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89 von 99 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 31. Mai 2014
Nico Richters im Christian Verlag neu erschienenes Werk „Paleo – Power for Life“ ist das erste deutschsprachige Buch zum Thema Steinzeiternährung und der Lebensweise unserer Vorfahren. Bereits in den 80-er-Jahren hat der Ernährungswissenschaftler Boyd Eaton diese Ernährungsweise in den USA bekannt gemacht und in den letzten Jahren hat die Paleo-Ernährung besonders in Hollywood einen regelrechten Boom in Kontrast zum Veganismus erlebt.

Das Buch verspricht wie so viele Ernährungsbücher den Heiligen Gral: Man strotze nur so vor Gesundheit, Vitalität und habe obendrein noch reinere Haut. Der geschmackvolle Einband, die ästhetischen und ruhigen Bilder sowie der sympathisch lächelnde und gutaussehende Nico Richter, sprechen den Leser sofort an. Richter erklärt die überaus komplexe Ernährungsform so, dass es für den Paleo-Laien leicht verständlich und flüssig zu lesen ist und die 115 abwechslungsreichen Rezepte am Schluss tun ihr übriges, damit das Buch dann auch an einem Nachmittag ausgelesen ist.

Die Aufteilung des Buches ist gut strukturiert: Zuerst erklärt Richter dem Leser, warum die Steinzeiternährung die artgerechte Ernährung für den Menschen ist. Schließlich habe sich der Mensch genetisch in den letzten 100.000 Jahren kaum verändert und sei immer noch an die Ernährung unserer Vorfahren, der Jäger und Sammler, angepasst. Der Beginn des Ackerbaus vor 10.000 Jahren und die Industrielle Revolution vor 200 Jahren sowie deren Produkte wie Weizen, Zucker, Süßstoffe und Fast-Food überlasten, dem Autor zufolge, den menschlichen Körper. Die Folgen: Massive Übergewichtsepidemie, Krebs, Alzheimer und weitere Volkskrankheiten, die in den Industrienationen grassieren. Der Ausweg: Zurück zu unseren Wurzeln und einer leichteren Ernährung, bestehend aus viel Eiweiß wie Fleisch, Fisch, Eier, Gemüse, Obst und Nüssen. Auch gute Fette dürfen nicht fehlen und sollten vermehrt aus Kokosöl, Olivenöl und Avocados zugeführt werden. Das Kapitel ist einerseits zwar eine verständliche Einführung, doch andererseits kratzt es zu sehr an der Oberfläche. Für einen Skeptiker würde Richters Theorie nicht ausreichen, schließlich fehlen wissenschaftliche Belege wie Querverweise zu Studien oder Arbeiten von amerikanischen Paleo-Koryphäen. Doch darum geht es dem Autor ja auch nicht: Er möchte diese Ernährungsform einem breiten deutschen Publikum zugänglich machen und medienwirksam vermarkten.

Besonders gefällt das zweite Kapitel. Darin dreht es sich um die Herausforderung, 30 Tage lang nur Paleo zu essen und auf Milchprodukte, Getreide, Bohnen und mehrfach gesättigte Pflanzenöle strikt zu verzichten. Selbst kochen ist dabei natürlich ein Muss. In diesen 30 Tagen soll nämlich eine Entgiftung des Körpers stattfinden, in denen sich, dem Autor zufolge, viele seiner Leser gesünder und wacher fühlen und sie mehr Energie verspüren. Doch keine Angst, es wird keine vollständige Abstinenz von allen Kuchen und Brezen dieser Welt erwartet! Nach der Verzichtsphase dürfen einige Nahrungsmittel, wie Milchprodukte, wieder in die Ernährung eingeführt werden, wenn sie vertragen und andere als seltene Mogelmahlzeit gegessen werden. Schließlich ist Paleo auch keine x-beliebige Diät mit zahlreichen Verboten, sonderen eine gesunde und genussvolle Ernährungs- und Lebensform. Um die Umstellung zu erleichtern, gibt der Autor zudem viele nützliche Tipps für den Alltag mit, sei es für das richtige Einkaufen und Konservieren der Zutaten, die Küchenausrüstung oder ein detaillierter Mahlzeitenplan für zwei Wochen. Die darauffolgenden Lifestyle-Tipps kennt man jedoch schon leider zu genüge, sind aber nun mal ein fester Bestandteil eines jeden Ernährungsbuches: Erstens viel Wasser trinken, zweitens viel schlafen und drittens viel Bewegung.

Die Rezepte am Schluss machen richtig Spaß, durchzublättern: Die Bilder der fertigen Mahlzeiten sind so liebevoll und bis ins Detail inszeniert, dass einem schon allein beim Betrachten das Wasser im Mund zusammenläuft. Im ersten Moment muten einige Rezepte zwar etwas exotisch und kompliziert zum Kochen an, schließlich fehlen plötzlich die heißgeliebten und schnell gemachten Nudeln, Müslis oder belegten Semmeln vom Bäcker nebenan. Doch wer sich einmal an Schoko-Chili con Carne oder Apfel-Kokosnussmilch-Pudding gewagt hat, wird kleinlaut zugeben müssen, dass es erstaunlich gut schmeckt und Sättigungsbeilagen wie Brot oder Milchprodukte nicht notwendig sind, um gesund und lecker zu kochen – und das ein Leben lang.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. Juli 2015
Vorab: Es folgt (noch) keine Rezension, ob paleo funktioniert oder nicht. Das Kochbuch ist sehr schön aufgebaut. Es enthält einen ca. 50 seitigem Theorieteil vor den 115 Rezepten. Die Sprache ist verständlich und einleuchtend. Man kann den Anweisunge gut folgen. Die 30 Tage Challange Paleo ist gut für arbeitende Menschen durchgeplant und es wird vielfach daran erinnert auf Vorrat bzw. Vorzukochen.

