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am 7. September 2011
Wer kennt das nicht. Ein Freund/Kollege/Diskussionspartner ist stur, verbockt und will es einfach nicht einsehen. Obwohl er eigentlich null Argumente hat, gibt es stundenlange Diskussionen, die sich im Kreise drehen. Am Ende muß man aufpassen, daß man seine Souveränität nicht verliert und mit seinen Argumenten blöd dasteht und der Fundamentalist mit einem Grinsen im Gesicht abzieht und evtl. neutrale Zuschauer sogar überzeugt hat.

Das Problem beim Fundamentalismus: Es arbeitet wie die Bildzeitung: Ohne Fakten, aber mit Emotionen. Leicht und klar verständlich und emotional für jeden nachvollziehbar.

Dieses Buch KANN helfen, daß man sicherer wird im Umgang mit solchen Menschen, allerdings steht am Anfang die Erkenntnis, die im Buch an Beispielen aufgezeigt wird. Oft, aber nicht nur(!) an der fundamentalistischen Religions"kultur".

Schön und gut....es wird auch gezeigt, wie man den einen oder anderen Fallstrick umgeht. Nur leider....eine Lösung, wie man einen Fundamentalisten wirklich überzeugt, daß er es einsieht....diese Ansätze sind leider nur dünn gesäht. Mir scheint, daß beste was man da rausholen kann als aufgeklärter Mensch ist ein technisches Unendschieden....obwohl man doch die besseren Argumente hat...naja....

Trotzdem empfehle ich dieses Buch als Grundlage für Diskussionswütige, denn bessere Alternativen dazu kenne ich auch nicht. Vielleicht gibt es irgendwann mal einen Nachfolger, der mehr Lösungsansätze aufzeigt
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Schleichert erklärt die Argumentationslehre. Im Gegensatz zur Rhetorik, die als Ziel eher das Durchsetzen per Überreden hat, will die Argumentationslehre mit strenger Logik überzeugen. Daher gleich als Vorwarnung: das Buch hat einen recht hohen, fast juristischen Abstraktionsgrad, wenn er Diskussionen und Texte analysiert. Die Ausführungen sind in dieser Hinsicht brillant, aber auch sehr anspruchsvoll und nicht so locker, wie das Cover verspricht.
Zunächst zeigt Schleichert auf, wie die klassische Argumentationslehre die Logik der Argumente prüft und auf eine gemeinsame Basis von Werten und Prinzipien zurückführt. Dieser "kleinste gemeinsame Nenner" zweier Diskutanten ist der Punkt, wo ein Kompromiss effektiv ansetzen kann. Die Problematik bei der Diskussion mit Fundamentalisten ist nun, dass keine gemeinsame Basis existiert, denn dann ist keine befriedigende Lösung möglich. Man kann eben mit einem Strenggläubigen keine Einigung in der Frage finden, welches der "wahre Gott" ist. Aus der Argumentationslehre ergibt sich, dass Kritik und Kompromisse ganz anders, viel vorsichtiger angesetzt werden müssen, und vor allen Dingen sehr viel langfristiger. Es wird in Generationen gerechnet (!).
Um nicht mit aktuellen Ideologien zu kollidieren, zeigt Schleichert die Charakteristika fanatischer Argumentationen und die langwierigen Prozesse zu Veränderungen an Hand der mittelalterlichen Inquisition und Ketzerverbrennung durch die katholische Kirche auf. Er zitiert ausführlich radikale Theoretiker wie Calvin und die oft sehr subtile Kritik eines Voltaire. Diese tiefgehende Recherche ist einfach genial! Den Transfer zu aktuellen Fanatismen darf man selbst machen, mittlerweile kämpfen ja auch westliche Großmächte "im Auftrag Gottes" und wollen mit Krieg Frieden und Freiheit bringen. Ein brillantes und wichtiges Buch in einer Zeit, in der Fanatismus zunehmend unsere Welt bestimmt.
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am 2. März 2006
Der etwas marktschreierische Titel irritiert. Der Untertitel jedoch lässt eher vermuten, um was es geht: "Anleitung zum subersiven Denken".
Es ist nicht einfach, selbst wenn man wachsam und aufmerksam liest, den kompletten Inhalt und die inhaltliche Fülle komplett wahr- und aufzunehmen. Das Buch verlangt eine gute Reflexionsfähigkeit.
Schleichtert beschreibt verschiedenste Argumentations-Typen, von historisch-genetischen bis hin zum Quoque-Argument. Dies ist inhaltlich anspruchsvoll.
Insgesamt erfüllt der Autor allerdings die Erwartungen des Titels hervorragend. Es schadet nicht, das Buch auch ein zweites Mal zu lesen - im Gegenteil. Viele Kleinigkeiten, die einem beim ersten Mal gar nicht unbedingt aufgefallen sind, werden einem so bewusster und helfen bei der eigenen Argumentation (in Diskussionen) - ob nun mit "Fundamentalisten" oder auch jedem anderen Diskussionspartner.
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am 24. September 2005
Na ja, das "ohne den Verstand zu verlieren" ist wohl etwas reisserisch, doch sonst erfährt man im Handbuch Schleicherts alles was der Titel Wie man mit Fundamentalisten diskutiert. Allerdings setzt das Studium ein hohes Maß an Bildung und die Fähigkeit voraus, trockene theoretische Erläuterungen zu verstehen.
Zunächst lernt der Leser etwas Logik, dann geht es sofort um allgemeine Argumentationsfiguren, denen man am Arbeitsplatz, Sportplatz, Stammtisch oder auch in den Newsgroups immer wieder begegnet. Schleichert gibt ihnen kernige Namen wie "Das slippery-slope-Prinzip". Das erlesene Wissen wird dann in praktischen Fällen des Fanatismus erprobt. Meist nimmt er dazu Beispiele des religiösen Fundamentalismus. Nicht nur Islam und New York, auch mitten bei uns wird um Kreuze und Kopftücher gestritten und argumentiert; manchmal muß man im Internet auch wieder gegen den Kreationismus antreten.
Die Lektüre lohnt sich für jeden, der absurde oder weniger absurde Fanatiker argumentativ erschüttern (überzeugen gelingt meist nicht) will. Lohnt sich auch zum Wiederlesen.
Sehr zu empfehlen für alle, auch für die Fundamentalisten selbst.
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am 28. November 2015
Wer eine Vorlesung in Logik & Rhetorik sucht, gemischt mit Kirchen-, bzw. Theologiekritik, der mag Freude daran finden.
Der Inhalt bleibt innerhalb seines Fachs (Argumentationstheorie) und somit auf der Sachebene.

