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am 17. Mai 2014
Roggenbrot, brennendes Heu, frische Wäsche und Würstchen – so riecht Heimat für die New Yorkerin Anna Baran. Polen, das Land ihrer Kindheit. Damals hat sie mit der frühreifen, forschen Justyna und der nachdenklichen, sanften Kamila herrliche Nachmittage am See verbracht, Klamotten und Jungsgeschichten, Träume und Sehnsüchte bei einer Tüte Pommes geteilt, während aus dem Kassettenspieler Forever Young dröhnte. Die Welt war eine einzige große Verheißung. Doch jetzt, mit Anfang dreißig, sind ihre Träume geplatzt, Annas Leben und Liebe aus dem Ruder gelaufen, Kamilas Ehe mit ihrem Seelenfreund zerbrochen – und als dann Justynas Mann ermordet wird, ist den Freundinnen klar: Wir kommen da durch, durchs Leben – aber nur, wenn wir zusammenhalten….
  
 
Anna kommt aus Polen und ist mit ihren Eltern in die USA ausgewandert.
Eine Zeitlang reist sie jeden Sommer für mehrere Wochen noch zu ihren Verwandten nach Polen. Dort lernt sie auch 1989 Justina und später Kamila kennen. Es entwickelt sich über viele Jahre eine Sommerurlaubsfreundschaft von drei total unterschiedlichen Mädchen.
Jetzt im Jahr 2002 sieht alles ganz anders aus…..
 
Anna steht am Wendepunkt mit ihrer Beziehung zu Ben ihrem langjährigen Freund. Es passt einfach nicht mehr, die Beziehung wird immer schwieriger. Ihr Vater droht mit Selbstmord, wie soll man da entspannt sein?
Justyna ist völlig verzweifelt, ihr Ehemann wurde ausgerechnet von dem Freund ihrer Schwester ermordet.
Bei Kamila ist alles zusammengebrochen. Ihr Mann hat sie über viele Jahre betrogen….mit einem Mann.
 
Diese Probleme und Schicksalsschläge führen dazu, dass sich die drei wieder näher kommen. Lange war kein Kontakt mehr da.
Erinnerungen und Rückblenden in die Kindheit und Jugend zeigen, welche Wünsche, Sehnsüchte, Hoffnungen die drei hatten und was dazu geführt hat, warum sich ihre Wege trennten.
  
Das Cover verheißt einen tollen lockeren Sommerroman, so wie die drei es sich sicherlich gewünscht hätten. Der Wunsch entspricht jedoch keineswegs der Realität. Die Autorin zeigt uns drei junge Frauen, deren Leben nicht hätte unterschiedlicher verlaufen können. Jede hat einen Schicksalsschlag zu verkraften und zu verarbeiten.
 
Dagmara Dominczyks zeigt uns was Freundschaft bedeutet auch wenn sie über eine lange Zeit in Vergessenheit geraten ist. Zusammenhalt und einfach für jemanden da sein, einfach so.
Wir tauchen ein in drei Frauen, deren Leben und Gefühle.
 
Dagmara Dominczyk lässt uns komplett teilhaben am Leben von Anna, Justyna und Kamila, dies schafft sie mit einem Schreibstil der einfach aber doch irgendwie besonders ist. Von sanft, einfühlsam bis derb. Schade finde ich, dass die Übersetzung von manchen polnischen Wörtern fehlt.
 
Dies ist kein Buch das man für Zwischendurch zur Hand nehmen sollte.
Es ist bewegend, mitunter zu viel an Schicksalen aber doch einfach gut!
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am 29. März 2014
"Drei Freundinnen [...] verbringen jeden Sommer herrliche Nachmittage am See, teilen Klamotten und Jungsgeschichten, Träume und Sehnsüchte..." So steht es auf dem Umschlag des Debütromans. Ganz so ist es nicht. Aber warum ist es trotzdem ein lesenswertes und gutes Buch? Worum geht es?

Drei junge Frauen werden uns vorgestellt, jeweils aus ihrer eigenen Sicht. Dies auch noch in zwei Zeitebenen. So können wir die Entwicklung der jugendlichen und erwachsenen Frauen beobachten und sie einen Teil ihres bewegenden Weges begleiten: Anna, angepasst, aber mit zwei Seelen in der Brust, mit zwei Seiten in sich, die ihr später das Leben als Schauspielerin leichter machen; Kamila, defensiv und ohne Selbstbewusstsein; Justyna, respektlos, unangepasst und kämpferisch. Wessen Päckchen schwerer zu tragen ist, kann nicht so ohne weiteres gesagt werden.

"Wir träumten jeden Sommer" ist ein recht gut gewählter Titel, wenn auch gänzlich anders als der amerikanische Originaltitel. Anna träumt von Polen, da sie in den USA lebt, aber die polnische Heimat liebt, Kamila träumt von ihrem Seelenverwandten Emil, dem Mann ihres Herzens, Justyna träumt von der Liebe, auch wenn sie den Umweg über fragwürdige Sexpartner nimmt. Als ihr dann die wahre Liebe begegnet - Pawel - währt dieses Glück nur wenige Jahre, denn, so beginnt der Roman, Pawel wird ermordet.

Die lose Verknüpfung der jungen Frauen, die sich etwas aus den Augen verloren haben, wird wieder aufgenommen. Sie beginnen jede, ihr altes Leben abzustreifen und ganz langsam ein neues Leben zuzulassen. Am Ende scheint es eine wirkliche Freundschaft zu sein, das offene Ende lässt Hoffnung zu.

So unterschiedlich die Frauen, ihre Familien und Sozialisationen sind, so unterschiedlich ist auch die Sprache, die D. Dominczyk bei den einzelnen Personen-Episoden anwendet. Bei Justyna war es mir persönlich oft zu derb und vulgär, gleichwohl jedoch absolut stimmig.

Interessant finde ich auch, wie die Töchter sich in ihren Müttern spiegeln und die daraus resultierenden Konsequenzen.

Verbindendes Element über den Roman hinweg ist die Liebe zu Polen, keineswegs unkritisch, aber nahezu eine zärtliche Liebe. D. Dominczyk schreibt einerseits schonungslos und doch mit viel Wärme für ihre Figuren.

Ein Buch für jene, die nicht nur seichte Wohlfühlunterhaltung haben wollen, sondern sich mit den unterschiedlichen Schicksalen für kurze Zeit auseinandersetzen wollen. In andere Lebensformen eintauchen wollen.
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am 28. März 2014
Dagmara Dominczyk hat ein polnisches Liebeslied geschrieben: "Wir träumten jeden Sommer".

Wie ein Liebeslied lässt sich dieses Buch von der in New York lebenden polnischen Autorin lesen. Man spürt die Liebe und die Verbundenheit zur polnischen Heimat auf jeder Seite.
Dagmara Dominczyk erzählt die Geschichten dreier junger Frauen, die aus demselben kleinen polnischen Dorf stammen. Beim Lesen merkt man, dass dies die einzige Gemeinsamkeit, trotz Freundschaft, zwischen den Frauen ist.
Dennoch finden sie immer wieder zu einander, auch dann, wenn Zeit und Distanz sie noch unterschiedlicher gemacht haben.

Sehr interessant ist der Aufbau des Romans. Aus den drei Perspektiven der jungen Frauen wird erzählt, abwechselnd in der Vergangenheit und in der Gegenwart.
Auch wenn man viel über Schmerz, Enttäuschungen und Verrat liest, wirkt dieses Buch nicht kitschig. Das Ende aber... Während man die ganze Geschichte mit einem polnischen Liebeslied vergleichen kann, könnte man das Ende wie die Versöhnungsmusik eines Hollywoodfilms empfinden. Man merkt, dass die Autorin schon fast ihr ganzes Leben in den USA gelebt und einen Beruf als Schauspielerin ausgeübt hatte, bevor sie Schriftstellerin geworden ist.

