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am 6. Dezember 2015
Das Buch "Null-Null-Siebzig: Mord in Hangzhou" wurde von der Autorin Marlies Ferber geschrieben und handelt sich um den dritten Fall von James Gerald. Diesmal befindet sich James in China und muss einen chinesischen Teehandel unter die Lupe nehmen.

Eigentlich ist James Gerald in Rente und Ex-Agent der SIS, doch dann wird er um Hilfe gebeten und soll sich um ein mysteriösen Fall in China kümmern. In kurzer Zeit stirbt ein Teil der Bewohner von Hangzhou. Ein Teehandel soll für dieses tragische Ereignis verantwortlich sein. Wie kam es dazu? James begibt sich undercover nach China. Seine Freundin und ehemalige Arbeitskollegin Sheila weiß natürlich von nichts und somit beginnt James geheime Ermittlung.

Auch für alle, die die vorherigen Teile nicht kennen, lässt sich das Buch super gut lesen. Jeder Teil ist unabhängig voneinander, nur die Personen bleiben gleich. James Gerald verkörpert den britischen Humor mit viel Spannung und macht die Geschichte bis zum Schluss spannend.

Der Humor und die Erzählweise der Autorin gefällt mir besonders gut. Zuvor habe ich den 1. und 4. Teil gelesen und war sichtlich begeistert. Aus diesem Grund musste ich mich auch an den dritten Teil der Buchreihe wagen. Jedes der Bücher ist einzigartig und versprüht gar keine Langeweile oder Durchhänger, im Gegenteil! Die Geschichte war auf ein Neues absolut interessant und somit konnte ich auch diesen Teil in kürzerer Zeit lesen.

Wer die ersten Teile schon kennt, wird die vertrauten Charaktere James und Sheila wieder dabei haben. Beide sind auf ihre Art unterschiedlich, trotzdem ergänzen sie sich prima. Sheila bringt eine absolute Frische ins Buch und auch die Uneinigkeiten der Hauptpersonen ist sehr amüsant mit zu verfolgen.

Ich hatte viel Spaß beim Lesen dieses Buches und kann es nur jedem Krimifan ans Herz legen!
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TOP 500 REZENSENTam 13. Juni 2014
das sind die Werkzeuge des charmanten James Gerald, der hier mal wieder beweist, wie gut er noch überall mitmischen kann.

Ein englischer Undercover-Agent a.D. mit besten Verbindungen zu China: das ist der 70jährige James Gerald, der zur Hochzeit seines Patenkindes nach Hangzhou/China reist - leider ohne seine geliebte Gefährtin Sheila Humprey, seine ehemalige Kollegin, die durch Babysitter- Pflichten zurückgehalten wird - für James unverständlich: wie kann man mit 67 auf ein Kind aufpassen wollen, wenn man doch seinen Ruhestand im fernen China auf aufregenden Reisen genießen könnte! Nun, zumindest gibt das James die Gelegenheit, einen Auftrag auszuführen - in Hangzhou gibt es nämlich seit kurzem Giftanschläge... und keine Idee, wie man diese stoppen könnte!

Kaum zu glauben, dass dieser Krimi von einer Deutschen geschrieben wurde, ist Marlies Ferber doch Sinologin und England-Kennerin, was man hier auf Schritt und Tritt spürt. Zudem ist der Stil sehr angenehm, locker und flüssig und auch den "british sense of humour" - wo sie den wohl aufgeschnappt haben mag - beherrscht die Autorin bis zur Vollendung. Ich jedenfalls bin durch diese Lektüre zum bedingungslosen 0070-Fan geworden, gerade auch, weil die Charaktere ausgesprochen durchwachsen gezeichnet werden. Gut, James ist natürlich ein Schatz, aber schon bei Sheila fragt man sich von Zeit zu Zeit, wie James denn auf DIE gekommen ist? Nun, wie bei allen ferbeschen Figuren: man sollte sie einfach nicht unterschätzen, was meinen Sie, was alles dahintersteckt. Gespickt mit Rafinesse und köstlichen Ideen durch und durch, liest sich dieses Buch leider viel zu schnell - auch wenn das Ende mehr als gelungen ist, würde man doch zu gerne noch weiterlesen. Gut, dass die Serie inzwischen aus drei Bänden besteht und die Autorin bereits fleißig am vierten arbeitet - da geht dieser wunderbare Lesestoff nicht ganz so schnell aus!

