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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. März 2012
"Lieber Gott, bitte hol mich aus meinem Leben raus.
Kauf mir eine Fahrkarte zum nächsten Kloster.
Mein einziger Wunsch ist es, Brokkolifelder zu bestellen."

Jonathan spielt passabel Gitarre, schreibt wunderbare Gedicht und ... schläft nicht mehr. Seit sein Zwillingsbruder Telly vor seinen Augen von einem Auto angefahren wurde und nach Tagen im Koma starb, hat er keine Nacht mehr richtig geschlafen.
Mit Taurin und Wachmacher-Pillen hält er sich über Wasser und versucht, sein Leben wieder zu ordnen. Doch das Pensum ist enorm: Seine Mutter will, dass er das Haus fertig streicht, seine Dickies, dass er in der Schule nicht durchfällt. Und dafür muss er einen alten Mann im Pflegeheim besuchen, um seine Lebensgeschichte aufzuschreiben und noch dazu einen schlechten Song bei der Abschlussfeier performen.

Das Buch hielt mich von der ersten bis zur letzten Seite gefangen. Wenn auch manche Passagen übertrieben wirken, Jonathan und seine Gefühle tun es nicht. Er wirkt auf mich so real, seine Art mit Trauer umzugehen ist mir so vertraut, dass es mir oft die Kehle zuschnürte.
Die Geschichte ist gewürzt mit Teilen seiner Werke, seinen Gedichten und die haben mich sehr berührt.
Animiert durch seine Beschreibungen habe ich mir auch Eddie Vedder angehört, der mir bis dahin kein Begriff war.
Mein Exemplar ist nun gespickt mit Zetteln an meinen Lieblingsstellen - und das sind ca. 30 Stück! Ich hätte Lust, es gleich nocheinmal zu lesen!

Fazit: Eine sehr berührende Geschichte, die so vieles anspricht, ohne es zu erwähnen, absolut lesenswert! Auch für Erwachsene!

In letzter Zeit gabs von mir kaum 5 Sterne, ich hab mich schon gefragt, ob ich zu kritisch werde, warum ich bei guten Büchern meist nur 4 gebe, was mir auf die 5 fehlte.
Dieses Buch hat mir die Antwort gegeben! Nur ein absoluter Hammer hat 5 Sterne verdient, und dieses Buch ist jeden Stern wirklich wert!

Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass ich Hobbyrezensentin und keine Kunstkritikerin bin!
Ich rezensiere ausschließlich Bücher, die ich von der ersten bis zur letzten Seite selbst gelesen habe.
Meine Meinung wird geprägt durch meine Bildung und meine persönlichen Erfahrungen.
NIEMALS jedoch lasse ich mich davon beeinflussen, ob ich das Buch gekauft, geliehen oder als Rezensionsemplar zur Verfügung gestellt bekommen habe!
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am 12. Dezember 2014
Inhalt: In dem Buch geht es um den 16-jährigen Jonathan, der den Tod seines Zwillingsbruders Telly nicht verkraftet. Er beschäftigt sich fast nur noch ausschließlich mit seinen Gedichten, Gitarre spielen und Red Bull trinken. Den Schulabschluss wird er nicht schaffen und seine Freunde, Eltern und Lehrer machen sich große Sorgen um ihn. Da macht ihm der krebskranke David Cosgrove ein Angebot: Jonathan soll ihm seine Biografie schreiben, weil er selbst wegen seiner Blindheit nicht mehr dazu im Stande ist. Er hat von Jonathans Schreibtalent erfahren, da dieser einmal einen Gedichtwettbewerb gewonnen hat, an dem auch Studenten und andere starke Konkurrenten teilgenommen haben. Für eine gute Bezahlung lässt sich Jonathan überreden und wühlt in Davids spannender Vergangenheit als Matrose. Dabei lernt er auch Katie kennen.

Ich fand das Buch mittelmäßig, da es einem einerseits wieder Lust auf das Leben macht, aber andererseits nicht wirklich fesselt. Der Schreibstil liest sich flüssig und die Wortwahl ist meistens passend. Etwas, dass mir nicht so gut gefallen hat, sind die Gedichte und manchmal die Unverständlichkeit bei den Gitarren-Spielen, da man als Musikbanause nichts versteht.
Insgesamt nicht zwingend lesenswert.

Mehr Rezensionen findet ihr auf meinem Blog: [...]
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. März 2012
"Sollte irgendein Stalin oder Hitler mich verhaften und ins Lager stecken, würde ich mit den Fingernägeln irgendwo Worte einritzen. Sollten sie mir die Finger abschneiden, würde ich mit den Zähnen schreiben. Sollten sie mir die Zähne ausreißen, würde ich meine Worte irgendeinem interessierten Vogel zublinzeln. Sollten sie mit die Augenlider abschneiden, würde ich Morsezeichen in die Troposphäre furzen.

Man muss mich schon umbringen, um mich vom Schreiben abzuhalten."
(S. 217, Zeile 5 - 13)

Das Leben von Jonathan wird zur Zeit nur noch von einem regiert: NoDoz-Pillen und Energiedrinks, damit ihn der Schlaf bloß nicht einholen kann. Erinnerungen werden verdrängt und nur ab und an dringen sie aus allen Poren Jonathans, wenn seine Finger zu einem Stift greifen und er seine Gedanken und Gefühle in Worte packt und niederschreibt. Bis vor kurzem war er einer der talentiertesten Schüler seiner Schule, doch mittlerweile sind seine Noten zu schlecht, naja und konzentrieren geht eh nicht... Und an allem ist der Tod seines Bruders schuld - seines Zwillingsbruders; seiner andere Hälfte, seines besten Freundes. Klar da sind immer noch seine Dickis, Ruby und das Schreiben, aber das alles vervollständigt ihn nicht mehr.
Um nicht sitzen zu bleiben stellen ihm Lehrer und Rektorin ein Ultimatum, dass er fast nicht annehmen will. Ein Ultimatum, dass seine ganze Zeit in Anspruch nimmt, ihn aufweckt und das Leben aus einem anderen Blickwinkel betrachten lässt...

Wenn man immer zu zweit war, ist es nur schwer zu ertragen, plötzlich alleine zu sein - so ergeht es Jonathan, als er seinen Zwillingsbruder verliert. Er stellt alles um sich herum in Frage, aber will sich den Antworten nicht stellen und geht diesen mit aller Macht aus dem Weg.
Das Buch ist in verschiedenen Sprachstilen geschrieben, obwohl es aus der Sicht nur einer Person geschrieben ist. Mal entdeckt man die schlurfenden Bereiche der Jugendsprache und erfährt nur kurz darauf einen Wandel des Sprachsstils, in dem Jonathan fast poetisch das Beisammensein mit seiner Gitarre beschreibt. Zu Anfang des Buches scheint es, als würde Jonathan gar nichts an seine enegiegeadelenen Lethargie ändern wollen. Er scheint sich in seiner Trance so wohl zu fühlen und scheint nur ab und an von der Trauer über seinen Bruder überwältigt. Nach und nach aber erfährt der Leser, das alles was er tut mit Telly zusammen hängt. Er kann sich nicht von ihm lösen, auch wenn er weiß, dass Telly ihm selbst nie so ein Leben gewünscht hätte.
Um seinen Leben noch einen Anstoß zu geben, soll er eine Geschichte von einem alten Mann niederschreiben. Der Besuch in der Altersresidenz bewirkt genau das gewünschte: Obwohl sich Jonathan zu Anfang gegen das Experiment sträubt, gefällt es ihm immer mehr an diesem Ort.
Das Buch nimmt nach dem rasanten Anfang eine Wendung, die sich fast sanft anfühlt. Man ist berührt von der Verwandlung und den Gefühlen, die Jonathan durch die Gedichte und anderen geschriebenen Worte frei lässt. Immer mehr Wahrheiten dringen ans Licht.
Teilweise kann man die beiden Personen, die doch eine sind nicht zusammen fügen: der stille, nachdenkliche, poetische, innerliche Jonathan und der äußere, der oftmals eine große Klappe hat und mit seinen Kumpels die Wände des Hauses zum wackeln bringt.
Mich hat die Geschichte sehr fasziniert. Zwar hatte ich mir schon durch eine vorherige Leseprobe einen Eindruck machen können, aber die Geschichte verläuft ganz anders, als man sie sich zu Anfang vorstellt.
Ein Jugendbuch, das einen mit dem Leben und dem Tod konfrontiert. Das mitreißt, den Pulsschlag beschleunigt und nur Gutes hoffen lässt.
Toll!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. März 2012
Wie lernt man damit zu Leben, dass der geliebte Zwillingsbruder durch einen Unfall aus dem Leben gerissen wurde? Mit diesem Problem schlägt sich der Protagonist von "Adios, Nirvana" schon seit einem Jahr herum und hat bisher nur eine recht selbstzerstörerische Lösung gefunden, die aus Schuleschwänzen, Schlafmangel und absurder Weise, da nicht selbstzerstörerisch, Gedichte schreiben besteht.
Gerade diese Gedichte waren für mich beim Lesen sehr eigenartig, da ich hinter diesen weder einen Sinn erkennen konnte, noch sie für mich einer sinnvollen und verständlichen Metrik folgten. Wobei ich mir vorstellen kann, dass dies der Übersetzung aus dem Englischen geschuldet ist.
Durch einige Zufälle und auch Maßnahmen wird der Protagonist jedoch aus seinem Verhalten herausgerissen und lernt andere Menschen kennen, die ihn durch ihre Art stark beeinflussen. Er lernt dadurch, dass es immer auch Gründe geben kann, das Leben zu lieben, auch wenn man in einem noch so tiefen Loch steckt und vor allem, dass man an sich und seine Taten glauben sollte.
Jedoch präsentiert sich das Buch auf eine sehr verrückte Art, sowohl vom Stil her, als auch dem Inhaltlichen. Viele Phrasen und Worte, die verwendet wurden, gingen mir teilweise ein wenig auf die Nerven, wie unter anderem etwaige obszöne Dinge, die vielleicht Jugendliche locken sollen das Buch zu lesen, da es sich vermeintlich ihrer Sprache bedient, aber eigentlich wirkt es eher übertrieben. Ebenso wie manche anderen Ausdrücke, wie ein Cowboy-Schrei, der häufiger verwendet wird, dessen Sinn mir aber irgendwie bis zum Ende verschlossen blieb.
Das Buch ist zwar sehr atmosphärisch, auf eine düstere und unangenehme Weise, kann einem aber, wenn man dem Stil manches verzeiht oder ihn sogar gut findet, eindeutig zeigen, dass man niemals aufgeben sollte, was ich als Appell und Aussage sehr gelungen finde, wenn auch das Buch in meinen Augen eher eigenartig ist.
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am 25. Dezember 2014
Das Buch kam vor dem genannten Liefertermin an und das Preis - Leistungsverhältnis ist sehr gut. Da es sich um einen Weihnachtswunsch handelt, kann ich keine Angaben zum Inhalt des Buches machen.
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