beschreiben Marquart/Bagus in dem Buch sehr anschaulich und damit allgemein verständlich. Das Buch ist damit der Anti-Piketty im doppelten Sinn: 1. Ein auf dem menschlichen Handeln basierter methodologischer Gegenentwurf, der anstatt Ergebnisse (=Statistiken) Ursachen der Ungleichverteilung von Einkommen und Vermögen erörtert. Und zwar als Ergebnis eines tatsächlich ungerechten Verteilungsprozesses, weil er auf staatlichem Gewaltmonopol beruht, und nicht auf freiwilligen Tauschprozessen. Und 2. damit eine Verteidigung der freien Marktwirtschaft, die nur ohne staatliches Monopol- und Zwangsgeld tatsächlich "frei" sein kann. Die primäre Zielsetzung des Buches ist es "[...] die notwendige Aufklärung zu leisten." (S. 164). Dieses Ziel wird inhaltlich voll erreicht. Damit es auch faktisch erreicht wird, müssen dieses Buch und seine Inhalte aber die entsprechende Reichweite bekommen. Daher gibt es von meiner Seite eine absolute Leseempfehlung.
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am 14. Juni 2014
Das Buch ist auch für Nicht-Volkswirte einfach zu verstehen und durch Gedankenexperimente mit einer kleinen Stadt nachvollziehbar logisch aufgebaut. Finanzpolitische Gegebenheiten und Maßnahmen werden von - durchaus systemkritischen - Autoren analysiert und auf ihre Auswirkungen sowie ihre Profiteure und Verlierer hin untersucht. Was herauskommt, ist ein wesentlich tieferes Verständnis in die Zusammenhänge von Geldpolitik und Wohlstand. Und warum manche von vielen 'Experten' artig nachgebeteten Dogmen zu solchen gemacht wurden: weil sie klar definierte Nutznießer haben, die an einflussreichen Positionen sitzen. Das Buch zeigt aber auch eindrucksvoll auf, welche Fehler in der Vergangenheit gemacht wurden und gibt Entwicklungsszenarien ihren Raum. Schnell gelesen, aber mit enormen Zuwachs an ökonomischen Verständnis, eine klare Empfehlung für Profis und Amateure, die beiderseits davon enorm profitieren können. Für mich eines der besten wirtschaftspolitischen Bücher der letzten Jahre!
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am 14. Mai 2014
Beide Autoren sind zweifellos Experten der „Österreichischen Schule der Nationalökonomie“. Andreas Marquart als Vorstand des Ludwig von Mises Instituts Deutschlands und Philipp Bagus, der als Professor an der Universidad Rey Juan Carlos in Madrid seiner Lehrtätigkeit nachgeht und bereits zahlreiche Veröffentlichungen getätigt hat, ist ein wunderbares Buch gelungen.
Besonders hervorzuheben ist, dass die Werte und Hintergründe der Österreichischen Schule keinesfalls langweilig theoretisch anmuten, sondern lebendig dargestellt und interessant erzählt werden – vor allem auch für den bisher ökonomisch nicht fachausgebildeten Leser, der bei vielen wissenschaftlichen Abhandlungen nachvollziehbar die Lust aufs Lesen verliert. Es ist informativ und unterhaltsam, es ist ein Buch für die Menschen!
Real wirkende Akteure lassen den Leser ein Gespür dafür entwickeln, wie es in einer echten Marktwirtschaft aussehen könnte und zeigen auch deutlich auf, welche Auswirkungen es hat, wenn Herrscher das Geld missbrauchen, um als Gutmenschen eine soziale Gerechtigkeit vortäuschen.
Wer unser Geldsystem wirklich verstehen will, MUSS dieses Buch lesen, wer unsere Machtstrukturen verstehen will, MUSS dieses Buch lesen und wer verstehen will, warum gerade staatliche Strukturen dafür verantwortlich sind, dass es massive soziale Ungleichgewichte gibt, der MUSS dieses Buch lesen.
Die Lektüre ist jedem ans Herz zu legen, ein absoluter Gewinn für das Verständnis gar nicht so komplexer Zusammenhänge. Herzlichen Glückwunsch an die Autoren!
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am 11. Mai 2014
Viele Bekannte haben heftig über die Besprechungen in den verschiedenen Zeitungen diskutiert. Erstaunlich, das selbst leicht links angehauchte, die Thesen gut fanden. Vermutlich ein genialer Schachzug, die Linken anzulocken, um ihnen dann die österreichische Schule an sehr anschaulichen Beispielen zu erklären. Ich bin zwar erst halb durch, aber mir scheint hier ein würdiger Nachfolger Roland Baaders zu entstehen. Ach ja, die Ironie an der Sache - ein liberaler Bekannter, der nur die Schlagzeilen gelesen hatte, hielt es für ein linkes Machwerk ;-)
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am 14. Mai 2014
Wer sich insgeheim schon mal gefragt hat, wie das mit dem Papiergeld so funktioniert und dabei auf Ungereimtheiten gestoßen ist, der kann nun mit diesem Buch seinem unguten Bauchgefühl den geistigen und argumentativen Unterbau bekommen. Das Buch zeigt in eingängiger und doch amüsanter Weise auf, wie gefährlich das Papiergeldsystem für unsere Gesellschaft und schlussendlich für jeden von uns ist. Man beginnt zu verstehen, welche Rolle hierbei der Staat und die Politik spielt und bekommt einen Blick dafür, was es bedeuten könnte, wenn wir uns der bisherigen Staatsgläubigkeit hingeben. Das Buch ist gerade für Einsteiger in das Thema Österreichische Schule und unbegrenzte Geldpolitik bestens geeignet und sollte als Lektüre im Schulunterricht seinen Platz finden. Denn wie die Autoren am Schluss an den Leser appellieren: Nach der Lektüre diese Buches hat man die besseren Argumente. Und die sollte man nutzen, um andere aufzuklären und für dieses wichtige Thema zu gewinnen. Unbedingte Leseempfehlung!
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Bürger die dem Staat vertrauten, waren letztlich immer die Dummen, stellen die Autoren in dem lesenswerten Buch fest. Sie erinnern daran, dass gerade die Deutschen in den letzten 100 Jahren gleich dreimal ihr Geld verloren durch eine Entwertung die man gemeinhin als Inflation bezeichnet. Und sie warnen, dass sich die Geschichte wiederholen könnte. Denn gerade derzeit haben es sich Zentralbanken zur Angewohnheit gemacht, im Ernstfall einfach den Drucker anzuwerfen und frisches Geld in den Markt zu pumpen. Die Autoren erinnern daran, dass die EZB die Geldmenge seit Euro-Einführung etwa verdoppelt hat. Und sie fragen den Leser rhetorisch: "Hat sich Ihr Kontostand in dieser Zeit auch verdoppelt?!

