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Kundenrezensionen

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am 1. Juli 2014
Nun gut - ich habe mich dann doch entschieden, hier meine Rezension beizusteuern und zwar deswegen, weil ich einige der extrem schlechten Bewertungen, die ich lesen durfte, so ganz und gar nicht teilen kann. Ich werde versuchen, nicht zu sehr auf den Inhalt einzugehen. Das ist ja in den Vorgängerrezensionen schon ausgiebig passiert und ich möchte auch nicht zu viel verraten, weil es sicherlich die ein oder den anderen gibt, der das Buch noch lesen möchte. Und da sind wir auch schon beim Thema: "den anderen (steht für männlich)". Wahrscheinlich unterscheidet sich meiner einer in erster Linie dadurch von einem Großteil der anderen hier, weil ich ein Mann bin (guckt nicht so - für einen schwulen Kerl ist das nicht so ungewöhnlich, dass er auch Frauenromane liest) und ich habe die 40 bereits überschritten, was dann wohl für einige bedeutet, dass ich mich langsam mal auf die Suche nach einem Sarg machen kann, oder? Ich seh das allerdings nicht nur ein bisschen, sondern komplett anders! Und das prägt auch meine Meinung zur Story. Da dieser dritte Teil tatsächlich mehr denn je ein Roman für das weibliche Geschlecht ist und wie schon von anderen hier erwähnt, viele der einst wichtigen Nebencharaktäre nur noch sporadisch (und manchmal etwas unpassend) auftauchen, ziehe ich dennoch einen Stern ab. Die Geschichte wird zumindest wenig Raum für eine Verfilmung lassen, da einst wichtige Personen einfach nicht mehr oder zu wenig vorkommen.
Ansonsten muss ich sagen: BRIDGET eben! Wie sie leibt, liebt und lebt. Ich habe mich fast genauso gut amüsiert, wie bei den ersten beiden Bänden und natürlich kann man hier nicht wirklich etwas innovativ Neues erwarten. Aber will man das überhaupt? Ich für meinen Teil wollte auf jeden Fall keinen alltäglichen Erziehungsratgeber oder eine Story lesen, wie man sie z. B. von Susanne Fröhlichs Andrea Schnitz kennt - das hatten wir auch schon alles zur Genüge. Ich wollte mich amüsieren und das habe ich auf jeden Fall. Und warum stellt man überhaupt in Frage, ob sich eine 51-jährige Frau so verhalten darf? Ähm, hallo?! Wie verhält sie sich denn? Wie eine 51-jährige Witwe mit zwei Kindern, von denen eines seinen Vater nie bewusst kennenlernen konnte. Wie jemand, der Sorgen, Nöte und Bedürfnisse hat und nebenbei ein wenig unkoordiniert und tollpatisch ist! Wieso sollte sich unsere Hauptfigur also nicht so verhalten - sie ist schließlich Bridget. Man darf dabei nicht vergessen, dass bestimmte Eigenschaften und vor allem Charakterzüge von jedem von uns nicht einfach mit dem Alter verschwinden und eine Bridget Jones ohne ihre Gewichtsprobleme, Männerprobleme und das geordnete Chaos, wäre nun mal keine Bridget Jones! Das wäre für mich z. B. dann ein Grund, das Buch schlechter zu bewerten! In diesem Fall wäre sie nicht mehr authentisch!
Im Zeitalter von Toyboy & Co. ist die Liebelei mit Roxter auch nicht so wirklich außergewöhnlich und meines Erachtens auch nicht peinlich. Im Gegenteil - sie spiegelt genau das wieder, was in der Realität heute Alltag ist. Nicht nur Männer dürfen jüngere Frauen haben, nein - wir leben im Jahr 2014 (oder 2008-2013 im Buch) - da geht das auch umgekehrt! Wer hätte das gedacht?!
Und dann darf man nicht vergessen, dass es im Buch auch noch eine Figur namens Scott Wallaker gibt, die einen durch die ganze Geschichte immer mal wieder kurz im Hintergrund begleitet. Was sich dann im Finale abzeichnet, war für mich relativ schnell klar und eigentlich hatte ich auch genau das erwartet! Jetzt könnte man sich darüber streiten, ob man die Endsequenz diesbezüglich nicht hätte länger gestalten können (ist gerade mal eine Seite im Buch), aber dann wären wir bei "Schokolade zum Frühstück". Ich denke, Helen Fielding wollte hier nur dafür sorgen, dass Bridget am Ende der Geschichte gut aufgehoben und glücklich ist. Alles in allem finde ich die Geschichte stimmig und natürlich haben sich einige von uns vielleicht ein bisschen mehr erwartet. Dennoch kann ich das Buch uneingeschränkt jedem empfehlen, der Lust hat, einfach mal wieder eine lustige, unkomplizierte Geschichte zu lesen. In diesem Sinne....
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am 7. März 2015
Musste diese Fortsetzung unbedingt sein? JA! Aber warum musste Mark Darcy unbedingt sterben? Keine Ahnung! Auch nachdem ich den Roman gelesen hatte, konnte ich mir darauf keinen wirklichen Reim machen. Nicht mal Rückblenden hat sie den Leserinnen gegönnt. Trotzdem ist die Geschichte wirklich witzig. Nach dem eher schwachen 2. Band, hat die Autorin nach über 10 Jahren wieder zu ihrer alten Form gefunden. Bridget (50+) liegt wie immer voll im Trend. Sie twittert und hält sich einen 20 Jahre jüngeren Toyboy (30). Sie hat zwei kleine Kinder, eine Putzhilfe und eine Nanny. Arbeiten muss sie nicht, trotzdem versucht sie sich an einem Drehbuch. Man begleitet Bridget durch ihren Alltag mit den Kindern, ihren alltäglichen Peinlichkeiten und der Trauer um ihren Mann. Die Geschichte hat keinen tieferen Sinn, ist aber wahnsinnig witzig (wenn man mal von der traurigen Tatsache "Mark Darcy" absieht). Es gibt ein Wiedersehen mit Bridgets Freunden - Jude, Shazzer und Tom - uuuund natürlich auch mit Daniel Cleaver, in Form des Patenonkels. Geschrieben wurde die Geschichte erst in der Gegenwart, ist dann in die Vergangenheit gewechselt (kurz nach Marks Tod) und dann wieder zurück in die Gegenwart. Im Grunde vor und während ihres Techtelmechtes mit dem Toyboy.

