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Kundenrezensionen

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Mit der Fortsetzung der Känguru-Chroniken habe ich mich so wohlgefühlt und so viel gelacht wie sonst nur bei der Max Goldt Lektüre. Goldts Texte sind zwar ausgefeilter und noch überzeugender, aber Marc-Uwe Kling ist zweifellos ein ganz großartiger Autor! Es ist kaum möglich zu viele Gags aus Das Känguru Manifest zu verraten, denn hier haben die einzelnen Kapitel mehr amüsante Ideen als bei Horst Evers ganze Bücher. So tiefsinnig wie Volker Pispers, Georg Schramm oder Hagen Rether ist Kling in diesem Buch nicht, aber er ist auch mehr Comedian denn politischer Kabarettist.

Das Känguru plant dieses Mal Größeres. Und es hat mächtige Gegenspieler gefunden. Einen neuen Nachbarn, den Scooter-hörenden Pinguin, der einer geregelten Arbeit als Vertreter für Tiefkühlkost nachgeht, den Sarrazin-Verschnitt Jörg "Haider heißt jetzt" Dwigs (sonst ändert sich nix) und das mysteriöse Ministerium für Produktivität. Das Känguru ruft einen Fight Club ins Leben, später gründet es dann als Antwort auf Facebook ein Asoziales Netzwerk (in dem man Sachen nur schlecht finden und Feinde für sich gewinnen kann) und verübt Anti-Terror Anschläge.

Im Gegensatz zum ersten Teil ist dieses Buch deutlich politischer, künstlerischer, düsterer, ab und an auch alberner als der Vorgänger. Die Einflüsse von Franz Kafka, Star Wars und Tagespolitik werden sehr amüsant verknüpft. Kein Buch für CDU-Anhänger (Club Deutscher Unternehmer) oder für Menschen die den Banker Sarrazin für seinen "Mut" bewundern, den Ausländern die Schuld am Niedergang Deutschlands zu geben.

Ich habe so viel gelacht! Etwa über die Erläuterung der Bad Banks (in der Bad Man mit seinem Assistenten Robbin the People für Unordnung sorgt), über neue Geschmacksideen für Bio-Limonade (Dragonfruit-Bärlauch) und vor allem über die Plakate der Initiative Neue Deutsche Marktwirtschaft (die in diesem Buch etwas anders heißt): ich bin nur froh im Großraumbüro, mein Schatz ist mein Arbeitsplatz. George Orwell trifft auf Comedy - ich finde das herrlich! Ebenfalls ein interessanter Gedanke von Kling: an wie vielen amerikanischen Unis wird wohl Kant vom Lehrplan gestrichen, aufgrund seines Namens? ;-) Und geradezu schmerzhaft treffend: die Studie der Initiative für mehr Produktivität, nach der über 60 % der Befragten lieber einen entfernten Verwandten statt ihrem Arbeitsplatz verlieren würden. Kapitalismuskritik und Verrohung auf den Punkt gebracht! Auch schön ist das Lebensziel einer 6-jährigen: ein lückenloser Lebenslauf. Aua. ;-)

Erfreulich, daß Marc-Uwe Kling auf Känguru 3D Tour geht und es nützliche Dinge wie die Witzig-/Nicht witzig-Stempel als Fanartikel gibt.

Bitte noch viele, viele weitere Fortsetzungen! Ich wünschte ich würde in diese WG einziehen können!

304 Seiten, Softcover, Ullstein 2011

PS: Die Weltformel enthält dieses Buch übrigens auch noch. Das Känguru ist halt genial. ;-)
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am 16. Februar 2015
Der ehemalige Poetry-Slammer Marc-Uwe Kling erntete mit seinem ersten Buch schon viel Erfolg. Am Ende der „Känguru-Chroniken“ hieß es: „Das Känguru kehrt zurück im „Känguru-Manifest“! Und so ist es auch gekommen, zwei Jahre nach dem ersten Beuteltierhit! Da ich gerade die Hörbuchvariante dieser Bücher klasse finde, war es für mich auch klar den zweiten Teil als Audiobook zu besorgen. Und das Manifest ist noch besser als die Chroniken. Deutlich besser um ehrlich zu sein. Teil 1 war schon ein toller Einstieg, aber Kling rockt hier die Bude mit seinen skurrilen Geschichten und dem tollen Humor des Kängurus.

Die Geschichte knüpft sehr nahtlos an die des Vorgängers an: Marc-Uwe und das Känguru erleben allen möglichen Wahnsinn im Alltag, Konfrontationen mit Nazis, eine eigene Anti-Terror-Bewegung und natürlich der Kampf des Kängurus gegen seinen Antagonisten, den Pinguin!

Wieder gibt es vier CD's, vollgepackt mit mehreren Kapiteln, die nun deutlich länger sind, als noch im Vorgänger. Und gerade die ersten CD's sind der Hit! Kling mit seiner gewohnt, gelangweilten, aber coolen und urkomischen Sprechstimme und dazu das Känguru, im Prinzip nur mit Ansätzen der Kopfstimme gesprochen, was aber so viel Wirkung hat und wenn das erste quietschige „Hallo“ vom Känguru kommt, kann man schon nicht anders, als zu schmunzeln. Und das Beuteltier ist noch dreister, frecher und auch süßer, als im Vorgänger. Ja, ich finde das Känguru süß (wird sogar in einem grandiosen Kapitel thematisiert!), auch wenn es sich manchmal wie der letzte Ar*** benimmt.

Wieder mal finde ich es toll, dass die Geschichte zum größten Teil nicht zwangsmäßig aufeinander aufbaut. Klar, es gibt einige grandiose Running Gags, aber man kann jedes Kapitel wieder für sich alleine hören, ohne große Vorinformationen. Das macht selbst das kurzfristige Hören unterwegs oder auch zuhause zum Vergnügen!

Neue Figuren, wie Hertha, der Pinguin (der im ersten Buch ja erst kurz vor Ende eingeführt wurde) oder auch kleine Charaktere, wie Krapottke, sie alle bringen frischen Wind in die Welt des Kängurus und sind ebenso überzogen und charmant dargestellt, wie der Rest von Klings Ideen!

Der einzige kleine Kritikpunkt ist für mich vielleicht, dass die Kapitel, die Kling zu Beginn immer nennt, manchmal am Ende des vorherigen Kapitels sind, zudem fehlt mir auch die Kapitelanzahl, wenn man die Hülle mal gerade nicht zur Seite hat…

Fazit: Eine grandiose Fortsetzung des Kängurus! Auch wenn ich das Beuteltier erst spät entdeckt habe, so habe ich doch viel Spaß an Klings Magnus Opum! Gerade die Hörbücher sind für mich noch schöner und unterhaltsamer, als die Bücher selber, wahrscheinlich weil es zusätzlich Klings Talent des Vortragens bietet. Bin nun sehr gespannt auf die „Offenbarung“!
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am 16. Dezember 2011
Ein klarer Fall für den "Witzig"-Stempel des Kängurus.

Mit dem Känguru-Manifest erscheint die Fortsetzung der Känguru-Chroniken. Insgesamt ist die Serie als Trilogie geplant, wobei ich bei Marc-Uwe Kling nicht ausschließen möchte, dass die Trilogie mehr als 3 Bände enthalten wird. Wer die Chroniken schon mochte, wird das Manifest lieben.

Marc-Uwe Kling, 1982 geboren lebt in Berlin-Kreuzberg und hat Philosophie und Theaterwissenschaft studiert. Seit einigen Jahren tritt er als "Kleinkünstler" vornehmlich auf Berliner Bühnen auf. Er ist ein Meister des Poetry-Slams. Inzwischen ist er bundesweit bekannt, hat prominente Fans und auch schon einige Preise eingeheimst.

In seinem Programm lebt er mit einem Känguru zusammen, dass schnapspralinensüchtig, kommunistisch und nicht immer politisch korrekt ist. Und gerade das macht die teils absurde, bösartige und witzige Komik aus.

Zum Buch:

Nach den Känguru-Chroniken war es nicht leicht, die Geschichten noch zu übertreffen. Aber Marc-Uwe Kling hat es meiner Meinung nach geschafft. Das Buch ist zwar leicht anders; politischer, gar düsterer an manchen Stellen, aber auch absurder und alberner.

