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Kundenrezensionen

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am 5. August 2013
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Im Mittelpunkt des Buches stehen die drei Bahnradsportler Zoe, Kate und Jack. Kate und Jack haben eine kleine Tochter, die sehr schwer krank ist und wegen der Kate schon mehrfach zurück gesteckt hat und schon einmal auf ihre Teilnahme bei olympischen Spielen verzichtet hat. 2012 in London soll es aber nun endlich klappen. Ihr im Weg steht ihre Freundin und härteste Rivalin Zoey, die schon in frühester Jugend nie verlieren konnte und dabei nicht immer mit fairen Mitteln spielt.

Ich fand es wahnsinnig interessant, das Leben von Olympia-Sportlern zu verfolgen, das harte Training, das Bangen, ob es wohl klappen wird, der Verzicht, der eiserne Willen... davon erfährt man sonst viel zu selten und ich Chris Cleave sehr dankbar, dass er ein solches Thema aufgegriffen hat. Allerdings geht es nur Vordergründig um den Sport, tatsächlich geht es vor allem um Freundschaft und um Verzicht. Wie weit würde man gehen, um seine beste Freundin schützen?

Auf mich hatte das Buch eine unglaubliche Sogwirkung. Da erst so nach und nach durch Rückblicke in die Vergangenheit die Hintergründe für das Verhalten der Protagonisten aufgedeckt werden, wollte ich immer weiterlesen und mehr erfahren. Die Hauptfiguren, allen voran Zoe, kommen dabei nicht wirklich gut weg und teilweise wirkt vor allem ihr Verhalten nicht mehr so recht glaubwürdig. Das von anderen Rezensenten häufig bemängelte abdriften in die Traumwelten der schwerkranken Tochter von Kate und Jack konnte ich dagegen sehr gut nachvollziehen und mir wurde auch nicht langweilig dabei. Faszinierend dabei ist, dass trotz der eigentlich tragischen Handlung der Humor nicht zu kurz kommt.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, vor allem wegen des Sporthintergrunds und der tollen Schreibweise des Autors. Ich werde mich auf jeden Fall nach weiteren Büchern von ihm umsehen.
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am 8. Mai 2013
Zwei Frauen, zwei Freundinnen und ein Ziel bei Olympia zu gewinnen. Kate und Zoe könnten kaum unterschiedlicher sein. Für Zoe gibt es nichts im Leben außer Radrennfahren. Kate ist dabei ihre größte Konkurrentin. Für Kate gibt es viel mehr im Leben. Sie hat eine Tochter, die an Leukämie erkrankt und sie tut alles für sie. Dabei unterstützt sie ihr Mann Jake, selbst auch Radrennfahrer. Sie sind ein glückliches Paar, die versuchen mit der Doppelbelastung Profisport und sterbenskrankes Kind klar zu kommen. Ihre Tochter Sophie ist großartig in ihrem Umgang mit ihrer Krankheit. Zoe, Kate und Jake sind gute Freunde, die auch der Sport eint, dennoch teilen sie ein Geheimnis, dass an dieser Freundschaft nagt.

In Rückblicken erzählt Chris Cleave die Geschichte der Freundschaft, gleichzeitig beschreibt er die Vorbereitungen für ihre letzte Olympiade in London. Der Konkurrenzkampf wird durch eine Regeländerung der Olympiarichtlinien ins unermesslich getrieben. Der Spannungsbogen bleibt im ganzen Roman konstant. Die ganze Zeit fieberte ich bei den Charakteren mit. Das lag vor allem an der liebevollen Zeichnung aller Charaktere, die mir bereits auf den ersten Seiten sympathisch waren. Besonders die Geschichte um Sophie hat mich zu Tränen gerührt. Ihre Sicht auf die Dinge und ihre Eltern sind großartig gezeichnet.

