Thomas Dworschak

 
Erhaltene "Hilfreich"-Stimmen für Rezensionen: 72% (435 von 604)
 

Rezensionen

Top-Rezensenten Rang: 3.019.227 - Hilfreiche Stimmen insgesamt: 435 von 604
Die Wasserfälle von Slunj: Roman von Heimito von Doderer
Die Wasserfälle von Slunj: Roman von Heimito von Doderer
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Bewundernswert ist zum einen die konzentrierte und dicht gearbeitete "Durchführung" (Doderer selber verglich den Roman mit dem Satz einer Symphonie), in der Motive höchst durchdacht eingewoben, durchgeführt und, wenn es die Komposition erfordert, wieder mit einem sarkastischen Stiefeltritt hinausgekickt werden. Noch großartiger ist allerdings die Tiefe der psychologischen Charakterdarstellung, die sich treffender Metaphern bedient, um gleich wieder zum Leitmotiv zu werden - im Dienste des großen Themas, des Herausfallens einzelner Personen aus dem geordneten Daseins, des Durchbruchs durch die gesellschaftliche Oberfläche zu tiefen Zerrüttungen… Mehr dazu
Sorcerer von Miles Davis
Sorcerer von Miles Davis
18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tief!, 10. Juni 2002
SORCERER wird, wie so manches Produkt des zweiten Miles Davis-Quintetts, gern etwas übersehen, ist aber trotzdem ein Album, das man nicht oft genug anhören kann, weil die Klangfülle beinahe unerschöpflich ist. Man hört die freie, nur motivisch orientierte Improvisation praktisch in Vollendung: Wayne Shorter und Herbie Hancock sind immer aufs Neue beeindruckend (vor allem letzterer spielt auf "Masqualero" eins der allergrößten Klaviersoli der Geschichte, dessen Entwicklung man dank Bonus-Track noch weiter nachvollziehen kann); Tony William und Ron Carter hinterlegen und ergänzen die Solisten mit einem verwirrenden Geflecht aus… Mehr dazu
Heavy Weather von Weather Report
Heavy Weather von Weather Report
8 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Einer der größten Saxophonisten des 20. Jahrhunderts versumpft auf diesem Album in einem arg durchkomponierten und auf die Dauer recht belanglosen Klangmeer. HEAVY WEATHER gehört nämlich Jaco Pastorious, der hier auf durchaus hörenswerte Weise seine Baß-Virtuosität raushängt ("Teen Town" und "Havona"), und Joe Zawinul mit seiner unerschöpflichen Palette an Synthesizer-Klangfarben (auch am Baß scheint in der Hinsicht ziemlich viel herumgespielt worden zu sein). Leider tun die meisten Stücke immer wieder so, als seien sie nur dazu da, eben diese Elektronik-Orgie zu präsentieren: ein Akkord kommt nach dem anderen, alle bombastisch… Mehr dazu