Während ich den "Theorieteil" gelesen habe, habe ich mich aber zwischendurch gefragt, ob ich wirklich ein Buch über Ernährung gekauft habe. Unzählige Großaufnahmen vom Autor teilweise über zwei Seiten erstreckt zeugen zumindest von einem gesunden Selbstvertrauen des Autors. Aber das ist schon noch akzeptabel.

Was ich ziemlich unelegant finde: Dieses Sachbuch ist mit 30€ schon recht happig. Da habe ich dann auch entsprechende Erwartungen. Leider hat Richter an vielen Stellen (Küchenausstattung, Einkaufslisten etc.) gekürzt und auf seinen Blog paleo360.de zu diesem Thema verwiesen. Der Haken: Diese Infos findet man dort nicht sofort... man bekommt sie per eMail, dafür berechnet der Autor aber eine Anmeldegebühr in Höhe von 10€ inklusive einer Monatsgebühr von weiteren 10 €.

Letztendlich muss jeder selbst entscheiden, ob sie/er genügend Geld für Paleo hat. Auch im Buch heißt es, dass man nach seinem ersten Paleoeinkauf an der Supermarktkasse schlucken könnte. Denn diese Ernährungsweise ist einfach kostspieliger (was ich aber natürlich auch moralisch vetretbarer ist) die Kosten fangen aber schon viel früher an: Beim stolzen Buchpreis und den Folgekosten für die volle Informationspalette. Deine Wahl wie du dich entscheidest. Hätte ich das Buch nicht im Buchhandel, sondern bei amazon gekauft, hätte ich den Bildband über Nico Richter wieder zurück geschickt.
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81 von 96 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 15. April 2014
Paleo verspricht u.a. ein besseres Befinden bei Autoimmunkrankheiten. So fand ich zu Paleo360.de, dem dortigen Autoimmunprotokoll (17seitiges E-Book) und schließlich zu Paleo - Steinzeit Diät: ohne Hunger abnehmen, fit und schlank werden - Power for Life. 115 Rezepte aus der modernen Steinzeitküche mit Fleisch, Fisch & Gemüse. Glutenfrei & laktosefrei. (Trendküche).

Der "Blick ins Buch" schon viel sagend! Von mir 5 Sterne (mehr kann ich leider nicht vergeben) da

* Die Paleo-Grundlagen schlüssig präsentiert sind

* Die Regeln und Vorteile von Paleo bestens erläutert werden
(Tabelle Erlaubt - Nicht erlaubt / Idealgewicht und mehr Energie / Bessere Verdauung und reinere Haut / Ideale Versorgung des Körpers mit Nährstoffen / Vorbeugung von Zivilisationskrankheiten u.v.m)

* Ich Antworten auf viele Fragen finde
(Fleisch ist gesund / Das Problem mit Gluten / Brauchen wir Vollkorn? / Was ist mit Kartoffeln und Reis? / Wie sieht eine typische Mahlzeit aus? / Die größte Umstellung ist meist das Frühstück)

*Die Empfehlungen und der beispielhafte Speisplan für die 30 Tage-Umstellungsphase den Einstieg ungemein erleichtern

*Es zahlreiche nützliche Praxistipps gibt (Lebensmittelqualität, Lagerhaltung, Küchenbasics, d.h. besondere Zutaten der Paleo-Küche wie z.B. Ghee und Kokosmehl, Wochenplanung)

*Ausdrücklich aufgeführt wird, dass Paleo keine Diät, sondern eine langfristige Ernährungsumstellung ist, das Thema Abnehmen aber dennoch behandelt wird (wie auch Paleo und Sport)

*Die Rezepte eines meiner wichtigsten Attribute erfüllen: Alltagstauglichkeit. Sie kommen oftmals mit wenigen Zutaten aus und sind in einem annehmbaren Zeitrahmen zubereitet -perfekt!

Zu einem Lieblingsrezept haben wir in der Familie bereits Spinatcurry mit Huhn (+Kokosmilch) ernannt.

Neben den Basic-Rezepten, z.B.
Schnelle Paleo-Pfanne / Hähnchenfilet-Streifen / Gebratenes Hackfleisch / Lachsfilet mit Chili & Limette und dem perfekten Rührei (Geschmack Thai, Provence, Spanien, Griechenland, Mexiko, mittlerer Osten Nordafrika) bietet das Buch aber auch
raffiniertere Rezepte wie z.B.
Huevos Rancheros (Frittata) mit Paprika-Chili-Salsa / Früchte im Speckmantel / Knusprige Maniok-Chips / Pizza mit Blumenkohlboden / Zucchini-Spaghetti mit Bolognese oder Macadamia-Pesto / Mango-Ingwer-Chutney / (Grüner) Spargel-Erdbeer-Salat / Fruchtiges Rindfleischcurry / Schoko-Chili-Con-Carne / Persisches Lamm-Curry / Schweinefilet in Kaffeekruste mit Blaubeersauce / Chicken-Wings mit Chilli und Limetten / Kokos-Kabeljau mit Mango-Avocado-Salat / Leinsamenbrot sowie
Rezepte für den Süßhunger, z.B.
Kokosriegel / Verbotene Schoko-Brownies / Apfelküchlein mit heißen Zwetschgen / Kakao-Waffeln mit Erdbeer-Kokos-Creme / Mango- und Bananen-Eis

Sehen diese nach Verzicht aus?

