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Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Paprika, Wels und Kürbiskerne: auf diese Kombination muss man erst mal kommen. Wenn der Einkaufskorb nicht jahraus, jahrein mit dem Sammelsurium importierter Frischware vom anderen Ende der Welt gefüllt wird, sondern sich bewusst auf saisonale und regionale Produkte deutscher Provenienz beschränkt, wird die Phantasie beflügelt. Aus diesem Gedanken heraus hat Dagmar von Cramm ihr neues Kochbuch entwickelt, mit 288 Seiten und im Großformat sozusagen das Opus magnum ihrer bisherigen umfangreichen Editionsliste (Amazon verzeichnet über 120 Titel von oder mit der bekannten Ökotrophologin).
Es ist ein Jahreszeiten-Kochbuch. Davon gibt es viele. Aber dieses feiert wirklich den Reichtum der Natur - und nicht nur der Gemüsebeete. "Ohne Rinder keine Weiden im Mittelgebirge. Und unsere Küchentradition ist ohne Schwein, Geflügel und Fisch undenkbar", schreibt die in Freiburg lebende Autorin, die Mitglied im Präsidium der DGE / Deutsche Gesellschaft für Ernährung ist, in ihrem Vorwort. Und hinterfragt sogleich Ökobilanz und Wasser-Fußabdruck, die sie als engagiertes Mitglied der DGE vertritt, im Sinne einer kreativen, der Lebensfreude gewidmeten Küche aber relativiert: "Möchte ich wirklich Veggiewürstchen - ein hoch künstliches Produkt? (...) Schlicht und einfach mit saisonalen Zutaten kochen, ist nämlich nicht nur ökologisch gut, sondern auch geschmacklich umwerfend."
Stimmt. Ich habe ihr Buch unmittelbar nach Erscheinen im Herbst erhalten und sofort drei Herbstrezepte ausprobiert. Das eingangs erwähnte "Wels-Paprikasch" mit Kürbiskernen - eine Variante des ungarischen Gulaschs mit heimischem Fisch - schmeckte vorzüglich und bot auch etwas fürs Auge. Der Rotkohlsalat mit Feta ("Krautsalat des Orients") war knackig und diente als frische Beilage zu Lammbuletten. Reste vom Chicorée-Süßkartoffel-Auflauf habe ich am nächsten Tag püriert und als Suppe umdefiniert.
Restverwertung ist sowieso eine Idee, für die Dagmar von Cramm einsteht. Die Notlösung aus wirtschaftlich schlechten Zeiten kann im neuen Kontext und im Hinblick auf eine ressourcenschonende Ernährung ganz anders verstanden und genossen werden. Außerdem ist es einfach kreativer, aus "Objets trouvés" etwas Neues zu zaubern, als im Supermarkt "Schnickschnack aus Übersee" (O-Ton von Cramm) zum exotischen Standardprogramm zusammenzurühren. Nichts gegen Kokosmilchsuppe mit Zitronengras oder einem Obstsalat mit Kiwis und Mango: darauf möchte ich auch in Zukunft sicher nicht verzichten. Aber all das wächst nun mal nicht auf heimischen Äckern oder im Brandenburger Sand. Sondern Beelitzer Spargel, Rote Bete und pralle Kürbisse. Und vieles mehr.
Allein 25 Seiten über Lebensmittel, Inhaltsstoffe, Haltbarkeit und energiesparende Kochtechnik sind keine Alibiseiten! Die Autorin, die auf jahrelange Praxis und Erkenntnisse aus aktuellen Studien zurückgreifen kann, ergänzt ihre Rezepte mit hilfreichen Tipps und profunden Erläuterungen. Die grundlegenden Ernährungsratschläge finden sich auch im Verhältnis der Rezeptideen konsequent wieder:
- 3/4 der Ernährung sollte aus Gemüse, Obst, Getreide und Hülsenfrüchte bestehen
- 300–600 g Fleisch (incl. Wurstwaren) pro Woche genügt
- Zweimal wöchentlich Fisch ist supergesund
- Saisonale Zusammenstellungen bei Menüs beachten
- Heimisches Wild liegt gut in der Ökobilanz, dafür wesentlich weniger Schwein konsumieren
Trotz aller Regeln und Tipps ist das Grüne Kochbuch kein Glaubenswerk geworden. Weder ist es für ovo-lacto-vegetarische Hardliner noch urbane Hipster zielgruppengenau konzipiert. Auch nicht für hungernde Salatblatt-Models oder besorgte Biofamilienmütter. Sondern für ganz normale Menschen, die einfach nur gut essen wollen!
Tatsächlich: ein neues Standardwerk der gesunden Küche.
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am 18. Februar 2013
„Das grüne nicht nur vegetarische Kochbuch“ von Dagmar von Cramm