Der Schreibstil passt sich da harmonisch rein, in dem er nicht besonders auffällig ist, sondern sich zurückhält. Das wichtigste in dem Roman sind eben die Charaktere und ihre Emotionen, die mich mitgerissen haben. Wer auf große Emotionen steht, für den ist es genau der richtige Roman.
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TOP 1000 REZENSENTam 1. August 2013
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Kate, Zoe und Jack kennen sich seit Beginn ihrer professionellen Radsportkarriere. Sie wurden zusammen ausgewählt und die Mädchen trainieren gemeinsam. Sie sind die besten Radsportler in Großbritannien. Die Frauen könnten nicht unterschiedlicher sein und trotzdem verbindet sie eine Freundschaft, die aber auch immer wieder in Rivalität umschlägt. Kate ist hin- und hergerissen zwischen Mutterschaft und sportlichen Ambitionen, Zoe ist selbstzerstörerisch ehrgeizig. Und auch Jack spielt eine wichtige Rolle in dieser Beziehung.

Ich habe bereits "Little Bee" von Chris Cleave gelesen und finde, dass der Autor mit diesem Buch seine Qualität bestätigen konnte. Besonders gut hat er die Konflikte zwischen und innerhalb der Protagonisten geschildert. Alle haben den Traum von olympischem Gold, aber bei den letzten Spielen, an denen sie - aus Altersgründen - teilnehmen können, werden plötzlich die Regeln geändert. Die Handlung klingt zunächst sehr konstruiert, genauso wie der Konflikt und auch, wenn man in Beschreibungen liest, dass Kate ein schwerkrankes Kind hat, scheint einem die richtige Entscheidung schon vorab klar und man erwartet eine eher langweilige Handlung. Aber besonders die Beziehung zwischen Zoe und Kate liefert immer wieder neue Wendungen. Man kann sich vielleicht nicht unbedingt mit einer der beiden identifizieren, aber das Buch ist derart geschrieben, dass man zumindest gut nachfühlen kann. Besonders ergreifend ist, wie schwierig es für die Protagonisten ist, ihre Träume umzusetzen und wie hart sie für Dinge kämpfen, die sich dann doch in Luft auflösen. Besonders Zoe wirkt sehr hart und unsympathisch, da sie im Kampf auch zu manipulierenden oder teils unfairen Mitteln greift. Doch im Laufe des Buches wird klar, dass auch sie große Opfer gebracht hat. Absolut interessant und teilweise auch traurig fand ich den Einblick in den Profi-(Rad-)Sport. Für die Protagonisten gibt es nichts anderes, das sie einerseits so erfüllt, sie andererseits aber auch durch die Hölle schickt. Die Geschichte vermittelt, dass der Druck nicht allein von innen kommt, sondern Sponsoren- und Werbeverträge sowie die Medienberichterstattung die Leben der Sportler stark beeinflussen. Ich habe auch Antworten auf Fragen erhalten, die ich mir in letzter Zeit öfter gestellt habe: nämlich was machen Sportler am Ende ihrer Karriere? Wie geht das Leben weiter, wenn plötzlich das wegfällt, was dein Leben bestimmt hat? Und durch die Regeländerung in "Gold" kommt für eine der Protagonistinnen dieses Ende schneller als erwartet.

Mich hat dieses Buch sehr berührt, auch wenn ich immer eine bestimmte Distanz zu den Charakteren empfunden habe. Das Thema Profisport fand ich interessant und auch wenn die Geschichte um das todkranke Kind eher klischeehaft wirkte, hat es dem Buch doch eine gehörige Portion Tragik verliehen. Und zum Schluss bleibt die Erkenntnis, dass jeder selbst wissen muss, welche Opfer er bringt und dass sie deshalb Opfer heißen, weil man auf etwas verzichtet und die Entscheidung schwer fällt. Am Ende steht die Frage: welche Opfer ist man bereit, für Gold zu bringen?

Ich schwanke zwischen 4 und 5 Sternen, entscheide mich aber schließlich für 5 Sterne, da das Buch lange nachhallt.
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Fantastischer Sportroman!