"Wir träumten jeden Sommer" ist aber ein gutes und lesenswertes Buch. Es erlaubt einen Blick in die polnische Seele, und zwar aus verschiedenen Standpunkten: von denen, die nichts anderes als die polnische Provinz kennen, von denen, die emigriert, und denen, die zurückgekehrt sind. Außerdem kann der Leser die Entwicklung der drei Hauptcharaktere beobachten und sich so ihre Verhaltensweisen erklären.

Trotz Versöhnungsmusik gegen Ende hat mir dieses Buch sehr gut gefallen, weil ich viel von dem bekommen habe, was ich erwartet habe, und was mit dem englischen Originaltitel sehr gut beschrieben wird: "The Lullaby of Polish Girls".
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am 26. März 2014
Die drei Mädchen Anna, Kamila und Justyna (13 J. alt) begegnen sich zum ersten Mal im Sommer 1989, als Anna bei ihrer Großmutter in Kielce, Polen zu Besuch ist. Anna ist mit ihren Eltern vor einiger Zeit nach New York ausgewandert. Dort fühlt sie sich jedoch immer noch fremd. So verbringt sie gerne auch in den nächsten Jahren immer einige Wochen im Sommer in Polen. Hier fühlt sie sich sehr wohl, im Kreise ihrer großen Familie. Und hier ist sie der Star - ein Mädchen aus Amerika! Die Freundschaft der Mädchen ist jedoch auch teilweise etwas problematisch, da vor allem Justyna doch etwas schwierig ist.

Das Buch startet jedoch im Jahr 2002, die Mädchen von damals sind jetzt junge Frauen, 26 Jahre alt. Die Kapitel wechseln dann immer zwischen 2002 und der Vergangenheit in Polen, wobei immer 3 Jahre zwischen den Besuchen von Anna liegen. Und dabei ist jedes Jahr immer jeweils aus der Sicht von Anna, Kamila, und Justyna geschrieben.

Im Jahr 2002 stehen alle jungen Frauen jedoch sehr deprimiert da: Anna lebt in einer unglücklichen Beziehung mit dem Amerikaner Ben, und sie scheint auch psychisch ein paar Probleme zu haben. Kamila hat Eheprobleme mit Emil, sie haben sich gerade getrennt. Und Justynas Mann wurde gerade ermordet, und so steht sie alleine mit ihrem Sohn da. Das ist dann auch der Anlass für die früheren Freundinnen wieder Kontakt zu einander aufzunehmen.

Zunächst fällt der Gegensatz zwischen der Vergangenheit und dem Jahr 2002 auf. Früher waren alle Mädchen eigentlich eher lebenslustig, jedoch sind ihre Lebensumstände nicht gerade rosig - entweder als Immigrantenkind wie Anna, oder unter den Umständen in Polen. Für mich waren die ganzen Schicksalsschläge so gehäuft doch etwas zu viel. Und das lässt die Frauen auch ein Stück weit resignieren. So ist die Stimmung doch sehr trostlos. Daher fand ich auch, dass das Cover mit dem himmelblauem Wasser, wo die Frauen so sorgenfrei die Sonne zu geniessen scheinen nicht zum Inhalt passt. Es ist eher ein sehr bedrückend wirkendes Buch. Die Sprache ist direkt und teilweise deftig. Mich schreckt das zwar nicht so ab, ich bin aber auch nicht so empfindlich was das angeht. Gestört haben auch die vielen polnischen Ausdrücke, die ohne weitere Erklärungen in den Text eingebaut waren.

Interessant fand ich den Aufbau, wie es zwischen Vergangenheit und Gegenwart und dann noch aus drei Perspektiven hin und her springt. Von der Stimmung jedoch ist es mir einfach zu trist und grau. Aber klar so kann das Leben leider auch sein, nur vielleicht kommt hier doch etwas viel zusammen.

