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VINE-PRODUKTTESTERam 7. Juli 2011
Ausstattung: Auch auf dem Cover von Band 2 erblickt der Leser ein technisches Meisterwerk des futuristischen viktorianischen Zeitalters, das ganz klar Bezug zum Inhalt nimmt. Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten. Der Titel 'Gegen die Zeit' wird zum Ende des Buches noch einmal aufgegriffen und stellt schon die Überleitung zu Band drei dar.
Vorne im Buch findet der Leser wieder eine Karte Europas, hinten die Karte Londons. Hinten befindet sich außerdem auch eine Auflistung aller Personen, die mir gerade zu Beginn von Band 2 geholfen hat, mich wieder in der Geschichte zurecht zu finden.

Dies ist der zweite Teil einer Trilogie! Spoiler zu Band 1 sind möglich.

Meine Meinung:
Mit einem kurzen Prolog holt der Autor den Leser sehr erfolgreich zu Hause ab und bringt ihn schnell in die Welt der Magierdämmerung. Schon nach den ersten Seiten des ersten Kapitels habe ich mich wieder mühelos zurecht gefunden, denn ohne noch einmal alle Geschehnisse des ersten Bandes in einem ermüdenden Monolog darzustellen, gelingt es Bernd Perplies mit kurzen Hinweisen und Kommentaren an all das zu erinnern, was für Band zwei von Bedeutung ist.
So treten von Anfang an keinerlei Längen auf und es entwickelt sich von Seite eins an eine überaus spannende Geschichte. Während dieser verfolgt der Leser die Handlung verschiedener Protagonisten, was den Lesespaß keineswegs trübt. Ich habe mich auf jeden einzelnen von ihnen immer gefreut, denn tatsächlich hatte ich hier keinen Liebling ' was sonst bei mir eher üblich ist, wenn das Buch aus der Sicht verschiedener Charaktere erzählt wird. Jeder hat seinen Reiz, sodass ich ihnen gerne gefolgt bin.
Dabei lernt der Leser völlig unterschiedliche Charaktere kennen, die aber jeder für sich fein ausgearbeitet sind und alle ihre Handlungen sind schlüssig und gut nachzuvollziehen, sei es die von Jonathan, der sich erst in der Welt der Magie zurecht finden muss, die von Holmes, der seine ganz besondere Sicht der Dinge hat oder die von Mister McKellen, der bis zum Ende hin etwas mysteriös bleibt und doch so wichtig ist, für das fulminante Finale des zweiten Bandes.
Mit Spannung verfolge ich in allen Romane, die Magie beinhalten, wie es den Autoren gelingt, dieses Magiesystem schlüssig zu vermitteln und auch umzusetzen. Die Fadenmagie, wie sie bei Perplies erscheint, ist dabei sehr schön gelungen, denn sie wird soweit wie möglich äußerst realistisch dargestellt. Und für mich ist es gut vorstellbar, dass alle Lebewesen, Gegenstände und ja sogar Gedanken durch ein unsichtbares Fadenwerk miteinander verbunden sind. Dass es auch Menschen gibt, die darauf Einfluss nehmen können, ist dann nur noch ein kleiner Schritt in der eigenen Phantasie.

Fazit: Bernd Perplies gelingt es sich im Vergleich zu Band eins um einiges zu steigern. Die Geschichte ist von Beginn an mitreißend und es gibt keinerlei Längen. Auch von den Startschwierigkeiten, die ich noch bei Band 1 empfunden habe, ist hier überhaupt nichts mehr zu spüren. Überaus empfehlenswerte Lektüre!
Ich vergebe 4,5 von 5 Sternen.
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am 3. Mai 2011
London 1897. Nachdem Lord Victor Mordred Wellington widerrechtlich den Platz von Lordmagier Albert Dunholm eingenommen hat, befindet er sich nun mitsamt seinen Anhängern an der Spitze der Macht. Doch weiterhin schwelt der Konflikt zwischen den beiden Magierfraktionen des Silbernen Kreises. Die Gefolgsleute des ermordeten Lordmagiers, zu denen auch Jonathan Kentham gehört, befinden sich in der Hand des Usurpators. In einem Kerker, hinter magisch verstärkten Türen, hält er sie gefangen. Jedoch konnte der neue Erste Lordmagier nicht alle Aufständler in seine Gewalt bringen. Randolph, Grigori und Sedgewick konnten mit McKellen, Kendras Großvater, der sich in einem sonderbaren tiefen Magieschlaf befindet, fliehen, und auch eine Geisel aus den Reihen des Neuen Morgens nehmen. Wird es ihnen gelingen rechtzeitig ihre Freunde zu befreien? Ein Magispector des Ordens ist ihnen bereits auf der Spur! Und nicht nur aus diesem Grund ist es ein Wettlauf gegen die Zeit, denn die Wahre Quelle der Magie sprudelt und sprudelt und diese mächtigen Ströme bleiben nicht ohne Folgen. Sie muss wieder verschlossen werden und Wellington wird dies mit allen Mitteln zu verhindern versuchen.

