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Dorfrichter Adam

 
Erhaltene "Hilfreich"-Stimmen für Rezensionen: 60% (68 von 114)
 

Rezensionen

Top-Rezensenten Rang: 52.023 - Hilfreiche Stimmen insgesamt: 68 von 114
Die Schlafwandler: Wie Europa in den Ersten Weltkr&hellip von Christopher Clark
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die Botschaft des Buches ist nicht, dass sich die Staatsführer unversehens im Krieg befanden. Insoweit ist der Buchtitel irreführend. Es war vielmehr so - und Clark schreibt das ja auch - dass sich alle sehr bewusst darüber waren, dass der Krieg drohte. Man war sich so sehr darüber bewusst, dass man den Glauben verloren hatte, ihn noch abwenden zu können. Man war davon überzeugt, dass der große europäische Krieg kommen werde, wenn nicht jetzt, dann in ein oder zwei Jahren. Und deshalb gab man allseits (!) seine Vermeidungsstrategie auf und versuchte eine möglichst günstige Ausgangsposition zu erreichen, so wie Segelboote beim Start einer… Mehr dazu
Dezemberkälte von Simon Voß
Dezemberkälte von Simon Voß
4.0 von 5 Sternen Historischer Politthrller, 18. Februar 2014
Eine sich von dem hilflosen Gestammel, das man von Regionalkrimis gewohnt ist, wohltuend abhebende Sprache, die allerdings ein wenig zu sorglos mit dem Konjunktiv II umgeht. Und dass sogar der Böse nicht nur einfach der Böse ist, sondern als ausdifferenzierter Charakter beschrieben wird, hebt den Roman weit über die Trivialität einschlägiger Machwerke. Vielleicht auch deshalb ist es in Wahrheit kein Regionalkrimi, sondern ein Politthriller.
Der Schluss hält eine veritable Überraschung parat, die sich im Namen des fiktiven Konteradmirals von der Groende bereits angedeutet hat  über 250 Seiten hinweg grübelte ich, woher ich diesen Namen nur… Mehr dazu
Nullzeit: Roman von Juli Zeh
Nullzeit: Roman von Juli Zeh
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schubladensache, 24. Januar 2014
Wie selten gehen hier die Meinungen der Rezensenten auseinander. Vielfach beklatscht wird die Ansicht, der Roman habe keine Resonanz. Bei mir allerdings, muss ich sagen, hallt er noch immer nach, obwohl ich ihn schon vor einer Woche las. Dann wird die weniger geschwurbelte Sprache einerseits beklatscht, andererseits beklagt. Hier findet jemand die Psychologie gelungen, dort misslungen. Und ich frag mich, ob all die Kommentare überhaupt noch etwas über das Buch aussagen und nicht nur noch über den Kommentator reden.
Halten wir mal fest: Während Juli Zeh als linksintellektuell gilt und deshalb von Intellektuellen gelesen wird, ist beispielsweise Ferdinand von Schirach… Mehr dazu