"und als Beweis dafür, dass Du's getan, bring' mir ihr Herz - hierdrin!"
Mit dem Mut zur dramatischen Pause und dennoch völlig lippensynchron gestaltet die leider unbekannte 1. deutsche Sprecherin ihre Rolle der bösen Königin in Walt Disneys erstem abendfüllenden Zeichentrickfilm "Schneewittchen und die sieben Zwerge". Wer einmal das Stimmvolumen dieser Schauspielerin gespürt hat, der vergisst es nicht. Welche qualitätvolle Ausbildung müssen Künstler früher gehabt haben, um derartig präsent zu sein! Welches Potential und welche Disziplin!
Zumindest bei Arielle hat die Bevormundung ein Ende. Dieses "Ätsch, wir haben die alte Fassung, aber wir geben sie Euch nicht!" war wirklich ätzend. Und nachdem Italien ja schon die alte Peter Pan-Synchro der Uraufführungszeit wiederveröffentlicht hat, konnte uns Disney Deutschland ja auch schlecht weiterhin mit den angeblich verlorenen Rechten an den eigenen Synchronisationen hinhalten: Also bitte, hopp, hopp, noch mal ins Archiv gelaufen und die deutschen Urfassungen alle wiederveröffentlichen. Die sind nämlich genau wie bei Arielle um Klassen besser. Da meine Rezensionen zu Disney leider fast alle gelöscht wurden, hier also noch mal die… Mehr dazu
Was heißt denn hier "streiten"? Es wird einem ja gar keine Möglichkeit des Vergleichs mehr geboten. Das propagierte Regietheater hat sich regelrecht festgefressen. Seine Vertreter/innen haben alte Inszenierungen zu 98 Prozent entsorgt und müllen uns bis zum Erbrechen mit den immer gleichen Bildern voll. Jedwedes Streitgespräch darüber, jedwede Kritik, jede Missfallensbekundung wird direkt als reaktionär verunglimpft oder als faschistisch verleumdet. "Eine eigene Kunstform, die zur Auseinandersetzung herausfordert" ist das Regietheater vielleicht mal ansatzweise zu Beginn gewesen, doch mittlerweile betet es nur noch permanent die eigene Asche an und treibt das… Mehr dazu