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TOP 500 REZENSENTam 23. Januar 2015
Als Leser gewinnt man schnell einen ersten Eindruck von den beiden Protagonisten: dem von Selbstzweifeln geplagten Nick, der sich schwer damit tut, Gefühle zu zeigen, und der wunderbaren, liebevollen Amy, die ihr Bestes tut, ihm die perfekte Ehefrau zu sein. Ganz normale Menschen mit ganz normalen Schwächen und Fehlern, aber beide auf ihre eigene Art und Weise sehr liebenswert.

Aber wer schon einmal ein Buch der Autorin gelesen hat, weiß: Gillian Flynn wäre nicht Gillian Flynn, wenn sich hinter dieser Fassade scheinbarer Normalität nicht Abgründe auftun würden... Als Leser darf man sich bei ihr niemals auf den ersten Eindruck verlassen, und das war noch nie so wahr wie in "Gone Girl". Immer wieder muss man seine Meinung zu den Charaktere überdenken, und dabei bleiben sie doch in sich schlüssig und glaubhaft.

Amy und Nick werden mir noch lange in Erinnerung bleiben, und ich fand beide großartig - wenn auch nicht immer sympathisch. Sie sind unglaublich komplex und voller überraschender Charakterzüge, vor allem die erst scheinbar so leicht zu durchschauende Amy.

Die Geschichte klingt erstmal nach einem relativ gradlinigen Thriller: Frau verschwindet, Mann wird des Mordes angeklagt und muss seine Unschuld beweisen - oder sich als Mörder herausstellen. Aber auch hier gilt: als Leser darf man seinem ersten Eindruck nicht so ohne weiteres trauen! Eine unerwartete Wendung folgt der anderen, und die Geschichte wird immer abgründiger und verwickelter, mit einer beinahe boshaften Liebe zum perfiden Detail.

Und dabei wurde sie für mich auch immer spannender! Mit jeder kleinen Enthüllung konnte ich es weniger abwarten, zu erfahren, wie die Geschichte wohl ausgehen würde - und das Ende hat mich dann vollkommen überrascht, damit hatte ich nicht gerechnet!

Im Endeffekt ist "Gone Girl" alles andere als ein "Standard-Thriller", sondern eine zutiefst originelle Tour de Force, die den Leser wieder und wieder zwingt, seine Erwartungen über den Haufen zu werfen.

Ich bin ein großer Fan der Autorin, und das liegt nicht nur an ihrem unfehlbaren Gespür dafür, was Menschen sich gegenseitig antun können, sondern auch an ihrem großartigen Schreibstil. Irgendwie schafft sie es, auch die menschlichen Abgründe sehr unterhaltsam zu präsentieren; das liest sich meiner Meinung nach wunderbar und flüssig runter.

Fazit:
Vielleicht Gillian Flynns bestes Buch, und das will meines Erachtens etwas heißen! Hinter dem ganz normalen Alltag eines ganz normalen Ehepaars tun sich unerwartete Abgründe auf, und mit jeder Seite wird die Geschichte spannender, komplexer und auf böse Art unterhaltsamer.
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am 29. Januar 2016
Amy und Nick sind jetzt seit fünf Jahren verheiratet und sind dabei durch einige Höhe und (mehr) Tiefen gegangen. Nachdem beide ihren Job verlieren ziehen sie aus der pulsierenden Metropole New York ins ländliche Carthage, Missouri, Nicks Heimatstadt. Dort mag sich Amy so gar nicht einleben, und Nick distanziert sich von seiner Gattin. So ist der Anschein. Und dann verschwindet Amy spurlos.
Was ist schon wahr und was ist gelogen in diesem Verwirrspiel? Nick und Amy sind nicht das was sie scheinen, beide lügen wie gedruckt. Und beide kann ich nicht leiden. Amy weil sie Miststück ist, Nick weil er ein unentschlossener Loser ist.
Achtung, jetzt wird muss ich etwas spoilern: Spurlos verschwindet Amy natürlich nicht, es gibt eine Menge Spuren die alle auf Nick deuten. Dem bleibt nichts anderes übrig als über hunderte von Seiten seine Unschuld zu beteuern und an seiner Amy seine angeblich unsterbliche Liebe zu beteuern. Und dann? Amy kommt tatsächlich zurück, und Nick kann seine Rachegelüste ausleben. Denkt er. Doch Amy hat vorgesorgt. Über Monate plant Nick wie er seine Frau ins Kittchen bringen kann, sogar ein Buch schreibt er. Und dann? Amy zaubert etwas aus dem Hut was so ungeheuerlich unwahrscheinlich ist das es dem Leser schon körperlich weh tut. Und was tut Nick? Er kapituliert, einfach so. Wirft alles weg.

Ich will damit sagen das der Schluß dieses ziemlich langatmigen Romans (es ist kein Thriller, weiss Gott nicht) der ganzen schon ziemlich konstruierten Story die Krone dessen aufsetzt was noch glaubwürdig ist. Zugegeben, das Verwirrspiel und die Charaktere werden von Flynn hervorragend inszeniert bzw. beschrieben, sind für mich aber an einigen Stellen zu überzogen. Und das Ende? Noch überzogener, und damit verliert "Gone Girl" den vierten Stern. Dieses Ende kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen, es wirkt auf mich als hätte sich Gillian Flynn in ihrem eigenen Gewebe um Lügen und gegenseitigen Erpressen verrannt ohne einen stimmigen Ausweg zu finden. Ein farbiges und vor allem nachvollziehbares Ende (in dem Nick seiner verhassten Frau langsam aber sicher die Gurgel zudrückt zum Beispiel) hätte mit besser gefallen.
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TOP 500 REZENSENTam 19. September 2014
Nichts auf der Welt ist so wandelbar wie die Liebe:
Lügen, Hass, sogar Mord, alles ist in ihr verschmolzen;
sie ist das unvermeidliche Aufblühen ihrer Gegensätze,
eine prächtige Rose, die schwach nach Blut duftet.

- Tony Kushner, The Illusion -

Nick und Amy Dunne sind ein harmonisches Vorzeigeehepaar, wie es im Buche steht, jung, gutaussehend, intelligent, gebildet, glücklich - bis Amy an ihrem fünften Hochzeitstag spurlos verschwindet.
Da Amys Eltern als erfolgreiche Schriftsteller, die in ihrer bekannten Buchreihe um "Amazing Amy" die eigene Tochter als Vorlage für das "perfekte Kind" benutzt und geschickt vermarktet haben, einen gewissen Bekanntheitsgrad haben, werden die polizeilichen Ermittlungen um den Verbleib Amys von einem großen Medienrummel begleitet.
Als im Laufe der Ermittlungen das Bild vom perfekten Ehepaar Risse bekommt, sich die Hinweise verdichten, daß Amy tot ist und Nick zudem kein Alibi für die Zeit von Amys Verschwinden hat, schießen sich Presse und sonstige Medien vorschnell auf Nick als Mörder seiner Frau ein, denn "Jeder liebt das tote Mädchen.".
Aber ist Nick wirklich ein Mörder und Amy wirklich "Amazing Amy"?
Aus Rückblenden, Erinnerungen, Ermittlungen und Schilderungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln entsteht das Psychogramm einer Ehe, in der nichts so ist, wie es vordergründig den Anschein hat...

"Gone Girl" ist spannend, keine Frage.
Was den Roman aber vor allem fesselnd macht, ist die Tatsache, daß er seine Spannung nicht alleine aus den Fragen nach dem Verbleib Amys und "War er's oder war er's nicht?" bezieht, sondern über weite Strecken eher Psychodrama als Krimi ist und ganz nebenbei noch eine ganze Menge anderer Themen aufgreift, allem voran die Macht der Medien, die hier eine Vorverurteilung auslösen, ohne daß es bis dahin auch nur zu einer offiziellen Anklage gekommen wäre.
Am meisten aber fesselt "Gone Girl" als Ehedrama, welches zwar Ausmaße annimmt, gegen die "Der Rosenkrieg" Kindergartengezänk war, aber dennoch in seiner Entwicklung erschreckend nachvollziehbar ist.
Wie aus der Liebesheirat eines vermeintlichen Traumpaares durch kleine, einzeln betrachtet eigentlich wenig spektakuläre Enttäuschungen, Unaufrichtigkeiten und Stolpersteine von außen wie Jobverlust langsam, aber unaufhaltsam ein echtes Horrorszenario wird, das ist gerade dadurch, daß die Probleme und Schwierigkeiten des Vorzeigepaars so alltäglich sind, umso verstörender.

