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Hans-Uwe Rösner

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Top-Rezensenten Rang: 5.978
Erhaltene "Hilfreich"-Stimmen für Rezensionen: 90% (304 von 336)
Ort: Trier, Rheinland-Pfalz
 

Rezensionen

Top-Rezensenten Rang: 5.978 - Hilfreiche Stimmen insgesamt: 304 von 336
Eine Art zu leben: Über die Vielfalt menschlicher &hellip von Peter Bieri
69 von 69 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Katharsis, 17. September 2013
Wer das großartige Buch "Politik der Würde" (1997) des Philosophen Avishai Margalit gelesen hat, in dem es um die Frage geht, inwieweit gesellschaftliche Institutionen die Selbstachtung und Würde von Menschen nicht verletzen dürfen, findet hier ein gelungenes Pendant dazu. Auch bei Bieri ist Würde kein metaphysischer Begriff, sondern mit vielschichten Erfahrungen verbunden, in denen drei Aspekte zusammenfließen: Wie behandeln mich die anderen? Wie stehe ich zu den anderen? Wie stehe ich zu mir selbst? Dabei will der Autor keine Theorie verfassen, mit der vorgeschrieben wird, wie man über diese Dimensionen des menschlichen Lebens zu denken hätte… Mehr dazu
Nach Marx: Philosophie, Kritik, Praxis (suhrkamp t&hellip von Rahel Jaeggi
12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kritische Hommage an Marx, 25. Juli 2013
In einem Gespräch mit Gérard Raulet, das 1983 in der amerikanischen Zeitschrift "Telos" erschien, wagte Foucault die Prognose, dass der Slogan "Marx ist tot" einen nur konjunkturellen Wert besitze. Er prophezeite, dass Marx wieder aktuell werden würde und bekannte, dass er von einer Renaissance träume, in der Marx von allen Parteidogmen befreit sei. Nach der Lektüre dieses Bandes, kann man den Eindruck haben, dass sich Foucaults Traum allmählich erfüllt. Hier findet auf höchstem Niveau "eine Wiederaneignung und Wiedereinbeziehung in die sozialphilosophische, sozialkritische und gesellschaftstheoretische Diskussion" (S. 11) statt. Die durchweg… Mehr dazu
Beschleunigung und Entfremdung: Entwurf einer krit&hellip von Hartmut Rosa
22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Der Entfremdungsbegriff war lange Zeit aus der Mode kommen, weil es nach Ansicht sozialkonstruktivistischer Theoriebildung nichts am Menschen gibt, was man als sein Wesen bzw. seine Authentizität begreifen könnte. Hartmut Rosa versucht hier im Anschluss an sein aufsehenerregendes Buch "Beschleunigung. Die Veränderung der Zeitstrukturen in der Moderne" (2005) und in der Tradition der frühen Kritischen Theorie dagegen zu zeigen, wie mit dem Phänomen der sozialen Beschleunigung so etwas wie Entfremdungserfahrungen des Menschen einhergehen. Das moderne Leben, so seine These, gerät immer mehr aus den Fugen und ist angesichts veränderter Zeitstrukturen nicht… Mehr dazu