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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
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4,4 von 5 Sternen
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Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Maud ist um die 80 Jahre alt und lebt noch in ihrer alten Wohnung allein. Regelmäßig schauen ihre Tochter Helen und eine Pflegekraft bei ihr nach dem Rechten. Mit kleinen Zettelbotschaften versucht sie, ihr Gedächtnis auf Trab zu halten. Doch das klappt auch nicht immer so gut. Manchmal findet sie sich irgendwo wieder und weiß gar nicht, wie sie dorthin gekommen ist, ein anderes Mal fällt ihr gar nicht mehr ein, was sie in der letzten Minute noch gedacht hat. Aber eins ist für Maud sicher: Ihre Freundin Elisabeth, etwa im gleichen Alter, wird vermisst! Und das kümmert keinen etwas! Obwohl Maud sicher seit Wochen nicht mehr mit ihr telefoniert oder sie gesehen hat, interessiert die Polizei sich nicht im Geringsten für den Fall. Maud beschließt, auf eigene Faust zu ermitteln.

„Elisabeth wird vermisst“ ist ein anrührender Roman, komplett aus Mauds Perspektive geschrieben. Und das macht ihn so besonders. Alzheimer-Romane aus Sicht der pflegenden Angehörigen gibt es viele, aus Sicht der Betroffenen allerdings nur wenige. Das Debüt der erst 28-jährigen Emma Healey wirkt einfühlsam, aber direkt. Es gibt zahlreiche Szenen, die ans Herz gehen, aber auch was zu lachen. Denn Maud verliert ihren eigenen Humor nur selten. Und weicht einmal der Verzweiflung, lässt sich selbst diese gut nachempfinden.

Elisabeths Verschwinden sorgt für kleinere spannende Szenen im Roman. Oft tappt man mit Maud gemeinsam im Dunkeln über ihren Verbleib, häufig ist man allerdings auch schlauer und kann sich ein Schmunzeln über ihre Gedankengänge nicht verkneifen. Parallel läuft die eigentlich spannende Handlung um das Verschwinden von Mauds eigener Schwester in der Nachkriegszeit. Sukey ist über Nacht mit einem Koffer verschwunden und nie mehr aufgetaucht. Auch damals, mit 15 Jahren, ermittelte Maud auf eigene Faust. Hier kommt man weitreichenden Geheimnissen auf die Spur und lernt die andere Maud kennen. Eine Maud, die sich klar erinnert und Details der Vergangenheit so unverfälscht wiedergeben kann, als wäre es gestern gewesen.

