weddingedit Hier klicken muttertagvatertag Cloud Drive Photos Learn More madamet HI_PROJECT Hier klicken Fire Shop Kindle Sparpaket Autorip GC FS16

Kundenrezensionen

4,9 von 5 Sternen14
4,9 von 5 Sternen
5 Sterne
12
4 Sterne
2
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
Preis:24,95 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 13. Januar 2012
Die Tagebücher bieten einen hervorragenden Einblick in das Leben bei Hofe zu Zeiten Ludwigs XV. und Ludwigs XVI. Hans Pleschinski ist es gelungen, eine sehr fundierte, sehr aufschlussreiche Auswahl aus den weitaus umfangreicheren Aufzeichnungen zusammenzustellen. Nicht allein die Deutschland betreffenden Passagen lohnen die Lektüre. Gerade im Hinblick darauf, dass fünf Jahre nach seinem Tod die Französische Revolution begann, ist es sehr aufschlussreich zu erfahren, wie sehr sich ein Adeliger wie der Herzog von Croy zwar der prekären Lage im Land bewusst gewesen ist, wie wenig einer wie er (und die meisten Zeitgenossen wohl auch) aber einzuschätzen wusste, was da am Horizont letztlich für ganz Europa dräut. Interessant sind auch die Begegnungen mit berühmten Zeitgenossen, angefangen bei Madame de Pompadour über Voltaire und Benjamin Franklin bis hin zum inkognito reisenden Kaiser Joseph II. Knappe, informative Anmerkungen des Herausgebers runden das Ganze ab. Hervorzuheben ist auch die liebevolle Gestaltung des Buches sowie die kluge Auswahl des Bildmaterials. Ein wahrer Genuss!!!
0Kommentar|27 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. März 2012
Anne Emmanuel François Duc de Croÿ, Fürst des Heiligen Römischen Reiches, Prince de Solre-le Château, Fürst zu Moers, Graf von Büren etc., Baron de Condé, de Maldeghem, de Beaufort, etc., Maréchal de France, Grande de España de Primera Clase, Chevalier de l' Ordre de Saint-Esprit, Gouverneur de Condé, Comandant du roi en Picardie, Calais et Boulonnais, ist der Stammvater alle Mitglieder des weitverzweigten Hauses Croÿ sesshaft in Frankreich, Belgien, Deutschland und Österreich. Ohne sich natürlich dieser Rolle bewusst zu sein, war der Herzog ein in seiner hochadligen Familie verwurzelter, seiner Privilegien sehr wohl bewusster und um seines Standes angemessener Auszeichnungen stets bemühter Aristokrat. Darüber hinaus war er ein Mann von edlem Geist, wissenschaftlicher Distinktion und besorgtem Familiensinn.

Am Abend seines Lebens resümierte er einige für ihn wichtige Ereignisse seiner Zeit: ...[es] hatte sich die Physik Newtons durchgesetzt, hatte Franklin den Blitz bezwungen, waren die Längengrade entdeckt, die Gesetze von Ebbe und Flut erkannt worden, hatte Mr. Cook die bisher kaum bekannte andere Hälfte der Welt erkundet, waren künstliche Gase entdeckt und die Lust analysiert worden ... Und nun erhoben sich Menschen in die Lüfte. ... Und es bedeute erst den Anfang!" An allen diesen Entwicklungen nahm er lebhaften Anteil, besuchte Benjamin Franklin, ermunterte die Brüder Montgolfier, pflegte Umgang mit Sausure, Diderot und Voltaire, betrieb eigene Experimente und schrieb im Geist der Zeit an einer naturwissenschaftlichen Enzyklopädie.

Einen solch weiten Horizont erwartet man nicht von einem Mann, der als Militär groß wurde, an einer Reihe von Feldzügen, vor allem auf deutschem Gebiet, in kommandierender Stellung teilnahm, die Entwicklung der französischen Kriegsmarine durch den Ausbau besonders des Hafens von Calais förderte und sich als militärischer Gouverneur der nördlichen atlantischen Provinzen Frankreichs, insbesondere der Heimat seines Geschlechts, der Picardie, verdient machte.