Sie zeigen aber auch, was das eigentlich Gefährliche an dem Geld ist, dass aus dem Nichts geschaffen wurde. Sie nennen es Cantillon-Effekt. Die Profiteure der Geldschwemme sind die Erstbezieher des frischen Kapitals - Banken, Staaten oder Versicherungen. Die nutzen das Geld, um es zu den (noch niedrigen Preisen) in Aktien und Immobilien zu investieren. Wenn auch der Sparer an ein solches Investment denkt, haben die Erstbezieher (des frischen Geldes) die Preise schon derart in die Höhe getrieben, dass es für den kleinen Sparer meist schon zu teuer geworden ist - und er auf den Verlusten sitzen bleibt (im Gegensatz zu den Banken, die ihre Verluste auf den Steuerzahler abwälzen können)

Fazit : Ein wichtiges Buch, das sicher manchem die Augen öffnet.
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Geld spielt die zentrale Rolle in einer Gesellschaft. Ohne Geld würde keine arbeitsteilige Wirtschaft funktionieren. Merkwürdigerweise aber spielt die Konstruktion unseres Geldsystems überhaupt keine breit diskutierte Rolle, wenn es um zentrale Fragen der gesellschaftlichen Entwicklung geht. Auch nicht, wenn eine tiefe Finanzkrise Angst und Schrecken verbreitet oder eine Währung ständig gerettet werden muss. Und das hat Methode. Spätestens wenn man dieses leicht verständliche Buch gelesen hat, wird man verstehen, warum das so ist.

Wer in seinem Keller falsche Euros druckt und in Verkehr bringt, geht in den Knast, wenn er erwischt wird. Legal ist es jedoch, wenn ständig neue, aus dem Nichts erschaffene Euros von Banken in Umlauf gebracht werden. Völlig ungehindert kann die Geldmenge permanent drastisch erhöht werden. Das wird dem Normalbürger dann als alternativlos geniale Methode verklickert, um irgendwas zu retten, Zeit für irgendwas zu kaufen oder um scheinbare Wohltaten unters Volk zu bringen. Doch durch Bedrucken von Papier werden keine neuen Werte geschaffen, sondern es wird nur der Preis vorhandener Werte in dieser Währung in die Höhe getrieben.

Die meisten von uns können sich etwas anderes als staatliches Zwangsgeld nicht vorstellen. Irgendwie war dieses Geld, in dem man als Arbeitnehmer bezahlt wird und seine Steuern entrichten muss, schon immer da. Aber in einer Marktwirtschaft, in der die Menschen auf freiwilliger Basis miteinander Verträge schließen, ist eine solche Konstruktion ein Fremdkörper, der an der zentralen Stelle der Gesellschaft eine zerstörerische Kraft entfaltet. Wenn man die verheerenden Folgen dieser Fehlkonstruktion verstehen möchte, ist man bei diesem Buch bestens aufgehoben. Es erklärt auf geradezu wunderbar einfache Weise eine ebenso einfache und leicht verständliche ökonomische Theorie, für die es in Deutschland keine Lehrstühle gibt und die man gerne aus der öffentlichen Diskussion verbannen möchte.

Einer ihrer Vertreter brachte es sogar zu einem Wirtschaftsnobelpreis. Die sogenannte Österreichische Schule der Nationalökonomie benötigt keine mathematischen Modelle. Sie folgt der Logik menschlichen Handelns und erklärt auf diese Weise, wie eine Volkswirtschaft tatsächlich funktioniert. Akzeptiert man menschliches Handeln, dann ist diese Theorie nicht widerlegbar und vor allem ganz einfach zu verstehen.

Die beiden Autoren dieses Buches zeigen auf dieser Grundlage, wie man alle grundsätzlichen ökonomischen Probleme, mit denen wir uns gegenwärtig herumschlagen, auf die Konstruktion des Papiergeldsystems zurückführen kann. So lange es dieses System geben wird, solange bleiben also auch seine Folgen.

Der Text ist so herrlich geschrieben, dass man ihn auch in den Grundzügen als Schulbuch benutzen könnte. Nur das wird natürlich nicht passieren, weil es ein klares Interesse in den politischen und den Finanzeliten gibt, diese zerstörerische Konstruktion zu vernebeln. Ohne sie wären nämlich Schuldenorgien und die Exzesse der Finanzwirtschaft ebenso unmöglich, wie die völlig überzogene Bedeutung des Bankensystems.

Nach dem Lesen dieses Buches wird man auch verstehen, dass unser Geld nur als Schuld existiert. Ohne Schulden also auch kein Geld. Und wenn man irgendwann diese Schulden bezahlen will oder muss, dann verschwindet auch das Geld. In diesem Fall von den Konten derjenigen, die es noch haben. Es ist kein Zufall, dass der deutschen Staatsschuld ungefähr genau so viel Guthaben seiner Bürger gegenüberstehen.
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am 19. Mai 2014
Mit ihrem neuen Buch „Warum andere auf ihre Kosten immer reicher werden … und welche Rolle der Staat und unser Papiergeld dabei spielen“ haben die Autoren Andreas Marquart und Philipp Bagus ein hervorragendes Plädoyer gegen die staatlich monopolisierte Bereitstellung des Geldes geliefert. Leicht verständlich und unterhaltsam werden schwierige ökonomische Sachverhalte nachvollziehbar dargestellt.

Zu Beginn des Buches wird aufgezeigt, dass die Benutzung von Geld sich ganz zwanglos durchsetzte und dafür keine staatliche Maßnahme notwendig war. Anschließend werden die Entstehung sowie die Funktionsweise des modernen Bankensystems erläutert. Die Schlussfolgerungen daraus sind erschütternd: Der staatlichen Vereinnahmung und Monopolisierung der Geldschöpfung lagen keine Abwägungen zu Grunde, wie das Wirtschaftsleben reibungsloser gestaltet werden konnte. Lediglich die illegtime Selbstbereicherung der Staatslenker war das Motiv. Mit Hilfe des komplizierten Bankensystems werden die eigentlich einfachen Mechanismen zur Ausnutzung der Geldschöpfung verschleiert. Indem das Buch diese vermeindlich schwer verständlichen Phänomene jedoch anhand einer einfachen Modellwelt erklärt, werden diese Mechanismen für jederman schnell nachvollziehbar, auch wenn der Leser keine ökonomischen Vorkenntnisse besitzt.

Doch die Autoren zeigen nicht nur auf, dass das moderne Bank- und Geldwesen aus einer Plünderermentalität heraus entstanden ist, sondern liefern auch eine umfangreiche Untersuchung vieler Folgen daraus für die Gesellschaft. Beginnend mit der ständigen Wiederholung von Wirtschaftsabschwüngen und allen negativen Folgen daraus für den Wohlstand der Menschen, werden auch psychologische Folgen aus dem ständigen Auf und Ab an den Märkten auf die Bevölkerung dargelegt. Das Resultat sind staatsabhängige, kurzfristig orientierte und materialistischere Individuen, die die wahren Ursachen ihrer Misere nicht kennen und die die Schuld dafür in einem Kapitalismus zu finden glauben, der eigentlich gar nicht existiert.

Die Lösung des Problems ist jedoch denkbar einfach: Lasst das Geld privat herstellen und die Bevölkerung selbst entscheiden, ob sie ein inflationiertes Geld benutzen möchte oder lieber eines, das sich im Wert steigert. Welches Geld bevorzugt würde, lässt sich wohl leicht erkennen.

Das Buch ist absolut empfehlenswert für Personen, die sich über die Fehlentwicklungen der heutigen Gesellschaften Gedanken machen und dabei keine trockene wirtschaftswissenschaftliche Primärliteratur lesen wollen oder können.

Aufgrund des großen Bevölkerungskreises den dieses Buch erreichen kann, ist es vielleicht nicht übertrieben zu sagen, dass es der Freigeld-Bewegung einen großen Zulauf bescheren könnte!
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