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1.026
4,3 von 5 Sternen
Der Schatten des Windes
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122 von 132 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. Juli 2006
Als ich letztes Jahr dieses Buch entdeckte dachte ich "Interessant, aber es klingt mir doch etwas weit hergeholt (von wegen "Friedhof der Vergessenen Bücher")." und so kaufte ich es mir nicht. Doch dieses Jahr, nachdem ich so viele Lobeshymnen auf dieses Buch gehört habe, las ich es doch und es verzauberte mich.

Man wird sehr leicht in den Strudel der Geschichte hineingezogen und man kann einfach nicht aufhören zu lesen bevor man nicht das Geheimnis der Geschichte von Julian Carax herausgefunden hat.

Kurz zum Inhalt: Als der 10-jährige Daniel von seinem Vater in den "Friedhof der vergessenen Bücher" geführt wird, darf er sich aus den unzähligen Büchern eines aussuchen, dass er "adoptieren" darf. Er entscheidet sich für das Buch "Der Schatten des Windes" von Julian Carax. Er ist tief fasziniert von diesem Buch und versucht hinter das Geheimnis von Julian Carax zu kommen. Doch das ist nicht so einfach, denn ein Mann versucht sämtliche Werke Julians zu verbrennen und wird so zu Daniels Bedrohung. Immer ähnlicher wird Daniels Geschichte mit der von Julian, besonders die von einer großen Liebe, die nicht sein sollte.... .

Fazit: Dieses Buch kann ich mit bestem Gewissen weiterempfehlen. Es ist sehr flüssig zu lesen, hat wunderbare (oft verschrobene) Charaktere und es macht Spaß ein Geheimnis zu lüften.
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41 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. April 2006
"Der Schatten des Windes"ist die Geschichte des Jungen Daniel, der das Buch: "der Schatten des Windes" im Friedhof der vergessenen Bücher findet, und somit die Patenschaft für es übernimmt.
Er ist von der Geschichte so fasziniert, das er versucht über die Buchhandlung seinens Vaters und diverse andere Wege an weitere Werke des Autors zu gelangen.
Dabei entdeckt er, das sich um den Autor, Julian Carax, tausende Geheimnisse drehen!
Jede Ausgabe des "Schatten im Windes" wurde von einem mysteriösen Mann im schwarzen Mantel ausfindig gemacht und verbrannt. Jede, ausser der seinen!
Und als er dann eines abends durch die Gassn Barcelonas geht, taucht eine Gestalt vor ihm auf! Rauchend, in einem schwarzen Mantel. Verlangend nach dem letzten Exemplar.
Diese verfolgt und beobachtet ihn auf Schritt und tritt, und wartet auf die Chance, ihr Werk zu Vollenden.
Aber warum ähnelt diese Gestalt dem Bösewicht aus dem Schatten des Windes? Und warum will ihm niemand etwas über den Verbleib dieses Julian Carax sagen?
Und nicht nur das: Warum kommt er sich vor als würde sein Leben mit dem Buchgeschehnnissen verschmelzen?
Das Buch "der Schatten des Windes" ist ein absolutes Meisterwerk, das nun von dem Hörbuch nahezu perfekt ergänzt wird!
Es zieht den Hörer sofort in seinen Bann und man möchte sich am liebsten in eine Decke kuscheln und unsichtbar neben Daniel her laufen, um nichts zu verpassen.
Die Geräusche Barcelonas und die Stimmen der Figuren sind so passend gewählt, das sie nicht einfach eine Geschichte erzählen. Sie lassen die Figuren neben einem auferstehen, und man steht mitten in Barcelona. Und das mit solcher Liebe zum Detail, das es so scheint, als könne man Barcelona manchmal sogar riechen.
Ein einfaches Muss für alle Liebhaber wunderbar fesselnder Geschichten über das Leben, die Liebe, und Figuren, die einem so vertraut sind, als wäre man mit ihnen aufgewachsen um mit ihnen durch Dick und Dünn zu gehen!
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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. August 2006
2001 ist Carlos Ruiz Zafons Erstlingsroman in Spanien unter dem Titel ,La sombra del viento`, 2003 beim Frankfurter Insel Verlag unter dem deutschen Titel ,Der Schatten des Windes` erschienen. 2006 hat der Münchener Hörverlag das Buch mit einer Starbesetzung an Sprechern, allen voran dem jungen Schauspieler Matthias Schweighöfer in eine ca. 2 stündige gekürzte Hörspielfassung umgesetzt.

Die Handlung wird das Herz aller Bibliophilen höher schlagen lassen. Sie führt den jungen Haupthelden Daniel in die geheimnisvolle Welt der Bibliotheken und vergessenen Bücher. Auf der Suche nach Julián Carax, dem geheimnisumwitterten Schriftsteller, verlieren sich die Schritte Daniels im undurchschaubaren Gewirr der verwinkelten Gassen und verlassenen Paläste Barcelonas. Sicher ist nur eines: diese Geschichte zieht nicht nur Daniel in ihren Bann. Zwei so verwirrende wie spannende Handlungsstränge in katalanisch - französischer Umgebung halten den Hörer in Atem. Das Stimmengewirr der katalanischen Metropole, das gedämpfte Raunen der Bibliotheken und die verführerischen Stimmen schöner Frauen vervollkommnen den positiven Gesamteindruck. Zu kritisieren ist, daß der Hörer aufgrund der eingangs erwähnten Textkürzungen nach dem ersten Anhören kaum alle Handlungsnuancen verstanden haben wird. Ein zweiter Durchgang ist so lohnend wie notwendig.

Fazit: Sprachlich und musikalisch aufwendig hergestelltes überaus spannendes Hörspiel über einen Autoren, ein Buch und zwei tragische Liebesbeziehungen. Das Hörbuch macht Lust auf die Lektüre des von Zafon so kunstvoll wie filigran ersonnenen Buches. Sehr empfehlenswert.
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193 von 212 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. August 2003
Selten habe ich so ein gutes Buch gelesen und ich lese nicht gerade wenig.
Dieses Buch hat aber alles, was ein gutes Buch braucht: es ist spannend, die Handlung ist einfach wunderbar und der Autor versteht es auf nahezu einmalige Art und Weise, "Bilder zu malen" die man als Leser nicht mehr vergisst.
Dieses Buch ist auch eine Homage an das Lesen und an den Wert des Buches: Der Protagonist Daniel beim Gang durch die Bibliothek der vergssenen Bücher:
"Ich spürte Millionen verlassener Seiten, herrenloser Welten und Seelen um mich herum, die in einem Ozean der Dunkelheit untergingen, während die außerhalb dieser Mauern pulsierende Welt Tag für Tag mehr die Erinnerung verlor, ohne es zu merken, und sich um so schlauer fühlte, je mehr sie vergaß"
Solche meisterhaften Stellen finden sich in diesem Buch zuhauf. Die Charaktere sind wunderbar ausprofiliert und Zafón vermag es auf phantastische Art und Weise, Stimmungen wie Eisamkeit, Dummheit, Angst und Ratlosigkeit darzustellen. Das alles ist noch gewürzt mit einer großen Prise Ironie und Spannung.
Das Barcelona der Nachkriegsjahre und die Konsequenzen der Franco-Diktatur werden ebenfalls eindrucksvoll dargestellt.
Dieses Buch wirkte auf mich wie eine große Symphonie - ein bombastisches Leseerlebnis. Schade, dass man nur 5 Sterne vergeben kann. Wer dieses Buch nicht liest, ist selber Schuld.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. Juni 2014
Ich finde es schade, dass hier die Rezensionen des Buches mit denen des Hörbuches in einen Topf geworfen werden. Das Buch finde ich grandios, faszinierend, ich habe mich in der Atmosphäre der Geschichte verloren.

Das Hörbuch hingegen ist so schlecht gemacht, dass man die Lust an der Erzählung verliert. Die Stimmen passen nicht zu den Charakteren. Der Erzähler ist ein deutscher Tourist in Barcelona und so weit weg von einem Spanier wie Bockbier von Sangria. Der Ton ist schlecht. Der Erzähler übertönt das Genuschel der darstellenden Personen. Man muss ständig an der Lautstärke herumdrehen.

Leider habe ich die Beschreibung nicht genau gelesen und bin von einem richtigen Hörbuch ausgegangen. Es handelt sich jedoch um ein Hörspiel auf 2CDs. Also ist der Preis mM auch etwas hoch gegriffen.
Alles in allem bin ich vom Hörspiel sehr enttäuscht. Das hat sich dieses wirklich grandiose Buch nicht verdient.
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166 von 185 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. Juli 2006
Für Bücher wie dieses wurde der Begriff "Schmöker" erfunden. Mit seinem Erscheinen in Deutschland bekam "Der Schatten des Windes" aufgrund seines großen Erfolges in Spanien entsprechendes Medienecho. Dazu kam die Adelung von Elke Reich-Ranicky.

Doch das Buch wird dem durchaus gerecht. Die kunstvoll gesponnene Geschichte dreht sich um einen jungen Mann, der in das Leben eines erfolglosen Autors eintaucht bis beide Leben anfangen, sich ineinander zu verschränken. Zafon erschafft als Bühne ein dunkles Barcelona, in dem seine Personen immer wieder über düstere Plätze und in verlassene Häuser gehen.

Er schickt seine Figuren durch ein Gewirr aus Handlungsfäden und emotionalen Abgründen, läßt sie lieben, leiden, sterben und Rache nehmen. Dabei gelingen ihm starke Bilder, präzise Charaktere und eine Geschichte, die trotz ihrer Wuchtigkeit bis zum Ende interessiert.

Trotzdem bleibt das Buch nicht frei von Schwächen. Zunächst gibt es, was heute durchaus häufiger vorkommt, einige deutliche sprachliche Nachlässigkeiten, die wohl der Übersetzung oder dem Lektorat anzulasten sind.

In seinem Wunsch, dem Leser jedes verborgene Detail der komplexen Handlung zu offenbaren, benötigt Zafon lange narrative Zusammenfassungen von zurückliegenden Ereignissen, die das Erleben der Handlung stören.

Dazu führt der Autor so viele Charaktere ein, dass man zum Teil den Überblick verliert.

Etwas zu wohlmeinend ist das Ende, in dem er ein merkwürdig süßliches Happy-End zimmert, das nicht zur düsteren Atmosphäre des restlichen Buches passt.

Trotz der Kritik ist dies ein spannendes und emotionales Buch voller facettenreicher Figuren und großer Bilder. Daß dem Autor bei diesem Umfang manchmal ein wenig die Zügel entgleiten schmälert den Lesegenuss nur ein wenig.
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. Oktober 2005
Zafón hat mit diesem Buch ein wunderbares Werk voller Atmosphäre und Nostalgie geschaffen. Für den Leser entfaltet sich in den ersten zwei dritteln eine anmutend fesselnde Geschichte über die Suche nach einem Unbekannten, die Entdeckung seiner Vergangenheit und die Verflechtungen in die eigene Gegenwart. In schwungvollen und eleganten Worten verbindet der Autor mit jeder neuen Seite zwei Geschichten um das Erwachsenwerden in zwei spanischen Epochen: im Zeitalter des Umbruchs zu Beginn des 20. Jh und in Zeiten des bürgerkriegsgebeutelten Spaniens der 50er. Ein kurioses und durch die Zeitumstände geprägtes Figurenkabinett entwickelt eine großartige Geschichte, die geprägt durch die mitreißende Atmosphäre ein Detektivabenteuer voller Überraschungen und Wendungen bereitet. Das Buch zeichnet sich in den ersten 400 Seiten vorallem durch die behutsame Entfaltung und Verknüpfung der Handlungsstränge aus; eine fabelhaft fesselnde und spannende Lektüre. Leider nimmt Zafón von hier an den Leser zur sehr an die Hand und führt ihn im letzten Teil zu direkt in einfacher Berichterstattung zur Lösung des Rätsels - leider ganz im Gegensatz zum ersten Teil des Buches. Ebenso leidet das Werk zum Schluss hin unter dem Versuch des Autors, die Geschichte möglichst mit einem Knaller zum Ende zu bringen, woraus sich leider ein fast Thriller-artiger, reißender Schluss voller Klischées ergibt. Trotzalledem ist "Der Schatten des Windes" ein brillante Geschichte, in welche einzutauchen viel Freude bereitet und welches zu lesen sich mehr als lohnt. Unbedingt kaufen!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 25. Dezember 2009
Wow! 563 Seiten - und keine davon wurde es langatmig oder langweilig. In der alles umfassenden Handlung (Daniel, ein zu Beginn 15jähriger Buchhändlerssohn aus Barcelona, macht sich auf die Suche nach der Geschichte des Autors seines Lieblingbuchs) sind derart viele weitere Erzählungen, Beschreibungen, Handlungen und und und enthalten - es ist unmöglich, sie auch nur ansatzweise nachzuerzählen. Zu jeder Figur, jedem Gebäude das eine Rolle in diesem Roman spielt, wird der dazugehörende Hintergrund ausgemalt. Doch trotz dieser Vielfalt an Geschehnissen und Ereignissen verliert man nicht den Überblick. Zafón gelingt es immer genau dann den roten Faden wieder aufzunehmen, wenn man schon befürchtet hat, ihn verloren zu haben. Ebenso bemerkenswert ist seine Sprache: So eindrucksvoll wie seine Geschichten sind auch seine außerordentlich bildhaften Beschreibungen.
Menschen, die Freude an phantasievollen Büchern sowie an einer ebensolchen Sprache haben, werden sich schwertun, diese herrliche Mischung aus Kriminalstory, Liebesgeschichte, etwas Fantasy und dazu noch viel Witz aus der Hand zu legen.
Einziger Wermutstropfen: Für mich sind die besten Bücher (die, an die man sich noch Jahre später erinnern kann) diejenigen, aus denen man eine Erkenntnis gewonnen oder etwas gelernt hat. Dies fehlt hier leider.
Aber Unterhaltung vom Feinsten - das ist doch auch schon was!
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Juli 2010
"Der Schatten des Windes" handelt von einem Jungen, der ihn einer geheimen Bibliothek ein Buch findet, das ihn nicht mehr loslässt, und seinen Versuchen, den verschollenen Autor dieses Buches zu finden und dessen wie sich herausstellt tragische Geschichte zu erfahren. Auf seiner Suche begegnet er unter anderem einem verbrecherischen, brutalen Polizisten, einem gewitzten, mit allen Wassern gewaschenen Bettler, mit dem er sich anfreundet, und auch seiner ersten großen Liebe.

Warum ausgerechnet dieses Buch zum in den höchsten Tönen gelobten Bestseller avanciert ist, ist mir bis zum Ende der Lektüre und darüber hinaus schleierhaft geblieben. Sicherlich ist es kein schlechtes Buch - es ist sprachlich gut geschrieben, hält einige lustige und traurige Szenen sowie sympathische Charaktere parat und fängt etwas vom Zauber des Lesens ein. Es ist ein Buch, das von der ersten bis zur letzten Seite ganz nett ist. Aber langt das, um derart mit Lob bedacht werden? In diesem Fall offenkundig schon.

Denn was nicht in dem Buch ist, ist nahezu alles darüber hinaus Gehende, was ich mir von einem derart gerühmten Buch erhofft und erwartet hatte. Weder enthält es Sätze, die man am liebsten aufschriebe, auf dass man sie nicht vergisst, und auch wenn man das nicht tut noch lange, lange nachdem man das Buch zu Ende gelesen hat, im Gedächtnis behält, noch fanden sich Szenen, die mich als Leser auf jene besondere Weise berührten, die sich nur einstellt, wenn man spürt, dass hier der Autor dem ureigentlichen Wesen der Welt, der Menschen oder des Lebens auf der Spur ist. Auch wird das Buch kaum für sich beanspruchen können, das Lebensgefühl im francistischen Spanien auf einzigartige Weise erfahrbar zu machen, dienen der spanische Bürgerkrieg und die anschließende Diktatur doch im Rahmen des Plots vor allem dazu, ein paar Ereignisse einer Geschichte zu erklären, die mit geringen Anpassungen auch an vielen anderen Orten zu anderen Zeiten spielen könnte. Was die Ausgestaltung der Charaktere anbelangt, ließe sich sogar abgesehen von einer der Hauptfiguren der Vorwurf der Schwarz-Weiß-Malerei begründet erheben.

So steht nun also im Regal dieses Buch neben vielen anderen, die mich weitaus mehr begeisterten und berührten, und im Raum die offene Frage, warum so viele Menschen gerade dieses Buch so wundervoll finden.
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 3. Februar 2007
"Der Schatten des Windes" ist eines der sprachlich schönsten Bücher, die ich gelesen habe. Und eines der ungewöhnlichsten.

Daniel hat früh seine Mutter verloren. Er hat Angst, dass er die Erinnerung an sie verliert. Sein Vater nimmt ihn, um ihn abzulenken, an einen geheimen Ort mit: Zum Friedhof der vergessenen Bücher.

"Jedes einzelne Buch hat eine Seele. Die Seele dessen, der es geschrieben hat, und die Seele derer, die es gelesen und erlebt und von ihm geträumt haben." Isaac, der Verwalter der geheimen Bibliothek, führt Daniel mit diesen Worten in die Welt der vergessenen Bücher ein. Sein Vater eröffnet ihm außerdem, dass er sich nur ein Buch aussuchen darf und für dieses Buch muss er sein Leben lang Verantwortung tragen.

Daniel wird angezogen von einem Buch mit dem Titel: "Der Schatten des Windes". Er nimmt es mit und wird zugleich so in dessen Bann gezogen, dass er es verschlingt und dass es ihm keine Ruhe mehr lässt. Auf der Suche nach weiteren Büchern des Autors Julian Carax stellt er schnell fesst, dass es in Barcelona kaum noch Bücher von ihm gibt. Sie wurden von einem Unbekannten systematisch verbrannt. Auf der Suche nach Carax dringt er immer tiefer in die Vergangenheit das Autors ein und kann diese immer weniger von seinem eigenen Leben trennen.

Die wunderbare Sprache Zafons hat mich von der ersten Seite an begeistert. Leider ist das Buch zwischendrin ein wenig zäh und die sprachliche Poesie flacht zu sehr ab, als dass es die volle Punktzahl erhalten könnte. Auch der Handlungstrang verliert zwischendrin deutlich an Spannung. Das ist wirklich schade. Denn es wäre mit weniger Seiten ein grandioses Buch geworden.

Dennoch finde ich, dass es unbedingt lesenswert ist wegen der ungewöhnlichen Idee und für alle, die den Klang einer wunderbaren Sprache lieben. Ich freue mich auf weitere Bücher Zafons.
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