"Gold", das ist die Geschichte von Konkurrenz und Freundschaft, vom an die Grenzen gehen und darüber hinaus!
Eigentlich ein uraltes Menschheitsthema.
Zwei total unterschiedliche Charaktere prallen hier aufeinander.
Ein Buch das auch von weniger Sportinteressierten verschlungen werden kann. Erst packt es einen, dann wird man gefesselt und nicht mehr wieder losgelassen. Vorsicht!
Für sensible Menschen rate ich eine Packung Taschentücher in der Nähe zu haben!
Gold würde ich durchaus schon ab 16 Jahren empfehlen.
Spannendes Buch mit dem gewissen Herz-Schmerz-Faktor! Top Unterhaltung.
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am 11. Januar 2014
Das Buch liest sich sehr gut, Chris Cleave beherrscht diesen Erzählstil zweifellos und ich habe es insgesamt auch sehr gern gelesen. Trotzdem gebe ich nur drei Sterne, weil es mir insgesamt einfach viel zu klischeehaft ist, sowohl auf Story als auch auf Charaktere bezogen. Vorhersehbar ist es auch noch. Ich möchte da aber nicht zu viel sagen, da ich sonst hier eine Spoilerwarnung anbringen müsste. Als Zeitvertreib kann man es aber ruhig lesen, falls man denn nichts besseres daheim hat, oder wenn man mal traurig ist, denn es ist ja eine so herzerwärmende Geschichte.
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am 20. August 2013
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"Als sie Kate am ersten Morgen der Elitesichtung kennengelernt hatte, war ihr klar, dass sie sie nur auf die Psychotour schlagen würde." (S. 128)

Seit sich Kate und Zoe bei einer Eliteauswahl für den englischen Radsport kennengelernt haben, sind sie größte Konkurrentinnen, die sich gegenseitig die Medaillen vor der Nase wegschnappen. Doch trotzdem verbindet beide auch eine ungewöhnliche Freundschaft, die sie über alle Erfolge und Niederlagen hinweg begleitet. Und ein Geheimnis, von dem die Presse niemals Wind bekommen darf.
Doch nun steht Olympia kurz bevor und während Zoe schon im Vorfeld durch ihren promiskuitiven Lebenstil Schlagzeilen macht, steht Kates Teilnahme erneut auf der Kippe, denn ihre kleine Tochter hat Krebs und braucht all ihre Unterstützung...

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Zu diesem Buch eine angemessene Rezension zu schreiben fällt mir genauso schwer, wie die Vielzahl an Emotionen in Worte zu fassen, die ich beim Lesen dieses hitverdächtigen Romans durchlebt habe. Chris Cleave dürfte den meisten Lesern als der Autor von "Little Bee" bekannt sein. Für mich jedoch war "Gold" der erste Ausflug ins schriftstellerische Genie dieses Autors. Und es wird definitiv nicht das letzte Buch von ihm gewesen sein, welches ich verschlungen habe, denn "Gold" konnte mich mit seiner unheimlich emotionsgeladenen Geschichte von der ersten Seite an überzeugen.

In "Gold" begleiten wir die beiden Leistungssportlerinnen Zoe und Kate auf ihrem Weg bis an die Spitze. Beide könnten unterschiedlicher kaum sein, gemeinsam haben sie eigentlich nur ihr Streben nach der Goldmedaille. Und doch sind die beiden irgendwie befreundet, seit sie sich mit 19 Jahren bei einer Elitesichtung für das englische Radrennteam kennengelernt haben. Von Anfang an war absehbar, dass Kate und Zoe größte Konkurrentinnen werden würden - nicht nur auf der Rennbahn, sondern auch im Rennen um das Herz ihres Sportkollegen Jack. 14 Jahre später sind Kate und Jack verheiratet und statt um Medaillen kämpfen sie um das Leben ihrer schwerkranken Tochter Sophie. Zoe derweil hofft, dass ihr ihr Ruf nicht zum Verhängnis wird und ihr die Olympiateilnahme verwehrt...

Man merkt sofort, es ist eine sehr schwierige Beziehung zwischen den beiden Frauen, die nicht leichter wird durch die Tatsache, dass Zoe und Kates Ehemann Jack eine gemeinsame Vergangenheit haben. In Rückblicken zeigt uns Chris Cleave, wie sich die Leben der drei Sportler über die Jahre hinweg immer mehr verwoben haben und erzählt so eine überaus spannende Geschichte, die auch Sportmuffel begeistern dürfte.

