Andreas Gryfius

 
Erhaltene "Hilfreich"-Stimmen für Rezensionen: 69% (218 von 316)
 

Rezensionen

Top-Rezensenten Rang: 33.877 - Hilfreiche Stimmen insgesamt: 218 von 316
Jung & schön <b>DVD</b> ~ Marine Vacth
Jung & schön DVD ~ Marine Vacth
10 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
An den Anfang seines Films Jeune & Jolie setzt François Ozon den Blick durch einen Feldstecher auf eine halbnackte junge Frau, die im Folgenden Geschlechtsverkehr mit älteren Männern haben wird, für Geld. Diese klar voyeuristische Perspektive ist in ihrer Ehrlichkeit insofern bemerkenswert, als Jeune & Jolie nicht nur das Porträt der außergewöhnlichen Isabelle zeichnet, sondern auch Kommentar zur Bigotterie einer angeblich liberalen, intellektuellen Pariser Oberschicht sein will. Dass Ozon homosexuell ist, tut dabei zunächst nichts zur Sache. Er bekennt Farbe: die Frau interessiert ihn, fasziniert ihn, auch wegen ihrer Schönheit, ihrer… Mehr dazu
Die unsichtbare Frau von Siri Hustvedt
Die unsichtbare Frau von Siri Hustvedt
4.0 von 5 Sternen Literarisch sehr interessant, 28. Oktober 2013
Zum Inhalt ist hier viel gesagt worden, deswegen nur zur Ergänzung: Das Buch ist vom achronologischen Aufbau und der erzählerischen Perspektive her sehr interessant. Der hochdepressive, neurotische Blick der Protagonistin wird ohne allzu große Fingerzeige auf die sogenannte Wirklichkeit oder das Objektive hin durchgehalten. Die Ausweglosigkeit einer an sich überhaupt nicht ausweglosen Situation, der Käfig, den sich die junge Frau selber bastelt, ist grandios und lebendig gezeichnet. Die Spannung wird auf kunstvolle Weise bis zum Ende hochgehalten, obwohl es sich ja letztlich vor allem um eine Charakterstudie handelt. Was mich allerdings wirklich erschüttert… Mehr dazu
F von Daniel Kehlmann
F von Daniel Kehlmann
4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kehlmann hits the bottom, 4. Oktober 2013
Ein Roman, der es nicht wert ist, zweimal gelesen zu werden, ist es auch nicht Wert einmal gelesen zu werden, hat Jean-Paul gesagt. Im Falle von F. würde ich widersprechen. Vielleicht, weil F. gar kein echter Roman ist, sondern eine essayistische Tragikomödie, also mehr Theater als Prosa, eine sehr unterhaltsame, gut lesbare Denkanregung, die freilich nicht so tief geht, dass es anfängt wirklich weh zu tun. Eine nihilistische Weltanschauung wird als grundsätzliche Haltung von Anfang bis Ende durchgehalten, die Übermenschwerdung des Autoren und Vaters Arthur bildet dafür den roten Faden. Aber genau hier krankt das Ganze auch auf Konzeptebene. Denn gerade das… Mehr dazu