ARRAY(0x9c6a60cc)
 

Andreas Gryfius

 
Erhaltene "Hilfreich"-Stimmen für Rezensionen: 69% (200 von 288)
 

Rezensionen

Top-Rezensenten Rang: 36.401 - Hilfreiche Stimmen insgesamt: 200 von 288
Die unsichtbare Frau von Siri Hustvedt
Die unsichtbare Frau von Siri Hustvedt
4.0 von 5 Sternen Literarisch sehr interessant, 28. Oktober 2013
Zum Inhalt ist hier viel gesagt worden, deswegen nur zur Ergänzung: Das Buch ist vom achronologischen Aufbau und der erzählerischen Perspektive her sehr interessant. Der hochdepressive, neurotische Blick der Protagonistin wird ohne allzu große Fingerzeige auf die sogenannte Wirklichkeit oder das Objektive hin durchgehalten. Die Ausweglosigkeit einer an sich überhaupt nicht ausweglosen Situation, der Käfig, den sich die junge Frau selber bastelt, ist grandios und lebendig gezeichnet. Die Spannung wird auf kunstvolle Weise bis zum Ende hochgehalten, obwohl es sich ja letztlich vor allem um eine Charakterstudie handelt. Was mich allerdings wirklich erschüttert… Mehr dazu
F von Daniel Kehlmann
F von Daniel Kehlmann
4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kehlmann hits the bottom, 4. Oktober 2013
Ein Roman, der es nicht wert ist, zweimal gelesen zu werden, ist es auch nicht Wert einmal gelesen zu werden, hat Jean-Paul gesagt. Im Falle von F. würde ich widersprechen. Vielleicht, weil F. gar kein echter Roman ist, sondern eine essayistische Tragikomödie, also mehr Theater als Prosa, eine sehr unterhaltsame, gut lesbare Denkanregung, die freilich nicht so tief geht, dass es anfängt wirklich weh zu tun. Eine nihilistische Weltanschauung wird als grundsätzliche Haltung von Anfang bis Ende durchgehalten, die Übermenschwerdung des Autoren und Vaters Arthur bildet dafür den roten Faden. Aber genau hier krankt das Ganze auch auf Konzeptebene. Denn gerade das… Mehr dazu
Das Böse von Terry Eagleton
Das Böse von Terry Eagleton
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Tolle Stoffsammlung zum Thema, 25. November 2012
Das Buch ist eine tolle Stoff- und Quellensammlung zum Thema, nicht mehr, nicht weniger. Eagleton zitiert aus antiken Quellen, aus klassischen Romanen, aus moderner Philosophie, lang und breit, auf stellenweise sehr unterhaltsame Weise. Das Buch ist Populärliteratur im besten Sinne. Da hat sich ein Publizist ein Zeitfenster genommen, um sich mit einem Thema auseinanderzusetzen und es von einigen Seiten zu betrachten. Allerdings ist es bei vielen solcher Bücher so, dass man schnell das Gefühl des Aufderstelletretens und Aufgeblasenseins bekommt. Das ganze, also die These, hätte wunderbar auch in einem 15-seitigen Aufsatz beschrieben werden können. Die Argumentation,… Mehr dazu