Ein ganz großer, zugleich anrührender und amüsanter Roman über Alter und Alzheimer. Diese tolle Autorin wird sicher noch von sich hören lassen!
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TOP 1000 REZENSENTam 10. März 2014
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Elizabeth hat mich den gestrigen sonnigen Tag begleitet und obwohl ich tausend andere Dinge hätte tun sollen, konnte ich mich von ihr und Maud einfach nicht losreißen. Sehr berührend, glaubwürdig und ernsthaft, schildert die junge Autorin das Abdriften von Maud in die Demenz. Die Schwierigkeiten, das Zweifeln, die Angehörigen, die hilflos mitansehen müssen und natürlich auch nicht immer alles richtig machen. Manchmal möchte man die alte Darme einfach nur in den Arm nehmen, ein andermal möchte man sie ein wenig schubsen, damit ihre Denkmaschine wieder angestoßen wird.
Mit vielen tausend Zetteln versucht sie dem Vergessen zu entgehen und verstrickt sich so nur noch tiefer. Am Herd der Zettel, daß sie nichts kochen soll, der kurz darauf um den Satz "auch keine Eier!!" ergänzt wird und was von Mauds launigen Gedanken begleitet wird, daß sie doch wohl schließlich noch Wasser kochen kann, daß sie kurz zuvor den Gashahn aufgedreht und vergessen hat, ist aus ihrer Welt schon wieder verschwunden. Allein diese kleine Altagsgeschichte um Maud und ihre Tochter und Enkelin hätte mich begeistert und sehr angerührt. Leider versucht die Autorin dann ein wenig in Richtung Kriminalroman zu gehen, ein dunkles Geheimnis, an das sich Maud nur noch bruchstückhaft erinnert, eine Freundin, die ihr bei der Klärung helfen wollte... alles sehr mysteriös und für mich leider nicht so richtig schlüssig aufgelöst, daher erhält meine Begeisterung ob des wunderschönen und sehr einfühlsamen Schreibstils hier einen kleinen Dämpfer. Natürlich trägt das Rätsel auch zum Spannungsbogen bei, der wäre aber auch ohne den Part in der Vergangenheit da gewesen und ich hatte zeitweise auch das Gefühl, daß die Autorin sich ein wenig im Kreis drehte und zu Beginn des Buches noch nicht ahnte, in welche Richtung, sie die Geschichte laufen lassen wollte. Das macht es für mich eben ein wenig kaputt.
Da ich aber die Schilderungen von Mauds Alltagsleben so wunderbar, anrührend und auch witzig fand, möchte ich da Buch dennoch empfehlen, denn es ist ein Genuß und es läßt einen selbst darüber nachdenken, wie man mit älteren Menschen umgeht, wie schnell man genervt ist, wenn es langsamer ist und wie oft man hinter dem Rücken der Mutter oder Großmutter die Augen verdreht... trotz der für mich also etwas weit hergeholten Endauflösung würde ich sagen, LESEN!
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am 13. März 2014
Die 82jährige Maud Horsham leidet an Alzheimer. Wir begleiten sie ein Stück durch ihren Alltag und erleben, wie sich ihr Leben und sie selbst angesichts des Fortschreitens der Krankheit verändern. Da sind die zeitliche und örtliche Desorientiertheit, die Verwechslung und sogar das Nichterkennen nahestehender Personen, Wortfindungsstörungen bzgl. alltäglicher Dinge, Aggressivität gegenüber Angehörigen, die Unfähigkeit zur Verrichtung alltäglicher Dinge. Vor allem aber zwei Krankheitssymptome spielen in der Geschichte eine herausragende Bedeutung. Zum einen erinnert sich Maud detailliert an Begebenheiten aus ihrer Vergangenheit, insbesondere ihre Jugend zu Ende des Zweiten Weltkrieges und das in diese Zeit fallende plötzliche und niemals aufgeklärte Verschwinden ihrer großen Schwester, das sie selbst seinerzeit aufzuklären versuchte. Zum anderen ist Maud von einer inneren Unruhe ergriffen, die sich darin äußert, dass sie ihre beste Freundin Elizabeth für vermeintlich verschwunden hält, weil sie sie eine ganze Weile nicht mehr gesehen haben will. Maud teilt jedem und immer wieder mit, dass Elizabeth vermisst wird. Aber niemand scheint ihr zu glauben. Deshalb verwendet Maud ihr ganzes Denken und Tun darauf, Elizabeth zu finden, was in nahezu detektivischer Ermittlungsarbeit geschieht.

Erzähltechnisch wird diese letzten beiden Aspekte betreffend so vorgegangen, dass Maud jeweils einen Umstand aus der Gegenwart zum Anlass nimmt, sich gedanklich an früher zu besinnen. Es wechseln sich Passagen aus der Gegenwart und Rückblenden ab und wir haben es quasi mit zwei abgeschlossenen Geschichten zu tun, von denen die eine Züge eines Krimis hat. Letztendlich klären sich Elizabeths Verbleib und das Schicksal der Schwester auf. Allerdings versteht Maud es krankheitsbedingt nicht und so beginnt der Kreislauf um die Suche von Elizabeth von neuem.

Das Besondere an dieser Geschichte ist, dass sie in der ersten Person aus Mauds Perspektive geschrieben ist. So erhält der Leser einen Einblick in die Gedankenwelt einer Alzheimerkranken. Es berührt zutiefst zu lesen, wie Maud unter ihrer Krankheit leidet, z.B. wenn sie weint, weil sie einnässt, oder sich hilflos fühlt, als sie den Tisch falsch eindeckt. Fast schon kommen Ängste in einem auf, im Alter ebenso sich und sein Leben zu vergessen.