Sie mögen Krimis mit Witz, Stil, Esprit und vor allem: mit wenig Blut und Brutalität? Sie lieben fremde Kulturen und möchten quasi nebenher während Ihrer Krimi-Lektüre das ein oder andere Lehrreiche erfahren? Nun, dann kommen Sie an der Serie von Marlies Ferber um den Agenten 0070 nicht vorbei, denn all dieses (und ich darf Ihnen versprechen: noch viel, viel mehr) präsentiert sich Ihnen hier aufs Trefflichste! Genau mein Ding, diese Serie und wenn Sie meine obigen Fragen alle mit "Ja" beantwortet haben, dann kann ich Ihnen versprechen, dass es auch das Ihrige ist!
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am 23. Mai 2014
Im dritten Band ihrer Reihe um Ex-Geheimagent "0070" überrascht Marlies Ferber mit einer völlig neuen Thematik in einem völlig neuen Setting. Die Story um eine geheimnisvolle Anschlagserie mit politischen Verwicklungen in exotischem Ambiente ist nicht nur ungemein spannend. Die Autorin zeichnet zudem überaus kenntnisreich ein Bild vom Alltagsleben im modernen China. Sie vermittelt die Denkweise der Menschen, begleitet die Vorbereitungen auf eine chinesische Hochzeit, stattet der Peking-Oper einen Besuch ab, enthüllt menschenverachtende Züge der großen Politik und lenkt den Blick auf die wachsende Rivalität zwischen den neuen Supermächten China und Indien. Und bei alldem kommt natürlich auch die - in Wahrheit im Mittelpunkt stehende - Entwicklung der Beziehung zwischen dem raubeinigen Agenten James und dem eigenwilligen "Bond-Girl" Sheila nicht zu kurz, die sich wieder ein Stück näher kommen ...
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Man könnte James Gerald (70) und seine Sheila (67) für ein ganz normales britisches Rentnerpaar halten. Das sind sie aber nicht. James war Agent des SIS (Secret Intelligence Service) – des britischen Geheimdiensts - und Sheila Humphrey war 40 Jahre lang seine Sekretärin. Seit die beiden im Ruhestand sind, ist die attraktive Witwe James‘ Nachbarin und Lebensgefährtin.

Aber was heißt hier „Ruhestand“? Die beiden haben immer noch Kontakt zu ihren früheren Kollegen. Als James zur Hochzeit seines chinesischen Patensohns Xiao Long nach Hangzhou in die chinesische Provinz Zhejiang eingeladen wird und Sheila aus familiären Gründen nicht mitreisen kann, kommt das seinem Ex-Chef David Grenville sehr gelegen. Da könnte James doch eigentlich gleich einen Undercover-Auftrag erledigen …

In Hangzhou ist es in jüngster Zeit zu Sabotage-Aktionen und Giftanschlägen gekommen, und jetzt ist an der Universität auch noch ein Mord geschehen. Das geht schon in Richtung Terrorismus, und der SIS hat den Chinesen Hilfe zugesichert. James lässt sich nicht lange bitten und nimmt an der Uni von Hangzhou als vorgeblicher Biologie-Professor an einem Kongress internationaler Senior-Experten teil. Sheila darf davon nichts wissen. Für sie fährt er einfach nur zu einer Hochzeit.

