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Mit mehr Selbst zum stabilen ICH!: Resilienz als Basis der Persönlichkeitsbildung
Format: TaschenbuchÄndern
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Zu Beginn wollte ich das Buch nur querlesen, wozu die tollen Hervorhebungen leicht verleiten. Aber dann waren die Fakten so spannend, dass ich es ganz gelesen habe. Das Buch gibt eine perfekte Grundlage zur Resilienz-Forschung und vermittelt zahlreiche Denkanstöße zu Dingen, die einem im Alltag zum Teil überhaupt nicht auffallen. Ein erstes Fazit: „Optimisten leben länger und glücklicher“. Einfach gesagt, das Umsetzen fällt mitunter wesentlich schwerer. Die Resilienz kann jedoch helfen, diesen Optimismus zu erreichen und ein Mensch mit stabilem ICH zu werden. Die Umwelt eines Menschen ist prägend aber nur begrenzt beeinflussbar, ob der „Bankencrash made in USA“ oder eine Konsum- und Spaßgesellschaft, die die Anstrengung scheut und das Vergnügen als permanentes Lebenszentrum sieht. Äußere Faktoren stellen eine gegeben Größe dar. Wie groß der Einfluss auf mein ICH ist und wie stark ich mich von meiner Umwelt (fern-)steuern lasse, liegt jedoch in der Macht jedes Menschen - bei resilienten Menschen ist dieser Handlungsspielraum besonders ausgeprägt und sie können auf (negative) Einflüsse flexibel und selbstwirksam reagieren.

In seinem Buch „Mit mehr Selbst zum stabilen ICH! – Resilienz als Basis der Persönlichkeitsbildung“ widmet Albert Wunsch sich einem ganzheitlichen Blick auf das Thema und beschreibt umfassend und gezielt, wie das funktioniert. Der Leser lernt Quellen der Resilienz kennen, die in der eigenen Vergangenheit (Kindheit) liegen können und damit die Grundlage für ein stabiles ICH bilden. Mit dabei ist auch die, zuerst rätselhaft anmutende Formel 9 + 36 = 90. Dieser Punkt ist ganz besonders spannend für Eltern und werdende Eltern und ihren Erziehungsauftrag. Wunsch beleuchtet Faktoren, die Resilienz verhindert bzw. fördert und schildert eindrucksvoll die Folgen fehlender Resilienz - und zwar aus mehreren Perspektiven: Auswirkungen auf das eigene ICH und Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft, also mit volkswirtschaftlichem Ausmaß.

„Fundamente statt Fassade“
Jetzt stellt sich natürlich die spannende Frage, was kann ich tun? Wie gelange ich zu mehr Selbst, einem stabilen ICH und einem resilienten Leben? Die Antwort von Wunsch beginnt mit einer Bestandsaufnahme (Ist-Analyse), um den Status quo zu eruieren - daran anknüpfend legt Wunsch dem Leser Strategien und Handwerkszeug parat, die das alltägliche Verhalten positiv beeinflussen und zu einem stabilen Ich (Fundament) führen.

Als zusätzliche Inspirationsquelle stellt Wunsch einige extrem spannende Lebensläufe von Menschen vor, die es trotz widriger Bedingungen und oder Rückschlägen zu einem erfolgreichen und erfüllten Leben geschafft haben. Eine besonders wertvolles und tolles Plus findet der Leser am Ende des Buches - eine Sammlung von Aphorismen, sie motivieren zum „loslegen“ und lassen sich perfekt als Tages- oder Wochenmotto nutzen.