Was mich von der ersten Seite an überzeugen konnte sind die unvergesslichen und vielschichtigen Charaktere, bei denen Chris Cleave wirklich psychologisches Gespür bewiesen hat. Kate ist ein sehr rücksichtsvoller, herzensguter Mensch mit fröhlichem Naturell. Schon ihr Vater hat sie gewarnt, dass einige Menschen das ausnutzen würden. Doch dass es ausgerechnet Zoe sein würde, die ihr ein ums andere Mal wehtut, um sich selbst einen Vorteil im Wettkampf zu verschaffen, damit hat sie nicht gerechnet. Zoe dagegen ist eine echte Einzelkämpferin, mit ihrer aggressiven Art nicht gerade Everybodys Darling und kann einfach nicht verlieren. Sie fährt, als würde sie vor etwas davonlaufen, bringt all ihre Wut in das Rennen und treibt sich so selbst immer wieder zu Höchstleistungen an.

Neben den Charakteren, die bis in die kleinste Nebenrolle überzeugen können, hat mich auch begeistert, wie sehr "Gold" mich emotional mitreißen konnte. Ich habe mit Zoe, Kate und all den anderen mitgelitten und mitgehofft, habe den rasenden Puls und die schmerzenden Muskeln quasi richtig spüren können. Das Buch war so fesselnd, dass ich es gar nicht aus der Hand legen wollte, auch wenn es oft schmerzhaft war zu lesen, wie Zoes Handlungen Kate verletzen oder wie die kleine Sophie mit ihrer Leukämie kämpft und versucht, für ihre Eltern ein tapferes Gesicht zu machen.

Die Liebe Kates und Jacks zu ihrer schwerkranken Tochter war sehr berührend und auch wenn Zoe die Menschen in ihrem Umfeld oftmals verletzt und ich von einigen ihrer Handlungen sehr schockiert war, habe ich doch auch Mitleid mit ihr gehabt. Denn Einzelkämpfer führen oft ein sehr einsames Leben und auch Zoe hat damit zu kämpfen. Denn während Kate nach dem Wettkampf zu ihrem Mann und ihrer Tochter nach Hause gehen kann, bleibt Zoe allein zurück.

So ist "Gold" nicht nur ein Liebes-, sondern vor allem auch ein Lebensdrama. Es zeigt uns, unter welchem Druck Spitzensportler stehen, wie hart sie trainieren und was sie alles auf sich nehmen, um die Besten der Welt zu sein. Und was dabei alles auf der Strecke bleibt...

Mein Fazit: "Gold" hat mich wirklich sehr bewegt, mich zum Lachen gebracht, oft aber auch mit einem Kloß im Hals zurückgelassen. Ich wollte irgendwie gar nicht, dass die Geschichte zuende geht, so schmerzhaft sie an manchem Stellen auch war. Trotzdem habe ich das Buch sehr gebannt verschungen und bin absolut begeistert von Chris Cleaves Schreibtalent. Dieses Buch verdient wirklich eine Goldmedaille!
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TOP 500 REZENSENTam 16. August 2013
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Das Thema Radsport interessiert mich eigentlich überhaupt nicht und (erfundenen) Buch-Geschichten rund um menschliche Tragödien stehe ich grundsätzlich sehr skeptisch gegenüber. Hier bin ich zweifelsfrei nicht völlig frei von Vorurteilen und so führen stetige Doping-Exzesse in der vielleicht schmutzigsten Sportart der Welt einerseits und gleichzeitig das Drücken der moralischen Tränendrüse zum Ziele der Verkaufszahlensteigerung andererseits normalerweise zu einem persönlichen Desinteresse an derartigen Büchern, verbunden mit der logischen Konsequenz, dass ein Schmöker dieses Themengebietes im Regelfall nicht den Weg in meinen Haushalt findet.

So war es nicht verwunderlich, dass Gold von Chris Cleave erstmal einige Zeit unbeobachtet im Bücherregal verstauben musste, ehe ich mich näher mit der Geschichte der Radsportlerinnen Zoe, Kate, deren Mann Jack und ihrer an Leukämie erkrankten Tochter Sophie befasste. Und auch wenn ich nach dem Lesen von "Gold" weit davon entfernt bin, dauerhaft Radsport-geflashed durch die Gegend zu laufen, kann ich dem Plot und der Story mit der alles entscheidenden Kernfrage "Kind oder sportlicher Erfolg" durchaus etwas Positives abgewinnen.

Natürlich bleibt die Klischeekeule nicht gänzlich ungeschwungen und so findet man sich nach kurzer Zeit gänzlich ungewollt und doch unvermeidbar auf der Seite von Kate, Jack und Sophie wieder, deren Charaktere menschlich, gewissenhaft, ehrlich und realistisch dargestellt werden und so unweigerlich ein wenig ideele Unterstützung verdienen. Demgegenüber präsentiert sich Zoe, die sportliche & ehrgeizige Überfliegerin alles andere als sympathisch, sondern eher als getriebene, kompromisslose, karrieregeile und letztlich doch beziehungstechnisch völlig unvollendete Frau von Welt.

Gerade deshalb ist es entscheidend für das wirkliche Lesevergnügen, sich ernsthaft auf die augenscheinliche Tragik, den traurigen Hintergrund und den emotionalen Konflikt durch den Buchplot einzulassen, denn oberflächliches und gedankenverlorenes Schmökern zum reinen Zeitvertreib endet hier schnell in einer Sackgasse. Dann - aber nur dann - kann selbst ein Radsport-Roman wie "Gold" überzeugen.
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VINE-PRODUKTTESTERam 10. August 2013
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Kate, Zoe und Jack lernen sich mit 19 Jahren kennen, als sie in das Team von Großbritannien im Bahnradfahren aufgenommen werden. Alle 3 sind unglaublich stark und die Hoffnung aller liegt auf ihnen. Trainer Tom nimmt sich der Mädchen an. Zoe, die etwas schreckliches in ihrer Kindheit erlebt hat und für die nur das Gewinnen zählt, Guch wenn man dafür auch mal unfair kämpfen muss. Und Kate, die zu allen lieb ist und sich mit Zoe anfreundet. Immer mit dabei ist Jack, der sich erst in Zoe und dann in Kate verliebt und sie heiratet. Sie haben eine Tochter Sophie, die an Leukämie erkrankt. Während auch Jahre später für Zoe nur das Gewinnen zählt haben sich Kates und Jacks Prioritäten geändert. Für sie gibt es nichts wichtigeres als Sophie und Kate verzichtet für sie sogar auf die Goldmedaille. Doch am Ende ihrer Karriere wollen beide Frauen nochmal Gold holen, doch der IOC ändern die Regeln und nur eine der beiden darf zu den Olympischen Spielen. Und dann kommt auch noch ein gut gehütetes Geheimnis ans Licht.

Als ich das Buch begonnen hatte dachte ich, dass es ein Fehlgriff von mir gewesen wäre. Aber nach ca. 50 Seiten hatte es mich so gepackt, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte und die 400 Seiten in nur 2 Tagen verschlang. Was für ein vielschichtiges Buch. Es geht um Freundschaft, Vertrauen, Liebe, Kampf, dem starken Willen und den Schmerz beim Training. Um das Durchhalten, die Leere in einem, wenn der Wettkampf vorbei ist und man sonst nichts hat an das man sich klammern kann und die Sorge um ein krankes Kind. Der Schreibstil ist wunderbar flüssig zu lesen, aber niemals kitschig oder rührselig. Kate, Jack und Sophie sind sehr starke Menschen, während Zoe mit den Gespenstern ihrer Vergangenheit zu kämpfen hat.