Auch die Einstellung Dritter zu Mauds Erkrankung wird gut beleuchtet. Ihre Tochter zeigt sich in bewundernswerter Weise äußerst geduldig mit Maud, wenngleich ihr oftmals überhaupt nicht danach zumute ist, was sich in häufigen Seufzern äußert, etwa wenn sie ihrer Mutter zum x-ten Mal die immer selben Fragen beantworten muss. Leute, die Maud nicht kennen, sind unsensibel und machen sich lustig über sie (der Polizist bei ihrer wiederholten Vermisstenanzeige auf dem Revier oder fremde Kinder, die sie einen geriatrischen Einbrecher nennen).

Die Thematik hat gelegentlich tragikomische Züge, welche einen eigentlich zum Lachen bringen könnten, etwa als Maud ihre Enkelin für das schlecht arbeitende Dienstmädchen ihrer Tochter hält, oder die Mitarbeiterin der Zeitung, die Maud bei der Aufgabe des Vermissteninserats behilflich ist, einen gesunden Menschen vor sich zu haben glaubt.

Angesichts der immer mehr an Bedeutung gewinnenden Demenzerkrankungen ein Buch, das sich unbedingt zu lesen empfiehlt. Ein gelungener Debütroman einer jungen englischen Autorin.
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am 29. April 2016
Die Geschichte verknüpft drei Handlungsstränge: Zunächst ist da Maud, die an Demenz erkrankt ist, zunächst noch recht gut zurecht kommt, aber immer mehr in den Nebel des Vergessens eintaucht und zu Beginn der Geschichte dies natürlich auch merkt. Teilweise ergeben sich einfach komische Situationen, wenn sie selbst hilflos durch die Gegend bzw. eine Situation irrt, der Leser aber weiß, wohin sie gerade irrt. Der zweite Strang erzählt die verzweifelte Suche Mauds nach ihrer Freundin Elizabeth, die sie einfach nicht wiederfinden kann. Ihre Tochter forscht zwar nach, aber man erfährt nie, was mit Elizabeth tatsächlich los ist, erst spät im Buch wird ihr Verbleib dann klar, vielleicht hat Maud es auch schon viel früher gewusst, aber wieder vergessen?? Der dritte Erzählstrang beschäftigt sich immer mehr mit dem Verschwinden von Mauds älterer Schwester, die als jung verheiratete Frau eines Tages spurlos abhanden kommt. Je weiter die Geschichte fortschreitet, und damit ihre Krankheit, je mehr erinnert sich Maud an die Ereignisse von vor so vielen Jahren. Schließlich erfährt man auch hier, was damals wirklich geschah.
Fazit: Ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, das mich so gepackt und beschäftigt hat. Mauds Krankheit ist so traurig und, da aus der Ich-Perspektive erzählt, so einprägsam und nachvollziehbar, so erschütternd. Gerade deshalb habe ich das Buch sehr gerne gelesen und musste danach erstmal eine längere Lesepause machen, um das alles zu verarbeiten. Ganz tolles Buch!!
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Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Maud ist ca. 80 Jahre alt und gleitet in die Demenz.
Sie lebt noch alleine in ihrem Haus.
Beaufsichtigt wird sie mehrmals täglich von Pflegekräften und ihrer Tochter.
Um in Alltag klarzukommen, lebt sie mit zig Notizzettelchen, die sie an alles
erinnern sollen.
Ihre grosse Sorge gilt ihrer Freundin Elizabeth, die von ihr vermisst wird.
Immer wieder macht sich Maud noch selbst auf die Suche nach ihrer Freundin.
Parallel lebt sie viel in ihrer Vergangenheit.
Eine Vergangenheit, in der auch eine Person vermisst wurde. Wer dies war, verrate ich
nicht. Wurde diese Person jemals gefunden? Und wird Elizabeth wieder auftauchen?

Mich hat dieser Roman von Emma Healey sehr berührt.
Ich finde es beachtlich, wie sich ein junger Mensch wie diese Autorin, gerade mal mit
28 Jahren in das Schicksal "Demenz" dermassen sensibel einfühlen kann und dem Leser
diesen Zustand so einfühlsam und schonungslos übermitteln kann.

Ich habe mit Mauds steigender Hilflosigkeit mitgelitten und der Zustand "Demenz"
fordert wohl von allen Familienmitgliedern eines Betroffenen sehr sehr viel ab.
Gegenwart und Vergangenheit wird immer häufiger, wie auch hier bei der Protagonistin,
miteinander vermischt und oftmals können die Gedankengänge von Betroffenen nicht mehr
nachvollzogen werden.

Das rätselhafte Verschwinde zweier Personen sowie das Auffinden von ihnen, empfand ich
persönlich in diesem Roman als nebensächlich.
Gerade Elizabeths Vergangenheit empfand ich streckenweise als etwas langatmig und
unspektakulär erzählt.
Jedoch war dies notwendig, um Maud verstehen zu können.

Trotz Kritikpunkte ein Roman der berührt und der mich ängstlich vor dem Zustand
"Demenz" zurückgelassen hat!
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am 18. Juli 2014
Maud vermisst ihre beste Freundin, bekommt Besuch von einer seltsam fröhlichen Dame, überall kleben so komische Postits und dann noch die Pfirsichkonserven, die v.a. ihre Tochter so eigenartig böse stimmt.

Maud gleitet in die Demenz und ist felsenfest davon überzeugt, dass ihre beste Freundin Elizabeth
vermisst wird. Obwohl ihr immer wieder ein Grund geliefert wird, warum dies nicht stimmen kann,
hört sie nicht auf zu suchen.... und entdeckt dabei ein grausames Geheimnis.

Der langsame Abbau einer Demenzerkrankung und die Welt aus den Augen einer an demenz erkrankten
wird sehr gut beschrieben. Man kann sich gut hineinfühlen und ich bekam manchmal regelrecht Wut auf jene
Mitmenschen, die Maud das Gefühl geben, nicht normal zu sein.

Absolut lesenswert!!!!
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Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Maud Horsham ist bereits über achtzig Jahre alt und leidet an Alzheimer. Jeden Tag bekommt sie Besuch und Hilfe von ihrer Tochter Helen und ihrer Pflegekraft, die für sie die wichtigsten Dinge regeln, einkaufen, Essen vorbereiten und ihr auch immer wieder Notizen schreiben. Maud hält sich selbst allerdings noch für recht selbstständig und merkt aufgrund ihrer Erkrankung zum Teil gar nicht wirklich, was mit ihr geschieht und versucht so manches mal selbst sich irgendwie aus unangenehmen Situationen raus zu reden. Hinzu kommt noch, dass sie ihre beste Freundin Elizabeth für verschollen hält ...

Dieser Roman konnte mich doch ziemlich begeistern. Zugegeben, ich hatte nur anhand des Covers und des Titels eigentlich einen Krimi erwartet und ab und an hatte dieser Roman ja auch gaaaaanz leichte Krimi-Züge, aber eigentlich ist er so ganz anders als erwartet.

Die Geschichte wird komplett aus der Sicht von Maud erzählt. Das ist deswegen so besonders, weil diese Erzählung aus der Sicht eines Alzheimer-Patienten doch recht merkwürdig scheint, aber der Autorin ist dieses Experiment hier wirklich beeindruckend gut gelungen. Obwohl die Autorin hier selbst erst 28 Jahre alt war, hat sie es doch geschafft die Sicht einer alten und kranken Dame authentisch darzustellen. Jedenfalls so authentisch, wie ich es mir vorstellen würde. Allein wegen dieser schreiberischen Leistung ist dieses Buch schon das lesen wert, finde ich.