Das Schwierigste an einer Trilogie ist es sicherlich, den Mittelteil zu gestalten: die Spannung des ersten Teiles muss gehalten, vielleicht sogar noch etwas ausgebaut werden und trotz dessen sollte noch genügend Raum für ein noch folgendes Finale verbleiben. Ich denke, der Autor hat diese Aufgabe gut gelöst. Thematisch schließt "Magierdämmerung, Bd 2: Gegen die Zeit" nahtlos an den Vorgängerband an, selbst die Kapitelzählung geht nach einem sogenannten Zwischenspiel, einfach weiter. Neue Personen werden eingeführt und geben der Handlung zusätzlichen Schwung. Zu dem Schauplatz im viktorianischen London kommt noch als neuer Handlungsort, Rom, dazu. Die Charaktere sind sehr einprägsam und bei den vielen unterschiedlichen Personen findet jeder Leser jemanden, auf dessen Spuren er gerne durch die Geschichte wandert. Sehr glücklich war ich darüber, dass dieses Mal Watson, der Geisterkatze des eigensinnigen magiekundigen Holmes, eine bedeutende Rolle zugedacht wurde. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut, ein wenig altmodisch aber nicht staubig, erfüllt er die vergangene Zeit mit neuem Leben. Ab und zu gibt es auch kleine, humorvolle Szenen, jedoch deutlich weniger als im letzten Teil, daran merkt man, dass das Zeitalter für die Magier, durch die letzten Vorfälle, um einiges härter und düsterer geworden ist. Sehr einfallsreich finde ich den Umgang damit, zu zeigen, welche Auswirkungen die geöffnete Quelle und das Einwirken der magischen Kraft auf so manches eigentlich Unbelebte hat, dies birgt so manche Überraschung. Kreativ gestaltet Perplies seine magische Welt und macht es dem Leser somit leicht, gebannt darin zu versinken.

Zu der Aufmachung kann man nur sagen, dass das Buch wieder genauso schön und verspielt gestaltet wurde wie der Vorgänger. Mit der Europakarte von 1897 und dem Stadtplan Londons zur damaligen Zeit auf den Innenseiten der Buchdeckel, erhält man die Möglichkeit, die Aufenthaltsorte der Charaktere bildlich zu verfolgen. Die alten Zeitungsausschnitte, die jeweils einem neuen Kapitel vorangehen, tragen ebenfalls dazu bei, in der viktorianischen Zeit abtauchen zu können.

"Magierdämmerung, Bd. 2: Gegen die Zeit" - ein würdiger Nachfolger des ersten Bandes, atmosphärisch und spannend. Ich freue mich schon unbändig auf das Finale.
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am 1. Mai 2011
Bernd Perplies hält sich wirklich nicht mit Nebensächlichkeiten auf. Im zweiten Band seiner Magierdämmerung-Trilogie geht es nach einem kurzen Zwischenspiel mit Knalleffekt genau dort weiter, wo Band I endete, was sich auch in der Weiterführung der Kapitelnummern äußert. Schnell war ich wieder total gebannt und gierte nach den nächsten Seiten.
Kurz musste ich mich orientieren, da mit Rom ein neuer Schauplatz und damit auch neue Charaktere ins Spiel kommen, doch Perplies gestaltet dies gleich so interessant, dass ich keine Probleme hatte, in die Geschichte einzutauchen. Außerdem findet sich am Buchende wieder eine Dramatis Personae, die auch aus dem Gedächtnis verschwundene Personen schnell wieder ins selbige zurück beorderte.