Das Ende macht das Buch für mich wieder etwas runder, so bleibt doch noch Hoffnung. So scheinen die Freundinnen doch noch zusammen zu halten und sich gegenseitig zu unterstützen. Aber warum so spät? Mussten erst ihre Lebenspläne scheitern? Manchmal ist es ja so, dass man erst ganz unten ankommen muss, damit man merkt, dass man echt am Ende ist, um dann seine letzte Energie zusammen zu kratzen für einen Neustart.

Gut und schön, nur fand ich es nicht so unterhaltsam darüber zu lesen, wie das Leben einen echt fertig machen kann. Auch wenn es zum Schluss nicht ganz so trübsinnig ist wie die meiste Zeit über zuvor...
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am 25. März 2014
Anna, Kamila und Justyna kommen aus dem selben kleinen Ort in Polen. Wobei Anna mit ihren Eltern in die USA ging und jeden Sommer zu ihrer Oma zu Besuch kommt. Die drei ungleichen Mädchen erleben zusammen die Sommertage, wo es sich überwiegend um Jungs geht, die dann meist zu viel Alkohol getrunken haben. Der Roman erzählt abwechselnd aus Sichtweise der drei Frauen, und auch in entsprechenden Rückblicken, bis sich die Erzählstränge treffen.
Alle drei haben heute so ihre Probleme, Anna Karriere stagniert, ebenso ihre Beziehung. Kamila sieht endlich ein, dass ihr Mann sie zwar liebt, aber sexuell anders orientiert ist, und Justynas Mann wird ermordet. Aufgrund dieses Ereignisses nähern sich die drei alten Freundinnen wieder an.
Die Wahl der Autorin, die Geschichte aus Sicht er einzelnen Frauen zu schreiben und auch Gegenwart und Vergangenheit abwechseln zu schildern ist gut gelungen.
Die immer wieder eingefügten polnischen Wörter, Ausdrücke fand ich ohne entsprechende Übersetzung manchmal störend. Ich denke, dadurch fehlte dieses direkte Verständnis für das Polnische. Ich weiß auch nicht, ob der dauerhafte Konsum von Alkohol typisch ist, auch das ewige Gerauche fand ich nicht so gut.
Das Coverbild finde ich total irreführend, denn einen Roman über eine Freundschaft in der eventuellen Leichtigkeit des Sommers ist das hier definitiv nicht.
Die drei Frauen wurden mit ihren Problemen und ihrer Vergangenheit zwar geschildert, doch ich konnte mit keiner warm werden, für mich blieb es an der Oberfläche, ich konnte ihr Handeln nicht recht verstehen.
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am 24. März 2014
Roggenbrot, brennendes Heu, frische Wäsche und Würstchen so riecht Heimat für die New Yorkerin Anna Baran. Polen, das Land ihrer Kindheit. Damals hat sie mit der frühreifen, forschen Justyna und der nachdenklichen, sanften Kamila herrliche Nachmittage am See verbracht, Klamotten und Jungsgeschichten, Träume und Sehnsüchte bei einer Tüte Pommes geteilt, während aus dem Kassettenspieler "Forever Young" dröhnte. Die Welt war eine einzige große Verheißung. Doch jetzt, mit Anfang dreißig, sind ihre Träume geplatzt, Annas Leben und Liebe aus dem Ruder gelaufen, Kamilas Ehe mit ihrem Seelenfreund zerbrochen und als dann Justynas Mann ermordet wird, ist den Freundinnen klar: Wir kommen da durch, durchs Leben aber nur, wenn wir zusammenhalten.

Dagmara Dominczyks Debüt ist ein lebenspraller Sommertag, durchzogen vom Duft nach frischem Gras, ein großes Leuchten auf einem kühlen See. Sie erzählt berührend von drei starken Frauen, die gemeinsam der Unbill des Lebens trotzen und die auch kein Ozean auseinanderzubringen vermag.

