Dem Vorrezensenten R. Wenzl (siehe "Leider enttäuschend") ist zuzustimmen, wenn er eine Täuschung konstatiert. Hier wird Wissenschaftsgeschichte angekündigt, aber leider nicht eingelöst. Der Autor John Freely ist zwar gebürtiger US-Amerikaner, Physiker und Wissenschaftshistoriker, leider vermisst man bei seiner Herangehensweise wie auch bei seinem Schreibstil sowohl den typisch angelsächsischen Approach, Überblicksdarstellungen in den großen Zusammenhangslinien zu bieten und anschließend zu reflektieren, als auch überhaupt irgendein (natur-)wissenschaftliches Hinterfragen des Warum.
Daher erfährt der Leser leider so gut wie… Mehr dazu
Der Autor ist Germanist, Soziologe und Publizist. Daraus erklären sich auch die deutlichen Defizite dieses (angeblichen) "Strategiebuchs". Sehr viele bunte Bilder und schlechte Beispiele, die leider allzuoft irreführend, nicht wirklich passend gewählt sind (aus der Fülle der Beispiele: Pseudo-Objektivierung durch Piktogramme unter "Institutionalisierung", wachsender Druck auf Laufzeiten von AKW bei gleichzeitiger Blockade neuer Kohlekraftwerke unter "Zwei Fronten") oder schlicht falsch (z.B. freiwillige Einführung der Nährwertampel beim Unternehmen Frosta unter "Stigmatisierung", Verschenken von Sittichen an Schulkinder durch Futterhersteller unter "Steter… Mehr dazu
Der Wert dieser Version der "Irren" liegt zum kleineren Teil am Originalwerk, zum größeren an der kongenialen Adaptation durch Maurice Valency. Auf dieser Adaptation basieren sowohl das Musical als auch die Verfilmung.