Das Kochbuch für Mitdenker

Ein durchdachtes Konzept liegt diesem Buch zu Grunde – koche saisonal, kaufe regional, verwerte möglichst viel der Lebensmittel und verwende Reste pfiffig weiter. Entsprechend klar ist auch das Buch gegliedert: Grün einkaufen, Richtig kochen, Punktgenau planen, Mach was draus und der Rezeptteil mit Frühling, Sommer, Herbst und Winter.

Es ist sehr lohnenswert die ersten Kapitel zu lesen, denn hier werden die Lebensmittel unter die grüne Lupe genommen. Was spricht für dieses Produkt, wie viele Nährstoffe bietet es, was ist kritisch zu bedenken, wie sieht die Ökobilanz aus, wo kaufe ich es am besten ein und Tipps allgemein?

Die Stärken dieses Kochbuches liegen ganz klar im konsequent umgesetzten Konzept, der guten und fast unterhaltenden Lesbarkeit, der saisonalen Lebensmittelübersicht vor Beginn des jahreszeitlichen Rezeptteiles, den interessanten Kombinationen der Lebensmittel und Gewürze und den wunderschönen Fotos, die Lust aufs Kochen machen. Auch die Tipps und Infos zum Gericht am Ende der Rezepte sind ein ganz klares Plus.

Die Schwächen sind die Fehlerhäufigkeit. Schon bei den Produktinfos geht es los (Soja – Flop: Zucker führt zu Karies …) Info auf der falsche Seite gedruckt, gehört auf die nächste Seite zu Süßes. Bei den Zutaten werden wiederholt nicht alle aufgeführt, z.T. werden sie im Textteil erwähnt, das hilft aber nicht beim Erstellen einer Einkaufsliste oder die Kochzeiten stimmen nicht. So landete der Zwiebelkuchen im Abfall, denn auch Nachgaren war nicht möglich, sehr schade.

Allgemein spiegeln die Rezepte wirklich die Jahreszeit wider. Im Winter dominieren die Fleischrezepte, während der Frühling mit frischem Grün punktet. Für Vegetarier also nur bedingt geeignet oder eben als Ergänzungskochbuch für neue Küchenideen in Teilbereichen. Viele Ideen habe ich als interessant und sehr lecker empfunden und diese werden wiederholt gekocht werden. Auch das Aufschlagen des Buches erfreut, da die Fotos immer wieder schön anzuschauen sind.

Fazit: Ein Kochbuch für alle, die umweltbewusst kochen möchten. Allerdings auch eins, das sehr viele Fehler aufweist und daher nicht für Anfänger geeignet ist.
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am 17. Dezember 2012
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Mich hat schon lange kein Kochbuch mehr so begeistert wie dieses hier - intelligent, ökologisch wertvoll und außerdem voll mit sehr leckeren Rezepten.