Alle Rezepte sind mit einem "Dazu passt-Verweis" und Nährwertangabe, manche auch mit zusätzlichem Tipp, versehen.
Zudem gibt es Symbole für "schnell zubereitet" und "kohlenhydratearm" -finde ich prima!

Fazit:
Das Buch (bzw. meine Kindle-Version) ist sehr gut strukturiert aufgebaut und lässt mich nichts vermissen!
Man merkt, dass es mit Liebe zum Detail erstellt wurde. Schön auch, dass es nicht mit erhobenen Zeigefinger daher kommt.
"Folge nicht Paleo, sondern deinem Paleo." heißt es dort.
Ich habe in Paleo - Steinzeit Diät: ohne Hunger abnehmen, fit und schlank werden - Power for Life. 115 Rezepte aus der modernen Steinzeitküche mit Fleisch, Fisch & Gemüse. Glutenfrei & laktosefrei. (Trendküche) gefunden, was ich suchte:
Einen Ratgeber und Begleiter zu meinem Paleo (und -so hoffe ich- "Power for life")!

Nachtrag 22.04.14:
Nun besitze ich zudem das Buch, welches sich mit seinen 22,5 x 27 cm und 224 Seiten auch als solches bezeichnen darf. ;-)
Macht Spaß darin zu blättern! Der beiliegende Pocket-Guide, klein aber fein, dient mir momentan noch als Lesezeichen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. April 2015
Für gewöhnlich schreibe ich keine Rezensionen. Hier allerdings hat mich das Buch beim ersten Durchblättern schon stutzig gemacht. Wer sich mit dieser Ernährungsweise bereits seit längerem auseinandersetzt und englischsprachige Blogs bzw. Bücher zu dem Thema liest, dem fällt bereits nach den ersten Seiten auf, dass viele der Rezepte und Ideen schlicht und einfach geklaut sind und übersetzt wurden. Sehr schade! Also nur für absolute Einsteiger interessant.
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103 von 126 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. August 2014
Ich habe das Buch in der Buchhandlung "Heymann" in Hamburg gekauft.
Das Paleo Konzept überzeugt und begeistert mich, nicht jedoch dieses Buch.

Widerspruch Kartoffel / Süßkartoffel
Seite 21 der Einleitung sagt, die K. liege der vielen Stärke wegen im Graubereich und solle nur in Maßen konsumiert werden. Es gibt kein einziges Kartoffelrezept im Buch und man könnte nun denken, das sei ja dann schlüssig.

Seite 66 lobt die Süßkartoffel, man rate wieso: wegen ihrer hohen Stärke! Immer wieder kommen Gerichte mit ihr vor. Dieser krasse Widerspruch wäre wohl noch zu akzeptieren, wenn der Autor es sich nicht auf die Fahne geschrieben hätte, (mit Recht) immer wieder für das regionale Einkaufen zu werben. Allerdings habe ich noch keine Süßkartoffel aus Deutschland gesehen, geschweige denn aus meiner Region. Denn Sie wachsen und kommen hauptsächlich aus Spanien, Ägypten und Israel. Alles widersprüchlich und nicht sehr nachhaltig.

Das Buch steckt voller Rechtschreib-, vor allem Trenn- und Kommafehler (gab es einen Lektor?). Natürlich ist das nicht entscheidend, doch für diesen Preis erwarte ich sauberes und schlüssiges Deutsch.

Dann Frau Dr. Hartmann von Seite 8. Schreibt sie doch sinngemäß, dass sie zunächst schon Zweifel hatte, ob sie bei ihrem jungen, sportlichen Patienten Herrn Richter noch Optimierungspotential finden könne. Um dann einen Satz später zu sagen, Zitat: "wie praktisch bei jedem Patienten decken die Laboruntersuchungen dann aber doch einige Probleme und Defizite auf..."
Liebe Frau Doktor, wenn sie anscheinend die Erfahrung gemacht haben, dass Sie "praktisch bei jedem Patienten" letztlich Defizite feststellen, wieso gab es dann zunächst Zweifel bei Hr. Richter.
Einfach drauf losschreiben reicht leider nicht, wir Leser denken mit und es muss halt schon Sinn machen!

Den Autor frage ich: Ist es nicht ein klein wenig peinlich, Hähnchen und Hackfleisch mit nichts als Öl und Salz in der Pfanne gebraten als Rezept anzubieten? Ich denke, niemand, der über eine Umstellung auf Paleo nachdenkt, benötigt solch banale Bratanleitungen. Oder waren das Seitenfüller?

Insgesamt ein mager durchdachtes und produziertes Buch zu einer faszinierenden Ernährungsweise. Wie man auf Herrn Richters Blog nachlesen kann, ist der Autor Laie und möchte ab sofort von all dem leben können. Nun, es sei Ihm gegönnt, aber etwas durchdachtere Qualität sollten beim nächsten Werk dann drin sein.
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50 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. April 2014
Nico Richters hochwertige Beiträge kenne ich bereits von der Homepage paleo360.de. Mit entsprechend großer Spannung und gleichzeitig kritischer Erwartung stand ich also dem Buch "Paleo - Power for Life" gegenüber. Entsprechend habe ich mich sehr gefreut, als ich heute mein bestelltes Exemplar erhalten habe.