Meine Meinung:

Drei Polnische Mädchen Anna, Kamila und Justyna träumen jeden Sommer von einem besseren Leben, sie freunden sich an, werden Erwachsen und schmieden Zukunftspläne. Doch wie es so häufig im Leben ist verlieren sie sich aus den Augen. Alle drei haben ihr eigenes Leben, dort sind die Freundinnen von früher schnell in Vergessenheit geraten, da alle drei ihre eigenen Probleme haben, besonders mit den Männern, aber auch mit ihren eigenen Zielen und mit sich selbst.
Sie suchen nach ihren Träumen, ihren Zielen, ihren Wünschen, das alles finden sie aber erst als sich die Freundinnen nach vielen Jahren endlich wiedersehen.

Dieses Buch ist kein leichter Sommerroman, dieses Buch ist eine tief bewegende Geschichte über die Freundschaft.
Man träumt mit den drei Freundinnen mit, man fiebert mit und fühlt mit ihnen. Die Autorin schafft es mit ihren wundervollen Schreibstil die Gefühle so rüber zu bringen als wäre man selbst eine der Freundinnen.

Mir hat dieses Buch sehr gefallen, ich habe es verschlungen und bin nur durch die Seiten geflogen.
Kurz um eine bewegende Geschichte über die Freundschaft, wie sie ist, wie sie war und wie sie sein wird, aber sie zeigt auch das wahre Freundschaft Berge versetzten kann.
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am 18. März 2014
Nach langer Zeit kehrt Anna 1989 in ihre alte Heimat in Polen zurück. Dort besucht sie ihre Verwandten, doch das ist noch nicht alles. Sie lernt dort in diesem Sommer Justyna kennen. Ein Jahr später schließt Kamila sich den beiden an. Eigentlich kann Kamila Justyna nicht leiden aber sie schaffen es trotzdem irgendwie Freundinnen zu werden. Gemeinsam verbringen die Freundinnen einige wundervolle Sommer in Polen.

Die eigentliche Geschichte um die drei Frauen spielt sich im Jahr 2002 ab. Anna fühlt sich einsam, ihre Beziehung mit ihrem Freund Ben ist nicht mehr, die die sie früher einmal war. Dann ist da auch noch ihr Vater, der immer wieder mit Selbstmord droht.
Kamila flieht aus Polen, da ihr Mann sie über Jahre hinweg mit einem anderen Mann betrogen hat.
Justyna weiß nicht mehr weiter. Ihr Mann wurde vom Freund ihrer Schwester umgebracht.

Zwischen den Kapiteln, die im Jahr 2002 spielen gibt es immer wieder Rückblenden aus früheren Jahren. Darin erfährt man, wie die drei Freundinnen ihre Kindheit und ihre Jugend verbracht haben. Außerdem wird einem klar, was dazu geführt hat, dass die drei sich so aus den Augen verloren haben.

Eigentlich könnten die drei Frauen unterschiedlicher nicht sein. Jede von ihnen lebt ihr eigenes Leben mit seinen Höhen und Tiefen und doch müssen sie hin und wieder an früher denken.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr einfach und klar strukturiert. Durch die Rückblenden lernt man die einzelnen Charaktere besser kennen und sie auch ein bisschen besser verstehen. Ich konnte mich während des gesamten Buches gut in die Frauen hineinversetzen und mit ihnen fühlen.

Beim Blick auf das Cover würde man vermuten, dass es sich um ein typischen Sommerroman handelt, was es aber nicht wirklich ist.
Ich hätte allerdings am Anfang des Buches nicht gedacht, dass mir die Geschichte so gut gefallen würde.
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TOP 500 REZENSENTam 17. März 2014
Pain more painful/ Laughter much louder/ When I was young: So die Animals in ihrem wunderbaren Song - und auch auf die Jugend von Anna, Justyna und Kamila passen diese Worte gar trefflich!

Anna hat es geschafft - sie lebt in New York. So sehen es zumindest die Gleichaltrigen in ihrer polnischen Heimatstadt Kielce, in der sie nach langen Jahren der Abwesenheit 1989 erstmals wieder auftaucht. Alle finden sie toll, alle Mädchen wollen mit ihr zusammensein und - noch besser - die Jungs machen ihr Angebote, wie sie das aus den Staaten gar nicht kennt. In den Jahren danach verbringt sie die Sommer bei ihrer Großmutter und freundet sich mit der leichtsinnigen, lebenslustigen und oberflächlichen Justyna und der tiefgründigen, zurückhaltenden Kamila an - die drei leben für ihre Sommer. Bald schon aber werden sie vom Ernst des Lebens eingeholt und finden 2002 nach langen Jahren der Trennung und des Auseinanderlebens wieder zueinander.

Obwohl die Sprache des Romans direkt, teilweise gar derb ist, beinhaltet er durchaus poetische Elemente. Eine Botschaft? Nun, die Botschaft ist die Atmosphäre einer Freundschaft und der Entwicklung der drei Protagonistinnen. Ein durchaus ungewöhnlicher Roman, für den man allerdings bereit sein, zu dem man durchdringen muss. Es schadet nichts, ihn zu lesen, um ein wenig von der Mentalität der polnischen Provinz aufzugreifen, dem politischen und gesellschaftlichen Wandel, der eigentlich wenig Hoffnung beinhaltete. Für mich sind hier sowohl Polen als auch die Staaten sehr greifbar, obwohl von der Landschaft, der Umgebung kaum berichtet wird. Aber die Autorin versteht es, mit wenigen Worten eine Atmosphäre zu schaffen. Trotzdem fehlt hier vieles, sehr vieles - das Buch wirkt ein bisschen wie ein unfertiges Manuskript, wie eine Übung, wie die Vorbereitung auf etwas weitaus Größeres. Und das traue ich der Autorin, so wie ich sie hier kennengelernt habe, durchaus zu.

Es spricht - und das ist für mich zutiefst nachvollziehbar, da ich in einer ähnlichen Situation bin - die Sehnsucht der Autorin nach ihren Wurzeln aus jeder Zeile, das Nicht-Loslassen-Können bzw. -Wollen. Insgesamt ein gekonnt geschriebener, durchaus anspruchsvoller, kluger und sehr reflektierter, trotzdem irgendwie belangloser kleiner Roman, der mir wohl nicht allzu lange im Gedächtnis bleiben wird.
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am 17. März 2014
Dagmara Dominczyk's Roman "Wir träumten jeden Sommer" vermittelte mir anfangs eine völlig andere Handlung, als die, die mich im Buch erwartete.

Protagonistinnen sind die 3 jungen Polinnen Anna, Kamila und Justyna, die sich im Alter von ungefähr 13 Jahren anfreunden. Gemeinsam liegt ihr Ursprung und ihre Heimat im kleinen polnischen Örtchen Kielce. Anna's Familie flüchtet aber bereits während iherer frühen Kindheit nach Amerika, Kamila und Jusytna können sich eigentlich nicht leiden, einzig die "Amerykanka", die Amerikanerin Anna, verbündet sie und macht sie mehr oder minder zu Freundinnen.

Das Buch beginnt im Jahr 2002. Das Leben der 3 Freundinnen ist aus den Fugen geraten, jede muss selbst mit ihrem derzeitigen Schicksal klar kommen. Anna lebt in einer Beziehung, die nach einer Abtreibung zerbrochen ist, Kamila erwischt ihren Ehemann mit einem gemeinsamen besten Freund im Bett und flüchtet von Polen nach Amerika, zu ihren Eltern, die die Realität des Amerikanischen Traumes leben und Justyna muss ihren Ehemann beerdigen, der von dem Freund ihrer Schwester erstochen wurde.

Das Buch beginnt melancholisch, chaotisch, voller Wut und Verzweiflung. Das komplette Gegenteil also zu dem wunderbar freundlichen Cover.

Wir springen hin und her, beginnend, wie schon erwähnt, im Jahr 2002, danach folgt eine Rückblende ins Jahr 1989, dem Sommer, in dem die Bande der Freundinnen geknüpft werden.
Die eigentliche Handlung hält sich immer 2002, doch die Rückblenden machen deutlich, dass die Treffen von Anna, Kamila und Justyna zwar stets vertraut sind, aber zeitlich immer größere Abstände nehmen.

Der Autorin ist es gelungen, 3 völlig unterschiedlichen Charakteren mit Hilfe von 3 sehr verschiedenen Schreibstilen Leben einzuhauchen.
Das Direkte und Derbe der Sprache, das mich anfangs begeisterte, langweilte mich aber irgendwann. Trotz einiger Entwicklungen innerhalb der Handlung, blieben charakterliche Entwicklungen meist auf der Strecke.
Während ich "Wir träumten jeden Sommer" gelesen habe, hatte ich den Eindruck, sowohl Titel als auch Cover hätten mit dem eigentlichen Buch nichts zu tun. Erst als ich es ausgelesen hatte, erschloss sich mir die tiefe Bedeutung sowohl des Titels, als auch des Covers.
"Wir träumten jeden Sommer" Natürlich! Alle 3 Protagonistinnen waren nie wirklich zufrieden mit ihrer Gegenwart. Justyna war stets vorlaut, in ihrem Inneren jedoch unzufrieden, vielleicht auch unsicher und ständig bemüht, respektiert und geliebt zu werden.
Anna, die von jedem in Kielce begehrt und angehimmelt wurde, wollte mehr so sein wie Justyna. Begehrenswert und vor allem beliebt bei den Männern.
Kamila war die Stille. Sie war insgeheim begeistert von Justynas Selbstbewusstsein und ihrer Direktheit, wollte ebenfalls so sein wie sie, konnte aber mit den Schranken ihres Charakters ihrer Unsicherheit nicht brechen. Sie war mir die Sympathischste der drei Freundinnen.
Alle 3 träumten von einem anderen Leben. Jeden Sommer auf's Neue.

Obwohl ich das ganze Buch über angewidert von Justynas Oberflächlichkeit war, so war sie schlussendlich doch diejenige, die mich am meisten überraschte. 3 Zitate schrieb ich mir aus diesem Buch, die ich in Erinnerung behalten wollte. 2 davon stammen von Justyna.

Etwas schade fand ich, dass die Autorin die landschaftliche Schönheit
Polens fast vollständig außer Acht gelassen hat, dem Leser aber im Buch
den Eindruck vermittelte, die gesamte polnische Bevölkerung hätte ein
Alkoholproblem.

Offen gestanden hatte ich so meine Probleme mit diesem Roman. Er riss mich nicht wirklich mit, aber das muss nichts schlechtes bedeuten. Ich hatte erwartet, dass "Wir träumten jeden Sommer" ruhig anfängt und im Verlauf immer lauter wird. Stattdessen fing es bereits laut an und wurde nicht leiser. Dies ist weder ein typischer Frauenroman, noch ein typisches Sommerbuch. Es ist ein Roman, der 3 junge Polinnen durch ihre Schicksalsschläge begleitet. Eine Botschaft hat Dominczyk's Debüt nicht, und das ist meiner Meinung nach auch überhaupt nicht schlimm. Dieser Roman spiegelt schlicht das Leben wider. So hart und aussichtlos, wie es manchmal ist. Es braucht keine besondere Botschaft, denn die ist für jeden Menschen anders. So wie jedes einzelne Leben und jedes Schicksal verschieden ist.

Ein schlichter Roman, der durch viele polnische Begriffe und Redewendungen aufgewertet wird. Sie verleihen dem Buch einen sehr eigenen, ganz besonderen Touch, geben aber so manches Mal keinen Aufschluss über die jeweilige Situation.
In jedem Fall aber ein Roman, der auf den ersten Blick nicht aus der Masse heraus sticht, auf den zweiten Blick aber nicht zu den gewöhnlichen Frauenromanen zählt.
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am 30. Juli 2014
Wir träumten jeden Sommer
Dieses Buch ist ein absolutes Highlight für mich. Ich habe jede Zeile der Erzählung genossen, und ich werde es ganz sicher nochmals lesen!
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