„Mit mehr Selbst zum stabilen ICH! – Resilienz als Basis der Persönlichkeitsbildung“: Ein uneingeschränkt zu empfehlendes Buch mit Gesellschaftskritik und einem Blick über den Tellerrand. Unsere wahnsinnig komplexe und schnelle Welt stellt täglich eine Masse an Herausforderung bereit - ob im Job, einer Partnerschaft oder sonstigen gesellschaftlichen Bereichen. Bei der Bewältigung dieser Herausforderungen hilft Wunschs Buch mit grundlegendem Wissen zur Resilienz und kann darüber hinaus als Handbuch für den Alltag genutzt werden, denn ein starkes und ausgeglichenes ICH wirkt sich positiv auf das eigene Umfeld aus und Nutzen dem Leser unmittelbar. Am Ende profitiert dann die gesamte Gesellschaft und durch den gewonnen Optimismus leben wir alle länger und glücklicher.

Marcel G. 24 Jahre, BA-Student Gesundheits- und Sozialmanagement, tätig in der Verwaltung und Kommunikationsmanagements eines ambulanten Pflegedienstes.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
In einer sich immer schneller drehenden Welt, in der es darum geht, rundum verfügbar, flexibel und belastbar zu sein, nehmen sich viele nicht mehr genügend Zeit für sich selbst. Sich seiner Selbst bewusst werden, innehalten, den Pause-Knopf drücken und sich gegen schwierige Umstände abgrenzen zu können – das alles sind Voraussetzungen, um verantwortungsbewusst, mit Gelassenheit und Lebensfreude durch den Alltag gehen zu können. Mit diesem Buch konnte ich endlich für mich selbst aktiv werden und eine Reise ins ICH starten. Lernen Sie sich besser kennen – mit Ihren Stärken und Schwächen und profitieren Sie damit für ein starkes Ich, für Ihren Beruf, Ihre Familie und Ihre Freunde. Ich merke bei jedem Tipp, den ich ausprobiere, dass mein Umfeld positiv darauf reagiert.

Dr. Albert Wunsch, er ist Erziehungswissenschaftler und Psychologie und ist seit vielen Jahren unter anderem als Coach, Erziehungsberater und Konflikt-Manager tätig, gibt gute Tipps und Tricks für die eigene Persönlichkeitsentwicklung. Mit seinem neuen Buch „Mit mehr Selbst zum stabilen Ich – Resilienz als Basis der Persönlichkeitsbildung“ entwickelt er Hilfestellungen für den Weg zum eigenen Selbst auf und gibt Ihnen praktische Tipps an die Hand, wie Sie Ihre Persönlichkeit stärken können.

Absolut empfehlenswert!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. Mai 2015
Der Lese-Anstoss
Das Fachwort Resilienz" ist in aller Munde, auch bei meinen Berufskollegen, den Personalentwicklern. Albert Wunsch hat sich in den letzten 15 Jahren durch seinen Bestseller Die Verwöhnungsfalle" einen Namen gemacht. Seine langjährige Erfahrung in Beratung und Erziehung, verbunden mit seiner Expertise in Pädagogik und Psychologie, machten mich neugierig auf dieses Buch.

Verwöhnung und Überbehütung blockieren Widerstandsfähigkeit
Leichte Bedingungen des Aufwachsens erschweren oft die Voraussetzungen zum Umgang mit Schwierigem (4). Verwöhnung und Überbehütung stehen der Heranbildung von Widerstandsfähigkeit im Weg. Wertschätzung und Förderung, ermutigende Anregungen und zu Selbstverantwortung führende Herausforderungen (50) stärken hingegen Heranwachsende. Mangel-Erfahrungen, Bedürfnis-Aufschub und Anstrengungsnotwendigkeit (56) wollen gelernt sein. Der Nährboden unserer Konsumgesellschaft ist dazu nicht der beste.

Die Zielrichtung des Buches
Wunsch demonstriert mit seinem Werk eine Handlungsoffensive in Richtung ,Ich-Stabilisierung` als Basis für mehr ,Wir-Kompetenz`" (6). Als wichtigste Bedingungen nennt er Handlungsdruck bzw. motivierende Ziele, brauchbare Vor-Erfahrungen und kraft-gebende Verbundenheit (8).