Das Känguru arbeitet weiter an der Weltformel und stellt nebenbei allerhand Unsinn an. Der neue Nachbar, der Inbegriff eines gutbürgerlichen, spießigen Pinguins treibt das Känguru zu neuen Höchstleistungen und Verschwörungstheorien.
Im Buch gibt es einige rote Fäden, die in den kurzen Geschichten immer wieder aufgegriffen werden. Dazu gehören die neue Rechtspartei "Dwiggs", das Ministerium für Produktivität, ein Fight Club, ein Asoziales Netzwerk und Anti-Terror-Anschläge.
Zitate werden komplett anderen Menschen in den Mund gelegt und erhalten so eine völlig neue (und witzige) Bedeutung. Marc-Uwe Kling spielt mit Worten und erfindet dabei neue.

Viele der kurzen Episoden führten bei mir dazu dazu, dass ich laut loslachte und anderen Menschen diese Passagen vorlesen wollte.

Der Unterschied zwischen Comedy und Kabarett ist hier fließend. Zum Teil gibt es bitterböse Kapitalismuskritik, die aber immer den Nagel auf den Kopf trifft. Das Känguru ist manchmal wirklich böse, anarchistisch und gemein. Es tut genau die Dinge, die wir gerne machen würden, uns aber nicht trauen. Dabei sind alle Geschichten immer dran am Zeitgeist, an der Schnelllebigkeit und Technikabhängigkeit unserer Zeit.
Daneben nimmt sich der "Kleinkünstler" selbst nicht so ernst und kann sich auch über die Probleme seiner eigenen Kreativität lustig machen.

In der letzten Woche hatte ich die Gelegenheit, Marc-Uwe Kling live im Berliner Mehringhof-Theater zu erleben. Es übertraf sogar noch meine hochgesteckten Erwartungen. Gehen Sie hin. Es lohnt sich.

In seinem Programm singt er einige seiner Lieder, die meist genau beobachtet und tagesaktuell sind. Auch hier kommt der Klamauk nicht zu kurz, auch wenn einem manchmal das Lachen im Halse stecken bleibt. Überraschenderweise haben sich beim Live-Programm meine Sympathien vom Känguru zu Marc-Uwe Kling hin verschoben. Es kommt tatsächlich darauf an, in welchem Ton man diese Geschichten liest.

Und übrigens: das ist ein prima Buch zum Verschenken. Sie können damit nichts falsch machen.

Zur Wertung:

Originalität: *****
Charakterzeichnung: ****
Handlung: ****
Sprache: ****
Humor: *****
Gesamtwertung: 4,5 / 5
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am 17. Januar 2012
Meine ganze Familie liebt Marc-Uwe Kling, sogar unsere 11jährige Tochter, obwohl sie nun wirklich 80 Prozent der "Spitzen" nicht verstehen kann. Aber Klings Schlagabtausch mit dem Känguru - ein liebenswerter, ewig nassauernder Mitbewohner mit kommunistisch-terroristischen Tendenzen - ist einfach zu komisch. Der Humor ist schwer einzuordnen: Kling verspottet im Grunde gesellschaftliche Entwicklungen aus der Perspektive eingefleischter Anarchisten/Kommunisten, die ihre Gesinnung im eigenen Alltag aber immer wieder selbst ad absurdum führen.

Seine Geschichten sind ausgesprochen gut durchdacht, und nehmen jenseits des zotenhaften Humors vieler Comedians immer einen gänzlichen unvorhersehbaren Verlauf. Meisterlich erweckt Kling seine Texte in Lesungen darüber hinaus selbst zum Leben. Er wechselt derart überzeugend zwischen dem Charakter des phlegmatischen Kleinstkünstlers und dem überdreht-dreisten Tonfall des Kängurus, dass man irgendwann glaubt, es handele sich tatsächlich um zwei "Personen/Tiere". Die "beiden" sind mein absolutes Dreamteam!

Fazit: Hochunterhaltsame Satire, böse und entwaffnend zugleich, bei der man häufig noch um ein bis drei Ecken denken muss.
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am 9. Dezember 2015
Känguru ! Unbedingt die Reihenfolge einhalten ( Känguru - Chroniken , Känguru - Manifest , Känguru Offenbarung ) da einem sonst möglicherweise der Kontext verloren geht und die Komik geringfügig darunter leiden könnte.

