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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. Juli 2013
Das Buch heißt im Untertitel völlig zu Recht "Auf dem Weg zu einer perfekten Packliste". Denn tatsächlich fängt dieser Ratgeber bei dem Abenteuer an, welches andere Jakobswegbücher oft außer Acht lassen: Die Zeit »davor«.

Noch bevor der Camino betreten wird, lässt uns der Autor mit viel Humor und einem scharfen Blick für Details an seiner Reise durch den Vorbereitungsdschungel teilhaben. Sie führt ihn in Outdoorläden, Kältekammern, auf windige Flughäfen, in Kirchen, zu diamantbohrerbewehrten Uhrenmachern, Drogeriemärkten, zu Bi Gu-Treffen und in Fachgeschäfte für religiöses Zubehör.

Das gewichtsoptimierte "Huckepäckchen", was Philipp Winterberg nach intensiver Material-Recherche mit auf den Jakobsweg nimmt, wird im zweiten Abschnitt des Buches auf Herz und Nieren geprüft. Schließlich folgt die Packlistenauswertung: Was hätte man noch brauchen können? Was kann man zu Hause lassen?

"Jakobsweg im Smoking" ist zwar im Herzen ein Ratgeber für Pilger und Wanderer, liest sich aber wie ein fluffiger Reisebericht. Wie nebenbei lernt man, warum man es sinnvoll ist, für Wanderungen lieber Merino statt Baumwolle zu kaufen, was neue Wanderschuhe mit pflegebedürftigen Haustieren gemeinsam haben und was man aus einer Alusitzmatte und ein paar Wäscheklammern so alles bauen kann.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. Dezember 2013
„Jakobsweg im Smoking“ von Philipp Winterberg ist ein fließend und durchaus amüsant geschriebenes Buch zum Packen für den Jakobsweg. Der Titel ist irreführend, denn der Smoking bezieht sich lediglich auf eine Begebenheit, die der Autor auf dem Jakobsweg hatte. Der Autor arbeitet beim Packen grammgenau und detailliert. Er kauft viel und teuer, nimmt aber dann nur einen Bruchteil seiner Gegenstände mit. Er kauft markenverliebt und nennt auch alle Marken, auch, wenn diese sich am Ende nicht bewährt haben. Kurz: Er stellt akribisch seine eigene Packliste zusammen und nennt sie dem Leser; letztendlich muss der Leser aber seine eigene Liste erstellen und kann sich hier eher wenige Tipps abschauen.

Ich selbst war schon mehrere Wochen auf dem Jakobsweg und habe meine eigene Packliste. Diese kommt mit vielen Dingen aus, die schon im Kleiderschrank vorhanden sind. Zählt man die Kosten seiner Ausrüstung, so mag diese beim Autor schon bei ca. 1500,- Euro liegen, inklusive der Dinge, die dann doch zuhause bleiben durften. Das muss überhaupt nicht sein. Hat man einen guten Rucksack, so zählen ein paar Gramm, ja sogar ein kg mehr oder weniger gar nicht so viel. Daher finde ich es lächerlich, wenn man z.B. Etiketten, die gerade mal 3 Gramm wiegen, entfernt, um Gewicht zu sparen.

Leider kommt es mir so vor, als habe der Autor vor lauter Packen den eigentlichen Sinn des Jakobsweges vergessen. Das wird auch deutlich, als er über 100 km am Stück zurücklegt und sogar die ganze Nacht durchläuft. Den anderen Pilgern, die sich auch über schwere Rucksäcke oder Schmerzen beklagen, steht er eher überheblich gegenüber. Er lässt sie reden und geht weiter, denn er hat ja die Probleme nicht. („Ich verabschiede mich“)

Am Ende sollte man sich lieber seine eigene Packliste machen und sich wenig von dieser hier leiten lassen. Ein paar gute Tipps wird aber jeder in diesem Buch finden. Ich werde mir z.B. einige der Apps fürs Smartphone laden – viel mehr aber auch nicht. Trotzdem ist ‚Jakobsweg im Smoking‘ ein amüsantes Buch, das kurz und gut lesbar daher kommt. Trotz aller Kritik habe ich es sehr schnell und gern gelesen. Der Schreibstil des Autors gefällt mir sehr. Ob das Buch eine Hilfe ist, wenn man noch keine Ahnung hat, was man packen sollte, weiß ich nicht. Vielleicht lässt man sich dann auch von den falschen Dingen leiten. Wieso sollte man z.B. die viel angepriesenen, teuren, Socken kaufen, wenn sie doch so schnell Riesenlöcher aufweisen? Vielleicht, weil man den Kaufpreis oder die Socken erstattet bekommt? Auf dem Weg selbst hilft das kaum.

Fazit: Wenn der Leser kritisch bleibt und seine eigenen Entscheidungen für die Jakobsweg-Packliste bleibt, ist „Jakobsweg im Smoking“ eine nette Lektüre. Wenn der Jakobspilger neu auf dem Weg ist, sollte er sich aber lieber auf die allgemeineren Packlisten in den Wanderführern verlassen. Und: Man kann auch mit 8kg und ein bisschen ‚Luxus‘ im Gepäck sehr gut und glücklich laufen!
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. August 2014
Mit viel Erwartung an dieses Buch herangegangen und vermutlich schon auf halber Strecke enttäuscht zurückgeblieben.

Da ich dachte, dass ich (auch sonst immer mal mit dem Rucksack unterwegs) mir hier den einen oder anderen guten Tipp abholen kann, hatte dieses Buch schon fast verloren als ich
las, dass der Autor den Deckel an seiner Reiserolle Zahnseide entfernte. Nun gut, dachte ich, liest du dir den Rest doch auch durch.
Fazit: Das mag für Männer, die nicht oder kaum frieren durchaus machbar sein, als Frau hingegen, die doch ein wenig Wert auf zwei bis drei Luxusartikel legt, kann man auch getrost darauf verzichten. Denn ja,
für mich ist mein Epilierer wichtig und ja, auch eine Haarspülung muss mit. Das braucht keine 400 ml Packung sein, aber eine kleine Packung schon. Ebenso der "normale" Schlafsack, mir reicht ein Seidenschlafsack nicht.
Und was das Tapen, die Zwei-Socken-Variante oder die Blasenpflaster angeht, so denke ich, muss jeder seinen eigenen Weg finden. Was hingegen die Erklärung der Bekleidungsschichten angeht, so finde ich das Buch wirklich gut. Doch auch diese Informationen bekommt man in einem guten Outdoorfachgeschäft.
Ich möchte also jeden ermutigen, der sich nach diesem Buch fühlt, als hätte er sich komplett falsch ausgestattet, auch mit dem einen oder anderen Kilo mehr zu gehen. Und auch Schuhe mit Gore-Tex sind durchaus in Ordnung. Soweit ich mich recht entsinne, hat der Autor vergessen, dass manche Leute Schuhe, die deutlich über den Knöchel gehen, bevorzugen. Und die sind nunmal, auch wenn es Leichtwanderstiefel sind, ein wenig schwerer.

Ich geh den Weg, auch mit mehr als 3 kg! Und meine Etiketten bleiben an den Sachen, ebenso der Deckel auf meiner Zahnseide.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Abwegiger kann ein Buchtitel eigentlich nicht sein. Doch das ist natürlich Absicht. Jakobsweg und Smoking passen nicht zusammen. Also entsteht im Gehirn ein großes Fragezeichen. Und schon nehmen wir das Buch in die Hand. Hat doch prima geklappt. Oder?

Philipp Winterberg wollte auch auf den Jakobsweg. Nach den ersten Versuchen, sein Gepäck zu planen, musste er feststellen, dass er wohl kaum unter 10 Kilo kommen würde. Immerhin wäre er damit nicht alleine, denn so viel haben wohl mindestens alle dabei. Oft ist es noch wesentlich mehr. Die Vorstellung, dass man mit diesem Gewicht auf dem Rücken mehrere hundert Kilometer durch teilweise nicht einfaches Gelände marschieren muss, stimmt schon in der Theorie bedenklich. In der Praxis wird diese Last bei den oft auch noch untrainierten Pilgern schmerzhaft Rücken, Schultern, Beine, Füße und die Knie belasten.

In seinem Buch berichtet uns der Autor nun, wie er diese Last auf unter drei Kilo optimierte, ohne dass dabei Sicherheits- oder Komfortlücken entstanden, die ihn dann eventuell zur Aufgabe gedrängt hätten. Nun ruft ein solches Vorhaben nicht unbedingt dazu auf, ein Buch darüber zu schreiben. Und wenn man es dennoch versuchen würde, welchen Charme hätte das überhaupt?

Ich hätte nicht gedacht, dass sich ein solches Buch so flüssig und angenehm liest und kann nur jedem raten, der den Jakobsweg in dieser Form beschreiten oder eine ähnliche Wanderung über viele Etappen machen will, es sich vorher zu Gemüte zu ziehen. Es enthält wirklich viele interessante Anregungen und Ratschläge. Sicher wird nicht jeder alles so machen wollen, wie es der Autor getan hat. Aber seine Herangehensweise erweist sich als so kreativ, dass man sie nicht außer acht lassen kann.

Zunächst beschreibt Winterberg, wie er sich zahlreiche Ausrüstungsgegenstände in Geschäften erklären lies und sie dann selbst ausprobierte, immer unter dem Gesichtspunkt von Praktikabilität und geringem Gewicht. Dass er dabei die entsprechenden Produkte beim Namen nennt, ließ sich natürlich nicht vermeiden. Darauf herumzureiten ist kindisch, weil ein Verzicht dem Text seinen Sinn völlig genommen hätte.

Im zweiten Teil beschreibt er schließlich seine praktischen Erfahrungen auf dem Pilgerweg, im dritten folgt noch einmal die Packliste mit Änderungen unter dem Gesichtspunkt dieser Erfahrungen. Dazu gibt es noch andere praktische Anregungen, die erst nach der erfolgreichen Pilgerfahrt entstanden. Im Anhang folgen eine Preisliste und eine Auflistung der 22 Etappen von Winterbergs Pilger-Wanderung. Das Buch endet mit der Vorstellung eines universellen Kopfschutzes, den Winterberg sich aus einer Sitzmatte und ein paar Clips bastelte und der ihm gute Dienste beim Schutz vor zu viel Sonne und gegen andere Belästigungen erwies.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. April 2014
Mit nur drei Kilo Gepäck beschritt Philipp Winterberg den Weg der Wege. Unter der Devise "Alles, was nötig ist, aber kein Gramm zuviel" testete er im Vorfeld seiner Tour gängiges Hyperlight-Equipment und stellte seine ganz persönliche "perfekte Packliste" zusammen. Und die ist wirklich effizient. Ich weiß nicht, ob ich jemals den Jakobsweg gehen werde. Aber auch für andere Wanderungen sind die Tipps von Philipp Winterberg Gold wert.

Insgesamt ist das Buch in drei Teile unterteilt: Packen, Pilgern und Packliste - die drei großen P's. Für mich entscheidend waren vor allem der erste und der dritte Teil. Während andere Ratgeber zu dem Sujet vor allem die einzelnen Stationen des Jakobsweges besprechen, setzt Winterberg viel früher an. Schon seine ersten Überlegungen zu seiner Gepäckauswahl dokumentiert er mit viel Humor in kleinen Anekdoten. Das notwendige Wissen vermittelt er fast nebenbei. Komplizierte Sachverhalten erklärt der Autor klar und verständlich.

Natürlich geht auch Philipp Winterberg zunächst los, um sich einen passenden Rucksack einzukaufen. Doch dann fällt ihm ein: Hey, ich weiß ja noch gar nicht, was da rein soll - woher soll ich also wissen, was für einen Rucksack ich brauche? Das gilt es nun heraus zu finden.
Der Leser begleitet den Pilger durch Trekking-Beratungsgespräche und Recherche. Auf was ist bei der Auswahl der Schuhe zu achten? Wie stellt man seine Wanderstöcke richtig ein? Wie funktionieren die verschiedenen Lagen geeigneter Funktionskleidung? All diesen Fragen geht Winterberg auf den Grund.

Während der zweite Teil des Buches, die Erzählung des Pilgerweges, recht schmal ausfällt, schließt sich eine gut aufgearbeitete Analyse im dritten Teil an. Was hat sich als gut und passend heraus gestellt? Auf was hätte man letztlich direkt verzichten können? In Tabellen und einem abschließenden Fazit beschreibt der Autor seine gewonnen Erkenntnisse. Übersichtlich und nachvollziehbar.

An nur einem Abend hatte ich das kurzweilig geschriebene und informative Büchlein durch. Gewonnen habe ich ein paar unterhaltsame Stunden, vor allem aber praktisches Wissen rund ums Wandern und die passende Ausrüstung. In jedem Fall empfehlenswert!
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. Dezember 2013
In diesem Buch begleitet man als Leser, Philipp Winterberg bei seinen Vorbereitungen und schließlich bei seiner eigentlichen Pilgerreise. Da dieses Buch in vier Teile (Packen, Pilgern, Packliste und Anhang) gegliedert ist, ist dieser kleine Ratgeber wunderbar überschaulich.

Zu Beginn erfährt man vieles über die Vorbereitungen und den Einkauf für die Pilgerreise. Nützlich fand ich hierbei die verschiedenen Vergleiche von unterschiedlichen Produkten, sodass man selbst als Nicht-Pilger oder angehender Pilger eine gute Übersicht erhält. Da Philipp Winterberg in diesem Buch ultraleicht pilgern möchte, wird dementsprechend auch sehr genau darauf geachtet, wie viel die unterschiedlichen Produkte wiegen. Auch war ich sehr amüsiert von den verschiedenen Verkäufern, die zu jedem Produkt eine Meinung zu haben schienen und denen der Verfasser etwas sehr unterhaltsames verliehen hat.

Besonders gut gefallen haben mir auch die unterschiedlichen Listen, die besonders gegen Ende einige Seiten zieren. Durch diese Listen hat man immer alles auf einen Blick: Preise und Gewichte der verschiedenen notwendigen Produkte. Auch fand ich die Erfahrungsberichte am Ende jeden Kapitels sehr aufschlussreich und nützlich.

Der Schreibstil ist sehr locker und unterhaltsam. Beim Lesen hatte ich weniger das Gefühl einen Ratgeber, sondern eher das Gefühl einen kurzen Roman zu lesen. Da die Etappen und Kapitel ziemlich kurz sind, hatte ich das Buch auch ziemlich schnell durch. Desweiteren veranschaulicht der Autor einige Dinge, wie z.B. Produkte, die er mit auf seine Reise nimmt, seinen Weg während der Reise und einige Sehenswürdigkeiten des Jakobswegs mit schwarz-weiß Bildern. Diese haben mir besonders gut gefallen, da man so einen guten Eindruck von der Reise bekommen hat und das Gefühl hatte, den Autor direkt zu begleiten.

Etwas enttäuscht war ich dann doch von den wenigen persönlichen Details. Ich hätte mir etwas mehr Emotionen und Schilderungen gewünscht, aber schließlich ist dieses kleine Buch kein Roman, sondern ein praktischer Ratgeber, weshalb ich mich auch nicht beschweren sollte :)

Beim Lesen dieses Ratgebers hatte ich unglaublich viel Spaß, denn der Autor hat vielen Details etwas witziges verliehen. So beispielsweise die unterschiedlichen Personen, denen er während seiner Reise begegnet ist. Zwar gab es nicht so viele Details, aber das, was man als Leser erfahren hat, hat ausgereicht, einem das Pilgern schmackhaft zu machen. Wirklich interessant was für unterschiedlichen Menschen man währenddessen begegnen kann.

FAZIT:
Falls ich mich jemals entschließen sollte, eine Pilgerreise anzutreten, dann werde ich definitiv auf diesen Ratgeber zurückgreifen! Ich für meinen Teil, war überrascht, wie gut mir dieses Buch als Nicht-Pilgerin gefallen hat. Ein unterhaltsamer Ratgeber, auch geeignet für Nicht-Pilger und angehende Pilger, die ultraleicht reisen möchten mit vielen nützlichen Tipps. Philipp Winterberg zeigt dem Leser nämlich, dass man auch mit wenig Gepäck sehr angenehm pilgern kann.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. Oktober 2013
Ein dänischer Pilger hat seinen feinsten Anzug dabei, denn er hat Angst sonst nicht in die Restaurants zu kommen. Wie kann das nur passieren?
Seit langer Zeit gehen Pilger den Jakobsweg und eigentlich sollte man meinen gibt es mittlerweile eine gute und leichte Packliste, die einen nicht beschwert, sondern beschwingt durch den Pilgerweg trägt. Doch falsch gedacht. Die meisten Pilger tragen eine Menge unnützes und schweres Zeug bei sich wie Wörterbücher, Solarladegeräte, Hängematten, Proviant und Co.
Dieser Ratgeber zeigt auf eine witzige Art und Weise, dass es auch anders geht. In witzigen und unterhaltsamen Episoden findet der Leser eine Anleitung zu dem perfekten 3 kg Rucksack, der sogar schon erprobt wurde.

Fazit:

Der Schreibstil ist locker und sehr unterhaltsam. Aus Philipps Perspektive erlebt der Leser sämtliche Einkaufs-, Pack- und Wandersituationen. Viele Fotos und Listen geben dem Leser einen zusätzlichen Einblick in die Geschichte und Packliste. Alles ist verständlich erklärt und sorgt hier und da für einen Lacher.

Es handelt sich um einen Ratgeber, der aus der Erfahrung des Autors stammt. Philipp ist den Jakobsweg gepilgert und hat alle Stationen in Wort und Bild festgehalten.
Angefangen hat es mit einer abstrakten Idee von dem was alles mitgenommen werden könnte, einem Übermaß an nützlichen und unnützen Dingen, und endete in einem 3 kg Rucksack der sich auf dem Jakobsweg bewährt hat. Zum Vergleich erfährt der Leser auch kleinere Geschichten über andere Pilger, die Philipp auf dem gemeinsamen Weg getroffen hat und diese sind lehrreich und unterhaltsam. Zum Schluss bekommt man auch die detaillierte Packliste mit Gewichtsangaben und sogar ein paar Tipps wohin man was am besten packt, damit alles schlau verstaut und griffbereit ist.
Auch über den Jakobsweg erfährt man vieles. Es gibt nützliche Infos über Dokumente die man braucht und auch gleich dazu den Ort wo man sie bekommt. Aber auch Infos zu Routen, Beschilderungen, Herbergen und deren Ausstattung, sowie eine Preisliste wie viel was ungefähr gekostet hat.

Insgesamt betrachtet ist dies ein wirklich nützlicher aber auch unglaublich unterhaltsamer Ratgeber, den man auch ruhig lesen kann, wenn man nicht pilgern möchte. Die Liste der Gegenstände vermittelt einen sehr guten Eindruck, da auch die Erfahrungen mit den jeweiligen Gegenständen genau geschildert sind. Hier wird man nicht mit dem Neusten Zeug angelockt, sondern mit dem Praktischsten und Nützlichsten.
Ich habe mich sehr gut amüsiert und sogar ein paar Tipps für meinen privaten Wanderrucksack mitgenommen, auch wenn die Tour nicht so lange wie der Pilgerweg dauert. :)

Was ich besonders mochte:

Besonders lustig waren die Situationen wo die Verkäufer versuchen etwas zu verkaufen, ohne wirklich eine Erfahrung damit zu haben oder auf die Wünsche des Käufers einzugehen.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. Dezember 2013
Die langatmigen Einkaufsbeschreibungen nerven irgendwann. Die Grammangaben für jeden Artikel wirken albern. Das Tagebuch der Wanderung ist sehr oberflächlich. Würde ich nicht wieder kaufen.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. Oktober 2013
Positiv
+ sehr kurzweilig zu lesen. In einem Rutsch an einem Abend verschlungen.
+ sehr netter, unterhaltsamer Erzählstil
+ informationsreich, breite, facettenreich angelegte Sicht auf das Thema Ausrüstung
+ gibt sehr viele Anstöße für eigene, weiterführende Recherchen zum Thema light und ultralight (UL)
+ macht Lust auf Ausprobieren.

Neutral
Die Seiten sind schmal bedruckt, da steht nicht sehr viel auf jeder Seite. Somit ist das Buch in zwei, drei Stunden gelesen. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich als sehr brauchbare weitere Recherchegrundlage (einzig aus Kostengründen) die e-Book-Version statt der Taschenbuchversion genommen. Meine Erwartungshaltung ging wohl eher in Richtung "ich bin dann mal weg".

Das schmälert die Leistung des Autors oder des Buches keineswegs!

Negativ
aus meiner Sicht wirklich nichts.

Möchte man also z.B. nach einer ersten Pilgerfahrt "aufrüsten", optimieren, ausprobieren, hat man hier einen wirklich feinen Ratgeber (der einem über eigene Produktrecherchen und eigene Suchen) somit indirekt zu vielen interessanten Web-Fundstellen verhilft.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. September 2013
Vorab: es ist kein Buch über den Camino. Eher eines für den camino. Ein gutes. Mehr als eine Packliste, weniger als eine Erzählung. Ein eigener und amüsanter Stil, der die Fähigkeit schreiben zu können klar erkennen lässt.
Die sehr nerdige Überlegung, zu reduzieren ( dabei aber nicht auf luxuskosmetika zu verzichten) und nicht nur abzuwägen sondern auch abzuwiegen, hat mich stellenweise sehr amüsiert.
Ich bin ja eher der zackdieBohneTyp, der definiert was er will und sich dann ratzfatz mit allem was man braucht, eindeckt. Nie kämen mir Gedanken, wie der, jedes noch so kleine Element gesondert zu wiegen.
Aber zu lesen wie da jemand 2-3 Küchenwaagen testet, um am Ende doch überflüssiges nach der Reduzierorgie mitzuschleppen, ist schon sehr lustig für mich gewesen.
Mit vielen seiner Überlegungen, gerade in Hinsicht auf Technik, geh ich voll konform. Da bin ich auch ein leichter Nerd. Aber Philips Nerdigkeit ist so putzig und selbstironisch beschrieben, selbst die total analfixierten Momente, das muss man einfach mögen. Für einen Eher entspannten Traveller wie mich, ist der Beschriebene Moment in der Kältekammer, um die Klimabedingungen seiner Neuerwerbungen zu testen, so unreal wie lustig.
So amüsant war noch keine Packliste. Und mit packlisten hab ich eh normalerweise nix am Hut.

Bei der Beschreibung seines Wegs lässt der Humor etwas nach, da ist der Vorbereitungsteil deutlich besser. Doch nicht jeder muss sich berufen fühlen seine Gefühlswelt auf dem Camino allen und jedem mitzuteilen. Oder sein Caminobuch als Vehikel zur Autobiographie nutzen.
Insofern: angenehm unaufgeregt, um mal eine Lieblingsphrase des Feuilleton zu strapazieren.
Aber und das ist ein großes, Fettes, positives ABER: Schreibstil, literarische Qualität, Aufbau, Formulierung usw. sind hervorragend und somit weicht es deutlich von vielen Amateurwerken ab.

Und für alle, die drauf stehen: es gibt Listen. Mit Grammangaben. Yeah.
Und vermutlich lass ich mich auch zum reduzieren inspirieren. :mrgreen:

Ach,ja, Philip! Schlauchtücher geben ganz tolle Kopfbedeckungen ab! Nur so am Rand. ;)
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