Als ein Giftanschlag auf die Künstlerinnen der Yue-Oper verübt wird, verdächtigt man die Schauspielerin Feng Huang, die Verlobte seines Patenkinds. Dann wird einer der Senior-Experten ermordet aufgefunden. James glaubt weniger denn je an einen politischen Hintergrund. Er durchleuchtet die Vergangenheit verschiedener Personen aus dem Umfeld von Oper und Universität und fördert Erstaunliches und Tragisches zu Tage.

Auf einmal erscheint Sheila im Hotel. Sie hat ihre Termine umarrangiert und ist ihrem James nachgereist. Das Problem ist, dass er sie nicht in die Geschehnisse einweihen darf. Doch wenn sie misstrauisch wird und sich selbst ihren Reim macht, reagiert sie vielleicht falsch und verschlimmert die Situation. Wobei … viel schlimmer kann es ja kaum mehr kommen! Denn nun steht James selbst unter Mordverdacht. Jetzt wird sich zeigen, wer wirklich auf seiner Seite steht …

Geheimdienstgeschichten sind immer voller Finten, Tricks und Winkelzüge. Nie weiß man, wer Freund oder Feind ist und was die anderen auf ihrer geheimen Agenda haben. James weiß nicht einmal, was von ihm erwartet wird. Haben seine Auftraggeber tatsächlich Interesse an der Aufklärung der Morde und Giftanschläge? Oder haben seine Ermittlungen nur eine Beschwichtigungsfunktion und man hofft im Grunde, dass er scheitert? Das kommt für ihn allerdings nicht in Frage.

James Gerald, unser Agent Null-Null-Siebzig, hat sich tatsächlich verändert, seit er mit Sheila zusammen ist. Ein bisschen schrullig und taktlos ist er immer noch, aber so ungesellig und rücksichtslos ehrlich wie in den ersten beiden Bänden wirkt er nicht mehr. Es ist fraglich, ob er das moralische Dilemma, in das ihn diese Geschichte bringt, in seiner aktiven Zeit überhaupt als ein solches wahrgenommen hätte. Er hätte seine Ergebnisse präsentiert und fertig. Jetzt überlegt er, welche Folgen es hat, wenn redet und wenn er schweigt. Er ist in letzter Zeit schon sehr viel einfühlsamer geworden. Das macht ihn gleich viel sympathischer.

Ob’s noch weitere Abenteuer der zwei flotten Ruheständler gibt? James lässt gleich mehrfach durchblicken, dass ihm das alles langsam zu anstrengend wird. Wenn das Chaos am schlimmsten tobt, träumt er von einem gemütlichen Abend mit Sheila im heimischen Wohnzimmer. Die zwei müssen ja nicht gleich wieder um die halbe Welt reisen, wenn es sie so stresst. So ein kleiner Fall in der näheren Umgebung wäre auch mal eine feine Sache …
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TOP 500 REZENSENTam 19. Juni 2014
„…Es ist egal, ob die Katze schwarz oder weiß ist. Hauptsache, sie fängt Mäuse!...“