Man kann sich vielleicht vorstellen, dass die Geschichte selbst auch sehr emotional erklingt. Wir erleben Maud hier oftmals sehr hilflos, komisch, auch resolut und überhaupt sehr nah. Zumindest im gegenwärtigen Erzählstrang. Ein weiterer Strang erzählt noch Mauds Erinnerungen aus der Vergangenheit, die die Handlung so manches mal richtig spannend werden lassen und zu unterhalten wissen.
Für mich war aber dennoch der Teil in der Gegenwart der eigentlich wichtige, der für den sich dieses Buch zu lesen lohnt.

Von mir gibt es für diese tolle und sensible Geschichte gute fünf Sterne!
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am 23. Februar 2016
Einige Zeit bin ich um dieses Buch herumgeschlichen. Das Thema Alzheimer fand ich interessant aber auch nicht unproblematisch - vielleicht nicht das richtige für einen entspannten Leseabend... Erst als ich das Hörbuch fand und es einfach einlegte - eigentlich als Einschlafhilfe - hat es mich richtig gepackt und von einschlafen war keine Rede mehr. Lustig und ernst zugleich - aber vor allem berührend finde ich diesen außergewöhnlichen Roman.
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am 11. April 2016
Das Hörbuch "Elisabeth wird vermisst", gesprochen von Katharina Thalbach ist ein Muss für alle, die mit an Demenz erkrankten Menschen zu tun haben, ob nun in der eigenen Familie, in der Nachbarschaft, im Berufsleben. Die Geschichte bringt uns der ganz eigenen, speziellen Welt, den Gedanken einer Frau mit Demenz in erstaunlich schöner und nachdenklich machender Weise näher. In der Stimme von Katharina Thalbach spürt man regelrecht Glück und Freude , Traurigkeit, Wut, Zweifel dieser Frau. Mich hat das Hörbuch sehr berührt! Ich werde es mir ganz sicher noch einmal anhören.
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Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Sehr eindrucksvoll beschreibt Emma Healey in diesem Buch, wie sich das Denken bei einer Alzheimer-Erkrankung verändert und hat mir so das Thema als solches sehr eindringlich nahe gebracht. Was sich erst liest wie die ein wenig verwirrten Gedankengänge einer alten Frau, die Gegenwart und Vergangenheit gerne mal etwas vermischt, entwickelt sich dabei zu einer sehr rasanten, beinahe thrillermäßigen Geschichte, die auch aufgrund der Erzählweise beinahe unerträglich spannend wird. Besonders auch durch das Zwischenmenschliche, das oft verzweifelt wirkt – und es in Wahrheit oder in der Realität auch ist. So wird der Leser fast Teil der aus den Fugen geratenen Welt der Maud, die versucht, eine Sache zu erledigen, die ihr keine Ruhe lässt.

Was mich beeindruckt hat war der Scharfsinn, mit dem die Autorin in die Gedanken ihrer Protagonistin eintaucht und so ein wohl seltenes Bild zeichnet. Bücher zum Thema Demenz und Alzheimer gibt es zuhauf, doch geht es da wohl eher um die Erlebnisse mit einem Erkrankten und weniger um das, was sich in dem Erkrankten abspielt. Für mich ist es absolut authentisch und zeigt damit einmal mehr und auf andere Art und Weise, was geschieht, wenn sich das Gehirn langsam aber beständig verabschiedet. Beängstigend.

Auf der anderen Seite ist da natürlich auch noch die Geschichte von Elizabeth, die verschwunden ist – ich will hier nicht zuviel verraten – und die als Kernfrage sehr viel mehr beinhaltet.

Stilistisch hat mich dieses Buch völlig überzeugt, es lässt sich gut lesen und wirkt auch in der Ausdruckweise sehr authentisch.
Der Aufbau ist raffiniert und sehr gut durchdacht, auch wenn sich das erst nach und nach erschließt.

Fazit?
Ein Buch von erschreckender Tiefe und Erkenntnis, das mir zum Teil große Angst gemacht hat.
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