Wie bei den meisten größeren GU-Kochbüchern üblich, gibts zu Eingang eine ausführliche Warenkunde - in diesem Fall werden die Produkte aber auch noch nach ihrer Ökobilanz abgeklopft - mit Ergebnissen, die mitunter ziemlich ernüchternd sind. An was man da alles denken soll... dass es die "öko"-gelabelten Produkte vom Discounter nicht oder nur selten sein können, ist irgendwie ja nachvollziehbar, allein wegen der schieren Menge. Letztendlich ist diese Warenkunde aber trotzdem eine Entscheidungshilfe - und sei es nur die Entscheidung, welcher Teil der Ganzen Produktionskette einem selbst für die eigene Ökobilanz am wichtigsten ist. Zu Fuß einkaufen gehen ist auf dem platten Land nicht wirklich eine Alternative, aber natürlich lohnt es darüber nachzudenken, ob ich wegen irgendeines vergessenen Teils noch mal 12 Kilometer hin und zurück fahre - oder die Zutat anderweitig ersetze.

Sehr hervorragend finde ich natürlich auch den Rezeptteil, hübsch nach Jahreszeiten sortiert. Logischerweise habe ich mit dem Winterteil angefangen - und gleich mal ein paar wirklich leckere Dinge ausprobieren können. Bis jetzt habe ich aus Beinscheibe immer nur Suppe gekocht, ab jetzt gibt es bei mir geschmorte Beinscheibe - superlecker! Und gar nicht kompliziert.

Mir gefällt auch die Gewichtung der Zutaten - ich bin keine Vegetarierin, brauche aber wirklich nicht viel Fleisch zum Glücklichsein. Die traditionelle Häufung von Fleischrezepten im Winterteil macht mich ja beinahe nostalgisch - bei meinen Eltern gab es noch bis in die 90er Hausschlachtungen, und ich habe die heimische Fleisch- und vor allem Wurstproduktion sehr geliebt. Vermutlich habe ich mich auch deshalb so über das Rezept für Schweinesülze gefreut. Diese Düfte! Schweinebacke - für mich das leckerste, zarteste, wunderbarste Stück vom ganzen Schwein...

Vermutlich ungeeignet ist dieses Buch für Menschen, die Ihr Fleisch am liebsten so anonym wie möglich genießen - hier begegnen einem so viel Haut und Knochen, dass man daran schon fast die Anatomie des spendenden Tieres ablesen kann.

Ich freu mich schon gar sehr auf die anderen Jahreszeiten
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VINE-PRODUKTTESTERam 28. Oktober 2012
Ich war zunächst etwas skeptisch was das Buch anging, denn wenn ich etwas nicht leiden kann, dann sind das Dogmatiker, die einem den ganzen Spaß am, in diesem Fall, Essen verbieten wollen. Auf den ersten Seiten fand ich mich auch bestätigt. Wurde mir doch erklärt, dass ich meinen E-Herd gegen einen mit Gas austauschen sollte und ich den Backofen eigentlich nur noch anwerfen dürfte, wenn mindestens sechs Personen mitessen. Beim weiterblättern musste ich dann aber zugeben, dass auch ein paar ganz brauchbare Tipps dabei waren.
Auch die Rezepte fand ich auf Abhieb ansprechend. Diese sind nach Jahreszeiten geordnet, um das Credo der Regionalität der Lebensmittel einhalten zu können. Dennoch war ich überrascht zu sehen, dass auch immer wieder mal Früchte wie Mangos oder Granatapfel vorkamen, so dogmatisch wie zu Beginn gedacht ist das Buch also nicht. Die Rezepte sind alle bebildert und machen sofort Hunger. Sie sind verständlich erklärt und leicht nachzukochen. Je nach Rezept sollte man aber einen gut sortierten Gemüsehändler haben.
Besonders wichtig ist der Autorin das Vermeiden von Müll. Dafür gibt sie Tipps, die eigentlich jedem bekannt sein sollten, die aber dennoch viel zu häufig vergessen werden. Dennoch ist sie auch bei diesem Thema zu prakmatischen Kompromissen bereit, so gibt sie z.B. zu, dass Backpapier schlecht ersetzbar ist und gefettete Backbleche noch umweltschädlicher sind. Auch bei den Lebensmitteln versucht sie weitgehend Müll zu vermeiden. So rät sie Gemüseabfälle zu sammeln und daraus Gemüsebrühe zu machen oder Radieschengrün zu einer Suppe zu verarbeiten. Ich habe beides ausprobiert und muss zugeben, dass beides wirklich super geschmeckt hat und ich ohne das Kochbuch niemals auf die Idee gekommen wäre.
Das Kochbuch bietet schmackhafte Rezepte, die schön bebildert und leicht nachzukochen sind. Zudem finden sich am Anfang gutebTipps, wie man seine Ökobilanz im Haushalt Bach unten korrigieren kann. Allerdings sind mir diese teilweise zu radikal (siehe Backofen), sie sind aber definitiev eine Inspiration wie man auch in der eigenen Küche etwas für die Umwelt tun kann.
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am 17. Mai 2013
Rezepte für ein gutes Leben:

Der Klappentext:
"Grün kochen" heißt, sich von den Jahreszeiten inspirieren und leiten zu lassen, regionale Produkte einzukaufen und sorgsam damit umzugehen. Wie wunderbar und vielfältig das saisonale Angebot ist, zeigt Dagmar von Cramm mit über 250 verführerischen Rezepten. Alles ist einfach zuzubereiten und schmeckt der Familie ebenso gut wie lieben Gästen.
Der praktische Einkaufsführer und die vielen grünen und saisonalen Tipps machen die Auswahl leicht und helfen, die ganz persönliche Öko-Bilanz zu verbessern.
Denn oft sind es die kleinen Dinge, die den Unterschied machen.

Meine Gedanken zu dem Buch:
"Grüne" bzw vegetarische/vegane Kochbücher liegen momentan voll im Trend. Immer mehr Menschen entscheiden sich für eine bewusste Lebensweise, kaufen biologisch sinnvoll und nachhaltig ein und verzichten immer mehr auf Fleisch oder schränken den Genuss dessen sehr ein.
Dieses Buch ist kein rein vegetarisches Kochbuch, wie der Titel schon verrät, sondern bietet eine gute Mischung an vegetarischen und fleischhaltigen Rezepten. Wer gerne den Fleischgenuss einschränken möchte und seine Fühler mehr in das vegetarische grüne Terrain ausstrecken möchte, der wird hier bestens mit leckeren Ideen versorgt.
Dagmar von Cramm beschäftigt sich sehr mit der nachhaltigen Ernährung und widmet sich zu Beginn dieses Buches erst einmal ausführlich diesem Thema, was ich persönlich sehr interessant und notwendig finde.

"Wo und wie sollte ich Lebensmittel einkaufen, wenn ich unbelastete, beste Zutaten und Umweltbewusstsein auf einen Nenner bringen will? Ist "Bio" immer die richtige Wahl? Oder spielt die Regionalität die größere Rolle?"