Die liebgewonnenen Freunde aus "Für die Krone" haben es anfangs ziemlich schwer und es tut sich auf den ersten Blick relativ wenig. Doch langweilig wird es deshalb nicht, durch kleine Details und Ereignisse werden nun die Weichen für den Fortgang der Geschichte gestellt, deren Tempo bis zum Buchende immer weiter anzieht. Überhaupt finde ich es prima, dass nicht alles total glatt läuft, sondern einige Schwierigkeiten aufkommen. So wirkt alles realistischer (hier agieren zwar Magier, aber keine Superhelden) und man fiebert viel mehr mit.
Ein echt toller zweiter Band, nicht weniger spannend als Teil I.
Zwischendurch ist es auch immer wieder sehr lustig, ich mag den Humor, der hier regelmäßig aufblitzt. Die Dialoge zwischen Holmes und seinen Mitstreitern, die kleinen magischen Helfer in Gestalt von Watson oder Rupert und auch die interessanten, bisweilen kuriosen Zeitungsmeldungen zu Beginn der Kapitel lockern die oft doch sehr ernste Handlung immer wieder auf.
Insgesamt würde ich mir noch mehr Detailverliebtheit wünschen, wie z.B. bei der Beschreibung des Luftschiffs, ein stärkeres Eingehen auf den Alltag der Personen und Gruppierungen, den wir hier ja nicht erleben oder die Personen, die in diesem Band neu dazu kamen wie Lionida und ihr Begleiter, der Deflector.

Sehr gefallen hat mir auch wieder die Aufmachung des Buches. Sei es die bereits erwähnte Dramatis Personae, die alte Europa-Karte und der Stadtplan Londons in den Innenseiten der Buchdeckel oder das schöne Cover, dessen Hauptdetail, den Zeppelin, man ebenfalls an den Kapitelanfängen bewundern kann. Ein schönes Gesamtpaket!

Auf Band III bin ich nun sehr gespannt und echt neugierig, wie dann alles ausgeht. Da erwarten uns bestimmt wieder einige Sachen, mit denen man im Leben nicht rechnen würde und hoffentlich viele Antworten. Zeit, geh schnell rum.
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am 21. Februar 2011
Achtung enthält Spoiler zu Magierdämmerung, Bd. 1: Für die Krone.

Gegen die Zeit, der zweite Band der Magierdämmerung-Trilogie von Bernd Perplies, setzt nahtlos im London des Jahres 1897 an, wo Band Eins aufhört: Nachdem sich der Usurpator Wellington Zugang zur Macht der wahren Quelle der Magie verschafft hat und sein Attentat auf den alten Lordmagier Dunholm erfolgreich war, hat er mit seinen Getreuen die Macht ergriffen und sich selbst zum neuen Lordmagier des Silbernen Kreises ernannt. Alle Magier, die bei der Gildenversammlung nicht von der Idee eines neuen magischen Morgens überzeugt werden konnten, hat er als potentielle Gegner erst einmal in den Kellern der Gildenhalle einsperren lassen, darunter auch Jonathan Kentham, Jupiter Holmes und Kendra McKellen.

Den Magiern Randolph Brown, Arthur Sedgewick und Grigori, die nicht an der Versammlung teilgenommen hatten, ist die Flucht gelungen. Dabei mussten sie allerdings die gefährliche und intrigante Mary-Ann McGowan als Geisel nehmen. Außerdem wird ihre Flucht durch Giles McKellen behindert, der sich in einer Art Magietrance befindet und sich weder bewegt noch spricht.

Im Laufe dieses Bandes zeigt sich, dass die wahre Quelle der Magie unbedingt wieder verschlossen werden muss, da die Menschheit andernfalls dem Untergang geweiht ist. Jonathan und seine Mitstreiter geben nicht auf und stellen sich Wellington entgegen. In diesem Kampf müssen sie sich mit dem magisch veränderten Metallgolem Hyde-White, dem Franzosen, einem gefährlichen Magierjäger, und anderen Widrigkeiten herumschlagen. Und dabei hat der Wettlauf gegen die Zeit gerade erst begonnen...