Beim ersten Öffnen des Buches stieg mir der angenehme Geruch von "neu" in die Nase. Aber schließlich soll hier nicht der Geruch, sondern der Inhalt bewertet werden:soviel vorweg, der Aufbau des Buches ist logisch schlüssig und hilft beim "Reinkommen" ins Buch.

Der Einstieg stellt ein schön geschriebenes und motivierendes Vorwort aus Sicht des Autors sowie der Ärztin des Autors dar. Schon hier wird dem westlich konsumierenden Menschen unweigerlich klar, es geht nicht nur ums (Nach-)Kochen diverser Rezepte, sondern auch darum, seinen Lebensstil zu ändern. Dem Autor gelingt es aus meiner Sicht an dieser Stelle und auch im weiteren Verlauf des Buches hervorragend, nicht die Haltung eines "Predigers pro Paleo-Life" einzunehmen, sondern dem Leser vielmehr ein motivierendes Angebot zu machen: Probiers' einfach mal aus! Dazu passend finden sich angenehme, nicht auf eine Selbstdarstellung abzielende Bilder vom Autor in verschiedenen Situationen (z.B. Kochen, Aufenthalt in der Natur) vor.

Damit das Probieren besser gelingt, vermittelt einem das Buch im Folgenden die wesentlichen Grundlagen von Paleo. Dies umfasst eine geschichtliche Herleitung und Erklärung von Paleo, die zumindest mir helfen wird, einem Außenstehenden das Konzept Paleo vernünfig und plausibel zu erklären. Es schließt sich ein klar beschriebenes "Regelwerk" an - was soll ich essen, was soll ich vermeiden? Die grafische Aufbereitung ist äußerst gelungen und unterstützt den Inhalt des Buches (erlaubte Nahrungsmittel werden mit einem grünes Plus angegeben, nicht erlaubte Nahrungsmittel mit einem roten, nach unten gerichteten Dreieck).

Schön ist an dieser Stelle auch, dass das Buch mit diversen, häufig als Wahrheit empfundenen "Standpunkten" bricht, z.B. was Fett, Fleisch und Vollkorn angeht. Die Argumentation ist hier transparent, sodass sich jeder Leser eine eigene Meinung bilden kann. Die Vorteile von Paleo geben dem Leser einen zusätzlichen Motivationskick, dem Konzept eine Chance zu geben und es auszuprobieren.

Besonders erfreulich finde ich, dass das Buch nach diesem Abschnitt nicht direkt einsteigt und Kochrezepte "auflistet", sondern einen Weg anbietet, "wie" man einen guten Einstieg in Paleo finden kann. Hierzu wird das 30-Tage-Paleo-Programm vorgestellt, einschließlich vieler hilfreicher Tips, Hinweise auf typische Fehler und Ratschläge für die Zeit nach dem Programm, die allesamt den Start in Paleo enorm erleichtern. Toll und gut durchdacht ist auch, dass der Speiseplan geschickt mit den Rezepten verknüpft ist, sodass der Einstieg auch hier reibungsloser gelingen kann. Dazu tragen nicht zuletzt auch weitere Informationen zu "Grundzutaten", "Wochenplänen" und "Küchenutensilien" bei.

Es folgen die insgesamt 115 Rezepte, eine stattliche Zahl. Auch hier wurde offensichtlich viel Wert auf Struktur und Verständlichkeit gelegt, da die Rezepte sinnvoll gegliedert sind, sodass man alles schnell findet. Die Rezepte selber sind ansprechend verfasst und es kommen zu keiner Zeit unangenehme Fragen in einem auf, z.B. "Wie komme ich jetzt von Schritt 2 zu Schritt 3"? oder "Warum stehen in der Zubereitungsbeschreibung nicht alle Zutaten aus der Einkaufsliste?". Die Angabe der Zubereitungszeit hilft dabei, den benötigten Aufwand einzuschätzen. So weiß man, wie viel Zeit man einplanen muss und kann für sich selbst entscheiden, ob man dieses Rezept, oder besser ein anderes Rezept auswählt.

Die Rezepte enthalten alle Nährwertangaben, was ich persönlich sinnvoll finde. Tipps, beliebte Kombinationen und Variations-Empfehlungen reichern die Rezepte weiter an, sodass man beim Lesen viel zu entdecken und zu stöbern hat. Auch wenn ich das Buch natürlich noch nicht im Langzeit-Gebrauch habe, freue ich mich schon darauf, diverse Variationen zu testen - das Buch wird es schaffen, sich langfristig interessant zu machen.

Die Bilder zu den Rezepten sind durchweg hochwertig und die "Ergebnisse" der Zubereitung sind liebevoll arrangiert und fügen sich harmonisch in das Gesamtbild ein. Übrigens: Der Kaufpreis rechtfertigt sich in meinen Augen vollkommen, nicht nur wegen der informativen, ansprechenden Inhalte, sondern auch wegen der Aufmachung selbst - das Buch ist gradlinig, qualitativ hochwertig mit einem Hardcover und ästhetisch ansprechend!