Ab Seite 10 geht Frau von Cramm ausführlich auf diese Fragen ein und klärt auf über Ökobilanz, biologisch und / oder konventionell produzierte Lebensmittel oder auch über das leidige Verpackungsthema.
Sie beschäftigt sich mit einzelnen Lebensmittelgruppen ausführlicher und liefert dazu ein Basiswissen im Überblick und erläutert, wie gesund und wie "Grün" diese jeweiligen Gruppen sind. Auch findet man hier immer einen "grünen Tipp" für nachhaltiges Arbeiten in der Küche.
Sehr aufschlussreich und interessant gestaltet ist zudem der Bereich "Richtig kochen" ab Seite 28. Energiesparendes Kochen, der richtige Umgang mit dem Backofen, der Gefriertruhe und Verbrauchsmaterialien wird hier angesprochen. Sinnvoll für die Küchenpinnwand finde ich hier auch die in Sparte "Punktgenau planen" aufgeführte Hilfstabelle mit benötigter Grammzahlen, zb wieviel Gramm Nudeln, Reis etc. ich pro Person benötige. Das dies natürlich sehr individuell sein kann, ist klar, aber allerdings wird doch immer noch viel zu viel gekocht, das merke ich selbst auch so oft. Immer wieder bleiben Nudeln oder Kartoffeln übrig oder man isst weiter, obwohl man schon längst ein Sättigungsgefühl verspürt hat. Ich selbst muss mich auch immer wieder disziplinieren, nicht mehr zu kochen, als tatsächlich benötigt wird. Viel zu viel wird in unserer Überflussgesellschaft weggeworfen und das fängt oft schon beim falsch bemessenen Kochen an. Dazu kommen noch falsche Lagerung, was Nahrungsmittel schneller verderben lässt, zu viel gekaufte Zutaten ...
Aber auch hier hat Frau Cramm einige gute Tipps auf Lager. Wie kann ich Übriges weiterverwerten, was genau bedeutet das MINDESThaltbarkeitsdatum für mich, was kann ich aufwärmen.

Ab Seite 40 beginnt dann das eigentliche Kochen.
Aufgeteilt sind die Rezepte nach Jahreszeiten und auch innerhalb dieser Jahreszeiten gibt es erst einmal eine interessante Einleitung und natürlich einen Saisonkalender.
Ich habe mich der Jahreszeit angepasst natürlich ausführlicher mit dem Frühling beschäftigt und schon so einige leckere Rezepte ausprobiert.
Die abgebildeten Fotografien sind sehr ansprechend und die Rezepte verständlich beschrieben. Schon beim Betrachten der Bilder bekommt man Appetit und man möchte sofort das Köchen beginnen.
Oftmals findet man zu den Rezepten Variationsmöglichkeiten, Einkaufstipps, Saisontipps und Möglichkeiten der Weiterverwertung, wenn etwas übrig bleibt. Auch gibt es hin und wieder Küchen-Tipps zu den Zubereitungsmethoden, so dass man sich immer gut beraten fühlt.
Die meisten Rezepte sind ganzseitig dargestellt, was mir persönlich auch am besten zusagt. Ich muss ein Rezept übersichtlich und locker geschrieben vor mir sehen beim Köchen und möchte nicht lange nach dem Text suchen. Bei kleineren Zubereitungen wie zum Beispiel Variationen von Kartoffelsalat befinden sich schon mal 3 - 4 Rezepte auf einer Seite, aber trotzdem geht die Übersichtlichkeit nicht verloren.
Ich habe bei drei Rezepten den Fotoapparat mit in der Küche gehabt und möchte euch gerne mein Ergebnis präsentieren:
(Fotos im Blogbeitrag: buecherkaffee.blogspot.de/2013/05/kochbuch-rezension-alexandra-das-grune.html)

Seite 56 - Kräuternudeln mit Ei
Diese leckeren Nudelnester, die ich mit frischen Kräutern und Chili abgeschmeckt habe, konnten mich begeistern und sind schnell und leicht nachzukochen. Zudem gibt es hier viele Variationsmöglichkeiten, die ich nun nach und nach testen werde.

Seite 64 - Radischengrünsuppe mit Ziegenfrischkäse
Dieses Rezept machte mich sofort neugierig, denn nun konnte ich herausfinden, was ich Tolles mit dem ganzen Radischengrün anfangen konnte, dass ich sonst immer weggeschnitten habe. Ich war vom Ergebnis vollkommen begeistert! Ein wahrlich frischer Genuss und der mit Radischen pürierte Ziegenkäse gibt der Suppe das gewisse Etwas!