Die Umsetzung
Der Kernteil des Buches besteht aus vier Schritten.
1. Analyse der Einflussfaktoren: Eine sichere, förderliche Bindung ist die Basis" (74) für einen vertrauensvollen, neugierigen und aktiven Umgang mit dem Umfeld im Kleinkindalter. In der weiteren Entwicklung sind die Zusammenhänge Essen - Bewegung - Motivation - Leistung nicht zu unterschätzen (89).
2. Resilienz im Alltag: Wo wird Widerstand benötigt - im Alltag, in Ausbildung und Beruf und in Beziehungen?
3. Persönliche Resilienz-Bestandesaufnahme: Wunsch bietet verschiedene bekannte und bewährte psychologische Modelle als Ausgangspunkt zur Selbsterkundung" an (181).
4. Gezielte Erweiterung von Selbstwirksamkeit und Resilienz: Grunderfahrungen lassen sich nicht wiederholen, jedoch neu arrangieren und ereignen (206). Das bedeutet, in Mangelbereiche zu investieren, mit kaum behebbaren Mängeln zu leben und positive Handlungsansätze zu verstärken (219).

Problemzonen ohne Scheuklappen benennen
Wunsch scheut sich nicht, gesellschaftlich akzeptierte Defizite zu benennen: Trennung und Scheidung führen nachweislich zu erlebtem Selbstwertverlust (110), intensive Krippenbetreuung übt einen latent destabilisierenden Einfluss aus (116). Das Rundum-Getrieben-Sein" aufs eigene Wollen und Streben bezeichnet der Autor als narzisstisch-dekadent" (269f), die Abwertung der Mutterrolle als Zeitgeist. Eine Gesellschaft müsse gewisse Formen des Zusammenlebens privilegieren, wenn sie sich als nützlicher erweisen (253).

Die Leseerfahrung
Das knapp 300 Seiten starke Werk in handlichem Format besticht durch informative Zwischentitel und prägnante Aussagen in grauen Kästchen. Inhaltlich setzt es sich aus einer Erkundung und Erörterung einiger Grundthesen bezüglich gesellschaftlicher Verfassung, der Integration zahlreicher psychologischer Modelle (wobei der Bindungsstelle eine Schlüsselrolle zukommt), eingestreuten Beispielen und abschnittsweisen Fragenbombardements" zusammen. Zeitweise ändert sich der Stil in eine fast literarische Sprache, Metaphern wie der feuchte Keller" oder das Betanken eines Dieselmotors mit Rapsöl bleiben hängen.
Ich empfehle die Lektüre insbesondere Eltern und Führungskräften.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. Dezember 2013
Ich habe mich sehr darüber gefreut, als ich dieses Buch vor einigen Tagen als Geschenk von meinem Kollegen erhalten habe. Es beschäftigt sich mit dem aktuellen Thema der Resilienz, d.h die zumeist in der frühen Kindheit erworbene Wiederstandsfähigkeit, die uns hilft Kriesensituationen zu meistern bzw. aus Kriesen gestärkt hervorzugehen.
Dr. Albert Wunsch verknüpft aktuelle Forschungsergebnisse mit seiner langjährigen Erfahrung als Psychologe,Paar- Erziehungs- und Konfliktberater. So geht es um die Frage, wie Menschen zu stabilen Persönlichkeiten heranwachsen können, aber auch wie wir als Erwachsene durch die Besinnung auf unsere individuellen Fähigkeiten, unsere Wiederstandsfähigkeit erweitern können, um künftigen Herausforderungen besser zu begegnen.
Besonders bereichernd finde ich die Anregungen zur Selbsterfahrungen in dieses Buch, die Impulse zur Veränderung sein können.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. Mai 2014
Mehr und mehr sehen sich Menschen in den modernen Gesellschaften privat, ökonomisch, ökologisch und gesellschaftlich vor zunehmende Aufgaben, Anforderungen gestellt und einer sich stetig steigernden, hohen „Lebensgeschwindigkeit“ ausgesetzt.