Unbedingte Kaufempfehlung - sowohl für Paleo-Erfahrene, als auch für Paleo-Einsteiger!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 50 REZENSENTam 20. Februar 2015
Nachdem ich zunächst das zweite Buch von Nico Richter gesehen habe, wurde auch mein Interesse an seinem ersten Buch geweckt, zumal mir auch das Buch „Der Paleo-Code“ von Romy Dolle schon ganz gut gefallen hat. Zwar teile ich nicht alle Ansichten der Paleo-Ernährung, aber die Grundidee, alle Lebensmittel so natürlich und unverarbeitet iwie möglich zu essen gefällt mir sehr gut. Dass die Ernährung speziell in den westlichen Industriestaaten völlig von den eigentlichen Bedürfnissen der Menschen abgekommen ist, zeigt die explosionsartige Ausbreitung vielfältiger Zivilisationskrankheiten.

Zu Beginn des Buches werden die Grundlagen und das Konzept der Paleo-Ernährung kurz und bündig, aber dennoch logisch und nachvollziehbar dargestellt. Paleo orientiert sich an den Nahrungsmitteln, die den Menschen in der Steinzeit zur Verfügung standen und die deshalb für ihn evolutionsbedingt am besten geeignet sind. Das sind: Gemüse, Obst, Fisch, Fleisch, Meeresfrüchte, Eier, Samen, Nüsse. „Verboten“ sind hingegen Getreideprodukte, Hülsenfrüchte (außer grünen Bohnen), (industriell verarbeitete) Milchprodukte und Zucker. Ebenso sollten Tabak, Alkohol und Kaffee gemieden werden. Rund um diese Grundregeln werden kurze Begründungen und Tipps und Anregungen gegeben.

Im anschließenden Kapitel empfiehlt Herr Richter, das Paleo-Konzept nach Möglichkeit 30 Tage so konsequent wie möglich durchzuziehen, weil man natürlich einige Zeit braucht, um neue Essgewohnheiten in seinem Leben zu etablieren und man nach 30 Tagen auch die positiven Veränderungen bereits bemerken kann. Enthalten ist auch ein Ernährungsplan wie diese 30 Tage mit sinnvollen Gerichten gefüllt werden können und was man bei der Umsetzung beachten bzw. vermeiden sollte und welche „Nebenwirkungen“ auftreten können. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass eine Ernährungsumstellung anfangs auch den nötigen Durchhaltewillen benötigt, aber immer ausgehend von einer positiven Grundeinstellung zu den neuen Essgewohnheiten. Man verliert nicht Wertvolles, sondern gewinnt im Gegenteil viel Positives dazu! So hat es zumindest bei mir geklappt... :-)

Danach folgt ein Kapitel, das Praxistipps für den „Küchenalltag“ gibt. Welche Grundzutaten sollten in der Küche immer vorrätig sein, welche Lebensmittel sollte man auf Lager haben. Welche Produkte in welcher Qualität soll man kaufen? Etc. etc.
Hierbei wird betont, möglichst auf saisonale und auch regionale Gesichtspunkte zu achten, was sehr sinnvoll ist.

Im Anschluss daran, beginnt der umfangreich Teil des Buches mit den Rezepten, Diese sind gut erklärt und gegliedert und enthalten alle nötigen Informationen über Portionsgrößen sowie Zeit- und Mengenangaben.
Die Rezepte sind in unterschiedliche Kategorien gegliedert:

- Basics (z.B. schnelle Paleo-Pfanne)
- Frühstück (z.B. süße Pfannkuchen)
- Eier (z.B. Eier-Muffins mit Steakstreifen)
- Gemüse (z.B. Spinat mit Tomaten und Basilikum)
- Dips (z.B. Pflaumen-Koriander-Dip)
- Salate (z.B. Blumenkohlreis-Salat)
- Fleisch (z.B. fruchtiges Rindfleischcurry)
- Geflügel (z.B. Spinatcurry mit Huhn)
- Fisch (z.B. Lachs-Zucchini-Röllchen)
- Snacks (z.B. Kokos-Riegel)
- Desserts und Süßes (z.B. süßer Beerenauflauf)
- Getränke (z.B. Kokos-Pfirsich-Limonade)

Für mich haben sich auf einige Kritikpunkte ergeben.
Es darf bezweifelt werden, ob Fleisch etc. in den früheren Zeiten so oft und regelmäßig auf dem Speiseplan stand, wie es in diesem Buch zum Einsatz kommt. Für meinen Geschmack wäre eine etwas „pflanzenlastigere“ Ernährung durchaus sinnvoller – darüber kann man aber auch sicherlich trefflich debattieren.
Zudem sind viele Zutaten nicht annähernd so regional, wie es vom Paleo-Konzept und vom Autor selber propagiert wird (Kokosmilch, Mandelmilch, Maniok, Mango etc.) Die Verwendung dieser Zutaten erhöht zwar die Abwechslung in den Gerichte enorm, steht aber im Gegensatz zum Einsatz regionaler Produkte. Ob es letztlich sinnvoll ist, sich der Produktpalette einer globalisierten Welt völlig zu verschließen, muss jeder für sich selber entscheiden, denke ich.

Insgesamt ist Nico Richter aber in jedem Fall ein sehr interessantes und vielseitiges Kochbuch zu einem Ernährungskonzept gelungen, das mit vielen sinnvollen und schlüssigen Grundüberlegungen arbeitet - auch wenn sich für mich der ein oder andere Punkt ergeben hat, der für mich persönlich nicht ganz so stimmig ist. Macht in der Endabrechnung 4 Sterne von mir.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Mai 2014
Ich bin täglicher (bzw fast) Besucher des Paleo360 Blogs. Viele Rezepte / Ideen habe ich mir angeschaut aber wenn ich dann kochen möchte, habe ich nicht immer lust mein Tablet oder ähnliches in der Hand zu halten, welcher dann auch noch den screensaver oder ähnliches aktiviert, daher habe ich nie viele Rezepte ausprobiert nur einige mal aufgeschrieben / abgeändert und zubereitet.

Ich habe aber dieses Buch auf dem Blog gesehen und dachte, dies seit vielleicht ganz interessant, als ich dies dann noch in meiner örtlichen Buchhandlung fand, wo ich immer mal wieder in der "Kochbuch" Abteilung vorbei schaue fand ich dann zum ersten! mal ein Paleo Buch (ich habe an diesem Tag auch gezielt nach diesem Ausschau gehalten).

Alternativen zu dem Buch gibt es kaum außer die von Felix (Urgeschmack) die mich aber nicht zu 100% überzeugt haben, sonst bin ich stolzer Besitzer von ca 20 englisch-sprachigen Paleo e-Books (Paleo-Rezepte etc.) und allg. Sachbücher darüber.

Die gebundene Ausgabe lohnt sich auf jeden Fall, es ist übersichtlich, der Paleo Einstieg wird erklärt und um was es überhaupt geht, sowie die "Paleo-Geschichte" des Autoren.
Es wird auch deutlich gemacht das Paleo eine Lebenseinstellung ist und nicht eine Diät für paar Wochen um paar Kilos zu verlieren....es geht eher darum, nicht jeden "Dreck" zu essen vor allem auch die angeblich gesunden die so extrem in den Medien beworben werden.......

Die verschiedenen Rezepte haben mich überzeugt, vor allem weil ich selber sehr gerne teste und eig. nie ein Rezept 1:1 nachkoche sondern mir nur Ideen hole und dann aus den Rezepten einfließen lasse (Kombinationen etc).

Ich habe dieses Buch 5 Sterne gegeben, weil es keine bessere Alternative gibt und dieses wirklich gut ist, das einzige was ich etwas negativ fand war folgendes:

Beworben wird das Buch auf dem Cover mit 115 Rezepten, ich habe nicht nachgezählt aber für mich sind 4 verscheide Smoothies eher als ein Rezept zu sehen mit Abwandlungen (wie bei dem Rührei). Auch die Basics zähle ich eher nicht als Rezept (nicht sicher ob dies getan wurde), da eig. fast jeder weiß wie man Hähnchen Streifen "brät" oder Hackfleisch, Garnelen, Rindersteak und Lachsfilets für mich hätten diese eher in ein Rezept integriert werden sollen zB Rindersteak mit der Gemüse-Pfanne etc unnd nicht bei anderen auf diese verwiesen.
Aber das ist kein Grund hier Abzug zu geben, da man es niemanden Recht machen kann, für Anfänger ob Paleo oder allg kochen ist das sicherlich hilfreich, für mich persönlich nicht, aber dennoch finde ich genug andere Ideen das dies kaum ins Gewicht fällt. Wer nun meint, dass ich ein erfahrener Koch bin und deswegen die Basics nicht so brauche, der irrt sich ich bin 24 (männlich) und habe dies auch schon vor 4 Jahren genauso gekonnt - daher diese persönliche Meinung.

Was ich sehr schön finden würde, das geht an die beiden Blogschreiber, wenn ihr auf eurem Blog zu jedem Rezept ein Bild hochladen würdet (zu viel für das Buch aber für die Homepage ok) oder bittet eure "Leser" welche einzusenden per Mail und die schönsten veröffentlicht ihr, da ich bei einigen mir Bilder gewünscht hätte damit ich weiß wie es ca. werden soll bzw aussieht.

Von mir klare Kaufempfehlung! meine positiven und negativen Kritikpunkte stellen nur meine persönliche Meinung dar, aber ich bin so positiv überrascht, dass es für mich das No 1 Buch in der deutschen Kochbuch-Szene ist.

Vielen Dank an das Paleo 360 Team und vor allem an Nice Richter, der sein Wissen mit und teilt.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
*
Erstmal: Ich habe das Buch mit großem Interesse gelesen, da ich mich schon seit Jahren mit Ernährung (privat) befasse. Es ist gut gestaltet, verständlich und einfach zu lesen. Ich las es mir einmal durch. Die Rezepte habe ich allerdings nicht ausprobiert (aus dem Grund weil ich MEINE perfekte Ernährugsweise bereits vor Jahren gefunden habe und das Buch einfach nur aus Interesse durchlas ... es wird weiterverschenkt).
Allgemein betrachtet halte ich "Paleo" für eine gute Ernährungsweise ... aber ... und jetzt kommt die Kritik. Ich gehe hierbei nicht auf das Buch selber, sondern auf das Konzept der Paleo-Ernährung ein. Stellvertretend sozusagen, weil es das einzige BUCH ist, welches ich zum Thema gelesen habe (neben den informativen Texten im Internet, aber das sind keine Bücher).