Seite 140 - Gurken-Fisch-Ragout
Für dieses Rezept habe ich schonmal einen Sprung in den Sommer-Koch-Bereich gewagt, weil ich einfach so Neugierig darauf war. Ab und an kommt bei uns Fisch auf den Tisch und dieses Ragout sah so lecker aus in Verbindung mit den Salatgurken, dem frischen Dill und dem Meerrettich. Uns hat es sehr gut geschmeckt

Kurz & gut - mein persönliches Fazit
Dieses robuste Hardcover-Kochbuch, dass schon durch seine besondere haptische Aufmachung besticht, konnte mich auch inhaltlich vollkommen überzeugen.
Das Buch bietet einiges für die vegetarische Küche, aber hat auch einige Fleischgerichte in petto. Wer also seinen Fleischgenuss einschränken möchte, mehr "Teilzeit-Vegetarier" sein möchte, der wird mit diesem Buch allerbestes beraten sein.
Im ersten Moment mag das Kochbuch vielleicht etwas teuer erscheinen, aber wenn man einmal durchgeblättert hat und sich die Ausstattung des Buches angesehen hat, merkt man schnell, dass man hier ein hochwertiges Buch in Händen hält, dass zudem über 250 Rezepte aufweist.
Ich selbst bevorzuge die vegetarischen Rezepte, koche aber meinem Lebensgefährten ab und an mal eine Fleischbeilage dazu - daher ist dieses Buch für mich nun eine unverzichtbare Größe in der Küche geworden. Tolle Tipps und Ideen, vor allem im Bereich der Nachhaltigkeit, konnten mich überzeugen. Bewusste und ökologisch verträgliche Ernährung ist so wichtig in unserer Zeit des Überflusses und der Wegwerf-Mentalität. Daher kann und will ich dieses Buch unbedingt allen nahelegen, die gerne den Einstieg in eine bewusstere Küche finden möchte.

© Rezension und Fotografien: Alexandra
buecherkaffee.blogspot.de
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TOP 500 REZENSENTam 7. Dezember 2012
Die Aufmachung dieses Kochbuchs kann nur als wunderschön bezeichnet werden. Das geht los beim Einband, der sich sehr gut anfühlt und mit seinen vertieften Strukturen einem Blatt nachempfunden ist. Allerdings ist der Einband nicht wasser- und schmutzabweisend, so dass ich das Buch ziemlich bald in einen Schutzumschlag gesteckt habe, denn schließlich will ich es in der Küche nutzen. Auch die zum Teil ganzseitigen Fotos sind wirklich schön. Alle Rezepte sind mit Bild dargestellt, so dass man einen guten Eindruck hat, wie das fertige Gericht aussehen soll. Meist läuft einem schon beim Anschauen das Wasser im Mund zusammen.

Die ersten 35 Seiten sind der Theorie gewidmet. Was heißt grünes Kochen? Wo und wann kaufe ich was? Wie lagere ich die Lebensmittel am besten? Wie koche ich energiesparend? Hier gibt es Basiswissen, aber auch „grüne Tipps“ zu den verschiedenen Lebensmitteln. Dabei versucht die Autorin den goldenen Mittelweg zu gehen, indem sie auch Fleisch mit einbezieht und sich nicht nur auf Vegetarisches oder gar Veganes beschränkt, obwohl der Verzehr von Fleisch ja eigentlich nicht „grün“ ist.

Der anschließende Rezeptteil ist nach den Jahreszeiten geordnet: Frühling, Sommer, Herbst und Winter haben jeweils etwa 60 Seiten zur Verfügung, um mit saisonalen Gerichten zu protzen. Dabei ist von einfachen bis zu raffinierten Gerichten, von der Suppe bis zum Dessert alles vertreten. Es gibt sowohl altbekannte Rezepte wie Rahmkartoffeln als auch neue bzw. alte abgewandelte, zum Beispiel Lasagne mit Wintergemüse statt mit Tomatensoße, wobei zum Teil sehr ungewöhnliche Kombinationen entstehen, die aber gar nicht mal so schlecht, sondern im Gegenteil manchmal sogar ausgesprochen lecker schmecken. Verwendet werden nicht nur die üblichen Zutaten, sondern auch eher „exotische“ wie Topinambur oder die fast schon vergessene Pastinake. Oft, aber nicht immer, gibt es bei fleischhaltigen Rezepten Abwandlungstipps für Vegetarier. Etliche Rezepte kommen sowieso ganz ohne Fleisch aus. Was mir auch gut gefallen hat, waren die Tipps, wie man die „Abfälle“ (z.B. Blätter von Radischen oder Kohlrabi)bzw. Essensreste verwerten kann, sodass die Lebensmittel möglichst hundertprozentig genutzt und nicht weggeworfen werden.

