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Als mein Vater ein Busch wurde und ich meinen Namen verlor
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Todas Papa ist im Krieg. Da kämpfen nun „ die einen gegen die anderen“. Sie findet ein Buch von ihrem Vater, in dem es um das tarnen geht. Wie tarnt man sich als Busch oder Baum. So stellt sich Toda nun das vor, was ihr Vater da macht im Krieg. Es verkleidet sich als Busch. Todas Großmutter passt nun auf Toda auf, aber dann kommt der Krieg auch zu ihnen nach Hause und Toda soll zu ihrer Mutter ins Ausland. Todas Name ist in Wirklichkeit viel länger und komplizierter, aber das immer niemand aussprechen kann, wird sie nun zu Toda.
Das Buch wurde aus Sicht des Mädchens Todas geschrieben. Wie alt sie ist erfährt der Leser nicht genau. Ich würde zwischen 6-8 Jahre schätzen. Das Buch ist wirklich etwas Besonderes, denn es schildert den Krieg und die Betroffenen Zivilpersonen mal aus der Sicht eines Kindes. So ganz versteht Toda das alles nicht. Sie sieht, dass der Papa kämpfen soll und sich am besten versteckt vor den Einen. Und sie muss ihr zu Hause verlassen und wird auf eine Reise geschickt um zu ihrer Mutter zu gelangen. Eine Art Odyssee, bei der ihr viele Leute begegnen. Einige helfen, andere stellen Forderungen und lassen das Kind verwirrt zurück. Es wurde alles sehr subjektiv geschrieben aus der Sicht des Kindes. Es war ein Gefühl, als ob man beim Lesen zu Toda wurde. Die ganze Geschichte war schon eher traurig.
Ich würde das Buch für Kinder schon eher so ab 9 Jahren empfehlen. Mein 8 jähriger fand es sehr traurig und konnte nicht wirklich verstehen, warum Toda nun von der Oma weg musste. Im Endeffekt ging es ihm wie Toda, die verwirrt und ängstlich und traurig war und nicht richtig wusste, was passiert da mit ihr. Warum wollen manche Menschen keine Kinder aufnehmen, wenn diese ihr zu Hause verloren haben, das war die Frage, die sich nicht nur Toda stellt. Als Leser grübelt man über das Gelesene nach und das Buch bietet viel Diskussionsstoff.
Ergänzt durch schwarz weiß Zeichnungen wird der Text der Geschichte. Es gelingt die Stimmung des Kindes sehr gut einzufangen, die Ängste, Vorstellungen, Wünsche. Das Buch lässt auf jeden Fall einen nachdenklichen Leser zurück.
Es bietet aber auch Erwachsenen Leser mal die Chance, den Krieg aus den Augen eines Kindes zu sehen. Emotional ergreifend, erschütternd, traurig.

Das Buch wurde 2013 für den deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. März 2013
Todas Vater muss in den Krieg ziehen. So wird aus dem Feinbäcker ein Soldat bzw. ein Busch (wegen der Tarnung im Wald) wie Toda es sagt. Sie wohnt nun mit ihrer Oma im Haus. Als der Krieg aber näher kommt, wird sie von der Oma weggeschickt. Zusammen mit anderen soll sie über die Grenze ins Nachbarland zu ihrer Mutter fliehen, die sie eigentlich gar nicht kennt. Von Schleppern wird sie Richtung Grenze mitgenommen und dort dann sich selbst überlassen. Nachdem sie von einem komischen alten General flieht, trifft sie im Wald auf dem Weg ins Nachbarland auf Soldaten...

Die Geschichte beschreibt ist wunderbar naiv geschrieben und damit perfekt für Kinder. Der Krieg existiert eigentlich nur in der Ferne oder in der Aussage, dass alles zerstört worden sei. Von den eigentlichen Schrecken des Krieges bleibt Toda verschont. Ihre Flucht wird in ihren Worten beschrieben. Teilweise musste ich den Text zweimal lesen, um zu verstehen, was Toda gerade beschreibt (erinnert an die Szene im kleinen Prinzen mit dem Bild, in dem die Schlange einen Elefanten gefressen hatte). Für Kidner ist es wahrscheinlich einfacher das zu verstehen.
Die Autorin hat zudem eine Fantasiesprache eingebracht, was dem ganzen mehr Realität einbringt (und ein bisschen wie Schwedisch klingt). Städte, Länder und ähnliches bleiben ohne Namen oder bekommen allgemeine Namen wie die Schlacht am Wasser. Das macht die Geschichte nicht nur allgemeingültiger, sondern für die Kinder auch einfach zu verstehen, wie ich finde.
Zwischendrin sind zudem immer wieder liebevolle Zeichnungen eingebracht, z.B. vom Vater und wie er ein Busch wurde.

Ich finde es ist ein sehr gutes Buch, um Kindern das Thema Flucht behutsam näher zu bringen und auch für Erwachsene, um sich mal wieder die Sicht eines Kindes deutlich zu machen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. Mai 2014
Ich bin sehr beeindruckt von dem Buch.
Es ist eine Fluchtgeschichte aus der Perspektive eines Kindes (ca. 10 Jahre?), mit fiktiven Ländern, Grenzen und Sprachen. Ein plötzlicher Ausbruch von Krieg, heran nahende, plündernde Truppen, der Vater wird Soldat, die Oma kommt, das Kind soll in Sicherheit gebracht werden, es fällt unter kriminelle Schleuser, begegnet einem verrückten General, einem traurigen Deserteur, einer Horde heimwehkranker Mütter, Bürokraten, Ärzten, Unmenschen, freundlichen Menschen. Jedes Kapitel ist nur wenige Seiten lang. Atemlos liest man weiter. Das Happy End ... wenn es denn eines ist ... hat man sich - mit dem Kind gemeinsam - verdient. Wenn nur alle Fluchtgeschichten gut ausgehen würden. So ein tolles Buch.
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0 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. Juni 2013
Alles ok. Darüber kann ich ansonsten keine Angaben machen, meine Tochter hatte dieses Buch als Geschenk benötigt, daher fällt mir die Beurteilung schwer.
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