Das paranoide Känguru aus dem Osten nimmt auch in diesem Stück wieder kein Blatt vor den Mund und provoziert weiter wo es nur kann.
Ungeeignet für die Gattung der Tod-ernsten. Humor ist wenn man trotzdem lacht... über durchaus gesellschafts- als auch wirtschaftskritische Themen.

Die Känguru-Offenbarung habe ich nicht mehr bestellt, da ich mir bei dieser noch nicht so recht sicher bin, was ich von dieser halten soll. Diese enthält zwar auch durchaus einige gute Kapitel, allerdings ebenso "schwächere" (natürlich rein subjektives Empfinden)

Auch das Manifest kann ich ganz klar empfehlen.
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am 12. April 2014
Ich habe mir das Buch gekauft, weil ich den Teil 1 mehrfach gelesen habe und sehr sehr sarkastisch und zutreffend fand, ich habe das Buch an massenweise Bekannte verborgt. Buch Teil2 ist gefühlte 40% des Witzes von Teil 1. Ab und zu liest man mal ein Kapitel, aber es überzeugt nicht und ist einfach über große Teile nur eine Häufung von Plattitüden. Sehr sehr schade, hatte dem Autor mehr zugetraut. Aber so ist das ja meistens oder gibt es Teil 2 in Film und Buch, der Teil 1 je getoppt hätte?
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am 16. Dezember 2011
Ich habe das Buch in die Hand genommen, einige Stunden damit verbracht und mußte es dann weglegen, weil ich BAUCHMUSKELKATER hatte! Wer sich selbst eine Freude machen möchte, sollte sich selbst damit beschenken! Mehr kann ich dazu nicht sagen! Einfach SUPER!!!!
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TOP 1000 REZENSENTam 12. Oktober 2014
Wer es satt hat einem Komödianten stundenlang beim Witze machen über Mann und Frau oder sonstige banale Themen zuzuhören, kann hiermit seine Lachmuskeln trainieren. Eine niveauvolle Art der Komödie.

Marc-Uwe Kling schafft es bei diesem zweiten Teil seiner Trilogie den Zuschauer durchgängig mit guten Witzen zu versorgen.
Ich empfehle allerdings zuerst den ersten Teil der Trilogie "Die Känguru-Chroniken" zur hören. Somit ist sichergestellt, das auch alle Witze wirklich verstanden werden, da doch die eine oder andere Geschichte auf eine frühere aufbaut.
Natürlich ist jede Art der Komödie Geschmackssache. Allerdings gibt's es nicht viele "Kleinkünstler" die es schaffen niveauvoll zu bleiben.

Wer eine anspruchsvolle Art der Komödie mit vielen intelligenten kleinen Details sucht, wird hier definitiv fündig werden.
Ich kann ebenfalls die beiden anderen Teile der Känguru-Chroniken empfehlen.
Das Känguru Chroniken / Die Känguru Offenbarung.
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am 4. Dezember 2011
Bin durch Zufall auf die Känguru-Romane gestossen. Das Känguru-Manifest ist auf
jeden Fall um Längen besser, als der erste Teil.

Wenn auch nicht immer alle Episoden "lustig" erscheinen, sind sie doch recht
unterhaltsam. Ansonsten liest man schnell darüber.

Bestimmte Aussagen tauchen in späteren Geschichten erneut auf. Zum Beispiel die
urdeutschen Namen von zwei Türken. Und daraus ergibt sich dann eine witzige
Situation. Deshalb sollte man das Buch schon ganz genau lesen.

Es ist wirklich unterhaltsam. Und bekommt von mir verdiente 5 Sterne.
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am 20. Juli 2015
für unsere Urlaubsreisen per PKW waren wir auf der Suche nach einem Hörbuch, dass Mann und Frau gefällt.
Ich kannte das Känguru bereits vom Radiosender Fritz und nach den ersten 5 Minuten des Manifests war es um uns geschehen!
Wer viel schwarzen Humor versteht und ein gewisses Maß an Grundintelligenz und sozialkritischem Verständnis hat, für den sind diese 3 Hörbücher genau das Richtige!
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