"Und wenn die Leute beim Lesen so viel lachen wie ich beim Schreiben, ist wirklich jeder rundum glücklich!"
Helen Fielding

Mich hat Helen Fielding mit diesem 3. Band überzeugt und mir ein paar "glückliche" Stunden beschert.
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am 26. Januar 2015
Ich habe mir von dem Buch mehr erhofft - gerade weil die Vorgänger doch sehr lustig und gut geschrieben waren. Da konnte man noch mit Bridget mitfiebern.

Der jetzige Teil ist eher ein totaler Reinfall. Ich finde ihn nicht lustig und auch nicht spannend (habe ehrlich gesagt nach knapp 30% aufgehört zu lesen, weil ich mich so über die Darstellung von Bridget aufgeregt hab).

Wenn ich könnte, würde ich mein Geld zurück verlangen. Über diese (unnötige) Geldausgabe ärgere ich mich. Von dem Geld hätte ich bestimmt ein besseres Buch gefunden.

Sehr schade. Da hätte man nämlich definitiv mehr draus machen können.
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am 10. Mai 2014
Ich sag's mal so: es ist nicht Fisch und nicht Fleisch.
Nachdem ich mir Schokolade zum Frühstück sicherlich zum 15. Mal durchgelesen habe (ein Buch, das ich mindestens einmal im Jahr lese, teilweise sogar schon innerhalb einer 6-stündigen Autofahrt von Anfang bis Ende verschlungen habe) und mich nach all den Spoilern geweigert habe, es zu lesen, stand ich nun am Ende meiner Urlaubsreise am Flughafen vor dem Bücherregal und entschied mich dann doch lieber für "leichte Kost", statt Stieg Larsson fürs Flugzeug. Die Neugier hat wohl dann doch gesiegt.