Da ist die Gefahr nicht von der Hand zu weisen (und die steigende Zahl psychischer Erkrankungen und Behandlungen bietet hier einen deutlichen Gradmesser), dass „der Mensch sich selbst verliert“. Zumindest vielfach ins Wanken und Schwanken gerät angesichts der vielen „wichtigen“, teilweise einander gar widersprechenden Anforderungen.

Mit Folgen, die Albert Wunsch zunächst drastisch formuliert auf den Punkt bringt:

„Egoismus, Beziehungsbrüche und Ausgebranntsein haben Hochkonjunktur, während Fairnis, Gradlinigkeit und Verlässlichkeit eher ein Schattendasein führen“.

Und das an jenen Orten, an denen man das feststellen kann, gar nicht immer aus einer Form moralischer Degeneration heraus, sondern eher aus einer Art Not. Es nicht besser zu wissen, den Überblick zu verlieren, den Anforderungen sich nicht gewachsen zu fühlen.

Um „Umsicht und Klarheit“ zu bewahren, um also Akteur des eigenen Lebens zu sein und zu bleiben und nicht nur reaktiv auf das Leben zu antworten (und das meist unüberlegt und mit Gefühlen der Überforderung), bedarf es der Stärkung des Selbst. Die Pflege und Entwicklung einer inneren Kompetenz, die zum einen verhilft, in den Winden des Lebens nicht ständig hin und her zu schwingen und die zum anderen ermöglicht, Situationen, Aufgaben und Herausforderungen mit ruhigem Verstand zunächst betrachten zu können.

Eine „Widerstandsfähigkeit“ gegen die Fährnisse des Lebens somit, die, nicht erst von Albert Wunsch in diesem Buch, seit längerem bereits in der öffentlichen Diskussion beleuchtet wird, die „Resilienz“.

Wobei Wunsch sehr ruhig und gut strukturiert im Folgenden diese „Kraft der Resilienz“ nicht nur erklärend füllt, sondern auch und vor allem die verschiedenen Umstände vor Augen legt, unter denen eine Resilienz wachsen kann (und was man selbst dafür tun kann).

Mithin erläutert Wunsch zum einen den persönlichen Nutzen der Resilienz und die persönlichen Einflussmöglichkeiten auf deren persönlicher Entwicklung (Wann wird Resilienz gebraucht? Wie kann man dem eigenen „Status der Resilienz“ auf die Spur kommen? Was kann man dafür tun, die eigene Resilienz gezielt zu erweitern).

Und zum anderen verweist er auf die „äußeren Umstände“, die, je nach Ausgestaltung, den Resilienzerwerb zu fördern oder zu hindern vermögen.

Das eine persönliche Entwicklung natürlich unter „ruhigen“ gesellschaftlichen Verhältnissen viel eher angegangen werden kann. Dass es auch Werte benötigt, die in Richtung eines mehr „Seins als Scheins“ gehen und nicht immer nur „Fassaden“ belohnen oder bevorzugen. Dass in der Erziehung „Selbstständigkeit“ zu souveränen und selbstwirksamen Menschen hin das Ziel sein sollte, statt der Förderung zur Inkompetenz hin (auf die Reislienz bezogen. Beste Mathe Noten und Wiederkäuen von Lerninhalten machen noch keine „starken Menschen“).

Wie Wunsch sich zudem in Bezug auf Bindungsverhalten, Ernährung Einbindung in eine sinnstiftenden Gemeinschaft einlässt als fördernde Faktoren für eine innere Resilienz.

Das wirkt hier und da etwas altbacken in der Formulierung und steht ein wenig auch in der „freien Luft“ als Behauptung zunächst, hat jedoch bei näherem Hinsehen (auch, was die Ernährung betrifft) durchaus genügend Hand und Fuß, um weitere Überlegungen beim Leser anzustoßen (und vielleicht eigene, u.U. auch andere Antworten und andere „förderliche Umgebungen“ als von Wunsch genannt, zu finden).