Wer im Ansatz etwas sucht, was im Titel und Untertitel versprochen wird, wird nicht fündig.
Weder wird es dem Phänomen des Fundamentalismus gerecht, noch zieht es politisch-wirtschaftliche oder emotional-psychologische Komponenten ein. Es gibt schlicht auch keine Anleitungen. Der Autor ist weit weg von hilfreichen Tipps in der täglichen Auseinandersetzung mit Fundamentalisten, dafür gibt es einen Rundumschlag über tausende Jahre philosophische und theologische Argumentationslinien. Der Verlag nennt es "Satire", naja. Mein Eindruck ist, ein Autor hat sich Jahre des Frustes von der Seele geschrieben. Auch wenn Lachen und Humor kurz erwähnt werden, ist der Autor selber davon Lichtjahre entfernt.
Daneben bleibt (trotz wissenschaftlichen Anspruchs) die Auseinandersetzung mit dem Toleranzbegriff sehr einseitig. Hier hätte Erich Fromm kommen können (Autoritaristischer Charakter & Toleranzfalle).

Wer versucht auf der Sachebene und Logikgesetzen Fundamentalismus zu begegnen, muss scheitern.
So bleibt das Buch praxisfern, es hat als wissenschaftliche Betrachtung seinen Platz.

+ Rhetorik (wiss.)
+ Logik (wiss.)
+ Geschichte und Wissenschaftstheorie

-- keine Betrachtung des Phänomens Fundamentalismus, Fanatismus, Subversivität
- hilfreich
- Praxistauglichkeit
- sehr einseitig
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am 26. April 2009
Der Titel suggeriert ein leicht verständliches Stück, eine Art Kampfschrift, wie man mit verbohrten Menschen diskutieren kann.

Leider ist der Text nicht gut didaktisch aufbereitet. Die eingeführten Argumentationsfiguren haben schwer zu behaltende Namen (für mich als Lateinbanause), es gibt keine Zusammenfassung der Grundlagen. Hatte mir schon überlegt, eine Übersicht über die verschiedenen Argumentationstechniken und -kniffe zu erstellen (war bislang aber zu träge dafür).

Eine zweite Schwachstelle waren für mich die verwendeten Beispiele. Meist handelte es sich um Bibelzitate oder um mehrere hundert Jahre alte Diskussionen zu Bibelstellen (z.B. Calvin, Bayle, Voltaire). Hier hätte ich mir aktuellere oder generellere (nicht nur auf das Christentum zielende) Beispiele gewünscht.

Das führt mich auch schon zum dritten Schwachpunkt. Ich hatte von dem Buch eine generellere Betrachtung der Problematik "Fundamentalismus" erwartert - eine Betrachtung über den religiösen (und hier hauptsächlich den christlichen) Horizont hinaus.

Das Buch ist jedoch kein vollendeter Reinfall. Der Autor hat ein fundiertes mit großem Aufwand recherchiertes Werk geschaffen, wobei ich bei der Annäherung an das Werk jedoch einige Schwierigkeiten hatte.

Ein weitaus besser aufbereitetes und lesbareres Buch ist "Das sockenfressende Monster in der Waschmaschine. Eine Einführung ins skeptische Denken" von Christoph Bördlein. Im Kern geht es ums gleiche Thema: kritisches Hinterfragen von Behauptungen. Bördleins Buch ist jedoch aus dem Blichkwinkel eines Psychologen geschrieben und für mich besser geeignet zu lernen, hinter Argumentationsfassaden zu blicken.
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am 6. Mai 2012
Die ersten zwei Drittel bestehen praktisch rein aus Faktenwissen bzw. aneinandergehreihten Argumentationsfiguren mit ein bis zwei Beispielen aus der Geschichte oder dem Alltag.
Erst gegen Ende zieht man praktischen Nutzen aus den Ausführungen zum "subversiven" Argumentieren.

Das Buch ist für meinen Geschmack zu theoretisch, um dem doch sehr populärwissenschaftlichen Titel zu entsprechen. Nichtsdestotrotz bleibt es eine gute Abhandlung über Argumentationstheorie und den umgang in Diskussionen mit fundamentalistischen/dogmatischen Gedankenmodellen. Es könnte im ersten Teil etwas spannender zu lesen sein, erfüllt aber seinen Zweck voll und ganz.
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TOP 1000 REZENSENTam 28. Dezember 2012
Auch wenn es der Titel anders vermuten lässt: es ist kein reißerisches Buch, keine Sammlung an Tricks und keine Anleitung zum unmittelbaren Parieren. Vielmehr offeriert hier der Autor einen Werkzeugkasten, mit dem zu umgehen dem geneigten Leser überlassen wird.

Es ist also kein Buch mit spielereischem didaktischem Ansatz, wie wir es zum Beispiel von einem Richard Wiseman kennen. Es ist im Gegenteil ein Buch, wie es nur Philosophen, Linguisten und Literaturwissenschaftler zu schreiben vermögen: dicht mit Inhalten gepackt, jeder Satz, jedes Wort ist wichtig und darf nicht überlesen werden, nicht unbetrachtet bleiben. Höchste Konzentrtion ist gefordert - sonst ist der Faden verloren; der Leser auch.

Die hohe Aufmerksamkeit wird aber auf jeden Fall belohnt, denn der Autor versteht sich durchaus darauf, dem Leser einen sicheren, erkennbaren Weg durch die dichte Materie zu weisen. Statt direkte Anleitungen zu geben, erklärt Hubert Schleichert vielmehr, wie unsere (und vor allem: die der fundamental Denkenden) Denkweise funktioneirt, welche Fallen lauern, welche Denkfehler wir gemeinhin begehen und wie wir dieselbe vermeiden und bei anderen erkennen.

