Es geht doch: hier schreibt einer, der ohne grosse Ausführungen oder Umwege auf den Punkt kommt, keine langatmigen Beschreibungen der Umgebung, alle Protagonisten sind schnell in die Geschichte eingebaut und werden als solches dann auch dem Bild gerecht, welches sich der geneigte Leser zusammengereimt hat. Stellenweise erinnert das Buch an die Kurzausgabe von "Nacht in Havanna", allerdings mit ganz anderem Speed. Subtil die Verschmelzung des Wiener Charme mit der "Laisser-faire" Mentalität karibischer Länder. Man muss kein Taucher sein und viel herumgereist sein in der Welt um die Athmosphäre des Romans voll aufsaugen zu können.
Warum immer alles miesmachen ? Ich kann die Kritik am Buch nicht ganz verstehen. Es ist eine neue Art und Weise, Lösungen für komplexe Dinge zu erarbeiten, keiner der Autoren erhebt Anspruch darauf, dass dies auch so sein muss. Lediglich die Zahlen und Statistiken, die sie hinzuziehen, geben, unter neuen Betrachtungsweisen, Anlass zum Nachdenken, ob dieser oder jener Zusammenhang bestehen könnte (oder eben nicht). Das Buch liest sich locker, kein trockener Ökonomie-Stoff, wie vielleicht von vielen befürchtet. Auf der anderen Seite ist es jedoch nun nicht so, dass nach der Lektüre des Buches nun die ganze Welt im "Aha" Effekt neu betrachtet werden muss.