Gut gelöst im Buch ist zum Schluss die ganz praktische Arbeit mit der menschlichen „Aufnahmefähigkeit“. Aphorismen dem Leser vor Augen zu führen, in denen sich die wesentlichen Inhalte des Buches wiederspiegeln und kurz zusammenfassen.

Insgesamt eine ruhige, breite und verständliche Form der Annäherung an die Resilienz und ein überzeugendes Plädoyer für deren grundsätzliche Bedeutung in unüberschaubaren Situationen.
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am 17. Juni 2014
„Mit mehr Selbst zum stabilen ICH“, so der Titel des neuen Buches von Albert Wunsch.
Ein lesenswertes und mit klarer Sprache geschriebenes Buch. Inhaltlich setzt es sich mit der wichtigen Thematik der „Resilienz“ als wichtiger Basis zur Persönlichkeitsbildung eines jeden einzelnen Menschen auseinander. Obwohl es thematisch durchaus naheliegend ist, verzichtet der Autor auf belehrende Aussagen gänzlich und belässt es eher bei wohltuenden Anregungen. Das Buch richtet sich an Leser die erkannt haben, dass es in der pulsierenden und sich immer schneller drehenden Gesellschaft mit unendlich vielen Anreizen und Stresssituationen, zunehmenden Erfordernissen für eine ständige Verfügbarkeit, Flexibilität und Belastbarkeit für den Einzelnen zunehmend bedeutend, möglich und insbesondere auch notwendig ist, besser mit den daraus entstehenden Krisen und Belastungen umzugehen.
Dreh- und Angelpunkt ist dabei die Resilienz, d.h. Ich-Stärke und daraus resultierende Widerstandsfähigkeit gegenüber den vielfältigen Widrigkeiten des Lebens. Diese Fähigkeit bildet Fundamente und nicht nur Fassaden, sie entscheidet nicht selten darüber, ob ein Mensch auch nach einer ernsthaften Krise wieder zurück ins Leben findet und dabei die ihm gegebenen Talente nutzten kann. Widerstandsfähige Menschen reagieren gelassener auf Alltagsstörungen und geraten seltener in Ärger oder Konfliktsituationen.
Hinsichtlich der zentralen Fragestellung, was die Entwicklung von Resilienz befördert und was sie behindert hat Albert Wunsch einen klaren Standpunkt: Eine sichere Bindung und altersgemäße Herausforderungen sind Basis einer gelingenden Identitätsfindung.
Das Buch legt die verschiedenen Facetten und Einflüsse von Resilienz dar und überprüft sie hinsichtlich ihrer Alltagsfähigkeit. In anschaulicher Sprache und immer allgemeinverständlichem Sprachstil versteht es der Autor, die Thematik facettenreich zu schildern und informativ und praxisnah dem Leser nahe zu bringen. Die im Buch herausgestellten Kernsätze sind als zusammengefasstes Konzentrat nach jedem Abschnitt sehr hilfreich. Der umfangreiche Quellennachweis bietet für eine vertiefende Auseinandersetzung mit dem Thema vielfältige Anregungen.
Das Buch eignet sich für Menschen die bereit sind, den eigenen Standpunkt nicht als „absolut“ anzusehen und Interesse sowie Offenheit haben, gelebtes Leben unter dem Staub der Anpassung und der vermeintlichen Erfordernisse kritisch zu reflektieren.Insgesamt gibt das Buch vielfältige Anregungen für's Leben, es fordert auf und es ermutigt.