Ich finde das Buch inhaltlich nicht schlecht. Ich bin zwar gerade halb so alt wie Bridget und fühle mich ihrer Mitt-Dreißiger Probleme viel näher und bin sicherlich nicht in der selben gegenwärtigen Lage, aber ich kann ihre Gefühle durchaus nachvollziehen, nicht wie einige meiner Vorredner. Unglücklich nach dem Tod des Mannes Mark (meine liebste fiktive Figur überhaupt!), unzufrieden mit dem eigenen Gewicht, unsicher, da sie in ihrem Leben nicht recht vorankommt und keinen Halt hat. Ihre Freunde versuchen sie mit skurilen Mitteln wieder zurück ins soziale Leben zu holen und sie verliebt sich in einen Mann, der ihr eigener Sohn sein könnte. Ich denke schon, dass Themen angesprochen werden, die nicht nur Dreißigjährige, sondern auch Fünfzigjährige gleichermaßen betreffen - Diäten, Kindererziehung, Datingprobleme, Süchte (ja, auch Social Media gehört dazu!). Das Leben hört ja nicht mit 40 auf und man wird plötzlich wie die eigene Elterngeneration - ich sehe es ja an meinen eigenen. Zugegeben, das Ende war ein bisschen erzwungen und klingt ein bisschen nach Seifenoper.

Ich finde das Buch hinsichtlich des Schreibstils schlecht. Mir fehlt einfach die Spritzigkeit der ersten beiden Teile, die locker leichte Art, Datingprobleme seiner Zeit und die Eigenartigkeiten der britischen Gesellschaft zu thematisieren und auf den Arm zu nehmen und gleichzeitig ein Tagebuch für die alltäglichen Problemchen der Protagonistin zu sein, die einem ein Lächeln auf die Lippen zauberten. In diesem Buch hier geht vieles verloren. Vielleicht liegt das auch an der deutschen Übersetzung, aber vielmals frage ich mich, ob ich nicht ein und den selben Tag wieder und wieder lese (und täglich grüßt das Murmeltier). Viele Passagen hätte man vielleicht auch weglassen können, dafür andere ausbauen können. Einzig eine Stelle hat mich wirklich berührt, nämlich als Bridget Mark einen Brief geschrieben hat (hatte sogar Tränen in den Augen). Ja es ist ein echtes Tagebuch geworden. Ein Tagebuch mit alltäglichen, aber für die Spannung eines Romans eher untauglichen Problemen einer Single-Mutter und reichen Witwe.
Mit den Jahren verändert sich der Schreibstil nunmal, aber Helen Fielding sollte besser wissen, wie man den Spannungsbogen in einem Roman aufbaut.