Im zweiten Band der Magierdämmerung nimmt die Handlung ordentlich Fahrt auf. Schlag auf Schlag verändern sich die Situationen, mal sind die Guten im Vorteil, mal die Bösen. Dabei müssen einige Personen mit Leib und Leben erfahren, dass mit Magie nicht zu spaßen ist. Das Buch ist enorm spannend und nachdem ich einmal angefangen hatte, konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Im Vergleich zum ersten Band fehlen allerdings ruhigere und erklärende Momente und auch der etwas schräge Humor kommt zu kurz. Das ist ein bisschen schade, weil mir die vielen Details und der Wortwitz (besonders von Randolph und Holmes) am ersten Band so gefallen haben. Trotzdem hält das Buch die ein oder andere lustige oder fiese Skurrilität bereit (ich sag nur Rupert...) und das Lesen hat mir insgesamt viel Freude bereitet.
Fazit: Viereinhalb Sterne.

Für den Abschlussband wünsche ich mir eine Mischung aus skurrilem Humor, fiesen und fast allmächtigen Bösen und natürlich viel, viel Spannung. Bin heute schon gespannt, ob In den Abgrund, der dritte Teil der Magierdämmerung-Trilogie, das alles bieten kann und freue mich auf den Erscheinungstermin im September 2011.
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VINE-PRODUKTTESTERam 30. Juni 2011
Teil 2 von 3 der Magierdämmerung. Band 3 erscheint im September 2011.
Teil 2 verläuft etwas relaxter als Teil 1, baut aber ordentlich Spannung auf für Teil 3

Zum Inhalt:
Jonathan Kentham, der Erbe des magischen Rings des obersten Magiers des Orden des silbernen Zirkel, die junge Kendra, eine Magierin aus den Highlands, die mit ihrem Großvater anreiste und einige andere Magier, die dem Ursurpator Wellington die Gefolgschaft verweigerten, sitzen im Gefängnis und harren ihrem Schicksal. Auch der exzentrische Magier Jupiter Holmes wurde gefangen und hat mitnichten vor, sich seinem Schicksal zu ergeben.
Derweil versuchen der Kutscher Randolph Brown, sein Freund Grigori und ein zufällig dazugeratener Magispektor, den anderen Magiern zur Hilfe zu eilen.
Nach einer spektakulären Flucht, wird endlich klar, wie wichtig die Verschließung des Magiequelle ist. Denn die Welt verändert sich immer weiter. Leblose Gegenstände wandern auf einmal durch die Gegend und einige Menschen beginnen sich magisch zu verändern.
Jonathan, Kendra, Kendras Großvater und Jona nmthans Freund Robert machen sich auf den Weg, um einen Schlüssel zu schaffen...

Man merkt schon an meiner Zusammenfassung, dass "Gegen die Zeit" eindeutig ein Zwischenspiel ist, das den Weg bereitet für ein (vermutlich) furioses und spektakuläres Finale. Jonathan wird auf den Weg gebracht, seine Unkenntnis der Magie wird auf eine elegante und glaubwürdige Weise behoben und er ist sozusagen "Ready for Take Off".
Ebenso nimmt Kendra eine wichtigere (wenn auch ehrlich gesagt etwas vorhersehbare) Rolle als Mitstreiterin Jonathans ein.
Das Robert wieder auftaucht, damit hätte man wohl weniger gerechnet, auch wenn ich fast befürchte, dass seine Rolle ein böses Ende nehmen wird...

Schön und flüssig wie schon in Band 1 begonnen, ist die Schreibsprache des Autors. Die Kapitel haben schöne Überschriften und beginnen mit fiktiven Zeitungsartikeln, die sich mit der Ausbreitung der Magie beschäftigen.

Auch lernen wir mit der Vatikansagentin Lionida eine neue Hauptdarstellerin kennen, die ich unheimlich cool und sympathisch finde. :-)

Perplies' Humor ist einfach genial, ich denke er nimmt sich teils selbst auf den Arm. Beispielsweise sagt Jonathan, dass man ihn nicht finden wird, weil man in London kaum jemanden zufällig über den Weg laufen kann und 2 Seiten später wird er durch Zufall von einem Freund gefunden.