Gerade in heutiger Zeit des Meinungspluralismus, des allgegenwärtigen Relativierens im Namen der oft vereinfacht gemeinten politischen Korrektheit, in einer Zeit der politisch oktroyierten, wissenschaftlich verkleideten Ersatzreligionen, in einer Zeit hitziger Blog- und Kommentardebatten im Netz - gerade jetzt tut ein solches Buch Not - und Gutes.

Warum also nur vier Sterne? Nun, eine Prise Humor und Selbstdistanz hätte auch diesem ernsthaften Buch nicht geschadet.
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am 25. April 2012
Der Titel lässt eine gepfefferte Auseinandersetzung mit fundamentalistisch eingestellten Menschen erwarten, und den einen oder anderen Hinweis, wie man ihnen Paroli bieten könnte. Das Buch ist aber völlig anders. Es besteht im ersten Teil aus einer wissenschaftliche Analyse des Argumentierens, völlig abstrakt, gespickt mit Fremdworten, und leider auch wenig ansprechend geschrieben. Im zweiten Teil wird diese Argumentationslehre dann angewendet auf religiösen Fundamentalismus, aber nicht anhand von aktuellen, sondern von historischen Beispielen (florentinisches Konzil von 1441, Voltaire, Nietzsche, ...). Die dort ausgebreiteten Analysen mögen brillant sein, aber sie haben so gar nichts zu tun mit der Lebenswirklichkeit eines normalen Menschen, und spannend zu lesen sind sie auch nicht.
Fazit: geeignet für Theologie- und Philosophie-Studenten, die Materialien fürs Seminar benötigen, aber nicht zur unterhaltsamen Lektüre in der U-Bahn.
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am 7. Dezember 2015
Rezension zu: Hubert Schleichert: Wie man mit Fundamentalisten diskutiert, ohne den Verstand zu verlieren: Anleitung zum subversiven Denken, 6. Auflage, München 2008.

In diesem Buch serviert uns der Autor einen Kurs in einfache Logik, These und Argumentation wider die ideologische oder religiöse Borniertheit, welche in unseren Tagen wieder in besonderer Weise um sich greift. Ihr gegenüber stellt Schleichert die Tugend auf, welche keine Neigung, sondern eine Tugend sei.
Die Argumentation ist der Versuch, die Wahrheit einer These nachzuweisen. Ein Argument muss logisch sein, andernfalls ist es keins. Das Argument ist schlüsig, wenn es die Wahrheit einer These garantiert. Doch genau hier eröffnet sich das weite Feld rhetorischer Tricks und Spielereien, wie der Autor mit Beispielen verdeutlicht. Er will unser Denken trainieren, damit wir diese «Fallgruben» umschiffen können; dies scheint vor der Tatsache, dass wir Menschen unsere Ideologie und Religion von unseren Eltern übernehmen, um so wichtiger, weil wir unsere eigenen Vorstellungen selten kritisch hinterfragen und meist darum bemüht sind, andere von der Richtigkeit unserer Ideen zu überzeugen. Daran sind insbesondere die Politiker interessiert.
Der Autor zeigt gekonnt, wie diese Menschen arbeiten und wie sie mit logischen Argumenten an die Wand genagelt werden können; sollten wir hier jedoch nach einer Anleitung erwarten, werden wir enttäuscht. Der Autor vermittelt die Grundlage logischen Satzaufbaues und subversiven Denkens, insofern ist der Untertitel dem Inhalt nicht gerecht geworden. Schleichert ist ein Kenner der chinesischen Philosophie und bedient sich gekonnt aus diesem Fundus, um seine Erklärungen laienverständlich zu gestalten.
Ich kann dieses Buch wärmstens weiter empfehlen, nach der Lektüre schauen wir politische Talkshows mit anderen Augen an und erkennen am Wortgebrauch eines Journalisten, zu welchen Schlussfolgerungen er uns verleiten möchte.
Ich bedanke mich herzlich an Autor und Verlag für dieses wunderbare, frische Literaturwerk. Möge es noch viele Neuauflagen erfahren.
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