"Gold ist ein sehr bewegendes Buch. Bahnradfahren hat mich eigentlich noch nie sonderlich interessiert. Gut, ich habe es mir auch schon angeschaut, wenn mein Mann während der Olympiade vorm Fernseher klebte, aber jetzt sehe ich diesen Sport mit ganz anderen Augen. Ich weiß jetzt wie hart die Teilnehmer jeden Tag aufs Neue kämpfen müssen, wie sie alles andere in ihrem Leben zurückdrängen müssen und nur noch den Kampf, das Training und die Diäten im Kopf haben. Aber was passiert, wenn dann das Kind plötzlich an Leukämie erkrankt? Plötzlich merkt man, dass es viel wichtigere Dinge im Leben gibt.

Die kleine Sophie hat mich total fasziniert. Sie hat so tapfer gekämpft. Sich nicht anmerken lassen wenn es ihr sehr schlecht ging, damit sich Mama und Papa keine Sorgen um sie machen. Sie hatte Angst, dass ihre Eltern wegen ihr auf die olympischen Spiele verzichten. Oft hat sie sich in ihrer Traumwelt von Star Wars verloren. Und das tollste für sie war es, den Todesstern zu besuchen und plötzlich vor Darth Vader zu stehen. Ihre Eltern versuchen das kleine Mädchen glücklich zu machen, aber sich und die sportlichen Träume die sie haben, trotzdem nicht aufzugeben. Und ich finde, das ist den Beiden auch gut gelungen.

Ich vergebe für dieses außergewöhnliche Buch volle 5 von 5 Punkten und eine uneingeschränkte Leseempfehlung. Ich bin sehr froh, dieses Buch gelesen zu haben und bedanke mich ganz herzlich bei Amazon vine für das Rezensionsexemplar. Gekauft hätte ich es mir wohl nicht und dann wäre ein wunderbares Buch an mir vorbei gegangen.

© Beate Senft
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am 5. August 2013
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..........erzählt dieser Roman. Und spätestens am Ende des Buches wissen die beiden Protagonistinnen, dass nicht nur olympisches Gold im Leben erstrebenswert und wichtig ist.

Kate, Zoe und Jack lernen sich in jungen Jahren bei einem Auswahlverfahren für das englische Nationalteam im Radrennsport kennen. Von diesem Zeitpunkt an ist ihr Leben untrennbar miteinander verschweisst.
Kate und Zoe sind vor allem Konkurrentinnen - im sportlichen und auch im privaten Bereich. Aber sie sind auch Freundinnen, obwohl das nicht immer leicht ist. Und für den Leser auch nicht immer nachvollziehbar. Besonders Zoe polarisiert mit ihrer eigenwilligen und knallharten Lebensweise.
Da man aber in Rückblenden und Erinnerungen immer mehr aus dem Leben der Drei erfährt, kann man vieles mit der Zeit besser verstehen und entwickelt eine Art von Mitgefühl für alle.
Sehr sympathisch ist Sophie beschrieben, die kranke Tochter von Kate und Jack. Immer wieder beschreibt sie ihren Gesundheitszustand, ihre Flucht in die Star-Wars-Welt, die ihr hilft, ihre Krankheit durchzustehen.
Grossartig erzählt sind die Rennszenen, man fiebert als Leser förmlich mit und ist voll im Geschehen integriert.
Schliesslich gibt es noch Tom, den Trainer der Frauen. Auch er spielt eine sehr wichtige Rolle, besonders im Leben von Zoe.