Leider beruht das Prinzip der Paleo-Ernährung auf einer wissenschaftlich nicht haltbaren Fehleinschätzung. Die Annahme, daß diese Ernährung OPTIMAL bzw. ARTGERECHT für den Menschen war und auch heute noch ist.
Warum? Also, vorrausgesetzt die Ernährungsweise ist korrekt dargestellt, wofür es leider keine konkreten Beweise gibt, nur Spekulationen (welche ich jedoch grösstenteils für richtig geraten halte ^^). Dennoch: DIE Steinzeit existiert nicht. Es ist eine lange (Jahrmillionen) dauernde Zeitspanne. Mit Eiszeiten und Wärmezeiten (in denen die Menschen definitiv unterschiedlich gegessen haben). Und wieso ausgerechnet Steinzeit? Warum nicht die Bronzezeit? Oder Eisenzeit? Warum sollte die Steinzeit wegweisend bzgl. der Ernährung sein? Diese Frage liefert doch einige (unangenehme) Denkanstösse.
Zurück zur Ernährung. Die Urzeit-Menschen haben sich nur auf diese Weise ernährt, weil sie keine andere Wahl hatten. Sie aßen, was sie kriegen konnten. Auch Fleisch gab's nicht immer, nur wenn das fleischliefernde Tier auch gefangen wurde und das war in der Steinzeit ziemlich schwierig, ich denke daher es wurden v.a. Insekten "erlegt" (um einem Einwand vorzubeugen: die Naturvölker heutzutage benutzen Pfeil und Bogen, bzw. Blasrohre mit Nervengift, das musste damals alles erst erfunden werden). Wobei der Fleischverbrauch von "Volk" zu "Volk" unterschiedlich war (man nehme z.B. die Inuit/Eskimos, welche sich fast ausschliesslich von Fisch und Robbenfleisch ernähren/ernährten, was sie am Leben hält/hielt, aber keineswegs gesund ERhielt, siehe "Herzleiden und Inuit").
Die Natur liefert ihren Geschöpfen nur das Nötigste zum Überleben, und das war es auch für die Steinzeitmenschen: ÜBERleben. Menschenkörper sind oft viel zäher als angenommen. Wir können vieles verstoffwechseln.
Doch erst mit dem Ackerbau, erhöhte sich die durchschnittliche Lebenserwartung der Menschen damals.

Zudem hatten die ersten Ackerbauern keinen Zucker und kein Salz (und daher auch keinen solchen Missbrauch wie er heute üblich ist) und auch das Urgetreide war damals VÖLLIG anders (heutzutage benutzen wir den "gen. manipulierten" Zwergweizen, welcher u.a. mehr Gluten enthält).
Und man sieht ja, daß die Lactose(Milchzucker)toleranz in Europa viel höher ist als die in Asien. Das ist so, weil unsere europäischen Vorfahren viel früher als die Asiaten mit dem Milchkonsum angefangen haben und sich unsere Verdauung somit ANGEPASST hat (laut dem Paläo-Diät Konzept wäre das aber nicht möglich gewesen). Allerdings ist die heutige Laden-Milch (homogenisiert, pasteurisiert, entfettet und/oder gezuckert) längst nicht mehr die Milch, welche unsere Vorfahren von gesunden Kühen/Ziegen/Schafen/Pferden/Lamas/etc. getrunken haben (unsere missbrauchten Milchkühe sind nicht gesund, siehe "entzündete Euter" und "unnatürliches Vieh-Futter").
Auch die Behauptung, daß Hülsenfrüchte schlecht für den menschlichen Organismus sein sollen, ist nicht haltbar. Roh darf man sie natürlich nicht essen (in diesem Zustand besitzen jene Pflanzen Abwehrstoffe als Verteidigung gegen "Räuber"), aber gekocht liefern sie dem Körper u.a. viel "grünes" bioverfügbares Eiweiß (Soja und Lupinen weisen sogar alle 8 essentiellen Aminosäuren auf). Wenn man sie fermentiert (wie es in Asien üblich ist) zu sich nimmt, sind sie sogar besser verdaulich.

Aber immerhin liegt der Schwerpunkt der Paleo-Diät auf dem Gemüse (und Obst), soweit meine gesammelten Informationen richtig sind. Deshalb ist sie auf jeden Fall empfehlenswerter als der heutzutage übliche süße, fettige, stark zucker-und salzhaltige Fast Food Frass in großen Mengen. Dazu gehören Pizzen, Pommes, Burger, Zucker-Backwerk aus Weißmehl, salziges/zuckriges/fettiges Knabberzeug aber auch die Schweinshaxn und fettigen Soßen ... das alles ist für viele Menschen in der westlichen Zivilisation (und langsam auch in anderen Ländern, siehe z.B. "China und die westliche Ernährungsweise" ) normale "Nahrung". Das sind "Nahrungsmittel" mit sehr hoher Energiedichte. SIE sind der Grund für Zivilisationserkrankungen wie Übergewicht und Diabetes, etc. (ich habe mit eigenen Augen gesehen, was da z.B. in Schulpausen/Kantinen gefuttert wird). Nicht, weil die Menschen nicht ARTgerecht oder dergleichen essen würden.
Wie auch immer!
So gut wie jede Ernährungsweise, welche auf pflanzlicher Nahrung basiert (!) ist eine gute (bessere) Ernährung. Dazu gehört AUCH (aber nicht ausschliesslich ) die Paleo-Ernährungsweise. Ich persönlich finde jedoch, bei dieser versagt man sich - irrtümlicher- und daher unnötigerweise - harmlose gesunde Nahrungsmittel ... wie Vollkorn-Getreide (gut eingeweicht, bei Brot am besten aus Natursauerteig) und Hülsenfrüchte (am besten fermentiert), sowie unbehandelte Biomilch ... natürlich alles in Maßen ^^).