James ist zu einer Hochzeit nach China eingeladen. Gleichzeitig hat er einen Auftrag als Undercoveragent übernommen. Er hat nur zugesagt, weil Sheila leider nicht mitkommen konnte.
Auch das dritte Abenteuer von James lässt an Spannung nichts zu wünschen übrig. Nach der Vergiftung von Quellwasser sind die chinesischen Behörden nervös. Der Verursacher muss schnell gefunden werden.
Lao Zhang ist James` Kontaktmann. Beide finden schnell einen Draht zueinander. Freundschaft und Misstrauen müssen sich allerdings nicht ausschließen. James kann sich gut in die chinesische Mentalität einfügen. Die Gespräche zwischen beiden sind an feinen Anspielungen, unterschwelligen Humor und gekonnten Umschreibungen nicht zu übertreffen. Manche Einschätzungen der Asiaten über uns Europäer sind in ihrer Treffsicherheit nicht von der Hand zu weisen.
Neben der interessanten und abwechslungsreichen Handlung erfahre ich im Buch eine Menge über chinesische Sitten und Gebräuche. Die Schattenseiten der Ein-Kind-Politik für Gegenwart und Zukunft werden ebenfalls thematisiert. Es ist spürbar, dass sich die Autorin in dem Metier auskennt. Ein besonderes Highlight waren für mich die vielen Sprichwörter und Redewendungen, die sich im Text versteckten.
Erfindungsreich ist die Autorin auch bei den Waffen, die sie ihren Agenten in die Hand gibt. Trickreich wie immer darf James agieren. Doch auch Sheila ist für manche Überraschung gut. Die Mails zwischen beiden haben mir oft ein Schmunzeln ins Gesicht gezaubert.
An wenigen Stellen, die kursiv hervorgehoben wurden, kommt die Täterin zu Wort. Dadurch erhält man zum Mitdenken und Miträtseln zusätzlich Futter.
Das Buch lässt sich zügig lesen. Der humorvolle Schriftstil, die gehaltvollen Gespräche und die überraschenden Wendungen machen das Lesen zum Vergnügen.
Das Cover finde ich gelungen. Es passt zur Reihe.
Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Die Autorin versteht es, eine fesselnde Handlung mit zwischenmenschlichen Problemen, humorvollen Szenen und mehr oder weniger notwendigen Faktenwissen zu verbinden. Gerade Letzteres gibt dem Buch sein besonderes Flair. Ich fühle mich nicht nur gut unterhalten, sondern habe einiges dazugelernt.
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TOP 500 REZENSENTam 6. Februar 2015
Seim Name ist Gerald. James Gerald. Agent für den SIS, besser bekannt unter dem Namen MI6. Ex-Agent, um genauer zu sein, denn James ist mit seinen siebzig Jahren längst im Ruhestand.

Dieses Mal verschlägt es den rüstigen Rentner in die chinesische Metropole Hangzhou. Eigentlich in ganz privater Mission, denn sein Patensohn möchte heiraten. Auf Bitte seines ehemaligen Vorgesetzten übernimmt James allerdings zusätzlich noch einen heiklen Auftrag: In Hangzhou gab es einige Anschläge auf die Teeindustrie, der chinesische Geheimdienst mutmaßt Sabotage aus Indien - wer sonst sollte Interesse daran haben, den Export chinesischen Tees zu behindern? Um sich nicht selbst in die Nesseln zu setzten, erbittet das Ministerium für Staatssicherheit diskrete Mithilfe bei ausländischen Geheimdiensten - wer wäre für diesen Job besser geeignet als ein harmlos erscheinender Rentner?

James wird als Senior-Experte für Yamswurzeln in der Universität von Hangzhou eingeschleust. Von hier aus soll er unauffällig ermitteln, wer hinter den Attentaten steckt...

Mit dem dritten Band der Reihe hat mich die Autorin endgültig nicht nur zu einem Fan der “rüstigen Rentner-Spione” gemacht sondern auch zu einem der ihren! James und seine flotte Ex-Kollegin Sheila hatten es mir schon in den ersten beiden Bänden angetan, nur fand ich bei beiden Krimis die Auflösung nicht ganz perfekt. Mit diesem Teil hat mich Marlies Ferber nun vollends überzeugt. Hier verbindet die deutsche Autorin gekonnt britisches Understatement mit chinesischen Traditionen und entführt den Leser in ein spannendes Abenteuer.

Augenzwinkernde Anspielungen auf James Bond, ein exotischer Schauplatz, skurrile Charaktere - absolute Leseempfehlung!

Ich freue mich schon auf den nächsten Band, dessen Handlung laut Andeutungen der Autorin in London spielen wird, aber welcher leider wohl auch der letzte 0070-Krimi sein wird. Liebe Frau Ferber - bloß nicht! Oder wollten Sie nur darauf hinweisen, dass Band fünf dann ein 0071-Krimi wird?