Nicht zu unterschätzen ist auch seine Rolle als Diplomat, politischer Kopf und Höfling während der Regierungszeit Ludwigs XV und Ludwigs XVI. Er ging bei Madame de Pompadour, Madame de Maintenon und der Königin Marie Antoinette ein und aus und benutzte deren Einfluss sowohl zur Erreichung politisch-finanzieller Ziele zugunsten Frankreichs wie auch eigener Rangerhöhungen. Er nahm an den Krönungen des Wittelsbacher Kaisers Karl VII und Ludwigs XVI teil, war Gastgeber des Königs Christian VII von Dänemark und pflegte einen mehr als formellen Umgang mit Kaiser Josef II, als dieser seine Schwester in Frankreich besuchte.

Dass wir diese Kenntnisse über eine wahrhaft universale Persönlichkeit besitzen dürfen, verdanken wir der einfühlsam-eleganten Übersetzung etwa der Hälfte der Croÿschen Tagebücher von Hans Pleschinski, der schon durch die Herausgabe von Briefen der Madame Pompadour für die Epoche des ausgehenden Absolutismus in Frankreich bestens ausgewiesen ist. Wertvoll sind seine knappen, aber informativen Zwischenbemerkungen und der zurückhaltenden Sprache seiner Übersetzung. Dem Verlag C.H.Beck gebührt Dank für die nahezu bibliophile Ausstattung dieses Buches, wobei ich auf dem Schutzumschlag anstatt eines zeitgenössischen Schuhs eher ein farbiges Portrait des Protagonisten erwartet hätte.
22 Kommentare|18 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. November 2012
Dieses Buch zu lesen, heißt nicht nur, delikate Details über die brisante Zeit, in der es spielt, zu erfahren. Es heißt, die ganze Lektüre lang in jene Zeit sinnlich wahrzunehmen und auf diese Weise ungleich intensiver zu verstehen. Das ist nicht nur dem Verfasser der Tagebücher zu verdanken, sondern auch dem Übersetzer und Herausgeber, dessen intime Kennerschaft sich nicht in intellektuellen Komentaren zu erkennen gibt, sondern in der souverän sicheren Wahl des treffenden Wortes, des richtigen Tons, der stets der Übertreibung entgegenwirkt.Es ist die hohe Kunst Hans Pleschinskis, den Leser beglückt das Prickeln dessen spüren zu lassen, was heute selten geworden ist: Geist mit Charme - Esprit. Dieses Buch ist Champagner fürs Hirn.
0Kommentar|8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. Februar 2013
Ich verdanke dieses Buch einer Zeitungsrezension, vermutlich in der FAZ geschrieben. Dafür bin ich ewig dankbar.
Nie hätte ich sonst zu dieser Lektüre gegriffen.
Nun bin ich infiziert und will mehr über diese Zeit wissen. Eine Zeit, in der Voltaire lebte, Joseph II und eben Louis XV. Der Vorabend der Französischen Revolution zeigt sich schemenhaft.
Es ist unglaublich, wie von Croy es versteht, diese Zeit und das Leben in Versailles, in Paris zu beschreiben. Man ist mit ihm zusammen "vor Ort", seine völlig unbestechliche Wahrnehmung, seine Selbstkritik, vor allem aber auch seine Menschlichkeit, die ihn nicht hindert, Tränen und Freude uneitel mitzuteilen - dies alles macht das Buch zu einer unerhört spannenden Lektüre, die nur einen Mangel hat: sie ist zu schnell zu ende.
Last not least ist es äußerst vergnüglich zu erleben, wie von Croy seine Eindrücke einer Deutschlandfahrt darstellt, sie haben an Aktualität eigentlich nichts verloren....
0Kommentar|4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. Oktober 2011
Die einzigartigen mémoiren des herzogs von Croÿ sind unter dem titel journal inédit bekannt, aber auch die diversen französischen ausgaben sind ja nicht vollständig. Dieser fürst des 18. jh nahm insofern eine sonderstellung ein, als er zugleich französicher aristokrat, später herzog, als auch reichsfürst des HRR war. Er dürfte einer der wenigen menschen sein, die sowohl zeuge der krönung des dt. kaisers Karl VII als auch des franz. königs Louis XVI war.

Hans Pleschinski hat ca. ein viertel der ganzen mémoiren ausgewählt und in wunderschönes deutsch übertragen. Croÿs distinguierter, z. t. etwas steifleinener stil kommt im deutschen gut an, und ich zweifle nicht daran, daß Pleschinski selbst derjenige ist, der von diesem unternehmen am meisten profitiert; auf sein nächstes buch dürfen wir jedenfalls gespannt sein.