W.S.
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am 6. Februar 2014
Immer mehr Menschen tun sich immer schwerer mit ihren privaten und beruflichen Anforderungen. Gemeint sind nicht Desinteressierte, Kraft- und Mutlose, die Gruppe – in Denglisch formuliert – der „Loser“, sondern die normalen, weltzugewandten Menschen. Die Last des Alltags drückt sie nieder, Zeit verrinnt ihnen wie Sand in der Hand, positive Perspektiven, Zuversicht, sind für sie Mangelprodukte. Statt Ich-starke, souveräne Persönlichkeiten zu sein scheinen die Menschen mit dem burn-out-Syndrom zu dominieren. Fairness, Gradlinigkeit, Verlässlichkeit treten zurück hinter Egoismus, Beziehungsbrühen und Ausgebranntsein.

Wie aber kann ein Mensch mit Umsicht und klarem Kopf verantwortbare Entscheidungen treffen, wenn er sich seines Selbst nicht mehr sicher ist? Wie wird man zu einer starken Persönlichkeit? Was sind die geistigen Bedingungen für das optimale Aufwachsen von Kindern? Wie kann ein Erwachsener sein Ich stabilisieren und dadurch sein Leben besser meistern?

Albert Wunsch, Psychologe, Pädagoge und Hochschuldozent, konzentriert seine Antworten auf die benannten Fragen um den Sachverhalt der „Resilienz“, also der Fähigkeit, sich gegen widrige Umstände abgrenzen zu können, einen autarken Schutzschild bilden zu können. Er trägt zunächst Beobachtetes und Forschungsergebnisse zusammen, um zu belegen, dass ungünstige Rahmenfaktoren oder Schicksalsschläge nicht niederschmettern müssen, sondern Ressourcen für die eigene Lebensgestaltung sein können. Wer in einem durch verlässliche Beziehungen geprägten Umfeld aufwächst, wird die erlebte Geborgenheit wie einen Schutzmantel gegenüber möglichen Negativ-Einflüssen erfahren.

Was befördert und was behindert die Entwicklung von Resilienz? Albert Wunsch betont, sichere Bindung und altersgemäße Herausforderungen seien Basis einer Identitätsfindung, auch eine gesunde Ernährung sei Voraussetzung für personale Entwicklung und Stabilität. Die Zugehörigkeit zu einer sinnstiftenden Sozietät begünstige eine positive Zukunft. Unterforderung und Verwöhnung dagegen seien Multi-Blocker von Ich-Stärke. Trennung und Scheidung der Eltern erlebe ein Kind als Selbstwerteverlust. Intensive Krippen-Betreuung habe einen latent destabilisierenden Einfluss.

Was kann man tun? Klugerweise ist mit einer Selbst-Analyse zu beginnen. Was sind die konkreten Probleme? Aber, mindestens gleichgewichtig ist die Umlenkung der eigenen Blickrichtung: vom Störenden zum Möglichen. Kultivieren muss man seine förderlichen Eigenschaften: Was kann ich gut? Was kann ich nicht? Was müsste ich verbessern? Was schlummert noch in mir und bedarf der Entfaltung? Albert Wunsch lädt zur Selbsterkundung ein und bietet dafür ein Spektrum psychologischer Modelle als Hilfsmittel an.

Ein Mehr an Persönlichkeit kann sich dauerhaft nicht durch Kosmetik, Design oder Retusche bilden. Nötig ist gezielte Ich-Investition; stabilisiert werden muss, was bislang zu instabil war. Ziel ist ein – durch Können und Wollen geprägtes – Selbst-Sein, das zur Lebensbewältigung befähigt. Das wusste auch schon Diogenes: „Um uns zu vervollkommnen, brauchen wir entweder aufrichtige Freunde oder hartnäckige Feinde. Sie öffnen uns die Augen für unsere guten und schlechten Handlungen – die einen durch Erfahrungen, die Anderen durch ihren Tadel“. Nicht nur das Sehen, sondern das Wichtige richtig zu sehen und daraus zukunftsweisende Rückschlüsse ziehen zu können, kennzeichnet ein starkes Ich-Selbst.