3 Sterne also für ein Buch, das mich nicht wirklich vom Hocker reißt, mich aber doch ab und an mal zum Lachen und zum Weinen brachte. Ich denke, dass das Buch ohne das "Gütesiegel" Bridget Jones wahrscheinlich niemanden hinterm Sofa hervorgelockt hätte und wir alle nur wissen wollten, wie es bei Bridget, Mark und ihren Freunden weitergehen würde. Ich verstehe auch, das viele Leute (mich eingeschlossen) enttäuscht über den Fortgang der Geschichte sind, doch ein dritter Aufguss von Trennung und Versöhnung bei den Darcys wollte ich auch nicht lesen.
Mir wäre es lieber gewesen, Helen Fielding hätte das Buch nicht unter dem Namen herausgebracht, sondern eine komplett neue Welt geschaffen - es hätte niemand gemerkt. Die Charaktere sind ihrem früheren Ich soweit entrückt, dass sie auch jemand vollkommen neues sein könnten und das hätte das Buch vielleicht besser gemacht. Doch so klingt es - leider - nur nach einer erzwungenen Fortsetzung, um die Fans zu bedienen, ohne Herzblut in das Schreiben einfließen zu lassen.
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am 8. Oktober 2014
...ist nicht das Eliminieren unserer Lieblingsfigur. Ich habe beide Vorgänger gelesen und geliebt. Und als ich hörte, dass Mr. Darcy stirbt, war ich entsetzt. Aber ich wollte den dritten Teil lesen (dies ist wohl der einzige Grund, aus dem dieser Teil überhaupt herausgegeben wurde, man stopfe 500 Seiten mit Buchstaben voll und benutze dazu einen bereits beliebten Charakter, der einen größeren Fankreis besitzt). Einen Stern gebe ich, weil ich manchmal dachte, es könnte tatsächlich etwas werden. Aber Bridget ist in diesem Teil die unrealistischste Person aller drei Teile. War sie in den Vorgängern noch liebenswürdig tollpatschig, so ist sie nun eine Chaos Mum im Extremen. Selbst ihre Kinder haben mehr Verstand als sie selbst. Ihre Freunde und sie sind null weiterentwickelt und plagen sich allesamt als Singles oder vorzugsweise als Geschiedene oder Verwitwete in der modernen Zeit von einem "Flachwichser" (wie sie ihre Männer teils selbst benennen) zum nächsten. Auch ihr Beruf ist in keiner Weise ernst zu nehmen oder nur nachvollziehbar. Sogar ihre scheinbar feministische Einstellung, die sie immer wieder erwähnt, vermisse ich im gesamten Buch. Frau Fielding könnte sogar noch einen vierten Teil über Bridget schreiben, einen fünften und sechsten...mehr vermasseln geht kaum.
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Bridget Jones ist inzwischen 51 Jahre alt, alleinerziehende Mutter von den zwei reizenden, aber anstrengenden Kindern Billy und Mabel und Witwe. Seit 4 Jahren ist sie nun allein und sie scheint in ihrem Leben gescheitert zu sein. Keinen Job, irgendwie auch keine Perspektive.
Da besinnt sie sich, dass sie ja noch ein angefangenes Drehbuch zu liegen hat und macht sich an die Arbeit, es zu überarbeiten.
Sie ist trotz der Kinder einsam, kein Mann an ihrer Seite, kein Sex.
Da meldet sie sich eines Tages bei Twitter an und lernt den netten Roxter kennen. Die Sache hat nur einen Haken, Roxter ist 20 Jahre jünger als sie. Hat solch eine Beziehung überhaupt eine Chance? ...

Mark lebt nicht mehr, Bridget ist seit ein paar Jahren Witwe, was sie noch immer schüttert. Er war die Liebe ihres Lebens und er fehlt, fehlt so sehr, dass es weh tut. Aber sie muss sich zusammenreißen, sind da doch ihre Kinder Billy und Mabel, die ihre Mutter brauchen.
Aber auch Bridget braucht ein wenig Liebe und die versucht sie nun zu finden, indem sie sich bei Twitter anmeldet.
Sie lernt Roxter kennen, der leider viel zu jung für sie ist, aber sie lassen sich trotzdem auf eine Beziehung ein. Er ist ihr Toyboy und mich erinnerte das immer an die Toyboys von Madonna, so dass ich da immer ein Bild vor Augen hatte.

Bridget gelingt es auch in Band drei, von einer Katastrophe in die nächste zu schlittern, immer frei nach dem Motto, wo ist das nächste Fettnäpfchen.
Sie ist noch immer liebenswert in ihrer Art.
Aber sie wirkt auf mich auch ein wenig naiv. Mit 51 Jahren sollte man den Ernst des Lebens eigentlich auch erkannt haben und nicht alles durch die rosarote Brille sehen. Sie erscheint mir in vielerlei Hinsicht als blauäugig, als unwirklich.