1. Null-Null-Siebzig: Operation Eaglehurst
2. Null-Null-Siebzig: Agent an Bord
3. Null-Null-Siebzig: Mord in Hangzhou
4. Null-Null-Siebzig: Titel noch top secret... - nein, inzwischen wohl nicht mehr: Truthahn, Mord und Christmas Pudding erscheint voraussichtlich im Oktober 2015.

Ich freue mich schon!
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am 3. September 2015
Wer 0070 mag, der mag auch dieses Buch. Nett und unterhaltsam geschrieben. Die Protagonisten sind stimmig und die Beschreibung der chinesischen Gesellschaft wohl auch.
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Der Kriminalroman "* Mord in Hangzhou*" aus dem DTV ist der 3. Band der 0070 Agentenserie um James Gerald und wurde geschrieben von "*Marlies Ferber*".

Inhalt:

Ex-Agent im Ruhestand James Gerald wird von seinem früheren Arbeitgeber, dem britischen Secret Intelligence Service (SIS), noch einmal um Hilfe gebeten: Er soll undercover ermitteln, wer den chinesischen Teehandel sabotiert und für unzählige Giftopfer verantwortlich ist. Seiner Freundin Sheila erzählt er natürlich nichts davon, sondern nur von der Einladung eines chinesischen Freundes zur Hochzeit seines Sohnes. Doch in seine Ermittlungen hinein platzt Sheila dann doch vor Ort hinein.

Cover:

Das Cover zeigt auf dunklem Grund einen Mann mit gezückter Waffe, schwarzem Hut und Anzug und eine Frau mit einer Tasse Tee. Im Hintergrund erkennt man chinesische Zeichungen von Drachen. Dies ist eindeutig ein Fall für Agent 0070 in China.

Meinung:

Der Schreibstil ist sehr wortreich, erscheint unterhaltsam und beschreibt abwechslungsreich. Ich habe diese Erzählweise richtig genossen. Ein Krimi zum Abschalten und dabei sehr unblutig. Trotzdem ist er spannungs-geladen, denn er enthält unvorhersehbare Wendungen, die den Leser beim Mitraten verwirren.

Das Spionagepärchen James und Sheila ist sehr sympathisch und vielfältig beschrieben. Sie sind mit 70 und 67 Jahren körperlich als auch geistig noch sehr fit und stellen das in ihrer Jagd nach dem Mörder deutlich unter Beweis.

Die Handlung fängt den Leser überzeugend ein und inhaltliche Zusammenhänge werden sehr logisch aufgebaut. Man folgt James Gerald quer durchs Buch und fühlt sich wie ein direkter Beobachter.
Dieser Krimi könnte sicher auch sehr gut verfilmt werden.

Die Hintergrundinformationen zu Land und Leuten in China sind gut in den Roman eingearbeitet. Von Kulturrevolution, Ein-Kind-Familie, Lotusfüßen, Männerüberschuß, Respekt vor Älteren und chinesischen Lebensweisheiten erfährt man einiges und die Schilderungen zeigen einen Eindruck des chinesischen Lebensgefühls. Mir hat dieser Ausflug nach Asien sehr gefallen.

Zum Schluss verspricht James seiner Sheila den endgültigen Ausstieg aus seinem Agentenleben, doch die Katze lässt das Mausen nicht! Sicherlich wird uns Marlies Ferber noch mit einem 4. Band des agilen Altagenten erfreuen.

Fazit:

Dies ist ein echter Lesegenuss mit toller Krimihandlung und einzigartigen Protagonisten. Auch die vielen Hinweise auf die chinesische Lebensart sind faszinierend und haben mich persönlich wunderbar unterhalten.
Von mir gibt es die höchste Leseempfehlung von 5 Sternen.
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am 28. Juni 2015
Null-Null-Siebzig, Mord in Hangzhou: Kriminalroman, Lieferung war schnell und ist in Ordung. Die beiden Hauptfiguren sind eine Wucht zum kringel Komisch. Ein Buch zum Abschalten und sich Amüsieren.
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Nein, geschüttelt wird chinesischer Tee natürlich nicht! Obwohl er ein Auslöser für die Ermittlungen von "Null-Null-Siebzig", James Gerald, ist. Aber mich hat es geschüttelt, und zwar oft vor Lachen! Selten bin ich so gut unterhalten, und gleichzeitig informiert worden.

Man kann das Buch natürlich in zweierlei Hinsicht bewerten. Einerseits als Fortsetzung einer Reihe, und andererseits als "Krimi an sich". Ich will beides versuchen, und zwar nacheinander.

Als Teil einer Reihe ist das Buch sehr konsequent geschrieben. Das Wort hört sich sperrig an, ist aber nicht so gemeint! Die Autorin, Marlies Ferber, hat sich zwei Protagonisten ausgesucht, mit denen sie wirklich lebt, und deren Werdegang sie glaubwürdig schildert. Bereits in zwei Fällen haben der 70jährige James und seine Freundin Sheila die Fährte von Verbrechern aufgenommen. Diesmal verschlägt es sie nach China, genauer gesagt, nach Hangzhou. James will offiziell "nur" zu einer Hochzeit, gerät inoffiziell aber doch wieder in den Bann seiner ehemaligen Agententätigkeit. Und Sheila...? Schreibt ihm erst E-Mails, wird dann besorgt, und dann... aber lest selbst!

Schön ist an diesem Buch, dass sich die Beziehung von James und Sheila in immer neuen Facetten darstellt. Erst im letzten Band waren sie sich ihrer Gefühle füreinander sicher geworden, und schon jetzt gibt es Eifer- und Sehnsucht, versteckte Taktiken und nicht ganz so versteckte Vorwürfe. Ferner hat mir auch gut gefallen, dass auf die vorigen Fälle zwar Bezug genommen wird, aber sehr dezent.

Als Krimi an sich ist das Buch sicher ungewöhnlich. Es kommt ohne viel Blutvergießen aus, punktet aber dafür mit sehr viel Hintergrundwissen zu China. Das wird sehr gekonnt und flüssig mit der Handlung verbunden, und hat mich voll überzeugt. Es gibt chinesische Legenden und Sprichwörter, sowie viele Einsichten in die östliche Mentalität, und wie sie uns Europäer sehen. Da kann man sich als Leser so manches Mal an die eigene Nase fassen!

Der Fall selbst kann kaum chinesischer sein. Die Qualität des weltberühmten chinesischen "Drachenbrunnentees" ist durch eine Vergiftungsaktion gefährdet. China vermutet internationale Sabotage, und bittet James um Hilfe. Was James nicht alles auf sich nimmt, um zu ermitteln! Er gibt sich als Wissenschaftler aus, erträgt so manchen bürokratischen Irrsinn, und trickst die Behörden - und die gegnerische Seite - am Ende doch aus. Wirklich köstlich! Solche Stäbchen hätte ich auch gerne...!

Der Spannungsbogen ist genau so gestaltet, dass man als Leser auch Chancen hat, mitzuraten. Letzten Endes ist eines der Tatmotive sogar mit James' weiterem privaten Umfeld verbunden... das ist wirklich herzergreifend, und stellt moralische Fragen. Die erfreulicherweise ein wenig offen gelassen werden.

Zuerst fand ich nur ein wenig schade, dass Sheila über weite Strecken des Buches ein wenig im Hintergrund bleibt. Das wird jedoch durch einen Knalleffekt am Schluss wieder wett gemacht. Außerdem ist sie ja, in Mails und Telefonaten, sowieso immer präsent.

Letzten Endes gebe ich dem Buch alle fünf sehr wohlverdienten Sterne. Denn es ist für ein sehr breites Publikum geeignet: Für Fans von James und Sheila. Für Liebhaber klassischer britischer Krimis. Für Leser, die auf spielerische Weise mehr über China wissen wollen. Und - für Leser, die einfach nur auf der Suche nach guter Unterhaltung sind!
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