In der Tat hat das Buch einen pikanten Nachteil: Selbst wer glaubt, ein starke Persönlichkeit zu sein, lernt hier einiges über seine Schwächen – aber auch über die Möglichkeiten, sie für sich positiv zu nutzen.

Manfred Becker-Huberti
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am 21. Mai 2014
Habe gerade in der VkdL-Zeitschrift eine sehr lesenswerte Besprechung zum neuen Buch von Albert Wunsch "Mit mehr Selbst zum stabilen ICH" gelesen. Diese fand ich deshalb so treffend, weil ich das Buch schon innerhalb einer Verlags-Präsentation kennengelernt hatte. Hier die Schlussgedanken der VkdL-Rezension, welcher ich mich inhaltlich anschließe: "Der Autor setzt sich mit zahlreichen Theorien und Ansätzen aus Soziologie, Psychologie und Pädagogik auseinander und kommt letztlich doch zu dem - vielleicht für manche erstaunlichem - Ergebnis: Die Natur hat es gut eingerichtet, wenn Eltern sich fürsorglich um den Nachwuchs kümmern, aber ihm Tag für Tag mehr zutrauen, damit Mut wachsen kann. Leben und Lernen scheinen in einer Welt, in der alles schnell gehen muss, immer häufiger der Abkürzung zum Opfer zu fallen. Aber die ersten Jahre der Kindheit können nie wieder nachgeholt werden, das Erbe von Versäumnissen bleibt ein Leben lang. Für Eltern und Lehrer sollte das Buch eine selbstgewählte Pflichtlektüre sein."
K.H., Studentin B.A. Gesundheits-/Sozialmanagement
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am 25. Januar 2014
Ich habe das Buch von einem Kollegen empfohlen bekommen, und muss sagen, es hat mich begeistert.
Der aktuelle Stand der Resilienz-Forschung wird hier wunderbar widergespiegelt.

Es werden nicht nur die verschiedenen Facetten, die zu einer ausgeprägten, bzw. negativen Entwicklung der Resilienz führen können, vorgestellt, sondern darüber hinaus werden hilfreiche, praktische Tipps vorgestellt, wie man die gewonnenen Erkenntnisse auch im Alltag anwenden kann, um seine persönliche Resilienz zu stärken.

Besonders das letzte Kapitel im Buch (Kap. 7) regt zum Nachdenken an und zeigt in beeindruckender Weise, wie persönliche Resilienz auch Auswirkungen auf die Umwelt haben kann, bzw. vice versa.

Die klare und in sich aufbauende Struktur, wie Dr. Wunsch das Thema präsentiert, überzeugt auf der ganzen Linie. Sein erfrischender und zum Schmunzeln einladender, aber gleichzeitig klarer Schreibstil, sorgt dafür, dass der Leser das Buch nicht mehr so schnell aus der Hand legt.

Absolut empfehlenswert, und daher 5 Sterne!

A.S.
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am 25. September 2014
Zuerst zu den positiven seiten:
+Das buch ist sehr straff gegliedert, so dass man bereits auf wenigen seiten viel Information erhält
+ständiger verweis auf andere Wissenschaften
+ fundierte Informationen für wenig Geld

Was mir nicht gefällt:
- Der Titel des Buches, lässt eher darauf schließen, dass es sich um ein Selbsthilfebuch handelt und nicht wie später beim Lesen klar wird, um ein Sachbuch.
- die ersten 80 Seiten geht der Autor sehr sehr genau auf die erzieherischen Aspekte der Resilienz ein. Das ist auch durch aus verständlich, da der Autor in diesem Gebiet sehr bewandert ist, dennoch wird es mit der Zeit etwas zäh. In diesem Fall wäre weniger mehr.

Alles in allem für diesen Preis und mit diesen ausführlichen fundierten Informationen ein guter Kauf. Wer jedoch nach einem Selbsthilfebuch mit Richtlinien sucht ist hier eher falsch beraten
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