Was mich richtiggehend im Buch genervt hat, waren diese wiederholten Aufzählungen der hinzugekommenden bzw. verschwundenen Follower auf ihrem Twitteraccount. Jeder Tag brachte neue Bewegungen auf dem Account, der mitgeteilt werden musste.

Bridget Jones ist wieder da. Wie habe ich mich gefreut, dass es eine Fortsetzung mit der liebenswerten, etwas schusseligen und chaotischen Protagonistin geben sollte. Aber ich bin wohl mit zu großen Erwartungen an dieses Buch herangegangen.
Bridget ist sich selbst treu geblieben, die Eigenarten, die man schon in den Vorgängebänden lieben lernte, hat sie beibehalten, man erkennt sie sofort wieder. Doch es sind viele Jahre ins Land gegangen. Sie muss sich um 2 Kinder kümmern, die sie brauchen. Aber ihr Gemüt ist noch das von vor fast 20 Jahren. Sie scheint nicht gereift zu sein, macht dieselben Fahler wie vor 20 Jahren und kommt mir nicht vor, als wäre sie älter und reifer geworden. Es scheint, als wäre die Zeit an ihr vorbei gerast, ohne Spuren oder Erkenntnisse hinterlassen zu haben.

Als Leser wird man lange im Unklaren gelassen, wie Marc gestorben war. Ich dachte immer, ich hätte es überlesen, aber die Informationen zu seinem Tod erfährt man wirklich sehr spät.
Ich bin mit dem Buch leider nicht wirklich warm geworden, die Story plätscherte so vor sich hin und verlor sich irgendwo.

Ich habe sehr lange überlegt, welche Bewertung ich dem Buch geben soll. Meine Einschätzung schwankt zwischen 3 und 4 Sternen, aber da wir keine halben Sternevergeben, gilt hier wieder, zugunsten des Angeklagten.
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Mittlerweile ist Bridget 51 Jahre alt und Mutter zweier kleiner Kinder, die ihre volle Aufmerksamkeit einfordern. Als Alleinerziehende gestaltet sich das selten einfach, allein schon die Kinder morgens pünktlich zur Schule zu bringen, scheint eine unlösbare Aufgabe für die Chaos-Queen. Aber natürlich ist das nicht das einzige Problem, welches Bridget hat, ganz zu schweigen von ihrem Gewicht, welches gewohnt Berg- und Talbahn fährt. Viel schlimmer ist – zumindest aus Sicht ihrer Freunde – dass Bridget nun schon seit 4 Jahre Single ist. Das geht ja mal gar nicht. Also erhält Bridget Nachhilfe in Sachen Flirten, was natürlich auch erst einmal in einem Desaster endet. Aber Twitter sei Dank lernt Bridget ihren Toyboy Roxster kennen – 20 Jahre jünger als sie und überaus knackig.

Auch der dritte Band ist in Tagebuchform geschrieben und man fühlt sich erst einmal wieder wie zu Hause bei Bridget und ihren Problemen. Doch irgendwann fragt man sich ernsthaft, habe ich es hier wirklich mit einer 51-jährigen Frau zu tun? Ok, dass Bridget hoffnungslos überdreht und unorganisiert ist erwartet man ja schon, aber eigentlich hatte ich auch erwartet, dass sich die Figur der Bridget im Verlauf der Jahre ein wenig weiterentwickelt hätte.