Zwei Kritikpunkte kosten den Roman das fünfte Sternchen:
Erstens, der Roman bedient sich teilweise einer meiner Meinung nach unnnötig drastischen Sprache.
Ich halte mich nicht für prüde, aber daß die Protagonisten keine Engel sind, hätte ich auch ohne die recht häufig bemühten Fu- und Fo-Wörter verstanden und es passt eigentlich auch nicht zu Menschen, die es über Jahre so hervorragend geschafft haben, nach außen den strahlenden Schein eines Traumpaares aufrecht zu erhalten.
Zweitens, und dies ist der schwerwiegendere Grund, "Gone Girl" braucht eine ganze Weile, um richtig in Fahrt zu kommen.
Zwar stellt sich später heraus, daß die ganzen Informationen aus der ersten Hälfte für den weiteren Verlauf des Romanes durchaus wichtig sind und man der Autorin somit keine unnötigen Längen vorwerfen kann, aber einen etwas längeren Atem braucht es schon, um richtig in die Geschichte hineinzukommen.

Auch folgende Warnung sei ausgesprochen:
Wer bei Romanen unbedingt Sympathieträger mit Identifikationspotential als Protagonisten braucht, der dürfte bei "Gone Girl" ein Problem haben, denn Unschuldsengel gibt es hier keine.
Wer aber wie ich etwas undurchsichtige Charaktere mit Ecken, Kanten, Abgründen und Geheimnissen ohnehin viel spannender findet als solche, die an die netten Nachbarn erinnern, wer Rebecca, Rachel und Constance Shawcross zu den unvergesslichen Romanfiguren zählt, die sich einem unauslöschlich ins Gedächtnis brennen, dem sei "Gone Girl" wärmstens ans Herz gelegt, denn so viel ebenso perfide wie geniale Bosheit und vor allem ein so bitterböses Ende finden sich selten in einem Mainstream-Roman.
Bleibt nur zu hoffen, daß die Autorin das beklemmende Ende für sich stehen lässt und nicht auf die Idee kommt, aufgrund des großen Erfolges des Romanes eine Fortsetzung zu schreiben.

Die Financial Times hat es in ihrer auf dem Buchrücken abgedruckten Empfehlung in wenigen Worten treffend zusammengefasst:
"Read it and stay single!"
Dem kann man eigentlich nichts mehr hinzufügen.
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am 10. Mai 2016
Generell lese ich gerne Bücher die 500 und mehr Seiten haben,zudem dieser Roman sehr bekannt und mir empfohlen wurde;jedoch in diesem Falle,wäre Weniger Mehr gewesen.
Der Anfang ist spannend und in seiner lässigen Schreibweise echt fesselnd.Als jedoch nach genau 50% des Buches das Rätsel um Amy (was sich einem quasi aufdrängte) spontan löste,geht der wenig überzeugende und langweilige Part des Buches los.
Die Beweggründe für das Handeln der Personen werden unglaubwürdig,alles wirkt abgehackt und die Zusammenhänge lassen an Logik vermissen.
Dieser Schreibstil verdichtet sich mehr und mehr zum Ende hin.
Ich wartete bis zur letzten Seite auf ein Aha-Erlebnis oder eine extrem überraschende Wendung - leider vergebens. Das Ende ist extrem enttäuschend,so ,als wäre dem Autor jetzt wirklich nichts Besseres eingefallen,wollte aber nach fast 600 Seiten doch mal zum Ende kommen.
Das Buch wird aus unerklärlichen Gründen künstlich hochgepusht,erfüllt jedoch die hohen Erwartungen keineswegs.
Für Leser,deren Erwartungen an einen Psychothriller nicht so hoch sind ,die einfach eine Abwechselung beim Strandurlaub suchen ist dies eine Leseempfehlung.
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am 11. März 2014
Zunächst einmal ist es schwierig, das Buch zu bewerten, ohne zu spoilern.
Der Roman wechselt in der Ich-Perspektive zwischen Tagebucheinträgen von Amy und ihrem Ehemann Nick vor dem Hintergrund des Verschwindens von Amy, wobei alles nach einem Verbrechen aussieht. Nachdem man sich eingelesen hat, macht sich erst einmal Langeweile breit, viel passiert nicht, die Suche nach Amy vollzieht sich ohne große Spannung.
Später entwickelt sich der Plot zu einem Thriller - was stimmt, was ist gelogen, man kann sich nie sicher sein. Gerade in der Mitte hat der Roman seine Stärken und die Seiten blättern sich wie von selbst um.
Leider wirkt das alles nicht sehr plausibel und ziemlich an den Haaren herbeigezogen. Ausserdem kann man weder für den einen, noch den anderen Protagonisten überhaupt irgendeine Form von Symphatie entwickeln.
Auch wirkt im letzten Drittel alles ziemlich langatmig, sodass auch hier die Seiten sich von selbst umblättern, allerdings nicht vor Spannung, sondern weil viele Begebenheiten nicht mehr wirklich interessant sind.
Der Schluss dann ist für mich eine totale Enttäuschung, weil es dann doch recht absurd wird und auch recht abrupt endet. Hier hätte Gillian Flynn viel mehr aus der Geschichte herausholen können, wo sie sich vorher in Belanglosigkeiten verzettelt.