Der Einsatz der Magie wird glaubwürdig und logisch erklärt.

Was mir ehrlich gesagt weniger gefällt, ist die recht vorhersehbare und meiner Meinung nach etwas zu bequeme Entfernung eines recht wichtiges Charakters um Platz für ein/en neue/n Partner/in (ich will nicht zuviel verraten ^^) an der Seite des Hauptprotagonisten zu schaffen.
Ehrlich gesagt hatte ich diesen Handlungsstrang schon in Band 1 befürchtet, hegte aber bis zuletzt noch die Hoffnung auf eine Überraschung.

Die Aufmachung des Buches ist wie schon in Teil 1 schön und dem Preis durchaus angemessen.

Fazit: Nette Unterhalung ohne bahnbrechende Neuerungen. Empfehlenswert für Fans logischer Fantasy mit Sherlock Holmes Elementen.
Ich freue mich ohne Ende auf Band 3! :-)
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TOP 1000 REZENSENTam 20. April 2011
Nach dem schleppenden Einstieg in "Für die Krone" eröffnet Bernd Perplies sein Buch diesesmal mit einem "Zwischenspiel", das nicht nur kurzweilig zu lesen ist, sondern auch eine hervorragende Verbindung zum ersten Teil schafft, so dass man die Wartezeit zwischen den beiden Bänden beinahe vergisst und es einem so vorkommt, als hätte man die Welt von Jonathan Kentham und den anderen Getreuen Dunholms nie verlassen. Leider hielt diese Kurzweil bei mir nicht allzu lange an und das erste Drittel gestaltete sich bei mir - wie schon bei "Für die Krone" - etwas zäh im Lesefluss, da wiederum etliche neue Charaktere eingeführt wurden und die bekannten Schergen aus dem Vorgängerband zudem im Kerker des Ordens zum Silbernen Kreis festsaßen. So spannend die Fluchtversuche auch waren, irgendwann drehte sich die Handlung im Kreis und ich dachte nur: "Jetzt kommt endlich da raaauuusss!!!". Durch die räumliche Trennung des Dream-Teams Holmes und Brown kam nämlich auch der spezielle Wortwitz des Autors leider zu kurz, und umso glücklicher war ich, als zumindest Teilerfolge im Kampf gegen Wellington zu verbuchen waren, und wenn dadurch auch nicht alle ihre Freiheit erlangten, so traffen doch Holmes, seine Geisterkatze Watson und Brown wieder aufeinander, und der Humoranteil schnellte rasant in die Höhe! Ein anderer witziger Höhepunkt dieser Geschichte folgt mit einem weiteren Magiergefährten, der dank magischer Entgleisungen zu neuem Leben erwacht, allerdings handelt es sich hierbei weder um eine Eule, noch einen Raben oder eine Katze, lasst euch überraschen ;)
Die Fadenmagie, die bereits im ersten Band durch besonderen Einfallsreichtum bei mir punktete, wird in diesem Mittelband durch die visuellen Beschreibungen regelrecht greifbar, und wer in "Für die Krone" von dieser Art Magie noch nicht vollends überzeugt war, wird spätestens in "Gegen die Zeit" regelrecht davon gefesselt ;D Auch wenn mir auf der einen Seite die technischen Details und ausschweifenden Beschreibungen der Gladius Dei zu ausführlich waren, so hat mich auf der anderen Seite diese Detailgenauigkeit bei der durch Magie veränderten Nautilus total begeistert. Diese kommt nun, genau wie Wellingtons Gefolgsmann Hyde-White, als eine Mischung von totem Material und lebendigen Zellen daher, und ich kam mir bei der Erläuterung ihres Aussehens vor als würde ich geradewegs durch ein surreales Gemälde von H. R. Giger spazieren.
Wer des italienischen mächtig ist, stößt auch bei "Gegen die Zeit" wieder auf einige Namensspielereien. Allen anderen kann ich empfehlen die italienischen Begriffe nachzuschlagen, da gerade in diesen Feinheiten immer wieder der Humor des Autors durchblitzt, der ja bereits in "Für die Krone" durch Zitate und Anleihen an literarischen Figuren viele Wortspielereien gebracht hat. Aber auch Autoren und Figuren, die bereits aus "Für die Krone" bekannt waren, wie Arthur Conan Doyles Sherlock Holmes, sind wieder für das eine oder andere Wortspiel gut, und wie bereits im Vorgängerband waren diese für mich wie Rosinen in einem Kuchen, nach denen man nach einiger Zeit regelrecht sucht.
Für den dritten Band der Reihe wünsche ich mir die mitreissende Spannung der ersten beiden Teile und dazu eine gehörige Portion Humor und Wortwitz, der nicht erst gegen Ende der Geschichte (im gewünschten Maße) ins Spiel kommt!

