Dass Bernhard Schlinks "Vorleser" nicht nur ein Bestseller, sondern ein literarisches Meisterwerk ist, braucht wohl nicht eigens betont zu werden. Wie und warum dann überhaupt noch eine eigene Rezension schreiben? Vielleicht, um ein paar persönliche Eindrücke wiederzugeben.
Der "Vorleser" liest sich ausgesprochen gut. Die Sprache ist einfach, verständlich, schnörkellos, der Satzbau ist schlicht, auf komplizierte Stilmittel verzichtet der Autor. Auch der Umfang des Buches ist nicht allzu groß. Das Buch ist übersichtlich in drei Teile, und diese wiederum in kurze Kapitel, gegliedert. Ich habe es an einem Wochende, und zwar mit Interesse und… Mehr dazu
Der Titel ist nicht schlecht gewählt: Das Buch eignet sich am besten als Begleiter bei Spaziergängen durch die schöne Stadt Heidelberg. Dabei darf der Begriff "Stadtführer" durchaus wörtlich genommen werden. Das Buch führt den Leser (oder sollte man sagen: den Nutzer?) durch Heidelberg, zeigt Bekanntes und auch das eine oder andere weniger Bekannte, und bietet insbesondere dem Ortsunkundigen und demjenigen, der eine erste Orientierung sucht, eine Fülle von Vorschlägen und Anregungen.
Das Buch ist, entsprechend seiner Konzeption als Begleiter bei Spaziergängen, in acht Kapitel gegliedert: "Alt Heidelberg, du Feine ... Der Klassische… Mehr dazu
Der Engländer Bertrand Russel (1872-1970) war nicht nur ein bedeutender Mathematiker und Philosoph, sondern auch ein politisch und gesellschaftlich engagierter Freidenker und Publizist. Dieses sehr lesenswerte Buch versammelt Texte von Bertrand Russel, die in den 1920er bis 1950er Jahren entstanden sind und sich kritisch mit der Religion im allgemeinen und dem Christentum im besonderen beschäftigen.
Der titelgebende Vortrag "Warum ich kein Christ bin" stammt aus dem Jahr 1927 und unterzieht das Christentum einer Generalkritik. Zunächst untersucht Russel die Gottesbeweise und kommt zu dem Schluss, dass sich die Existenz Gottes mit der Vernunft nicht beweisen lasse… Mehr dazu