Croÿ fühlte sich einer richtung verpflichtet, die man heute als »reformkonservativ« bezeichnet (und mit der wir in bayern immer gut gefahren sind). Der herzog ist allem neuen gegenüber aufgeschlossen, besucht Rousseau und Franklin, versteht sich gut mit Mme Pompadour. Für Mme du Barry und ihren Clan, wie für alles halbseidene, hat er freilich nicht viel übrig. Technischen neuerungen gegenüber ist er dagegen sehr aufgeschlossen und besucht am ende seines lebens die ersten ballonvorführungen der frères Montgolfier.

Ein schönes wertvolles buch, ein wahrer hausschatz, der an die mémoiren des herzogs von saint-simon anschließt und uns über die geschehnisse in frankreich des 18. jh., besonders am königshof, auf dem laufenden hält. Für dt. leser dürfte besonders die beschreibung des besuchs Josephs II. in Frankreich von interesse sein.

Ceux qui n'ont pas lu Hans Pleschinski ne pourront jamais savoir ce qu'est la douceur de la lecture !
44 Kommentare|34 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. Juni 2014
Ich habe das Buch verschlungen und mit jeder Seite hatte ich mehr das Gefühl, den Herzog auf seiner "Reise durch die Zeiten seines Lebens" zu begleiten.

Er schreibt ungewöhnlich menschlich und ist sehr liebevoll in seinen Formulierungen über seine Familie. Neben präzisen Darstellungen historischer Ereignisse, wie z. B. der Erkrankung und dem Tod Ludwigs XV., sind auch die Schilderungen des Alltags oft sehr detailliert und lebendig, was wie ein Fenster in seine Zeit wirkt.

Von Croy war anscheinend kein arroganter Vertreter seiner gesellschaftlichen Schicht. Er reflektiert häufig und hinterfragt das System, in dem er lebte. Ihm war das Glück seiner Kinder überaus wichtig, was damals nicht unbedingt weitverbreitet war, denn gerade in Adelskreisen war eine vorteilhafte Verbindung wichtiger als private Wünsche oder Gefühle.

Neben der Fülle interessanter Informationen, zeigt sich aber auch eine weitere ungewöhnliche Seite dieses Mannes - er war witzig. Er schreibt u. a. im Kapitel 'Krieg zieht auf':"Sobald wir unsere Zähne zeigten, würde England kuschen [...] Vergebens wandte ich ein, daß man Zähne bräuchte, um sie zu zeigen" (Pleschinski, H., S. 133). Im Kapiel 'Amerika brennt' bemerkt er mit Blick auf Franklins Augengläser : "Es bleibt erstaunlich, wie viele Gelehrte mit schwachen Augen so vieles erkannt haben!" (Pleschinski, H., S. 320).

Das Buch hat über 400 Seiten und da mann sich sehr auf den Herzog einlassen kann, hatte ich fast das Gefühl mich am Ende des Buches - und seines Lebens - von einem Freund verabschieden zu müssen ..

Es ist das interessanteste Buch, das ich bisher aus dieser Zeit gelesen habe!
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. April 2013
Dieses Buch gewährt Einblicke in das Leben eines Adeligen zur Zeit Ludwigs VI. Der Herzog ist zwar in einigen Ansichten seiner Zeit voraus, aber letztendlich ist er ein Gefangener seiner Zeit. Er muss bestimmte Titel oder Vorrechte erlangen, um im Reigen seinesgleichen zu bestehen. Man fiebert mit ihm, wird es ihm gelingen?
0Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. Juli 2014
Wir haben hier mit dem Herzog von Croy nicht nur einen Erzähler, sondern auch einen Schreiber, der wundervoll
beschreibt - und zwar alles: Kleider, Dinge, Landschaften, Menschen usw. Dadurch wird die Lektüre sehr
interessant und ist eine wunderbare Ergänzung zu den Biografien z.B. der Madame de Pompadour und die
Zeitspanne von etwa 1730 - 1780.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. Dezember 2014
Dieses Buch ist wie eine Zeitmaschine. Nach einer Weile beginnt man in der Zeit zu leben, die er so bildlich und fassbar beschreibt. Ein paar Kürzungen vonm Verlag hätten dem ganzen vielleicht nicht schlecht zu Gesicht gestanden. Selbst wenn es streng genommen Verfälschungen des Originals gewesen wären.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. April 2014
Optimal
Besser gehts nicht
Auf meiner Fingerskala Note von 1-10
Note 10+
Dieser Lieferservice war besser als gut
Unbeschreiblich
Indescribable
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden