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am 14. April 2013
Das Vorwort von Bernd Hackl lässt nicht unbedingt vermuten, dass man ein "Pferdebuch" in der Hand hat, sondern spiegelt einfach eine Lebensweise wider ... und genau das ist es, was Mark Rashid auch mit "Horsemanship through life" betitelt hat.

Susanne Kreuer beschreibt in den ersten Kapiteln fundiert das Verhalten wild lebender Pferde und erläutert anschaulich, wie schwierig und angsteinflößend manche Aufgaben sein können, die wir den Pferden stellen.

Ebenso vielfältig beschreibt sie die Sinneswahrnehmung eines Pferdes und lenkt unsere Aufmerksamkeit darauf, warum z.B. die Rollkur nicht nur eine physische, sondern auch eine psychische Folter für Pferde ist. Besonders bedanken möchte ich mich bei der Autorin für folgende Feststellung in diesem Kapitel: "JEDE FORM VON ARGLISTIGER TÄUSCHUNG IST DER NATUR DER PFERDE UND IHREM WESEN ABSOLUT FREMD. HEIMTÜCKE UND WIDERSPRÜCHLICHE HANDLUNGEN SIND REIN MENSCHLICHE EIGENSCHAFTEN." Wir vermenschlichen die Pferde ständig und bilden uns sogar ein, dass Pferd will uns absichtlich ärgern. Pferde KÖNNEN so etwas gar nicht. Sie sind von Grund auf ehrlich. Im Gegensatz zu uns Menschen.

Susanne Kreuer erklärt im nächsten Kapitel über die Evolution des Pferdes, wie sich bestimmte körperliche und verhaltenstechnische Merkmale über Jahrtausende entwickelt haben. Es folgt eine ausführliche Abhandlung über Kommunikation. U.a. geht es dabei um die Tatsache, dass das Pferd in jedem Moment unsere Stimmung liest und wir dadurch ohne Unterlass dem Pferd Signale senden. Ich kann das bestätigen ... mein Pferd Pepper z.B. hat einen so feinen Sinn für meine Stimmung, dass er schon weiß, dass es mir schlecht geht, bevor es mir selbst bewusst wird.

Auch in den nächsten Kapiteln, wo es um Lernverhalten und Motivation, Vertrauen und Kommunikation geht, beschreibt Susanne Kreuer wunderbar und verständlich und nachvollziehbar, was Pferde wirklich brauchen und was NICHT. Sehr schön finde ich ihre Einstellung zum intensiven Imprint-Training mit neugeborenen Fohlen, dem auch ich sehr kritisch gegenüber stehe.

Im Kapitel über Erziehung und Training schreibt die Autorin sehr treffend: "Jeder Umgang mit dem Pferd hat immer einen ausbildenden und erzieherischen Charakter." Die Autorin beschreibt in diesem Teil des Buches die Wichtigkeit, jeden Mensch und jedes Pferd individuell zu betrachten - es gibt nämlich nicht DIE Trainingsmethode.

Im Kapitel über Probleme zwischen Mensch und Pferd schildert sie beispielhaft typische "Verhaltensprobleme" und zeigt Lösungsvorschläge auf. Sie weist ausdrücklich darauf hin, dass eigentlich immer der Mensch das Problem ist und mit therapiert werden muss - nicht das "Pferd muss repariert werden".

Die Fotos in dem Buch sind allesamt privater Natur und zeigen verschiedene Pferde z.T. mit ihren Menschen dazu und passen wunderbar ins Thema.

Fazit: Susanne Kreuer schreibt mit großer Ehrlichkeit und aus vollem Herzen - sie steht hinter jedem einzelnen Satz und man spürt ihre liebevolle Zuneigung und ihr Verständnis für Pferde. Zudem ist das Buch sehr fundiert und gut recherchiert.
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am 5. April 2013
Susanne Kreuer zieht mich mit ihrem neuen Werk "Pferde verstehen" in ihren Bann. Das Buch löst Emotionen aus, begeistert mich als Leserin und lehrt mich, dass ich noch längst nicht ALLES weiß. Seit ich das Buch gelesen habe und ich bin noch nicht ganz durch, gehe ich mit einer anderen Einstellung zu meinem Pferd. aber nicht nur das, in meinen ReiterSprachFerien gebe ich auch den Jugendlichen dieses Wissen mit auf den Weg. Auch Eltern die mit dem Wunsch ihres Kindes ein Pferd zu kaufen konfrontiert werden, rate ich, dieses Buch zu kaufen und zu "studieren" um so ihre Kinder zu unterstützen. Wer sich als Eltern entschließt ein Pferd zu kaufen, sollte seinen Horizont unbedingt erweitern. Dies ist das richtige Medium dafür.
Dieses Buch ist auch für nicht reitende Partner ein guter Weg sich Wissen über des Partners Hobby anzueignen. So kann der nicht reitende Partner in vielen Gesprächen einfach DABEI sein und auch mitreden. Ich stelle fest, das Reiten an sich für mich zur Nebensache geworden ist. Die Kommunikation zwiscchen mir und meiner Stute Jewel ist auch wegen diesem Buch auf einem hervorragenden Weg.

Worin fühle ich mich bestätigt? Susanne Kreuer schreibt es noch einmal ganz deutlich. Dir Reaktion meines Pferdes ist vorher nie durchdacht oder "böse" gemeint. Meine Stute steht auf der Koppel und weiß noch vor mir selber wie ich drauf bin. Immer wieder hörte ich von Trainern " die verarscht dich" " hau mal die Sporen rein und mach ihr klar das du der Boss bist". Ich bin darin bestätigt worden, dass ich mit Ruhe und Geduld an mein Ziel kommen werde. Dieses Buch inspiriert mich noch viel mehr dazu Ruhe zu bewahren.
Nun werde ich mich daran machen, dieses Wissen auch meinen Schülern noch näher zu bringen. DANKE
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am 28. Oktober 2013
Dieses ja! Denn nicht nur Pferde verstehet die Autorin, sondern zweifelsohne auch deren Reiter. Dieses Menschen- und Pferdeverständnis zu verschmelzen, ist Frau Kreuer hervorragend gelungen! Meiner kleinen Reitersünden liebevoll überführt fühlte ich mich an so mancher Stelle, aber nie verurteilt, bekräftigt in anderer Hinsicht und wenn meine Pferde lesen könnten, würde ich den tiefen Seufzer aus ihren Seelen hören, während sie eifrig nickend viele Aussagen bestätigen. Das Buch zu verniedlichen wäre allerdings unangebracht. Es stellt einen absolut ernsthaften und wertvollen Beitrag zum Thema Vertrauensaufbau dar. Hervorragend geschrieben, auch mal aus einer anderen Perspektive und in moderner Sprache ergänzt es die großen Klassiker und macht es zu einem empfehlenswerten, praxisorientierten Berater im Regal, den man hin und wieder nach dem Lesen auch rausnehmen kann, um gewisse Probleme zu lösen, denen wir uns täglich auf dem Reitplatz, im Stall und auf der Koppel stellen müssen. Ich empfehle dieses Buch für jeden Anfänger und wünschte mir, ich hätte in der Kinderstube meiner Reiterei so einen Berater zur Hand gehabt. Aber auch für Fortgeschrittene ist das Buch ein Schatz, denn auch die althergebrachten, klassischen Weisheiten sind frisch aufbereitet und zeitgemäß verfasst. Sie ermöglichen dem Leser nicht nur die Auffrischung des Gedächtnisses sondern auch die Vertiefung seines bestehenden Wissens. Auch der Verlag verdient ein Kompliment für dieses Projekt. Sehr schön herausgegeben, auf hochwertigem Papier und fehlerlos lektoriert zeugt das ganze Projekt von tiefgründiger Qualitätsarbeit. ‚Pferde verstehen‘ ist eine Bereicherung für meine Pferdebüchersammlung von über 600 Titeln. Sogar das Vorwort beindruckte mich. Ich lese Vorworte, wenn überhaupt, nur nachdem ich ein Buch gelesen und für gut befunden habe, weil ich sie grundsätzlich so langweilig finde. Nicht dieses. Beim ersten Satz von Bernd Hackl blieb ich schon hängen, las weiter und es steigerte meine Vorfreude auf das Buch. Ich wurde nicht enttäuscht. Entsetzt war ich allerdings an einer Stelle: Auf Seite 244…als es ganz plötzlich endete. Ich wollte weiterlesen! Aber auch das hat die Autorin richtig gemacht. Wie sagte Wilhelm Müseler damals schon über eine gelungene Reiterfahrung? „Wenn es am Schönsten ist, muss man aufhören“.
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am 11. Februar 2014
Dieses Buch ist gut recherchiert, die wissenschaftlichen Grundlagen sind einbezogen worden. Frau Kreuer weiß wovon sie schreibt. Trotzdem steht in diesem Buch auch vieles an Grundlagen, die für den Laien sehr interessant sind, für den etwas in der Materie steckenden Fachmann eine ewige Wiederholung der ethologischen Grundlagen (ohne die es aber wahrscheinlich nicht geht). Der Aspekt des Einflusses unserer eigenen Psyche und Eigenheiten auf das Verhalten des Pferdes kommt für meinen Geschmack hier sogar zu kurz. Ich bin begeistert, dass nicht schon wieder jemand von Dominanz und Unterordnung schreibt sondern von Vertrauen und Beziehung. Es lohnt sich zu lesen.
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am 9. März 2013
Ich habe mir das Buch auf Grund eines Hinweises der Pferdeprofis bei FB gekauft und bin mehr als begeistert! Diese Buch zeigt uns klar und schonungslos den Spiegel und macht deutlich, wie wir mit unserem Partner Pferd umgehen sollten. Es macht alt bekanntes noch einmal bewusst und erinnert daran, dass Pferde nun mal Fluchttiere sind und wir mit mehr Verständnis auf viele Situationen reagieren müssen. Es wird mir in Zukunft die Komunikation zwischen mir und den Pferden deutlich erleichtern und ist meiner Meinung nach eine Pflichtlektüre für alle die mit Pferden Leben, arbeiten und ihre Freizeit verbringen. Die Autorin erklärt simpel, verständlich und schonungslos ehrlich, wie unsere Pferde ticken und wie wir damit am besten umzugehen haben. DANKE für dieses tolle Buch!!! Es ist eine absolute Bereicherung für die ganze Reiterwelt, egal ob Englisch oder Western. Denn auch beim Westernreiten gibt es Rollkurfreunde. Ich würde mich über eine Folgewerk sehr freuen!
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am 10. September 2015
Das Buch ist wirklich die Basis, wenn man Pferde verstehen möchte, warum sie wie reagieren, wie sie ticken, wie sie uns verstehen und was wir "sagen", wenn wir uns bewegen, ohne eigentlich etwas "sagen" zu wollen und uns dann wundern, warum sich das Pferd auf einmal so verhält - spannend und lehrreich.
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am 19. November 2014
Für wen ist dieses Buch gedacht? Ich weiß es einfach nicht. Irgendwie wird hier Grundwissen vermittelt, das sich aber eher in Allgemeinwissen erschöpft wie "Pferde sehen völlig anders als Menschen". Ok, das wird dann schon noch ein bisschen erläutert, aber das auch nicht wirklich gut. Außerdem wird hier eine Sprache benutzt, die ich ansonsten nur von mittelmäßigen Hausarbeiten an der Uni kenne. Willkürlich eine Seite aufgeschlagen, finden sich Sätze wie dieser: "Für einen gelingenden Informationsaustausch ist voraussetzend, dass alle beteiligten Interaktionspartner den ausgetauschten Signalen denselben Inhalt zusprechen." Und leider erschöpft sich das Buch dann auch in eher abstrakten Aussagen über Pferdeverhalten und die Pferd-Mensch Beziehung, ohne diese Aussagen wirklich mit Hintergrundwissen zu untermauern oder anschaulich darzustellen. Hinzu kommen inhaltliche Wiederholungen. Und was sollen diese Fotos, die von allen möglichen Quellen zusammengeklaubt zu sein scheinen? Pferde auf der Wiese und Frauen, die mit Pferden kuscheln kann ich mir überall ansehen. Da muss ich nur in einen Stall gehen. Hier fehlen Erklärungen, was das Bild über vertrauensvollen Umgang zwischen Menschen und Pferden aussagt. Meine Befürchtung ist allerdings, dass die Bilder dazu ohnehin wenig hergeben würden.
Das Buch kann ich leider keinem empfehlen.
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am 2. Dezember 2015
Ich habe keine pferdetypische Ausbildung. Ich bin einfach Pferdebesitzer. Ich beschäftige mich, motiviert durch meinen eigenen Lebensweg, seit einiger Zeit mit der alternativen Ausbildung von Pferden. Soll heißen, mit dem Pferd gemeinsam Lernen und Wachsen! Dem Pferd die Wahl zu lassen und ihm zuzuhören. Nun begneten mir die Bücher von Susanne Kreuer und ich muss sagen, dass alle Bücher verständlich geschrieben sind und doch eine tiefe haben, die ich bisher bei Büchern über das Verhältnis zwischen Pferd und Mensch, noch nicht kennen gelernt habe! Hier zu meiner Rezession:

Ich hab derzeit die ersten drei Bücher dieser Reihe gelesen und bin schwer beeindruckt. Susanne Kreuer läßt Psychologie, Spiritualität und Pferdeverhalten in ihre Bücher einfliessen, ohne das es der Leser wirklich merkt. Eine sehr gelungene und verständliche Mischung. Ich finde ihren Schreibstil sehr locker, aber präzise. Es macht Spaß die Bücher zu lesen, auch und obwohl ich sie manchmal beiseite legen musste, weil die Informationen auch gefühlt werden wollen. Es sind Bücher, die mit dem Herzen gelesen werden sollten und zur Mitarbeit im eigenen inneren Haus anregen. Bücher die ich gerne wieder in die Hand nehme um etwas nach zu lesen oder mich auch einfach nur zu erinnern!

Für mich sind das Bücher, die auf gravierende Probleme in der Pferd-Mensch Beziehung hinweisen. Damit, das viele Menschen denken, dass das Pferd schuld ist, wird diplomatisch, konsequent und mit der richtigen Hilfestellung – wie geht’s? - aufgeräumt.

Im ersten Buch legt Susanne Kreuer die Basis für das Verständnis, für das WARUM ist es so. Wieso spiegelt mich mein Pferd und welche Chancen eröffnen sich mir und was kann ich daraus lernen. Mit 12 Kapiteln und Übungen zu den einzelnen Themen läd S. Kreuer zum Mitmachen und Erfahren ein!

Im zweiten Buch führt Susanne Kreuer die Mensch-Pferd Beziehung, mit sehr viel psychologischen Grundlagen, aber trotzdem sehr gut verständlich, in die Aufarbeitung der menschlichen Themen, die sehr oft mit den Pferdeproblemen in direktem Zusammenhang stehen. Auch hier gibt es am Ende eines jeden Kapitels "Mitmachübungen" für Mensch und/oder Pferd.

Das Übungsbuch Bodenarbeit – ich muss gestehen, ich war erst enttäuscht darüber das es so dünn ist. Es bietet aber ausreichende Basisübungen mit dem Pferd. Wer die aufgeführten und gut beschriebenen Übungen mit seinem Pferde praktizieren möchte, und es letztlich auch kann, hat vermutlich auf dem Weg dahin alles richtig gemacht. Es resultiert ein gut gymnstiziertes Pferd und eine gesunde Basis für den weiteren gemeinsamen Weg!

Ich weiß, dass diese Beschreibungen sehr kurz gehalten sind, aber letztlich muss auch jeder für sich selbst entscheiden! Ich weiß, warum mir diese Bücher zum jetzigen Zeitpunkt begegnen und bin dankbar dafür!
Für mich wäre es toll, wenn jeder Pferdebesitzer und vor allem jeder Anfänger mit Pferden, diese Bücher liest und verinnerlicht!

© Horse-Human-Harmonie, 01.12.15
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am 14. Mai 2013
Absolut zu empfehlen !
Faszinierende Themen und Bilder in höchster Qualität mit dem Anspruch Lebendigkeit und Gespür für das sensible Thema Pferd zu vermitteln !
Eine Herausforderung an die Sinne.
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am 29. Dezember 2014
Als Reitanfängerin mit 50 Jahren, 2-fache Mutter von erwachsenen Kindern und Hundebesitzerin, bringe ich einiges an Erziehungserfahrung mit und das setze ich ein im Umgang mit Pferden. Ich habe innerhalb von 3 Monaten rund 60 Reitstunden und Intensivwochenenden absolviert, bei unterschiedlichen Reitlehrern in den unterschiedlichen Reitstilen. Hierbei orientierte ich mich immer an der Pferdehaltung. Die Herdenhaltung ist für mich eine Grundvoraussetzung, um ein psychisch gesundes Tier unter dem Sattel zu haben. Zumindest sind diese Tiere sehr viel ruhiger und ausgeglichener, was mir als Freizeitreiterin, die fast ausschließlich nur im Gelände reitet, einfach wichtig ist. Da mir eine langjährige Dressurausbildung noch fehlt, reite ich mit sehr viel Intuition. Ich achte auf mein Gewicht, so dass die Tiere nicht mehr als 55 kg zu tragen haben. Ich bin hier konsequent und habe wenig Verständnis für übergewichtige Reiter, die von ihrem Pferd mehr Disziplin abverlangen als von sich selbst am Mittagstisch. Außerdem beschäftige ich mich weniger mit den krampfhaft antrainierten Sitzmethoden, die die Reitlehrer vorbeten, wobei sie keineswegs Grundkenntnisse der menschlichen Statik und damit der ausgewogenen Bewegungsabläufe besitzen. Lediglich eine Reitlehrerin im Westernstil hat dies berücksichtigt. Wie dem auch sei. Da ich eine intuitive Reiterin bin, hat mich das Thema "Verstehen und Vertrauen von Pferden" brennend interessiert. Das Buch beschreibt sehr schön, dass tatsächlich emphatische Verständigung zwischen Mensch und Pferd möglich ist. Ich dachte bisher, ich hätte mir das nur eingebildet. Aber auch in diesem Buch wird dies immer wieder betont. Die Autorin untermauert ihre Erkenntnisse mit wissenschaftlichen Theorien und Studien aus ihrem eigenen Psychologie-Studium. HIerbei geht sie nicht nur auf die Psyche des Pferdes sondern auch auf die des Menschen ein. Alles in allem fand ich das Buch gut, ich habe jedoch immer auf den Moment gewartet, an dem es richtig spannend wird und die Autorin "zum Kern der Sache kommt". Sie verliert sich seitenweise in der kunstvollen Formulierung von Definitionen, womit das Werk für mich eher eine wissenschaftliche Abhandlung ist, als ein praktischer Leitfaden für Reitanfänger. Was ich in dem Buch gelesen haben, das kannte ich bereits von meiner Nachbarin, die mit sehr viel Liebe und vorallem sehr leise mit ihren Pferden kommuniziert. Hier herrscht absolutes Vertrauen und auch ich vertraue ihr, wenn wir in der Dämmerung oder in der Nacht ausreiten. Die Autorin hätte für meinen Geschmack Praxisbeispiele anführen sollen und weniger aufwändige Definitionen kreieren. Wobei die Defintionen sicher alle richtig sind. Ich gebe 1 Punkt Abzug für das fehlen der pratkischen Beispiele im Umgang mit dem Pferd und einen Punkt Abzug für die mangelhafte Erklärung, wenn sie zu wissenschaftlich Fachbegriffe anwendet. Ich bin Anfängerin und musste einiges Nachschlagen, wobei dann keine wirklich interessante Information heraus kam. Aber das Buch ist eine Homage an die Pferde und eine leidenschaftliche Aufforderung, mit Verständnis und Liebe diesen Tieren zu begegnen. Es wird jede Form der Gewalt abgelehnt und stattdessen an die Geduld und Nachsicht appelliert. Von daher ein sehr schönes Buch. Ich würde mich freuen, wenn die Autorin nochmals ein Buch für Praxis schreiben würde.
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