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Kundenrezensionen

91
4,3 von 5 Sternen
Der kleine Ritter Trenk
Format: Gebundene AusgabeÄndern
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75 von 79 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. April 2007
Der Ritter Trenk ist das schönste Vorlesbuch, das ich kenne. Die Geschichte ist spannend und in sich geschlossen, die Figuren wunderbar gezeichnet und eine Menge Themen werden aufgenommen, ohne dass dadurch eine schwerfällige Moral entsteht. Zudem ist das Buch so lang, dass man sich wirklich hineinleben und die Geschichte lange geniessen kann. Nicht oft der Fall für dieses Lesealter. Das schönste ist aber doch die Sprache. Vorlesen ist eine Freude, wenn man sich so von der Sprache tragen lassen kann. Dass die Erzählerin so stark spürbar ist, lässt einen als Vorleserin ganz anders aktiv werden, als wenn das nicht der Fall ist. Es ist wahr, die Sätze sind lang. Sie sind aber auf eine Art gebaut, die es einfach macht, den Gedanken zu folgen. Ich habe das Buch meinen beiden Söhnen (7 u. 5) vorgelesen, die beide erst seit Kurzem Hochdeutsch verstehen und es nicht sprechen. Am Anfang musste ich recht viel erklären, aber die neuen Wörter und die Art des Ausdrucks haben sich festgesetzt und schon bald las ich in normalem Tempo. Bei den Wiederholungen haben die Jungs gekichert und freuten sich, da sie ja wussten, wie es ging. Und sie haben eine Menge neuer Wörter und Ausdrücke aufgeschnappt, die nun in ihren aktiven Wortschatz eingegangen sind. In diesem Kinderbuch zeigt sich die deutsche Sprache von ihrer allerschönsten Seite!
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. November 2006
Wir stecken noch in den letzten Kapiteln dieses Buches und es war gestern Abend sehr schwer, das Buch wegzulegen. Ist doch der kleine Ritter Trenk gerade eben auf den Drachen gestoßen....

In diesem Buch ist die Spannung schnell aufgebaut und steigert sich zunehmend, sodass man es nicht mehr aus der Hand legen möchte. Unser 5-jähriger ist ganz vertieft beim Vorlesen und hat viel gelernt vom Leben der Menschen im Mittelalter - angefangen von den Leibeignen über die Gaukler bis hin zu den Rittern und Fürsten. Zudem ist es vom sprachlichen Ausdruck sehr hochwertig.

Warum ich trotz meiner Begeisterung für die Geschichte, die Illustration und die Aufmachung des Buches keine 5 Sterne gebe ist leicht erklärt: Die Sätze sind einfach zu lang und zu sehr in Glied- und Nebensätze verschachtelt. Anfänglich hatte ich beim Vorlesen die größten Schwierigkeiten, aber mittlerweile habe ich es gelernt. Als Buch für Kinder im Erstlesealter - wofür es ja auch gedacht ist - erscheint es mir daher ungeeignet. Kinder die alt genug sind für den Satzzeichenwald sind es dann letztendlich auch für die Geschichte.

Trotzdem würde ich diese Buch zum Vorlesen jederzeit wieder kaufen.
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. Januar 2007
Die 4 langen CDs (jeweils knapp 80 Minuten) wollte nicht nur unsere Tochter (4 1/2 Jahre) hören, sondern auch die Eltern: wunderbar spannend ist die Geschichte und dazu wird das Leben im Mittelalter sehr anschaulich erklärt. Die Autorin sorgte für die tolle Geschichte, der Sprecher für ein großes Hörvergnügen. Großer Tipp für Ritterfans - und auch für die Mädchen darunter, denn die kleine Thekla ist die ganz große Heldin!
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27 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. Mai 2013
Wir haben dieses Buch weggelegt, nach unzähligen Anläufen, unserer sechsjährigen Tochter vorzulesen. Möge sie es in naher Zukunft selber lesen und Spaß daran haben, zum Vorlesen ist es nichts und hat mir den letzten Nerv geraubt.

Ich behaupte nach wie vor, dass man die Qualität eines Kinderbuches am Vorlese-Erlebnis messen kann. Nicht von ungefähr lassen sich die Klassiker auch am besten lesen: Preußler, Lindgren, Ende, Janosch, das hat Rhythmus, das ist stimmig, kein Wort zuviel, das "flutscht" beim lauten Lesen. Diese Autoren, man mag sie "nur" für Kinderbuchautoren halten, sind große Stilisten und Puristen. Kirsten Boie dagegen ist - im Unterschied zu den Vorgenannten - promovierte Literaturwissenschaftlerin, und das ist vermutlich auch das Problem. Anstatt mit dem Herzen schreibt sie mit dem akademischen Kopf, und das produziert dann verschachtelte Endlos-Sätze, vor allem eine unfassliche Anzahl von überflüssigen und jeden Leserhythmus zerstörenden Füllwörtern wie "auch", "eigentlich", "nun", "ja nun aber auch", "zudem doch" usw. Ganz abgesehen von der permanenten persönlichen Ansprache ("wie du dir ja sicher denken kannst"). Ich für meinen Teil finde das wirklich grauenhaft zu lesen.

Inhaltlich möchte ich es nicht beurteilen, da wir nicht weiter als bis zur ersten Hälfte gekommen sind - die fand ich sehr zäh und wenig ansprechend, aber das sollen die Kinder beurteilen.
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32 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. September 2006
Die Geschichte vom kleinen Ritter Trenk hat unsere ganze Familie begeistert, sogar unsere 11-jährige Tochter hat sich zum Vorlesen eingefunden, was sonst nie mehr der Fall ist.

Die Geschichte ist so eingängig und liebevoll erzählt, dass sie sich zum Vorlesen auch schon gut im Vorschulalter eignet. Was uns besonders gut gefallen hat sind die Erklärungen die in der Geschichte immer wieder vorkommen und die sehr kindgerecht sind, zum Beispiel der Begriff "Leibeigen" und es wird auch sehr deutlich, wie anders das Leben doch in dieser Ritterzeit war. Man kann sich so sehr gut in die Geschichte und in diese alte Zeit einfühlen. Und die Mischung aus Humor und auch ernsteren Situationen ist sehr gut gelungen. Es ist im Leben nicht immer alles einfach, manchmal gibt es eben schwierige Entscheidungen zu treffen und man muss gut abwägen. Dass am Ende doch noch alles gut wird für den kleinen Trenk und sein goldiges Ferkelchen, das ist klar, aber der Weg dorthin ist nicht immer leicht. Ein dickes Lob an Kirsten Boie für dieses Buch und an Barbara Scholz für die schönen Bilder. Wir waren alle ganz traurig, als wir auf der letzten Seite angekommen waren und das ist ein Buch, das wir sicher öfter zur Hand nehmen werden.
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Trenk ist betrübt. Wieder einmal wird sein Vater Haug vom Tausendschlag vom Büttel abgeholt. Er hat seine Steuerschuld nicht beglichen. Das "Wertolt der Wüterich" nur felsige Äcker für seine Leibeigenen übrig hat, während er selbst die fruchtbaren Ländereien besitzt, kümmert den bösartigen Ritter nicht.
Was kann ein kleiner Bauernjunge gegen einen so mächtigen Ritter auch ausrichten. Dass aber sein Vater wieder einmal verprügelt wird und die Nacht im Schlosskerker verbringen muss, macht Trenk wütend. Er beschließt, seine Schwester Mia-Mina, seine Eltern und das Dorf zu verlassen und in die Stadt zu ziehen. Dort will er Arbeit finden und irgendwann seine Familie nachholen. Der kleine, kaum sieben Jahre alte Trenk macht sich in der mondhellen Nacht auf den Weg in die Stadt. Selbst der dunkle Wald und der vielleicht darin verborgene gefährliche Drache können ihn nicht von seinem Entschluss abbringen. Kaum im Wald stürmt ein blondes Mädchen hinter einem Baum hervor und schließt sich ihm an. Das Mädchen entpuppt sich als der Gauklerjunge Momme Mumm, der eine Perücke aufhat, weil er in seiner Truppe immer die Jungfrau spielt. Er ist auf dem Weg in die Stadt und nimmt Trenk mit. Dank der Hilfe des schlauen Momme gelangen sie in die Stadt und an eine warme Mahlzeit. Und wäre Trenk nicht ebenso mutig wie treu, er würde mit den Gauklern weiterziehen. Doch er hat Mia-Mina versprochen, in der Stadt Arbeit zu suchen.
Da sieht Trenk einen Jungen über den Markt laufen und Stände umrennen. Der feige Knabe ist auf der Flucht vor seinem Vater. Trenk hält den Jungen fest und verlangt von dem heranpreschenden Vater des Jungen Geld für die Marktfrauen. Der Ritter ist beeindruckt vom Mut Trenks, vor allem da sein Sohn sich als arger Jammerlappen erweist.
Als Trenk wenig später zum zweiten Mal den Jungen sieht, der seinem Vater wieder entkommen ist, hält er ihn abermals fest. Er erfährt, dass der Junge, Zink vom Durgelstein, nicht Ritter werden will und niemals gegen den Drachen kämpfen will. Der herbeireitende Vater des Jungen, der Ritter Dietz vom Durgelstein, schildert seine Not. Er muss den Jungen zur Burg des Ritters Hans vom Hohenlob bringen. Er soll dort zum Ritter ausgebildet werden. Dietz und Trenk sehen sich an, sehen Zink an und beiden kommt gleichzeitig eine verwegene Idee.

2006 erschien im Verlag Friedrich Oetinger "Der kleine Ritter Trenk" von Kirsten Boie. Die Autorin so netter und erfolgreicher Kinderbücher wie "Wir Kinder vom Möwenweg" oder "Die Medlevinger" (siehe hier ) hat mit diesem Buch ihr Meisterstück abgelegt.
Die lockere Sprache, die liebenswerten Charaktere - allen voran Trenk und Thekla - die absolut wundervolle Geschichte erwärmt das Herz eines jeden Lesers. Ob sechs Jahre alt oder bereits erwachsen, dieses Abenteuer ist einmalig und für alle Altersstufen passend. Das Kind aber sollte bereits sehr gut lesen können, immerhin ist dieses Buch zweihundertsiebenundsiebzig Seiten lang und manche Sätze sind sehr komplex. Die erwachsenen Leser müssen sich hingegen darauf einstellen, dass sie immer wieder von der Autorin direkt mitten im Text angesprochen werden. Dies irritiert zunächst, doch die nette und liebenswerte Art, mit der Kirsten Boie immer wieder Dinge erklärt, klarstellt und die (kleinen) Leser auf besonders wichtige Ereignisse hinweist, gehört bald so sehr zu der Geschichte, dass man es nicht mehr missen mag.
Auch die sehr kurzen Kapitel, die immer einen eigenen Spannungsbogen haben, erleichtern das Lesen und machen die Lektüre zu einem kurzweiligen Vergnügen.
Hinzu kommen die Illustrationen von Barbara Scholz. Sie sind schlicht perfekt. Es werden wohl an die einhundert Zeichnungen sein, die sämtliche Charaktere, Handlungsorte und Geschehnisse darstellen. Sie sind allerliebst und passen zum humorvollen Ton der Geschichten. Viele Doppelseiten sind komplett illustriert, dann sind es wieder kleine Randabbildungen oder Skizzen. Jedes Umblättern wird zu einem "Aha-Erlebnis". Immer wieder sind es die Zeichnungen, die faszinieren und den Blick der Kinder fesseln.
Gemeinsam mit dem Text aber machen sie aus diesem Kinderbuch ein wirklich einmaliges Vergnügen.
Der feste, rote Leinenrücken des dicken Buches, seine Umschlagillustration und die Fülle der Zeichnungen in seinem Inneren, sowie die lange, spannende, lustige Geschichte lassen den Preis als sehr günstig erscheinen, und gegen einen baldigen Kauf spricht wirklich nichts, absolut nichts.

Stefan Erlemann
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45 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. Oktober 2006
Zugegeben die ersten Seiten, dachte ich: auweia, da hast du dich verkauft, das ist ja oberlangweilig. Aber dann werden die Abenteuer des kleinen Trenk so spannend, dass meine Kinder und ich so manches Kapitel noch weiter(vor-)gelesen haben, als zuerst ausgemacht war. Nur, weil man unbedingt wissen musste, wie es denn jetzt weiter geht.
So ganz nebenher werden einige Begriffe aus dem Mittelalter sehr gut erklärt. Allein mit diesem Buch hat Kirsten Boie bewiesen, dass sie nicht zu Unrecht zur Crème de la Crème der deutschen Kinder- und Jugendliteratur-Autoren gehört. Besonders bemerkenswert finde ich, dass ganz natürlich in die Geschichte eingebettet "gute Werte" vermittelt werden. Sogar der Bösewicht der Geschichte wird nicht richtig bestraft, sondern bekommt eine Chance.
Ein prima Buch für Jungen und Mädchen zum Vorlesen ab ca. 5 Jahre oder für ältere Kinder, zum Selberlesen - ja, ich denke, der Vorleser/die Vorleserin wird garantiert auch ihren Spaß daran haben.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. September 2014
Das Hörbuch ist furchtbar! Musik alles gesampleter Klangmüll der nach großem Orchester klingen will, aber eben nicht ist - so wird das Kind gleich daran gewöhnt, daß es bald keine Orchester mehr geben wird - wie bei vielen anderen Kinderproduktionen. Einfach nur furchtbar - sowas ist gerade wieder zurückgegangen wegen deutlicher Qualitätsmängel. Da lese ich meinem Kind lieber was vor...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. Mai 2012
Ich habe das Buch gestern meinem Sohn zu Ende vorgelesen und möchte sagen: Wir waren begeistert: Die Autorin schreibt so plastisch und humorvoll augenzwinkernd und beugt mit großer Lust die Logik und jongliert elegant mit der deutschen Sprache - eine wahre Meisterin! Wir sind Boie-Fans geworden und die negativen Rezensionen für dieses Buch zeugen nur davon, dass man es halt nicht jedem Recht machen kann, dass manche Eltern von anderen Büchern eine stupide Sprache gewohnt sind und sie dann bevorzugen. Und warum ein Kinderbuch historisch korrekt (gähn) sein soll und die Handlung konsequent logisch (schnarch), weiß ich nicht bzw. würde im Zweifel vor solch einem Buch sogar abraten. Also: Tolles Buch und sicher eine Genuss und eine Förderung für einen kleinen Jungen und auch genauso für ein Mädchen, das nicht eines von den bereits allzuviel vorhandenen küsswütigen und heiratsdollen rosa Hello-Kitty-Tütü-Tussis werden soll.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. Januar 2013
In 59 Kapiteln auf 277 Seiten wird die aus der TV-Serie bekannte Geschichte 'Der kleine Ritter Trenk' erzählt. Wer wie wir die Filmepisoden zuerst kannte, dem fällt auf, mit welcher Genauigkeit sich die Macher an die Buchvorlage von Kirsten Boie hielten. Das ist kein Wunder, denn die Geschichte ist sehr schön und immer spannend.

Ein paar Handlungsstränge und Figuren sind in die TV-Serie offensichtlich hinzuerfunden worden und tauchen im Buch nicht auf. So gibt es keinen Pagen Linhard, keine Fürstentochter und Zink treffen wir nicht im Kloster wieder. Werthold der Wüterich greift auch Ritter Hans nie direkt an. Wer an Trenks erstem Tag auf der Burg diese attackiert bleibt offen. All das stört aber nicht im Geringsten. Die Geschichte ist 'prall' und spannend genug.

Recht unüblich für Ritterbücher gibt es neben Trenk auch noch eine weibliche Heldin: Thekla. Diese ist ihm absolut ebenbürtig, ja oft sogar überlegen. Das bekommt der Handlung nicht schlecht und schiebt so ganz nebenbei auch noch ein paar Klischees beiseite.

Die Sprache ist heiter, blumig und großteils kindgerecht. Allerdings sind die Sätze oft lang bis sehr lang und teilweise für Kinder extrem komplex und verschachtelt. Da fällt der eigentlichen, jungen Zielgruppe das Verständnis sicher manchmal schwerer als nötig. Wenn unser 7-jähriger Sohn nicht die Handlung bereits kennen würde, würde ich bezweifeln, ob er dem Vorgelesenen so einfach folgen könnte. Zum Glück lassen sich beim Vorlesen viele Kommata, Strichpunkte oder Doppelpunkte einfach zum Satzende umbauen.

Hier ein Beispielsatz von der längeren Sorte (S.102):
<< Du errinnerst dich sicher, dass die Wälder damals finster und gefährlich und voller wilder Tiere waren, und ein Junge, der einmal ein mutiger Ritter werden wollte, musste darum unbedingt zuerst lernen, ohne Angst durch den Wald zu streifen; denn später wenn er es einmal geschafft hatte und fertig war mit seiner Lehrzeit, musste er ja im Wald nicht nur auf die Jagd gehen: Auch wenn er zur nächsten Burg reiten wollte oder zur übernächsten oder sogar bis ins Heilige Land, was damals sehr in Mode war (und wo das liegt, erkläre ich dir später), dann musste er viele Tage und Nächte im Wald verbringen, und stell dir mal einen Ritter vor, der dann immer vor Angst geschlottert hätte wie der feige Zink Zeterling! >>

Die Kapitel sind alle etwa 3-5 Seiten lang und eignen sich prima als Gute-Nachtgeschichten. Zu jedem Kapitel findet sich mindestens eine schöne farbige Zeichnung.

Die Erzählweise des Buches ist sehr nett. Es dominiert Schläue, Mut, Treue, Kameradschaft, Gutmütigkeit. Eindeutige Verlierer sind die Gier und Hinterhältigkeit. Alles findet zu einem guten, kindgerechten Ende, ohne dass es lächerlich wird. Natürlich ist manches dabei historisch nicht haltbar oder reine Phantasie - dennoch wird meines Erachtens nicht zu sehr beschönigt und viel Wissenswertes über das Leben im Mittelalter 'rübergebracht', ohne dabei die lesenden oder zuhörenden Kinder zu sehr zu verschrecken. Trotz aller Kämpfe, Turniere und Drachen fließt kein Blut.

Der Ansicht mancher Rezensenten, dass die Gewalt immer im Hintergrund bleibt, kann ich allerdings nicht zustimmen. Es gibt zwei Szenen, die zart beseitete Kinder, für die die Geschichte neu ist, doch ängstigen können. Im Abschnitt über die Drachenjagd sind Trenk und Thekla nämlich zwei Mal äußerst realistisch und direkt vom Tod bedroht. Da fallen die entsprechenden Filmepisoden deutlich harmloser aus. Daher ein Punkt Abzug.

Fazit: schönes Vorlese- und Nachlesebuch, aufgrund der langen Sätze sollten die Kinder aber entweder die Geschichte schon aus dem Fernsehen kennen oder etwas älter sein. Die Altersempfehlung ab 6 Jahren stimmt inhaltlich vielleicht, aber nicht sprachlich.
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