Lange Phasen des Buches hatte ich jedoch das Gefühl, es mit einem durchgeknallten Teenager zu tun zu haben. Wenn Helen Fielding ihre Geschichte rund 10 – 12 Jahre in die Zukunft verlegt hätte und anstelle Bridget deren Tochter Mabel als Protagonistin genommen hätte, dann wäre die Geschichte überzeugend gewesen. Aber so?! Bridget kontrolliert ihre Twitter-Followers gefühlte 1.000 Mal am Tag. Anfangs lassen die Follower auf sich warten und gleich fühlt sie sich unpopulär und nimmt an, dass die gesamte Twitter-Welt über sie herzieht. Hat sie dann endlich Follower und hinterlässt einen Tweet, woraufhin einige wieder abspringen, ist sie totunglücklich, zerfließt vor Selbstzweifel und stopft infolgedessen haufenweise Reibekäse in sich hinein. Natürlich muss dies auch sofort ihren Freunden gesimst werden, wobei man sich noch das ein oder andere Gläschen Wein als Tröster gönnen kann. Ohne Handy kann sie sowieso nicht leben, selbst bei wichtigen Konferenzen, muss sie sekündlich auf ihr Handy schauen und die unwichtigsten Dinge simsen. Was bei der Bridget der ersten beiden Bände noch charmant und liebenswert war, wirkt jetzt einfach nur unreif und überzogen.

Beim ersten und zweiten Band habe ich mit Bridget mitgelitten und mich mit ihr gefreut, dieses „Eintauchen“ in eine Figur entfiel dieses Mal fast völlig. Einfach und allein aus dem Grund, weil das Verhalten von Bridget die meiste Zeit absolut nicht mit dem einer 51-jährigen Frau zusammenpasst. Soll nicht heißen, dass Bridget jetzt wegen ihres reiferen Alters plötzlich ernsthaft, vernünftig oder gewissenhaft sein müsste, weniger chaotisch und nicht mehr fünfmal am Tag meterdick in ein Fettnäpfchen stapfen darf. Nein, natürlich nicht, dass wäre nicht Bridget, aber dieses überkandidelte, überdrehte, teeniehafte Verhalten passt halt einfach nicht und wirkt in keiner Weise überzeugend.

Es gibt dennoch einige witzige Szenen, bei dem der Charme der beiden Vorgänger durchblitzt, doch lange Zeit bleibt der Unterhaltungswert seitenweise auf der Strecke. Allerdings wird Bridget auf den letzten 100 Seiten dann doch immer präsenter, ihr Verhalten wirkt glaubwürdig und bedeutend reifer. Und auch, wenn der Schluss schon lange vorhersehbar ist, hat mich dieser Entwicklungsprozess dann doch wieder mit Bridget versöhnt.