Fazit: Ein starker Mittelteil reicht nicht, um aus 570 Seiten einen großen Roman zu machen, Thrillerfreunde werden eher enttäuscht, leider nicht wirklich ein Weiterempfehlungstipp.
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am 1. Dezember 2014
Das Buch wurde gelobt und ich wurde neugierig, zumal vor kurzem auch der Film in den Kinos lief. Also kämüfte ich mich durch die ersten 150/200 Seiten, denn die Geschichte wird etwas zäh beschrieben. Die Gegenwart aus der Sicht des Ehemannes, dann die Vergangenheit aus der Sicht der Ehefrau.Man fragt sich immer "war er es oder warer es nicht ?". Dann wird es spannend ohne hier
zuviel vorwegzunehmen. Aber den Schluss fand ich enttäuschend. Da hätte ich "mehr " erwartet.
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am 16. November 2014
Inhalt:

Ausgerechnet am Morgen des fünften Hochzeitstages verschwindet Nicks Frau Amy spurlos. Nick wird für Öffentlichkeit und Polizei schnell zum Hauptverdächtigen. Dieser schwört dennoch unschuldig zu sein.

Aber was geschah wirklich mit Amy?

Meinung:

Lange Zeit habe ich einen weiten Bogen um “Gone Girl – Das perfekte Opfer” von Gillian Flynn gemacht, weil mich das liebe Lob skeptisch machte. Ich rechnete nicht damit , dass es halten kann, was es spricht.

Jetzt bin ich froh, dass ich diesem Hörbuch schließlich doch noch eine Chance gab. So durfte ich einen spannungsreichen, nervenaufreibenden, intelligenten und originellen Ehethriller entgangen.

Gillian Flynn serviert Spannung von der ersten bis zur letzten Minute. Die Geschichte entpuppt sich schnell zum aufreibenden Nervenkrieg für Leser bzw. Zuhörer.
Welche Rolle spielte Nick beim Verschwinden seiner Frau? Immer wieder entdeckt man Hinweise, die mal für und mal gegen ihn sprechen. "Gone Girl - Das perfekte Opfer" wird so zum Verwirrspiel mit dem Leser bzw. Zuhörer.

Immer dann, wenn es besonders spannend ist, wechselt Flynn die Perspektive. Die Lösung wird weiter hinausgezögert. Das (Hör-) Buch entwickelt so einen Sog, dem man sich nur sehr entziehen kann oder will.

Gleich zwei Mal setzt Gillian Flynn diesem Verwirrspiel die Krone auf und beweist, wie sehr sie Leser bzw. Zuhörer zum Narren halten und manipulieren kann. Diese Wendepunkte kommen so plötzlich, dass man das Ausmaß zunächst gar nicht ganz begreift. Was man aber weiß ist, dass man nicht aufhören kann bzw. will. Nicht ohne den Grund erfahren zu haben.

“Gone Girl – Das perfekte Opfer” von Gillian Flynn ist tatsächlich der meisterhafte Thriller, als der das (Hör-) Buch immer dargestellt wird. Es ist an Nervenkitzel, Spannung und Überraschungsmomenten kaum zu überbieten.

Sprecher:

Nick Dunn und seine Frau Amy kommen jeweils abwechselnd zu Wort. Dabei berichtete Nick über die aktuellen Ereignisse, während von Amy Tagebucheinträge eingeflochten werden.

Besonders schön fand ich an dem Hörbuch, dass es verschiedene Sprecher für beide Perspektiven gab:
Christiane Paul spricht Amy. Matthias Koeberlin liest Nick. Dies macht es stimmig und erleichtert dem Zuhörer einen Wiedereinstieg in die Geschichte.

Ich fand Matthias Koeberlin als Sprecher etwas besser als Christiane Paul. Koeberlin setzte seine Stimme gezielt ein und las die wörtliche Rede verschiedener Charaktere jeweils mit anderer Stimme. So wusste man immer, wer gerade sprach.

(Mehr Rezensionen auf meinem Blog: [...])
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am 14. Oktober 2014
Gillian Flynn erschafft nach einem etwas trägen Start einen komplexen und hochspannenden Mix aus Psychodrama und Psychothriller, bei dem die Frage nach dem, den oder der Schuldigen nicht so leicht zu beantworten ist, wie man zunächst vermutet. Dies scheint insgesamt ein Charakteristikum von Flynns Büchern zu sein – Menschen sind bei ihr keine geschichtsfrei Handelnden sondern Produkt und zugleich Gefangene eines Zusammenspiels aus Herkunft, Erziehung, Erfahrungen und Anlagen, die bei Flynn mal Risse, mal wahre Abgründe in die menschliche Seele reißen.

So ist Gone Girl nicht bloß ein Thriller um eine kaputte Ehe und eine verschwundene Ehefrau sondern zugleich Milieu- und Charakterstudie; fiktiv und überspitzt, in gewisser Weise aber auch erschreckend real und mit viel Raum für den Leser, sich irgendwie und irgendwo darin wiederzufinden.

Motor der Geschichte ist natürlich die Frage: „Ist der Ehemann der Mörder oder ist er es nicht?" Ganz großartig schafft Flynn es über lange Zeit, den Leser an der Nase herumzuführen, indem sie ein wachsendes Netz aus Wut und Frustrationen aller Beteiligten offen legt, das kaum Nischen für Helden und Identifikationsfiguren lässt, sondern alle Protagonisten gleichermaßen in ein schlechtes Licht stellt.

Gelungen ist auch der Erzählstil - wechselnd zwischen Jetztzeit, Rückblenden, Erinnerungen und Aufzeichnungen. Hier wird der Blickwinkel zunächst zerstreut, um ab einem bestimmten Punkt meisterlich alle Sichtweisen zuzammenzuführen, Lücken zu schließen, ein detailliertes Raster der Ereignisse zu bauen.

Einen Punkt Abzug gibt es für den lauen Start und einige allzu bekannte und etwas ausufernde Griffe in die Kiste der Thrillerkniffe gegen Ende der Geschichte.

Fazit: Leiser Thrill, unbequeme Charaktere und ein eindringlicher Schreibstil überzeugen auf ganzer Linie!
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am 24. September 2014
Ich wurde auch ein bisschen geblendet von dem Hype den alle um das Buch gemacht haben. Ich habe zwei Anläufe gebracht um dieses Buch zu lesen. Am Anfang dachte ich mir "super langweilig" ist eh klar etc. doch als ich mich ein zweites mal aufgerafft habe das Buch in die Hand zu nehmen und weiter zulesen, wurde es spannender! Allerdings finde ich das Ende nicht gut! Ich bin gespannt wie der Film wird, der Anfang Oktober erscheinen soll! Also das Buch ist kein Muss - sonder OK!
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am 25. März 2015
Als ich „Gone Girl – Das perfekte Opfer“ von Gillian Flynn zu Ende gelesen hatte, war ich erst einmal sprachlos. Ich habe seit langem nicht so ein gut durchdachtes, perfides Buch gelesen, das mich mit offenem Mund zurücklässt. Wahnsinn! Kein Wunder, dass „Gone Girl – Das perfekte Opfer“ ziemlich schnell verfilmt wurde, denn das, was in diesem Roman geschieht, ist ganz großes Kino. Zuerst aber einmal zu dem Schreibstil von Gillian Flynn. Sie wechselt zwischen der Perspektive von Nick und Amy. Nick ist mit allen Gefühlen, Empfindungen und Handlungen offen gelegt. Amy hingegen nur in Tagesbuchperspektive zu bekommen. Dies erschafft Spannung, aber auch einen Kontrast, wenn es nämlich darum geht, die gleichen Geschehnisse aus zwei Perspektiven zu sehen.

Mehr Details gibt es unter:
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