Den langen Weg bis zum letzten Rennen bei Olympischen Spielen, den Kampf um das Gold, sei es im Sport oder im Leben, erzählt Chris Cleave sehr überzeugend und fesselnd.
Auch wenn man manche Handlungsweisen nicht einmal ansatzweise nachvollziehen kann, macht es doch Spaß das Buch zu lesen. Denn es erzählt vom Leben, von den kleinen und grossen Momenten des Glücks, von der Härte des Augenblicks und den Entscheidungen, die man treffen muss.
Es gibt einige bewegende Momente in diesem Buch, einige Szenen und Sätze, die einen über das Leben nachdenken lassen - und wenn ein Buch das schafft, ist es auf jeden Fall lesenswert. Und das ist es.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.
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am 5. August 2013
Format: Broschiert|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Vor nunmehr vierzehn Jahren hat der Radrennsport die Freundinnen Kate und Zoe zueinander geführt. Beide hegten den großen Traum, für das englische Nationalteam die Goldmedaille zu erkämpfen. Talent, Disziplin und Ehrgeiz hält sie lange Zeit an der Spitze der Rangliste. In Athen holte Zoe 2004 Olympisches Gold und auch 2008 haben missliche Umstände Kate den Gang auf das Siegertreppchen in Peking verwehrt, den schließlich Zoe beschritt. Für die Olympiade in London 2012 wollen beide mit Eifer gewinnen, das Training ist hart. Wer wird die wohl letzte Teilnahme an einem Sportevent dieser Größe für sich entscheiden? Handicap ist nicht allein Kates schwer kranke Tochter Sophie, auch die Richtlinien des Internationalen Olympischen Komitees haben sich geändert. Nur eine der beiden Sportlerinnen darf an den Start! Ein Kräfte messender Drahtseilakt zwischen Konkurrenz und Freundschaft beginnt. Ein Auswahlrennen soll entscheiden. Ein großes Geheimnis der Vergangenheit wird zum Zünglein an der Waage, denn beide wollen die Medaille …

Nach den Erfolgsromanen LIEBER OSAMA und LITTLE BEE legt CHRIS CLEAVE seiner Leserschaft den Kampf um Olympisches GOLD nahe. Die Geschichte um Zoe und Kate rankt sich allerdings um weit mehr, als nur herausragende Sportlerkarrieren. In einer bewegenden Mischung aus Wettkampf, Schicksal und dem Leben an sich, beleuchtet der Autor die besondere Beziehung zwischen den Kontrahentinnen und späteren Freundinnen Zoe und Kate, sowie Kates Familie Jack und Sophie und dem Trainer Tom. Erzählt wird in dritter Person Singular aus wechselnden Perspektiven. Die Kapitel sind mit Ortsangaben der verschiedenen Schauplätze überschrieben, hin und wieder um Uhrzeiten ergänzt.
Ein wenig stereotyp wirken die Charaktere auf den ersten Blick schon. Dennoch reifen sie im Verlauf des Geschehens zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu dynamischen, lebensnahen Persönlichkeiten heran. Zoe nimmt die resolute Rolle der rücksichtslosen Siegerin ein, Kate spielt hingegen nicht zuletzt aufgrund widriger Umstände stets die zweite Geige.
Herausragend ist zudem die Figur der an Leukämie erkrankten Sophie. Für ihr junges Alter ist sie enorm willensstark und einfühlsam. Ihr Schicksal berührt ungemein. Aber auch für ihre Eltern ist das leben zwischen Leistungssport und Krankheit der Tochter ein Kraftakt für Körper und Psyche. So manche Entscheidung fällt schwer, ist jedoch unabdingbar. Gedanken und Gefühle der Protagonisten bringen auch den Leser zum Nachdenken.

GOLD erscheint in Erstausgabe 2013 im Deutschen Taschenbuch Verlag. Das Cover in überwiegend warmen, changierenden Gelb- bis Rottönen greift das Motiv des Romaninhalts auf. Im Vordergrund stehen sich die Sportlerinnen Auge in Auge gegenüber, im Hintergrund wird der Schauplatz London mit den berühmtesten Sehenswürdigkeiten stilisiert. Papier, Satz und Druck der Klappenbroschur sind von sehr guter Qualität.

Fazit:

CHRIS CLEAVE zeigt im Kampf um GOLD Licht- und Schattenseiten des Erfolgs, berührt mit einem tragischen Schicksal und findet dennoch auch humorvolle Aspekte eines Gegenwartromans zu benennen. Die Charaktere, allen voran Zoe, Kate und Sophie, nehmen den Leser für sich ein. Der lebendige Schreibstil fesselt ans Geschehen. Wer sich nicht davor scheut, ein paar Tränchen zu verdrücken, sollte getrost zugreifen!
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