Fazit: Über lange Phasen agiert Bridget wie ein durchgeknallter Teenager, was oft nervig ist, am Ende entdeckt man dann aber doch noch eine gereifte Chaos-Queen.
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am 19. Juni 2016
"Bridget Jones - Verrückt nach ihm" ist ein echter Hörgenuss, obwohl es natürlich nervte komplette Twitternachrichten oder E-Mails vorgelesen zu bekommen. Manchmal war dieses wirklich zuviel der Reizüberflutung und nahm dem Hörbuch ein klein wenig seines Charmes. Bridget ist immer noch so herrlich amüsant wie eh und je, obwohl natürlich auch der Verlust von Mark Darcy seinen Platz findet. Bridget ohne Mark? Kann das gut gehen? Es kann, denn Daniel Cleaver ist mit am Start und sorgt für echtes Chaos, obwohl es dieses Mal eher Freundschaft ist, was Bridget und Daniel verbindet. Natürlich wird er auch als Babysitter missbraucht, damit Bridget freie Fahrt für die eine oder andere Liebesnacht Hat. Bridget fühlt sich ungeliebt und versucht einiges, um in Liebesdingen nicht einzurosten. Sie neigt wie eh und je zu Übertreibungen, aber das ist letztendlich, was ich an ihr schätze, denn dadurch wirkt sie authentisch und nicht so aufgesetzt, wie manch andere Frauen im Hörbuch präsentiert. warum sollte Bridget sich auch verändern, wenn es genau das ist, was ich hören will? Charmantes Chaos, inklusive Gewichtsab - und zunahme.
Die Stimme von Ranja Bonalana ist mir durch die Filme wohlbekannt und ich gestehe ich liebte es, da ich Bridget einfach toll finde. Ich freue mich unheimlich auf den neuen Kinofilm, schon alleine daher, weil ich Colin Firth und Mark Dempsey als potentielle Väter ganz entzückend finde. Darum soll es hier aber nicht gehen, denn im Hörbuch hat Bridget die Frage nach der Vaterschaft schon geklärt und ist verwitwet, was anfänglich wirklich beklemmend ist. Bridget lässt Trauer zu und öffnet sich vorerst nicht gegenüber dem anderen Geschlecht, was sich dann aber wandeln kann und echte Lachanfälle auslöst. Bridget ist urkomisch, auch wenn sie dies eher unbewusst ist. Ihre Gedanken und Handlungen sind einfach nicht immer nachvollziehbar. Eine veränderte Bridget hätte mir aber nicht gefallen, da ich hoffte, mich köstlich zu amüsieren. Hier und da schwächelt die Story zwar, aber letztendlich bot "Bridget Jones - Verrückt nach ihm" mir echte Unterhaltung. Die vielen kleinen und großen Überraschungen sprechen für das Hörbuch, denn das Ende ist wirklich unerwartet. Von mir eine Hörempfehlung an eine chaotische, liebenswerte Frau, die mich hier und da an mich selbst erinnert, aber nur in ganz, ganz kleinem Maße ☺
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am 28. Mai 2016
Als ich damals "Bridget Jones - Verrückt nach ihm" das erste Mal im Laden sah, war ich erstmal ziemlich verwirrt und auch ziemlich überrascht. Denn wenn es eine Reihe gibt, von der ich keine Fortsetzung erwartet hätte, dann wohl diese. Die ersten zwei Teile wurden ja vor einer gefühlten Ewigkeit veröffentlicht, weshalb ich sie gar nicht mehr richtig auf dem Schirm hatte. Meine Begeisterung hat sich in Grenzen gehalten und eigentlich wollte ich diesen dritten Teil boykottieren. Das lag aber in erster Linie an dem Trailer zum neuen Film Bridget Jones' Baby, der mir so überhaupt nicht zugesagt hat. Jedoch kommt hier das große Aber - denn erfreulicherweise habe ich fetsgestellt, dass der Film und der Roman nichts gemein haben. Also wollte ich dem Ganzen eine Chance geben. Und im Endeffekt bin ich auch recht froh darüber.

Klar hat es mich extrem aufgeregt und deprimiert, dass Mark tot ist. Schließlich waren die beiden auf ihre verschrobene Art und Weise das perfekte Paar nach dem Topf-und-Deckel-Prinzip. Und dass man gleich zu Beginn erfährt, dass Bridget einen Toy Boy hat (sie ist ja jetzt in ihren 50ern), hat mich auch eher skeptisch gestimmt. Wider erwarten mochte ich jedoch Roxter als Person, weil er witzig und locker ist, Bridget nicht nur ausnutzt, sondern sie wirklich mag, und sie wieder zurück ins Leben holt. Die zwei sind einfach süß zusammen und geben sich ernsthaft Mühe, sich gegen jegliche Vorurteile und blöder Kommentare von Außen zu behaupten. Ob sie es tatsächlich schaffen, verrate ich nicht, aber so viel sei gesagt: das Ende ist ganz anders, als man es auf den ersten Seiten vermutet hätte.

Erzählt wir die Geschichte in typischer Bridget- bzw Fielding-Manier, die ich prinzipiell gerne mag. Es sind Tagebucheinträge, die vor (Selbst-) Ironie triefen und Bridgets chaotischen Alltag schildern. Denn das hat sich an ihr nicht geändert. Auch wenn sie jetzt älter ist, ist sie immer noch eine wandelnde Katastrophe, versucht aber das Beste daraus zu machen. Auch das übliche Gewichtsthema ist nicht abhanden gekommen, und so zählt Brirdget weiterhin Kalorien und Alkoholeinheiten und kämpft fortwährend gegen ihre Pfunde an. Den Part fand ich öfter etwas anstrengend, weil ich gehofft hatte, dass sie das hinter sihc gelassen hätte. Auf der anderen Seite habe ich mich jedoch auch für sie gefreut, als sie Erfolg mit ihrer Abnehmkur hatte.