So weit, so gut. Leider gibt es auch einige Kritikpunkte. Ich habe bisher nur acht der Rezepte nachgekocht, musste aber bei zwei davon feststellen, dass die Zutatenliste und die Kochanleitung nicht übereinstimmen. Da kommt in der Anleitung eine Zutat überhaupt nicht vor oder umgekehrt, man soll etwas zugeben, was in der Zutatenliste fehlt. Hier braucht man wohl einige Kocherfahrung, um das auszubügeln, für Anfänger also nicht unbedingt zu empfehlen. Auch mit den Mengenangaben war ich nicht immer ganz glücklich. Da musste ich von einzelnen Zutaten einfach viel mehr zugeben, um etwas Brauchbares zu zaubern. Einige Gerichte sind mir sehr gut und problemlos nach der Anleitung gelungen, andere leider nicht. Auch mit der Beschaffung der Zutaten hatte ich teilweise meine Probleme. Im normalen Supermarkt bekomme ich manche unüblichen Dinge eben nicht. Aber dafür dann kilometerweit in der Gegend herumzufahren, ist ja auch nicht besonders „grün“.

Fazit: Zum Anschauen ist das Buch sehr schön, auch um sich kreative Kochideen zu holen und mal neue Geschmacksrichtungen auszuprobieren. Allerdings sollte man einige Erfahrung im Kochen haben und die Rezepte flexibel handhaben. Und man sollte das „Grüne“ nicht allzu fanatisch sehen ;-)

Ich habe zwischen 3 und 4 Sternen geschwankt, runde dann einfach mal auf :-)
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VINE-PRODUKTTESTERam 28. Oktober 2012
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Grün ist die neue Trendfarbe, zumindest wenn es um Energie und Essen geht. So wird neben dem zurzeit sehr angesagten veganen Lebens- und Essstil auch der „grüne, gesunde Lebensstil“ gelebt.
Grün bedeutet in diesem Fall nicht rein vegan oder vegetarisch, sondern einfach auch bio.
Dagmar von Cramm beleuchtet in ihrem Buch „Das grüne nicht nur vegetarische Kochbuch“ genau dieses Thema.
So beginnt das korrekt ökologische Kochen schon beim Einkaufen der Zutaten. Von Cramm erklärt dabei die wichtigsten Aspekte wie Herkunft, Verpackung und Lieferung und gibt Basiswissen was Bionahrungsmittel betrifft weiter, sowie Tipps wie man selbst ökologisch und nachhaltig handeln kann.
Zudem schafft sie einen guten Überblick was das richtige Kochen betrifft und das genaue Abschätzen der Portionen, damit nichts verschwendet wird.
Interessant fand ich auch die Übersicht, was letztlich als Abfall gesehen werden kann und wie viel das pro Lebensmittel ist.
Auch das Mindesthaltbarkeitsdatum wird gut erklärt, denn genau dieses MHD ist für vielen unnötigen Abfall in der Lebensmittelbranche verantwortlich, da es oft falsch verstanden wird.
Die Rezepte sind saisonal geordnet und somit in Frühling, Sommer, Herbst und Winter eingeteilt.
Am Anfang jedes Teils gibt es einen kurzen Überblick der nun erhältlichen Früchte, Gemüsesorten und Kräuter.
Neben vielen verschiedenen Rezepten bei denen eine genaue Zutatenliste sowie Zubereitungsanleitung mit Nährwertangaben und hilfreichen Tipps zu finden sind, gibt es auch einen Überblick über die verschiedenen Kräuter und wie man sie selbst anpflanzt, Beeren, Pilze und die spezielle Winterküche.
Es sind zudem viele vegetarische Rezepte enthalten, die alle speziell gekennzeichnet sind, damit man sofort weiß, das es sich um ein fleischloses Gericht handelt.
Am Ende gibt es noch ein Glossar und ein Rezept- und Sachregister, sowie ein Register nach Menüfolge.
Ich finde „Grün Kochen“ sehr gut, da es eine große Vielfalt an Rezepten enthält, die saisonal geordnet sind und mit hochwertigen Bildern aufgewertet werden.
Ich habe schon so viele tolle Rezepte gefunden, dass ich sie nicht alle hier aufzählen kann, freue mich aber sie auch alle zu der jeweiligen Saison zu kochen, da ich bisher nur die Herbst-/Winterrezepte versucht habe.
Zudem bietet das Buch so viele hilfreiche und gute Tipps, die man super umsetzen kann, so dass Nachhaltigkeit in der Küche kein Problem mehr ist.

5 von 5 Sternen!
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am 15. Januar 2015
Habe dieses Buch gekauft, um meiner Mitbewohnerin ein bisschen Verständnis für die regional/saisonale und auch vegetarische Küche unter zu jubeln. Jetzt habe ich es aber selber behalten :-). Als Vegetarier unter nicht-Vegetariern schätze ich dieses Buch ungemein dafür, dass es weder die eine Ernährungsweise, noch die andere mehr gewichtet oder etwa benachteiligt. Auch dafür, dass es verrückte Gerichte, aber auch "Sachen für Jedermann" und nicht ganz so abgespaced wie "Zucchinispaghetti" klingende Leckereien, wie z.B. die Winter-Lasagne mit Rote Beete und Schwarzwurzel, in sich hat. Besonders super finde ich die Ordnung der Gerichte nach Jahreszeit bzw. Saison und gibt Tipps, wo und wie man die Zutat am Besten her bekommt. Ab und an darf meine Mitbewohnerin sich jetzt das Buch ausleihen. Momentan schaut sie sich erstmal noch die interessanten Portraits der Lebensmittel auf den ersten Seiten an und lässt sich hoffentlich bald auch von den leckeren Alternativen zu Erdbeeren im Winter überzeugen. :))))
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am 1. September 2013
Ein tolles Kochbuch, welches die Jahreszeiten berücksichtigt. Am Beginn von jeder Jahreszeit findet man eine Liste, welche Obst, Gemüse und Kräutersorten Saison haben und somit frisch aus der Region zu haben sind.
Es sind auch immer wieder Tipps und Rezepte dabei, wie man saisonale Produkte haltbar machen kann, um diese auch im Rest des Jahres genießen zu können.
Ich habe schon mehrere Rezepte aus den Jahreszeiten Frühling und Sommer nachgekocht und es ist bisher immer gelungen. Es war auch wirklich lecker.
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am 23. Dezember 2015
Die einzigen, die das Kochbuch gut bewerten, haben wahrscheinlich noch nichts daraus gekocht. Bin sauer: Gemüse der Saison in den Müll schmeißen war nicht gerade meine Vorstellung, als ich das Kochbuch gekauft habe. Der Gedanke des Buches ist gut, aber leider schlecht umgesetzt. Bin ich froh, dass ich das alles vor dem Fest heraus gefunden habe - leider sind die Zutaten zwar schon gekauft, aber vielleicht gibt es ja ähnliche Rezepte, die wenigstens funktionieren. Das Buch macht optisch was her, der Gedanke ist gut - aber ohne funktionierende Rezepte ist sogar ein Punkt zu viel.
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