Um eine Beispiel-Anekdote zu nennen, warum Getreideprodukte keinesfalls schädlich sein müssen: Die Magenschmerzen und Antriebslosigkeit (u.a. Beschwerden) meiner Mutter fielen weg, sobald sie den Croissant mit Marmelade/Nutella bzw. das Kuchenstück sowie den Kaffee als Frühstücksmahlzeit weggelassen hat und stattdessen durch Müsli (Pflanzendrink/Milch/Yoghurt mit viel Haferflocken, gemahlener Hirse, Leinsamen und Trockenfrüchten ... alles zusammen über Nacht eingeweicht und mit einem Schuß Zitrone versehen, damit das Ganze leichter verdaulich wird) und als Getränk purer Fruchtsaft (ohne Zuckerzusatz) ersetzte. Kurzum: Sie ersetzte die schlechten Kohlenhydratprodukte durch die Guten. Dadurch ging es ihr wesentlich besser. Trotzdem sie immer noch Getreideprodukte zu sich nahm. Das muss doch was zu bedeuten haben.
A`propos: Getreide entstand durch Kultivierung von Gräsern. Somit ist es trotz allen Unkenrufen im Prinzip was Natürliches. Hängt nur von der Bearbeitung ab, welche Wirkung es auf Menschen hat. Weißmehl z.B. wird aus diesem heutigen Zwergweizen gemacht und dazu noch durch den Bearbeitungsvorgang fast aller Nährstoffe beraubt. Übrig bleibt nur ein ungesunder Dickmacher voller leerer Kalorien. Glücklicherweise gibt es in Reformhäusern immer noch Mehl bzw. Flocken aus Urweizen. Die Bezeichnung sind "Einkorn" (nicht Einhorn ^^) und "Emmer".

FAZIT:
Daher vergebe ich dem Buch nur eine durchschnittliche Bewertung ... als Protest, weil "Paleo" den unverdienten, unbewiesenen Anspruch die beste Menschennahrung zu sein, für sich fälschlicherweise einnimmt (und weil das Buch demenstprechend ebenso falsche Behauptungen bzgl. Getreide, Hülsenfrüchte und Milch wiedergibt .... einfach so, ohne stichhaltige Begründung, nach dem Motto: Glaubt es ruhig!).
Mit der Ernährung verhält es sich inzwischen wie mit der Religion. Es ist eine Glaubenssache und jede Ernährungsweise hat ihre Anhänger, welche mehr oder weniger fanatisch auf deren positive Wirkung schwören.
Die Paleo-Ernährungsweise ist durchaus eine gesunde Ernährungsweise, aber keinesfalls DIE einzige optimale/artgerechte Ernährungsweise für den Menschen. Andere Nährweisen, die auf pflanzlicher Nahrung basieren (!) sind ebenfalls gesund und gut. Ansonsten muss man individuell die ideale gesunde Nahrung für sich finden, auf Vorlieben und Verträglichkeiten achtend (aber hauptsächlich mit allen wichtigen Nährstoffen versehen).

In diesem Sinne: Guten (und gesunden) Appetit!

PS:
Wer interessiert ist an gesunder Ernährungsweise, sowie dem Zusammenhang von ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten (und sich mit ein bisschen medzinischem Fachjargon auskennt), dem möchte ich folgendes, wissenschaftlich fundierte (aber mit blödem Populärtitel versehene) Fachbuch ans Herz legen ->
Dr. Jacobs Weg des genussvollen Verzichts: Die effektivsten Maßnahmen zur Prävention und Therapie von Zivilisationskrankheiten: Metabolisches Syndrom ... Rheuma Prostata- und Brustkrebs
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. Januar 2015
Das Buch von Nico Richter kam erst zu mir, als ich bereits 8 Monate nach Paleo gelebt habe. Angestachelt durch seinen Blog habe ich meine Ernährung umgestellt. Mit Hilfe des Buches habe ich dann trotz allem meine 30 Tage Challenge wiederholt und auch beendet. Bei Paleo bin ich geblieben.

Was mir am Buch gefällt, es vermittelt die Leichtigkeit, mit der Paleo betrieben werden sollte. Paleo ist in meinen Augen kein Dogma, doch viele wollen scheinbar genau das. Vielmehr ist es der Weg zurück zum einfachen, unbeschwerten und vor allem gesunden Lifestyle. Das finde ich gut und so wirkt das Buch auch auf mich.

Die Grundlagen zur Kenntnis genommen und mit den geschriebenen Rezepten etwas experimentiert, erhält man einen äußerst abwechslungsreichen Ernährungsalltag. Ich komme problemlos über die Woche, schlemme am Wochenende und genieße in vollen Zügen. So sollte es sein. Zu meinen 5-6 Trainingstagen in der Woche passt Paleo einfach perfekt.

Das Buch mag Ecken und Kanten haben, aber auf Grund der Schnörkellosigkeit und der Einfachheit für "Neue" Paleoaner hat es sich 5 Sterne einfach verdient.
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