Abgesehen von Mark muss man jedoch auf niemanden aus den vorigen Büchern verzichten: Bridgets Familie, ihre Freunde und sogar Daniel tauchen immer wieder auf. Letzterer kommt hier sogar wesentlich besser weg als in Teil 1 und 2. Bei manchen hat sich die Wiedersehensfreude bei mir jedoch in Grenzen gehalten.

Gänzlich nervig fand ich jedoch (so leid es mir tut) Bridgets Kinder. Ich war zwar froh, dass Mark sie nicht völlig allein zurückgelassen hat und ihr so wenigstens etwas von ihm erhalten geblieben ist. Allerdings hat ihr permanentes Gequengel ganz schön an meinen Nevern gezehrt, auch wenn sie ihre süßen Momente hatten. Zum Teil könnte das jedoch auch an Ranja Bonalana, der Hörbuchsprecherin, gelegen haben. Die meiste Zeit war ich zwar begeistert von ihr, da sie die originale Synchronstimme von Renée Zellweger ist, aber sie hat es wirklich drauf, nervige Menschen auch nervig klingen zu lassen. Man merkt ihr die Berufserfahrung wirklich an, denn sie weiß ihre Stimme als Instrument einzusetzen. Sie imitiert das Maulen der Kinder und den nervtötenden, euphorischen Sing-Sang von Bridgets Mutter perfekt. Auch wenn sich mir dabei die Zehennägel hochrollen, so muss ich sie doch für ihr Talent einfach bewundern.

Fazit

Insgesamt war die Fortsetzung kein Reinfall, wie ich befürchtet hatte. Ich frage mich zwar immer noch, ob sie wirklich notwendig war (wohl eher nicht), aber es gab einige mehr oder weniger schockierende Überraschungen. Bridget ist immer noch Bridget, zwar älter, aber eben noch so, wie wir sie kennen und lieben gelernt haben: chaotisch und in jedes Fettnäpchen tretend, aber unterhaltsam und immer bemüht, das Beste aus ihrer Situation zu machen.

Mit der Entscheidung, Ranja Bonalana als Sprecherin zu verwenden, bin ich meistens zufrieden gewesen - außer wenn eher anstrengende Charaktere auf dem Plan standen. Durch deren Imitation hat sich meine Abneigung gegen diese Personen eher noch gesteigert.
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am 20. April 2016
Bridget Jones ist zurück - immer noch genauso chaotisch und dabei doch so liebenswert. Sie ist mittlerweile 50 und alleinerziehende Mutter eines Jungen, Billy, und eines Mädchens, Mabel. Mark Darcy - der Vater der beiden und ihre große Liebe - ist bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen. Und so meistert sie ihr Leben als Single - mal wieder! Denn Bridget wäre nicht Bridget, wenn sie sich einfach aufgeben würde. Also zählt sie wieder brav die täglich eingenommenen Kalorien und hält Buch über ihr Gewicht. Über das sie, wir kennen es bereits, zumeist natürlich unzufrieden ist. Und obwohl sie eigentlich an einem Drehbuch schreiben sollte, twittert sie sich die meiste Zeit des Tages durchs Leben und lernt dabei einen jungen Mann kennen - ihren "Toyboy" Roxster. Gibt es also doch noch ein Happy End?
"Verrückt nach ihm" ist die richtige Wohlfühllektüre nach einem anstrengenden Arbeitstag. Einfach mal abtauchen in die herrlich chaotische Welt der Bridget Jones und entspannen. Amüsante und kurzweilige Fortsetzung, von der es hoffentlich bald eine Verfilmung geben wird.
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