bücherwurm

 
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Ort: Hamburg, Deutschland
 

Rezensionen

Top-Rezensenten Rang: 178.927 - Hilfreiche Stimmen insgesamt: 8 von 8
Onno Viets und der Irre vom Kiez von Frank Schulz
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Irre im besten Sinne, 29. Januar 2014
Gemessen an "Morbus fonticuli" oder dem "Ouzo-Orakel" könnte man diesem Frank Schulz vielleicht einen halben Stern abziehen: Aber dann sind da doch wieder solche von kaum einem anderen aktuellen deutschsprachigen Schriftsteller erreichten Finessen wie die Beschreibung der Smartphone-Videos vom Showdown auf der Binnenalster (daraus könnte man eine ganze zeitgenössische Medientheorie ableiten, und das auch noch vergnüglich!) oder die Charakterstudie jenes volxtümlichen Hamburger Medienstars (kaum verhohlen Bohlen), die eine niedrigere Bewertung verbieten. Und keiner hat eine so hinreißende Hingabe an schludrig-verschlodderte Loser wie Onno und kann auch einem… Mehr dazu
Sinn, Kultur und Ich-Identität: Zur Kulturpsycholo&hellip von Jerome Bruner
Jérôme Bruners Beiträgen zur Sozial- und Kulturpsycholgie wären hierzulande mehr Leser zu wünschen: Dank Karl Auer ist wenigstens dieses wichtige Buch in deutscher Übersetzung zu haben. Wie Gruppen, Gesellschaften im Alltag "Sinn" konstruieren - ohne dies selbst bewusst zu merken und zu planen - wird hier aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet und Bruner liefert eine Reihe schlagender Argumente für seine Theorie. Faszinierend, wie er aufzeigt, dass es vor allem das Erzählen im Alltag ist, das ständige konstruieren und Austauschen von Geschichten, das im Zentrum dieser Prozesse steht. Wer man ist und wie man seine Identität "herstellt", ist -… Mehr dazu
Stoner: Roman von John Williams
Stoner: Roman von John Williams
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Freund hatte mir begeistert das Buch empfohlen, ohne zu sagen, worum es geht. Nach den ersten Seiten hat es mich nicht mehr losgelassen: Dabei passiert an der Oberfläche eigentlich wenig. Es geht um die Biografie des Titelhelden. Ein Leben ohne aufsehenerregende Erfolge, Abenteuer oder Heldentaten. Aber je weiter man diesem Lebensweg folgt, desto deutlicher wird, dass es kaum größere Heldentaten gibt, als das Leben zu leben, auch zu ertragen, sich selbst zu finden und sich selbst treu zu bleiben. Das alles ist so ökonomisch und präzise erzählt, ohne Appelle, ohne falsche Rührung, ohne ein Wort zuviel - und doch merkt man in jeder Zeile die… Mehr dazu