Aufmachung des Buches:
Wie bereits beim Auftakt "Für die Krone" wird die Geschichte durch die Europakarte in der vorderen, dem Stadtplan von London in der hinteren Umschlagklappe und einem dreiseitigen "Dramatis Personae" ergänzt, in dem die wichtigsten Charaktere mit Namen und Funktion aufgeführt sind. Das Cover des zweiten Bandes ziert das Luftschiff "Gladius Dei" (lat. = Schwert Gottes). Dem unvollständigen Medaillon im Vordergrund ist nun im Gegensatz zu "Für die Krone" ein weiteres Stück hinzugefügt worden, auf dem Cover vom abschließenden Band der Trilogie "In den Abgrund" wird es komplett zu sehen sein.

Fazit:
Wiederum brauchte es einige Zeit bis mich die Handlung richtig gepackt hatte, da der spezielle Humor Perplies' erst in der zweiten Hälfte richtig zum Tragen kommt und man bei der Vielzahl an Charakteren erst durchsteigen muss, um die Handlung in vollen Zügen genießen zu können.
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am 24. März 2011
Den zweiten Band zur Magierdämmerung von Bernd Perplies zu lesen, habe ich genossen, wie schon beim ersten. Zum Inhalt will ich nicht viel erzählen, aber zu Schreibart, Stil und Ausgewogenheit. Nach so langer Wartezeit auf ein Buch, einen zweiten Band einer Trilogie, deren ersten mit einem wahnsinnigen Cliffhanger geendet hatte, sind die Erwartungen hoch. Vielleicht auch zu hoch. Da ich da nicht das erste Mal erlebe, habe ich mir also auch nochmal Band 1 in Kurzform zu Gemüte geführt. Schließlich sollte der Autor nicht unter Veröffentlichungspolitik seines Verlages leiden. Und das hat sich gelohnt. Statt mich immer wieder fragen zu müssen, wie war das denn noch und wer das nochmal, hatte ich die Charaktere und die Stimmung präsent. Und hinein ging es in den abenteuerlichen Ritt auf Perplies Fantasiewegen, die wahrlich nicht immer vorhersehbar sind und man sich besser gut festhält in so mancher Kurve. Aber gerade dieses und die plastische Darstellung der Ereignisse gehören sicherlich zu seinen Stärken. Auch Plot und Charaktere kommen durchaus in ausgewogener Darstellung zueinander daher, allein man fragt sich natürlich oder vermutet, für was die und die Beschreibung später mal gut sein könnte. Viel zu schnell kommt hier das Ende, denn während man nach grübelt, fliegen einem die letzten Seiten des aktuellen zweiten Bandes bereits nur so weg.

Und schon ist es vorbei, und wieder ein Cliffhanger, würde man es nicht aus Band 1 können, wäre man überrascht, so geht man mit Grinsen aus dem Leseabenteuer raus, und das nicht alleine wegen des Abschlußgags. Ich finde, der Autor kämpft wie viele seiner Kollegen bravorös mit seiner eigenen Materie, die in einem zweiten Band einer Trilogie, die aus nicht abgeschlossenen Handlungen bestehen, immer ein schwer zähmbares Biest ist. Verrate ich zuviel vom Gesamten, gebe ich nicht genug für eine eigenständige Handlung preis.. Perplies macht das gut, wenn auch nicht so fantastisch, wie ich es mir vielleicht gewünscht. Ich bin mir sicher, da geht in späteren Büchern noch mehr, denn sehen bzw. lesen, kann man hier deutlich die Entwicklung zur Trilogie seines Erstlingswerks TAREAN, welches ebenfalls als Trilogie erschienen ist. Von daher freue ich mich sowohl auf Band 3 als auch auf weiteren Lesestoff aus seiner Feder.
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Ich denke, ich sollte gleich zu Beginn sagen, dass ich nicht der typische Steampunk-Leser bin - eine Literaturrichtung, der die "Magierdämmerung-Trilogie" von Bernd Perplies ohne Zweifel zugeordnet werden kann. Nach dem Lesen des ersten Teils ("Für die Krone") war ich daher auch etwas unschlüssig, wie mir das Buch nun eigentlich gefallen hatte. Nach dem Lesen des zweiten Teils ("Gegen die Zeit") fällt es mir nun wesentlich leichter, diese Frage zu beantworten: gut! Der Spannungsbogen, den Perplies im ersten Teil dank zahlreicher Figuren und viel Handlung aufbaute, setzt sich hier unmittelbar fort. Das kommt nicht zuletzt dadurch, dass die Handlung des Teils 2 direkt dort einsetzt, wo Teil 1 aufgehört hat. Als Leser ist man dadurch zwar sofort drin im Geschehen, andererseits muss ich hier einen klitzekleinen Kritikpunkt anbringen: ich war in den ersten Kapiteln zugegebenermaßen einfach etwas verwirrt, weil ich die Vielzahl an Namen nicht mehr gleich zuordnen konnte und auch die ganzen Hintergründe aus Teil nicht sofort wieder parat hatte. Perplies dröselt dies zwar nach und nach auf den folgenden Seiten auf, aber bei mir haben sich die Monate ohne "Magierdämmerung", die zwischen dem Lesen beider Teile lagen, leider doch recht bemerkbar gemacht.
Nichtsdestotrotz hat mir "Gegen die Zeit" ausgesprochen gut gefallen, besser noch als Teil 1. Spannende Ideen und Einfälle ziehen sich vor allem durch die zweite Hälfte des Buches; und die interessanten Charaktere, die schon im Teil 1 auftauchten, bekommen hier wieder die Möglichkeit, zu zeigen, was in ihnen steckt. Leider kommen in meinen Augen manche Figuren etwas zu kurz, vor allem im direkten Vergleich mit dem Vorgänger "Für die Krone", so z.B. Kendra, Robert oder auch der Bösewicht Wellington. Dafür führt Perplies sogar noch einen neuen Charakter ein, Lionida Diodato, die in meinen Augen jedoch recht blass bleibt und deren wirkliche Bedeutung für die Gesamthandlung mir noch nicht einleuchtet. Aber das kommt vielleicht noch, in Band 3 ("In den Abgrund"), der sogar noch dieses Jahr erscheinen wird und der mit mir schon jetzt einen Leser sicher hat.

Fazit:
Der zweite Teil der "Magierdämmerung" hat mir besser gefallen als der erste. Die gesponnenen Fäden aus dem ersten Teil werden hier gekonnt weiter verknüpft (wie mehrdeutig!) und machen Lust auf Teil 3 der Trilogie. Ich hätte mir ein ausgewogeneres Verhältnis von "Augenmerk auf die Figuren" und "Vorantreiben der Handlung" gewünscht. Von mir gibt es 4 von 5 Sternchen.
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(Da es sich um den zweiten Teil einer Reihe handelt, ist die Inhaltsangabe natürlich mit Vorsicht zu genießen, da sie Spoiler zu Teil 1 enthalten könnte!)

Seitdem Jonathan den sterbenden Lordmagier Dunholm in einer Gasse fand, hat sich sein Leben von Grund auf geändert: Nicht nur, dass er von einer geheimen Welt der Magie erfährt und er nun selbst auch Magie wirken kann. Nein, diese Welt ist auch noch im Begriff, zusammenzustürzen, da der Verrückte Wellington die Wahre Quelle der Magie geöffnet hat und nun versucht, die Macht zu übernehmen. Jonathan wird hineingezogen in einen Strudel tragischer Ereignisse, an denen er nicht ganz unbeteiligt ist. Und schlimmer noch, auch seine Freunde aus der "alten" Welt werden hineingezogen, als Druckmittel, um ihm den Ring Dunholms abzunehmen. Dieser ist nämlich der Schlüssel, wie Dunholm ihm im Sterben schon anvertraute. Doch wofür dieser der Schlüssel ist, muss Jonathan erst noch rausfinden, und diese Suche ist nicht ohne Verluste zu bewältigen, auf beiden Seiten...

Atemlos habe ich vor ein paar Minuten das Buch zugeklappt und bin immer noch aufgeregt ob der Ereignisse im letzten Teil des Buches. Bernd Perplies hat hier wiederrum ein Steampunk-Spektakel geschaffen, und das nicht zu knapp. Die Besonderheit dieses Genres kommt im zweiten Band der Magierdämmerung-Trilogie noch mehr zum Tragen, trifft man doch auf weitere unglaubliche Verbindungen von Magie und Technik, nicht zuletzt die legendäre Nautilus mit einem seltsamen Eigenleben. Wer nun sagt, das wäre nichts für ihn, dem empfehle ich, es einmal zu probieren: Mir ging es anfangs genauso, nun aber muss ich zugeben, dass mich das Genre, zumindest bei Herrn Perplies (denn nur von ihm kenne ich derzeit Steampunk), vollkommen überzeugt.
Die Geschichte an sich braucht etwas, um einen vollkommen an die Seiten zu fesseln, so wie es auch schon beim ersten Band war, aber wenn man dann einmal wieder dabei ist, dann mit Haut und Haar. Zum Finale überschlagen sich die Ereignisse und lassen einen voller Spannung auf den dritten Teil zurück. Wie auch schon beim letzten Teil muss man hier die Charaktere lobend erwähnen. Sie sind liebevoll gezeichnet und haben alle ihren ganz besonderen Reiz, die einen mehr, die anderen weniger. Lediglich die weibliche Hauptperson, Kendra, hat Perplies meiner Meinung nach etwas stiefmütterlich behandelt. Über diese Person würde ich im letzten Band gern mehr erfahren. Desweiteren zeichnete sich nur seeeeehr zart eine beginnende Liebesgeschichte zwischen Kendra und Jonathan ab, die ich auch gern mehr ausgebaut sehen würde (ich bin eben doch ein Mädchen, was nicht ganz ohne Liebe auskommt... ^^).
Ansonsten kann ich nur sagen: Lest diese Bücher, ihr werdet es nicht bereuen!
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"Gegen die Zeit" ist der zweite Band der Trilogie "Magierdämmerung" von Bernd Perplies. Er stellt einen typischen Mittelteil da, der zwar spannend ist, aber deutlich den fulminanten ersten Teil und das hoffentlich ebenso aufsehenerregende Ende miteinander verbindet. Es werden neue Charaktere und eine neue "Maschine" (ein riesiges Luftschiff) eingeführt. Letzteres ist natürlich mit einigen magischen Tricks versehen. Außerdem erfährt der Protagonist Jonathan eine emotionale und vor allen Dingen magische Weiterentwicklung, die enorm ist. Somit wird das Kräfteverhältnis langsam angeglichen.

Perplies legt Wert darauf, seine Charaktere gut auszuarbeiten. Er lässt sich viel Zeit für jede einzelne Szene und das gesamte Buch spielt nur an ein paar wenigen Tagen. Das kommt der Entwicklung der Figuren sehr zugute. Man kann Gefühle gut nachvollziehen und leicht verstehen, warum ein Charakter auf eine bestimmte Weise handelt. Dadurch fühlt man sich dem Geschehen sehr zugehörig und als Teil des Ganzen.

Besonders faszinierend an der Serie ist die Welt, in der sie spielt. Die ist zwar an das London des 19. Jahrhundert, so wie wir es kennen, angelehnt, wird aber um den Aspekt der Magie erweitert. Außerdem gibt es einen großen Anteil an Steampunk-Elementen, wie zum Beispiel das riesige Luftschiff oder die Nautilus. Dadurch ist eine Genre-Mischung entstanden, die voll zu überzeugen und den Leser regelrecht an die Seiten zu fesseln weiß.

"Magierdämmerung" ist eine Serie, die sich zu lesen lohnt. Der zweite Teil "Gegen die Zeit" ist ebenso spannen wie der erste und endet so, dass man neugierig auf den Abschlussband zurückgelassen wird.

Eine Leseprobe zum Buch findet man auf der Verlagswebsite.
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